Ausgabe 
12.11.1930
 
Einzelbild herunterladen

Nr. 265 Zweites glatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Mittwoch, 12. November 1950

Oie Tabaksteuervorlage.

Der Deutsche Tabakverein E. V. bittet uns um Aufnahme folgender Darlegungen:

Durch Zeitungsnachrichten wird bekannt, daß die Absicht besteht, den Tabakzoll von 80 Mark auf 400 Mark zu crhöhen, die Materialsteuer bei der Zigarette von 5 Mr. auf 2 Mt. pro Kilogramm zu senken, und dre Banderolensteuer bei der Zigarette von 33 Pro­zent auf 38 Prozent zu erhöhen. Das Aerchs- finanzministerium soll sich den Zeitungsnachrrchten zufolge entschlossen haben, durch eine solche Er­höhung der Rohstossbelastung dem englischen Muster zu folgen. In England sei tue Belastung des Tabaks pro Kopf der Bevölkerung bedeutend höher als in Deutschland. Letzteres rst richtig. England ist aber auch das einzige Land, wo die Belastung pro Kopf der Bevölkerung höher ist als bei uns. In allen anderen Ländern, selbst in Monopolländern, ist das nicht der Fall. In Eng­land wird hauptsächlich Zigarette und hochwertiger Feinschnitt geraucht. In Deutschland besteht neben der Zigarettenindustrie eine hochentwickelte Zi­garren-, Bauch-, Kau-' und Schnupftabakindustrie, die den Konsumgewohnheiten der deutschen Be­völkerung entspricht. Die Abkehr vom bisherigen System kann also nur bedeuten, daß man den Konsum auf die Zigarette lenken will mit der bewußten Folge, daß dadurch die übrigen Tabak­industrien der allmählichen Vernichtung preiS- gegeben werden.

Bei der Zigarre würde die Zollbelastung die jetzige 15-Pfennig-Zigarre auf 22 Pf. bringen, beim Rauchtabak würde der Verkaufspreis des jetzigen 40-Pfennig-Pakets, das vor der Bande- rvleerhöhung für Rauchtabak im Dezember 1029 noch 30 Pf. kostete, auf 65 Pf. heraufgehen. Beim Kautabak würde die 15-Pfennig-Rolle für 20 Pf. nicht mehr geliefert werden können. Also über­all eine Erhöhung um ungefähr 50 Prozent des K l e i n v e r k a u f s p r e i s e s bei den bisher gängigen Sorten. Das Kilo Schnupftabak kostet zur Zeit im Durchschnitt nicht ganz 6 Mk. Hierauf soll eine Zollerhöhung von 3,20 Mk. für das Kilo Rohstoff kommen.

Bei solchen Preiserhöhungen ist überhaupt nicht zu ermessen, welchen Konsumrückgang sie bei Zigarren, Rauch-, Kau- und Schnupstabak herbeiführen würden, zumal, wenn, wie es an­scheinend beabsichtigt ist, der Zigaretten-Klein- verkaufspreis unverändert gehalten werden soll. Cs wäre unseres Erachtens lediglich ein Spiel mit Zahlen, wenn von einer errechneten Mehr­einnahme ein gewisser Betrag für den zu er­wartenden Konsumrückgang abgeseht würde. Das Günstigste, was unter den heutigen Verhält­nissen zu erwarten ist, wäre, daß die Konsu­menten dieselbe Summe für ihren .Rauch­genuß auszuaeben bereit und imstande wären, wie bisher. Aber auch das ist zweifelhaft, weil schon jetzt nach der amtlichen Statistik infolge der allgemein gedrückten Wirtschaftslage sich ein langsamer Konsumrückgang zeigt.

Dazu kommt, daß die Fabrikanten überhaupt nicht imstande sein würden, die zunächst ihnen aufgebürdete Rohstoffbelastung zu finanzie­ren. Un8 ist unerfindlich, woher die Fabri­kanten, zumal in der heutigen Zeit, das dazu nötige erhöhte Betriebskapital nehmen sollen. Mindestens der gesamte Mittelstand der Zi- garcenindustrie, der etwa 4500 Firmen mit 50 000 Arbeitern umfaßt, würde restlos zum Erlie­ge n k o m m e n. In der Zigarrenindustrie woh­nen zudem die Arbeiter zu 70 Prozent in Dörfern und kleinen Landstädten urtter 5000 Einwohnern, wo andere Industrien nicht be­trieben werden und nicht betrieben werden kön­nen. Hunderte von Gemeinden ständeck bei vol-

Oie ersten Bilder von der Kaiserkrönung in Abessinien

Oben links' Die Krönungszeremonie in der Kathedrale von Addis Abeba. Daneben: Ras Da fort beim Empfang der Häuptlinge. Unten linfs: Die Kathedrale von Addis Abeba, in der die Krönung erfolgte. Daneben: Abessinische Würdenträger erwarten auf dem Bahnhof die europäischen Diplomaten.

liger Arbeitslosigkeit von 50 000 Arbitern vor der finanziellen Katastrophe. Auch in der Rauch-, Kau- und Schnupftabakindustrie würde besonders der Mittelstand zerrieben wer­den, und entsprechende Arbeitslosigkeit würde auch hier eintreten. Geradezu vernichtet würde auch der deutsche Rohtabakhandel, dem gerade mit der kleinen und mittleren Fabrikation die gesamte Kundschaft genommen werden würde.

Die Regierung scheint von der Annahme aus­zugehen, daß mit der beabsichtigten Reurege- lung insbesondere den heimischen Pflan­zern gedient sei. Wir sind anderer Ansicht und glauben auch, daß die Pflanzer uns darin beistimmen werden, daß ihre Interessen aufs höchste gefährdet sind, wenn man durch den sog. Ilebergang zum englischen System die Abnehmer der Pflanzerschaft, d. h. die Rauchtabak- und die Zigarrenindustrie dezimiert und systematisch den Konsum dieser Erzeugnisse vermindert.

Die Regierung wird wie in früheren Fällen, voraussichtlich eine Vorsorge treffen, daß die durch das neue Gesetz geschädigten Arbeitnehmer

unterstützt werden. Ob diese Unterstützung aus der allgemeinen Arbeitslosenversicherung oder etwa aus den Erträgnissen der Tabaksteuer be­zahlt wird, ist unseres Erachtens für das Reich vom finanziellen Standpunkt aus gleichgültig. Wird sie aus der Tabaksteuer bezahlt, so besteht die Gefahr, daß überhaupt noch nicht einmal die heutigen Erträgnisse aus der Tabaksteuer für die Zukunft gesichert sind.

Deutscher Tabakverein E. V.

gez.: Ioh. Düring. gez.: Pilger.

50 3aV re deutscher Dolkstumsarbeit.

Die von der Ortsgruppe Gießen des VDA. (Verein für das Deutschtum im Ausland) vorbe­reitete Jubiläumsfeier findet am Don­nerstag, 13. Rov., abends in der Aula der Uni­versität statt. Die Festrede wird Univ.-Prof. Dr. Theodor Mayer halten, der ein ge­borener Oesterreicher von der deutschen Uni­versität zu Prag hierher berufen wurde. Der Gießener Orchesterverein wird unter

Leitung von Dr. Stefan Temesvarh die Ou­vertüre zu der OperEuryanthe" von Carl Maria von Weber und dieGeschichten aus dem Wienerwald" von Ioh. Strauß spielen. Der MännergesangvereinHeiterkeit" wird mit seinen Liedern erfreuen, das Schütt­le r s ch e Quartett wird das Streichquartett Rr. XIV von Iosef Haydn (Largo - Menuett) zum Dortrag bringen. Der Abend soll eine Feier der Erinnerung an all die vielen sein, die vom Jahre 1880 an in der Donaumonarchie zuerst und dann im Reich das Fundament für die Volks- tumsarbeit gelegt haben, deren Sinn sich unS in seiner Tragweite erst heute nach dem Welt­krieg zu offenbaren beginnt. Möge die Veran­staltung ein volles Haus finden.

Taten für Tonnertztag, 13. November.

354: der Kirchenlehrer Aurelius AugustinuS ge­boren: 1862: der Dichter Ludwig Uhland in Tü­bingen gestorben: 1863: der Komponist Gicacchino Rossini gestorben.

nicht untereinander erkannten. Das versetzte die kleine Gesellschaft in übermütige Stimmung, ehe sie noch die Fahrt zum Korso antrat.

Jose Duero stand vor der Tür seines Ge­schäftes

Reben ihm saß. wie ein getreuer Wachter, Lobo, der große Wolfshund.

Iosä Duero wurde von seinen Kunden für die Liebenswürdigkeit selbst gehalten. Seine Angestell­ten waren darüber ganz anderer Ansicht. Am mei­sten hatten unter feinem unfreundlich.>n und herri­schen Wesen zu leiden sein Sohn Primo und seine mittellose Rich.e Montserrat Duero, die Tochter eines verstorbenen Bruders von ihm, die früh Waise geworden und in seinem Hause ausgewach­sen war. Seine Frau starb vor einigen Iahren und seitdem führte sie den Haushalt.

Iose Duero mahnte:Run macht aber, daß ihr sortkommt, der Korso ist in einer halben Stunde schon auf der Höhe."

Der Chauffeur, genau so gekleidet wie die an­deren, rief laut:Sind alle beisammen? Zwölf müssen wir sein!" Er fuhr sonst das P.iratauto Dueros, da er aber früher auch Lastwagen g.,uhrt, machte es ihm Vergnügen, wieder einmal so einen Riesenwagen zu lenken.

Einer von der Schar begann zu zählen: Eins - zwei - drei vier! Unö er zäylte bis zwölf, alle waren da. Alle in dem gleichen Kostüm, alle vergnügt lachend unter der rv ig u d weißen Zaz?- maskc, Männer und Frauen, lauter feuerrote Clowns.

Dor ein paar Iahren halte Iosc Duero einen kleinen Schmuckgegenstand herausgebracht als Reuheit, er nannte ihn Glücksaringer. Unb er schaffte ihm viel Geld, der niedliche rote Kerl. Die Damen trugen ihn in Platin mit Rubinen um ben Hals und am Armband. Er ward in Rings orrn gefaßt und für mindergefüllte Börsen in Silber mit Granatsteinchen hergestellt. Es gab größere Clowns in Silber mit rotem Email, die hängte man im Auto auf oder benutzte sie als Gürtel­schnalle, und die Reklame der Firma am Rosen­montag galt ihrem Spezi alschrnuckstück, dem roten Clown.

Unter Lachen und Scherzen bestieg man das ge­schmückte Auto. Die ältliche Portera des Hauses stand nahe von Iose Duero und winkte den Ab­fahrenden lachend nach, obwohl sie wirNich nicht wußte, wer unter den Masken steckte. Aber sie kannte ja alle Angestellten des Geschäftes.

Das große Auto fuhr die Calle Fernando hin­unter. bann ein Stückchen Rainbla und danach über die Plaza Catalunna Und nun ging es in langsamem Tempo den Paseo de Gracia hinauf, man mußte sich in andere Gefährte einschieben.

Sin großes Schiff mit übermütigem Mcttrosen- volk hantelte voran. Es war der Rellamewagen für eine Likorsabrik, hinter den roten Clowns

Oer Dreizehnte.

Vornan von Anny von panhuyS

Copyright 1929 by Verlag Bechthold, Braunschweig.

Nachdruck verboten!

1.

Rosenmontag! Unter dem blauen spanischen Himmel, der sich wie eine fast zu grell gefärbte große Glasglocke über der lebhaften Hafenstadt Barcelona am Mittelmeer wölb e, lachte und jauchzte Prinz Karneval. Aus dem Paseo deGracio, der breiten, eleganten Verkehrsstraße zwischen der Plaza Catalunna und dem Graciaviertel, sammel­ten |ich immer mehr Menschen an. Aus dem Erd- innem entquollen sie der Untergrundbahn und mit Tram und Autobus eilten Reugierige herbei, um etwas von dem Korso zu sehen, der nach eini­gen Iahren der Vernachlässigung und des Rieder- S sich wieder größerer 'Beachtung und Be­nt zu erfreuen begann. Besonders die Ge­schäftswelt stellte viele Wagen. Ratürlich aus Rekl ameg rünben.

Rach vier Uhr würbe das Hauptleben und -treiben einsehen.

Einzelne blumengeschmückte Autos mit ein paar Masken darin fuhren schon umher, zogen den Korsokreis, die eine Fahr,eite den Paseo hinauf, die andere Fahrseile hinunter. Und auf den beiden breiten Innenpromenaden drängten sich die Fuß- ?;änger. auf den Tribünen versammelten sich ge= abene unb zahlende Gäste, die Musiker holten ihre Instrumente hervor. Ein paar große Prunk- Wagen stellten sich am Ende des Paseo auf, unb von scharfen Hörnern charakteristisch in die eigen­artige Melodie gerissen, klang eine Sardana auf, der eigenartige Rationaltanz Kataloniens.

In der Calle Fernando, der schmalen, aber ele­ganten Geschä.tsstraße, dräng en sich müßige Zu­schauer um ein großes, mit rotem Stoff unb wei­ßen Rosen geschmücktes Lastauto, das vor dem Juwelengeschäft von Iose Duero hielt. Eine kleine kostümierte Schar stand davei, unterhielt sich, und einige davon verteilten schon an die Umstehen­den ein paar der Reklamekarten, die sie nachher vom Wagen aus unter die Menge werfen sollten.

Auf den Karten sah man einen feuerroten Clown und darunter ftafib: Ich bringe Glück!

Dic kleine, wartende Schar vor dem Iuwelen- geschäft war genau so gekleidet wie der Clown auf dem Bild. Jeder davon trug einen feuerroten, losen Clownanzug mit weißer Halsrüsche und eine spitze, rote Mütze. Dazu eine weiß unb rosig be­malte dünne Maske mit asiatisch hochgezogenen dunklen Braueri.

Diese Maske trug die Schuld, daß sich einige der Angestellten des Geschäftes von Iose Duero

folgte ein Blumenauto mit schön gestickten Man- tones geschmückt, darin reizende Andalusierinnen, die wie wild Konfetti warfen. Rach rechts, nach links und nach vom auf die roten Clowns. So fuhr man den Korso hinauf und hinunter.

Primo Duero, der Sohn des Iuweliers, fand es reichlich warm unter seiner Gazemaske. Er stieß den neben ihm stehenden, etwas kleineren Clown, freundlich an.

Haben Sie es auch so warm, Sennorita?"

Etwas langsam und in fremden Akzent erwi­derte eine Frauenstimme:Rein, Sennor, ich finde es nicht so heiß, aber die Herren ziehen sich zu dick an. Und wer weih, was Sie alles unter dem Kostüm anhaben Wir Frauen sind darin prak­tischer."

Primo Duero lachte und begann eine Unter­haltung mit Eva Hirtberg, die seit einem Iahre als Verkäuferin im Geich ist seines Vaters an- gestellt war. Er mochte das bescheidene blonde Mädchen sehr gern und manchmal hatte er schon ged ach , wenn seine Kuf ine Montserrat nicht ge­treten wäre, hätte er sich in Eva Hirtberg ver­liebt. Ihre rosige Blondheit gefiel ihm.

Ab und zu Karten unter die Menge werfend, meinte Eva Hirtberg:Man wird wie betrunken von dem Hin und Her in der lärmenten Um­gebung. Ich zählte uns eben, die wir hier auf dem Wagen sind, und brach.e dreizehn heraus. Wir waren aber doch nur zwölf, als Sie in der Fernando zählten."

Ratürlich , lachte Primo Duero,und zwölf können wir auch nur sein. Unser Chauffeur ist zum Beispiel schrecklich abergläubisch. Der fragte mich noch vorher, ob wir auch wirklich nur zwölf wä­ren. Da zählte ich ihm vor. Erstens er, bann der Packer, vier Goldarbeiter, der Boy, zwei Ver­käufer, zwei Derkäuserimren unb ich."

Ich weih", unterbrach sie ihn,aber ich zählte eben nochmals, unb es ergibt sich sonderbarerweise wieder die Zahl dreizehn."

Primo Duero nickte:Sie haben sich also zum zweiten Ma.e geirrt. Doch wenn es Sie beruhigt, Sennorita, will ich nachzählen."

Die anderen Clowns unterhielten lebhaftere Verbindung mit dem Publikum wie die beiden und befanden sich in übermütigster Stimmung. Keiner kümmerte sich viel um den anderen. Die goldene Sonne, die Musik versetzte alle in Ausge­lassenheit. Der Tag der Freiheit, Maske unter Maske zu sein, gab jedem von ihnen etwas Be­schwingtes unb Leichtes. Konfetti regen gaukelte nieder, bunte Papierschlangen wanden sich durch die Luft, schlossen dünne, leicht zerreihbare Bande zwischen Masken und Zuschauern. Die Musikkapel­len füllten die Luft mit Tonwogen, auf denen man hinglitt in Ungebundenheit und Taumel des Rosenmontags.

Primo Duero zählte mechanisch die lachenden übermütigen Clowns um sich herum. Ec verzählte sich anfangs, das rote tolle Pack hielt nicht still.

Endlich gelang es ihm.

Er war verdutzt.

Unsinn, er halte sich verzählt. Die blonde Eva Hirtberg hatte ihn irritiert

Er begann von neuem und diesmal gab er sich alle Mühe, gründlich und genau zu.-len. Und wieder war die Schlußzahl: Dreizehn!

Er machte eine hilflose Schulterbewegung und zählte wieder die Clowns zum dritten Male.

Es blieb bei der Dreizehn!

Run?" fragte Eva Hirtberg,sind Sie zu dem­selben Ergebnis gelangt, wie ich? Oder irrte ich mich?"

Der neben ihr Stehende schüttelte den Kopf.

Rein, Sennorita, Sie irrten nicht, ich habe drei­mal Ihre Zahl herauszebracht. Aber es ist mir völlig unklar, wie die Rechnung ftimmen soll. Ich weiß genau, wir können nur zwölf sein." Scher­zend fügte er hinzu:Die Hitze hat unseren Zah­lensinn verwirrt, ich werde dem Chauffeur Vor­schlägen, eine kleine Trinkpause in unter Vergnü­gen, ober richtiger in unsere Arbeit, einzuschieben." Er ging nach der Vorderseite des Wagens und rief dort durch ein in der Wagen wand angebrach­tes Loch Lern Chauffeur seinen Wunsch zu. Der war selbst schon halb verdurstet und verließ die Wagenkette bei der nächsten Rundfahrt, um in einer Seitenstraße vor einer kleinen Dar Halt zu machen. Während alle vergnügt schwatzend unb lachend den Wagen verl eßen, zählte Primo Duero noch einmal die Clowns mit sich und Eva Hirt­berg. Sie waren alle zusammen dreizehn.

Ein paar von den Masken nahmen vor der Bar Platz, ein paar gingen hinein, die Maske nahmen alle ab, Primo Duero sah nur bekannte Geeichter. Da war der Chauffeur, der Packer, vier Goldarbeiter, der Boy, zwei Verkäufer, zwei Ver­käuferinnen und er, Primo Duero. Er sah weiter niemand. Also zählte er mit einer Art von Ver­bissenheit noch einmal und atmete trotzdem nicht befreit auf, als er nun feststellte, sie waren zu­sammen doch nur zwölf Personen. Er te darauf schwören mögen, es war vorhin ein roter Clown mehr gewesen.

Eva Hirtberg trank fast gierig ihr GlaS Oran­gentimor ade leer und ihre großen Dlauaugen lä­chelten den Sohn des Chefs an.Geht es Ihnen wie mir? Ich bringe jetzt nur noch zwölf zusam­men."

Primo Duero sagte gequält:Unb vorhin waren wir doch dreizehn!" Eva Hirtberg fühlte einen ganz eigenen kühlen Schauer über ihren Körper gleiten, als sie ernst wiederholte:3a, vorhin wa­ren wir doch dreizehn!"

(Fortsetzung folgt)