Einzelbild herunterladen

Wirble ins Leben!

Roman von Anna Fink.

Urheber-Rechtsschuh durch Verlag Oskar Meister, Werdau, Ö.-2L

18 Fortsetzung. Nachdruck verboten.

Es begann zu dämmern, der neue Tag brach an.

Wir fahren jetzt durch die oberitalienische Ebene, Signora", sagte der Conte.Schauen Sie um sich, vielleicht können Sie die Alpen ganz in der Ferne liegen sehen."

Barbara wandte den Kopf und sah zurück. Der Regen hatte aufgehört. Ein leichter Wind war aufgekommen und schien die letzten Wolken zu vertreiben.

Roch konnte man nicht weit sehen.

Barbara sog tief die Luft ein.Ein wunder­barer Duft ist hier", sagte sie leise,berauschend und herb zugleich."

2a", sagte der Graf nachdenklich,auch in Deutschland ist gute, frische Luft, aber nicht so wie hier."

Barbara sah still da, hatte die Hände im Schoß gefaltet und konnte sich nicht satt sehen an dem wunderbaren Bild.

Der Himmel war ganz klar geworden, bis auf ein paar schneeweiße, langgefiederte Windwölkchen von hauchfeiner Zartheit.

Die Sonne ging allmählich auf und warf gol­dene Strahlen über die weite Ebene, die sich fast endlos dehnte. Grüne Birken mit weißen Stäm­men säumten die Wege.

Rur riesige Weinberge unterbrachen die Ein­förmigkeit.

Barbara schaute zurück. Sie sah die mächtige Kette der Alpen, die sich in einem großen Dogen hinzog.

Llnwahrscheinlich leuchtend lagen die Berge da, klar zu sehen und doch märchenhaft fern und entrückt.

Barbara war so ergriffen, daß ihre Augen sich mit Tränen füllten. Sie vergaß in diesem Augenblick ihr ganzes Leid, ihre Flucht, alles, alles.

Conte Malfieri bemerkte den tiefen Eindruck, den die Schönheit ringsum auf sie machte.

Er störte sie nicht und lieh den Wagen lang­samer laufen, um ihn endlich mit einem sanften Ruck anzuhalten.

Barbara fuhr aus ihrer Versunkenheit auf.

Ich vergaß ganz, wo ich war", sagte sie, tief aufseufzend.

Der Conte nickte.

Oh, la bella Italia", sagte er zärtlich, als spräche er den Ramen einer Geliebten aus.

Sie konnte das jetzt begreifen.

Rach einer kleinen Pause rief der Graf leb­haft:Signora, lassen Sie und etwas genießenI Ich bin hungrig wie ein Wolf. Lind Sie werden, glaub ist, auch lange nichts zu sich genommen haben."

Barbara nickte, denn sie verspürte tatsächlich großen Hunger.

Wir fahren bis zur nächsten Ortschaft", sagte der Graf vergnügt,und dort werden wir gut

Er ließ den Motor anspringen, und die Fahrt ging weiter.

Es dauerte auch nicht lange, so tauchten Häuser in der Ferne auf, und endlich fuhren sie auf holperiger Straße in eines der wunderbaren oberitalienischen Städtchen ein und hielten dann auf dem Marktplatz vor einem Hause, auf dem in großen Buchstaben standRistorante".

Kommen Sie", sagte der Graf,hier wollen wir speisen."

Er führte Barbara in die Gaststube.

Jetzt erst merkte sie, wie müde und zerschlagen sie war. Sie konnte kaum noch einen Schritt

machen.

Der Conte merkte ihr mühsames Gehen und stützte sie vorsichtig. Schwer ließ sich Barbara auf einen Stuhl fallen.

Die Aufregung und der Wille, fortzukommen, hatten sie aufrecht gehalten. Jetzt war's, als ob ihre Kräfte sie plötzlich im Stich ließen.

Es wurde ihr schwarz vor den Augen, und in weiter Ferne hörte sie den Grafen nach einem Glas Wein rufen, dann wußte sie nichts mehr von sich.

Geht es wieder ein wenig besser, Signora Barbara?" fragte der Conte und beugte sich über sie.

Sie öffnete schwer die Augen und sah, wie er ein Glas Wein in der Hand hielt.

Trinken Sie unseren Wein", sagte der Graf aufmunternd,er gibt neue Kraft."

Eine freundliche Frau es war die Wirtin half ihr, sich etwas aufrichten, und Barbara trank von dem wunderbaren schweren Wein, der wie flüssiges Gold im Glase glänzte.

Sie holte tief Atem und trank begierig.

Es schien wirllich, als habe der Graf recht. Ihr war, als kämen mit jeder Minute die Kräfte mehr zurück.

Sie sah, daß sie in einem Zimmer in einem breiten Bette lag.

Wo bin ich nur?" fragte sie ihren Begleiter erstaunt.

Die Wirtin überschüttete sie mit einem Schwall von italienischen Worten und streichelte mitleidig an ihr herum.

Barbara verstand keine Silbe.

Der Conte machte den Dolmetscher.

Als Sie vorhin ohnmächtig wurden, Signora,

bot die Wirtin sofort an, Sie auf ihr Bett zu legen, damit Sie ausruhen könnten."

Wie gut Sie sind", sagte Barbara gerührt und drückte der Frau die Hand. Die ^bhafte Italienerin sprudelte wieder allerhand heraus.

Sie sagt, es täte ihr leid, daß es der Signora so schlecht gegangen sei, und sie freue sich von Herzen, daß sie wieder aufgewacht wäre. Sie fei eine so gute und schöne blonde Signora", erllärte der Graf auf Barbaras fragenden Blick.

Barbara errötete leicht und lächelte die Frau dann an.

Wenn Sie noch etwas ruhen wollen, so kocht uns die Padrona ein Mittagessen", sagte der Conte liebenswürdig.

Ich mache Ihnen so viel Llngelegenheiten", sagte Barbara und wunderte sich selbst über das, war sie sagte: denn ob sie jemanden Lln- gelegenheiten mache, danach hatte Barbara in den letzten Jahren wenig gefragt.

Aber (SignoraI" sagte Malfieri so vorwurfs­voll, daß sie beinahe lächeln mutzte.Ich bin glücklich, wenn ich etwas für Sie tun kann."

Er ließ sie für ein paar Minuten allein, und Barbara hatte Zeit, das Zimmer etwas zu be­trachten. Es war so ganz anders eingerichtet als die Räume in Deutschland. In der Mitte des Zimmers stand das schneeweiße Doppelbett, auf dem Barbara lag.

Der Raum war groß und hoch. Der Boden war mit viereckigen Kacheln belegt. In einer Ecke stand ein Waschtisch, an der anderen Wand ein doppeltüriger Kleiderschrank, zwei Stühle und ein Reiner Tisch bildeten die ganze Zimmer­ausstattung. Es war noch sehr viel Platz in dem Raum, doch wirkte er trotzdem nicht ungemütlich.

Barbara fühlte sich so erholt, daß sie sich langsam erhob und vor dem Spiegel ihre Haare kämmte. Sie schickte sich gerade an, h^rauszu- gehen, als der Graf hereinkam.

Ich bin glücklich, Sie wieder so frisch zu sehen, Signora", sagte er herzlich.Darf ich Sie zum Essen holen?" Er bot ihr den Arm.

Sie nahm ihn und ließ sich in das Gastzimmer führen.

Dort, war ein kleiner Tisch sauber gedeckt. In der Mitte stand eine Vase mit zwei duftenden! roten Rosen. ,

Der Graf füllte die Gläser, die auf dem Tisch standen.

Wir wollen auf Ihr Wohl trinken, Signora", sagte er.Salutei" Lind er trank fein Glas in einem Zuge leer.

Die Wirtin kam und brachte eine Schüssel.

Darf ich Ihnen unser Rationalgericht an­bieten, Signora", sagt eihr ritterlicher Begleiter, Spaghetti mit Tomatensoße und Olivenöl."

Oh, bei uns sagt man Makkaroni", rief Bar­bara.

Versuchen Sie, wie sie schmecken müssen. 3n Deutschland kennt man sie nicht so", war di« Antwort.

Barbara ah mit Hingabe. Sie fand, daß ihrl ein Essen noch nie so vortrefflich geschmeckt hatte.

Ein sehr feines Weißbrot erhöhte noch den Genuß.

Danach kam noch ein gebratenes Huhn, eilt Gemüsegericht, Obst, Butter und Käse.

Barbara war über sich selbst erstaunt, wie gut ihr alles schmeckte.

Der Graf sah befriedigt zu ihr hinüber.Wol­len wir noch einen Caffe espvesso nehmen, Si­gnora?" fragte er.

Was ist das?" war Barbaras Gegenfrage.

Ein sehr starker Kaffee", er Härte er,der in besonderen Kaffeemaschinen hergestellt wird."

Sie tranken noch den Kaffee und er tat feine Wirkung. Barbara fühlte sich wieder ganz frisch und wohl.

Riemand war glücklicher als der junge Coitte, seinen Schützling wiederhergestellt zu sehen. '

Er erzählte so heitere kleine Geschichten aus! dem Leben seiner Landsleute, daß Barbara sogar einmal hellauf lachen mußte. ,

Besonders drollig war es,'" als die Wirtin versuchte, sich durch Gebärden verständlich zu machen, da sie zu gern mit Barbara ge­plaudert hätte. |

Ein paar junge Burschen waren hereingekom- men und saßen an einem anderen Tisch. Sie hatten offenbar ebenfalls großes Interesse an der Fremdens denn sie staunten sie mit naiver» Bewunderung an.

Der Graf war plötzlich aufgesprungen. Erk sagte etwas auf italienisch zu den jungen Män­nern. Einer von ihnen lief aus dem Zimmer, um gleich darauf mit einer Weinflasche wieder­zukommen. Er stellte sie an dem einen Ende des Tisches auf.

Barbara hatte mit erstaunten Augen zugesehen. Der Graf ging nun in die äußerste Gke de« Gaststube.

Auf einmal krachte ein Schuh.

Sie fuhr erschreckt zusammen. Der Conte hattq kunstgerecht den Korken von der Flasche abge- schosfen.

Bravo, bravo!" riefen alle bewundernd unä klatschten in die Hände.

Er lächelte zufrieden.

Barbara sagte gar nichts. Sie hatte nicht ein« mal bemerkt, daß der Schuh ihr zu Ehren ge< fallen war.

Wenn Sie sich wohl genug befinden, wollen wir weiterfahren, (Signora, sagte der Cont- höflich.

(Fortsetzung folgt.) '

wird immer größer wenn Sie ein schlechtsitzendes und lästiges Bruchband tragen. Durch solche Bänder verschlimmert sich das Leiden und kann zur Todesursache WCf p u ?ntStfbt Brucheinklemmung, die operiert werden muß und den Tod zur Folge haben kann.) Fragen Sie Ihren Arzt Hat dieser eine Bandage ver- ,eS. on lbrcm ,nteressc Keßen, sich meine äußerst bequeme, unverwüstliche Spezial-Bandage anfertigen zu lassen. Durch Tag- und Nacht- tragen meiner Bandagen haben sich nachweislich Bruchleidende selbst geheilt Werkmstr. A. B. schreibt u. a.: .Mein schwerer Leistenbruch ist geheilt. Ich bZ* p c. u®m 661 Lebensjahre ein ganzer und glücklicher Mensch I Land- ve bt uaV * 0,1 ^he mich genötigt, Ihnen nach 2 Jahren meinen innigen Dank auszusprechen . . . wurde ich ganz befreit von meinem Leiden.

Bandagen von RM. 15.- an. Für Bruch- und Vorfall-Leidende kostenlos zu Cn.<;to a ®ie?en August, von 2-6 Uhr. im BahnhofshotelUnz";

Nidda, 15 August, von 811 Uhr, m Hotel zur Traube, Friedberg/Oberh . 46. August, von 8-12 Uhr. im Hotel Deutsches Haus; Marburg, 18. August, ron 81 Uhr, im Hotel Waldecker Hof. 991V

Außerdem I 8 ! Ü II I H ll ö II ^inA garantiert laUIIIIIIIIIIUII unübertroff. Ausführung

K. Ruffing, Spezial bandagist, Köln, Bldiard ffaQnor Str. 16.

Familien-Drucksachen Verlobungsanzeigen bei Brühl, Schulstraße Geburtsanzeigen

MAGGI5 Würze

hilft in der Küche sparen.

Schon wenige Tropfen geben schwachen Suppen, Soßen, Gemüsen und Salaten Kräftigen Wohlgeschmack Vorteilhaftester Bezug in großer Originalflasche zu R.M. 650.

Bokncn

MM

MafSdyrnarsdi x A m die \ ra

Eins, zwei, drei, im Handumdrehen haben Sie einen Korb Bohnen ohne Anstrengung geschnitten. So eine Bohnen­schneidemaschine gehört einfach in jeden Haushalt.

Warum wollen Sie sich auch immer die Mühe machen, die Bohnen mit dem Küchenmesser zu schneiden und sich dabei die Hände verderben? Denken Sie auch an die kost­bare Zeit, die dabei verlorengeht?

Sehen Sie sich meine Bohnenschneidemaschine neuester Konstruktion an, lassen Sie sie sich im Gebrauch vorführen und ihre besonderen Vorteile erklären. Sie werden über die Leistung erstaunt sein. Meine Bohnenschneidemaschine Ist trotzdem nicht teurer wie weniger gute und ist mit ihrer Emaillelackierung ein Schmuckstuck für Ihre Küche.

J. B. HAUSER, GIESSEN

AM O S WAL DSC AR TEN

3 M-io Wh

Spindeldurchmesser 50 mm Leistung bis 50 mm Durchmesser für Transmissionsantrieb einschl.

GvnteZW

sowie sämtliche landwirtschastl. Bedarfsartikel

EdHarBomnann. Hans-o.WenSeräle

Vorgelege billig zu verkaufen.

Gleichzeitig empfehlen wir unsere moderne Starkvernicklungsanlage zur Ausführung aller einschl. Arbeiten. H. Schaffstaedt, G. m. b. H., Gießen. 5567D

Achtung! Achtung!

Grobe Sendung

Errrnrachstwsen

100 Stück von 1,30 Mk. an. Senk- und Pfeffergurken, Eiumack- zwiebeln u. Preikelbeereu eingetragen. Verkauf Mittwoch früh von 8 Uhr an im Hose SelterSweg 52. 04989

Innere Körperreinigung

durch Zuführung elektro-galvanischer Schwach­ströme und deren Bedeutung zur wirksamen Bekämpfung unzähliger Krankheiten wie:

Gicht Rheumatismus Ischias Nervenschwäche Schlaflosigkeit

Beschwerden der Wechseljahre u. andere

Im Saale des Cafe Leib, Walltorstraße

Donnerstag, den 14. August, abends Uhr

Wertvolle Anregungen zur Wiedergesundung und Gesunderhaltung werden Ihnen durch den Be­such dieses hochinteressanten Vortrags gegeben

Nur für Erwachsenei Eintritt freil

Wohlmuth-Institut, Leipzig C 1, Thomasiusstr. 281, Tel. 26616

__________________________________________________ 5563d]

Fühle mich sehr wohl und kann gut schlafen!

y .__

\ iv ' ;

Frau HUde P.....In Berlin schreibt am 23. Fe­

bruar 1930 wie folgt:

Ich litt im Jahre 1925 stark an Gelenkrheuma­tismus und kam dann auf den Gedanken, Neo- Kruschen-SaJz zu versuchen, wodurch ich bald Linde­rung fand. Nun bin ich so daran gewöhnt, daß ich es nicht mehr missen möchte. Dann litt ich auch an Schlaflosigkeit, Sodbrennen und hartem Stuhlgang. Seitdem ich Neo-Kruschen-Salz nehme, fühle ich mich sehr wohl, kann gut schlafen und werde es Überall weiter empfehlen. Fast alle meine Ver­wandten nehmen Neo-Kruschen-Salz.....

gez. Unterschrift.

Frau Ch. S.. A . . . .

5. Februar 1930 wie folgt:

In Halle/8. schreibt am

Seit einem Jahre nehme Ich mit gutem Erfolg Neo-Kruschen-Salz. Seit längeren Jahren litt ich an körperlichen Beschwerden, heftigen Kopfschmerzen, Augenschmerzen und nervösen Erscheinungen. Man muß sich an Neo-Kruschen-Salz erst etwas gewöhnen, aber bald wird es einem unentbehrlich, da man sich befreit fühlt von den Beschwerden und dadurch froh und unternehmungslustig wird. Auch habe ich lang­sam abgenommen, was ich sehr begrüßt habe. Im November habe Ich ausgesetzt, bin aber Im Januar bereits wieder Abnehmerin von Neo-Kruschen-Salz. Bei meinen Bekannten und Freunden habe ich Neo- Kruschen-Salz überall bestens empfohlen ....

gez. Unterschrift.

(Beide Originalschreiben liegen vor und können ein» gesehen werden.)

In gleicher Welse urteilen Millionen Menschen rund um den Erdball und alle Kruschen-Freunde stimmen in dem einen Punkte völlig überein: Neo-Kruschen-Salz tut dem menschlichen Körper gut. entschlackt den Ver­dauungs-Apparat und macht die Därme frei zu regulärer normaler Arbeit. Hierin liegt die Vorbedingung zum guten Funktionieren der Organe. Deshalb beginnen auch Sie noch heute mit

Kruschen

Sie werden bald zu der gleichen Ansicht und Ueber- zeugung gelangen, die in den oben wiedergegebenen Anerkennungsschreiben zum Ausdruck gebracht ist. Ein Originalglas Neo-Kruschen-Salz kostet in Apotheken und Drogerien Mark 3. und reicht für 100 Tage. Aber hüten Sie sich vor angepriesenen, oft minderwertigen Nachahmungen. Achten Sie auf den Namen .Jieo- Kruscben-Salz in der gelb/scbwarzen Einheitspackung, die in allen Ländern der Erde bekannt und eingeführt ist. Millionen nehmen täglich Kruschen, weshalb nicht auch Sie?