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Nr. 213 Erste; Blatt

180. Jahrgang

Zreilag, 12. September (950

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General-Anzeiger für Oberheffen

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Dr. Ieiedr. ödb Langs. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Canae; für Feuilleton Dr H Ihynot; für den übrigen leit Ernst Vlumfchein und für den Anzeigenteil Mar Filter, sämtlich in Tieften.

England fordert Abrüstung.

Briands Paneuroparede vor der Bölkerbundsversammtung. Energische Erklärungen Hendersons zur Abrüstung.

England verlangt Erfüllung der Friedensverträge auch durch die Sieger.

Genf. 11.©epL (WTB.) Dte Dölkerbunds- Dcrfammlung Hai heule vormittag ihre fach­lichen Beratungen mit der allgemeinen Aussprache über den Tätigkeitsbericht aus­genommen. Der Vertreter Kanada-, ©tr Ro­bert Borden, verglich die dustere Zeit der Ent­stehung des Dölkcrbundes mit der sreundlichen Atmosphäre des guten Willen-, der Zusammen­arbeit und der Tkrftänbigung, wie sie heute er­freulicherweise vorhanden sei. Da- gröhte Der- dienst des Völkerbunde- sei, dah er eine ständige Erziehung der Rationen zum Frieden bewirke, für die Völker eine Art Kindergarten des Frieden - darstelle. Auf diese Initiative hin sei Briand- Kelloggpakt geschassen worden. Trotzdem dauern die Auftungen an. Es ist zu bedauern, dah gleichzeitig mit dem Berzicht auf den Krieg nicht auch der Berzicht aus R ü st u n g e n au-gesprochen worden ist.

Der französische Außenminister Briand erklärte- Der Völkerbund ist wegen des angeblich langsamen Fortschreitens seiner Arbeiten zahl­reichen Angrissen und mannigfacher Ironie aus» gefetzt worden Aber der Kelloggpakt. die Gene­ralakte über die Schiedsgerichtsbarkeit und die zahlreichen regionalen Abkommen sind wirksame, nicht zu unterfchätzende Beiträge zur Organi­sierung des Friedens. Alle diese Bemühungen werden, wenn sie nicht als Folge die Einschrän­kung. und sogar, wenn möglich, die Beseiti­gung der Rüstungen haben, etwas Un­bestimmte-, Undefinierbares, bleiben. Ich habe mich, so rief Briand mit starker Betonung au-, in den Gedanken geradezu verbohrt, dah, solange ich bin und wirke, es keinen Krieg geben darf. Wenn irgendwelche Schwierigkeiten auftauchen, werden wir sie im Frieden und durch den Frieden regeln. Das ist eine Ehrenpflicht gegenüber den Rationen, die ihr Vertrauen auf uns setzen. Gs läge in der Logik der Tatsache, dah die Völker, auf deren Territorium sich der Weltkrieg ab­gespielt habe und die beute immer noch unter ben Folgen. de- Krieges litten, sich zu einer gerne iEifagienAn st rengung zur ilebcr- Windung dieser Folgen ausrassten. In ihrer Antwort auf sein Memorandum hätten die fiebenundzwanzig europäischen Staaten sich grundsätzlich in bejahendem ©inne ge­äußert und die kürzlich von ihm einberusene Konferenz dieser Staaten habe ihm einmütig den Auftrag gegeben, die Frage der europäischen Einigung vor den Völkerbund zu bringen. Gr habe die Ueberzeugung, dah der Völkerbund dem Plan gleichfalls feine Zustimmung gebe, handele e- fich doch um die Verwirklichung einer Idee, die auch dem Ziele de- Völkerbunde- ent- fpräche. 2S fei felbftverständlich, dah keine neue Organisation neben dem Völ­kerbund geschaffen werden soll, sondern dah die europäischen Einigung-bestrebungen nut im Rahmen deS Völkerbundes verwirklicht werden könnten. Auch könne selbstverständlich keine Rede davon sein, dah die geplante Ver­einigung sich gegen andere ©taaten oder ©taaten- gruppen richte.

Ser britische Außenminister Henderson erklärte. Im ©inne der englischen Regierung sei die in der Entschließung der europäischen Staaten enthaltene Feststellung, dah die ange­strebte Zusammenarbeit im vollen Einver­nehmen mit dem Völkerbund herbei- gefuftrt werden soll. Die Ereignisse der letzten Monate hätten klarer denn je bewiesen, dah die Welt eine wirtschastliche Ein­heit sei Henderson wie- auf das Intercffe hin. da- die britische Regierung an der General- akte über die Schiedsgerichtsbarkeit und an der Konvention über die finanzielle Unter­stützung angegriffener ©taaten. wie überhaupt an allen Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung des Kriege- nehme. England sei bereit, alle derartigen Sicher beltsmaf>nahmen zu ratifizieren, doch unter einer Bedingung, dah ein allgemeiner Vertrag zur Her­absetzung und Beschränkung der na­tionalen Rüstungen durchgeiuhrt werde. Deshalb werde England seine Zustimmung zu neuen Sicherheitsmaßnahmen nur unter der Be­dingung effektiv werden laffen. dah die Ab­rüstung aufhöre, nur eine Frage zu fein, und eine Wirklichkeit werde.

Dir Urheber der völkerbundsiatzung, haben nie geglaubt, dah die internationale Zusammenarbeit (Erfolg haben könnte, wenn die nationale Rüstung unbeschränkt fortbestehen und wenn das Wettrüsten wieder aufleben würde. Deshalb haben sie im Artikel 8 b i e Verpflichtung ausgenommen, eine allgemeine Herabsetzung und Einschränkung der nationalen Streitkräfte durch internationale Verträge herbeizuführen. Diese Verpflichtung ist noch nicht eingelöst worden, obwohl sie vor elf Jahren eingegangen worden ist. Die Jahre gehen dahin, und doch bildet diese Ver­pflichtung einen Teil des Friedensoertrages und ist nicht weniger geheiligt als irgendeine andere Verpstichtnng, die in diesen Verträgen enthalten

ist. Durch diese Verpslichtung Ist jede Regierung im Völkerbund gebunden. Ls ist eine Zusage, die oft erneuert worden ist. vor zwei Jahren erklärte die Versammlung, daß unter den gegen­wärtigen Sicherheitsverhältnifsen der Adschluh einer ersten allgemeinen tlbrüflungsfonoention möglich sei. Zwei Jahre sind oorübergegangen, und wir haben diese allgemeine Konvention nicht abgeschlossen Die Völker werden ungeduldig und zweifeln an unserem guten willen.

Wenn die Flottenabrüstung nicht all­gemein durchgeführt werden kann, wenn fie nicht ergänzt werden kann durch die Einschrän­kung und Begrenzung der Land - und Luststreitkräste, so werden die Frie­densverträge nicht auSgeführt wor­den fein. Die DölkerbundSfatzung wird uner­füllt bleiben und der Friede Europa- und der Welt wird nicht gesichert fein. Wir erkennen

selbstverständlich die ©chwierigkeiten an, denen der vorbereitende Ausschuß und die anderen Ausschüsse de- Völkerbünde- gegenüber ft anben. Aber wir erkennen auch, dah jetzt zehn Jahre vergangen find, seitdem die Arbeit über diese Frage begonnen wurde. Die Zeit f ü r praktische Graebntsse ist hm aekommen, und wir hoffen daher, dah der vorbereitende Au-fchuh, wenn er im Rovernber zusammen- tritt. machtvoll vorstohen und feine Aufgabe tat- sächlich endgültig vollenden wird. Wir hoffen, dah Die Weltabrüstungskonferenz vom Völkcrbundsrat auf nächste- Jahr einberufen werden kann und dah wir in ablebbarer Zeit einen entscheidenden Schritt zur Erfüllung der Verpflichtungen, die uns alle binden, tun werden. Ich appelliere an alle hier versammelten Ratio­nen. sich zusammenzuschliehen in dem gemein­samen starken Bemühen, den großen Zweck, für den der Völkerbund geschaffen ist, zu erreichen.

Neue Kunde im Polareis.

Spuren der seit 85 Zähren verschollenen Franklin-Expedition aus der King-William-Znsel entdeckt.

London, 11. Sept (IDIB.) Der kanadische Forscher Major 8 u r w a s h entdeckte, als er Im Flugzeug von einem Flug nach dem magnetischen Pol zurückkehrte, aus der ftlng-HHHlam- Insel Im nördlichen Kanada zwei Lager der seit 85 Jahren verschollenen Expedition Str John Franklins, die aus 129 Offizieren und Mannschaften bestand und im Jahre 1845 an vord der beiden SchisseErebus" undlerror"

6ir John Franklin (nach einer zeitgenössischen Zeichnung).

England verlassen hatte, um die nordwestliche D u r d) f a-ft r t zu entdecken. Die Schisse wurden zuletzt am 26. Juli 1845 von einem Walfischsänger In der Maloille- vay gesehen und waren seither verschollen. Aus einem 1859 auf der King-William-Jnsel gefundenen Vericht ging hervor, dah die Schisse 1848 nahe der Rordwesi- küste von King-William-Land vom Else ein- geschlossen und nach dem lobe Sir John Franklins von den übrigen Mitgliedern der Erpe- dilon ver lassen worden waren. Die 105 Heber - lebcnben sind zweifellos bei dem versuch, das Fest­land zu erreichen, der Kälte, dem hunger und den Strapazen erlegen. Auch Major vurwash soll nunmehr einige Dokumente gefunden haben, die weiteren Ausschluß über das Schicksal der Expedition geben

Die Opfer des polareifes.

3m ^.-.umenhang mit den neuen Funden gewinnt die Geschichte der Erpeditionen nach dem Rordpol erhöhtes Interesse. D e W: senlchaft und ihre Organisationen unternehmen es soeben, einen grob zugigen Rückblick auf die Geschichte der verschiedenen Espedltion-reisen au-zuarbei- ten. die fraglos ein. erschütterndes Do­kument von dem Wagemut mensch­lichen Geiste - und von den Schrecknissen und Gefahren, die in der ewigen Eiswüste den Men­schen von allen ©eiten drohen, bietet. Di- jetzt sind 147 verschollene Forscher bekannt geworden, deren Geheimnis das ewige Polareis hütet. Zwölf von ihnen verschwanden erst vor zwei fahren: sechs im Ballon .Italia" deS Ge­nerals R o b i 1 c . der nach dem Sturz auf da- Eis nördlich von Rordostland abtrieb, und sechs andere im französischen Flugzeug, mit welchem Amundsen unterwegs war. um die Nobile» Expedition zu suchen. Die übrigen 129 verscholle­nen Forscher sind vor mehr als 80 Jahren in der Rähe der Bassins-Inseln östlich der nörd­lichen Küste Kanadas zusammen mit dem be­rühmten englischen Forschungsreifenden 6ir John Franklin um gekommen, von dem soeben Ma­jor Durwash auf der King Dilliaminsel zwei

Expeditionslager entdeckte. Bei all diesen Per­sonen handelt e- sich entweder um Begleiter von Sir John Franklin oder um Teilnehmer an Rettungserpeditionen die zur Ausfindung der verfchollenen Franllin-E?peditlon aufgebrochen waren, aber ebenfalls nie wie­der zurückkehrten. Franklin verfuchte im Jahre 1843 mit zwei ©chissen den Rordpol zu erreichen. Drei Jahre später wurde eine©uch- e x p e d i t i o n ausgerüstet, die ebenfalls nicht zurückkehrte. Auch 1851 wurde eine ©uch- expedition au-geschickt, deren Teilnehmer im ewi­gen Polareis verschollen blieben. Erst acht Jahre später sand eine neue Expedition auf König WilhelmSland die Auszeichnungen der Franklin-Expedition. Die Geschichte deS ewigen PolareiseS kennt außer den 147 verschollenen Forschem noch viele hundert andere unbekannte Personen, die eS versucht haben, in die ewigen EiSregionen vorzudringen und die ihren Versuch mit betn Tode büßten Ihre Zahl ist nicht bekannt, aber sie wird, wenn erst einmal daS umsangreiche Werk über die Forschungen im PolareiS vorliegt, wohl in die Tausende gehen.

Deutschland

rollt die Minderheitenfrage auf

teilt Vorstoß in Wenf.

Gens, 11. Sept. (lel.-Un.) Rclchsauhenminisler Dr. Eurkius hat beim Präsidenten der Völker­bundsversammlung den tlntrag gestellt, den Ab­schnitt des Jahresberichtes de» Völkerbundes über die Minderheitenfrage dem politischen Bus­schuh der DÖlferbunbsoerfammlung ju überweisen. Die deutsche Regierung hat damit die von allen Seiten dringend geforderte Initiative in der Minderheitenfrage ergriffen. Der deutsche Antrag war notwendig, da das Völker­bundssekretariat die Minderheitenfrage nicht auf die Tagesordnung der diesjährigen völkerbunds- oerfammlung gesetzt hatte und somit ohne den deut­schen Antrag die Minderheitensrage während des Septembers überhaupt nicht zur Sprache gekommen wäre Durch den deutschen Antrag ist nunmehr die Möglichkeit gegeben, dah in dem politischen Ausschuh der Völkerbundsoersammlung die bisher völlig ungenügende Regelung des Min­derheitenoerfahrens und vor allem die wenig glück­lichen Erfahrungen, die man mit den Madrider Minderheitenbeschlüssen de» Völkerbundsrates ge­macht hat, zur Verhandlung gelangen. Aus deutscher Seite wird man dabei besonder» daraus Hinweisen, dah die verössentlichungen de» Völker­bundssekretariat» über die bisher eingegangenen und behandelten Minderheitenbeschwerden tatsächlich völlig unzulänglich seien. Au erwarten ist ferner, dah die deutsche Abordnung im politischen Aurschuh praktische Vorschläge für eine Abände­rung de» Minderheitenoerfahrens Vorbringen wird. Reichsauhenminister Dr. Eur- t i u s hat übrigen» in den letzten lagen mit den hier weilenden Minderheitenvertretern, die an dem Rationalitätenkongreh feilgenommen haben. Fühlung genommen und sich über die konkreten wünsche und Beschwerden der Min­derheiten unterrichtet.

Oer Bahnschuh im Saargebiet.

Paris, 12. Sept. (WTB. Funkfpruch.) Der Auhenpolititer desEcho de Paris" berichtet aus Genf zur Frage des Bahnschutzes im Saargebiet, dah die französischen Truppen binnen dreier Monate zurückgezogen werden würden.

Briand habe durchgefetzt, dah die Regierungskom» rnifsion bei nicht gewährleisteter Sicher­heit nötigenfalls die in den nächsten Gar­nison en an der Grenze (oaargemünb) liegen» den franzofischenTrupp en Herdeirufen könnte, das nennt man. so schliesst da» Blatt, eine bittere Pille versähen.

Die Krankenversicherungsreform

Die ersten Autzwirlungen.

Berlin. 11. ©epi. (TU.) Amtlich. .Di- neuen Vorschriften über die Krankenversicherung beginnen sich auszuwirken. Allentbalben beschlichen die Krankenkassen die Herabset­zung der Beiträge ©o bat z. B die All­gemeine Ort-krankenkasle Stuttgart den Bels trag-satz von 7,2 auf 6 v. H für Versichert«, denen, zunächst kein Krankengeld gezahlt wird, weil sie weiterhin Lohn oder Gehalt erhalten, sogar bis auf Sv. H. herabgesetzt. Dio Allgemeine Ortskrankenkasse D r e - d e n meldet eine Minderung non 7,5 auf 6,5 n. &, die Land­krankenkassen Züllichau, SchwieduS und 'Domfi von 6 auf 5 v H, die bes. Ortskrankenkasse sür das Handelsgewerbe in Stuttgart von 5.7 auf 5 bzw. 3.75 v. H., die Kruppsche BetrtebS- krankenkasse von 5,6 auf 4.8 v. H Zur Wür­digung dieser Zahlen sei darauf verwiesen, dah jedes Prozent Beitrag-senkung für einen Arbeit­nehmer mit einem Grundlohn von 5 Mk. eine Ersparnis von 18 M k bei einem Grund- lohn von 10 Mk. sogar von 36 Mk. im Jahre bedeutet. Jeder spart also den Verdienst für zwei bi- drei Arbeitstage. Demgegenüber kommt die Belastung durch Krankenschein und Arzneikosten- anteil. selbst wenn der Versicherte zweimal im Jahre erkrankt, nicht in Betracht, denn die Kosten für zwei Krankenscheine und vier Rezeptsormu- lare, von denen jedes mehrere Verordnungen enthalten kann, betragen nur 3Mk. So bringt die Rotverordnung, ohne jede Beeinträch­tigung der Volksgesundheit und trotz Reueinfüh- rung wichtiger Leistungen, insbesondere der Fa­milienbeihilfe als Pflichtleistung, eine Er­höhung des Reallohnes. Ist da« un­sozial?-

DaS Wohnungsbauprogramm.

-luvardeitunst von Typen für ftkinniohnuiiflcn.

'Berlin, 11. Sept. (BB.) Wie verlautet, werden in den nächsten Wochen die Pläne ver- össentlicht, die auf Veranlaffung der Reichs- forschungSgefellfchast für Wirtlchafllichkeit im Dau- und Wohnungswesen von 23 namhaften Architekten au« allen Teilen de« Reiches entworfen worden sind. Diese Entwürfe, die a u f Grund der Richtlinien deS Reichs- arbeit-ministerlums auSgearbcitet wur­den, werden von besonderer Bedeutung sür die Durchführung deS billigen Woh­nungsbaues in der kommenden Zeit sein. Die Architekten wurden vor die bestimmte Ausgabe gestellt, auf Grund der individuellen Erfahrun­gen und unter Berücksichtigung der ortsüblichen und besonderen Baumaterialien in Hamburg etwa Klinker, bei Einschränkung der Grund- stücke unter Berücksichtigung der heutigen Lebens­formen der werktätigen Bevölkerung die W o h n- form der Kleinwohnung zu erforschen. Vereinfachung der Ausstattung ohne Beeinträch­tigung der Behaglichkeit und die ferneren Ent- wtcklungSmöglichkeiten auf dem Gebiet der Ge- ländeerfchliehung und Grundrihgestaltuna waren weitere wichtige- Grundsätze für die Projekte. Die Lösungen umfaffen Typen von 32 bi« 36 Quadratmeter Nutzfläche mit 2 Räumen und 2 Betten, weiter von 36 bi« 40 Quadratmeter Ruhfläche mit 3 Räumen und 2 Betten, von 40 bi« 44 Quadratmeter mit 3 Räumen und 3 Betten bis schließlich zu 50 bi« 55 Quadrat­meter mit 5 Räumen und 4 Betten Die Bau­pläne werden von entscheidender Bedeutung für die ganze Zukunft deS Wohnungsbau- werden.

Hölz-Demonstrationen.

Plauen. 11. Sept. lWTB.) AuS Aniah der Vorkommnisse in einer Wahlversammlung in Bad ®lfter. bei der bekanntlich Ma» Hölz schwer verletzt wurde, veranstaltete gestern abeich in Plauen die dortige Ortsgruppe der Kommu­nistischen Partei vor dem Rathaus eine De m o n- st r a t i o n für Max Hölz. Im Verlaufe der Demonstration wurde die Lage teilweise recht kritisch, (Sinern Polizei beamten wurde ein Zahn auSgcschlagen. Beim Vorbeimarsch am Rat- &au« nahm die Menge eine so drohende Haltung ein, dah die Polizeiposten sich veranlaht sahen, den Karabiner schuhfertig in die Hand zu nehmen. Auch in F a l k e n st e i n fatch geftem abend eine P r otestve r f a mm 1 ung der Kommu­nisten statt. Anschliehend bewegte sich ein De» monstrationSzug durch die Sirahen der ©ladt. Dor der Wohnung des Max Hölz behan­delnden Arzte« machte der 3ug Halt. Hölz wurde aus der Arztwohnung ineinAutogebr ach t, das mit ihm m dem Demonstrationszug fuhr. Dor