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Me deutsche Regierung fetzt aber Ihrerseits Protest gegen dos gesamte Verhalten der beteiligten polnischen Beamten erheben. Die deutsche Regierung erwartet, daß die polnische Regierung die schuldigen Beamten zur Rechenschaft ziehen und die erforderlichen Maßnahmen treffen wird, um die Wiederholung derartiger für die nach- barttchen Beziehungen gefährlicher Vorgänge zu verhüten.
Gegen den in Hast befindlichen polnischen Grenz- fchutzdeamten ist das ordentliche Strafverfahren ein- geleitet.
Eine neue polnische Rote.
Warschau. 7. 3uni. (Sih. CNB.-Weldung.) Wie verlautet, ist der polnische Gesandte kn Berlin beauftragt worden, im Auswärtigen Amt eine Verbalnote zu überreichen, die im wesentlichen die Vorstellungen Polen» Kum Reuhösener Zwischenfall vom 26. Wai wiederyvlcn soll.
Hessischer Landtag.
Dar nTft adt, 6. Juni. (WHP.) Vach Gross- nung der Sitzung um 10,15 Hhr fordert Abg. Harth (Soz.) zu Kapitel „Volksgesundheit und Volkskrankheiten" scharfe Durchführung der Vorschriften zur Verhütung von Gewerbekrankheiten. Die Bekämpfung der Tuberkulose könne noch intensiver durchgeführt werden. Notwendig sei Ausbreitung der Mutter- und Säuglingsfürsorge, der Schulspeisung, der Ferienwanderungen und der VolkSaufklä- rung. Grste Voraussetzung aller Gesundheitspolitik sei die Hebung des Lebensstandards der gesamten Bevölkerung. Hoffentlich könnten die in diesem Jahre vorgenommenen Abstriche an dem Kapitel im nächsten Gtat wieder ausgehoben werden.
Abg. D o n a t (Dem.) fordert Wiedereinstellung der gestrichenen 10 000 Mark für den Heilstättenverein.
Abg. Frau Heraeu« (Dntl.) sieht In dem überhandnehmenden Vertrieb von Schutzmitteln gegen Geschlechtskrankheiten eine empörende Verletzung von Anstand und Sitte. Die Frauenwelt weise diese unter dem Deckmantel der VolkSgesundung segelnde Geschäftstüchtigkeit mit aller Entrüstung zurück. Diese Schutzmittel öffneten einem hemmungslosen Ausleben Tür und Tor. Der Staat dürfe nicht zu seinem eigenen Totengräber werden.
Abg. Frl. Birnbaum (D. Vp.) dankt den Fürsorgerinnen für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit. DegrüstenSwert ist der Kampf der Iugend gegen die Rausch- und Rauchgifte. Das Iugendherbergs- w e r k bedarf weiterer unparteilicher Förderung. Zur Ehre der rheinischen Frauen könne gesagt werden, bah die veröffentlichten Ziffern über die .Besatzungskinder" sich als ungeheuerliche lieber- Itcibungen erwiesen hätten.
Bei Kap. 49 (Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke) hält Abg. Dr. Keller (D. Dp.) den Sonderfonds zur Verfügung des Ministers nach den bisherigen Ergebnissen für vollkommen überflüssig. Aus diesem Fonds werde der Pressechef deS Innenministers bezahlt, der zum größten Teil parteiagita- torischen Zwecken diene Vielleicht werde auch für das fog. Mainzer Befreiungsdenkmal, um daS man sich in Mainz nicht reihe, ein Beitrag gegeben. Heber Vorgänge in der Vergangenheit wollen wir jetzt nicht mehr reden, da der Minister unS Abhilfe zugesagt hat.
Abg. Dr. Werner (Ratsoz.) fordert Streichung dieses GeheimsondS.
Beim Kapitel Etrahenwesen lehnt Abg. Ritzel (Soz.) die Wiederübertragung deS 6tra- henwesens an die Kreise ab. Der jetzige Zustand der Straßen sei durchweg gut. Notwendig erscheine eine einheitliche Leitung der Straßenbautechnik für die drei Provinzen. Die hessischen Steinbruche sollten bei Lieferungen bevorzugt herangezogen werden.
Abg. Schott (D. Vp.) bedauert die Streichung von 200 000 Mk. Gerade in Hessen wür- den die Straßen durch Schwerlasttransporte stark beansprucht. Deshalb sei eine stärkere Berücksichtigung bei der Verteilung des Steueraufkommens notwendig. Das einheimische Steinmaterial habe jahrhundertelang seine ausgezeichnete Qualität bewiesen. Daher müsse es verstärkt herangezogen werden. Dies diene auch gleich mit zur Linderung der Arbeitslosigkeit in Hessen.
Abg. Glaser (Bauernbund) bemängelt bie Vernachlässigung der DezirkSstraßen durch die Provinzen. . , _
In der Qlbftimmüng werden die Kaprtel Landesheil- und Pflegeanstalten, Alicestift Darm- habt, Volksgesundheitspflege. Volkskrankheiten, Iugendfürsorge, Fonds für öffentliche und gemeinnützige Zwecke und Etrahenwesen in der AuSschuhsassung genehmigt. Für den Heilstättenverein werden 10 000 Mk. mehr bewilligt. Der Antrag auf Verbot für Schuhmittelautomaten wird der Regierung als Material überwiesen.
Es folgt die Beratung der Abteilung IX. Ministerium der Finanzen (Hauptstaatskasse, Lan- deSvcrmessungsamt, Bauwesen, Rheinschiffahrt, Brücken und Heberfahrten, Landesanstalt für Wetter- und Gewässerkunde, Privateisenbnhnen, Kraftwagenverbindungen, Flugverkehr).
Abg. fiebert (Soz.) kritisiert die Der- kehrshinderungen, insbesondere die Drückenabgabe auf der Hindcnburgbrücke bei Dingen. Gegen die Absicht, das Gisenbahnaus- besserungswerk Darmstadt aufzuheben, müsse grundsätzlich Einspruch erhoben werden, auch wenn die Regierung diesmal diese Gefahr habe abwenden können.
Abg. Ritzel (Soz.) lenkt die Aufmerksamkeit der Regierung auf gewisse Absichten der Butzbach—Licher Eisenbahngesellschaft, um eine Schädigung der in Frage kommenden Gemeinden zu verhindern. Es gehe nicht an, Züge durch teuere Kraftwagen zu ersehen.
Aus atter Welt.
Riefenbrand In Nykjöbing.
Kopenhagen, 9.3unL (TH. Funkspruch.) Ein großer Teil der dänischen Hafenstadt N y - Ijöbing, die 15 000 Einwohner zählt, steht seit der Nacht zu Sonntag in Flammen. Das Feuer entstand in einem Holzlager am Hafen: infolge starken Windes dehnte sich der Brand auf die Lagerhäuser und auf das sogenannte Geschäftsviertel unb auf Wohnhäuser aus. Mehrere Kornsilos, Tabak- und Zigarrenfabriken sind in Mitleidenschaft gezogen worden Es find
Werke von rund 3,5 Millionen Krönens durch den Brand vernichtet worden. DaS Feuer breitete sich infolge eine» orkanartigen SturmeS sehr schnell aus. Der Brand dürfte wahrscheinlich durch Landstreicher verursacht worden fein, die in einem Holzlager übernachteten. Nach den letzten Meldungen soll die Feuerwehr den Brand inzwischen gelöscht haben.
Dynamitexplosion unter dem Doffer. — Sechs lote.
Detroit, 9.3uni. (WTB.) Bei den Dau- ar beiten für einen Wasserwerk-Tunnel unter dem Detroit-Fluh erfolgte eine Dynamit- Explosion. GS wurden sechs Arbeiter getötet und sechs verletzt.
Schiffskatastrophe in der tzanglse-Mündung. — lieber 100 lote.
Nach einer Meldung der Associated Preß aus Schanghai ist der chinesische Dampfer „ßitung“ in der Mündung des Bangtsee aus einen Felsen ausgestohen und untergegangen. Hundert Passagiere und die Mannschaft sind ertrunken.
Aus Oer provinzialhauptfiadt.
Gießen, den 10. 3uni 1930.
Liebig-Zeien in Bad Galzhausen.
Auf Einladung der Liebig-Gesellschaft Gießen, der Hessischen Badedirektion und des Kur- und Derkehrsvereins Bad Salzhausen fand sich am vorigen Donnerstagnachmittag eine größere Zahl von Liebig-Verehrern in dem idyllischen Bad Salzhausen ein, und zwar vor dem Hause, an dem vor zwei Iahren eine Liebig-Gedenktafel angebracht worden war.
Im Schatten der mächtigen Bäume der Kurpromenade begrüßte Medizinalrat Dr. Meyer im Namen der Dadedirektion die Gäste, insbesondere den Vertreter des Finanzministers, StaatSrat Balser, sowie die Vertreter der Kreise Büdingen, Friedberg, Schotten und Gießen und die Vertreter des Landtags. Hierauf dankte StaatSrat Balser für die Einladung. Er gedachte des Tages der Einweihung der Lic- big-Tasel und hob die Verdienste von Geh. Rat Sommer (Gießen) hervor, dem es in erster Linie zu verdanken fei, daß in Bad Salzhausen nun ein Liebig-Zimmer eingeweiht werden kann. In m^rfacher Beziehung habe Liebig Bedeutung für Bad Salzhausen, nicht nur als Wissenschaftler, der die Quellen analysierte, sondern auch als Mann der Praxis. Schlug er doch der hessischen Regierung vor, gleichsam als Dank für die erfahrene Förderung, int Anschluß an die Saline, die Fabrikation von Bittersalz, Glaubersalz und Salzsäure aufzunehmen.
Trotz manchen Widerständen, meist lokaler Art, war bet Plan auSgeführt worden, doch zog sich Liebig nach einigen Iahren, da er von anderen Problemen in Anspruch genommen war, von dem Unternehmen zurück, das bald darauf aufgelöst wurde. Auch heute ist eS nützlich, die enge Verbundenheit von Wissenschaft und Technik zu betonen, und in diesem Sinne soll das Liebig- Zimmer ein Band sein zwischen der Umversität unb dem Bade.
Geh. Rat Sommer dankte den Erschienenen für ihr Interesse unb der Regierung besonders für die Heberlassung von Akten, die die Bittersalzfabrik betreffen. Er stellte bann das Gebäude, an dem die Gedenktafel angebracht ist, als die alte Bittersalzfabrik vor. Hier sei nun ein Liebig- Zimmer eingerichtet worden, das ein lebendiges Bild der damaligen Tätigkeit des großen Forschers geben solle, also keineswegs ein Museum darstelle. Schließlich dankte Geh. Rat Sommer dem Regierungsbaurat Metzger, Oberbaurat Berg unb Kurdirektor Dr. Meyer für die verständnisvolle Mitarbeit.
Hierauf erfolgte die Heberreichung der Liebig-Museums-Medaille an Direktor D o h von derLiebig-Fleischextrakt-Gesellschaft in Köln mit herzlichen Worten des Dankes für bie reiche finanzielle Unterstützung. Direktor V o h bankte im Namen der Gesellschaft für die Ehrung. Die Liebig Co. betrachte es als Ehrensache, die Liebig-Gesellschaft zu fördern, führe sie doch den Namen des großen Chemikers, der fast zehn Iahre über die Güte ihres Erzeugnisses wachte, und den sie in der ganzen Welt populär gemacht habe.
Zum Schluß brachte Kreisdirektor Recht- hien (Friedberg) Grüße des verhinderten Land- tagspräsidenten, und Prof. Weih die Grüße der Landesuniversität.
Hierauf begab man sich zum Ci ebi glimmer, das von jetzt ab der Qcssentlichkeit zu bestimmten Stunden zugänglich ist. Es konnte allerdings bie große Zahl der Teilnehmer nicht auf einmal fassen. Geh. Rat Sommer übernahm die Erklärung der Einrichtung. Gleich links sah man einen alten Liebigschen Herd, wie er zur Verdampfung von Wasser nötig war, ferner Zangen, eine Waage, Tiegel und andere Geräte. Die Analyse der Salzhausener Quelle, die Liebig 1825 unb 1843 vorgenommen hatte, war durch Merkblätter, deren Bearbeitung Herr Dr. Ohr übernommen hatte, veranschaulicht. Weiterhin sah man in vielen Gläsern die einzelnen Bestandteile der Sole im richtigen Verhältnis, unb zwar auf ein Bab = 400 Liter Mineralwasser bezogen. Ueberraschenb ist bie große Menge von Salzen, bie in einem einzigen Bad enthalten ist. Diese sehr fcfcönc Zusammenstellung hatte Herr Stock (Bad-Nauheim) besorgt. 3m Hintergründe des Zimmers waren einige Stiche, die bie Saline unb bie Fabrik zeigten, sowie Schriften und Briefe Liebigs, Bad Salzhausen betreffend. Die rechte Seile des Zimmers ist zum Teil der Fleischextrattfabrikation gewidmet, zum Teil durch topographische und geologische Karten ausgefüllt. In der, der Türe gegenüberliegenden Wand befindet sich ein kleines Fenster, das sicherlich Liebig hatte anbringen lassen, um bie Fabrikräume überblicken zu können.
Den Abschluß der Ciebigfeier bildete bie Ingangsetzung des alten Wasserrades, das früher eine Solepumpe in Bewegung setzte, jetzt aber nur noch eine interessante Erinnerung an die Anfänge des Babebetriebes bildet.
Viel zu schnell verflogen die Stunden in dem schonen Badeort. Erst der letzte Zug brachte die auswärtigen Gäste nach Hause. Dr. K. M. O
Gießener Wochenmarktpreise
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmari t das Pfund: Butter 140 bis 150; Matte 30 bcs 35; Käse (10 Slück) 60 bis 140; Wirsing 15 bis 20; Weißkraut 8 bis 10; Rotkraut 15 bis 20; gelbe Rüben (neue) Bund 15 bis 20; Spinat 10 bis 15; Römisch kohl 10 bis 15; Bohnen, grüne. 50 bis 60; Spargel 40 bis 80; Erbsen 30 bis 35; Mllchge- müse 10; Tomaten 60 bis 80; Zwiebeln 8 bis 12; Meerrettich 50 biS 70; Schwarzwurzeln 40 bis
60: Rhabarber 10—51: alte Kartoffeln 4,5—5; neue 12 bis 15; Dörrobst 30 bis 35: Kirschen 50 bis 60; Erdbeeren 140 bis 150; Honig 40 bis 50; junge Hähne 120 biS 130; Suppenhühner 100 bis 120; Nüsse 50 bis 70; das Stück: Tauben 70 bis 80; Eier 10 bis 11; Blumenkohl 30 biS 70; Salat 8 bis 10; Salatgurken 40 bis 70, Ober-Kohlrabi 10 biS 15; Lauch 5 bis 10; Rettich 15 bis 20: Sellerie 10 bis 40; das Bund: RadieS- eben 10 bis 15 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3,80 biS 4 Marl.
Taten für Mittwoch, 11 Juni
1859: der österreichische Staatsmann Fürst von Metternich gestorben. — 1864: der Komponist Richard Strauß in München geboren.
Vorn st tt.cn
— Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: „Flieg, roter Adler von Tirol", 20 dis 22,15 Hhr. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: Aus der Bühne: Gastspiel deS GiS» balletts Rose und Honey with Morrison; Film» teil „Karriere".
— Stadttheater Gieß en. Man schreibt uns: Heute um 20 Hhr beginnt die Erstausführung von Angermayers „Flieg, roter Adler von Tirol". Spielleitung: Peter Fassott, Inspektion: Anton Wahlen, Mitwirkende: Damen: Fuhrmann, Iahn, Schubert-Iüngling, Herren: Arzdorf, Dommisch, Haeser, Hais, Hub, Linkmann, Philipp, Volck, Wesener. Ende gegen 22.15 Hhr. — Lieselotte Fuhrmann, die im Lause der Sommerspielzeit das Gießener Stadttheater ver- läßt, wird heute abend die letzte tragische Rolle, die Eggthaler Bäuerin in .Flieg, roter Adler von Tirol" spielen.
•• DiePsing st feiertags brachten uns — gewissermaßen als Entschädigung für die sehr ungünstigen Witterungsverhältnisfe zu Ostern — ein strahlendes Sommerwetter, das den Reise- und Aucs ugeverkchr ungemein begünstigte. Sämtliche Verkehrsmittel, insbesondere die Reichsbahn im Fern- und Nahverkehr, hatten an beiden Festtagen Großbetrieb zu verzeichnen. Bereits am Samstag mußten stark besetzte Vorzüge in der Richtung Frankfurt-Essen und Essen—Frankfurt, Frankfurt-Kassel und Kassel—Frankfurt gefahren werden, außerdem wurde ein Vorzug nach Alsfeld eingelegt. Auch die planmäßigen Züge waren stark beseht. Am ersten Feiertag mußten Vorzüge auf der Strecke Frankfurt—Gießen und Gießen—Frankfurt gefahren werden, ebenso auf der gleichen Linie am zweiten Feiertag. Im übrigen wurde der Verkehr bei der Reichsbahn planmäßig und ohne Verspätungen oder sonstige Störungen abgewickelt. — Ein leichter Verkehrsunfall ereignete sich am Montagnachmittag gegen 2 Hhr; ein aus der Richtung Afterweg kommender Motorradfahrer, der in die Steinstraße einbiegen wollte, geriet mit einem Opelwagen in Kollision. Der Motorradfahrer, ein Tierarzt aus Frankenberg a. d. Eder, erlitt einen Hnter- fchenkelbruch; fein Rad wurde schwer beschädigt. Das Auto wurde leichter beschädigt; die Insassen blieben unverletzt. — Im übrigen sind die beiden Feiertage in unserer Stadt ruhig verlausen, erfreulicherweise brauchten weder die Polizei, noch die Feuerwache in Anspruch genommen zu werden. — Die Gottesdienste in den hiesigen Kirchen wiesen an den beiden Feiertagen einen starken Besuch auf.
•• 400-Iahrs eier der Augsburgi- schenKonfession. Dashess.Landeskirchenamt hat in Erinnerung an den 25. Iuni 1530, den Tag, an dem die evangelischen Stände das Augs- burgische Bekenntnis vor Kaiser und Reichstag verlesen und übergeben haben, durch ein Ausschreiben an die Pfarrämter eine allgemeine Feier im ganzen Lande angeordnet, die am Sonntag, 22. Juni, dem ersten nach TrinitattS, stattfinden soll. An diesem Tage werden in allen Gottesdiensten Gedenkfeiern gehalten werden. Gleichzeitig wird angeordnet, daß die geschichtliche und kirchlich-religiöse Bedeutung der Augustana im Religionsunterricht und in der Christenlehre behandelt wird. Ferner soll die Bedeutung des Augsburger Bekenntnisses und der Gehalt seiner wichttgsten Artikel der Gemeinde in Gemeindeabenden, Vorträgen, Bibelstunden, Gemeindeblättern lebendig gemacht werden. Das Landeskirchenamt schreibt dazu: „Mit dem Reformator haben sich unsere Väter in der Konfession mit Festigkeit zum Evangelium bekannt, auss neue Recht und Freiheit für Glauben und Gewissen gefordert, und vor allem vor aller Welt bezeugt, was die evangelischen Stände im Willen zur Reformation und in der auf bauenden Gestaltung der Kirche der Reformation vereinte und fest zu- fammenschloß. Mit der gesamten evangelischen Christenheit Deutschlands rüstet sich deshalb auch unsere Landeskirche auf eine würdige Feier des Gedächtnisse» der Augsburgischen Kvnsessivn."
Strafkammer Gießen.
• Gießen, 6. Iuni. Schlechte Erfahrung machte ein Milchsammler mit der von ihm verfolgten Berufung gegen ein Hrteil des Amtsgerichts Butzbach, das gegen ihn wegen Nah- rungsmittelfälschung auf einen Monat Gefängnis und eine empfindliche Geldstrafe erkannt hatte. Der Angellagte sammelte täglich in feinem Dors bei den einzelnen Landwirten die Milch, die dar.'N durch ihn an die Molkerei eines Nachbarorts weiter befördert wurde. Als Anfang Ianuar an zwei Tagen unerwartet durch die Gendarmerie Milchproben aus den zur Ablieferung an die Molkerei bestimmten Kannen erhoben wurden, zeigte die von dem hiesigen chemischen Hntersuchuugsamt vorgenommene Hn- tersuchung der Mllchproben, daß die Milch sehr stark gewässert war. So enthielten die 160 Liter Milch, die der Angellagte an dem einen Tag abgeliefcrt hatte, 37,6 Liter Wasser, während an dem anderen Tage die gleiche von dem Ange- llagten zur Ablieferung gekommene Menge Milch sogar 48,8 Liter Waster enthielt. Der Angeklagte bestritt zwar auch jetzt, der Milch Wasser zug^etzt zu haben, konnte aber dafür, daß die Differenz zwischen der von ihm eingesammelten und an die Molkerei mehr abgelieferten Menge Milch wochenlang täglich durchschnittlich weit über 40 Liter betrug, wie nachttäglich sestgestellt wurde, keine Erllärung finden. Das Gericht hatte nach dem Deweisergebnis nicht den geringsten Zweifel, daß nur der Angellagte der Milch diese erheblichen Mengen Wasser zugefetzt hatte. Es war der Ansicht, daß für diese gewissenlose, nur aus Habgier vorgenommenen Wllchverfäl- schungen die in erster Instanz erkannte Strafe nicht ausreiche, und daß der Angellagte sich nicht nur fortgesetzt gegen das Lebensmittel- gesetz vergangen habe, sondern sich auch zugleich eines Betruges schuldig gemacht hat. Hnter
Aushebung deS erstinstanzlichen Hrteil» wurde auf die Berufung der Staatsanwaltschaft hin die gegen den Angellag len erkannte Gefängnisstrafe auf drei Monate erhöht und die Geldstrafe auf 500 Mark, evtl. 50 Tage Gefängnis festgesetzt
Ein junger Bursche, der kaum da- 18. Lebensjahr vollendet hatte, brach in der Nacht deS brüten Osterseiertages einen Stall auf und holte daraus bei Morgengrauen ein, wie er wußte, dort untergestelltes fast neue- Motorrad. AIS er mittags auf diesem durch Bad-Nauheim suhr, sah er sich plötzlich von einem LandSmann entdeckt. Sofort entschloß er sich, daS Motorrad auf die Polizei zu bringen, wo er erklärte, daß er eS im Walde gefunden habe. Schließlich gab er aber zu. das Motorrad selbst geholt zu Haden, er wollte eS nur einmal fahren und dann abends wieder zurückbringen. Aus Angst traute er sich nicht mehr nach Hause und trieb sich jetzt zwei. Wochen tn der Gegend von Bad-Nauhemi herum. Dort beging er in der Folgezeit mehrere Diebstähle, die er auch eingestand. Durch daS Amtsgericht Bad-Nauheim wurde er deswegen inS- ?efamt zu drei Monat drei Tagen Ge- ä n g n i S verurtellt, während er wegen der Wegnahme des Motorrades freigesprvchen wurde. Die insoweit von der Staatsanwaltschaft verfolgte Berufung wurde zurückgewiefen, da auch das Berufungsgericht sich nicht ausreichend davon überzeugen konnte, daß er daS Motorrad in diebischer Absicht weggenommen hatte.
Turnen, Sport und Spiel.
Um die deutsche Fußball, Meisterschaft.
IDIebertjolungefplcl Hertha BSC. Berlin gegen Köln Sülz 07 8:1 (4:0).
Dor 35 000 Zuschauern ging am zweiten Feiertag in Berlin das Wiederholungsspiel zwischen Hertha BSC. Berlin und S p B g. Koln - Sülz vor sich. Nach dem Unentschieden des ersten Kampfes hatte man heute wieder ein ziemlich ausgeglichenes Ringen der beiden Mannschaften erwartet. Doch es kam anders. Die Rheinländer versagten vollkommen und mußten nach unglaublichen Schnitzern ihrer Verteidigung den Berlinern einen überraschend hohen Sieg von 8:1 Überlassen. Bereits in den ersten Minuten verschoß Köln einen Handelfmeler. Kirsey erzielte kurz daraus Den Führungstreffer für Berlin. Durch einen Strafstoß erhöhte Berlin, ebenfalls durch Kirsey auf 2:0, Ruch schoß auf Vorlage von Sobeck Nummer drei und ein Foulelfmeter, von Kirsey verwandelt, brachte ein Pausenergebnis von 4:0 für Berlin. Ein Selbsttor der Kölner brachte den Berlinern einen billigen fünften Erfolg, ein Treffer von K i r- f e y unb zwei von Hahn verhaksen Berlin zu einem 8:1-Resultat, nachdem die Kölner durch S w a t o s ch zu ihrem Ehrentreffer gekommen waren. Mit Sackenreuther (Nürnberg) als Schiedsrichter war man recht wenig zufrieden. Seine Leistung war sehr mäßig.
Regatta in Hanau.
Die diesjährige Hanauer Regatta - gestaltete sich zu einer Art Lokalttessen der um Franksurt- Osscnbach gruppierten Rudervereine, die mit den auswärtigen Klubs aus Eisenach, Gießen und Miltenberg schone, spannende Rennen auSsochten. Es wurden sportlich gute Leistungen geboten. Eine Heberraschung war die Niederlage der Franllurter Germania im Ersten Achter, die dafür aber im Ersten Vierer eine sehr gute Rolle spielte. Relattv am besten schnitt der Offenbacher RV. ab, der vier Siege an sich brachte, gefolgt von dem aufstrebenden Frankfurter RC., der dreimal Erster wurde. Don den Gästemannschas- ten holte sich der Eisenacher RC. einen Vierersieg. Einige Kollisionen in steuermannslosen Booten verzögerten den Verlauf der Rennen, die über eine Bahn von 2000 Meter gingen.
Die Ergebnisse:
Iu n i vr-D i er e r: 1. Franks. RV. 6:56; 2. Offenb. RV. 6:59,1; 3. Gießener RG. aus- gegeben. Er st er Vierer: 1. Germania Franks. 6:38.2; 2. Franks. RV. 6:50,4; 3. Hniversität Franks. 7:14,9. Iungmann-Einer: 1. Timpe (Franks. RC.); 2. Maier (Offenb. RV.) 8:33. Zweiter Achter: 1. Hndine Offenbach 6:22; 2. Offenb. RV. 6:31,1; 3. Germania Frankfurt 6:37,3. ZukunftS-Vierer: 1. Franks. RC. 7:22,8; 2. Hanauer RG. 7:27,8; 3. RC. GrieSheim 7:37,9. Iunior- Ach ter: 1. Offenbacher RV. 6:28,2; 2. Germania Franks. 6:30,9: 3. Franks. RV. 6:37,5. Vierer ohne St: 1. Offenbacher RV. 6:57,8; 2. Hniversität-Frankfurt 7:06,1. Dritter Vierer: 1. Eisenacher RC. 7:13,8; 2. Hanauer RG. 7:27,5; 3. RV. Fechenheim 7:33,2. Doppelzweier: 1. Frankfurter RG. Oberrad (Reumann, Paul) 7:30,4; 2. RV. Rüsselsheim 8:07,7. Erster Achter: 1. Frankfurter RV. 5:56; 2. Germania Franks. 6:01,2. Zweiter Iungmann-Vierer: 1. Frankfurter RC. 7:20,6; 2. Hanauer RC. Hafsia 7:21,3; 3. RC. Möve Gr.-Auheim 7:22,1. Zweiter Einer: 1. Iüngling (Hanauer Has- sia) 8:04,16; 2. Maier (Offenb. RV.) aufgegeben. Zweiter Vierer: 1. Offenb. RV. 6:56,3; 2. Gießener RG. 6:57; 3. Eisenacher RC. 7:05,3.
Wettervoraussage.
Noch immer beherrscht der hochdruckrucken, der sich heute morgen von Der Biskaya bis nach Polen hin erstreckt, unsere Wetterlage. Zn seinem Bereich bleibt auch Das Wetter zunächst noch schon, jeDoch wird an der Südseite Der kräftigen Jslandstorung späterhin bei mehr westlichen Winden etwas kühlere Ozeanlust gegen die heißen kontinentalen Lust- massen Vordringen, bei derem Zusammentreffen Bewölkung und Gewitterstörungen aufkommen.
Wettervorhersage für Mittwoch: Zu- nächst noch meist heiter, später aufkommende Bewölkung mit Gewitterbildungen, wärmer.
Reifewellerdienst.
Westerland auf Sylt. 15 Grad, gestern warmer Tag, Südwestwind, heiter, gestern meist heiter.
Baden-Baden. 16 Grad, der Iahreszeit entsprechende Temperaturen, Südostwind, wolkig, Witterungsverlaus seit gestern meist heiter.
Garmisch-Partenkirchen: 12 Grad. Witterungsverlauf der Iahreszeit entsprechend. Südwestwind, heiter bis halb bedeckt, seit gestern teils heiter, teils wolllg.
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