den Stellen besprochen. Hoffentlich trägt d'ese gemeinsame Besichtigung und Besprechung ihr Teil zur baldigen Verwirklichung eines der vielen Pläne bei, die hier bereits seit geraumer Zeit eingehend erörtert werden, so daß nun endlich eine Tat auf die vielen Reden bezüglich der Derschönerung des Stadtbildes erfolgt.
ten. Weickartshain, 12. Febr. Für die hiesige Dürgermei st erwähl war nur e i n Wahlvorschlag, der auf den Äamen des seitherigen Bürgermeisters Hock lautete, eingereicht, so daß eine Wahlhandlung nicht erforderlich war. Bürgermeister Hock ist mithin erneut zum Bürgermeister unseres Ortes bestimmt worden. Als Bachfolger für den verstorbenen Beigeordneten Karl Biedenkopf II. wurde der Landwirt Konrad T r ü l l e r gewählt.
LJ Bonnenr oth, 10. Febr. Der Gesangverein „L i e d e r l r a nz" hielt am Sonntag im Saale der Gastwirtschaft von Adam Koch unter starker Beteiligung seiner Mitglieder seine diesjährige Familienfeier ab. Bach den De- grüßungsworten des Vorsitzenden trug der Sängerchor unter der Leitung des Dirigenten Lehrer Müller einige gutgeschulte Chöre vor. Die Mitglieder Heinrich Bier, Hermann Sin» k e r und Heinrich M i ß l e r erfreuten durch den Vortrag einiger Gedichte in oberhe,sischer Mundart. Anschließend zeigte Lehrer Müller eine Anzahl Lichtbilder vom Rhein und von München. Flotte musikalische Darbietungen bildeten die weitere Bereicherung des Abends.
s. Hungen, 10. Febr. Am Samstag fand im „Solrnser Hof" eine Versammlung des Bezirkslehrervereins Hungen statt. Als neues Mitglied wurde Lehrer Wicht begrüßt, dem eine Schulstelle in Trais-Horloff übertragen wurde. Der Schriftführer, Lehrer B o p f, Obbornhofen, verlas den Jahresbericht von 1929, Lehrer Meier, Hungen, erstattete die Rechnungsablage, worauf ihm Entlastung erteilt wurde. Alsdann befaßte man sich länger mit einer vom Rcichsminister des Innern ausgehenden Anregung, einen einheitlichen Beginn des Schul,ahres, sowie gleiche Ferienregelung im ganzen Reichsgebiet herbeizuführen. Lehrer Volz, Dillingen, hielt einen eingehenden Vortrag über die Villinger Chronik. Da diese im Gegeniah zur bekannten Wetterfelder Chronik nicht erst mit dem 30jährigen Krieg beginnt, sondern bedeutend weiter zurückreicht, ist sie eine unschätzbare Quelle für den Geschichtsforscher und -lehrer. Bemerkenswert ist, daß sie nicht fortlaufend über alles berichtet, sondern die Aufzeichnungen unter gewissen Gesichtspunkten wie Kirche, Schule, Klima u. ä. gliedert. In dankenswerter Weife hatte Lehrer Volz eine Fülle von Stoff aus der Chronik zu- semmengetragen, der sich in mancherlei Hinsicht besonders zur unterrichtlichen Verwertung eignet.
s. Lltphe, 11. Febr. Der Gesangverein „Lorelei" hielt seine diesjährige Jahreshauptversammlung in der Wirtschaft von Wilh. Beu nobel ab. Der 1. Vorsitzende Wilh. Tag erstattete nach der Begrüßung den Jahresbericht, worin er besonders darauf hinwies, daß im letzten Jahre der Verein zum erstenmal auf einem Bundesfest mitsang. Der Rechner Hermann Sack erstattete den Kassenbericht, der mit einem ansehnlichen Lleberschuh abschlicßt. Die Beuwahl des Vorstandes hatte folgendes Ergebnis: 1. Vors. Wilh. Tag, 2. Dors. Wilh. Düe, Rechner Karl Sack, Schriftführer Hermann Sack, Beisitzer Friedr. Bocher, Wilh. Sack und Heinrich Schneide r II. Beschlossen würde die Teilnahme an dem Bundesfest und an dcn Sängerfesten in Obbornhofen, Rodhrim und Hungen.
Kreis Friedberg.
pb. Butzbach, 13. Febr. Bei dem hiesigen Standesamt wurden im Jahre 1929 37 Sterbe- sälle, 45 Eheschließungen und 52 Geburten angemeldet. — Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 202 Ferkel zum Verkauf. Bei mäßigem Ge-
Sie blonde Sklavin.
Vornan von Hermann Weick. -
6. Fortsetzung. Nachdruck verboten.
VII.
Schon in aller Frühe war Felix Schulhofs auf dem Baugelände gewesen. Bun fuhr er zur Stadt zurück: um elf Htjr sollte auf seinem Bureau eine Besprechung mit einigen Dauliefe- ranten stattfinden.
In raschem Tempo fuhr der Wagen durch die Charlottenburger Chaussee, auf der Auto hinter Auto dem Brandenburger Tor zustrebte.
Hin und wieder warf Schulhofs einen Blick zur Seite, wo zahlreiche Spaziergänger sich im Tiergarten ergingen. Es war ein wundervoller Maientag: die Bäume zeigten die Pracht ihrer vollen Wipfel, und auf den grünen Rasenteppichen schimmerte das Licht dec Sonne.
Plötzlich gab es Schulhofs einen Ruck. Er zog die Bremse, daß die Räder schleiften. Pfeifend hielt der Wagen. Das nachfolgende Auto wäre beinahe auf ihn aufgefahren: im letzten Augenblick lenkte es der Fahrer zur Seite. Scheltend und fluchend drehte er sich nach Schulhofs zurück.
Dieser achtete nicht darauf.
Hastig verlieh er den Wagen und eilte den schmalen Tiergartenweg hin.
Sein Herz hämmerte wild.
Soeben hatte er in der Ferne eine Dame gesehen, die ihm bekannt erschienen war... War es die Fremde, an die er so viel dachte?...
Er mußte sich Gewißheit verschaf,en!
Die Dame kam ihm entgegen. Boch immer war sich Schulhofs nicht darüber im klaren, ob seine Vermutung richtig war.
Bun aber erkannte er die Fremde genau.
Langsam, das Haupt gesenkt, schritt sie des Weges. Sie schien in Gedanken versunken zu sein und achtete nicht auf ihre Umgebung.
Plötzlich hob sie den Kopf, und ihre Blicke trafen Felix Schulhofs.
Bestürzung, Schreck zeigten sich in ihren Zügen. Sie hielt im Gehen inne und sah rasch umher, als suche sie eine Gelegenheit zur Flucht.
Da aber war Schulhofs schon bei ihr.
„Guten Tag, gnädiges Fräuleinl"
Ein verlegenes, hilfloses Lächeln war in ihrem Antlitz, das sich mit dunkelm Rot überzogen hatte.
Langsam streckte sie ihm die Hand entgegen.
„Guten Tag...", sprach sie leise.
Ungestüm preßte Schulhofs die Hand der Fremden.
»Das ist schön, daß wu» xnä hier treffen!
schäftsgana verblieb ziemlicher Ueberstand. Man bezahlte für Ferkel bis zu sechs Wochen alt 37 bis 42 Mark, von sechs bis acht Wochen alt 42 bis 48 Mark, von acht Wochen und darüber 48 bis 52 Mark.
n. Butzbach, 11. Febr. Der von Prof. G g. Dender, Frankfurt a. M., im Jahre 1910 gegründete hiesige Zweigverein des Vogelsberger Höhenclubs feierte am Samstag bei sehr zahlreichem Besucye im großen Saale des „Hessischen Hofs" sein 2 0. Stiftungs- f e st. Bach einem sehr sinnigen, von Dr. W a m - s e r gedichteten Vorspruch brachte der 1. Vorsitzende, Apotheker Matthäus, in seiner Begrüßungsrede einen Ueberblick über die Geschichte des Zwcigvereins und dessen Tätigkeit, gedachte in ehrenden Worten der Toten und besonders der Gefallenen und forderte zur weiteren V.H.C.- Treue auf. Die Glückwünsche des Cesamtvereins überbrachte das Vorstandsmitglied Rektor L. Sern, Offenbach, der gleichzeitig auch im Namen der Zweigvereine Frankfurt a. M., Sambach, Offenbach und Gießen gratulierte, welch' letztere Sektion bei dem Feste besonders stark vertreten war. In der ihm eigenen originellen Art übermittelte dann der Mundartdichter G g. Heß, Leihgestern, die Glückwünsche der Hüttenberger. Die Feier war umrahmt von trefflichen Darbietungen gesanglicher und musikalischer Art. Unter Leitung von Studienrat Werner sang der gemischte V.H.C.-Chor passende Lieder, und zwei V.H.C.-Schwestcrn brachten in vollkommener Darblctung E.nzelgesänge von Brahms und Mendelssohn-Bartholdy zu Gehör. Zum Schluß kamen Teile des Tatterich" in hervorragende^ Weise zur Darstellung, eine schauspielerische Leistung, die von tiefster Liebe zu Volkstum und Heimat eingegeben und durchweg begleitet war.
Kreis Büdingen.
1! Büdingen, 12. Febr. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde zunächst über die Autolinie Büdingen — Alt- wiedermus beraten. Der Bürgermeister gab bekannt, daß das am 28. Februar ablaufende Betrieböjahr mit einem Fehlbeträge von 3000 Mark abschließen werde. Ec sei mit den Vertretern der übrigen beteiligten Gemeinden übereingekommen, daß im Falle einer Fortsetzung des Vertrages für die folgende Dectragdauer ein jährlicher fester Zuschuß geleistet werden solle. Ueber die Höhe des Zuschusses seien noch weitere Verhandlungen erforderlich. Der Ge- meinderat beschloß, den Vertrag auf ein Jahr zu verlängern. — Eine Eingabe derSchrei- nermeister in Büdingen über die Vergebung städtischer Schreinerarbeiten im öffentlichen Wetl- betoerb wurde dem Gemeinderat zur Kenntnis gegeben. Der Bürgermeister erstattete hierzu Bericht und teilte mit, daß man einen Erwerbslosen mit der Herstellung einiger Bureaumöbel beauftragt hatte, um diesen zu beschäftigen. Weitere Arbeiten wurden nicht mehr in Auftrag gegeben. — Den Erwerb der Mitgliedschaft bet dem Verein für Hessen und Provinz Hessen- Bassau zur Deschä.tiIung Arbeitsloser bei der Arbeiterkolonie Beu-Ulrichstein lehnte der Gemeinderat ab. Weiter wurde der Erwerb der Mitgliedschaft bei dem Verband Deutscher Jugendherbergen, Gau Main-Rhein-Lahn und Fulda, abgelehnt. — Die Genehmigung von Ausgaben zur Drucklegung des Jahresberichtes des W o l s g a n g - E r n st - Gy m n as iu m s wurde mit Rücksicht auf die finanzielle Lage der Stadt versagt.
Berliner Börse.
Berlin, 14. Febr. (WTB. Funkspruch.) Auch int heutigen Frühverkehr ist die Tendenz unverändert abwartend. Geschäft hat sich wieder noch nicht entwickeln können. Anregungen fehlen, die Grundstimmung scheint aber nicht unfreundlich zu sein. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 124,15, London gegen Mailand 92,87 zu 92,90, London gegen Spanien 38,60
Schach-Ecke.
Dearbettet von W. Orbach.
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers"
Problem Nr. 251.
Don Prof. Welßgerber, Gießen (Urdruck).
Schwarz.
8
6
5
3
2
7
4
8
7
6
5
4
3
2
1
abcüefgh Weiß.
abedefgh
Weih zieht und setzt in zwei Zügen matt. Weiß: 7 Steine Kb8; Df2; I f6; Lc7 h3; Sc3 d8. Schwarz: 7 Steine Ke5; Dg8; Th5; Lei; Se8; Bb7, cid.
Partie Nr 177.
Gespielt im II. Turnier des Weihnachtskongresses zu Hastings. Eine Sensation bildet die dreifache Biederlage von Flohr, der in Rohitsch-Sauer- brunn zweiter Preisträger hinter Rubinstein wurde.
Damenbauernpartie.
Weitz: D. Noteboom.
Schwarz: S. Flohr.
1 d2-d4 l.SgS-fö
2 c2-c4 2 e7-e6
3. Sbl-c3 3. Lf8-b4
4. Ddl-c2 4. b7-b6
5. e2 - e4 5. Lb4Xc3 4-
Dieser Tausch sollte erst geschehen, wenn Weih durch a3 ein Tempo verlor.
6. b2xc3 6. d7-d6
7. f2-f4 7. eö-eb
8. Lfl - d3 8. Dd8-e7
9. Sgl-f3 9.S '8-c6
Unvorteilhaft erscheint hier:
9 ..., exd 10. c.x.d, Sxe4 wegen 11.0-0
10 0-0
Weih hat sich ausgezeichnet aufgebaut.
10.... 10. Lc8-b7
II. Tal-bl 11.0-0-0
12. c4-c5! 12. d6Xc5
I3. d4-d5 13. cö-a5
14. c3 —c4 14 Lb7-a8
Cs drohte nämlich 15. Ld2 und Lxa5 nebst vernichtendem Angriff auf der b-Linie.
15. Sf3xe5
Es droht nun wiederum Ld2, und auf Sb7 Sc6 mit Qualitätsgewinn.
15... . 15. Sf6-e8
16 Lcl-d2 16. f7-f6
17. Ld2xa5 17. f6xe5
18. La5-c3 18 e5xf4
19. Ttlxßl 19.Se8-d6
20. Tbl-fl!
Der Vorst oh c5 hat noch Zeit.
20... . 20 b6-b5
Schwarz strht kläglich, besonders der La8 spielt
eine Siatitzenrolle: er versucht daher durch ein Bauernopfer die Mitte zu erschüttern und den Läufer wieder beweglich zu machen.
21 c4xb5 2l.c5-c4
22.Ld3-e2 22. ThS-eS
Droht 23 .... Lxd5.
23 Le2-g4+ 23. Kc8-b8
24. Lg4-e6 24.La8-b7
25. Lc3 —b4
Mit der Drohung 26. Tf7!
25.. . . 2d. De / -g5
26 Lb4xd6 26. TdSxdö
27. Dc2xc4 27. a7 - ab
28.a2-a4 28 a6-a5
29 H4-f7 29 Dg5-e34-
30. Kgl-hl 30. De3-b6
31.h2-h3 31. TeSxeö
Wenn Schwarz sich nicht zu diesem Qualitätsopser entschlieht, gelangen beiie weihe Türme auf die 7. Linie und bringen dort die Entscheidung.
32. dbxeo 32. Id6-d4
33. Dc4-a2
Weih in Zeitnot übersteht hier die entscheidende Gewinnkombination. 32 Dxd4, Dxd4 33. e7, Dxe4 34. e8D-t!, Dxe8 35. Tf8 und gewinnt.
33.. . . 33. Td4Xe4
34. Da2-f2 34. Dböxeö
35 Ti7-f8+ 35. Lb7-c8
36 b5-b6! 36. Te4xa4
Wenn 36..., Dxb6 so entscheidet für Weitz: 37. Df5, De6 38. Tbl-s-t
37. b6xc7 +
37. Kb8-b7
38. Df2-c5
38. Ta4-b4
39 Dc5xa5
39. Tb4-b3
40. Tf8-f3
40. Tb3xf3
41. TflXt3
41.Dc6-c4
42. Da5-e5!
Aufgegeben, die schwarze Dam« geht immer verloren. Eine von dem erst 19jährigen Holländer ausgezeichnet durchgeführte Partie.
Lösung beS Problems Nr. 247. Don Dr. H. d. Gottschall.
LLe4-f5L e6xf5 *2. g7 - g8 Spr matt.
1.. . ., Kf6xf7 2. Db3xe6 mott.
1.___Kf6Xf5 2. Db3-f3 matt.
1., .., beliebig 2. Db3-e6 matt
Oie Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom NedaktionSttsch.
Nassauer.
Egon und Roderich haben prima im Restaurant gespeist.
Egon raucht eine feine Importe, Roderich blättert gelangweilt in der Zeitung.
»Hast du schon gezahlt?" fragt Egon.
.Bein. Du?"
„3m Gegenteil!"
„Also worauf warten wir noch?"
Der kluge Mann baut vor.
Der Sonnenkönig dozierte eines Tages über sein Lieblingsthema: „Der König hat seine Macht von Gott. Wenn ich jetzt befehle, dah einer Den Ihnen ins Wasser springen soll, so hat er zu gehorchen."
Cs wurde ein bihchen unbehaglich beim &rub- stück. Der Graf von Guise legte den Löffel auf den Teller und erhob sich.
„Wohin, mein Freund?" fragte Ludwig.
„Schwimmen lernen, Majestät!"
Ein solches Glück hätte ich mir vor wenigen Minuten noch nicht träumen lassen!"
Unnennbarer Jubel erfüllte ihn.
Sie, an die er in den letzten Tagen so viel gedacht, nach der er sich gesehnt hatte, stand nun vor ihm...
Selbstvergessen sah er ihr in das schöne, schmale Antlitz, in die großen, ausdrucksvollen Augen. Für die Dauer einiger Herzschläge tauchten ihre B icke ineinander, dann senkte t:e Fremde verwirrt die Augen.
„Wollen wir nicht weitergehen?" fragte sie scheu.
Sie schritten nebeneinander hin. Ein banges, inhaltschweres Schweigen herrschte. Die Fremde vermied es, Felix Schulhofs anzusehen.
„Ich habe ost an Sie gedacht!" sprach Schulhofs.
Die Fremde zuckte unmerklich zusammen: sie erwiderte aber nichts auf seine Worte.
„Immer wieder habe ich mich gefragt, warum ich Sie nicht mehr sehen sollte!" fuhr Schulhofs fort. «Unser erstes Beisammensein war doch so schön gewesen..., wie oft habe ich jene Stunden in der Erinnerung nochmals durchlebt! Einige Male war ich auch nahe daran, Sie zu suchen, aber ich wollte nicht Ihrem Willen zuwiderhandeln!"
Er blieb stehen und umfing ihre Gestalt mit frohem Blick.
„Bun hat uns der Zufall zusammengeführt! Ist es nicht, als ob wir uns wieder haben treffen müssen!"
Langsam hob die Fremde den Kopf.
„Vielleicht haben Sie recht...", sprach sie gedankenschwer.
Unbewußt ergriff er ihre Hand.
„Freuen Sie sich darüber?"
Sie atmete schwer.
„3a..."
Als sie nachher $um Ende des Tiergartens kamen, kehrten sie wie in einer geheimen Verabredung um und gingen den Weg zurück, den sie gekommen waren. Kreuz und quer schritten sie durch den Park, ziellos..., nur getrieben von dem Wunsch, daß diese Stunde ihres Beisammenseins kein Ende nehme...
Felix Schulhofs dachte nicht mehr daran, daß auf der Charlottenburger Chaussee fein Auto herrenlos stand, er hatte vergessen, daß drinnen in der City einige Herren ihn erwarteten.
Alles andere war versunken vor dem Glücks- gesühl, das ihn durchrauschte.
Ec bemerkte auch nicht, daß die Fremde immer wieder scheu umherblickte, als fürchte sie, gesehen zu werden.
Sie sprach anfangs nur wenig. Aber unter Schulhoffs frohen Blicken wich mehr und mehr die Befangenheit von ihr. 3hre Züge erhellten sich, und von ihren Lippen klang, geweckt durch
Schulhoffs heitere, übermütige Unterhaltung, immer wieder herzliches Lachen.
„So gefallen Sie mir!" sagte er einmal. „3ch möchte Sie immer in dieser frohen Laune sehen! Sie paßt am besten zu Ihnen!"
Sie lächelte glücklich.
Gleich darauf umschattete wieder tiefer Ernst Ihre Züge.
„Ich muh nun nach Hause!" sagte sie hasttg.
„Jetzt schon?... Schade!"
In auffälliger Eile strebte sie der Bellevue- stratze zu. Bur selten sprach sie ein Wort.
Sie waren schon in der Bähe der großen Straße, auf der machtvoll der Verkehr brandete, da fragte Schulhofs:
„Darf ich Sie bald Wiedersehen, gnädiges Fräulein?"
„Bein..., es geht nicht...," kam es gequält zurück.
„Warum denn nicht?"
Eine lange Pause.
„Ich kann nicht..."
In Schulhofs zerstob die frohgemute Stimmung.
„Ich möchte Sie so gerne Wiedersehen!" sprach er und suchte in dem Antlitz der Fremden dis Ursache chres rätselhaften Verhaltens zu ergründen. Aber da war nur finsterer Ernst, wie im Schmerz erstarrt die schönen Züge.
„können Sie mir nicht den Grund sagen, warum Sie nicht mehr kommen wollen?"
Die Fremde beschleunigte ihre Schritte. Es war, als fliehe sie vor sich selbst.
„Sprechen Sie doch ein Wort!" bat Schulhofs flehentlich.
Die Fremde wandte ihm ihr bleiches Gesicht zu. „Warum quälen Sie mich so!..." stammelte sie. „Ich will Sie nicht quälen! Brauche ich Ihnen das erst zu sagen?... Bur Vertrauen sollen Sie zu mir haben... und mich nicht in dieser Ungewißheit zurücklassen!"
Ein heißer, leidenschaftlicher Schmerz schwang durch seine Stimme.
Die Fremde blieb stehen.
„Leben Sie wohl!...," sprach sie kaum hörbar.
In Felix Schulhofs lehnte sich etwas auf. Sollte dies das Ende sein?... Bun würde die Fremde seinen Blicken entschwinden... vielleicht für immer!
Dieser Gedanke erschien ihm unfaßbar.
Und doch... was konnte er dagegen tun? Er konnte sie nicht zwingen, sich wieder einmal mit ihm zu treffen. Sie mochte schwerwiegende Gründe für ihr Verhalten haben: daß sie ihm diese nicht mitteilte... du lieber S>iminel» mit welchem Recht verlangte er von ihr solche Aufklärung?...
Was war er ihr schließlich? Eine flüchtige Reisebekanntschaft! Bur er sah mehr in diesem zweimaligen Beisammensein...
Cs klang bitter, als er sagte:
„Verzeihen Sie, wenn ich etwas aufdringlich war. Man kann eben nichts für seine Wünsche! Seit Tagen habe ich immer wieder an Sie gedacht und kaum zu hoffen gewagt, Sie noch einmal wiederzusehen! Bun hat uns der Zusall zusammengeführt ... vielleicht war es auch Schicksal... wer kann das sagen?... Ich wenigstens habe es für ein gutes Zeichen aufgefaht unk» gehofft, dah wir uns fortan öfter begegnen würden
Wie in einem stummen Fragen hingen dl« Blicke der Fremden an Schulhoffs Gesicht.
Dieser machte eine knappe Handbewegung.
„Sie gehen nun wieder Ihrer Wege. Ich weih nichts von Ihnen. Ich wlll auch nicht wissen, wer sie sind, wo Sie wohnen, welcher Art Ihr Leben ist. Für mich sind Sie wie ein schöne- Wunder, das mir erschienen ist und das nun wieder im Dunkel versinkt.
Ec ergriff ihre Hani). Bebend lagen ihre Finger in den seinen. .
„Bur das eine wlll ich Ihnen $um Abschied sagen: Ich werde Sie nie vergessen! Immer werde ich an unsere gemeinsame Fahrt... und an diesen Morgen hier zurückdenken!
Aus dem Antlitz der Fremden schwand jäh das Starre In einer ungeheuren, elementaren Erschütterung zuckte es. Bun strömte ein Leuchtest darüber hin.
„Ist das wahr?..." fragte ftc ergriffen.
3a... Blemals werde ich Sie vergessen können!"
Ein letztes Kämpfen, dann warf die Fremde entschlossen den Kopf zurück.
„Ich werde morgen um dies? Zeit wieder hier fein!" sprach sie sest.
Fassungslos sah Schulhofs sie an.
„Sie kommen?..."
„Ich komme morgen wieder zu Ihnen!"
Ihre Augen aber sagten, was ihre Lippen noch nicht sprechen konnten: ...ich gebe mich in deine Hände... weil ich es tun muß!...
VIII.
Eva Witte hätte nachher nicht zu sagen vermocht, wie sie nach Haufe gekommen war.
Wie in einem schweren Banne hatte sie die Fahrt nach Grünewald zurückgelegt. In ihr war alles aufgewühlt. Ihre Gedanken jagten sich, irrten im Kreise und fanden kein Ziel.
Was hatte sie getan?
War sie denn von Sinnen gewesen, als sie sich zu diesem Zusammentreffen am nächsten Tage bereit erklärt hatte?...
Rastlos, gepeitscht von maßloser Ülnruhe, schritt sie durch die prunkvollen Däun-.e. Mit verzweifelten Blicken betrachtete sie ihre Umgebung.
O, wie sie diese Räume haßte, in denen fit gefangen war!
(Fortsetzung folgt.)
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Für sich nac eigen abgeh sachwar! feit soll Festort aus ihn gen Fe in seine und Gc sachvm werden men i wettschl heim o für Tu betanni (Sauf
Der 16. A ab, de wird, s der Ta. We giiebera aus die genehm den au lei d> turnt siadt n ten. D l Jul wettschl wurde.
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