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eine 4:1- (Halbzeit 1:0-) Niederlage hinnehmen.

Das Spiel war nicht so schön und spannend, wie das Vorspiel. Beide Mannschaften waren zu laut und aufgeregt, worunter die Einheitlichkeit der Leistungen stark zu leiden hatte. Marburg spielte ein richtiges Schlag- und Laufspiel. Zwei standfeste Verteidiger und ein sehr guter Tor­wart sorgten durch wuchtige Abschläge, daß der Ball immer wieder nach vorne kam. 1900 dagegen spielte mehr mit dem Ball, war aber nicht schnell flensg. Solange die Gießener den Ball flach hielten, hatten sie ein merkliches Plus-vom Spiel. Lediglich der Sturm, in dem die Houptkräfte, Adelberger und Heilmann, fehlten, konnte sich nicht durchsetzen, hatte aber auch in seinen Aktio­nen viel Pech. Beide Parteien konnten zeitweise das Spiel überlegen gestalten, besonders Marburg zu Beginn, als noch der heftige Rückenwind und Regen Bundesgenossen waren. Ein Unentschieden oder nur ganz knapper Sieg der Gäste hätte eher dem ausgeglichenen Spielverlauf entsprochen. 1900 hatte seine Stütze in der eifrigen Läufer­reihe. Bree, erstmals als Ligatorhüter (als Ersah für den verletzten Brambach), trägt an der Niederlage keine Schuld. Jäckel hätte bei größerer Schnelligkeit ein bis zwei Treffer verhindern können. Im Sturm überragte der sein erstes Spiel bei 1900 absolvierende Halbrechte Arnold (früher Sportverein Heuchelheim) alle seine Nebenleute durch ausgezeichnetes Spiel. Mar­burgs gefährlichste Waffe war der Angriff. Der Mittelstürmer Winller ('rüher WormatiaWorms) spielte allzuviel unfair, gab aber dem Sturm die richtige Durchschlagskraft und mit Adorf, Röttner und Fischer als Nebenleute den besten Marburger Mannschaftsteil. Schiedsrichter Philipp, Großen-Buseck, hatte mitunter einen schweren Stand.

Die 3. Mannschaft brachte die ersten Ver­bandsspielpunkte sicher nach Hause. Nach einem Spiel nur auf ein Tor mußten die zahlenmäßig geschwächt antretenden Gäste aus Bieber bei Rodheim eine 4:0-Ni'eDerlage einstecken.

Ein-m großen Erfolg errang die 4. Mann­schaft, indem sie in einem Lokaltreffen gegen die 3. Mannschaft vom V f D. ein Unentschieden (2:2) erzielte. Durch Auslassen eines Elfmeters verschenkten die 1900er den Sieg.

Die Alten Herren der Spielvereinigung konnten im Spiel gegen die Alten Herren vom VfB. Gießen nur zweiter werden. Die Gäste hatten eine noch sehr junge Alteherrenelf zur Stelle, die besser durchstand und mit 3:1 siegte (Halbzeit 0:0).

1900s 2. Iugend unterlag in einem Gesell­schaftsspiel gegen Heuchelheims 1. Iugend mit unvollständiger Mannschaft 2:0.

Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

Laubach 2. Bejirksklasse

gegen Großen vuseck 2. Vezirksklosse 1:1 (0:1). Laubach 11 gegen Grohen-vuseck II 8:0 (5:0).

Beide Busecker Mannschaften waren in Laubach Gegner der dortigenTeutonia". Die Spiele er­öffnete die 2. Mannschaft, die von der 2. des Gastgebers eine hohe Niederlage einstecken mußte. Laubach war in allem überlegen.

Im Spiel der 1. Mannschaft führte Großen- Duseck das technisch bessere Spiel vor. Laubachs Verteidigung hatte große Arbeit zu leisten, um die gefährlichen Angriffe der Gäste zu unter­binden. Nach der Pause sah man Großen-Buseck wieder im Vorteil. Laubach kämpfte zunächst energielos, wodurch die Ueberlegenheit der Gäste immer größer wurde. Iedoch wurde diese von ihren Stürmern nicht genügend ausgenuht. Dann konnte Laubach verschiedene Durchbrüche machen, von denen einer zuin Ausgleichstor führte. Alle/ Bemühungen der Gäste, den verdienten Sieg zu erkämpfen, blieben erfolglos.

Arbeiier-Turn- und Sporibund.

Wieseck I Naunheim I 3:0.

2lm Sonntag standen sich diese Mannschaften im Seriensoiel auf dem Wiesecker Platz gegenüber. Beide Parteien stellten sich komplett dem Unpar­teiischen. Vom Anstoß ab legten die Einheimischen ein sehr schnelles Tempo vor, und die Hintermann­schaft der Gäste bekam reichlich Arbeit. Schon nach wenigen Minuten erzielte Wieseck ein Tor, das vom Unparteiischen nicht anerkannt wurde, jedoch gelang <s Wieseck in der siebten Minute einen schönen An- griff erfolgreich abzuschließen. Naunheim drückte nun seinerseits aufs Tempo, jedoch kam der Sturm an der sicheren Verteidigung der Einheimischen nicht vorbei. Wieseck erhöhte dann seine Torzahl vis Halb­zeit auf 2:0. Nach Seitenwechsel kam Wieseck wieder mehr zur Geltung, konnte aber bei der manchmal sehr reichlichen Abwehr der Gäste das Tor nicht fin­

den. Schließlich gelang es den Einheimischen, noch einmal erfolgreich zu sein.

Lollar I Oppenrod I 3:1. '

In Lollar standen sich diese Mannschaften gegen­über. Hatten die Einheimischen an einen sicheren Sieg gedacht, so zeigte ihnen das Spiel, daß die Gäste einen nicht zu verachtenden Gegner abgeben.

Naunheim 1b Wieseck Ib 4:1.

Daß man unvollständig nur schwer Siege erringen kann, mußte die Id-Mannschaft Wiesecks, die mit nur 10 Mann in Naunheim zu Gast war, in diesem Spiel erfahren. Naunheim zeigte sich von seiner besten Seite, während die Gäste trotz aller An­strengungen nichts zuwege brachten.

Gießen Jugend Großen.Linden Jugend 3:1.

Auf dem Trieb lieferten sich diese Gegner ein spannendes Spiel. Gießen, das seinem Gegner tech­nisch und körperlich überlegen war, konnte einen sicheren 3:1-Sieg für sich buchen.

Wieseck 1. Jgd. Naunheim Jgd.

standen sich in Wieseck gegenüber. Auch in diesem Spiele konnten die Einheimischen ihre Gäste mit einer 3:1-Niederlage nach Hause schicken.

Vor diesem Spiele standen sich die 2. Jugend Wiesecks und die Jugend von Beuern gegenüber. Auch dieses Spiel konnten die Einheimischen mit 5:0 Toren für sich entscheiden.

Odenhausen I Treis I 2:1 (1:0).

Odenhausen hatte Treis zum Rückspiel zu Gast. Bei Halbzeit führte es, gegen den Wind spielend, 1:0. In der zweiten Halbzeit erhöhte es das Resultat auf 2:0, doch konnte Treis gegen Schluß durch einen Elfmeter das Endresultat auf 2:1 stellen.

Rüddingshausen Sichertshausen 5:2 (2:2).

Beide Mannschaften lieferten sich in Rüddings- hausen ein schönes, faires Spiel, bei dem der Plahbesiher Sieger blieb.

Wirtschaft.

Abschluß des internationalen AZaggonabkommenS.

Dom 3. bis 6. September fanden in Luzern die ongekündigten Verhandlungen zwischen den an dem Abschluß des Internationalen Waggonver- bandes beteiligten Gruppen, d. h. Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien. Oesterreich, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn, statt. Nach­dem über die Grundfragen, insbesondere die Auf­teilung der Quoten, bereits im April d. I. ein Vorvertrag zustande gekommen war, gelang es nunmehr auch, über verschiedene noch nicht ge­regelte Punkte sowie über die Aussührungsb.stim- mungen völlige Einigung zu erzielen. Das Ab­kommen kann frühestens auf den 31. Dezember 1931 gekündigt werden und verlängert sich man­gels Kündigung automatisch. Zweck des Ver­trages ist die Verteilung des Exports, eine Normalisierung der Lieferungsbedingungen und eine Senkung der Preise durch Rationalisierungs­maßnahmen, von denen eine Belebung des Ge­schäfts erhofft wird. Der Sitz des Verbandes wurde für die erste Dertragsperiode nach Paris gelegt. Verhandlungen über den Beitritt Eng­lands sind noch nicht abgeschlossen.

*

* Mehlpreiserhöhung. Die Süddeutsche Mühlenvereinigung hat den Preis für Weizenmehl Spezial 0 um 25 Pf. auf 41,50 Mk. ab Station er­höht.

* Adam Opel AG., Rüsselsheim. Von der Gesellschaft wird mitgeteilt: Obwohl der Personenwagenabsah im Deutschen Reich im ersten Halbjahr 1930 wesentlich hinter den Ziffern der entsprechenden Zeit des Vorjahres zurückgeblieben ist konnte die Adam Opel AG. ihren Absatz in der 4-?8-Klasse wesentlich steigern. Die Ab­lieferungen an die Kundschaft waren in der De- richtszeit um 28,1 Prozent höher als in der ent­sprechenden Zeit des Vorjahres. Die Bedeutung des Kleinwagenmarktes ist in diesem Iahre so stark gestiegen, daß trotz des verringerten Ge­samtumsatz gleichgebliebene Anteile am Klein­wagenmarkt noch erhöhte stückzahlmäßige Um-* sähe bedeuten. Der prozentuale Opel-Anteil am Kleinwagenmarkt konnte jedoch nicht allein be­hauptet, sondern um rund ein Viertel seiner vor­jährigen Höhe gesteigert werden.

* Philipp Holzmann A G., Frankfurt a. M. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, hat die Ge> sellfchaft gemeinsam mit der Firma Bauwens in Köln den Auftrag aus Errichtung des Hochbaues der Fordfabrik in Köln erhalten. Es handelt sich um ein Objekt von etwa 5 Millionen Mark.

* Großer englischer Kohlenkonzern in Sicht. Ein großer Kohlenkonzern, der fünfzig Zechen umfassen und über ein Kapital von 10 Mil­lionen Pfund Sterling verfügen wird, soll, wie Daily Herald" meldet, wahrscheinlich in Lanca- shire in Kürze gebildet werden. Der Konzern, dessen Kern die Manchester Collieries Ltd. sein würde, dürfte fast alle Gruben der Grafschaft umfassen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 9. Sept. Tendenz: zurück­haltend. In Anbetracht des herannahenden Wahl­tages machte sich bei der Kulisse wieder st ä r t e r c Zurückhaltung bemerkbar. Aber auch vom Auslande waren heute die Aufträge fast ausgeblie­ben, so daß das Geschäft nur schleppend in Gang kam. Im Zusammenhang mit den meist festen

gestrigen Auslandbörsen und der sehr günstigen Geld­marktoerfassung war aber die Grund st immung nichtunfrcundlich. Erstnotierungen kamen bei der Enge des Marktes nur in geringer Anzahl zu­stande. Material kam aber kaum an den Markt, und schon kleinste Nachfrage genügte, um gegenüber der gestrigen Abendbörse kleine Kursbesserun­gen herbeizuführen. Arn Elektromarkt eröffneten Felten 1 v. H. fester, während AEG. unverändert lagen. Schuckert gaben fast 1 v. H. nach. Am Chemie­markt neigten die meisten Papiere zur Schwäche, doch gingen die Verluste bei JG.-Farben und Metall­gesellschaft nicht über 1 v. H. hinaus. Nütgerswerke waren behauptet. Kunstseidenpapiere eröffneten wenig verändert. Am Kalimarkt waren Salzdetfurth angeboten und wiesen einen Rückgang von 2 v. H. auf. Montanwerte hatten ebenfalls nur geringes Geschäft, doch konnten sich Harpener um fast 1 v. H. bessern. Auch Stahlverein zogen leicht an, und Rhein­stahl lagen behauptet. Banken waren nicht ganz ein­heitlich. Am Rentenmarkt gäben von deutschen An­leihen Neubesitz leicht nach, während Altbesitz etwas gewannen. Von Ausländern zogen Mexikaner, bei jedoch geringster Nachfrage, leicht an. Im Verlaufe trat keine Belebung des Geschäfts ein. Die Kurse waren gegenüber der gestrigen Abendbörse meist gehalten. Nur Svenska machten eine Ausnahme und waren zirka 5 Mark fester. Eine Erstnotiz kam erst spät zustande. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 2,5 v. H. unverändert leicht. Am Devisenmarkt konnte Madrid sich merklich befestigen. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1975, gegen Pfund 20,4050, London gegen Kabel 4,8622, gegen Paris 123,83, gegen Mai­land 92,83, gegen Madrid 44,20, gegen Schweiz 25,0575, gegen Holland 12,0795.

Berliner Börse.

Berlin, 9. Sept. Die heutige Börse bot, we­nigstens zu Beginn des Verkehrs, ein tief ge­schäftslose s Bild. Vormittags und an der Dorbörse hatte man im Anschluß an den festen Derlauf der gestrigen Neuyorker Börse noch etwas höhere Kurse gesprochen, die sich dann aber zur Erstnotiz nicht immer behauvten konn­ten. Publikum war wenig am Markt. Die Spe­kulation zeigte Zurückhaltung, und vom Auslande trat nur die Schweiz am Elektro- marft mit kleinen Kauforders hervor. Es fehlten heute Anregungen besonderer Natur aus der Wirtschaft. Auch der Reichsbankausweis für die erste September-Woche, der nach der Ultimo­anspannung eine gute Entlastung um 312 Mil­lionen brachte (die Deckung hat sich bereits auf 58,4 bzw. 67,1 Prozent gebessert), blieb auf die Tendenz ohne Einfluß. Nur Svenska zeigte mit einem Gewinn von 6,25 Mark feste Haltung, wobei man einerseits auf höhere Londoner Mel­dungen hinwies, anderseits die. neue Expansion des Kreuger-Konzerns in Amerika eine An­regung gegeben haben dürfte. Unter Beteiligung des Auslandes wurden zumMrsten Kurse etwa 150 bis 200 Stück umgeseht. Sonst waren noch Norddeutsche Wolle auf die Verwaltungs­erklärung über einen gebesserten Geschäftsgang 1,5 Prozent höher. Iuttus Berger plus 2 Pro­zent und NAG. plus-plus (plus 7/s Prozent) mit 10,50 festgesetzt. Bei letzteren beurteilt man an­scheinend die Sanierungsaussichten etwas gün­stiger. Anderseits notierten einzelne Werte, wie Deutsche Kabel, Vogel Telegraph, Schultheis und Deutsche Linoleum 1,5 Prozent niedriger. Deutsche Anleihen eröffneten etwa behauptet. Auch Ausländer waren im allgemeinen wenig ver­ändert. Mexikaner uneinheitlich. Der Pfandbrief­

markt lag kaum verändert, aber sehr ruhig. Ge­ringes Angebot hatte bei fehlenden Käufern Ab­schwächungen zur Folge. Do notierten z. B. Han­noversche Doden-Liquidationspfandbriefe rninus- minus, weil einige Tausend Mark zum Verkauf gestellt waren. Der Geldmarkt war unverändert leicht. Im Verlaufe bröckelten die Kurse meist weiter etwas ab, wofür das geringe Geschäft der Hauptgrund gewesen sein dürfte. Zum Teil beeinflußten wohl aber auch schwächere Amster­damer Anfangsmeldungen die Tendenz. Ver­spätet festgesetzt wurden Deutsche Atlanten mit plus 2 Prozent und Oesterreichische Siemens- Schuckert mit plus 2,25 Prozent.

Berliner Provnktenrnarkt.

Berlin, 8. Sept. Die Lage am Produkten­markt hat gegenüber dem Wochenschluh kaum eine Veränderung erfahren. Während am Samstag im handelsrechtlichen Lieferungsgeschäft nachbörs­lich etwa 2 Mark niedrigere Preise gesprochen worden waren, wurde heute unter Stühungs- käufen das Niveau der amtlichen Notierungen wieder erreicht, Oktoberweizen konnte sogar 1 Mk. gewinnen. Das Angebot am Lieferungsmarkt war noch immer reichlich, wenn auch nicht dringlich. Im Promptgeschäft liegt dagegen auf Basis der Stützungspreise reichliches Offertenmaterial vor, das nur zum Teil Unterkunft findet Im freien Markte hat sich dagegen das Angebot verringert. Zwischen den für effektive Ware erzielbaren Preisen und den Notierungen am Lieferungs­markt macht sich angesichts der diesjährigen un­befriedigenden Qualitäten eine stärkere Spanne bemerkbar. Weizen- und Roggenmehle sind zu unveränderten Preisen angeboten und werden für den laufenden Bedarf gekauft, Abschlüsse" auf spätere Lieferung kommen angesichts der Unsicher­heit bezüglich der weiteren Entwicklung kaum zu­stande. Hafer ist nicht dringlich offeriert und findet im Promptgeschäft zu stetigen Preisen Unterkunft, der Lieferungsmarkt war schwächer.

Aus aller Welt.

Die Verkeilung der Deutschen übet die (Erbe.

Die Volkszählung des Iahres 1925, bekannt­lich die letzte, da in diesem Iahre aus Erspare nisgründen die fällige Volkszählung auf das Iahr 1932 verschoben worden ist, hat 62,4 Mil­lionen Einwohner ermittelt. Von diesen Haden 61,1 Millionen Deutsch als ihre Muttersprache angegeben. Die übrigen 1,3 Millionen gaben als Muttersprache entweder Deutsch und eine andere Sprache oder nur eine nichtdeutsche Sprache an. Die Zahl der Deutschen, der Sprache nach, in Deutschland ist jedoch nach den letzten Feststellungen seit der Zählung ange­wachsen. Augenblicklich wird sie auf etwa 63 Millionen geschäht. Eine große Zahl, und zwar mehr als 30 Millionen Deutsche, sind aber über d i e ganze Welt zer- streut. So ist nach den neuesten Erhebungen Deutsch die Muttersprache für 9 Millionen Per­sonen in den Vereinigten Saaten von Ame-. r i f a , 5,7 Millionen in Oesterreich, 3,7 Millionen in der Tschechoslowakei, 2,7 Millionen in der Schweiz, 2,1 Millionen in Polen, 1,7 Millionen in Frankreich, 1,5 Millionen in Rußland und 4,1 Millio­nen in den übrigen Ländern. Von den unter übrige" aufgeführten Ländern weisen den größ­ten Teil an deutscher Bevölkerung auf: Rumä­nien mit 800 000, Südslawien mit 700 000, Bra­silien mit 600 000, Ungarn mit 521 000, Ka­nada mit 500 000, Danzig mit 315 000, Italien mit 250 000, Luxemburg mit 240 000, Argen­tinien mit 130 000 und Australien mit 100 000. Hinsichtlich der abgetrennten Gebiete verteilt sich das Deutschtum mit 1,6 Millionen auf El- saß-Lothringen, 50 000 auf Belgien, 40 000 auf Dänemark, 1,7 Millionen auf Polen, 315 000 auf Danzig und 72 000 auf Litauen. Zu den Län­dern, die über 20 000 Deutsche zählen, gehören weiterhin Lettland mit 30 000, Estland mit 26 000, die Niederlande mit 60 000, Südafrika mit 34 000 und Chile mit 30 000. Die Verbreitung des Deutschtums im Gebiet der Ostseerandstaa­ten resultiert aus der Zeit der Kolonisierung des Ostens durch den Deutschritterorden. Die Ver­breitung des Deutschtums in Südost- und Ost­europa, z. B. in Siebenbürgen, geht auf deut­sche Dauernsiedlungen zurück.

Sechs Personen vom Blitze schwer verletzt.

Bei einem schweren Gewitter schlug der Blitz in eine mit Dreschen beschäftigte Arbeiterko­lonne in Köln-Ehrenfeld. Sechs Perso­nen wurden schwer verletzt und ein Pferd ge­tötet. Der Getreideschober und die Maschinen gingen in Flammen auf.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlofsenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. Hl.

Berlin

Schluß« furd

l«Uhr« Äurd

Schluß« furd

Anfang- Kurd

Votum

8. 9.

9. 9

8 9.

9. 9.

6% $eut|d)e vlelchsameihe von 1927 .........

7% Deutsche RetchSanlethe

87,75

88

von 1929 ..........

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld tnll

101,6

101,9

Auelos.-Rechten.......

62,75

62,9

62,9

62,75

DeSgi. ohne AuSlos.-Rechte . . . 8% Hess. BolkSstaat von 1929

7,95

7,9

7,9

7,9

('ckzahlb. 102%)......

Oberheilen Provinz - Anleihe mh

94

95

AuSlos.Mechten.......

Deutsche komm. Sammelabl.

59,25

Anleihe Serie 1.......

6% ffronlf. Hyp.-Bank Goldpse

61,75

61,5

XIII unkündbar bis 1934 . . . 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1932 .....

101

96,25

_

_

<y.% Rheinische Pyp.-Bank

filqu. Goldpse.........

90,5

8% Pr. LandeSpsandbriesanstali,

Psandbriese R. 17......

8% Pr. LandeSpsandbriesanstali,

101

101

Komm.-Obi. R. 20......

7% Pr. LandeSpsandbriesanstali,

98

98

Psandbriese R. 10......

A.S.G. abg. BorkriegS-Obligatto-

97

1 97

nen. rückzahlbar 1932 .....

-

4% Oesterreichische Golbrcnte . . 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Oesterreichische Einheitliche

Rente...........

«% Ungarische Goldrente .... 4% Ungarische Staatsrente V. 1910 4K% de»gl. von 1913.....

4% Ungarische Kronenrente . . . 4% Dürkische Zollanleihe von 1911 4% rstriische Bagdadbahn-Anl

4% detgl. Serie II . . - - - . . 5% Rumänische veretnh. Rente von 1903 .....

<%% Rumänische veretnh. Rente iweieis . . . -

1% Rumänisch, veretnh. Rente .

27,25

27,5

27,75

3,4

3,5

2,15

2,13

25,3

-

25,25

25,4

20

20

20,8

2,13

21

2,1

5,3

5,5

5,2

9,3

9,25

15,65

15,75

._____

7,3

7,3

7.35

7,35

Frankfurt a. M. |

Berlin

Schluß« furd

1 «Uhr- Kurd

Gchluß- hird

Anfang- Kurd

Datum

8. 9.

9 9

8. 9

9 9

vamvurg-AmerUa Pakei . - Hamburg-Südam. Dampfschiff

<

92

91,4

90,5

. 8

Hansa Dampfschiff.....

10

Norddeutscher Lloyd ....

. 8

92

92

91

Allgemeine DeutscheCreditanst.

10

107,75

107,5

108

108

Barmer Bankverein ....

10

116,25

116,25

116,25

116,25

Berliner HandelSgeiellschast .

12

144

144

143,4

Commerz- und Privat-Bank.

11

127,75

128

127,75

128

Darmstädter und Nationalbank

12

181,75

181,75

181,25

Deutsche Bank und

DiSconto-Gesellschast, . . .

10

123,5

123

123,25

123

Dresdner Bank ......

10

124

124

123,75

123,75

Reichsbank...... .

12

251

250

A.E.G...........

. 8

138,25

138,75

138,75

138,5

Bergmann........

. 9

167

Clektr. LteferungSgesellschaft.

Licht und Ihafl......

10

10

142

129

141,5

140,6

Felten & Guilleaume . . .

lYi

108

109

108,25

109

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen ....

Hamburger ElektrizttätS-Werle

10

141

140,75

141,75

10

134

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

Schlesische Elektrizität. . . .

10

140,5

139,5

SchuckerlSCo. . .....

11

154,75

155,5

198,25

154,75

Siemens & Halske .....

16

198,5

198,5

Transradio ...«

. 8

Lahmeyer L Co.. .....

10

159

158,5

59,5

58,75

Deutsche Erdöl ......

. 6

74,13

73,9

Essener Steinkohle .....

. 8

Gelsenkirchener ......

. 8

109,5

109,75

109,5

Harpener.........

. O

102

102,75

102

102

Hoesch Eisen........

6Vi

89

Ilse Bergbau.......

10

222

Klöcknerwerke ......

. 7

80,5

80,75

Köln-Ncuessen.......

. 7

88

87,9

ManneSmann-Röhre« . . .

. 7

84,5

84,4

84,13

ManSselder Bergbau ....

. 7

57,5

57,13

Oberschles. Eisenbedarf ...

. b

52

Oberschlej. KokSwerke....

. 7

86,25

86,5

Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohlen . .

10

78

207

78,25

207,5

77,75

Rbeinstah,........

. 6

87,5

87,5

88

87,6

Rtebeck Montan......

7,2

97,5

Frankfurt a. Dl.

Berlin

Echwß- (urd

1-Uhr- Kurd

Echluß- lurd

Anfang- Kurd

Datum

8 9

9. 9

8 9

9 9

Bereinigte Stahlwerke .

78,25

78,5

78,25

78

Otavt Minen.....

67.

37,13

37,13

Kaliwerke Aschersleben .

.

10

204

205

Kaliwerke Westeregeln .

e

10

20i

210

Kaliwerke Salzdetfurth .

15

331

329

330

329

I. G. Farben-Industrte.

-

12

153,25

152,9

153,75

153

Dynamit Nobel ....

. 6

Scheideanstalt.....

. ti

141,5

141,5

Goldschmidt.....

. 5

56,5

56,5

RüigerSwerke.....

. 6

57

57

57,5

56,6

Metallgelellschast. . . .

. 8

105

104

104

104

Philipp Holzmann . . .

. 7

86

85,75

86

85,25

Zementwerk Heidelberg

10

104

Cementwerk Karlstadt. .

e

10

Wanb & Frcytag . . .

. 8

61,5

63,5

Schultheis Patzenhoser .

16

252,5

251

Ostwerke.......

12

201

200,5

atu.........

19

83,75

83

83,5

83

Bembcrg.......

Zellstoss Waldhos . . .

14

92

91,5

91

-

137,

134,5

133,5

Zellstoss Aschaffenburg .

12

98,5

98,5

97,75

Charlottenburger Wasser

e

. 8

94,75

94,5

Dessauer fflaS.....

. 9

136,75

136

Daimler Motoren . .

. O

29,5

29,4

Deutsche Linoleum . .

177

175,5

173,5

41,75

41,75

. 0

Orenstein & Koppel . .

*

. 6

59,5

58,5

Leonhard Tietz ...»

10

136

Svcnüko.......

, 309

315,25

frankfurter Maschine» .

. 4

22

_

22

Gritzner.......

. 6

30

30,5

Heyligenstaedt . . .

o

. O

-

Iunghan».......

Lechwerke.......

. 6

32,5

32,9

. 8

97

Mainkroftwerkc Höchst a. M..

. 8

79,25

Miag.........

10

85

85,75

Gebr. Roeder.....

10

96

-

Boigt & Harffncr . . .

Süddeutsche Zucker . .

. 9

10

150

145

145

150

145,5

Vanknoten.

Berlin, 8. September Gelb Brief

Amerikanische Note»...... 4,189 4,209

Belgische Noten........ 58,41 58,65

Dänische Noten ........ 111,98 112,42

Englische Noten...... . 20,35 20,43

Zranzüstsche Noten ....... 16,432 16,492

Holländische Noten ....... 168,46 169,14

Italienische Noten. ....... 22,02 22,10

Norwegische Noten....... 11,98 112,42

Deutsch-Oesterreich, i 100 Schilling 59,05 59,29

Rumänische Noten....... 2,475 2,495

Schwedische Noten....... 112,38 112,82

Schweizer Noten ...... 81 ,35 81,67

Spanische Noten ........ 44,41 44,59

Tschechoslowakische Note». . . . . 12.402 12,462

Ungarische Noten 73,30 73,60

Vevtfcnmarkl Berlin Acankfvrl a. M.

8. September

9 September

Amlltche Notierung

Amlltche Notierung

Geld

Brie,

Geld

Brie,

Ämst.-Nott. Buen.-AircS Brss.-Antw- Chrisiianta. Kopenhagen Stockholm - HelsingforS. Italien. . . London. . . Weilt)ort .. Paris.... Schweiz .. Spanien. . Japan . . . Rio de Jan. Wien in D-- Oest- abgest. Prag Belgrad . . Budapest. . Bulgarien. Lissabon . Danzig. . . Konstantin- Achen. . . Tanada . . Uruguay. . Tatro - - .

168,77 1,508 58,47

112,21 112,23

112,63 10,548 21,965 20,383 4,1925

16,46 81,365

44,76 2,068 0,405

59,19 12,442

7,428 73,445

3,037 18,83

81,505 1,784 5,431

4,197 3,397

20,895

169,11

1,512

59,00

112,43

112,45

112,85

10,568

22,005

20,423

4,2005 16,50

81,515

44,84 2,072

0,407

59,31

12,462 7,442

73,462 3,043 18,87

81,566 1,789 5,441

4,205 3,403

20,935

168,80 1,509

58,485 112,19 112,25 112,65 10,549 21,965 20,386 4,1930

16,46 81,355

45,95 2,068 0,409

59,21 12,447

7,418 73,44

3,037 18,83

81,905

1,784 5,435 4,197 3,397

20,90

169,14 1,513

58,605 112,41 112,47 112,87 10,569 22,005 20,426 4,2010

16,50 81,515

46,05 2,072 0,411

59,33

12,467 7,442 73,58 3,043 18,87

81,566 1,789 5,445 4,205 3,403

40,94