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Der heute in Stuttgart tagende Deutsche Ta- bakverein, die Spihenorganisation der Zigarren-, Rauch-, Kau- und Schnupftabakindustrie und des Handels mit ausländischen und inländischen Roh­tabaken warnen mit allem Rachdruck vor jeder Labakmehrbelastung und bitten dringend um Be­willigung einer Audienz zur weiteren Begrün­dung."

Dazu wird uns ergänzend aus Kreisen des Tabakgewerbes noch folgendes mitgetcilt: Die Be­lastung des Tabaks durch Steuer und Zölle ist ungeheuer. Die steuerlichen Belastungen von rund 60 Millionen Mark pro Jahr im größeren und reicheren Deutschland der Vorkriegszeit sind von 3af?r zu Jahr in die Höhe getrieben worden. Die Einnahmen des Reichs aus dem Tabak be­trugen:

im Jahre 1925 26 = 615,5 Millionen Mk.

. 1926 27 = 712.4

. 1927/28 = 793,9

1928,29 = 870,5

1929 30 = 914,4

Der Voranschlag für das laufende Jahr an Ta­baksteuern und Zöllen weist nach dreimaliger

Aenderung der Tabaksteuer innerhalb Jahres­frist bereits ein Soll von 1,115 Millionen Mark auf. Schon diese ungeheure Belastung des Tabak­gewerbes, das ja noch außerdem alle übrigen gewerblichen Steuern wie Umsatzsteuer, Gewerbe­steuer, Einkommensteuer usw. nebst den sozialen Lasten zu tragen hat, führte zu einem merkliches Rachlaslen der Produktion und dem Ruin vieler selbständiger Mittelstandsexistenzen. Die Arbeits­losigkeit nimmt in den meisten Herstellungs- bezirken von Tag zu Tag zu. Die Tabakindustrie, sowie das gesamte Gewerbe ist daher gar nicht mehr in der Lage, das schon jetzt in dem Sanie­rungsvorschlag der Rcichsregierung vorhandene Defizit von 167 Millionen Mark zu decken. Eine erhöhte Belastung der Reichskassen durch zuneh­mende Erwerbslosigkeit wäre die unvermeidbare Folge. Das Tabakgewerbe erwartet von der Rcichsregierung keine Erhöhung der steuerlichen T-elastung, sondern im Gegenteil einen entschie­denen Abbau der wirtschaftlichen Belastungen aller Art, um der derzeitigen, seit l/2 Jahren andauernden Wirtschaftskrise entgegen treten zu können.

Erfolgreiche Gießener Schwimmer.

An: Sonntag fand zum viertenmal das Kreis- jugcndschwimmcn des Miltelrheinkreises der DT. in Darmstadt statt. Heber 200 Jugendliche kämpf­ten in friedlichem Wettstreit um den Eichenkranz. Der Mtv. Gießen war durch zwei seiner Schwim­mer erfolgreich bei den Wettkämpfen vertreten. Im 100-Meter-Brustschwimmen für Turnerjugend von 16 bis 18 Jahren errang Friedrich Baumann den vierten Sieg in der Zeit 1:33,5 Minuten. Im 400-Meter-Brustschwimmen für Turner konnte Hugo Baumann vom Mtv. Gießen unter starker Konkurrenz in 7:08,5 Min. vor Hagedorn, Offenbach, den ersten Platz belegen.

Handball im T. V. Heuchelheim.

Zwei Mannschaften Heuchelheims tragen am Sonntag auswärts Verbandsspiele aus. Die Erste fährt nach Friedberg und muß, wenn sie keine besseren Leistungen wie die vom Vorsonntag auf­bringt, mit einer Riederlage rechnen. Die Ju­gendmannschaft steht in Butzbach der dortigen Jugend gegenüber.

Handball im T. D. Großen-Buseck.

~ Zum letzten Spiel in der Vorrunde fährt am Sonntag die erste Mannschaft zu dem T. u. Spv. Marburg. Der Spielausgang ist bei den gleich- verteilten Kräften kaum vorauszusehen. Die zweite Mannschaft ist spielfrei.

Handball in. Tv. Großen-Linden.

Am Sonntag tritt der Turnverein Großen- Linden mit drei Mannschaften auf den Plan. Die 1. Elf muß nach Gießen, um das Pflichtspiel gegen die 2. Mannschaft des Männerturnocreins auszutragen. Jugend- und Schülermannschaft er­füllen Rückspielverpflichtungen in Lützellinden.

Handball in Garbenteich.

Die erste Handballmannschaft des Turnvereins Garbenteich empfängt am Sonntag die erstia Mannschaft der Spielvereinigung 1900 zu einem Freundschaftsspiel. Die Platzmannschaft, die bis­her keine allzugrohe Leistungen zeigte, wird sich sehr anstrengcn müssen, um ehrenvoll abzu- schneiden.

Handball im T. V. Zronhausen (OT).

Die erste Mannschaft des Turnvereins Fron- Hausen (Lahn) fährt am Sonntag zum zweiten Punktspiel nach Gladenbach. Im ersten Punkt­spiel mußte Fronhausen in Hartenrod dem Gast­geber mit 8:3 den Sieg überlassen. Ob Fron- Hausen am kommenden Sonntag einen Sieg zu erringen vermag, hängt von der Aufstellung der Mannschaft ab.

Handball im Lahn-OünSberg-Gau.

Am Sonntag wird die Handball-Meisterschafts- runde mit folgenden Begegnungen fortgesetzt:

1. Bezirk: Atzbach Erda und Wißmar Garbenheim. Atzbach und Garbenheim müßten als Sieger den Platz verlassen.

2. Bezirk: Allendorf I Londorf I, Lollar Londorf II, Daubringen Allendorf II und Rut­tershausen Staufenberg. Mit dem ersten Spiel fällt gleichzeitig die Borentsckxeidung in diesem Bezirk. Während in den beiden ersten Spielen die Platzbesitzer dominieren sollten ist das letzte Spiel offen.

3. Bezirk: Wieseck Hausen und Beuern Burkhardsfelden. Wieseck wird Hausen sicher Nieder­halten, während es Beuern schon schwerfallen wird gegen den Neuling zu gewinnen.

Bei der Jugend finden in der Gruppe I zwei Spiele, Hausen Kinzenbach und Garbcnteich Wieseck, statt, die beide mit knappen Siegen der Platzbesitzer enden sollten. In der zweiten Gruppe trifft in Allendorf die heimische Jugend auf Londorf lind wird aller Voraussicht nach jenen den Sieg überlassen müssen.

Ergebnisse:

To. Staufenberg I To. Lollar I 3:3 (1:1).

Ein sehr flottes Spiel, in dem Staufenberg in der 20. Minute die Führung übernahm. Lollak glich kurz vor der Pause wieder aus. Nach dem Wechsel kamen beide Mannschaften noch zu je zwei Erfolgen.

To. Lollar 3gb. To. Staufenberg 3gb. 7:4 (3:3).

Das Spiel wurde sehr hart durchgeführt und sah vor der Pause beide Mannschaften wechselnd erfolg­reich. Nach der Pause vermochte Lollar das Spiel sicher für sich zu entscheiden.

Am Sonntag findet der große Kunstturnwett­kamps der Gaue Hessen, Frankfurt und Rhein- Vlosel, der im vergangenen Jahr in der G ie ß e- ner Volkshalle ausgettagen wurde, in Ver­bindung mit der 50-2ahrfeier der Koblenzer Turngesellschaft seine erste Wiederholung in der Stadthalle zu Koblenz. Jeder Gau stellt diesmal acht seiner besten Geräteturner, die je eine Hebung an Reck, Barren, Längspferd und Seitpferd zu turnen haben. Außerdem ist von vier Turnern jeder Mannschaft eine Kürfrei- Übung auszuführen. In Ausscheidungskämpfen haben die Gaue ihre Besten ermittelt mit dem Ergebnis, daß bei allen Gauen die Mannschafts­aufstellung nur zum Teil die vorjährigen Kämpen wiederbringt.

Der Gau Hessen stellt folgende Mannschaft: Paul Götsch, T. u. Spv. Marburg: Karl Schick, Tv. 1846 Gießen: 21. Ebersbächer, Tgm. Mar­burg: 21. Ahrens, Tgm. Marburg: Karl Reuter, Tv. 1846 Gießen: Richard Seth, Tv. G r o - ßen-Linden: W. Sinnwell, Tv. 1850 Bad- Rauheim: Adolf Fink, T. u. Spv. Marburg. Er­satz: W. Fink, T. u. Spv. Marburg. Führer der Mannschaft, die ein Durchschnittsalter von 24 Jahren aufweist, ist Gauoberturnwart W. Will

Arbeiter-Turn- und Sportbund.

Der Sonntag bringt in der Fortsetzung der Herbsttunde, als interessantestes Treffen, in Heu­chelheim das Spiel

Heuchelheim I Gießen I.

Die meisten Siegesaussichten muß man wohl den Gästen zusprechen, wenn auch ein Sieg der Platz- besitzer nicht außerhälb aller Möglichkeit liegt.

Wieseck! hat die !b-Mannschaft Gießens zu Gast. Den Einheimischen dürfte der Sieg sicher sein, wenn sie den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. Vorher hat die erste Jugend Wiesecks die Jugend Gießen zum Gegner.

Daubringen und Lollar werden sich in Daubrin­gen ein spannendes Treffen liefern.

Wetzlar I hat Rodheim I zu Gast und dürfte versuchen, sich für die im Vorspiel erlittene Rie­derlage zu revanchieren.

Kinzenbach I. und Raunheim lb stehen sich in Kinzenbach gegenüber: ein Spiel, das die Einhei­mischen für sich entscheiden müßten.

In der zweiten Bezirksklasse hat Heuchel­heim II Wetzlar II zu Gast. Gleiberg 1 spielt in Leun und wird sich um den Sieg sehr bemühen müssen. Rödgen I und Klein-Linden I kämpfen in Rödgen bei gleichverteilten Kräften.

Saasen I wird in Watzenborn auf einen Gegner stoßen, der sich die Punkte wohl nicht streitig machen läßt. Grünberg I und Lich I spielen bei offenem Ausgang in Grünberg. Im Spiele Fron­hausen I gegen Londorf I dürfte der Glücklichere Sieger bleiben. Hachborn I hat Treis i zum Gegner und dürfte auf eigenem Platze wohl die

(Gießen). Aeltester der Riege ist W. Sinnwell mit 31 Jahren.

Gau Frankfurt: H. Ott, Eintracht Franks furt; K. Haßler, Tgm. Bornheim: H. Helmer.' Tgs. Rödelheim: K. Hömis, Tv. Riederrad: H. Hollfelder, Tgm. Bornheim: R. Haßler, Tgm. Bornheim: Gg. Pfeiffer, Tgm. Eintracht: E. Winter, Tgm. Eintracht.

Gau Rhein-Mosel: K. Schmidt, Tgm. Oberlahnstein: O. Breidling, Tv. Ehrenbreitstein: H. Döckstiegel, Tv. Mülhofen: I. Hannappel, Dernbach: H. Dreitbach, Weißenturm: P. Roll, Tgm. Oberlahnstein: L. Schneider, Hönningen: Fritz Wemtgen, Tgs. Koblenz.

Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Kreisfrauenturnwort W. Schmidt. Koblenz.

Wenn auch die rheinische Mannschaft nach dem Ergebnis des Ausscheidungsturnens eine bessere Form als im Vorjahre aufweist, so dürfte die Entscheidung doch zwischen Frank­furt und Hessen fallen. Frankfurt, das in Gießen nur knapp gewann, wird in den Hessen einen starken Gegner finden. Wer von den beiden Mannschaften den Siegespreis erringen wird, ist völlig offen.

meisten Siegesausfichten haben. Gießen II spielt auf dem Trieb gegen die erste Mannschaft Oden­hausens unter nicht allzuhohen Siegesaussichten.

Annerod I wird in Marburg auf einen Gegner treffen, der sich den Sieg nicht nehmen lassen wird. Rüddingshausen und Launsbach stehen sich in Rüddingshausen gegenüber, während Mar­burg II und Waldgirmes i in Marburg ihre Kräfte messen werden. Wißmar I und Hausen I werden sich in Wißmar ein gleichwertiges Spiel liefern.

In der I u g e n d k l a s s e treffen sich Rodheim Großen-Linden: NaunheimWetzlar: Wieseck II Lollar; Watzenborn Staufenberg: Beuern Rödgen; jeweils auf dem Platze des zuerstgenannten Vereins.

Handball.

Am Sonntag gelangt das entscheidende Spiel um die Handball - Bezirksmei st erschuft zwischen Krofdorf I und Wieseck I in Wieseck zum

In Krofdorf findet am Samstag und Sonntag ein Kursus für V e r e i n s t u r n w a r t e statt. Als Uebungsplan sind die Grundbegriffe des Hallen­trainings vorgesehen.

Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

Der VfL. Weilburg weilt am Sonntag mit seiner Liga und der Reservemannschaft zum Verbandsspiel beim FC. 26 Großen-Buseck. Beide Mannschaften sind Neulinge in der Bezirksklasse II. Großen-Buseck be­tteltet das Spiel mit seiner kompletten Ligamann- schäft und durfte auf eigenem Platz etwas tm Vor- teil sein.

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Daten

für Samstag, 11. Oktober.

Se2, g4; Bd2,

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10

Wer ist das Weib?'

W. G.

Sieht neun

Weiß Weiß

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Zügen matt. Ta5; La6, e5;

Fall, daß er säule erlitt, abgebrochen.

33

39

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und setzt in Steine: Ka8; f5.

das Rad und kam so unglücklich zu einen doppelten Bruch der Wirbel- Die Rennen wurden hierauf sofort

Richtige Lösungen zu den Problemen Rr. 268, 269, 270 und 271 sandte ein Herr S. Austerlitz, Gießen.

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orbach.

1531: der Reformator Zwingli fällt bei Kappel: 1825: der Dichter C. F. Meyer in Zürich ge­boren; 1896: der Komponist Anton Bruckner in Wien gestorben.

Alle für die Redaktton bestimmten Mit­teilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktton des »Gießener Anzeigers".

Problem Nr. 276.

Don M. M. Cudmore, London.

(1. Preis

in einem Turnier desSheffield Jndependant".)

Weiß am Zuge gewinnt.

Weiß drei Steine: Kd4; Lh4; Sg4.

Schwarz vier Steine: Kh8; Ld6; Bb7, H7.

Ein sehr hübsches Endspiel, welches zu einer bekannten Mattstellung führt.

Lösung des Problems Rr. 273.

Don 2. Toth.

1. Da8g8! usw.

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Mbit Serori MMnislerz vi

Eitrige i a*«u ... littinen' lif - 2 13 7 " 3 20

Schachbriefkasten.

M. 6., Gießen. Ihr Versuch bei Problem Rr. 274 1. Sf7 wird durch 1.....Kxc4 widerlegt.

Aus der Schachwelt.

Im internationalen Schachmeisterturnier zu Frankfurt a. M. siegte Rimzowitsch (Dänemark) + 9*/2 aus 11 Partien vor Kashdan (Amerika) ~iL 9; in den dritten bis vierten Preis teilen sich: Äst (Rußland) und Ahnes (Deutschland) 7; den 5. Preis gewann Colle (Belgien) 4-61/"-

Im Hauptturnier siegten gemeinschaftlich Engels, Düsseldorf und Weißgerber, Saarbrücken, 4~12 aus 15 Partien vor Herrmann, Bochum, und Hussong, Ludwigshafen. +91/2: 5. wurde Fajarowicz, Leipzig, -s- 9 und 6. v. Hennig, Kiel. Die beiden ersten werden am nächsten Deutschen Meisterturnier probeweise zugelassen.

Den 1. bis 3. Preis im Rheinmeisterturnier er­fochten Eisinger, Karlsruhe: Orth, Darmstadt, und Vogt, Speyer, -s- 8. Als Rheinmeister wurde Vogt erklärt. 4. wurde Ruchti, Mannheim, 5. Schiefer, Köln, und 6. Schneider, Saarbrücken.

Im Hauptturnier wurde bei 22 Teilnehmern Dr. Stern, Würzburg, 1. Preisträger. 2. A. Seih. Bielefeld, 3. bis 5. Dr Linder, Pforzheim, Heinrich, Ludwigshafen, und Dr. Grimm, Höchst, 6. Rechtsanwalt Strauß, Wiesbaden.

Im Schachturnier zu Ebensee gewann den 1. Preis Kmoch, -j- 6; 2. Cliskoses, + 51/»; 3. Becker, + 4'A>; es folgen: Dr. Dührssen, -s-4, Dr. Gruber, 4- S1/*; Dr. Dyckhoff, 4-2; Kramer, 4-1V2: Kunert 4~ !

Im Diermeisterturnier zu Berlin siegte Kosh- dan, 4-5; 2. Helling, -MVat 3. Steiner, 4-2; 4. Samisch.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt R r. 7 5 vom 7. Oktober enthält: Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen; Falsche Reichsbank­noten; Die hessischen Reichstagsabgeordneten; Feldbereinigung Großen-Buseck; Dienstnachrichtei..

Schwarz sechs Steine: Ke4; Bc5, d6, e6, f3, g5.

Endspiel Nr. 86.

Don A. Troihki, Leningrad.

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Die am Sonntag in Hamborn durchgeführten) Motorradrennen wurden durch einen tödlichen Hnglücksfall getrübt. Der Hannoveraner Mörsch verlor, als er «in der Kurve an seiner Avis-Celer- Maschine die Oelpumpe bedienen wollte, die Gewalt über

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lichen Leistung verliehene goldene Medaille des Clubs überreicht. Der Präsident des A. v. D., Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg, teilte ihm gleichzeitig die Verleihung der Ehrenmit­gliedschaft des Clubs mit.

Deutsche Leichtathleten in Lyon.

Die internationale Leichtathletiksaison in Frank­reich beschließt Lyon mit einer großen Veran­staltung am 12. Oktober, zu der die deutschen Athleten Danz (Düsseldorf), Welscher (Frank­furt), Helber (Stuttgart) und Schneider (Hirsch­berg) am Start erwartet werden.

Schwarz erreicht Rademachers Weltrekord.

Gute Leistungen

beim Magdeburger Hellas-Schwimmfest.

Vor ausverkauftem Hause wurde am Samstag der erste Teil des verbandsoffenen Schwimmfestes des Hellas Magdeburg im dortigen Wilhelmsbad abgewickelt. Da alle Startverpflichtun­geneingehalten worden waren, gab es in den einzelnen Konkurrenzen starke Felder und ganz hervorragende Leistungen, von denen die im 200-Meter-Brustschwimmen besonders her- vorzuheben ist. Paul Schwarz, Göppingen, legte die Strecke in 2:48 zurück^und erreichte da­mit den offiziellen Weltrekord von Erich Rademacher, den dieser im März 1927 in Brüssel aufgestellt hatte.

Todessturz in Hamborn.

Rollschuhlauf in der Voikshalle.

Am Mittwochabend herrschte in der Volkshalle lebhafter Betrieb. Der Cisverein hatte zu einem Rollschuhübungsabend eingeladen. Der Gedanke, den Rollschuhlauf als Parallelsport zu betreiben,' war gut, es hatten sich viele eingefunden, die sich dem Sport widmen wollten. Sehr schnell waren die vom Verein beschafften Rollschuhe vergriffen: sie wurden leihweise gegen geringes Entgelt vergeben, und sofort begann der Hebungs­betrieb. die meisten der Anwesenden noch niemals auf Rollschuhen standen, waren einige Stürze unvermeidlich. Indessen standen die Läufer, die vom Schlittschuhlaufen her etwas mit der Technik vertraut waren, bald auch mit den Rollschuhen auf gutem Fuße und schon nach kurzer Zeit konnte man einzelne geschickt und sicher Bogen fahren sehen. Die Volkshalle er­wies sich für den Rollschuhlauf als sehr gut geeignet. Zu dem Uebunasabend hatten sich auch Zuschauer eingefunden, die die Hebungen auf dem Zement recht interessiert verfolgten.

Spiel der Profis.

Nicht etwa die aegenwärtigeerste" Mannschaft des westdeutschen Meisters, die an den Verbands­spielen ihrer Gruppe teilnimmt sondern die zu Be­rufsspielern erklärte Meisterelf von Schalke trägt am kommenden Sonntag ein Spiel aus. Es gibt in Westdeutschland einenwilden Verband", dem etwa 40 Mannschaften, meist Firmenmannschaften, angehören und diesem Verband ist wiederum ein FC. Wuppertal angeschlossen, der sich aus aus­geschlossenen Mitgliedern des SSV. Elberfeld zu­sammensetzt. Schalke und Wuppertal treffen sich nun am kommenden Sonntag im Barmer Stadion und tragen acht Tage später im Stadion von Gladbeck ein Rückspiel aus.

Handball-Llnentschieden in Wien.

WienBerlin 9:9.

Dem ersten Städtekampf am Sonntag auf dem Platze des Wiener Sportklubs zwischen den Aus­wahlmannschaften von Berlin und Wien wurde sehr starkes Interesse entgegengebracht. Trotz des durch Regen glatten Bodens zeigten die Berliner ein schnelles und eifriges Spiel und erzielten mit 9:9 einen verdienten Achtungserfolg, nachdem sie zur Pause knapp mit 6:5 die Führung an sich gerissen hatten.

A. v. O. ehrt von Gronau.

In einer feierlichen Sitzung des Repräsen­tantenausschusses des Automobilclubs von Deutsch­land wurde dem Ozeanflieger von Gronau die ihm in Anerkennung seiner hervorragenden f frort-

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Oie Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedakttonStisch.

Musik.

Der große Ofrerettenkomfronist Franz Lehar erschien einmal vor Gericht als Sachverstän­diger. Zwei junge Komponisten führten Prozeß gegeneinander. Der eine klagte den andern an, daß er ihm eine Melodie gestohlen habe, der zweite bestritt das und sagte im Gegenteil, der andere hätte sie von ihm plagiiert. Dos Ge­richt konnte nicht urteilen, weil die Melodien täuschend ähnlich waren. Also, ein Klavier wurde in den Gerichtssaal gebracht und dem Sachver­ständigen Franz Lehar beide Kompositionen vor­gespielt. Als der letzte Ton verklungen war, fragte der Vorsitzende den Sachverständigen:

Ra, wie meinen Sie, Herr Lehar? Wer ist der Geschädigte?"

Schlagfertig antwortet Lehar:

Offenbach!" (Lust. Bl.)

Die schiefe Ebene.

Werner ist Lehrling bei Tümpel & Co., erhält eine Monatsvergütung von 20 Mk., die er seinem scharf kontrollierenden Erzeuger an jedem Ul­timo für die Sparkasse abliefern muß.

Eines Tages bringt er nur 19,70 Mk., und gesteht, das fehlende Kapital in Apfeltorte an­gelegt zu haben.

Der Alte erklärt, Werners Untergang fei nicht mehr fern. Werner ist darauf vier Monate brav. Aber wehe am nächsten Ultimo fehlen wieder 30 Pf. Ein Tobsuchtsanfall Papas ist die Folge. Heulend gesteht Wernerchen einen Dananen- emtauf ein.

Wiederum verstreicht ein Vierteljahr in Tu­gend. Da geschieht Entsetzliches. Wernerchen er­scheint leichenblaß mit nur 19,50 Mk.

.Da wird auch der so schwer geprüfte Vater leichenblaß. Lange glotzt er Wernerchen an. Dann brüllt er auf:

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