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gewechselt. Herumtragen oder das sogenannte Warten Les Säuglings ist verpönt. Hat man ihn trockenge­legt und die ihm zustehende Nahrung gegeben, so läßt man das Kindchen ruhig an einem zugfreien Platz im Freien oder bei ungünstiger Witterung im Zimmer stehen, bis nach drei bis vier Stunden wieder die Zeit der neuen Nahrungsaufnahme ge­kommen ist.

Die Milch der eignen Mutter ist die bekömmlichste Nahrung, die heutzutage bereits nach vier bis sechs Wochen durch rohe Fruchtsäfte, hauptsächlich Apfel­sinen- und Zitronensaft, ergänzt wird. Nach den, ersten Vierteljahr fängt man an, Gemüsebrci zu füttern und gibt als Leckerbissen dem kleinen Erden­bürger rohen geriebenen Apfel. Die beste Helferin im Kampf gegen Rachitis und Nährschäden ist diese Art der Ernährung im Verein mit Licht, Luft und Sonne!

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

7° Rodheirn a. d. B.. 10. Nov. 3m Laufe des Sommers wurde das von der Gemeinde an der Krofdorfer Straße neu erbaute Spritzen­haus vollendet. Den Platz dazu gab Herr Dr. Gail. Gestern wurde das neue Gerätehaus seiner Bestimmung übergeben. Die Löschgeräte, die viele Zähre lang behelfsmäßig in der zum Bullenstall gehörenden Scheune untergebracht waren, wurden nachmittags, im Anschluß an eine vorausgegan­gene Hebung der Freiw. Feuerwehr, in das neue Gerätehaus übergcführt. 3m Anschluß an diese Tatsache sei ein geschichtlicher Rückblick über das Feuerlöschwesen in Rodheim an der Bieber gegeben. Rodheim a. d. B. bildete in früheren Zeiten mit den Orten seiner Umge­bung. die Markgenossenschaft Rodheim a. d. B., kurzMark Rodheim a. B." genannt, die bezüg­lich ihrer Verwaltung eine bedeutende Selbstän­digkeit besaß. Sie wird im 3ahre 1410 zum ersten Mole urkundlich genannt und hat jedenfalls in den 3ahren 1834 oder 1835 ihre Selbständigkeit und damit ihre Bedeutung verloren. 3n dieser Zeit war das Feuerlöschwesen nicht wie heute eine Angelegenheit der Gemeinden, sondern die Mark trug die Verantwortung für diese Einrich­tung. Etwa im 3 ah re 1750 muß eine fürstliche Anregung ergangen sein, welche die Mark Rod­heim a. B. in gemeinnützigem Sinne veranlaßte, im 3ahr 1754 eine Feuerspritze anzuschaffen. Aus demselben 3ahre stammte auch das nun erforder­lich gewordene Spritzenhaus, das über ein Viertel­jahrhundert noch als Waagehäuschen diente, bis es im verflossenen Sommer bei Verlegung der Wege dem "Abbruch verfiel. Seine 3nschrift wies eindeutig die Mark als Erbauerin nach. Die neue Spritze war die erste des hessischen Hinterlandes, und bei allen vorkommenden Bränden wurde sie durch sog. Feuerläufer bis in das Gericht Hütten­bergen, ins Marburger Land, nach Wetzlar und ins Hinterland zur Hilfe gerufen. Mit der Be­schaffung der neuen Spritze winkten den Mark­genossen auch mancherlei Freuden und Genüsse. Dach der Bekämpfung eines Brandes wurden die Rodheimer Helfer gefeiert und durch reichliche Speisen und viele Getränke gebührend geehrt. Der erste Spritzenmeister war der damalige Orts­schmied Johann Konrad K o t h , der bei einem Brande in Wetzlar die Spritze mit einem Pferde­gespann die Domtreppe hinausgefahren haben soll. Die erste Spritze der Markgenossenschaft Rod­heim a. D. wurde im 3ahre 1907 durch eine neue erseht. Leider wurde die alte Spritze nicht einem Museum überwiesen, sondern einem Händler als Mtmaterial verkauft. 1906 bildete sich die Frei­willige Feuerwehr und 1909 kam die Hochdruck­wasserleitung, womit die Gefahr großer Brände, wie sie in früheren Zeiten ganze Siedlungen ver­nichteten, wohl für Rodheim a. d. B. nicht mehr besteht.

Kreis Wetzlar.

3 Dutenhofen, 10. Nov. Unsere @ e mein de Vertretung hat sich in ihrer jüngsten Sitzung wieder mit der Errichtung einer zweiten Transformatoren st ation für das elektrische Ortsnetz befaßt. Die Vertretung hält daran fest, daß eine zweite Station erforderlich oder bei nur einer Station diese in die Mitte des Ortes zu verlegen ist, Kosten der Gemeinde durch diese Verbesserung der Stromversorgung aber nicht entstehen dürfen. Die H o l z h a u e r l ö h n e für die Holzfällungen im Ge­meindewalde im körnenden Winter wurde auf 2,60 Mark je Festmeter Nutzholz, 3,20 Mark je Raummeter Scheitholz und 0,90 Mark je Raummeter Reiser festgesetzt.

<> Hörnsheim, 11. Rov. Einen eigen­artigen Unfall erlitt der bei Strahenpflaste-

rungsarbeiten in Hochelheim beschäftigte Kreis- straßenwärter 3ohannes Linker von hier. Er war mit dem Abladen von Materialien be­schäftigt, als ihn ein mit einer Sprungstange spie­lender 3unge mit der Spitze der Stange in das linke Auge stieß. Der Verletzte mußte sich sofort in ärztliche Behandlung begeben. Man hofft, daß das Auge erhalten bleibt.

Groß-Rechtenbach, 11. Rov. Für den Dolksbund Deutsche Kriegsgräber- s Ü r s o r g e wurden in unserer Gemeinde 57 Mark gesammelt.

WSR. Groh-Rechtenbach. 11. Rov. Aus einem Reubau in Groß-Rech enbach waren der Maurer Friedrich Reitz aus Groß-Rechfenbach und Friedrich B e ch t h o l d aus Klein-Rechten­bach mit de n Einlegen von Eisenträgern beschäf­tigt. Plötzlich brachdasGerü st zusammen und die beiden stürzten in die Tiefe. Dabei wur­den sie s ch w e r v e r l e tz t und mußten Aufnahme im Wetzlarer Krankenhaus finden.

<> Niederkleen, 11. Rov. Der Ge­meinderat genehmigte die äleberschreitung dcs Haushaltsplanes durch die Ausgaben für Kultur­arbeiten im Gemeindewald. Die Beratung über die Einführung der Bürgersteuer oder der Bier st euer wurde vorläufig zurückgestellt. Die Beschlußfassung hierüber soll jedoch in Kürze er­

folgen, da die Finanzierung der Holzfällungs­arbeiten wegen des schlechten Standes der Ge- meindekasse nicht möglich ist.

Gtarkenburg.

500 Meter weit geschleift und getötet.

WSR. Darmstadt, 11. Rov. Am Montag- abend wurde auf der Straße zwischen Arheilgen und Darmstadt der 15jährige Schreinerlehrling Georg Gebauer aus Arheilgen, der einen Handkarren drückte, von einem Frankfurter Lieferauto erfaßt, zwischen Kühler und Vor­derrad eingeklemmt und etwa 500Meterweit bis vor das Rathaus in Arheilgen mitge­schleift. Der Chauffeur des Autos muh nach den bisherigen Feststellungen den Unfall sofort bemerkt haben. Trotzdem raste er mit seinem Auto weiter und konnte erst durch einen Dull- dogg, der sich ihm in den Weg stellte, zum Halten veranlaßt werden. Nachdem der Un­glückliche aus seiner Lage befreit war, konnte der Arzt nur noch den inzwischen eingetretenen Tod feststellen. Während dir Untersuchung des Unglücks ist der Lenker des Autos verschwunden. Die Nachforschungen nach ihm waren bisher er­gebnislos.

Wi'rischast.

* Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 = 100) stellt sich für die Woche vom 3. bis 8. November auf 94,4 gegenüber 95,7 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindu­strie auf 90,1 (91,6), Gruppe verarbeitende 3n- dustrie auf 83,4 (84,7) und Gruppe Handel und Verkehr auf 117,2 (118,6).

* Bezugserleichterung für Kali- düngesaIze. Das Deutsche Kalisyndikat hat, wie WTB.-Handelsdienst erfährt, für die Beliefe­rung der deutschen Landwirtschaft mit Kalidünge- salzen einen regionalen Frachtenauögleich ein- geführt. Hiernach wird eine neue einheitliche Frachtparität Sondershausen geschaffen. Das Kalishndikat wird in Zukunft Mindestfrachten von 50 Kilometer und Höchstfrachten von 270 Kilometer berechnen. Alle Frachten zwischen 50 Kilometer Mindestfracht und 270 Kilometer Höchstfracht werden um 10 Proz. ihrer bisherigen Höhe gesenkt. Darüber hinaus tritt eine Er­mäßigung je nach Entfernung bis zu 37 Proz. ein. Dieser Frachtenausgleich bedeutet eine starke Entlastung für die weiter entfernten Bezieher. Die Neuregelung soll am 1. Dezember d. 3. in Kraft treten; jedoch hat sich das Kalisyndikat bereit erklärt, die Vergünstigungen aus dieser neuen Frachtenregelung den landwirtsthaftlichen Abnehmern schon jetzt zugute kommen zu lassen.

* Stillegung eines Hochofenbetrie­bes. Der zum Konzern der Vereinigten Stahl­werke gehörende Hochofenbetrieb Alfredhütte bei Wissen a. d. Sieg soll stillgelegt werden. Zwei Hochöfen sind schon vor längerer Zeit crusgeblasen worden; jetzt soll der dritte und letzte Ofen außer Betrieb gesetzt werden. Etwa 200 Arbeiter wer- den durch diese Maßnahme zur Entlassung kommen.

Berliner Börse.

Berlin, 12. Nov. Nach einem sehr ruhigen Dormittagsverkehr erfuhr die Eröffnung der heu­tigen Börse eine unbedeutende Belebung bei klieinsten Hmfätjen konnten die ersten Kurse über­wiegend etwas anziehen, und die Eröffnungs­tendenz war freundlicher. Man beurteilt die Regierungsaktion mit ihren Preisabbau­bestrebungen eher günstig und wies darauf hin, daß durch die Rede Cassels wahrscheinlich wieder eine Reparationsdebatte in _ Fluh kom­men würde, zumal auch der Auswärtige Aus­schuß mit einer Ausarbeitung in dieser Frage nächstens herauskommen wolle. Besondere Beach­tung sand die Kali-Frachtermähigung bis zu 37 Prozent, die sich in den Preisen mit einer zwei» bis dreiprozentigen Herabsetzung aus­wirken müßte. 3n der Tat war auch der Kali- marlt lebhafter und wies die stärksten Kurs­gewinne (bis zu 3,25 Prozent) auf. An allen übrigen Märkten betrugen die Kursgewinne sel­ten mehr als 1 Prozent, vereinzelt bis 2 Pro­zent, wobei auch schon kleine Zufallsorders stär­ker wirkten. Etwas mehr 3nteresse bestand für Hoesch, die 1,75 Prozent gewannen. Die Deckun­gen der Spekulation hatten wieder wesentlich nach­gelassen. Auffallend enttäuschend eröffneten Reichsbankanteile, die nach einer vorbörslichen

Taxe von 229 nachher nur noch 226,5 Prozent notierten. 3m allgemeinen waren die Kurse um 2,5 Prozent erhöht, gaben aber später wieder Hach. Eyadeaktien konnten ihren gestrigen Ge­winn nicht behaupten und eröffneten 2,75 Mark niedriger. Deutsche Anleihen geschäftsloS. Aus­länder schwächer. Der Pfandbriefmarkt war sehr still. Reichsschuldbuchforderungen ohne große Ver­änderungen und eher freundlicher. Der Geldmarkt war leichter. Der Sah für Tagesgeld ermäßigte sich auf 3,5 bis 5,5 Prozent; die übrigen Sätze blieben unverändert. 3m Verlaufe brodelten die Kurse meist weiter etwas ab. Nachdem die Deckun­gen aufgehört haben, wirkten sich Ausland­abgaben auf einigen Märkten stärker aus. Besonders Salzdetfurth, Rheinische Braunkohlen, Deutsche Linoleum und Siemens Warrn um 3 bis 5 Prozent im Kurse gedrückt. Aber auch 3.-G.- Farben um 1,5 Prozent schwächer. Die Baisse- Partei trat ebenfalls stärker in Aktion und ver­suchte das Kursniveau zu beeinflussen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 12. Nov. Tendenz: zurück­haltend. Auch heute stand die Börse unter dem Druck mangelnder Aufträge und Anregungen, so daß das Geschäft nicht über den üblichen Rahmen hinausgehen konnte. Als verstimmender Faktor wurde die gestrige schwan­kende und uneinheitliche Neuyorler Börse ange­führt. 3m großen und ganzen fehlten der Börse in erster Linie Aufträge, die zu einer Belebung hätten führen können. Die Kulisse blieb zurück­haltend und schritt nur in einigen Spezialwerten zu Deckungen. Eine Stütze erfuhr die Börse durch die Frachtermäßigung für Kalifabrikate, wodurch die Möglichkeit gegeben wird, eine Absatzsteige­rung für Kalisalze herbeizuführen. Das Publi­kum und das Ausland hatten sich fast voll­kommen vorn Börsengeschäft zurück­gezogen. Gegenüber der gestrigrn Abendbörse war die Kursgestaltung nicht ganz einheitlich; im Grundton der Börse war jedoch eine gewisse Freundlichkeit nicht zu verkennen. Etwas mehr hervortreten konnten aus dem schon erwähnten Grunde Kali Salzdetfurth, die 3 Prozent fester eröffneten. Am Chemiemarkt lagen Farben und Goldschmidt gesucht, während Deutsche Erdöl um Bruchteile eines Prozentes nachgaben. Am Elek­tromarkt waren meist kleine Kursrückgänge sest- zusteilen, wovon AEG. und Chade-Aktien be­troffen wurden. Die Verluste gingen aber nicht über 1 Pzt. bzw. Mark hinaus. Siemens eröffneten gehalten. Auch am Montanmarkt war die ilm- satztätigkeit äußerst bescheiden. Nur in Buderus kam vorläufig eine Erstnotiz zustande. Danken lagen durchweg behauptet; Barmer Bank notier­ten jedoch 0,75 Prozent schwächer. Conti Gummi und Deutsche Linoleum verloren je 2 Prozent. Kunstseideaktien bröckelten etwas ab. Am varia­blen Markte konnten 3unghans mit einem Gewinn von zirka 1 Prozent einiges 3nteresse auf sich lenken; Zement Heidelberg gaben 1 Prozent nach. Schiffahrtspapiere waren vernachlässigt. Am Rentenmarkt waren deutsche Anleihen fast ohne Geschäft, jedoch behauptet. Don Ausländem Ana­

tolier leicht erhöht. 3m Verlaufe wurde bie Tendenz schwächer, die Spekulation nahm Deckungen nicht mehr vor, schritt vielmehr un­ter dem Druck einiger Ausland- abgaben zu Glatt st ellungen. Stärker gedrückt waren Salzdetfurth und Rheinische Braunkohlen. 3m allgemeinen traten Abschläge bis zu 2 Prozent gegen Anfang ein. Am Geld­markt war Tagesgeld mit 4 Prozent etwas ent­spannter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 2,1970, gegen Pfund 20,3890, Lon­don gegen Kabel 4,8575, gegen Paris 123,68, ge­gen Mailand 92,80, gegen Madrid 42,20, gegen Schweiz 25,0350, gegen Holland 12,0660.

Franks»rtc. Getreidebörse.

Frans urt a. M., 12. Nov. Heute verkehrte der Pro'uktenrnarkt in sehr ruhiger Haltung. Ob­wohl dos Angebot in Weizen und Roggen gering war, ergaben sich, brsonde s für Weizen, Preis­abschläge bis zu 5 Mark. Roggen lag bis zu 2,50 Mark niedriger. Sommergerste u.ib Hafer wurde bei kleinstem Geschäft unverändert notiert. Weizenmehl wurde um 0,25 Mark er­mäßigt. Es wurden notiert (die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilo): Weizen (Hessen und Provinz Hessen- Nassau) Hektolitergewicht von 76 Kilo 270 bis 271; Roggen (Hessen, Prov. Hessen-Nassau und älnterfranken) Hektolitergewicht von 70 Kilo 170; Sommergerste für Brauzwecke 200 b s 210; Hafer, inländischer, 152,50 bis 157,50; Weizenmehl, süd­deutsches, Spezial 0 41,50 bis 42,50; Roggenmehl 26,25 bis 27,50; Weizenkleie 7; Roggenkleie 7,25. Tendenz: ruhig.

Büchertisch.

Otto ©beit: Di e Grunüzüge der Welteislehre. 32 Seiten 8° mit 19 Ab­bildungen. R. Voigtländers Verlag, Leipzig C 1. eingebunden 0,75 Mk. (418.) Die Welteis lehre Hörbigers erklärt die Phänomene der Wirbel­stürme, des Hagels, der Meteorite, der hockenden, erfrorenen Mammute im sibirischen Eis, das Atlanllsproblem, die Natur des Mondes, der Sonnenflecken usw. Die vorliegende Heine Schrift ist eine klare und knappe für jedermann verständ­liche Einführung in die Gedankenwelt Hörbigers.

Die Forschung in den Sternen schien immer wie ein andächtigÄ Erkunden der letzten Har­monien der Schöpfung. Sv scheint auch Kepler nicht nur auf dem Wege der exakten Forschung, sondern auf den irrationalen Bahnen einer genia­len Erkenntnis zu dem Werke gekommen zu sein, das seinen Namen für alle Zeit unsterblich machte und das der beobachtenden Astronomie die Bahn zur rechnenden ebnen sollte. Kepler hat seinen Gesetzen den Beweis für ihre Richtigkeit nicht fol­gen lassen können. Erst unser Geschlecht wurde wieder zur bewundernden Zeitgenossin einer neuen Erkenntnis, als es den Physikern gelang, die Keplersche 3ntuition vom Makrokosmos des Planetensystems auf den Milrokosmus des Atoms zu übertragen und so den großen Kreis zu vollenden, der die Forschungsarbeit wieder zur grandiosen Synthese Keplers zurückführt. Es ist deshalb ein besonderes Verdienst der Süd­deutschen Monatshefte (München), daß sie aus Anlaß des 300. Todestages von Kepler ihr neuestes Heft denFortschritten der Himmelskunde seit Kepler" Widmern

Berliner Monatshefte für inter­nationale Aufklärung" (November 1930, Qua­deroerlag G.m.b.H, Berlin NW 6, Preis des Heftes 1,50 Mark.) Da das Erscheinen des ersten Ban­des der großen Aktenpublikation der Sowjetregie- rung in Aussicht steht, hat der Sowjethistoriker, Professor M. Prokowski, welcher der mit der Herausgabe der Dokumente betrauten Kommission angehört, einen einführenden Kommentar^ im No­vemberheft derBerliner Monatshefte für inter­nationale Aufklärung" geschrieben. Professor Herre bringt eine ausführliche Kritik des ersten Bandes der Denkwürdigkeiten des Fürsten Bülow, lieber Die deutschen Heeresverstärkungen von 1871 bis 1914" berichtet Freiherr Rüdt von Collenberg ein­gehend an Hand beweiskräftiger Zahlen und benutzt hierzu das kürzlich erschienene Material des Reichs- archios. Im Zusammenhang mit feiner im Oktober­heft derBerliner Monatshefte" an Poincars ge­stellten Frage, ob der Quai d'Orsay denMatin" vorn 1. August 1914 mit der richtigen Angabe über die zeitliche Reihenfolge der russischen und öster­reichischen Mobilmachung gelesen habe, richtet Alfred von Wegerer im neuen Heft zwei weitere Fragen an Herrn Poincars über die Fälschungen des Gelb­buches Nr. 118, auf deren Beantwortung man sehr gespannt sein darf.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H.» Lombardzinsfuß 6 v. f).

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß« htr«

Schluß!. Bbend« börse

Schluß« turtf

Schlußk. Mittag- bdrfc

Z)atum

11. 11 |

12 H

11 II.

12 11.

6% Deutiche Reich« anleihe von 1627 ..........

7% Deutiche RelchSanleihe

87

86,7

von 1929 ........

Deutiche Anl.-Ablöl^Schuld mit

98,5

98,5

Auslol. Rechten .....

53,4

53,6

53,5

DeSgl. ohne AuSloi.«Rechte . 8% Helt. Bolisslaat von 1029 (rtdtablb. 102%)......

6,5

6,6

6,6

89

89

Oberhejlcn Provinz Anleihe mi

Susiol-Rcchten.......

Xeutfdx komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1 ....

8% firanff. Hlv.-Bank Goldpfe

51,13

XIII untünDbar 6h 1984 . . . 7% Rrantf. Hnv -Bank Dolbpfe

98,25

untünDbar bi« 1982 .....

4%% Rbeinllche Hvp.-Bant Lion. Eolvpse.........

93,25

85,825

1 1

1

8% ißt. eanbeWmibbrtefanflalt,

Psonbbriele ER. i 9 8% Pr LanbeLplancbriefanstalt,

99,5

100

ftomm.-Cbt. 8t. 20......

97

97

7% Pr. Canbefi'ianbbriefanftalt,

Psanbbrtefe Di 21......

A.tk.G abfl. VormegS-ObUgatto.

97

97

nen, rüdiablbat 1932 .....

95

4% Oesterretchilche ©olbrente . . 4,20% Oesterreichtlche Silberrente

26,5

26,7

4% Oelterrcichilche Einheitliche

Rente

1.7

_

4% Ungarstche Wolbrenle . . . .

23,25

93 <

4% Ungarstche Staatsrente v. 1910

18,5

18,5

4'/,% vesgi. von 1913

19,5

4% Ungarstche Kronenrente . .

1,7

1,65

4% lürMfrhe gollanleihe von 1911

4% ZürfiitfK Bagdaddahn-Anl

4

4,25

4,1

3,9

Serie 1 ....

- -

4% beflfll. Serie N..... -

6% RumSnilche veieinh. Rente

4,25

4,15

von i9O3 ...

MumLnstche vereinh Rente

14,05

8,5

8,6

von 1913 .........

14.2

1

t% Rumänische vereinh. Rente

1

6,75

1 6,75

Sranffurt a-M.

Berlin

Schluß« kur«

Schlußk. Abend« börfe

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag« bSrlr

Votum

11 11

12 II

11 H

12 11.

Hamvurg-AmerUa Pale« . .

<

71,75

71

71,75

71,6

Hainburg-Südam. Dampflchiff

8

Hania Dampflchiff.....

10

123,5

223,5

Norbbeustcher Üloljb ....

8

71,9

71,25

71,9

Allgemeine Deutiche Crebiianst.

10

-

97

97,5

Barmer Bankverein ....

10

101,5

100,75

101,25

100,9

Berliner Hanbeligelelstchaft .

12

130,5

131

130,5

Commerz- unb Privat-Bank.

11

114,25

114,25

114,25

114,25

Darmstäbter unb Nationalbank

12

151,25

151

152

Deutiche Bank unb

Dieconio GefeUichaft, . . .

10

110,75

110,75

110,5

Dresbner Bant......

10

111,25

111,25

111,25

111,25

Reichsbank........

12

229

228

226,5

A.S.S...........

115

114.4

115 4

Bergmann........

9

133,5

Lleltr. LieferungSgeleMchaft.

10

115,5

115,5

Licht unb Straft......

10

122,5

122

122,25

Reiten & Guilleaume . . .

W1

96

97

Gefelüchafl für Elektrstche

Unternehmungen ....

10

119,5

119,5

120

Hamburger ElektrizitStL-Werke

10

-

111

110,5

iHbcinifdje Elektrizität . . .

. 9

»

Schlcstlche Elektrizität. . . .

10

115

115,5

Schubert & (Jo. . .....

11

133,25

133

Siemens L Halsle .....

16

179,5

179,5

179,75

130,75

Iranbrabto ........

. fc

L'abmeuet & Co.......

16

137

- -

137

_

Buberus..... .

. 6

54

53,5

54

54

Deutiche Erb KI ......

. 6

66,5

66,6

67,5

67,25

Estener Steinkohle . . .

. 8

Geilenkirchener ......

. 8

87,5

87,65

88

Harpcner .......

. 0

84

83,25

83,4

Hocich Eilen. .......

6Vi

75,75

77,5

flile Bergbau .......

10

218,5

.

70.5

71,5

KSIn-Ncuellen.......

. 7

_

00

82,25

Manneömann-Röhren . . .

. 1

71,75

71,5

71,5

Manelelber Bergbau ...

7

39.5

Cbcrldilel. Eilende darf . . .

. r

_

40,25

Cberfd)lc|. Kokswerke....

76

75,75

Phönix Bergbau ....

6/'

67

66,75

66

iRhcüiiidte Braunkohlen . .

1«

171

170,25

170

Rhciuliohl ......

.

77,75

77,75

Riedeck Mont« ......

7.1

\

1

Frankfurt a. TJX

Berlin

Schluß« hir«

Schlußk. Abend« börfe

Schluß« furd

Schlußk. Mittag« börfe

Datum

11 II

12 II

11 II

12 II

Bereinigte Stahlwerke .

68,25

68,5

69

Olavi Minen.....

. 1

33,75

34

Kaliwerke AicherSleben .

10

193

193,5

195,5

Kaliwerke Westeregeln .

10

195

196

Kaliwerke Salzdetfurth .

-

16

265

268

265,75

269

I. ®. ffarben.Jnbustrle.

A

12

141,65

140,6

140,65

141,25

Dynamit Nobel ....

e e

. 6

-

66

Scheibeanstalt.....

. B

Golblchmibt .....

M e

. 6

44

44

44

43,75

Rütgcrswerke .....

. 6

49,5

50

50

Melallgelelllchaft. . . .

. 8

86,25

86,4

Philipp Holzmann . . .

. 7

77

76,75

Zementwerk Heibekberg

e

10

86,5

Cementwerk Karlstaot. .

e e

10

Wayb & Freylag . . .

. 8

53

Echuirhew Patzenhofer .

«

16

-

177,5

177

Ostwerke.......

e

12

140,65

140

Dku.........

18

69

68,75

69,5

68.75

Bembcrg.......

e e

14

70,5

70

68

Aellstoff Waldhok . . .

.

87.

109,5

109

Zellstoff Alchafsenburg .

e

12

79

78

77

Charlottenburger Waller

. 8

83,5

83,5

Dejlauer »ab ....

. 9

110

110,4

Daimler Motoren . . .

. O

24,5

24,5

24,6

Deutiche Linoleum . ,

e

.

122

120

121,75

122,25

Maschinenbau A.-<8. .

e

. 0

35,5

36

Nat. Automobil . .

e

. 0

-

Orcnstein & Koppel . .

e

. 6

47,75

47,5

Leonharb Tietz . . . .

10

118

118

Svenska ......

270

272

frankfurter Malchinen .

« -

. 4

16

. 6

28

28,5

Hctstigenstaedt . . .

. 0

Iutighans . . . . .

. 6

27,25

27,5

Lechwerke.......

. fc

Mainlraflwerkc Höchst a. M..

.

73

1

Mag . .....

IC

69

71

1

Gebr. Roeder.....

IC

90

1

Boigt & Haeffner . . .

150

1 -

150

Lllbbcutlche Zucker . .

»

IC

132,5

134,25

1

Banknoien.

Äerlin, 11. November

Geld

lklmen'aniiche Noten......

4,186

4,208

Belgische Noten. .......

58,26

58,50

Tunliche Noten ........

111,83

112,27

Engchche Noten ........

20,346

20,426

firansuiildie Noten .......

16,442

16,502

Hollänbtlche Noten..... .

168,41

169,09

Italienilche Noten........

21,91

21,99

Norwegilche Noten.......

111,83

112,27

Deutich-Oesterreich, i 100 Schilling

58,88

59,12

Rumänische Noten.......

2,472

2,492

Schwebllche Noten.......

112,16

112,60

Schweizer Noten ......

81,24

81,56

Spanllche Noten ........

48,15

48,33

Dichechvllowakstche Noten.....

12,39

12,45

Ungarliche Seien ......

73,18

73,48

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. Hl.

11 November

12 November

ttiiniiidtr Geld

lioderung rirle

Amtliche -Notierung

Geld

Arte

«mft.«:Hott.

168,77

169,11

1,444

168,76

169,10

Bu>'n.-AtreS

1,440

1,447

1,451

Brss.-Antw,

58,46

58,58

58,47

58,59

Ehristiania.

112,13

112,13

112,35

112,12

112,34

Kopenhag.'n

112,35

112,13

112,35

Stockholm .

112,41

112,63

112,42

112,64

HelsingforS.

10,551

10,571

10,551

10,571

Italien. . .

21,94

21,98

21,945

21,985

London. . .

Wemiort ..

20,365

20,405

20,365

20,405

4,1930

4,2010

4,1925

4,2005

Boris. . . .

Schwei» ..

16,469

16,509

16,466

16,505

81,335

81,495

81,34

81,50

Spanien.

48,35

48,45

48,57

48,67

Japan . . . '«io de Ran Wien in D.«

2,081

2,085

2,081

2,085

0,429

0,431

0,419

0,421

CefL abaeft

59,065

59,185

59,035

59,155

Prag .

12,437

12,457

12,432

12,452

Bel trab . .

7,428

7,442

7,426

7,440

Budapest.

73,355

73,495

73,345

73,485

Bul.arten

3,040

3,046

3,040

3,046

il'ssabon

18,80

18,84

18,80

18.84

T anüa - - Konst ntüt.

81,42

81.58

81,42

81,58

1,784

1,789

1,784

1,789

Wtbeu. .

5,13

5.44

5,435

5,445

Canada

4,196

4,204

4,196

4,204

Uru nah

3,357

3,363

3,347

3,353

Cairo .

20,885

20,925

20,885

20,925