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Der PMeietat vor dem Finanzausschuß.
»nrmftnht 12.März. (WHP.) Irn Finanz- das notwendigste zu beschränken. In dem an
deren Antrag wurde eine bessere Beförderungs- Möglichkeit für die Kriminalbeamten im besetzten Gebiet verlangt.
Das Kapitel Polizei wurde dann mit geringfügigen Aenderungcn in der Fassung des Haushaltsvoranschlages . verabschiedet.
Am Donnerstag stellte der Finanzausschuß zunächst als Ausfassung des Ausschusses gegenüber in der Oeffent ichkeit ausgetauch.en Mißverstand- nissen unter Zustimmung des Innenministers fest, daß die angenommene Ermächtigung für den Innenminister bei Kapitel 31 (Provinzial- und Kreisämter) auf Aenderung der Kreisgrenzen lediglich vorbereitender Art ist und der Minister zur Durchführung die Genehmigung des Landtages einholen must. , „ _
Kapitel 39 (Aärztlicher Dienst - Kreis- und Amtsärzte) und Kapitel 40 (T ie r ärztlicher Dienst) mit 295 000 bzw. 6-0020 Mk. Ausgaben und 52 000 bzw. 373 600 Mk. Einnahmen veranlassen eine eingehende Aussprache. Ausführlich wurde die Frage behandelt, ob nU)i die Zahl der Kreis- und Amtsärzte und der Deterinärärzte verringert werden könne, da der Etat >ine Aufstellung über die Vergütungen für Vebenbeschästigungen enthalte. Daraus sei doh zu ersehen, dast die Ae.z'.e nicht voll beschästigt feien. Der Landbund verlangte daher eine allgemeine Ausstellung, in der die A.-benvergütungen aller Deamten, auch der Ho-)schulprosessoren, enthalten seien. Die Regierung erklärte, in dieser Form sei der Antrag nicht annehmbar. Wo es möglich sei, habe sie diesem Verlangen bereits Rechnung getragen. Der Antrag verfällt daher der Ablehnung. Bei Stimmenglei ,h it findet ein Landbundantrag Annahme, drei Amts- ärztest ellen a ul denInhaberzu bewilligen. Ein ähnlicher Antrag beim tierärztlichen Dienst wird abgelehnt.
Zu Kapitel 42(Heil-undPflegeanstal- t e n) lagen sinngleiche Anträge der Volkspartei und des Landbundes vor. von dem Verwal- tungs-, Pflege- und sonstigen Personal alle Beamten- und Deamtinnenstellen, die keine staatlichen Heheitsaufgaben erfüllen, auf den Inhaber zu bewilligen und bei Freiwerden ihre Stellen durch Angestellte zu ersetzen, denen bei Ausscheiden aus dem Dienst ein entsprechendes Abkehrgeld zu gewähren sei.
Gegen tr. S<.lmmen der Sozialdemokraten sand dann ein Zentrums antrag Annahme, die Regierung möge bei allen Ressorts prüsen, in welchem Umfange Stellen, deren Inhaber keine staatlichen Hoheit rechte ausüben, aus dem Dc- amtenverhäftnis in das Privatdienstverhältnis überführt werden könnten. — Die Erhöhung der Pflegesähe um 60 Pfennig pro P f l e g e t a g wurde gegen die Stimmen der VolkZpartei und des Landbundes beschlossen. Dadurch soll eine Mehr«' .inahme von 775 000 Mk. erzielt werden. Der Minister verspricht sich weiter davon eine wesentliche Abwanderung aus den bisher billigen- und daher überlasteten hessischen Anstalten von Personen, die auch in Hauspflege gehalten werden können.
Innenminister Leuschner
DieS daraus hin. dast trotz der notwendigen Einsparungen die Schlagkraft der hessischen Polizei nicht geschwächt werde und dast sie allen Angriffen, von welcher Seite sie auch kommen mögen, wirksam und erfolgreich entgegentreten tonne. Für die Versorgungsanwärter würde alles nur Mögliche geschehen, doch würde die Lage Durch die freiwerdenden Reichswehr- Versorgungs-Anwärter verschärft. Die von dem Finanzminister geforderten 600 000 Mark Einsparungen würde er nicht vertreten haben, wenn nicht gleichzeitig die Interalliierte Kommission verlangt habe, daß Hessen auf die früher schon f e st gelegte Zahl der Polizeibeamten zurück gehe. Die Ein- Iparungen seien jedoch für jede einzelne Stadt speziell getroffen und die Regierung lehne eine weitere Kommunalisierung der Polizei ab. Um den Ausfall an Menschenkräften auszugleichen, lei die Polizei in ihren technischen und maschi- mellen Einrichtungen verbessert worden. Mit 6 zu 6 Stimmen wurde ein Zentrumsantrag a 6 - gelehnt, der zahlreiche Inhabervermerke im Etat aufheben will. Ab gelehnt wurde ebenfalls der Landbundantrag, die Gemeindezuschüsse zur Ortspolizei von 1200 auf 2500 Mk. zu erhöhen. Als Material wurden der Regierung einstimmig zwei volksparteiliche Anträge überwiesen, in Denen verlangt wurde: Der Stellenabbau bei der Polizei des Austendienstes unterbleibt. Rach Abzug der Besatzung sind zwei Bereitschaften, von denen jede nicht unter 50 Mann stark sein soll, in Mainz und Worms zu stationieren. Die Abkommandierungen der Dereitschaftspolizei zum Einzeldienst sind auf
Darmstadt, 12. März. (WHP.) 3m Finanz. «uSschuh des Hessischen Landtags wurde zu- Nächst mit den Stimmen der Regierungsparteien DaS Kapitel 31 (Provinzial- und Är eisern ter) verabschiedet und dabei auch dem Mr- Nister die ersuchte Ermächtigung erteilt, die Kreisgrenzen selbständig zu ändern. Es jing dann die Beratung des P o l i z e i e t a t s, die bereits gestern kurz begonnen halte, weiter. Die Ausgaben für Po.izei und Gendarmerie betragen insgesamt 12,1 Millionen, darunter für persönliche Kosten allein 10 Millionen. An Einnahmen stehen insgesamt 5 5 Millionen, darunter (6 Millionen Reichszuschüsse für die V^eit- Ichaftspo.izei und 840 000 Mk. Gemeindezuschusfe gegenüber. In der Debatte wurde von dem Redner der Deutschen Dolkspartei betont, 7>ast es im gegenwärtigen Augenblick, wo Die Unruhen in Worms und Rüssels Herrn die innerpolitischen Gefahren auf das deutlichste erwiesen hätten, unmöglich und untragbar erscheine. eine Verminderung der Po.izer des Austendienstes zuzugestehen. Durch die R a u - mung des besetzten Gebietes werde das von der Polizei zu befriedende Gebiet um 40 Prozent vergröbert. In Mainz wie in Worms müßte Dereitschaftspo izei stationiert werden. Es müsse außerdem geprüft werden, ob nicht der K r i m i n a l d i e n st sowie der wahrscheinlich weitere Ausbau des Landes- Irimtnalamtä zu einer finanziellen Belastung führe, die nicht im Einklang stehe mit der Leistungsfähigkeit und der Bedeutung des Landes.
Schutte in Friedberg und Fr.edrichsdors gesichtet.
WSA. Frankfurt a. M.. 13. März. Der des Mordes an dem PolizeioberwachtmeisterKcm dringend verdächtige 22jährige Herbert Schulte ist, wie das Polizeipräsidium mitteilt, dem Vernehmen nach heute vormittag in der Rähe von Friedberg und wahrscheinlich gegen 13,30 Mr auch in Friedrichsdorf im Tau- nus gesehen worden. Er trug einen grünen Filz- Hut, abgetragenen grauen Anzug, schmutziges Hemd. Gummimantel mit Gürtel, gelbe Halb- schuhe und schlechte Lederhandschuhe. Sein Gesicht zeigt Hautpickel und sieht zerschunden aus. Bemerkenswert ist die Rarbe über der linken Augenbraue. Cs wird nochmals erwähnt, daß er auf der Brust und den Unterarmen tätowiert ist. Cr soll sich im Besitze von 300 bis 400 Mark befinden und ein, Wanderbuch auf den Hamen Andreas Fischer oder ähnlich bei sich führen. ,, ,
Die Homburger Polizei machte heute nachmittag durch Anschläge an die Bevölkerung bekannt, daß der mutmaßliche Mörder des Frankfurter Polizeioberwachtmeisters Kern, Herbert S ch u l l e. nachmittags in der Rähe von Friedrichsdorf gesehen wurde. Dle Bevölkerung wurde in den Anschlägen um ihre Mithilfe bei der Ergreifung des Mörders ersucht und gebeten, etwaige Anzeigen sofort bei der Polizei zu erstatten.
Ablehnung des S^adthausprojetis in Bad-Nauheim.
<£ Bad-Nauheim, 13. März. In nichtöffent- l'.chsr Sitzung des Stadtrates wurde heute roci- ter beraten über das Projekt, das den Kauf der Villa Kurbrunnen zur Unterbringung Der Stadtverwaltung beabsichtigte. Das Ergebnis der mehrstündigen Aussprache war, daß der Erwerb dieses Hauses mit zwei Stimmen Mehrheit abgelebt wurde. Der Beschluß kommt überraschend. Denn noch in der vorgestrigen Sitzung soll eine Mehrheit für die Verwaltungsvorlage vorhanden gewesen sein. Inwieweit die gestrige Lo- kalbesichtigung oder die öffentliche Meinung die na- turg maß in den letzten Tagen das Für und Wider der Stadthausverlegung lebhaft erörterte, zur Bildung der ablehnenden Mehrheit beigetragen haben, entzieht sich unserer Kenntnis.
E:n Bad-Aauhe mer Heimatfestsp ei.
Bad-Rauh eim, 14. März. Carl Piockow von hier, der mit ansprechenden Lokaldichtungen schon wiederholt hervorgetreten ist, hat ui.serer Stadt nun ein größeres Hei - rn a t s p i e l geschenkt. Es führt zurück in die Geschichte der hiesigen Quellen. Die Handlung knüpft an die Erbohrung der Quelle VII, des bekannten Großen Sprudels, an. Der Titel des Stückes heißt „Ser S ch a ch t m e i ste r". Ein Ausschuß, der sich auf die meisten Vereine der Stadt stützen konnte und auch die Zeichnung eines Garantiefonds in die Wege leitete, hat die Vor- bereitungen für die Aufführung des Stückes
getroffen, die möglichst jedes Iahr als Dad- Rauheimer Heimatfest spiel an einem besonderen Quellengedenktag erfolgen soll. Di« Erstaufführung kann dank des Entgegenkommens der Bad- und Kurverwaltung bereits am 15. Mai im Großen Bühnensaals des^ Kurhauses stattfinden. Die Spielleitung hat Schauspieler Oskar Seigel, früheres Mitglied des Gießeiier Stadttheaters, übernommen; er spielt auch die Titelrolle. Sämtliche übrigen Rollen liegen in Händen von einheimischen Kräften. Die begleitende Musik wird von 20 Mitgliedern des Kurorchesters ausgeführi, während die Clfentänz« von Turnlehrer Sinnwell eingeübt werden. Alm das Zustandekommen und die Vorbereitungen des Festspiels hat sich Pfarrer Schäfer besondere Verdienste erworben.________________
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bi» 12.30 Uhr, 16 bl» 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen.
Gewinnauszug
6. Klasse 34. Preub'sch-Süddeufsch» (260. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten
29. Ziehungstag 13. März 1930
Aus
jede gezogene Nummer sind
zwei gleich
Hobe
Gewinne gefallen, und zwar |e einer
aus
die Lose gleicher Nummer in Ableitungen I und II
den beiden
On der heutigen Ziehung wurden Gcwmne über 15U M. gezogen
2 «ftolnne tu 5000 M. 311461
12 Otninnt >u 3000 M. 7851983642 150446 15489» 175942 396367
16 nt-t.u 2000 <m 19051 111138 127271 24124» 254916 275090 285301 302882
38 Gewinn« iu 1000 M. 5755 23300 29170 32891 52380 61211 84211 103520 124078 144046 150478 187737 202856 273671 284376 297049 313135 314557 390675
80 Gewinne «u 500 M. 14380 17670 28690 42639 47405 48078 54501 55380 70994 81542 85389 90971 96079 117886 138018 149608 169426 173733 179404 182213 184074 189536 206971 210439 240390
293612 304792 307592 311584 313677 315354
333406 352324 353639 358176 379063 381284
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135576 138378 138721 141514 142976 143259
145819 146747 151469 153461 156454 158402
159290 159902 160525 166072 17'901 175915
178207 178470 181776 184803 185438 190484
204180 206369 212747 222870 223025 229724
231510 232239 234328 235806 242752 244816
245604 249361 249584 253974 254447 255262
256217 256988 262228 267406 273351 273675
273839 276123 293360 297918 300552 300932
303289 306358 308424 312567 316677 324684
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