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( .malt der Explosion war |o stark, baß im Um* frei» von 800 bi» 500 Meter alle Zensier und Fensterstocke, zum Teil auch Türen in Trümmer gingen. Vie Bevölkerung stürzte in panitchem schrecken auf die Straß«. Zw«i Arbeiter erlitten Verlegungen Die Belegschaft ist durch die Explosion arbeit»!»» geworden.
Am Bettelstab.
Di« SOjäfrtige Frau Walter, die ernst mit dem Sohn de« früheren Befihers der .Time«" verheiratet war und laufen be von Pfunden txr- schwendete. stand am Dien»lag vor dem Londoner Gericht. Sie war mit einem Zwei-Penny- Stück in der Tasche von der Polizei auf einer Dank in einem Londoner Park schlafend ausgefunden worden. Mit ihrem -weiten Mann brachte Frau Walter ein Vermögen von WO 000 Mark durch, worauf sie sich dem Trünke ergab.
Dkr lote bei einem Aulobuoonfall.
Ein schwerer Unsall ereignete sich auf der Land- st raste Sangerhausen—Maneseld. An einem oollbe- stylen tlulobu» brach d i e Kardanwelle und durchschlug den Dagenboden. Durch do» Loch stürzten vier Insassen unter den fahrenden Dogen und wurden dabei tödlich verletzt. Vie verunglückten sind zwei ältere Ehefrauen au» Helbra und Benndorf und ein Berliner (Ehepaar, da» in j)elbro zu Besuch weilte.
Aus der provinzialbauptfiadt.
? Diesten, den 10. September 1930.
Der Gchuh in der Volkshygiene.
Beacht«n»n»erte» zur Belch»fchuhwoche.
Man trainiert den Just tagtäglich nach allen Seiten hin mit einer Nachdrücklichkeit, die oft nicht zu übersteigern ist, und er rebelliert kaum jemals, ebenso selten wie das geduldige Herz. Wie dos Herz, so nimmt man auch den Fuß als ein Instrument des immer ungestörten Weiterlebens hin. Ss macht sogar Freude, wenn er nach anstrengendem Sonntagsmorsch mol leise mahnt, für heute fei es genug; dann hat man die Empfindung, die Kräfte ausgiebig geübt zu haben, und fühlt sich erst ganz vom Scheitel bis zur Zehe.
Der Aust ist zum Lastträger des Menschen bestimmt und soll zum Nutzen der Gesundheit in feinen Kräften ousgefchäpst. trainiert werden. Wir arbeiten, marschieren und ruhen aber nicht mit nacktem Aust, sondern in Schuhen. Unb hier ist der Kampier von Iragen, die — wiederum xum Nutzen der Gesundheit — so sorgfältig wie febe Hyaienefrage beachtet werden sollten.
In schlechtem, im Verhältnis zur Austsorm falsch gewählten und alten Schubwerk wird man feine Füße nach einigen Jahren fo gefchädigt hoben, dgst sie nur wenig mehr taugen. Gleich ob es sich um einen Modefchuh oder um einen Arbeitsschub oder um einen Hausschuh beim Schukkaus bandelt: Er fotlte nicht nur nach den Aeststerlichkeiten und nach dem Preis, sondern mit Sorgfalt hinsichtlich guter Qualität und Paßform gewählt werden. Wie berechtigt die üblichen Dewi ff ensf ragen deS sachkundigen Schubbändlers nach dem Passen des an- probierten Schuhes sind, fei durch die Tatsache illustriert, dost sogar der immerhin biS zu einer gewissen Grenze elastische Strumpf den Aust durch nie dauernden Wnflüffe beim Gehen bis zur Krankhaftigkeit verändert, wenn et zu eng oder zu kurz gewählt wird! Das feste Material des Schuhe« Ist ein unüberwindlicher Damm für die natürliche Entfaltung des Austes. wenn der Schuh nicht sorgfältig nach der Austsorm gewählt ist.
Die bei vielen Schuhkäusem herrschende aus- schlietzliche Einstellung aut Billigkeit ist ein falscher Führer beim Schuhkauf. In der Q^etbunq ausgereifte, sorgfältig durchgesärbte Leder, die sich die natürliche Porosität und notwendige Schmiegsamkeit bewahrt haben und den Aust nicht erhitzen, sind ein wenig teurer, al« die Schnelleder. Eine kernige, vor Nüsse, Kälte und Hitze schützende Sohle ist etwas teurer, al« eine schwammige Sohle. Ein Modell, das auster in den üblichen Schußgrößen mit Rücksicht auf die Pasttorm in einer Anzahl verschiedener Schuhweiten hergestellt wird, ist um ein kleine« teurer al« ein Massen- und Typen- schuh. Der Ansangspreis guten Schuhwerk« ist also um ein geringe« höher: aber der Realpreis ift entschieden wohlfeiler, da gutes Schuhwerk länger getragen werden kann, ausgezeichnete hygienische Eigenschaften besitzt und den Zust gesund erhält.
Solche vernünftige Erwägungen über daS Wesen de« Preise« sind nicht nur ausschliestlich Gedanken der engeren Fachleute, sondern auf Grund reicher Erfahrung auch ^Überlegungen der Hau-srauenorganisationen. Praktische Prüfungen von Schuhwerk aus den Qualität«- klaffen verschiedener Preislagen hoben bewiesen, dost man in gutem Schuhwerk g u t und billig lebt, weil man gesund in ihm lebt. Innerhalb jeder normalen Preislage hat sich bei diesen Experimenten und Studien eine Qualitätsklasse festlegen lassen, deren Stücke in bezug auf Wärmehaltung, Lüftung, Kälteschutz, Nassefchutz, Pastsorm und Tragdauer den Anforderungen der Hygiene und der Sparfamkclt gut entsprechen. Uno diese Stücke haben kaum eine Mark mehr gekostet al« billige und unzureichende Schuhe der gleichen Kategorie.
Die Untersuchungen der Derbraucherveretni- gungen haben noch eine weitere gesundheitliche, grundsätzlich wichtige Eigenschaft des Schuh- werk« ergeben, daß Schuhwerk eine vom Hy- gienestandpunkt au« optimale Tragdauer besitzt, jenfeit« deren da« Aufträgen de« Schuhe« gesundheitliche Bedenken mit sich bringt. ES schien bei immerfort und täglich getragenen Schuhen so, al« ob da« Leder sein Leben und die AtmungSsühigkeit verloren hätte ES lag tot und (alt auf dem Fuste, ventilierte ihn nicht mehr und hemmte seine Enldünstung Tie Sohle erzeugte, abgesehen von Aufschürfungen und Hornhaut infolge Verhärtung und Brüchigkeit der Brand- oder Decksohle, Kälte- und Feuchtigkeitserscheinungen. Die Folgen find erfahrungsgemäß zunächst SrkältungSerkrankungen, und zwar je nach Dauer be« ständigen Gebrauch« überalterten SchuhwerkS Erkrankungen steigenden Grade«.
Diese Erscheinungen seien nur kurz gestreift, obwohl ihre weitwirkende Bedeutung für die Volksgesundheit auf der Hand liegt in einer Zeit, in der man vielfach nur ein einziges Paar Schuhe ständig trägt und den Aufbrauch von Schuhen biS zum äußersten erträglichen Maß au strecken bestrebt ist. ES ist nichts damit gespart, wenn man sich dadurch gesundheitlichen
Schädigungen aussetzt. Ss ist belfer und klüger gespart, wenn man sich btt Frisch« feines Schuh- Werks durch täglichen Wechsel und Zuruhe-
flellung des getragenen Schuhes erhält. Dann
bat der Schuh bi« auch lür ihn nfrtigt Muße,
sich zu entspannen, zu entlüften und zu re
generieren, und et lohnt solch« Achtsamkeit mit verdoppelt langer Tragdauer und Gesundheit
Die Schuhhvgiene erfordert also nach zwei Richtungen hin meßt Ernst und Aufmerksamkeit daß man sich sorgfältig einen passenden, richtigen und guten Schuh wählt und daß man feinen Schuhbesitz richtig, unter Beachtung der Notwendigkeit häufigen Wechsels im Tragen einteilt. Dann Hot man zum Schutz bet Gefunbheit unb am Geldbeutel gut gespart, was ja sicherlich bas allgemein« Ziel tn unserem gegenwärtigen Deutfchlanb sein muß.
Das ist ein (Stimmschein?
Ein Stimmschein (Dahlschein) ist rin Personal- auemeil, der den Besitzer derechugt. in ledern beliebigen Hbftimmungtlofal Im Deutschen Reich« zu wählen, ohne am Orte der Stimmabgabe in die Stimmliste ober Stimmkartei eingetragen zu sein. Die Lu»stellung eine» solchen Stunmlchein» muß bei derjenigen Gemeindebehörde beantragt werden, wo der Dahier feinen Wohnsitz Hot. Solche Stimmscheine fännen noch am Tage vor der Wahl au».
ilichiwähler
schelten heftig vor und nach der Wahl, der« säumen aber am Wahltage selbst die Geltend- machung ihre« (Einflusses auf die Entscheidung durch Abgabe be« Stimmzettel«, wichtig und gut handelt der bisherige Tiichtwahler, wenn auch er sich am nächsten Gonntag sagt: auf zur Stimmabgabe t
gestellt werden: allerdings kann in größeren (Be- meinben die Entgegennahme von Anträgen auf Ausstellung von Stimmscheinen schon am zweitletzten Tag« vor ber Wahl geschloßen werden. (9n Gießen ist al» letzter Tag der Stiminschein-Au»- fertigung der 12. September festgesetzt. D. Red.) Wer einen Stimmschein erhält, wird in der Stimmliste b^ro. 6timmtartei seine» Wohnortes gestrichen. Unter welchen Umständen kann man einen Stimmschein beantragen? Zunächst, wenn man sich am Wahltage au» zwingenden Gründen außerhalb feine» Wahlbezirks befindet. Ferner solche Wähler, die Infolge eine» körperlichen Leiden» oder Gebrechen» in der Bewegungsfreiheit behindert sind und durch den Stimmschein die Möglichkeit erhalten, einen Wahlraum aufzusuchen, der ihnen näher liegt. (Einen Stimmschein erhält ferner, wer nach Ablauf der Einspruchsfrist seine Wohnung in einen anderen Wahlbezirk verlegt. Unter der Einspruchsfrist oer- steht man den Termin, bis zu dem jeder Wähler gegen die zur allgemeinen Einsicht aufliegenben Wählerlisten Einspruch erheben kann. Wer zum Beispiel in ber Wahlliste nicht eingetragen ist unb folglich auch nicht wählen kann, wirb auf Grunb eines Stimmschein» zur Wahl trotzbem zugelassen, wenn er wegen Ruhen» be» Wahlrecht» nicht in bie Liste eingetragen ober gestrichen war. ber Grunb hierfür aber nach Ablauf ber ffinlragungefrlft weg- gefallen ist: wenn er Auslonbvbeutscher war unb feinen Wohnsitz nach Ablauf ber Einspruchsfrist in» Inlanb verlegt hat, ober wenn er nachweist, baß er ohne sein verfchulben bie Einspruchsfrist versäumt hat. Dr. J. W.
Privatwirtschaft oder Sozialismus?
Heber dieses Thema sprach am Montagabend in einer gut besuchten Wäßlerver- sammlung der NeichSpartel deS deutschen Mittelstände- (Wirtschaftspartei) deren hessischer Spitzenkandidat Prof. Dr. Hornesfer, Gießen. Der Redner verwahrte sich und seine Partei gegen den Dorwurs, daß ihre Gegnerfchast gegen den Sozialismus gleichbedeutend fei mit Feindschaft gegen die Arbeiterschaft. Sozialismus und Arbeiterschaft feien nicht dasselbe, und wenn der Mittelstand den Gedanken der Be- rusSstandspolitik vertrete, so sei daS kein Klassengegensatz und Klassenhaß gegen die Arbeiter- schicht. Der Anfang mit der AuSmerzung deS SozialiSmuS auS unserem DolkSleben muffe, trotz der scheinbaren Aussichtslosigkeit in dieser Zeit, jetzt gemacht werden. Sr lehne den von anderer Seite empfohlenen Appell an die Gewalt ab ör vertrete den Grundsatz. daß die Heberwindung des Sozialismus nur durch den Kampf der Idee, nur durch daS Ringen um «ine bessere Heberzeugung unter Inanspruchnahme der gesetzlichen Mittel erfolgen könne. Der Redner gab sodann vom wissenschaftlichen Standpunkt auS eingehende Erklärungen über daS Wesen deS Sozialismus und über dessen Auswirkungen, bei denen eS sich vor allem darum handele, die Allmacht der Masse gegenüber der individuellen und geistigen Kraft der Eigenper'önlichkeit zur Geltung zu bringen. Sr besprach in diesem Zusammenhänge auch tue Stellung des Sozialismus zu den wirtlchaftlichen Fragen und hob hervor, daß der 2]iaf|enftaal zur Geltendmachung seines Machrwillens die Verstaatlichung ber Produktionsmittel erstrebe. 3m Gegensatz zu dieser Einstellung vertrete setne Partei grundsätzlich den Hiandpunkt des persönlichen Eigentum- und de- freien Wirken- der schöpferischen Persönlichkeit. Für unsere Wirtschaft und den Wiederaufstieg unsere« Volke- sei e« die größte Gefahr, wenn man die freie Entfaltung der begabten Kraft, he« Talent- und de« Genies hindere oder erdrossele und dadurch da« Führetium in der Wirtschaft ertöte. Vom Sozialismus, der di« geistig selbständig« Persönlichkeit entwerte und vernichte, lei (eint neue Morgenröte, kein Anbruch einer schöner en Zeit gekommen. Auf politischem Gebiete habe der Sozialismus den Keim der Entartung und des Verfall« in unser Volk frineinge tragen. Leider falle dieser Entwicklung auch der Mittelstand zum Qpser, toenn nicht mit oller Kraft dagegen ange- Kimpft werde. Der Redner wandte sich sodann gegen die Sozialpolitik von heute, die keine Stärkung. sondern eine Entnervung unserer Dolks- krast bedeute und au« unserem Reiche einen
sozialen Jutiorgeßaal mach«. Bet einet kurzen Betrachtung der Auswirkungen der gegenwärtigen steuerlichen und wirtschaftlichen Lasten erhärte der Redner, die ganz«
an das Ausland würden allein vom deut- ichenHausbesitz aufgebracht, denn di« ganze öffentlich« Belastung fei freute auf den Hausbesitzer abgewälzt. der nur noch Hausverwalter tm Dienst« des Staate« sei Der Mittelstand mülle zugrundegefren, trenn nicht der Mut aufgebracht werde, mit dem Sozialismus Schluß zu machen Das treffe auch zu auf bte vteltach weit au*ge- dehnte Betätigung bei öffentlichen Hand auf wirtichaflltchem Gebiete, wo die Gemeinde bzw der Staat der Privatwirtfchaft hi steigendem Maß» Konkurrenz rnackte Der Redner lortvrte zum Schluß rücksichtslos« 6 pari am fett In der getarnten Verwaltung und völlig« Wiederher- stellung brr freien Wirtschaft, denn nur dadurch könne fruchtbar« und für das Volksganze vorteilhafte -rteöeraufbuuarbtü acleistet werden. Zur Erreichung dieses Zieles fei es notwendig, di« Geltendmachung de« l<ruf«ftändifchen Gedankens im kommenden Reichstag zu verstärken.
Ein« Aussprache nach dem gut zweistündigen Dortrage wurde von der Versammlung nicht beliebt.
Bum Wahltag in Giehen.
Die Stadtverwaltung verösfentlicht in unserem heutigen Anzeigenteil di« Bekanntmachung über bie AbstimmungSbezirk« für d te Retchstagswahl am nächsten Sonntag. Alle wahlberechtigten Dtitbürgcr seien aus diese wichtige Bekanntmachung besonder« hingewiesen.
Gewählt wird in der Zeit von 8 h i s 1 7 H h r, nicht — wie bei früheren Wahlen — bis 18 Hbr. Stimmscheine können bis einschließlich 12. September beantragt werden.
Jedermann mache sich mit dem Inhalt dieser wichtigen Bekanntmachung genau vertraut.
Gießen im Herbst«Luftverkehr.
Mit Ablaus des Monats August ist im gesamten Luftverkehr der Deutschen Lust-Hansa sowie der andern Luftverkehrsgesellschaften der Herbstflugplan in Kraft getreten. Die Zeit des Herbstflugplanes beschränkt sich nur aus zwei Monats und zwar vom 1. September biS 31. Oktober. Gießen hat in dieser Flugsaison ebenfalls gute Anfchlüfse und Verbindungen. Die Startzeiten liegen, im Gegensatz zum Sommerlustverkehr, günstiger. So haben wir die Früh- maschine nach Hannover, Hamburg. Kopenhagen usw.. die um 10.35 Hhr tn Gießen startet und bereits um 18.45 Hhr In Malmö landet. Weiter sind tm Norden Kiel unb Flensburg um 15.45 Hhr, Vremerfraven um 16.45 Hhr zu erreichen. Sin wesentlicher Vorteil ist bie Verbinduirg über Frankfurt nach Köln, Efsen Mülheim unb Düsseldorf. Start des Flugzeuge« nach Frankfurt 14.55 Hhr, Landung daselbst 15.20 Hhr, Landung in Köln 16.50 Hhr, in Sssen-Mülheim 17.25 Hhr usw Frachtgüter, bie um 14.55 Hhr Gießen verlassen, können aus Grund de« Anschlusses in Köln mit der Nachtmaschine bereit« srüh 6.55 Hhr In London eintreffen.
Die Kraftfahrzeuge in Hessen.
WSN. Die Zunahme an Kraftfahrzeugen aller Art in Hessen ist auch weiterhin sehr beachtlich. 3m Jahre 1928 kam aus 72 Einwohner ein Krastsahr- zeug, 1929 auf 58 unb 1930 auf 51. Im ganzen wurden in Hessen nach einer Zählung vom 1. Juli 1930 gefahren 13 329 Krafträder (worunter 12 692 deutsche Fabrikate), 10 027 Personenkraftwagen einschließlich Kraftomnibusse (davon 8121 deutscher Herkunlt) und 3101 Lastkraftwagen (darunter 2513 deutscher Herkunft). Im einzelnen verteilt sich ber Bestand aus die Kreise des Landes wie folgt: Darmstadt 1417 Krafträder, 1541 Personenkraftwagen einfchl. Omnibusse und 405 Lastkraftwagen (= 1 Kraftfahrzeug aus 43 Einwohner): Ben»hcim 697, 390, 123 (60); Dieburg 546, 264, 88 (73); Er- bad) 544, 284, 43 (56); Groß-Gerau 1206, 586, 209 (36); Heppenheim 728, 269, 64 (52), Ossenbach 1867, 1133, 320 (53); in Oberhessen: Gießen 972, 811, 143 (52), AIsseId 307, 177, 33 (73); Budin- gen 310, 230, 25 (76); Friedberg 892, 639, 349 (48); Lauterbach 267, 149, 38 (56); Schotten 271, 113, 9 (72); in Rheinhessen: Mainz 1191, 1600, 634 (44); Alzey 495, 388, 124 (42); Bingen 414, 364, 141 (49); Oppenheim 276, 283, 95 (74); Worm» 929 806, 258 (49). Die drei Provinzen haben einen Bestand von Starkenburg 7005 Krafträdern, 4467 Personenwagen, 1252 Lastkraftwagen, mithin ent* fallt ein Kraftfahrzeug auf 50 Perfonen. Oberhoffen hat 3019 Krafträder, 2119 Personen-, 597 Lastkraftwagen, d. h auf <57 Einwohner ein Kraft- sahrzeug. Rheinhessen oersügt über 3305 Krafträder, 3441 Personen-, und 1252 Lastkraftwagen, wa» einem Verhältnis von 48 Personen aus »in Krast- sahrzeug entspricht.
Die Statistik laßt intcrestante Rückschlüsse zu, man kann au» ihr die vorwiegend agrari|d)e oder vorwiegend industrielle Struktur der einzelnen Provinzen und Kreise deutlich adlefen. So stehen bie lanb- wirtschaftlichen Kreise Odcrhesten» Alsselb. Bübingen, Schotten unb Lauterbach, oder die lanbroirt- schaftlichen Kreise Starkenburg, Erbach unb Dieburg hinsichtlich ber Dichte der Kraslfahrzeuge weit hinter den inbuftrlellcn Kreisen Darmstadt, Mainz unb Worm» zurück. Am m iften mit Kraftfahrzeugen ge- fegnet ist ber Streif* (' > vß-Gerau, bei hem bereit» auf 36 Einwohner ein Kraftfahrzeug entfallt.
Taten für Tonncrctag, 11. September.
Sonnenaufgang 5.27 Hhr; Sonnenuntergang 18 25 Hfrr. — Mondaufgang 19.29 ilfrr; Mrmd- untergang 8 58 Hhr
1816: ber Mechaniker Karl Zeiß in Weimar geboren.
Bornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch. Heilsarmee Gießen (Ernt: Dankfest-Aufsuhrung, 20 15 Uhr, Schanzenslraße 6. — Zentrumspartei Gießen: Wahloersammlung, 20 Uhr, im Katholischen Verein»* hau» — Rationalsozioltstischr Deutsche Arbeiterpartei: Oessenttiche Versammlung, 20 15 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsaarten. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der weiße Teufel".
— Ehrt st lick), sozialer Volk « dienst. Morgen. Donn.'rStag. Wahlversammlung im Lase Leib. E« sprechen Prosesfor Dr. K o ch tDießens unb Lehrer Dreb (Mainz). — Siehe heutige Anzeige.
— D i e Hetl«armee veranstaltet vom 10. bi« 18. September im Hause Schanzenstraße 6 ihre Erntedankfest-Woche, zu der jedermann willkommen ist. Nähere« ist au« ber gestrigen Anzeige ersichtlich
ew Da« 6tabttfreater-3bonnement. Au« bem Stadtthsaterbureau wirb uns geschrieben. Die Winterspfelzeit be« GieHener Stadt-
tfreahr« beginnt am 1. Oktober. Die jÜ'pniww«Rti- preite Itnb gegenüber bem Dvrjafrre unncränberL Der Abonnent genießt eine Ermäßigung von 30 Prozent auf tebem Pla^ Die Abonnements- gefuche muffen späteftrns freute noch fchristlich ein gereich» werben
•• Die btraßenreinigung»g,dühren betrifft eine Bekanntmachung brr Stabtverwaltung tn unserem heutigen Anzeigenteil, aus bie wir alle Interessenten vesonber» aufmerksam machen
** SttttRlgil < ß c -
n«r Realgymnaf tasten Am fommenben Sarn«tagnachmittaa wird Im Vorgarten be« Gießener Realgymnasium« die Weiße des Denkmal« unb ber Ehrentasel für bie Im Weltkriege gefallenen efrem. Angehörigen be« Gießener Realgymnasiums stattfinden. Am Abend fall ein« gefeMchaftiiche Veranstaltung auf ber Liebigs- fröfr« die Mitglieber ber Vereinigung mit ihren Angehörigen vereinen. In unterem heutigen Anzeigenteil ist bie Einlabung enthalten, aus der näßere« zu erleben tfl
•• Eine ^überwältigende" Wähler- Versammlung. Al» Kuriosum ber Wahlagitation wirb au» Scholten berichtet, daß dort dieser Tage eine Wahlcrversammlung vor sich gehen sollte, zu der aber nur brr verfammlung»lelter, der Redner, ein Pollzeibeamter. ein Presscvertreter unb ein einziger Zuhörer rrschienen war. Per Referent für diese kleine „SkatgeseUfchaff verzichtete angesichts diese» „überwältigenden'' Besuche auf die Prri»gabr seiner politischen Belehrungen, so baß man schon nach bem ersten Schoppen wieber nach Hause pilgern konnte. Leiber wirb in dem Bericht nicht aelaflt. welche Partei sich diese» „Vorzug»" der Wahicr|lhaft zu erfreuen hatte.
Jahre Buchthaus für einen Bürgermeister.
WSR. Limburg. 9. Sept Das Große Schöffengericht verhandelte gegen den 48jährigen Bür- gcnnclfter a D. G u cke l sberaer au« Haufen bei Limburg, dem erschwerte vlmt*- untcrf<blagung. einfache und schwere Hrkunden- sälschung. Hrkundenunterdrückung und Betrug zur Last gelegt wurden. Der Angeklagte war von 1925 vis 1. April 1930 Bürgermeister von Hausen. Er bezog ein Gehalt von 1440 Mark. Während Guckelsberger früher als Anstreicher- und Akalermeister tätig war legte er diesen Beruf schon bald nach seiner Wahl nieder. Trotz be« nichtigen Gehalt« konnte G. sich mit ber Zeit ein Auto anschafsen. zum Schluß befaß er foaar zwei Kraftwagen. Hm feine drücken he Schuldenlast au hecken hat sich Gu ' fortgesetzt auf« schwerste an ben Gelbem Der Gemeinde Hausen vergtisfen. Um seine Fälschungen und Unterschlagungen zu verdecken, hat er auch wiederholt die Unterschristen der Gemeinde- schössen gesälscht. Insgesamt hat er durch seine Unregelmäßigkeiten die Gemeinde um 7030 Mark Rschädigt. 'Das Gericht verurteilte den Ange- agten zu eineinhalb Jahren Zuchthaus, 400 Mark Geldstrase und fünf Jahren Ehrverlust.
®fwlenau»)ua
5. «last» 35. Preußlsch-Eaddeiifch» (261. Preuh.) Klastea-Lotterl,
Ohne Gewähr Nachdruck verboten
Aus jede gezogen» Rümmer sind |ir»l gleich hohe Gewinn» «»sallen, unb zwar |< »In»? aus die Lose alrlcher Kummer In den beiden 'Abteilungen I unb II
28. 8>»dung»1ag 8. September 1930
3n der heutigen Bormittaas-lehung wurden Gewinn« . über 150 M. gezogen
4 i» 10000 OL 165870 296188
2 »etrinM >■ 5000 OL 10171.M
10 e-c-inn, |B BOOO OL 16382 27783 261666
268829 377961
22 Oktoinn, |U 2000 OL 2418 67658 92081 112610 160070 156143 164287 210003 236460 318030
34 e-elwne - 1000 OL 1608 6200 10527 13448 72065 75332 103002 171767 102555 186564 282222 305397 332711 344136 363414 364028 384/.24
84 |> 600 Ol. 23677
49760 61464 65425 79828 85476 867H6 902H3 107006 108062 110259 114459 120963 131020
142689 146911 149842 160724 161202 171474
179656 191483 191402 196430 214246 219035
224170 237127 243626 240701 280894 289041
307410 325299 336733 342464 363658 372220
386139
204 »ttoixM n 300 <9. 2406 2719 6124 6293 14892 16514 18529 21909 26027 30326 30996 33429 33531 34172 43814 6 MH2 68103 511769 63 189 60638 66672 69068 71370 80670 92108 101221 108399 110168 123650 123641 125454 126734
128407 130402 131002 136281 136616 138284
139677 141725 142054 148102 1491.35 167297
168758 164281 168241 179107 181625 162856
185165 189094 191740 192602 196743 197667
200810 202958 203792 206012 210593 216338
219496 220087 224039 228095 233993 240009
246172 246891 260907 254174 257010 200194
266'^5 274556 274672 280098 285194 289278
280499 202474 294012 298176 307350 810378
322818 323418 330293 331596 339187 342OHO
34'17 4 7 34 9UM 866989 308278 380821 383264
364209 38'3421 890623 394796
Ja ber heutigen Kachmilloa»jtebung würben Gewinn« über 150 M. gezogen
2 e-teinne *■ 25000 ®L 249669
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2ee<e>i.M ». 1000®. 6734 4 3421 71498 99118 144797 167067 202789 205689 208996 806738 808709 311852 336402
74 »roinn. |U 500 <BI 9089 9118 1 8947 34218 36908 38128 70760 108440 109867 132206 132324 132080 137691 145438 150006 167516 172428
173336 109800 221276 236834 240517 24OH34
243457 247173 257500 264864 265876 271653
283160 205346 327367 334469 346129 872027
366'61 388046
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Im Gewinnrad« verblieben: 2 Prämien zu j« 500000, 4 Gewinn» zu |t 25000, 12 zu )» 10Ü0Ö, 13 zu 1» 6000. 34 zu ft 8000, 84 zu ft 2000, 180 zu s» 1000, 480 zu se 600, 1100 zu ft 800.
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