Ausgabe 
11.10.1930
 
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Klus der provinnalbauptsiavi

Giehen, den 11. Oktober 1930.

Erntedankfest.

Das Erntedankfest ist ursprünglich ein rein bäuerliches Fest gewesen. So schildert es der große schweizerische Volksschriststeller Jeremias G o t t h e l f mit kraftvollen Zügen in feinem Uli der Pächter". Die Arbeit des Landmanns, das Hasten beim Einbringen der Ernte, das Grntesest selber werden hier höchst anschaulich vorgeführt. Erntefestgedanken treten an ver- fchiedenen Typen zu Lage. Boran steht der Ge­danke, daß Gott auch der Herr der Ernte ist und daß Wachstum und Gedeihen auf der Flur von ihm abhängen. Der alte, geizige, mißtrauische und geistig engbegrenzte Joggeltbedachte nicht, daß säen und wässern der Mensch kann, aber nicht das Gedechen geben. Ob dicht oder dünn das Korn auf dem Acker steht, ob aufrecht oder ob es aus dem Boden liegt, das ist Gottes Sache. Wer es zu treffen wüßte allezeit, wüßte, ob viel oder wenig säen gut sei, ein kalter Winter käme oder ein milder, der wäre eben ein Hexen­meister, aber solche gibt nicht, es ist ein einziger, der dieses weih, eben der, der kalte oder milde Winter macht, und der ist Gott." An Uli dem Pächter erscheint der rastlos fleißige Landmann, den wir in Hessen ebenso gut finden, wie dort im Kanton Bern, der Mann, der pflügt und säet und dem Boden mit zäher Mühe seinen Ertrag abringt. Dreneli, Ulis Gattin, eine der schönsten Frauengestalten der deutschen Literatur, ist die gutherzige Frau, die fremde Hot mit- empfindet und den Armen mit vollen Händen von ihrem Erntesegen spendet.

Diese Gedanken bewegen uns auch an dem diesjährigen Erntefeste. Wieder haben die deut­schen Fluren ihren Segen gespendet. Das deutsche Land hat besonders in der Zeit unmittelbar vor der Ernte seinen eigentümlichen Reiz. Unseren Zeitgenossen erscheint eine Alpen- und Schwarz­waldlandschaft als der Inbegriff der Äatur- schönheit, sie bewundern die steil zum Strome abfallenden Schieferberge im Rheintal, den Harz mit seinen Radelwaldungen, die deutsche Ebene aber mit ihren Aeckern ist ihnen langweilig und unschön. Unsere Borfahren sahen die Landschaft anders. Das Alpengebiet kam ihnen unheimlich vor, dort war alles unwegsam, rauh und neblig, dort wohnte derDrachen alte Brut", aber im Reformationszeitalter und auch noch später nannte man das ebene Land, etwa bei Karls­ruhe oder in Sachsen, eine schönelustige" Gegend. Luther wendet oft den Ausdrucklustig" an, wenn er eine schone Landschaft schildern will. Wir tvollen von Gebirgslandschaften wahrlich nicht gering denken, aber wir wollen auch lernen, die Schönheit der deutschen Ebene zu sehen. Die weiten Fluren der Wetterau und das Flach­land der norddeutschen Tiefebene mit Kartoffel- und Kornfeldern weisen auch eine eigentümliche Schönheit auf, es ist der Reiz der Fruchtbarkeit, der hier zur Geltung kommt. Dieser Reiz war auch in diesem Jahre wahrzunehmen, ein Erfolg der Arbeit des Landmanns, eine Auswirkung vor allem des göttlichen Willens.

Lieber die Arbeit des Landmanns sehen wir hinaus auf alle Arbeit, die in unserem Lande mit redlicher Mühe getan wird. Hier bietet sich uns heute ein trostloses Bild. Schwer liegt unser wirtschaftliches Leben darnieder, unsere Erwerbslosen zählen nach Millionen, Hart lastet aus ihnen der Fluch der Untätigkeit und der Druck der Rot. Einst war Deutschland ein Land reger Arbeit, überall rauchten die Schlote, pochten die Hämmer, surrten die Treibriemen der Ma­schinen, aber wie überhaupt ein Stern nach dem anderen am deutschen Himmel auslöschte, so ging es auch mit unserem Wirtschaftsleben. Es liegt heute vor uns wie ein vom Hagelschlag ver­nichtetes Kornfeld, es erinnert an Obstbäume, deren Blüte ein Opfer des Maifrostes geworden ist. Daß das so ist, daran sind die Menschen schuld: die größte Schuld tragen unsere Gegner, die unserem Bolke Verträge aufgezwungen ha­ben, die es so eincngen, daß es sich in der Arbeit kaum noch regen kann. Menschliche Sünde, menschlicher Egoismus haben das verschuldet. Soll es besser werden, so müssen die europäischen Regierungen die Einsicht gewinnen, daß zwischen den einzelnen Völkern eine Schicksalsgemeinschast besteht und daß man ein großes Volk nicht niedcrtreten kann, ohne der ganzen Menschheit moralisch Schaden zu tun.

In der Rot dieser Zeit seht der Christ seine Hoffnung auf Gott, von dem der Psalmist in einem alten Erntelieds nicht nur fagt:Du suchest das Land heim, du wässerst es und machst es sehr reich. Du lässest ihr Getreide wohl geraten, sondern auch:Der du stillest das Toben der Völker", und von dem ein anderer Psalm kündet: Er wird den Erdboden recht richten und die Völker regieren rechtschaffen. Und der Herr ist des Armen Schuh, ein Schutz in der Rot."

H. B.

OerZoribildungSkursderMedizmischen Fakultät beendet.

Mit dem heutigen Tag geht der einwöchige Fortbildungskursus, den die hiesige Medizinische Fakultät heuer wie im vorigen Jahr im Herbst gehalten hat, zu Ende. Er war hauptsächlich für praktisch tätige Aerzte bestimmt: es waren deshalb fast alle Fächer der Medizin in Vor­trägen und Demonstrationen vertreten, die meistens von den Direktoren der Kliniken und Institute selbst gehalten wurden. Besonderes Gewicht war auf praktische klinische Demonstratio­nen gelegt, die an vier Rachmittagen in den Kliniken vorgeführt wurden. Am Mittwochnach­mittag fand wiederum, wie im vorigen Jahr, eine Fahrt nach Bad-Rauheim statt, wo im dortigen Balneologifchen Institut der Universi­tät Gießen zuerst ein Bortrag mit Demonstration von Kreislaufkranken gehört wurde. Darnach hatte die Kurverwaltung zur Sprudelbesichtigung

Thealerverein Giepen.

In der letzten Zeit ist an unsere Mitbürger tn Stadt und Land wiederholt die Ausforderung ge­richtet worden, mehr als bisher ihr Interesse der wirtschastlichenStützung deS Gie­ßener Stadttheaters durch regeren Be­such der Vorstellungen zuzuwenden. Die Leiter der maßgebenden behördlichen Stellen und die Führer der Gießener Stadtratsfraktionen haben sich in diesem Sinne an die Öffentlichkeit ge­wandt, ein Werbetag des Stadttheaters selbst mit Ansprachen des Bürgermeisters Dr. Seid und des Intendanten Dr. P r a f ch verfolgte den gleichen Zweck, und auch in den Spalten unseres Blattes ist wiederholt ein dahingehender Mahn­ruf an Stadt und Land gerichtet worden. Erfreu­licherweise find diese Aufsorderungen nicht ohne Erfolg geblieben, immerhin wird noch genug zu tun sein, um die wirtschaftliche Grundlage unseres StadttheaterS so weit zu nerftärten, daß sie ge­nügend Tragfähigkeit für die Anforderungen der künftigen, unter dem Zeichen allgemeiner Wirtschaftsnot stehenden Spielzeit besitzen wird.

Bei dieser Sachlage richtet sich das Augenmerk u. a. auch au^d i e Mitbürger, die sich in früheren Jahren zur Förderung des Stadttheaters in dem Theaterverein Gießen zusammengeschlossen hatten. Während der Theaterbauverein im Jahre 1926 beim Uebergang des Stadttheaters auf die Stadt Gießen sich auflöste, besteht der Theaterverein organisatorisch auch heute noch, nur ruht seine Tätig­keit seit längerer Zeit vollständig, da sein Vereins- zweck, auf unserer Bühne Operngastspiele in die Wege zu leiten, die er auch finanziell zustande brachte, jetzt von der Theaterleitung wahrgenommen wird. Für die Zukunft dürste eine wiederbeginnende Tätigkeit des Theatervereins ober wohl auf wesent­lich andere Weise zu verwirklichen sein. Es würde sich darum handeln, in der Form des Theatervereins eine Gemeinschaft von Bürgern zu schaffen, die ihre Aufgabe darin sehen, das Gießener Stadttheater propagandistisch und in gewissem Ausmaße auch finanziell zu unterstützen. Diese Hilfe könnte ermöglicht werden durch die Schaffung eines starken Abonnentenstammes, oder auch dergestalt, daß die Dereinsmitglieder ähnlich wie beim Konzertverein bei Zahlung eines gewissen Beitrages das Anrecht auf einen Tyeaterplatz unter Verrechnung des Vereinsbsitrages bekämen. Eine ähnliche Organisation ist in der jüngsten Zeit in Frankfurt a. M. durch die Gründung einesVer­eins Frankfurter Opernhilfe" geschaffen worden. In diesem Verein erhält jedes Mitglied gegen Zahlung

eines Beitrags von 3 Mark jährlich zwei Gutscheine im Werte von je 1,50 Mk., die bei der Abnahme von Theaterkarten voll in Zahlung genommen werden. Außerdem stehen den Mitgliedern dieses Vereins besondere Vergünstigungen dadurch zu, daß unter den Vereinsmitgliedcrn Freikarten zum Besuche der Oper ausgelost und schließlich für die Dereinsmitglie- der Sonderveranstaltungen vorgesehen werden. Auf einer Grundlage dieser oder ähnlicher Art könnte sicherlich auch für unser Gießener Stadttheater noch mancherlei getan werden, und man könnte dazu wohl auch mit gutem Recht die Mithilfe der Bür­ger im Kreise Gießen und in der Provinz Oberhessen in Anspruch nehmen^ da ja die Gießener Bühne nicht nur für die Stadt Gießen, sondern als Prooinzbühne auch für die Einwohner- schäft der ganzen Provinz Oberhessen vorhanden ift. Einem Theaterverin aus dieser Grundlage wäre es vielleicht auch möglich, die Unterstützung durch leistungsfähigere Mitbürger mit einem höheren Bei­tragssatz zu gewinnen, die dadurch entweder mehr Gutscheine für sich erlangen würden, ober mit ihrer erhöhten Zahlung eine allgemeine Stärkung der Vereinsfinanzen zwecks vermehrter Zuführung von Mitteln an das Stadttheater bewirken könnten. Durch zweckmäßige organisatorische Maßnahmen wäre es wohl ohne besondere Schwierigkeiten zu erreichen, eine solche Einrichtung neben dem Abonnement als Ergänzungsmaßnahme durlh- zuführen. Sachdienliches Material für den Aufbau einer solchen Organisation könnte man gegebenen­falls durch Umfrage bei anderen Städten gewinnen, und auf diesem Rüstzeug wäre wohl auch hier eine leistungskräftige Tbeaterhilfe auf^ubauen.

ilm von vornherein möglichst günstige Ver­hältnisse für eine gedeihliche Lösung der Aufgabe zu schaffen, wäre es wohl ratsam, daß sich die führenden Männer des Theatervereins für den Aufbau einer solchen Theatcr-Rothilfe zur Ver­fügung stellen. Man hätte dann nicht mut den reichen Schah von Erfahrungen, der in den Kreisen der leitenden Herren des Theatervereins vorhanden ist, von vornherein als organisato­rischen Vorteil an der Hand, sondern man würde auch als Vorkämpfer für den neuen Weg Herren am Werke sehen, deren Persönlichkeit unb Ar­beitsbeispiel anfeuemd auf weite Kreise der Bürgerschaft wirken würde. Erforderlich erscheint es aber, ungesäumt zur Inangriffnahme der Arbeit zu schreiten, damit das Werk möglichst rasch in Kraft treten kann.

und zum Besuch des Rachmittags- und Abend- konzertes im Kurhaus eingeladen.

Auch in Gießen boten außerhalb des wissen­schaftlichen Programms abendliche Veranstaltun­gen den Teilnehmern Anregung und Unterhal­tung. Am Sonntag, 5. Oktober, abends, hatte die Eröffnungssitzung die Kursisten mit den Do­zenten unserer Medizinischen Fakultät in dem geräumigen, sehr geschmackvollen Saal des neuen Studentenheimes vereinigt. Am Montagabend führte Herr Dr. M o m b e r t, ordentlicher Pro­fessor der wirtschaftlichen Staatswissenschaften an der Hessischen Landesuniversität, das schwierige aktuelle ProblemKultur und Wirtschaft im neuen Deutschland" in fesselnder Weise vor Do­zenten und Aerzten aus. Am Donnerstagabend sprach Herr Beigeordneter Privatdozent Dr. Hamm überModerner Städtebau" ui b zeigte einen sehr gut gelungenen Film dazu: der Vor­trag interessierte in Hinsicht auf die beim Städte­bau mitspielenden sozialen und hygienischen Fra­gen besonders den Kreis der Aerzte. Am Diens­tagabend hatte der Konzertverein in entgegen­kommender Weise ein Sonderkonzert veranstaltet, in dem eine hervorragend begabte Pianistin, Fräulein Edeltraut Raab, eine Tochter unserer Stadt, Kompositionen von Dach, Beet­hoven und Chopin vortrug: Herr Privatdozent Lic. Saun brachte unbekannte altenglische Lieder und bekannte deutsche Lieder in vorzüglicher Weise zu Gehör. Gestern abend hatte die Stadt Gießen die Teilnehmer und ihre Angehörigen zum Besuch des Stadttheaters einge- laden, was besonders dankbar begrüßt wurde. Darnach fand in den Räumen des Hotel Schütz eine kurze Schlußsitzung statt.

An dem Kurs nahmen etwa 80 Aerzte teil, unter denen sich etwa 20 beamtete Aerzte Hessens befanden. Die übrigen Aerzte stammen zum großen Teil außerhalb Hessens her, aus Baden, Bayern, dem Saarland, Württemberg, Thüringen, aus dem Harz, dem Rheinland, der Mark Bran­denburg, aus Ostpreußen, dem Erzgebirge usw.

Gichcner Wochenmarltpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt. Kochbutter von 130 Pfennig an, Butler 160 bis 170, Matte 30 bis 35, Käse (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 8 bis 10 (pro Zentner 4 Mk), Weißkraut 5 bis 6 (pro Zentner 3 Mk.), Rotkraut 8 bis 10 (pro Zentner 5 Mk.), gelbe Ruben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Bohnen 15 bis 20, Llnterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 35 dis 40, Feldsalat 100 bis 110, Tomaten 25 bis 50, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kürbis 8 bis 10, Kartoffeln 3.5 bis 4 (pro Ztr. 2,50 bis 2,80 Mk.). Aepfel 30 bis 50, Birnen 15 bis 40, Dörrobst 30 bis 35, Rüsse 40 bis 60, Honig 40 bis 50, junge Hähne 100 bis 110, Suppenhühner 100 bis 110, Gänse 100 bis 120 pro Pfund: Tauben 50 bis 70. Eier 15, Blumenkohl 30 bis 70, Salat 10 bis 15, Salatgurken 10 bis 30, Endivien 10 bis 15, Oberkohlrabi 6 bis 10. Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 50 pro Stück: Radieschen 10 bis 15 Pfennig pro Bund.

Bornottzcn.

TageskalenderfürSamstag. Reichs, verband der Zioildienstberechtigten: Monatsver­sammlung mit Vortrag, 21 Uhr, in derStadt Lich".

Kaoallerieverein: Monatsversammlung, 20 Uhr, im Vereinslokal. Eisenbahn-Fahrbeamtenverein: Versammlung, 20 Uhr, im Dereinslokal. Theater- Vereinigung: Stiftungsfest, 20.30 Uhr. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße'Der Greifer". Astoria- Lichtspiele:Kameraden" undKabarettzauber".

Tageskalender für Sonntag. Goethe- Bund: Dolksbildungstag, 10 Uhr, Großer Hörsaal der Universität, 17 Uhr, Reue Aula. Stadt­theater:Wasserscheu", 18 Uhr bis 20.30 Uhr. VHE.: Wanderung, Abfahrt 8.22 Uhr. Mto.: Ehrung der Sieger, 16.30 Uhr, Liebigshöhe. Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Der Greifer": vormittags 11.15 Uhr:Tirol". Astoria-Lichtspiele:Karne- raden" undKabarettzauber".

** Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr zu ge­wöhnlichen Preisen geöffnet.

Fremdenvorstellung im Gieße­ner Stadttheater. Man schreibt unS: Den Besuchern der Fremdenvorstellung im Gießener Stadttheater am nächsten Sonntag steht ein be­sonderer theatralischer Genuß bevor. Es ist der Intendanz gelungen, eine der ersten Berliner Bühnen, das Deutsche Künsllertheater, zu einem Gastspiel in Gießen zu verpflichten. Dr. Robert Klein, einer der ersten deutschen Regisseure (lange Zeit Mitarbeiter der Reinhardt-Bühnen), hat sich theatralisch das Ideal gesetzt, dem Ber­liner Starwesen dadurch ein Ende zu bereiten, daß er mit den ersten Schauspielkrä, ten der Groß­stadt führende Ensemble-Gastspiele herausbringt. In seinem Gießener GastspielWasserscheu" von Maugham sind prominente Schauspieler- namcn wie Leopoldine Konstantin, Hanna Ralph, Lola Chluth, Christel Grape vertce!en, ohne daß die Aufführung einem einzelnen Prominenten gilt. Maugham, der Autor dieses neuen Lust­spiels, ist in Gießen durch fein StückFinden Sie, daß Konstanze sich richtig verhält?" bekannt. Beginn der 'Vorstellung 18 Llhr, Ende gegen 20.30 Uhr.

'* Geschäfts-Erweiterungsbau. Am Mittwochvormittag hat die Firma Robert Haas Rachfolger, Inh. Georg Falken st ein, Selters­weg 18, nach dem Abschluß mehrmonatiger 11m- bauarbeiten ihren wesentlich erweiterten Ge­schäftsraum dem Publikumsverkehr zugänglich gemacht. An Stelle des früheren beengten Laden­lokals sieht man jetzt einen wesentlich erweiterten Verkaufsraum, dessen Errichtung dadurch möglich war, daß an der Rückfront des Hauses ein Ge­ländestück zu dem Geschäftsunternehmen hinzu­genommen wurde. Rach dem Entwürfe des Archi­tekten Echumacyer ist unter sorgfältiger An­wendung neuzeitlicher Gesichtspunkte für Ge- schäftshausbauten ein Werk erstanden, mit dem der Firmeninhaber vor den kritischen Blicken seiner Kundschaft gut bestehen kann. Sowohl in der Inneneinrichtung, wie auch in dec Gestaltung der Schausensteranlage macht das Gescyustshaus Haas heute einen sehr vorteilhaften Eindruck. Bei der Inneneinrichtung des großen Verkaufs­raumes hat man xweckmätzige Gliederung walten lassen und ist auch auf die Schaffung von An­probierraum für die Kundschaft bedacht gewesen. Ferner hat man für moderne und wirksame Be­leuchtung gesorgt, die auch der Schaufensteraus­lage ein eindrucksvolles Bild verleiht. Die Firma, die in diesem Jahre auf ihr 50jähriges Bestehen zurückblicken kann, hat mit der Reugestaltung chres Geschäftsraumes unserer Hauptverkehrs-

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pracyt. Die ilmbauarbeiten wurden vonDer Firma Abermann ausgeführt, für die Lieferungen wurde mit Ausnahme von Lpezialarbelten das heimische Handwerk unb Gewerbe tn An­spruch genommen.

(Ein Zwölfender. Der Hirsch, den der Gasthausbesitzer G a u b erlegte war nicht, wie gestern berichtet, ein Neunender, sondern ein Zwölf­ender.

Deuts che Friedensgesellschaft. In einer Versammlung am Donnerstagabend im Cafö Leib sprach Generalmajor a. D Dr. h- c. Freiherr von Schoenaich über das Thema: Dom preußischen General zum Pazisisten und Republikaner". Der Redner ging zunächst auf einige eigene Erkenntnisse ein, die ihn veranlaßten, Pazifist zu werden. Er wandte sich in feinen weiteren Ausführungen gegen den Krieg, be­sonders gegen den Krieg der Zukunft, der nach seiner Ansicht nur mit technischen Mitteln geführt werde und schlirnmste Folgen haben müsse. Der Redner sprach dann über die Gegensätze, die «dem Kapitalismus und dem Sozialismus und gab der Meinung Ausdruck, daß weder Kapitalismus, noch Sozialismus die völlige Herrschaft in der Welt für die Zukunft über­nehmen, sondern eine glückliche 'Verbindung zwi­schen beiden das Bestimmende sein werde. Frei­herr von Schoenaich referierte weiter über Fragen der Staatsform, über Kolonialpolitik, Paneurvpa und betonte in jedem Falle das Prinzip der Gewaltlosigkeit. Er bekannte sich als Freund des Gewerkschaftsgedankens und gab der Meinung Ausdruck, ein nächster Krieg könne nut dann vermieden werden, wenn jeder Arbeiter organisiert sei und der Kriegsdienst geschlossen verweigert werde. Rach einer kurzen Pause be­antwortete der Redner die an ihn gerichteten Fragen.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Rach der raschen Besserung der Wetterlage macht der Witterungsumschlag weitere Fortschritte. Der hohe Luftdruck, dessen Einfluß während der vergangenen Rächt durch starken Temperaturrück­gang zur Geltung kam, zieht nach den Balkan­ländern ab. Von dem neuen Rordmeerfallgebiet, welches sich weiter ostwärts ausbreitet, hat sich an der Südseite eine Teilstörung abgezweigt, die in den heutigen Morgenstunden über Frankreich lag. Heber Westdeutschland haben dadurch die Winde schon wieder nach Süden gedreht, Tem­peraturanstieg macht sich bemerkbar und das Barometer zeigt fallende Tendenz. Bei dem älm- schlag, der sich zunächst einstellt, sind wieder Rieärschläge zu erwarten, jedoch dürften sie In unserem Bezirk nicht von stärkerer Art sein.

Aussichten fürSonntag: Wärmer und Temperaturausgleich, vorwiegend wolkig, zeit­weise Regen, südliche bis südwestliche Winde.

Aussichten für Montag: Wieder küh­ler, bewölkt mit Aufklaren, meist trocken.

Lufttemperaturen am 10. Oktober, mittags, 11,6 Grad, abends 3,6 Grad: am 11. Oktober, morgens, 3,2 Grad Celsius. Maximum 12,2 Grad, Minimum 1,7 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 5 Stunden. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiese am 10. Oktober, abends, 11,6 Grad, am 11. Oktober, morgens, 7,4 Grad Celsius.

Sprechstunden der tncocution.

11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen

cs Modern und elegant.

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Zum Zähneputzen, merkt Euch wohl, nimmt man die Pasta von ODOL V-- 22^ ' ' "' ~ -* »e 2_______________________________

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