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mern gesetzten Zahlen sind das Ergebnis des Vor­jahres.

Kreis Friedberg.

" Wülfersheim, 10. Dez. In der letzten Nacht wurde hier in ein F r i s e u r g e s ch ä f t einge- b r o ch e n. Dem Täter fielen eine Anzahl Toilette- gegenstände der verschiedensten Art im Werte von 150 bis 170 Mark in die Hände. Bei der polizei­lichen Nachforschungen wurden gute Finger- und Fußspuren oorgefunden.

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'aren, als auch insbesondere ihre Güte, Solidität und Vreiswürdigkeit betrifft, ilnö sie wissen auch, daß sie den Einwohnern der umliegenden Gemeinden in alljährigen Geschäfts-

beziehungen ihre Leistungsfähigkeit nachgewiesen haben, daß diese zu iynen Vertrauen haben. Und wenn nun am Montag der allbekannte Licher Weihnachtsrnarlt seine alte Anziehungs­kraft wieder beweist und die Besucher des Mark­tes durch die Stadt wandeln, werden sie an den Auslagen der Geschäfte sehen, daß man auch in Lich auf der Höhe ist und daß alle Weihnachts­wünsche hier befriedigt werden können.

Oberheffen.

8 Alten-Buseck, 10. Dez. Den Arbeitern und Arbeiterinnen der hiesigen Filiale der Zigar- renfabrik Carl Cm melius, Gießen, ist in­folge der Zoll- und Steucrcichvhung für Tabakcrzeug- nisse gekündigt worden. Der Betrieb wird ab 20 Dezember st i l l g c l e g t werden. Dies bedeutet einen schweren wirtschaftlichen Schlag für unsere Ge­meinde, zuinal außerdem noch eine große Anzahl hiesiger Arbeiter ihren Verdienst seither in Zigarren- fabriken von Gießen, Wieseck und Rödgen fanden.

Beuern, 10. D.z. Hier veranstaltete der Landcsverein für Innere Mission in der Kirche einen FilmvortragWunder der Schöpfung". Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Gemeindegesang und eine Ansprache des Ortsgeistlichen gaben der Feier den wür­digen Rahmen. Der Ertrag einer Kollekte, der dem neu zu errichtenden Krüppelheim von Rieder- Ramstadt und der Inneren Mission zusließen soll, brachte den Betrag von 86 Mark. Der ,

Den rkten einer Stadt kommt heute nicht inehr die große Bedeutung zu, wie in früheren Iahrhunderten. Der moderne Verkehr, Eisenbahnen und Automobile, haben heute die räumlichen Entfernungen überwunden und die Städte einander nähergerückt. Für billiges Geld ist es möglich, in ein paar Stunden eine Reise zu unternehmen, die früher mit großen Beschwer­den oft Tage in Anspruch nahm. Damit ist auch die überragende wirtschaftliche Bedeutung, die früher eine Stadt für ihre ganze Umgebung hatte und die sie zu besonderen Zeiten zum Verkehrszentrum für diese machte, entschwunden. Der frühere Zwang, feine Einkäufe in der nächst­gelegenen Stadt zu machen, hat einer größeren Beweglichkeit der Bevölkerung Platz gemacht. Damit ist die Möglichkeit für die Geschäfte einer Stadt gegeben, in das Wirtschaftsgebiet einer anderen Stadt überzugreifen. Die Konkurrenz, die früher nur am Platze zwischen den einzelnen Geschäften bestand, hat mit verschärfter Heftig­keit zwischen den einzelnen Städten eingesetzt. Mit großaufgezogener Werbung suchen die Geschäfte der einzelnen Städte sich zu überbieten, älnd hier beginnt darum auch die Aufgabe der Stadt­verwaltung selbst, ihre Gewerbetreibenden in dem Bestreben, die Käufer von auswärts an sich zu ziehen und damit ihren älmsatz und ihre Steuerkraft zu erhöhen, zu unterstützen, die so­genannte Verkehrswerbung. Auf diesem Gebiete begegnen sich Kommunen, Verkehrs­vereine und Wirtschaftsvertretungen und ar­beiten Hand in Hand.

Ratürlich ist es hier wie überall. Ie größer eine Gemeinde ist, desto mehr Steuerkraft steht hinter ihr und desto mehr Geldmittel kann sic auch für diese Zwecke ausgeben, ilnö es ist nicht zu verkennen: der heutigen Welt muß imponiert werden. Ie größer eine Werbung aufgezogen ist, desto mehr fällt sie ins Auge und desto mehr wirkt sie. Die prächtigen Auslagen der großen Geschäftshäuser, der strahlende Lichterglanz ihrer Schaufenster finden bei der breiten Menge meist mehr Beachtung, als die einfacheren, aber doch ebenfalls gediegenen Ausstellungen kleiner Laden- geschäfte. Der aufmerksame und überlegende Beobachter müßte sich sagen, daß die Laden­geschäfte in der Kleinstadt aus denselben Fabriken und Großhandelsgeschäften ihre Waren beziehen, wie diese großen Kaufhäuser auch, und daß schon allein die Konkurrenz derselben sie zwingt, in der Güte auf. der Höhe zu bleiben. Ia, es wirft sich sogar die Frage auf, ob das Laden­geschäft in der Kleinstadt nicht noch billiger verkaufen kann, als das Kaufhaus der großen Stadt. Denn der Glanz und die Pracht, die großen Spesen der Aufmachung müssen doch auch bezahlt werden, auch der große Waren­hausbesitzer kann sie nicht aus eigner Tasche zusetzen, sie müssen immer erst wieder aufge­bracht werden, ilnö eins hat der Ladeninhaber der Kleinstadt meistenteils bestimmt vor dem großen KaufhauSbesitzer voraus: die persön­lich e D e r b i n b u n g m i t ö c m Ä ä u f c r. In oft jahrzehntelangen geschäftlichen Beziehungen hat man sich kennengelernt. Man weiß, was man voneinander zu halten hat. Der Geschäfts- inhober hat mehr Verständnis für den einzelnen Käufer, er kann ihn meljt beraten und ihm das Brauchbarste für diese oder jene Zwecke an- bictcn. ilnö wenn dann zu Hause sich der Käufer den Einlauf besieht, ist er oft doch weit besser bedient, als wenn er, auf sich allein gestellt, etwas mitgenommen hat, was mitunter gar nicht für ihn paßt.

.ilnb so sehen auch die Licher Geschäfte dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft in »Ruhe entgegen. Sie wissen, daß sie alles aufge­boten haben, um In der Konkurrenz mit den Rach- Barstädten bestehen zu können, sowohl was die

älteste Mann der Gemeinde, Herr Kaspar Walther, feierte in geistiger und körperlicher Frische seinen 87. Geburtstag.

= Beltershain, 10. Dez. Ein hiesiger Einwohner machte seinem Leben durch Erschie - ßen ein Ende. D.r Mann war seit Iahren sehr schwer nervenleidend. Eine Rentensache, die längere Zeit lief, wurde letzthin abgelehnt. Vermutlich hat der Bedauernswerte aus Ver­zweiflung darüber den verhängnisvollen Schritt getan. Die Gemeinde hatte übrigen« für ihn eine Beihilfe bewilligt.

l_I Großen-Lin den, 10. Dez. In der jüng­sten G e m e i n d e r a t s s i tz u n g wurde die vom Fürsorgeausschuß unter Beacktung der staatlichen Richtlinien vorbereitete Zuteilung von Winter- beihilfen für Arbeitslose, Ausgesteuerte usw. einstimmig genehmigt. Rach Mitteilung des Bür­germeisters sollen etwa 80 Personen mit Bei­hilfen bedacht werden. Die Hundesteuer für die Gemeinde wird für 1931 in dec bisherigen Höhe erhoben. Als Vertreter für die De- zirkssparkasse Gießen wurde der Beigeord­nete Karl Weigandt gewählt. Die Repa- raturen an der Wasserleitung für 1931 wurden dem Installateur Heinrich Weigandt III. durch Auslosung übertragen. Die Viehzählung in hiesigepi Ort ergab folgende Bestände: Pferde 68 (65), Rindvieh 556 (520), Schafe 127 (99), Schweine 985 (791), Ziegen 326 (319), Fed-rvieh 5490 (5254), Bienenstöcke 24 (13). Die in Klam-

Als Abschluß der diesjährigen Vereinstätig­keit veranstaltete die I. Reichst ur zschrift- gesellschaftGabelsberger" undDa- menabteilung e. 2. Gießen ein Welt- schreiben, dem auch ein Schön- und Richtigschrei­ben angegliedert war. Geschrieben wurde nur nach der Einheitskurzschrisl, und zwar in den Abtei­lungen 60 bis 240 Silben. Insgesamt wurden 71 Arbeiten abgeliefert. Das Wettschreib­ergebnis ist folgendes:

Schnellschrelben.

2 4 0 Silben: 1. und Ehrenpreise: Kurt Moosdorf und Georg Wahl.

180 (Silben: 1. und Ehrenpreise: FritzDörf- ner und Dvra Heß: 1. Preis: Friedrich von Lemmers.

140 Silben: 1. und Ehrenpreise: Aenne Thein und Oskar Winzer: 1. Preise: Auaust Schott und Otto Wahl.

120 Silben. 1. und Ehrenpreise: KätheDe- muth, Erna Reininger, Herta Kreye, Emmy Over­beck: 1. Preise: Adam Carl, Karl Brückel, 2. Preise: Otto Rühl, Heinrich Schmieder.

1 0 0 Silben: 1. und Ehrenpreise: Fritz He­derich, Minni Schmitz, Luise Reinhardt, Else Leinweber, Lilly Dikomcit: 1. Preise: Aenne 5cnöt, Karl Bree, Gertrud Schäfer, Marianne Schreiner: 2. Preise: Käthe Iudt, Heinrich Dörr: 3. Preis: Franz Trauth.

8 0 Silben: 1. und Ehrenpreise: Else Link° mann, Irma Volk, Wilhelm Hofmann: 1. Preise: Konrad Sänger, Karl Marth: 2. Preis: Friedel Fischer.

60 Silben: 1. und Ehrenpreise: Adolf Schmitz, Else Trebing, Irmgard Schnabel: erste Preise: Annemi Steinberger, Margarete Kar­cher, Gustcl Prang: 2. Preis: Erika Lich.

Schön- und Richligschreiben.

Derkehrsfchrist: 1. und Ehrenpreis: Friedrich von Lemmers (außer Konkurrenz), 1. und Ehrenpreise: Heinrich Graf, Konrad Sän­ger, Otto Wahl, Annemi Steinberger, Luise Rein­hardt: 1. Preise: Margarete Karcher, Theodore Heinz, Erna Reininger: 2. Preise: Gertrud Schä­fer, Adam Earl, Irmgard Schnabel: 3. Preise: Karl Marth, Else Trebing, Else Leinweber.

Redeschrift: 1. und Ehrenpreis: Fried-

Kirche und Schule.

Dekanatskonferenz in Gießen.

Die letzte Dekanatskonferenz der ev. GeistlichendesDekanatsGießen dieses Iahres tagte am Dienstag im Markussaal zu Dießen unter dem Vorsitz des Dekanstellvertret-rs Pfarrer Sattler, Wieseck. Er gedachte des ver­storbenen Pfarrers Hartmann, Alten-Buseck, dessen Andenken in der üblichm Weise geehrt wurde. Unter den amtlichen Mitteilungen befand sich auch ein Hinweis auf den in Gießen am 14. -oanuar 1931 stattfindenden Kurfud-fur neben» amtliche Bücherei lei ter. Pfarrer Lenz, Gießen, berichtete über die von ihm geleitete Dekanats­bibliothek, Pfarrer Büchner, Treis, über den Feiierveriicherungsverband der evangelischen Geistlichen in Hessen. Pfarrer Lic. Waas, Gie- nen, hielt einen Vortrag über:Proletarischer Glaube und die Kirche. Eine lebhafte Aussprache schloß sich» an.

Der Kurzschriftverein von 18 61 mit Damenabteilung hielt anläßlich des 30fähri- gen Bestehens der 'Samenabteilung ein Iubi- läumswettschreiben in der Goetheschule ab. Die Beteiligung war gut, denn nicht weniger als 103 Arbeiten wurden abgeliefert, und zwar 71 beim Schnellschreiben und 32 beim Schön- und Rich- tigschrciben. Tie Preisträger waren:

Schnellschreiben.

2 0 0 Silben: Ehrenpreis Wilhelm Rieß. 160 S.: 1. und Ehrenpreise: Olga Pfeiffer,

Helmut Zschunke, Fritz Reh. 140 S.: 1. und Ehrenpreise: Heinrich Mosbach, Luise Schade, Friedrich Gorges, Anni Lanio, Lina Kie­fer, Ellh Rieß, Helmut Eckhardt, Elfe Dikomeit, August Decker. 120 S.: 1. und Ehrenpreise: August Schwalb, Richard Strauch, Ewald Wag­ner, Irma Levi. 2. Preis: Ludwig Schön. 1Ö0 Silben. 1. und Ehrenpreise: Wilhelm Honig, Heinrich Volk, Ernst Häuser, Ernst Eckhardt, Ro­bert Rieß. 2. Preise: Emmi Größer, Irmgard Sonneborn, Wilhelm Paulus, Helene Hofmeister, Martha Seiferth. 3. Preise: Karl Hof, Lotte Kopp, Ludwig Herbert, Hans Schmidt. 80 S.: 1. und Ehrenpreise: Otto Wack, Geno Weihl, Elisabeth Wall, Karl Peter, gerb. Doluminslli, Friedrich Hofmann, Hans Werner, Heinrich Winther, Manfred Seligmann. 1. Preise: Wal­ther Hällmayer, Emil Iost, Else Schüßler, Irma Selig: Alfred Grün: 2. Preise: Heinrich Schlamp, Ottilie Lamm, Berthi Gabriel, Philipp Schlamp, Hans Westrupp: 3. Preis: Ria Kahl. 60 S.: 1. und Ehrenpreise: Maria Derzbach, Irma Pe­ter, Franz Koch, Emmi Reich, Karl Müller, Anm Schmittdiel, Paula Reuser: 2. Preis: Luise Decker.

Preis-Schön- und Richtigschreiben.

Verkehrsschrift: 1. und Ehrenpreise: Emil Iost, Rich. Strauch, Franz Koch. 1. Preis: ®. Häuser. 3. Preise: Hch. Volk, Friedr. Gorges, Wilh. Honig, Lotte Kopp, O. Wack, E. Eckhardt. Redeschrift: 1. und Ehrenpreis: Richard Strauch. 2. Preise: Emst Häuser, Friedrich Gor­ges, Emil Iost. 3. Preise: Hans Schmidt, Wil­helm Paulus, Heinrich Mosbach.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt, die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Großes Rehschlachten im Gießener Stadlwald.

Die Ausführungen des Einsenders in Rr. 284 de« Gießener Anzeigers vom 4. Dezember kann und muß jeder wahre Weidmann nur unter­streichen. Schade ist nur, daß, falls die Angaben einwandfrei feftliegen, die Iagdpächter nicht na­mentlich benannt und damit an den Pranger gestellt wurden.

Selbstverständlich leisten die nicht genügend durchgearbeiteten Iagdpachtverträge und in zwei­ter Linie auch die Hess. Iagdordnung derarti­gem Abschlachten von Rehwild direkt einen Vor­schub. Disher hat es leider der hessische Staat noch nicht für nötig gehalten, sich die berechtigten preußischen Iagdverordnungen zu eigen zu machen, die in jeder Weise solchen Aasjägereien einen gewissen Riegel vorschieben.

Schalenwild, und zwar Rot-, Dam- und Reh­wild, darf nur mit der Kugel geschossen werden.

Geht die Rehbockjagd zu, dann geht die Iagd auf weibliches Rehwild auf, d. h. es kann nicht jedes ankommende Stück Rehwild einfach mit Schrot bespritzt werden, sondern der Säger muh, wie man es von jedem weidgerechten Säger auch ohne Gesetz verlangt, das Stück erst genau ansprechen, ehe er den Schuß abgibt. Ein mit der Kugel beschossenes Stück Wild gibt ge­nügend Schweiß, um eine Rachsuche vorzunehmen, während dies beim Schrotschuß nicht der Fall ist. Man hört häufig nach Schluß des Triebes auf die Frage:Was haben Sie geschossen?" die Antwort:Sch habe vorbeigeschossen." Meistens hat aber das Stück doch etwas abbekommen und verendet dann nach tage- oder wochenlangen Qualen jämmerlich.

Warum hat es der Hess. Sagdklub noch nicht über sich gebracht, die Destrebungen des Reichs­jagdbundes durch seinen Beitritt zum Wohle der deutschen Sagd zu unterstützen?

_ Warum hat es der Hess. Sagdklub mit den übrigen Iagdklubs und Hegevereinen in Hessen weiterhin noch nicht fertiggebracht, andere für die Sagb und das Wild bessere Iagdgesehe für Hessen zu erreichen? H. Hensell.

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