Ausgabe 
14.4.1930
 
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Tumen, Sport und Spiel

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Tageskalender für Montag. Stadt- eater:Das Parfüm meiner Frau", 20 bis 22 Uhr.

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|Ung der Bevölkerung geführt hat. 3n beiden Städten haben nun auch die Studenten sich der Bewegung angeschlossen.

theater:Das Parfüm meiner Frau', 20 bis 22 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: TonfilmDich

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Aus der prvvinzialbouptstadl

Gießen, den 14. April 1930.

Ansprüche

Ansprüche zu stellen, ist eine .furchtbar" ein­fache Sache, und heutzutage versteht man das auch. Ach, andere Zeiten haben es auch ver­standen, und stellte man keine, so wäre bald das Leben ohne richtige Triebkraft. Denn stellt man Ansprüche an das Leben, fordert man von ihm, daß es mehr Annehmlichkeiten, inehr Freiheiten, mehr Freuden gebe, so muß man selbst dem Leben mehr geben, muh stärkere Kräfte, mehr Fleiß, mehr Ausdauer einsehen. Hat man eini­germaßen etwas erzielt von den Vorteilen, die man erstrebte, schon sind die Ansprüche wieder gewachsen, neue Wünsche und Forderungen find aufgetaucht und locken und fordern. Sie zu befriedigen, ist Ziel neuen Strebens. Wieder regen sich neue Kräfte, neuer Antrieb ist gegeben. Kaum hat man neu angekurbelt, so wiederholt sich schon das alte Spiel, und wir stehen vor derselben Situation.

Man sage nichts gegen die Ansprüche. Stellte man sie nicht, hätte man sie nicht von je gestellt, wo wären wir heute. Unendlich vieles, dessen wir uns heute erfreuen, wäre nicht vorhanden: denn um es zu erreichen, müßten die Ansprüche, die die Menschen stellten, als Antrieb wirken. Zeiten, in denen die Menschen in Selbstbeschei­dung dahintrieben, sind tote Zeiten der Welt­geschichte. Als die Menschen unzufrieden waren, als sie Ansprüche stellten, trieben sie auch die Dinge ein beträchtlich Stück vorwärts. Es ist rucht immer bequem gewesen, Anspruch und Erfüllung unter einen Hut zu bringen. Aber es ist möglich gewesen, zum Teil wenigstens: und aus dem Unerfüllten sprang neuer Antrieb hervor. Die Unersättlichkeit des alten Rom hat viel Unglück über die Welt gebracht: aber doch auch nicht nur Unglück, sondern auch manche glückliche Ent­wicklung.

Nervenkranke u.Nervös-Erßchöpfte.Spexlalknranatalt Holhelm Im Taonui bei Frankf.a.M. Prospekte durch

Sonntaa, d. 13. April 1930, ß^mgs

im hessischen Muß.

2. April. Der Fi« essischen Land- r ersten Lesung age8 für 1930 zu ere Sie Qlbftimmun» j rückständigen An- Einung oder Sieber« Lniregm sand ein lnnahme ans Tor- ff es, welchen Wert anheim gegebenen en. Siebet die Land- än der Universi- n Hochschule ent« ine längere Debatte, ehr mager. Die Ae- zur zweiten Lesung . Pie bisherigen >en und durch, noch- ventuel! weitere ulszunuhrn. Wj* 1 noch einmal viel deren Anträge wür­digt. 2n der zweiten oll die Abstimmung sung mit Stimmen- äge wiederholt wer- [eine Verhandlungen liebet auf.

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reichten. Nach verschiedenen musikalischen Darbietun­gen hielt die Leiterin der hiesigen Hausfrauenbe« ratungsstellc, Frau Dr. K o c o p e , einen interessan­ten Vortrag überZeitgemäßes Backen". Die Red­nerin wies einleitend auf die Bedeutung des 3udcrs bei der Herstellung von Backwaren hin, um sich dann weiter mit der Entstehung der Backkunst zu beschäftigen. Sie vertrat dabei die Auffassung, daß bei den alten Backöfen das Backen wirklich eine Kunst gewesen sei, während bei der Benutzung eines Gas- oder elektrischen Backofens die Herstellung von Backwerk kinderleicht fei. Das Zeigte auch die kleine Waldtraut, ein etwa ^jähriges Mädchen, das sowohl auf dem Gas«, wie auch auf bem elektrischen Herd gu,gelungenes Gebäck anfertigte. Früher habe man bei der Herstellung von Backwerk nur Hefe und Sauerteig verwendet, während heute das Backpulver eine sehr bedeutende Rolle spiele. Weiter trat die Rednerin der Auffassung entgegen, daß das Kuchen­backen etwas Kostspieliges sei, ober eine Verschwen­dung darstellc. Die Vortragende besprach hierauf die Anfertigung von Kuchen und Backwerk, sowie da» Backen selbst, um bann noch auf eine Reihe von er­probten Zutaten hinzuweisen. Um ben Hausfrauen die Herstellung von Backwerk aller Art praktisch vor- zuführcn, wurden an beiden Seiten des Saales von Damen der Frauenocreine Siudjen, Torten und Kleingebäck auf Gas- und elektrischen Backöfen hergestellt und Kostproben zur Verteilung gebracht. Die Vortragende erläuterte die Herstellung dieser Backwaren. Ihre Ausführungen mürben von den mit ber Zubereitung beschäftigten Damen entspre­chend ergänzt. Sämtliches Backwerk wurde in elek­trischen und Gasöfen, weiche die beiden städtischen Werke ausgestellt hatten, hergestellt. Auch eine Reihe anderer Firmen war durch die Ausstellung von Küchengeräten und Backzutaten an dem Abend be­teiligt. Der übrige Teil der Veranstaltung wurde durch musikalische Darbietungen bei Stoffe: Kuchen in bester Weise ausgefüllt.

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Wettervoraussage.

Der Einfluß der oberitalienischen Störung ver­ursachte über Deutschland verbreitete Aieder- schläge, wobei der gleichzeitige Kaltlufteindruck merkliche Abkühlung mit sich brachte. Die Wetter­lage bleibt unter der Borherrschaft der Kaltluft vorerst unbeständig, Riederschläge treten in Form von Schauern auf und ferner bleibt es kühl. Es" ist aber anzunehmen, daß mit dem von Westen ansetzenden Tarometeranstieg im Laufe der Woche wieder eine Besserung eintritt.

Wettervorhers age für Dienstag: Kühles, unbeständiges Wetter mit Regenschauern.

Verantwortlich für Politik: i. 23.: Ernst Blumschein.

** In die Lahn gestürzt. Am Samstagnach- mittag stürzte gegenüber der Militärbadeanstalt ein älterer Mann, ber mit zwei Eimern in der Lahn Wasser holen wollte unb babei ausrutschte, so un­glücklich, baß er mit blutig geschlagenem Gesicht ins Wasser fiel. Einige zufällig in ber Nähe befinbliche Ruberer brachten ben Verunglückten ans Land unb stellten auch Wiederbelebungsversuche an. Der Mann wurde dann mit einem telephonisch herbeigerufenen Krankenwagen in die Medizinische Klinik über- geführt, wo er sich, wie wir inzwischen hören, er» freulicherweise bald erholte und sich auf dem Wege der Besserung befindet.

** E i n Gießener Komponist im Rund­funk. Willi v. Moellendorff, Gießen (früher Berlin), hat soeben ein Streichquintett in f-Moll, Op. 37, vollendet, dessen Uraufführung am Grün­donnerstag durch dasWestfälische Streichquartett" (Friß Frier), dem das Werk auch gewidmet ist, im Rundfunk zu Münster i. W. und gleichzeitig im Köl­ner Sender ftattfinben wird.

** Hausfrauen - Unterhaltungs­abend. Die Hausfrauenberatung und die Gieße­ner Frauenoereine, sowie das Elektrizitäts- unb bas Gaswerk hatten am Donnerstagabend zu einem Un- tcrhaltungsabend im Cafö Leib eingelaben. Der Be­such der Veranstaltung war überaus stark, so daß die vorhandenen Sitzplätze bei weitem nicht aus»

Freilich darf man auch nicht übersehen, daß Ansprüche ihre Grenze wahren müssen, wenn sie nicht starke Rachteile ergeben sollen. Wer Ansprüche stellt, die sich nicht erfüllen lassen, ist ein Tor. Wer Ansprüche stellt, die sich nur dadurch erfüllen lassen, daß auf der anderen Seite beträchtliche Rachteile entstehen, handelt unklug. Anspruch und Opser dafür müssen ein­ander die Waage halten. Richt immer ist das der Fall, und es sind nicht die zu beneidenden Menschen, die dem Götzen Anspruch so dienen, daß sie in diesem Dienst viel Wertvolleres hm- geben, ohne die Gewähr zu haben, daß die Er­füllung des Anspruchs zu erreichen ist.

Und noch ein«: Man kann und soll Ansprüche an das Leben stellen. Aber man muh dafür auch die notwendigen Opfer bringen. Diel zu oft aber find die Ansprüche riesengroß, die Leistungen dafür aber unverhältnismäßig gering. Schauen wir nur einmal näher hin, wozu ein gewisses Geltungsbedürfnis verführt. Sind es nicht An­sprüche. denen keine rechte Gegenleistung gegen­übersteht, wenn man eine große Rolle im öffent­lichen Leben zu spielen sucht, während einem Herkommen, Beruf und Fähigkeiten eine gerin­gere Rolle zugedacht haben? Sind es gerechte Ansprüche, wenn man trachtet, nur recht schnell auf der Stufenleiter des Erfolges emporzu- klimmen. ohne daß man dafür Leistungen und Fähigkeiten zu bieten hat. die dazu berechtigen könnten? Man findet es nicht selten. Und manche wenig angenehme Erscheinung unserer Zeit geht darauf zurück. Allerdings mag das ein Trost fein: Wenn die Gegenleistung fehlt, hat die Herr­lichkeit nur kurze Dauer. Und was nutzt schon ein Scheinerfolg mit dem Leben einer Eintags­fliege! Der Sturz von einer gewissen Höhe aller­dings. oder auch nur das Herabsteigenmüssen von ihr ist unangenehm: weit unangenehmer als das Untenbleibcnmüssen. Und die Mitwelt kann bos» halt sein unb übt im allgemeinen keine Rück­sicht. 8.

Taten für Dienstag 15. April

1800: der britische Seefahrer James Clarke Roß geboren; 1832: ber Dichter und Zeichner Wil- Helm Busch in Wiedensahl geboren.

Bornotizcn

Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Das heutige Gastspiel Max Adalbert« Das Parfum meiner grau beginnt um 20 Uhr. Vorstellung im Dienstag-Abonnement. Eine weitere DienStagabonnement-Dorstellung findet am Mittwoch, 16. April, statt. Es wird (der Karwoche wegen) nicht die Operette3n der So- hannisnacht" gegeben, sondern Fritz von Umnchs DramaLouiS Ferdinand, Prinz von Preußen . das in den Gießener Theaterkreisen sehr großes Interesse gefunden hat. Am Ostersonntag wird aus dem gleichen Grund nicht der Schwank «Weekend im Paradies in Szene gehen, sondern zum letzten Male »Katharina Knie". Bolksstuck von Zuckmaher. Die Erstaufführung der Operette 3n der Iohannisnacht, Spielleitung Intendant Dr. Prasch, ist am Dienstag, den 22. April. Am 2. Osterfeiertag wird das Reue Operettenthea­ter, Frankfurt a. M., ein einmaliges Gastspiel mit der erfolgreichen OperettePanne um Mit­ternacht" geben. Spielleitung Adolf Wiesner. Direktion des Reuen Operettentheaters: Georg Land.

Turnen und Sport einig

Der Hauptausschuß ber D.T. hat mit 31:5 Stimmen bem EtnigungsoertragberTur- nerschaft mit ber Deutschen Sportbe- härbe unb bem Fußballbund zugestimmt, ebenso würbe ber Vertrag ber D. T. mit bem Deutschen Schwimmverband angenom­men.

Mittelrheinkreis-Walblauf.

Die Waldlaufmeisterschaft des Mit­telrheinkreises würbe am Sonntag in W i es» haben zum Austraa gebracht. In ber über 7500 Meter führenben Meisterklasse siegte Scho n s, To. Völklingen, in 23:05,4 Min. über ben vorjährigen Meister unb Favoriten, Schneider, Mainz, ber 23:17,2 benötigte. Dritter würbe Schaaf, To. Bernfelb in 23:20.4. Den Mannschaftslauf gewann die Turngesellschaft Koblenz vor Tgs. Darm­stadt und lurnerbunb Wiesbaden.

Die westdeutschen Sndlümpse.

Schalke 04 und Benrath Vertreter für die D. F. v.- meifterfdjaft Köln-Sül, erneut geschlagen. Bei den westdeutschen Endspielen war am Sonntag bas völlige Versagen von K ö l n - Sülz 07 die Ueberraschung bes Tages. Die Kölner würben vom D. f. L. Benrath mit nicht weniger als 5:0 (2:0) Treffern geschlagen. Benrath unb Schalke können schon heute als westbeutsche Ver­treter gelten. Zwischen beiben Mannschaften fällt bei ihrem Zusammentreffen am 27. April die Ent- scheidung im Kampf um den Meistertitel.

Zn der Trostrunde gab es am Sonntag fol­gende Ergebnisse: Preußen Krefeld Hagen 72 2:1 nach Verlängerung: S. C. M.-Gladbach Sp. 23. Kassel 3:2 (2:0). Preußen Krefeld und S. C. Mün- cheN'Glabbach kommen nun am 27. April in ber Dorschlußrunbe zusammen, ber Sieger aus biefem Spiel trifft bann im Schlußsoiel auf bie bereits für bas Endspiel bereitstehende Fortuna Düsseldorf.

Süddeutsche Fußballmeisterschaft

Infolge des in Wien ausgetragenen Repra- sentativspiels Riederösterreich gegen Süddeutsch- land, das von den Wienern glatt mit 3:0 Toren gewonnen wurde, war das Berbanbsspielpro- gramm nur sehr mager. In der Runde der Meister fand nur ein Spiel zwischen den bei­ben Tabellenletzten statt. F. C. Freiburg schlug auf eigenem f Platze Wormatia Worms mit 4:2 Toren'

In der Runde der Zweiten und Dritten gab es in beiden Abtei­lungen auch nur drei Treffen. Die Gruppe R o r d w e st sah in dem L. V. Wiesba­den einen ihrer Meisterschaftsanwärter Pau­sieren. Aber die beiden anderen Mitbewerber

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gewannen ihre Spiele sehr glatt. F. Sp. D. Frankfurt, der seinerzeit in Reckarau 1:1 gespielt hatte, besiegte auf eigenem Boden den V. f. L. Reckarau mit 3:1 Toren. Phönix Ludwigshafen holte sich in Saarbrücken die Punkte mit einem hohen 5:1-Sieg über Sport­freunde Saarbrücken. Der Tabellenletzte, Rotweih Frankfurt, schlug den B. f. L. Reu-Isenburg knapp aber nicht unverdient mit 1:0 Toren.

Die Gruppe S ü d o st hat bereits in dem diesmal spielfreien 1. F. C. Nürnberg ihren Abteilungssieger ermittelt. In den drei zum Austrag gebrachten Spielen verloren sämtliche Platzbesiher beide Punkte. Der A S. B. R ü r n - berg unterlag dem K. F. B. Karlsruhe mit einem deutlichen 0:4. Union Böckingenhielt sich gegen den 6. CB. 1 8 60 mit 0:2 Toren nicht einmal schlecht. Jahn Regensburg kam gegen Phönix Karlsruhe nur zu einem 1:3. Aiederöflerreich-SüddeuWand

3:0 (1:0)

Dem fRepräfcntatiotreffcn in Wien zwischen der Berufsspielermannschaft Niederösterreichs und den 2Imateuren Siiddeutschlands maß man in Oesterreichs Hauptstadt die Bedeutung eines Länderkampfes" bei. Die Veranstaltung fand vor 50 000 Zuschauern statt. Die Wiener spielten gut, ohne Überragend zu arbeiten, zeigten sich technisch und taktisch ihren Gästen überlegen und erfochten schließlich einen Sieg von 3:0 Toren, ber nicht unverdient war.

Süddeutsche Damenhandballmeifterschast.

Eintracht Frankfurt Meister.

In Darmstadt standen sich am Sonntag im Endspiel um die süddeutsche Damen- Handballmeisterschaft die Mannschaften des 1. F.C. Nürnberg und der Frankfurter Eintracht gegenüber. Nach einem interessanten, im Felde gleichwertigen Spiele siegten die Frank­furterinnen auf Grund besseren Wurfver­mögens im Sturm mit 3:1 (2:1) unb sicherten sich bamit erstmals ben Titel eines sübdeutschen Meisters.

Oxford schiäqt Cambridge mit 2 Langen

Das große traditionelle englische Achterren­nen der Universitäten Oxford unb Cam­bridge, das von 100 000 Zuschauern besucht war, endete am Samstag trotz ungünstiger Verhältnisse mit einem Sieg von Oxford. Oxford konnte mit einem Vorsprung von zwei Längen in ber guten Zeit von 19:15 Minuten gewinnen.

Aus aller Welt.

Ligurd Ibsen f.

Freiburg, 14. April. (WTB. Funkspruch.) Im Alter von 71 Jahren ist der frühere vor- wegische Ministerpräsident Sigurd 3 b 1 en heute morgen gegen 8,30 Llhr nach langer Krank­heit hier verstorben. Der Heimgegangene hatte schon au früherer Zeit in Freiburg Stellung von einem Leiden gesucht, dessen Berschlimmerung einen neuerlichen Aufenthalt in Freiburg not- wendet machte. Ein vor einigen Wochen öorge- nommenet operativer Eingriff hatte die erhoffte Befferung gebracht, jedoch nicht verhindern ton­nen daß andere Komplikationen eintraten, me Aum Ableben führten Sigurd Ibsen war der Sohn des Dichter« Henrik Ibsen und ist nicht nur als Politiker, sondern auch als Schriftsteller bekannt geworden. Bon 1903 bis 1905' war er norwegischer Staatsminister. Als Schriftsteller ist er durch sein DramaRobert Frank bekannt geworden,^ das auch ins Deutsche überseht wurde.

Graf cppclins" Fahrten.

Friedrichshasen, 12. April. (WTB.) Das Luftschiff .G r a f_ Zeppelin ift heute nachmittag nach neunstündiger Fahrt in die Schweiz um 4.45 Uhr glatt gelandet. Die Fahrt hatte über 6t. ©allen Zurich, Lau- sänne, Bern, Interlaken in das Iungfraugebiet geführt. Bei der Rückfahrt wurde Basel bet teil­weise schlechter Sicht überflogen.

Wie aus einer Hnterrebung mit Kapitän Leh­mann hervorgeht, wird der Start des®raf Zeppelin" für die Spanienfahrt am Mon­tagnachmittag zwischen 16 und 18 ilfyr erfolgen. Der genaue Zeitpunkt hängt von dem Ergebnis der letzten Wetterprüfung ab. lieber den CGkg, den das Luftschiff nehmen wird, ist noch nichts Bestimmtes festgelegt: doch dürste der gleiche Weg wie bei der Atlantikfahrt geflogen werden. Der Ankermast in Sevilla ist noch nicht fertig, unb baä Luftschiff wird daher von einer bereit- stehenden Haltemannschaft in Empfang genommen werden. Rach ein bis zwei Stunden, in welcher Zeit die Pasfagiere zum Teil ausgetaufcht werden und neue Fracht und Post übernommen wird, wird die Heimfahrt nach Friedrichshafen an­getreten. Die Rückkunft wird für Mittwochabend erwartet.

(Lrdstötzc in Italien

Rom. 14. April. (WTB. Funkspruch.) Aus den Abruzzen und aus Umbrien werden Erdstöße gemeldet. In ber Rächt zum Sonn­tag wieberholten sich diese in den Ortschaften Altamura und M a t c r a dreimal hinter­einander. Die Erdstöße waren von bonnerarti­gem Getöse begleitet. Schäden sind bis jetzt nicht zu verzeichnen..

(^ascrplosion in einem amerikanischen Bergwerk. 21 Tote

I a c o m a (Washington), 13. April. In der Koh- l e n g r u b eCarbobabo" ber Pacific Co al Company ereignete sich gestern nbcnb im zweiten Stollen eine überaus heftig Gasexplosion. 21 Berleute büßten ihr Leben ein.

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