Tag»
feint!
Klasse 3.
in
Griesheim
seinerseits
sein erstes Tor. Gießen bedrängte
4
Nachdruck verboten.
33 Fortsetzung.
geschehen?'
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ein
Wort, Herr Arras", bat Peter und hielt das
ge-
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er sie, zog und Stock
dert Mark. Er setzte sie beide aus und verlor sie.
Peter fühlte, daß irgend etwas geschehen war, dos seinen Untergang bedeutete. Gleichzeitig mit
Wechsel Endsieg
komme gerade von ihm", unterbrach seinen Mantel aus und legte Hut beiseite.
Konstanze erbleichte.
„Mm Gottes willen, was ist denn „Es ist nichts geschehen!"
Individuum am Aermel fest.
„Ach Sie, Herr Uhlstädt! — Ich wollte
nicht met ... _ , ,
verringerte sich mehr und mehr. Schließlich fühlte er nur noch zwei Stücke zwischen den Fingern. Er betrachtete sie. Jede der Marken galt hun-
mit seinen Spielmarken in der Tasche. Diese Bewegung wurde so mechanisch, daß er sie gar -hr wahrnahm. Das Häufchen Marken
das Gästetor, mußte sich aber noch ein zweites Tor gefallen lassen. Halbzeit 2:0 für Griesheim. Im selben Maße, in dem die Gäfteels vor der Pause überlegen war, waren dies nachher die Einheimischen. Nachdem Gießen einige Zeit überlegen war, wurde es in di? Defensive gedrängt. Ein scharfgeschossener Freistoß führte zum dritten Tor Griesheims. Gießen fiel ab und mußte sich noch ein viertes Tor gefallen lassen. — Bei kompletter Mannschaft hätte Gießen an beiden Tagen bestimmt bessere Resultate erzielt.
Arbeiter-Turn- und Sportbund.
Gießen Ib — Kassel-Lichtenau I 2:2.
Am ersten Psingstfeiertag trafen sich obige Mannschaften zum Rückspiel auf dem Trieb. Das Borspiel konnte Kassel hoch für sich entscheiden. Beide Mannschaften betraten in stärkster Ausstellung das Feld. Dom Anstoß ab entwickelte sich ein flottes Spiel, das auf beiden Seiten spannende Momente brachte. Gießen konnte bald durch einen schönen Angriff zum Führungstor
zur Pause leisteten die Gäste mit dorn wind guten Widerstand. Rach dem wurde 1900 überlegen und konnte den 6:2 sicherstellen.
Spiele der Jugend.
Spielvereinigung 1900 Gießen.
Pfingstspiele.
1900 kombiniert — Steinbach l 9:2 (3:1).
1900 III — Grünberg II 4:0 (2:0).
1900 IV Elmshausen I 6:2 (2:2).
ö. Das vorgesehene Spiel der Ligareserve
rade zum Bakkarat. Beim Trente et quarante ist heute nichts los."
„Hören Sie, Herr Arras! Ohne Umschweife nicht wahr?" Peter verzog die Lippen und ein verunglücktes Lächeln erschien um seinen zuckenden Mund. „Ohne Umschweife also! Können Sie mir leihen? — Ich habe verloren."
Der Verkrachte überlegte, verdrehte die Augen wie eine Filmdiva und fragte schließlich: „Wieviel?"
Tausend Mark."
Zahlbar?"
Binnen achtundvierzig Stunden.
„Alles binnen achtundvierzig Stunden."
Helbing sah, wie Peters Gesichtsfarbe einer Leichenbläsfe wich. Es hatte den Anschein, als wäre Peter einer Ohnmacht nahe.
„Wir werden sofort nach Hause fahren", sagte Kurt Helbing und zog den Halbbetäubten nach dem Ausgang zu.
Peter war willenlos. Hätte er nur noch einen- geringen Rest von Energie besessen, so hätte ec geschrien: „Laßt mich hier an dem Ort, an den ich gehöre! Laßt mich hier, bis ich verrecke in den Armen Mammons!"
Run aber war jeglicher Widerstand gebrochen. Er war kraftlos und nicht mehr fähig, selb-, ständig zu handeln.
Als Konstanze am nächsten Abend gerade im Begriffe war, sich anzuziehen, und zu Peter zu gehen, klopfte es an ihre Tür.
Kurt Helbing trat ein.
Das erste, was-Konstanze auffiel, war Helbings ungewöhnlich ernstes Gesicht. Das zweite, was ihr auffiel, war, daß Helbing mit dem Sommermantel bekleidet war und Hut und Stock in der Hand trug.
Er trat beinahe unhöflich rasch ein.
„Haben Sie Zeit, Frau Konstanze?" fragte er überstürzt.
„Ich wollte gerade zu Peter."
„Dann darf ich Sie bitten, zu bleiben. Ich
Peter erhob sich. Seine irren Blicke schweiften über die Galerie der Spieler und über die Zuschauer. Aber er erkannte kein einzelnes Gesicht. Vor seinen Augen tanzten alle die Menschen und drehten sich um ihn. Er hatte das Gefühl, als säße er auf einem Karussell. Er wankte, indem er nach dem anderen Teile des Saales schritt. Unsicher ging er, als hätte er beweglichen Boden unter den Füßen. Er hatte sein letztes Geld verspielt. Dieser Gedanke saß ihm nun stumpf im Hirn. Er hatte nicht einmal ein bestimmtes Ziel, als er jetzt in den Rebensaal ging. — Er bohrte die Hände in seine Taschen und kramte darin herum. Vielleicht steckte da doch noch irgendeine vergessene Marke. Aber er fand nichts. — Plötzlich lachte er ganz laut auf. Erst jetzt schien er wieder zur Besinnung zu kommen. Er konnte sich ja Geld borgen. Hier im Trente et quarantc-(5aal waren genug bekannte Gesichter. Da war dieser Graf von Mencken. Ein freundlicher alter Herr. Dort war Fräulein Paulinowitsch, eine alte Jungfer, die ihrer verlorenen Jugend und Schönheit hier am Spieltisch nachtrauerte. Da war Joachim Eulitz zu (Süden, ein früherer illanenleutnant, Rennreiter und Sportsmann. Da war ein kleiner, unscheinbarer Mensch, eine verkrachte Existenz, Arras nannte er sich. Er war wohl früher einmal Buchmacher gewesen oder Trainer oder vielleicht auch nur Stallmeister, das war ja auch einerlei, nicht wahr? Wenn er nur borgte, und Peter entsann sich, daß dieses zweideutige Subjekt ihm schon früher einmal, allerdings in einer weniger heiklen Situation, rettend beigesprungen war.
Der Kleine lief ihm gerade in die Hände.
1. Iugend. In Gladenbach holte sie sich am
1. Feiertag eine unerwartete 2:1-Riederlage.
Konsianze.
CRoman von Rarl Heinz Äoigl.
Urheber-Rechtsschutz Verlag Oskar Meister, Werdau
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Stabhoch: 1. Glaser, VfB. Duisburg, 3,45 Meter: 2. Jung 1900, 3,30 Meter: 3. Knözler, SD. Wiesbaden, 2,50 Meter. — Eine ganz ausgezeichnete Leistung des jugendlichen 1900ers, der sich technisch immer mehr vervollkommnet. Auf guter Bahn sollte Jung heute schon für 3,50 gut fein.
Dreisprung: 1. Jung, 1900, 12,92 Meter; 2. Hofmann, 06 Betzdorf, 11 Meter; 3. Schlau, VfB. Diez, 10 Meter. — Der Sieg des 1900ers war nie gefährdet, obwohl er den Wettbewerb ohne besonderes Training bestritt.
viermal über 6 Meter und bleibt verdienter Sieger vor dem guten Kalenberg.
Schweden staffel: 1. VfL. Frankfurt 2:13; 2 Sp -Dgg. 1900 (Peters, Bepperling, Maus, Täuber!), Brustbreite zurück: 3. Sportverein Wiesbaden, 10 Meter. — Die 1900er führten beim letzten Wechsel klar, aber der glanzend laufende Frankfurter Schlußmann konnte Täuber t im Ziel noch abfangen.
3 X 1000 - Meter-Staffel: 1. Sp.-Vgg. 1900 (Glagow, Peters, Bepperling) 8:58; 2. 06 Betzdorf, 15 Meter zurück; 3. Blau-Wdiß Köln, 50 Meter. — Da der als Ersatzmann laufende Glagow sich sehr gut hielt und 8 Meter Vorsprung schaffte, konnten Peters und Bepperling einen leichten Sieg hrrauslaufen.
Klasse 2.
800 Meter: 1. Peters, 1900, 2:14,4; 2. Dran- denburg, Polizü-Sp.-V. Frankfurt 2:14,5 Brust- breite zurück; 3. Sander, Sp.-V. Wiesbaden. — Die beiden ersten lieferten sich über die letzten 200 Meter einen hartnäckigen Endkampf, in dem der 1900er in einem unwiderstehlichen Antritt in den letzten Metern knapp nach vorn kam.
Hochsprung: 1. Jakob, VsB. Gießen, 1,65 Meter: 2. Knöpler, SV. Wiesbaden, 1,65 Meter; 3. Hopsenmüller, 1900, 1,50 Meter. — Der 1900er ist hier von seiner Vorjahrsform noch weit ent»
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Handball der Sp.-Dg. 1900.
5p.-Dg. 1900 1. Junioren — Sportklub Germania Magdeburg 4:7 (1:5).
ö. Trotz der Hitze war das Spiel am 2. Feiertag jederzeit schnell und spannend. Die Gäste stellten eine Elf, die in bezug auf Zusammenarbeit, Schnelligkeit und Schußsicherheit keine Wünsche offen ließen, obwohl ihr die Anstrengungen des Spiels vom ersten Feiertag — in dem sie die Iuniorenelf des westdeutschen Meisters Sportfreunde Siegen 8:4 schlagen konnten — noch in den Gliedern steckten. Das Spiel wurde seinem Charakter als Freundschaftsspiel gerecht, es war jederzeit fair. Die Leitung lag bei Birken st ock vom Platzverein in guten Händen.
1900'8 Elf lieferte dem Gegner ein sehr gutes Spiel, wenn auch einige Schwächen zutage traten. Der Torhüter war in der ersten Halbzeit reichlich unsicher; nach der Pause wurde er zusehends besser, war von da ab gut. Ganz ausgezeichnet arbeitete die Verteidigung, der kein Fehler unterlief; sie bildete für die systemvollen Angriffe der Germanen das schwerste Hindernis. Gleich gut in Zerstörung und Aufbau arbeitete die Läuferreihe, die die Hauptlast des Spiels zu tragen hatte. Gut war die Stürmerreihe, wenn auch hier bei weniger Eigensinn — besonders des Mittelstürmers und des Halbrechten — mehr an zählbaren Erfolgen erreicht worden wäre. Besser war hierin der linke Flügel, wenn auch der Außen zu wenig beschäftigt wurde. Der Rechtsaußen kam infolge einer am Vorsonntag erlittenen Verlust nicht zur vollen Entfaltung seines Könnens. Das bessere Verstehen in den Reihen der Gäste brachte diesen bei ausgeglichenem Spiel ein kleines Plus, das zu ihrem Sieg führte.
Der Spielverlauf war sehr wechselvoll. Vom Anpfiff ab gingen die Magdeburger bis auf 5:0 davon, während den 1900crn der nötige Zusammenhalt mangelte, um zu zählbaren Erfolgen zu kommen. Kurz vor der Pause gelang dem Linksaußen 1900’6 ein prachtvolles Tor. Halbzeit 5:1! Rach der Pause hatte sich 1900’s Mannschaft gefunden, sie holte auf bis 5:4^bann tarnen die Gäste noch zu zwei schönen Toren.
Leichtathletik der Sp.-Vg. 1900.
Gutes Abschneiden in Altendiez.
ö. Die Pfingstwettkämpse des Spv. 1911 Altendiez, die am 1. Feiertag vonstatten gingen, hatten eine ausgezeichnete Besetzung erfahren. M. a. waren am Start SV. 99 Düsseldorf mit dem deutschen Meister und Rekordmann Kilp; VfB. Duisburg, Blau-Weiß Köln, SpD. Wiesbaden, FSV. Frankfurt, VfL. Frankfurt und die beiden Gießener Vereine. Die 1900er waren insofern stark benachteiligt, als sie auf einige ihrer Besten, wie Emil Schäfer, Geist, Guhot, Weil, verzichten mußten. Wenn sie trotzdem vier erste, drei zweite und zwei dritte Siege erringen konnten, so stellen sie damit ihrem Können das beste Zeugnis aus. Die Leistungen lassen infolge der schlechten Bahn- und Platzverhältnisse nur eine relative Bewertung zu.
Rachstehend die Ergebnisse der Konkurrenzen, jn denen 1900er siegten bzw. Plätze belegten.
100 Meter: 1. Kritz, FSV. Frankfurt, 12,4 i 2. Werner, VfL. Frankfurt 1 Meter zurück; 3. Hopfenmüller, 1900, Handbreite zurück. — Sehr f scharfer Kampf, aber schlechte Zeiten!
800 Meter: 1. Schilling, SV. 05 Mainz ' 2:13; 2. Bepperling, 1900, 2:13,4; 3. Kaufmann, FSV. Frankfurt, 6 Meter zurück. — Der 1900er läßt seinen Gegner auf der Strecke zu einigen Metern Vorsprung kommen, dieser taktische Fehler kostet ihn den Sieg, da er trotz guten Spurts nicht mehr ganz aufkommen kann.
Weitsprung: 1. Maus, 1900, 6,10 Meter; 2. Kalenberg, VfB. Duisburg, 6 Meter; 3. Glaser, VfB. Duisburg, 5,95 Meter. — Maus springt
Am ersten Feiertag lernte man auf dem 1900er Sportplatz eine sehr faire, junge Mannschaft aus Elmshausen (Kreis Marburg) kennen. Bis Rücken-
Arras zog einen Schein aus seiner Brieftasche. Peter nahm das Geld entgegen. „Ich danke Ihnen. — Warten Sie!" Er schrieb die Summe auf feine Visitenkarte. Arras steckte die Karte zu sich.
Rachdem Peter das Geld an der Kasse in Marken umgetauscht hatte, schlenderten sie hinüber zum Bakkarat-Tisch.
Peter pointierte mit dem geringsten Einsatz. Er gewann. Er setzte abermafP und gewann wieder. Seht an! Vielleicht eine neue Glücksserie, nicht wahr? Er wagte einen höheren Einsatz. — Verloren.
Rach kurzer Zeit waren die tausend Mark des kleinen Arras verschwunden.
All das, was sich in den letzten zwei Stunden ereignet hatte, Peters Verlust und die Anleihe bei Arras, hatte Peter in einem Zustande unklaren und getrübten Bewußtseins erlebt. Er sah alles nur noch durch wallende Schleier. Auch das, was nun folgte, erlebte er in einem Zustand des Rausches.
Er hatte an diesem Abend noch keinen Tropfen Alkohol zu sich genommen, dennoch taumelte er wie ein schwer Trunkener.
Undeutlich nur merkte er, daß er mehrmals mit Leuten sprach, auf Visitenkarten ein paar Zahlen schrieb und die gleichen Zahlen in sein Rokizbuch eintrug. Ab und zu fühlte er Geld zwischen den Händen, dann wieder Spielmarken. Ab und zu pointierte er und immer aufs neue erkannte er, daß feine Hände leer waren Wieder sprach er mit Leuten, die er von hier nur vom Sehen und dem Ramen nach kannte. Immer wiederholte er diesen Menschen dasselbe:
„Können Sie mir leihen? — Fünfhundert Mark oder tausend! Ich habe verloren."
Regelmäßig kam die Gegenfrage: „Aus wie- lange?"
Die Antwort: „Achtundvierzig Stunden." Es war ein Taumel, ein willenloses Tun. Man borgte ihm, man kannte ihn. Man hatte bisher noch keine schlechten Erfahrungen gemacht mit ihm. Warum sollte nicht ein Spieler dem anderen helfen? Man konnte ja einmal in die gleiche Lage kommen.
Peter spielte weiter.
Das gleichmäßige, aufreizende Klappern der Mischmaschine, das vor jedem neuen Spiel ertönte, klang bald wie ein Dröhnen und Rauschen in seinen Ohren. Peter klimperte unausgesetzt
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„Hallo! — Erlauben Sie mal — auf
Technisch war 1900 dem Gegner überlegen, namentlich in der 2. Halbzeit, doch es fehlte der nötige Eifer und Wille zum Sieg. Diesen brachte der körperlich stärkere Gastgeber um so mehr auf und gewann dadurch das Spiel.
2. I u g en d. Diese führte die Psingskreise ins Siegerland. Am 1. Feiertag konnte sie nach schönem Spiel gegen die gleiche Jugend des VfB. Weidenau 7:0 gewinnen. Am folgenden Tag spielte sie gegen den Gastgeber DC. 07 Siegen. Wenn 1900 hier in Gießen 6:0 gewinnen konnte, so mußte es in Siegen diesmal mit einem 2:2 zufrieden sein, da der Gegner anstatt der zweiten fast die ganze 1. Jugend stellte.
3. Iugend. Am 2. Feiertag spielte sie gegen die Jugend des neugegründeten SV. Flensungen und verlor 5:3.
V. f. D.
Die Ligamannschaft mußte an beiden Pfingst- feiertagen den Sieg ihren Gästen überlassen. Am Pfingstsonntag verlor sie gegen „Germania" 94 Frankfurt mit 0:2. Beide Mannschaften enttäuschten. Die Platzelf machte einen müden und überspielten Eindruck. Rur selten sah man von ihr eine planmäßige und zügige Kombination. Allerdings mußte sie mit Ersah antreten. Das schleppende Tempo war nicht geeignet, das Treffen interessanter zu machen. Frankfurt hatte anfänglich etwas mehr vom Spiel. Im Anschluß an einen Kombinationsangriff erzielte „Germania" das Führungstor. VfB. bedrängte einige Zeit das Tor des Gegners, vermochte aber keinen zählbaren Erfolg zu erringen. Halbzeit 1:0 für Frankfurt. Rach dem Wiederanstoß zeigte sich der Gegner wieder überlegen. Die größere Schnelligkeit und Durchschlagskraft seines Sturmes brachten ihm im Verlaufe noch ein weiteres Tor ein. Erst eine Viertelstunde vor Schluß forcierte die VfB.-Clf das Tempo und versuchte, das Resultat zu verbessern, konnte aber lediglich
Grünberg kam nicht zum Austrag.
Eine aus fünf Ligaspielern. fünf Spielern der zweiten Els und einem Alten Herrn zusammen- gestellte Mannschaft trug ein Propagandaspiel in Steinbach (Kreis Gießen) aus und gewann, nachdem sie sich mit den Plahverhältnissen vertraut gemacht hatte (Platzbreite 39 Meter!), ganz nach Belieben mit 9:2 Treffern. 1900 lieh den Plah- verein anfangs etwas gewähren und auch zum Führungstor kommen, stellte dann aber bis zur Pause unter fortgesetzter Ueberlegenfjeit das Resultat auf 3:1. Rach dem Wechsel liehen die Gießener zunächst noch einen Erfolg der Steinbacher zu, als diese dann jedoch eine schärfere Spielweise anschlugen, war es um sie geschehen. In kürzer Spielfolge stand das Treffen 7:2 für Gießen, das sich dann nur auf Kombination beschränkte und im Verlaufe noch zwei Tore anreihte.
Bei der Begegnung Grünberg II. — 1900 III. gab die bessere Technik der Gießener Dlauweihen den Ausschlag. Der 4:0-Sieg war in dieser Höhe verdient.
dieser Empfindung nahm er noch etwas anderes wahr. Er sah ein bekanntes Gesicht: Kurt Helbing.
Schon war Peter neben ihm.
Helbing prallte erschrocken zurück. Er sah die durchfurchten Züge des Freundes, sah dessen irren Blick, gewahrte die von den Spielmarken schmutzigen Hände Peters, die leicht gitterten und eine maßlose, leidenschaftliche Erregung verrieten.
„Ich wundere mich, dich hier zu sehen, Peter", entgegnete Helbing. Seine Stimme klang kühl und aus seinen Augen sprach Verachtung. Aber Peter hörte nicht die schneidende Stimme des Freundes und sah nicht dessen verletzenden Blick.
„Ich bin hier — allerdings — warum denn nicht?"
„Weil ich glaubte, dich hier nicht mehr zu sehen."
Die Augen Petevß blickten stier und irre.
„Ich dachte — ihretwegen..."
Um Peters Mund zuckte es. Sein Haar war verwirrt. Sein Gesicht schien mit Schweih überzogen. Es sah aus wie glasiert. Das Vorhemd des Frackes war nicht mehr ganz sauber. Er stand nicht eine Sekunde lang ruhig, während er mit Kurt Helbing sprach.
Der Bildhauer erkannte sofort an den Bewegungen, die Peter mit den Händen vollführte, und die aussahen, als schüttele er Marken in der hohlen Hand, den Zustand des Freundes. Er war rettungslos dem Spiel verfallen.
Man hätte denken können, er sei berauscht, aber es war nur das Gift der Spielleidenschaft, das diese Wirkung hervorrief und ihn nur lallend die Worte hervorbringen ließ:
„Willst du mir nicht leihen, Kurt?"
„Rein, Peter."
„Rennst du das Freundschaft?"
Helbing antwortete mit einer Gegenfrage: „Hast du verloren?"
„2a."
„Wieviel?"
„Ich weih es nicht."
Sie liehen sich auf einem der roten Samtsofas, die an den Wänden des Saales standen, nieder, und Peter zog fein Rotizbuch aus der Tasche. Er blätterte lange und unsicher darin und reichte schltehlich das geöffnete Buch dem Freunde hin. „Du muht zusammenzählen."
Helbings Mienen erstarrten, als er die Summe errechnet hatte. Peter hatte im ganzen fünfundvierzigtausendzweihundert Mark Spielschulden. Er ersah aus den Eintragungen, dah Peter dieses Geld an die verschiedensten Leute verloren hatte. Sinter den meisten Ramen hatte er sich die dresse seiner Gläubiger notiert. Es waren also zum größten Teil ihm selbst unbekannte Menschen.
„Dis wann ist das Geld fällig?" fragte Kurt Helbing aus seinem tiefen Mitleid für Peter heraus.
W
das Eckenverhältnis auf 4:5 stellen.
Am Pfingstmontag hatte die Ligamannschaft die Spielvereinigung 02 Fsm.-Griesheim zum Gegner. Obwohl sie dieses Treffen mit 0:4 verlor, konnte sie diesmal doch besser gefallen. Zum kleineren Teile Pech, zum größeren jedoch eine geradezu erschreckende Schußunsicherheit des Sturmes verhinderten einige sichere Erfolge der DfB.er, die allerdings zahlreichen Ersatz eingestellt hatten. Immerhin war das Spiel interessanter als das am Tag vorher. 3m übrigen erwies es sich auch hier wieder, daß die Platzelf völlig überspielt ist. In der nun beginnenden Sommerpause, die für sie gerade zur rechten Zeit kommt, hat sie reichlich Gelegenheit, sich durch intensives Training zu ihrer früheren Form wieder zurückzufinden. Griesheim war einige Zeit leicht überlegen. Danach verteiltes Spiel mit wechselseitigen Angriffen. Trotz der Hitze war das Tempo sehr flott. Bald erzielte G ' :“
„Aber Sie sind erregt. Erzählen Sie!"
„Ich will mich kurz fassen," sagte er und vermied es, daß sich ihre Blicke kreuzten. „Peter hat gespielt."
Das Wort klang scharf und es war, als dröhnte das ganze kleine Zimmer von seinem Widerhall. Langsam aber zusehends wich das Blut aus Konstanzes Wangen. Sie öffnete den Mund zu einer Frage, aber die Frage klang so leise, daß sie unterging in Kurt Helbings Erklärung:
„Er hat gestern im Doltonklub über fünfundvierzigtausendzweihundert Mark verspielt."
Konstanze war eine steinerne Figur. Schön war sie trotz ihrer Blässe. Schön und herb und überaus begehrenswert. Das gewahrte Kurt Helbing. Er sah es, während er sprach und Einzelheiten über Peters unglückliches Spiel berichtete. Er sog die Rähe dieser Frau in sich ein wie einen köstlichen Trank, der Erquickung brachte. Er sah das leise Beben ihrer Rasenflügel und ein gewaltiges Mitleid, gemischt mit heißen Wünschen erfüllte den Mann, der am Rande des Grabes stand und durstig war, jedweden letzten Rest von Freude, den ihm das Leben bot, inbrünstig zu schlürfen.
(Fortsetzung folgt)
* Dai des Verl bürobec den Schä bericht Hw Jahre gw richt ergib und eine < mögen des weiteren? der l.M Dr.Elah- den Sparr über ©ut Anträge: feitigung Jahre, ft Schäfer sprach. Di der aussc! den Dors! AIS nach stimmt ' wurde n „Die Ge sischer 3: Ausfuhr: öerftanbei bat Hot alle anbei Msprecher
gelangen. Kassel strengte sich, nun mächtig an, konnte aber nicht verhindern, dah Gießen bis Halbzeit noch einmal erfolgreich war. Rach Seitenwechsel waren die Gäste ständig im Angriff und es gelang ihnen auch bald, ein Tor aufzuholen un5 im weiteren Verlauf den verdienten Ausgleich herzustellen.
Vor diesem Spiel hatte die Iugendmannschast des Platzvereins die Jugend Reu-Isenburgs zum Gegner. In diesem Spiel konnten die besseren Einheimischen mit 3:1 Toren Sieger bleiben.
Wieseck I — Sfeinau I 4:2.
In Wieseck standen sich die Mannschaften gegenüber. Die Gäste aus dem vierten Bezirk stellten eine flinke, ausgeglichene Elf ins Feld. Vom Anstoß ab sah man ein flottes Spiel. Rach Verlauf einer Viertelstunde kam Wieseck zum Führungstor. Steinau, überrascht, glngnunmächtig aus sich heraus. Der Mittelstürmer der Einheimischen zeigte dann dem Leder durch Kopfball den Weg ins Retz. Wieseck führte 2:0, die Gäste wechseln ihren Hüter. Rach einem schönen Angriff konnte der Gäste-Rechtsaußen einsenden. Derselbe Spieler konnte im Rachschuh seiner Mannschaft den Ausgleich bringen. Doch wenige Minuten später stellte Wieseck das Halbzeitresultat 3:2 her. Auch nach Seitenwechsel folgte weiter flottes Spiel. Dem Linksauhen der Einheimischem gelang es dann, durch Alleingang das Resultat auf 4:2 zu stellen.
Wieseck 1b — Kinzenbach l 5:3.
Diese Mannschaften standen sich im fälligen Serienspiel gegenüber. Während Kinzenbach komplett antrat, stellte sich Wieseck mit Ersah dem Unparteiischen. Vom Anstoh ab entwickelte sich ein scharfes Spiel. Wieseck lieh seine sonstigen Stürmerleistungen vermissen. Kinzenbach kam bald zur Führung, um nach kurzer Zeit auf 2:0 zu erhöhen. Wieseck fehlte der sonst übliche Torschuh. Kinzenbach gelang es dann, seine Torzahl auf drei zu stellen. Erst kurz vor Halbzeit kam Wieseck zum ersten Tor. Halbzeit 1:3. Rach Seitenwechsel lag dann Wieseck mehr im Angriff. Eine Flanke brachte ihm sein zweites Tor. Die Gäste gaben nun alles her, doch gelang es Wieseck, den Ausgleich herzustellen und wenige Minuten später die Führung zu übernehmen und ihre Torzahl auf fünf zu erhöhen.
Wieseck I — Siegen I 10:0.
Am Psingstsamstagabend hatte Wieseck Siegen zu Gast. Während Wieseck eine vorzügliche Leistung bot, ließen die Gäste den inneren Zusam- menhalt vermissen. Bereits bei Halbzeit führte Wieseck 4:0. Wohl gaben die Gäste nach der. Pause alles her; sie konnten jedoch nicht verhindern, daß die schuhfreudigen Einheimischen ihrem Hüter noch sechsmal das Rachsehen gaben, während ein für sie gegebener Elfmeter glänzend abgewehrt wurde.
Gießen I — Steinau I 5:1.
Steinau war am zweiten Pfingstfeiertag in einem Freundschaftsspiel gegen die erste Mannschaft Gießens auf dem Trieb zu Gast. Gießen war in diesem Spiel den Gästen dauernd überlegen. Diese ließen viel von ihren am Vorsonntag gegen Wieseck gezeigten Leistungen vermissen. Gießen gelang es, bis Halbzeit vier Tore vorzulegen. Auch nach der Pause blieb Gießen überlegen. Steinau verlegte sich fast nur auf die Verteidigung und erhöhte durch Selbsttor auf 5:0. Erst kurz vor Schluß tarnen die Gäste zu ihrem Ehrentor.
Fronhausen I — Odenhausen I 5:3.
In Fronhausen standen sich diese Mannschaften im Serienspiel gegenüber. Bei Halbzeit lautete das Resultat 2:2.
Vach I — Burkhardsfelden I 3:4.
Burkhardsfelden war zu Pfingsten im Westerwald zu Gast. 2m Spiel gegen Bach, das eine gute Mannschaft ins Feld stellte, konnten die Gäste knapp mit 3: 4 Toren Sieger bleiben.


