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Dieben, den 11. Februar 1930.
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Zum SchufX vor .Ansteckung und bei Erkältungsgefahr
Schluß.
Ich tröstete und sprach ihm gut zu: „Letzten Endes (nft du ganz allein schuld daran, denn alles darf man ieibft seinen besten Freunden nicht erzählen. Und id.19 du als Mitfreude angesehen haft, ist oft nur schlecht verhehlter Neid. Hoffentlich ziehst du aber eine Lehre aus diesem Erlebnis. Viel wichtiger, als o res mitzuteilen, ist oft das Schweigen im rechten Mgenblick. Haft du dein Herz auf der Zunge, so sorge dafür, daß es wieder an seinen richtigen Ort lammt!" Franz gab mir recht. Ob er aber anders urb?
Berliner Börse.
Berlin 11. Febr. (WTB. Funkspruch.) Auch im heutigen Frühverkehr konnte sich noch kein Geschäft entwickeln. Wenn auch aus diesem Grunde eine Tendenz noch nicht zu erkennen ist. so hofft man doch, daß sich, ausgehend Don einigen Spezialwerlen. eine freurrdlichere Stirn- mung wird burchsehen können.
bwr" umherwandeln.
Gedenket der Kriegsgräber am Volks rauertag!
Gedenket der Toten des Weltkrieges!
Gefängnis verurteilt.
Oie Wahlen an der Technischen Hochschule Darmstadt.
WSN. Darmstadt, 10. Febr. Bei den Wah-
Von mehr eis 14 000 Ärzten begutachtet und empfohlen. Gies mit 50 Tzblettcn Mk. 1.75
f.ete eindringliche Mahnung des Volks- «r a u e r t a g e s , des Sonntags Reminiszere. der in diesem Jahr auf den 16. März fällt. Wie »teler Gedanken werden an diesem Tage hinaus-
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die gestrige Anzeige.)
— Ein Vortrag über „D a s Rätsel von Gall spach" findet morgen, Mittwoch, 20'/« Uhr, im „Postkeller" statt. Näheres in der heutigen Anzeige. e
•• Die Schulsparkassen in Hessen. Schon bald nach der Stabilisierung der deutschen Währung ist — wie überall — auch in den hessischen Schulen der Wert des Sparens erkannt worden. Als außerordentlich bedeutungsvoll zur Förderung des Sparsinnes bei der Jugend hat sich die Errichtung von Schulsparkassen erwiesen, die insbesondere in den Volksschulen Eingang gefunden haben. Wie aus einem Ausschreiben des Ministeriums für Kultus und Bil- dungswesen hervorgeht, haben die Schulsparkassen eine recht gute Entwicklung genommen. 3n dem Ausschreiben wird deshalb auch den höheren Schulen di« Einrichtung von Schulsparkassen
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ttus der provinzialhauptstadi - - ------------
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bund: Vortrag von Dr. R. Freister (Kassel) über ..Unsere gemeinsame Rot", 20 Uf)r. im 1 Postkeller. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: ..Sein bester Freund". — Astoria-Lichtspiele: ..Kampf um Mitternacht". . .
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns gefchrieb-en: Heute 20 Uhr Vorstellung: „Du wirst mich heiraten". — Mittwoch, 12.ebruar, eilte Wiederholung von Wedekinds „Muftk . — Freitag, 14. Februar, „Die andere Seite von She» riff — Sonntag, 16. Februar, zum letzten Male Du wirst mich heiraten", Lustspiel von Verneuil. — Als nächste Premiere ist Shakespeares Lustspiel Wie es Euch gefällt" in Vorbereitung. Der hiesigen Aufführung wird eine originelle musikalische Untermalung ein besonderes Gepräge verleihen.
— Oberhessischer Gelchichtsverein. Zu dem dritten Vortrag dieses Winters schreibt man uns: Am Donnerstag. 13. Februar, wird der Marburger Archivrat Dr. äl h l h o r n nm Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen 2nsi^"" ™ der Ludwigstrahe einen Vortrag mit 9-4 halten über „Die geopolitischen Grundlagen der Solmser Geschichte und chre Auswirkung nm Mittelalter". Der Vortragende, der sich schon seit Jahren dem Studium der Geschichte des Solmser Hauses widmet, gilt für den besten Kenner dieses Gebietes. Die große Bedeutung des Solmser Geschlechts für untere Gegend nst genügsam bekannt', es sei nur daran erinnert, daß das „Solmser Landrecht" bis zur Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches am 1. Januar 1900 in Oberhessen in Geltung war. (Wir verweisen auf
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Der berühmte Heidelberger Forscher, dessen Kohlever.lüftigungsversahren der Wirtschaft neue Wege erschlossen hat, ist jetzt mit einem neuen Verfahren, der sog. „Holzverzuckerung", hervorget.eten, das geeignet scheint, unsere Futterwirtschaft umstürzend zu beeinflus.en, die deutsche Volkswirtschaft durch bessere Ausnutzung der Waldungen, durch C.nfuhrersparnifse an Mais und Gerste, we.entl.ich zu entlasten. Der preußische Min.ster für Landw.rtscha t, Dr. Steiger, hat vor einigen Tagen im Landtag auf dieses neue Verfahren aufmerksam gemacht: da jedoch seine Bemerkungen an einigen Stellen irrtümlich wne- dergegeben wurden, sieht sich Professor Dergius selbst veranlaßt, im folgenden seine Methode und den gegenwärtigen Stand feiner Arbeiten darzustellen.
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nis verurteilt.
Ein auswärts wohnender SchausteUer, dessen Strafregister eine sehr große Zahl Vorstrafen aufweist, stand unter der Anklage, einen kupfernen Kessel gestohlen zu haben. Aach seinen Angaben will er den Kessel von einem Arbenter. den er für verfügungsberechtigt gehalten habe, gekauft haben. Durch Vernehmung dieses Arbeiters stellte sich heraus, daß dieser, als er den Diebstahl merkte, keine Schwierigkenten machte, vielmehr in Erwartung eines ihm versprochenen Schweigegeldes durch Erteilung geeigneten Aats bet der Wegschaffung deS Kessels noch behilflich war. Dieser erhielt wegen Begünstigung an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einer Woche eine Geldstrafe von 50 M k.. während jener wegen Diebstahls im Rückfall zu 10 Monat Gefängnis verurteilt wurde.
Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde dann gegen einen älteren Mann wegen eines an einem jungen Mädchen begangenen Sittlich- keitsverbrechens verhandelt. Wie aus der öffentlich mitgeteilten Urteilsbegründung hervorging, hatte der Angeklagte ein unbescholtenes Mädchen verführt. Er wurde zu 6 M o n a t
Liegt es auch nicht an uns selber, wenn solche flro» fytn Kinder irre an ihren Mitmenschen werden, wenn sie ihren Optimismus verlieren, sind sie nicht allein schuld, sondern die, die das Vertrauen miß» b«raud)en und sich bann ins Fäustchen lachen? Es y.bt ein Wort, das besagt: Vertrauen gegen 23er» hauen! Dieses Wort sollte uns vor Augen stehen, trenn unter unfern Bekannten solche „großen Kin- H.
Dolksbund wendet sich daher nicht nur an die Angehörigen und Kameraden, sondern an al.e Deutschen, die unseren Gefallenen die Treue bewahren, mit der Bitte um Spenden für ten Schmuck der Sammelgräber. (Einsendung an Verbände und Ortsgruppen des Dolksbundes, oder unmittelbar an das Postscheckkonto der Bundes- geschäftSstell«. Berlin NW 7. Ar. 81 643 unter Bezeichnung: Sammelgräberschmuck.) Je mehr Beiträge dafür eingehen, um so mehr Gemeinschaftsgräber, in denen unsere unbekannten Sol- baten ihre letzte Auhe gefunden haben, und Ehrenmale auf den Friedhöfen können bedacht werden. Die in Deutschland gefertigten weißen Schleifen für diese Kränze werden die Inschrift tragen: ..Gruß aus der Heimat. Dolksbund Deutsche Kriegsgräberfürforge e. V."
„Vergeht die teuren Toten nicht.....Ae-
miniszere."
Gießener Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140 bis 180, Matte 30 bis 35, Käs? (10 Stück) 60 bis 140, Wirsing 15 bis 20, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 10 bis 15. gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 30 bis 35, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15 bis 20 Rosenkohl 30 bis 35. Feldsalat 103 bis 120. Endivien 80 bis 100. Tomaten 70 bis 80. Zwiebeln 10 bis 15. Meerrettich 50 bis 70, Schwarz- wurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 4V- W5, Aepfel 10 bis 15. Birnen 10 bis 15, Dörrobst 30 bis 35, Honig 40 bis 50, junge Hähne l 20 bis 130 Suppenhühner 100 bis 120, Russe 50 bis 80 Pf. das Pfund: Tauben (Stück- 70 bis 80, Eier 13 bis 14, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 25 bis 30 Lauch 5 bis 15, Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück. Kartoffeln der Zentner 3 80 bis 4 Mk., Wirsing 10 bis 12. Weißkraut 6 bis 7, Rotkraut 7 bis 8, Aepfel 10 bis 12, Birnen 8 bis 10 Mk.
Bornotizen.
— TageSkalender für Dienstag. Stadttheater: „Du wirst mich heiraten", 20 bis 22.30 älhr. — Gießener Hcchschulgesellschaft: Dor- trag von Prof- Dr. Wilhelm Weber (Halle) über ..Die Religionen der Römischen Kai'erzeit",^ 20.15 älhr. im Großen Hörsaal der älniversität. — HauSfrauen-Dercine und Elektro-Gemeinschaft Gießen: Oeffentlicher Vortrag mit Lichtbilderund Filmvorführung. 20.15 Uhr, im Cafe Lew. — DLtionalsozialiftischer Deutscher Studenten-
• Gießen. 7. Febr. Zwei junge Leute aus Hain-Gründau waren nach einem Wirtshausbesuch auf dem Heimweg über einen anderen jungen Mann, dem der eine von ihnen schon vorher Schläge angekündigt hatte, her- gefallen. hatten ihn vom Rad gerissen und geprügelt. Der Angegriffene hatte in einer Kampfpause das Messer gezogen und einem der Angreifer einen Stich in die Seite verseht, der glücklicherweise keine ernsten Folgen hatte. Aus Grunv einer anderen Auffassung der BeweiS- ergebnisses waren die Angreifer vom 2lmt8- gericht Büdingen mangels ausreichenden Beweises freigesprochen, der Angeklagte. der gestochen hatte, zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden. Aus die Berufung der Staatsanwaltschaft und die der Ange.lag'.en, die sich als Aebenkläger gegenüberstanden, wurden alle drei Angeklagte zu Geldstrafen von je vierzig Mark verurtei lt. Dem Angegriffenen wurde zugute gehallen, daß er in
ilnfer Holzverzuckerungsverfahren beruht auf Laboratoriumsuntersuchungen, die schon kurz vor dem Krieg durch Willstätter unÖ 3ed)- meister durchgesührt worden sind. Es war diesen Forschern gelungen, aus dem Holz gewonnene Zellulose durch konzentrierle Salzsäure quantitativ in eine Zuckerart umzuwameln.
Im Jahre 1916 unternahmen wir es, auf Grund dieser wissenscha.tüchen Forschungsarbeiten einen Prozeß aufzubauen, der es ermöglichen sollte, in ökonomischer Weise die in dem Holz enthaltenen zellulosearligen Stoffe, die als fo.che unverdaulich sind, in verdauliche Kohlehydrate überzuführen und auf industriellem Wege den größten Teil des Holzes in einen Aährsto.f umzuwandeln. In vierzesnsähr g'r technischer Forschungsarbeit ist es uns ge.ungen, einen einfachen und ökonomischen Prozeß zu entwickeln, welcher die a igedeutele Aufgabe zu lösen vermag. Diese Arbeiten, vielfach gehemmt durch politische und wirtschaftliche Krisen, hatten große technische Schwierigkeiten zu bewältigen, da das chemische Mittel, welches diese älmwand- lung der Holzbestandteile in zuckerartige Substanzen ermöglicht, die konzentrierte Salzsäure. besondere Anforderungen an die Kunst des Ingenieurs stellte. Alle diese Schwierigkeiten konnten erst als gelöst gelten, als vor kurzer Zeit die erste technische Anlage ihre Kinderkrankheiten überwunden hatte und im kontinuierlichen Betrieb eine ausreichende Produktion ermöglichte. Aus dem Betrieb dieser Anlage konnte man die Daten entnehmen, die notwendig waren, um die Produktionskosten festzustellen, und mit den Produkten bieser Anlage konnten die physiologischen Versuche angestellt werben, welche die Beurteilung des neuen Aährstofses ermöglichten. Dankenswerterweise hat das Preußische Landwirtschastsministerium schon vor mehr als einem Jahre durch maßgebliche Gutachter sowohl die technische Qualität des Verfahrens tote den Fütterungswert feiner Produkte prüfen lassen. Der Herr Minister für Landwirtschaft hat in der oben erwähnten Rede mitgeteilt, daß die Fütterungsversuche mit dem neuen Produkt befriedigend ausgesallen sind.
Der sogenannte Holzzucker, in Geschmack und Verwendungszweck nicht ohne weiteres vergleichbar mit dem Rübenzucker, kann hergestellt werden aus beliebigen Holzarten, insbesondere natürlich aus den niedrigwertigen Waldholz- Sortimenten, und aus Abfallholz. Don dem waldtrockenen Holz kann man zwei Drittel seines Gewichts in ein Futtermittel überführen, das dem Getreide nährwertgleich ist. Der Rest, das sog. Lignin, wird in Form eines heizkräftigen Hausbrandbriketts Dertoert» bar gemacht, und nebenher entsteht eine nicht unwesentliche Menge an Essigsäure, so daß mit Hilfe des neuen Prozesses das Holz a n - nähernd 100pr ozentig inWertstoffe
wandern zu den Gräbern draußen, die uns innerlich so nahe, räumlich aber so fern und schwer erreichbar sind! Wie manche Mutter oder «Oattin. wie viele Väter, Söhne, Töchter. Drü- Ber. Schwestern ober sonstige Anverwandte der nm Auslände ruhenden Gefallenen werden den tzeihen Wunsch haben, die gctoeUjte Stätte am dolkstrauertag mit einem Zeichen liebender Sr- mnerung zu schmücken! Wenn es ihnen auch fsebbst nicht möglich ist, so bietet doch der Volks- stund Deutsche Kriegsgräberfürforge hierzu wie- fier hilfreiche Hand. Aähere Auskunft erteilen Bie Verbände und Ortsgruppen deS Dolksbundes n:nd die Bundegeschäftstelle Berlin W 15, Dran- stenburgische Straße 27. Alle Aufträge für eine «Grabschmückung zum Dolkstrauertag müften spätestens bis 15. Februar in Händen der Bundes- ^e'chäftsstelle des Dolksbundes fein. Es empfiehlt iid) daher, Bestellungen möglichst bald aufzu- • 5eben. Später einlaufende Aufträge können im Interesse der rechtzeitigen Ausführung der frist- gemäß eingegangenen Bestellungen nicht ange- kommen werden. Die Kranzpreise sind in den «einzelnen Ländern verschieden, sie bewegen sich ~im allgemeinen zwischen 7,50 und 10 Wk., in Rußland kosten bie Kränze etwa 15 bis 20 Mk. •Der Eingang der Geldbeträge und später die Ausführung w'.rd in jedem Einzllfalle vom DolkS- Hund bestätigt.
Doch auch die Tausende von unbekannten deut- Ichen Soldaten sollen am Dolkstrauertag nicht rhne Zeichen liebenben Gedenkens bleiben. Der
Derne klagen, ohne zu leiden!
Me n Vetter Franz ist auch einer von denen, der lein Herz auf der Zunge hat. Deshalb hat er auch io Diele Freunde, wie er glaubt. Er ist durch und .. Mrd) Optimist und sieht alles mit einer Rosabrille an. Seinen zahlreichen Bekannten erzählt er immer, welches Glück er hat, wie zufrieden er sei. Er glaubt ilbann, alle nähmen Anteil an seinem Wohlergehen. f Des tun die Bekannten natürlich auch, aber in ganz ontberm Sinn. Detter Franz gilt bei ihnen als ein 8 lückspilz, dem es tadellos geht, der mit allen Ge- htjäften Glück hat. Daß er dadurch sehr wohlhabend ist, versteht sich von selbst, denn er weiß ja nur von Erfolgen zu Berichten, lieber die Kosten, die ihm nebenher seine zahlreiche Familie bereitet, über seine Nßersolge spricht man nicht. Er selber aber auch nicht. Er trägt sein Herz auf der Zunge.
Neulich klagte er mir doch sein Leid: denn seine Vertrauensseligkeit hat ihm einen Streich gespielt. Als er sein Geschäft etwas erweitert und durch kleine 'kniffe Erfolge gehabt hatte, bot er einem feiner 'Mannten, der nach dem umgelehrten Sprichwort: „fcjerne klagen, ohne zu leiden", handelt, die Teil» nehmerschast an. Bei dieser Gelegenheit aber sah kinn dieser Freund, daß nicht alles Gold ist, was cchiinzt. Statt Dankbarkeit tarnen herbe Vorwürfe. Franz hätte doch gesagt, daß so und so viel her« »risspränge, und nun wäre das alles nicht wahr. - 3c, er ging soweit und schloß auf eigene Faust einige l-kschäste h ntcr Franzens Rücken, aber in dessen tarnen, ab. Auf bescheidene Einwände erfolgte bann Die bekannte Geschichte vom „Uebelnehmen", daß -lZm nichts gegönnt würde usw.... Franz war sehr niedergeschlagen, als er mir das alles erzählte. Sie litten sich jetzt in Frieden getrennt, sagte er zum
Instituts in len zum Allgemeinen Stubentenaus- Lichtbildern schuß (21 ft a) an der Technischen H och - iblaaen ber schule erhielten die Deutsche Arbeitsgemeinschaft a 1 22 Sitze (früher 24), Freistudenten 10 (8), Studentin» nen 1 (1) und Völkische Studenten 7 (3). Die Gruppe Mainzer Studenten und Pädaaogen hatte diesmal keine Liste herausgebracht. An der Wahl beteiligten sich 71 v. H. der Wahlberechtigten. Der Rek» tor oer Technischen Hochschule halte zwei Wahlpla» täte der völkischen Studentengruppe beschlagnahmt.
ich nach den Feiertagen nach F. fuhr, neinen Schwager zu besuchen, traf ich nur Mädchen und meine kleine funstahrige Nichte an. 3.1; hatte mich kaum gesetzt, da ging schon das Tlunbroert des Kindes wie geölt. Es wurde mir er» äWt was sie gegessen hätten, wie ihre Puppe hieß, ,,h gelter gescholten hätte, weil die Mama etwas >'7kehrt gemacht hätte usw. usw. Als bann Schwe- t’r und Schwager erschienen, war ich schon über i[e9 Mögliche unterrichtet. Ich erwähnte, wer mir kgritht erstattet hatte. Das Erstaunen war gar nicht i:sß. „Ja, die Ilse, die hat das Herr auf ber unge" sagte meine Schwester, „sie macht cs aber eh fo bei ganz wildfremden Menschen. Wir haben uriere Last mit ihr." „Oh, laß sie nur!" sagte ich, .tws ist echt kindlich und noch lange keine Untugend. He Kinder haben Vertrauen zu jedem. Erhaltet ihr »isses Vertrauen noch recht lange, die Zeil wird ri>on kommen, in ber es merkt, daß Schweigen oft .elfer ist als Erzählen. Eure Ilfe ist kein Schreckens» mb, von dem die Zeitungen so oft schreiben. Wenn Under wichtig tun mit ihren Mitteilungen, wenn sie ich vorkommen, als ob sie ,^twas wären dann ist hi5 die Schuld ber Erwachsenen bie sie loben ml) immer wieber fragen und aneifern, bannt sie ich über bas Gebaren freuen können. So soll es mlürlid) nicht jein. Wir dürfen die Kinder nicht uisquetschen uni) von ihnen erfahren wollen, was 'ne Erwachsenen nicht sagen. Die Vertrauensselig, 'eit der Kinder sollte man nicht stören, ebensowenig ii? man sie ausnutzen darf."
Auch bei den Erwachsenen gibt es solche großen Ülitber, die nicht schweigen können, bie ihr Gluck - und wenn es noch so gering ist — jedem auf offener Straße erzählen und glauben, daß sich die uze Welt mit ihnen freuen würde. Aber auch bei ihnen wird eines Tages eine kleine Erleuchtung loinmen, baß nicht alles jo ist, to e sie sich bas vor- It.-llen. Besonders in der jetzigen Zeit kommt es vor. datz es uns fast übelgenommen wird, wenn wir ipendwo einmal ein bißchen Glück gehabt haben. $3 geht von vielen unserer Mitmenschen ein Miß» nut aus, als ob alle nach dem Grundsatz lebten:
* j im Benehmen mit den örtlich zuständigen Spar-
Qucfer aus Dok. i
VW rung. Bei der gestrigen Radelnuhho'.z-Derstet-
Ein umwälzendes Verfahren aus dem Gebiet der Futtermitte'industrie. — Neue ^”^c9n j)j^ni11*’ 1 o■ g:nbe Preise erzielt:
Aussichten zur Hebung der deutschen Schweineproduktion. n-J» ^s^S^.^o.o^^ib^L
Don Generaldirektor Professor Dr. Dr. h. r. Friedrich Dergius, Ehrensenator der Universität Fichtenabschnitt'e la u. ib-Ki.' 22.00 Mk. Kiefern-
6eibclbcra langholz Ib-Äl. I8.00. 2a-Xl. 18.00, 2D»5U. ZA,UV.
yeiDLiuug. 3a-ÄL 30,50 Mk. Kicfernabschnittc 2a-ÄL 17.00,
umgetoandelt wird. Die Kosten dieses Kohle- 2b-Äl. 20,00, 3a-Kl. 27,00 Mk. Fichtenderbstanhydratfuttermittels liegen wesentlich unter j ^1. p. Stück 2,10, 2. Kl. p. St. 1.50 Mk. denen des Futtergetrei'oes. ---
Diese letzterwähnte Tatsache hat naturgemäß ,
in landwirtschaftlichen Kreisen das Bedenken er- OfrÖTlOttlttWr VJlCVvU»
weckt, daß den vom Boden produzierten Futtermitteln eine neue schwere Konkurrenz erwachsen könnte. Der Lan'owirtschaftsminister hat al er auch daraus hingewiesen, daß Deutschland ein außerordentlich großes Quantum von Futtergetreide importiert und daß der Holzzucker vom Standpunkt der Handelsbilanz ein willkommener Ersah für diese Importe werden könnte und er hat auf einen Dorschlag hingew'.e'en, den ich vor kurzem gemacht habe, um die Interessen der östlichen Landwirtschaft zu verbinden mit der Entwicklung des Holzhadrolyse-Tersahrens. Der Dor- chlag betrifft die Vermischung des Holzzuckers mit der Kartoffelflocke, welche zu teuer ist, um dem östlichen Kartoffelproduzenten die Möglichkeit zu geben, im Westen mit ben importierten Cetreidesuttermitteln zu konkurrieren. Vermischt man die Kartofselslocke mit dem billigen Holzzucker, so kann man das Mischpro- dukt billig genug Herstellen, um trotz der beträchtlichen Entfernung auf den westlichen Mark- ZUZ-W-L« | ZMMWM toffelproduktion ein neuer großer Absatzmarkt herberfuhren können bestand nuht Prüfung gelchafsen wird, wird bon maßgebenden Land- ^Maurer °°n Alb ach L- v°m AMsgerichf
wo sie mit einem schlechten Ruhungsfaktor ver- Glkvsn
wertet und nicht unwesentliche Mengen Wald- ^»vpv
holzabfälle finden überhaupt keinerlei Derwen- * Gießen, 7. Febr. Zwei junge Bursche^ düng —, in ihrer Entwicklung nicht aufgehalten wegen Diebstahls wiederholt vorbestraft stnd. werden kann. Das warnende Beispiel der Mar- hatten in Ober-Mörlen wieder einen Ein- garineindustrie sollte nicht vergessen werden. bruchsdiebstahl ausgelührt. Sie warteten ab, bis
Welche Bedeutung das Problem der Kohle- sämtliche Hausbewohner ins Feld gefahren Hhdratfuttermittel für die deutsche Wirtschaft waren, um durch ein nur angelehntes Fen- Hat, mag man daraus entnehmen, daß die lahr- ftcr einzusteigen, nachdem sie zuvor durch ein in liche Schweineproduktion Deutschlands Scheune befindliches Luftloch den Weg tn einen größeren Wert hat als die deutsche Koh- ^en Hof der Hofreite gefunden hatten. Den lenproduktion. Diesen Wirtschaftszweig auf rein Dieben waren neben Fleisch- und Wurstwaren inländische Produkte zu gründen, ohne dadurch no$ 38 Mk. in die Hände gefallen, die sie noch die Gestehungskosten zu erhöhen, bedeutet zweifel- am gleichen Tage verpraßten und verschlemmten. los einen wichtigen volkswirtschaftl'.chen Fort- Mit Rücksicht auf ihr Alter sah das Gericht schritt, der durch zweckmäßige marktpolitische nochmals von der Verhängung einst Zuchthaus- Maßnahmen so gelenkt zu werden vermag, daß strafe ab und erkannte gegen jeden der beiden die Interessen des ostdeutschen Futtermitlelprodu. Angeklagten auf I Jahr Gefängnis, zenten und des westdeutschen Schweinehalters ^in früher hier tätiger Kellner war des sich mit denen des Konsumenten vereinigen lassen. Diebstahls und Betrugs angeflagt. Aus feinen Das ist nach meiner Ansicht möglich, wenn d.e Antrag war er wegen weiter Entfernung feines Holzverzuckerungs-Jndustrie sich trotz der schwe- derzeitigen Aufenthaltsorts von der Berpfl^ch- ren Finanzlage Deutschlands in absehbarer Zeit tung zupi Erscheinen entbunden worden. Bei aufbauen läßt und die deutsche Landwirtschaft ^iner kommissarischen Dernehmuna bestritt ec mitwirkt, um den Absatz der Produkte der neuen ,toar die Beschuldigungen, wurde aber doch durch Industrie in die richtigen Bahnen zu lenken, bie vernommenen Zeugen überführt und zu Sollte der Aufbau dieser Industrie in Deutsch- | einer Gesamtstrafe von 5 Monat Gefäng- land aus dem einen oder anderen Grunde nicht oder nur langsam gelingen, dann besteht allerdings die Gefahr, daß holzreiche Rachbarländer, in denen unternehmungsbereites Kapital verfügbar ist, sich des neuen Prozesses in emem Ausmaße annehmen, daß der ausländische Druck aus den Futtermittel- und damit auf den Schweinemarkt zunimmt, ohne daß Deutschland durch billigere Eigenproduktion Widerstand


