Ausgabe 
9.5.1930
 
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Wirtschaft

Banken etwas eingegriffen. Bayrische Hypotheken­bank zogen im Verlaufe um weitere 2 o. H. an.

Gasverwcndung kann der weiteren Entwicklung des laufenden Jahres 1930 mit guten Grwar- tungen entgegengesehen werden.

Frankfurter Börse.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemelnde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage) Samstag, 10. Mai. Vor­abend 7.45 Uhr: morgens 8.30 Uhr: Predigt; abends 8.10 und 8.50 Uhr.

* Der Privatdiskont ermäßigt. Der Privatdiskont ist um t Prozent aus 4 Prozent er- mäßigt bei beiden Sichten.

Don der Frankfurter Dorfe. Dom 10. Mai 1930 ab sind 30 Mill. Voldmark 8proz. Goldpfandbriefe. Reihe 14 Zinstermine 1. April und 1. Oktober sowie 5 Mill. Gold­mark 8prozentige Gold-Kommunal-Obligationen. Reihe 20 Zmstermine 2. Januar und 1. Juli der Preußischen Landespfandbriefanstalt, Körperschaft des öffentlichen Rechts, Berlin zum Handel und zur Dotierung zugelassen.

Liquidation der Südwestdeutschen Dank. Eine außerordentliche Generalversamm­lung der Südwestdeutschen Bank D.-G., Frank­furt a. M. (Favag-Konzern). in der das gesamte Aktienkapital von 1 Millionen Mark vertreten war, beschloß die Liquidation der Gesellschaft.

'Faber & Schleicher 21®., Offen­bach a. M. Die Generalversammlung genehmigte den 2lbschluß für 1929 mit wieder 10 Prozent Dividende. Im laufenden Jahr sei der Auftrags­eingang bisher unverändert zufriedenstellend ge­wesen.

* Uebergang der Lorenz-Majorität auf die Standard Elektrizitätsgefell- schäft. Ein Konsortium, das der Standard Elek- trizitätsgesellschaft AG. nahesteht, hat Lereinbarun- gen getroffen, um sich in den Besitz der Aktien­majorität der C. Lorenz AG., Berlin, zu setzen. Das Konsortium wird voraussichtlich demnächst den Aktio­nären der C. Lorenz ein Angebot zum Kurse von etwas unter 190 v. H. unterbreiten.

Salzdetfurth-Gruppe. In den Gene­ralversammlungen der Kaliwerke Salzdetfurth, der Kaliwerke Aschersleben und der Konsolidierten Alka'iwerke Westeregeln wurden die Aussichten für | das laufende Geschäftsjahr als wieder günstig be­zeichnet. Die Abschlüsse von 1929 wurden genehmigt und der Ausschüttung von 10 Prozent Dividende bei Aschersleben und Westeregeln und 15 Prozent Divi- dende bei Salzdetfurth zugestimmt.

' Elektrizitäts-Akt.-Ges. .vormals Schlickert & E o., Dürnberg. Dach dem Geschäftsbericht kann das Unternehmen auf ein befriedigendes Geschäftsjahr zurückblicken, so daß die Verteilung einer Dividende von 12 Proz. in Dorschlag gebracht werden kann. Durch den Ge­winnvortrag aus dem Dorjahre in Höhe von 357 656 Mk. hat sich frtr Gewinn auf 8 021 857 Mark erhöht. Die allgemeine Verwaltung, Steuern, Zinsen, Dankunkosten und Abschreibun­gen auf Gebäude verschlingen 1 227 973 Mark, so daß sich ein Reingewinn von 6 793 884 Mark er­gibt. Cs wird beantragt, dem Aufsichtsrat 269 443 Mark zuzuführen, eine Dividende von 12 Prozent auf 60 584 100 Mk. dividendeberechtigte Stamm­aktien zu verteilen, 6 Proz. Gewinnanteile auf die Genuhrechte für den Altbesitz an Markt­anleihen der Continentale Gesellschaft auszu­schütten und den Rest von 366 305 Mk. auf neue Rechnung vorzutragen.

Terra-Film AG., 'Berlin. Wie WTB.-Handelsdienst erfährt, ist nach längeren Derhandlungen die Mehrheit der Aktien der Terra-Film AG. aus dem Besitz der J.-G.- Farbenindustrie AG. in die Hände der Prof.- Reinhardt-Melnih-Gruppe übergegangen. Die J.-G.'Farbenindustrie hat dabei ihre Rohfilm- interessen durch einen Rohfilmvertrag mit der Terra-Film AG. gesichert und damit auch er­reicht, daß die von der Terra-Film AG. ins Ausland verliehenen Filme auf deutschen Roh- silmen kopiert werden.

F r a n k f u r t o. M., 9. Mai. Tendenz zurück- haltend. Im Vormittagsverkehr war die Umsatz- tätigten wieder sehr bescheiden, da die Spekulation infolge des anhaltenden Ordermanaels , keine Neigung zeigte, Käufe vorzunehmen Auch f fehllen Anregungen. Die Neuyorker Börse schloß | schwankend, und demzufolge ging auch hiervon keine i Anregung aus. Zu Beginn des offiziellen Marktes ] jedoch wurde die Stimmung allgemein etwas , freundlicher. Das Geschäft beschränkte sich aber lediglich nur auf den Anleihemarkt, die übrigen Märkte blieben vernachlässigt. Gegenüber der gestri­gen Abendbörse ergaben sich zumeist kleine Kurs- erhohmgcn. Auf günstige Versionen schritt die Ku­lisse am Kalimarkt zu Deckungen, so dag an diesem Markte das Geschäft lebhaftere Formen annehmen konnte. Aschersleben gewannen 7 v. Sy, Westeregeln 6,75 ü. Sy und Salzdetfurth sogar 9 d. Sy Farben eröffneten bei anfänglich geringer Nachfrage nur wenig gebessert. Auch der Elektromarkt hatte nur geringes Geschäft bei Erholungen bis zu 1 d. Sy Mehr Interesse wandt- sich dem Kunstseidemarkt auf angeblich stärkere Nachfrage von Auslandseite unter Führung von '21 tu (plus 2 v. Sy) zu. Auch Schiffahrtswerte waren bevorzugter. Hapag gewan­nen 1,5 v. Sy 'Norddeutscher Lloyd lagen gut ge­halten. Von Banken zogen Commerzbank 1 d. Sy

I an. Metallgesellschaft plus 1 v. Sy Am Rcntenmarkt hat das Geschäft beträchtlich nachgelassen. Schutz­gebiete gaben auf 4,7 ü. Sy nach. Auch die übrigen deutschen Renten lagen bis 1,25 d. Sy niedriger. Im Verlause war das Geschäft bei freundlicher Tendenz lebhaft. Im Vordergründe standen neben Schiffahrts­werten I.-G.-Farben" usw. Hapag und Nqrdlloyd ge­wannen gegen Anfang bis zu 2 v. Sy Kaliwerte waren gehalten. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,5 v. Sy unverändert. Am Devisenmarkt nannte man I Mark gegen Dollar 4,1906. gegen Pfund 20,3615, I London gegen Kabel 4,858750, gegen Paris 123,8650, gegen Madrid 39,55, gegen Schweiz 25,0075, gegen Holland 12,0740.

Berliner Börse.

Berlin, 9. Mai. Auch heute war die Börsen- spekulation bei ihren Entschließungen hauptsächlich I auf Geld angewiesen, da bei den Banken wieder starker Ordermangel herrschte. Anregungen I nennenswerter Art waren nicht vorhanden. Man hofft zwar auf weitere Diskontermäßigungen in I Paris und Amsterdam, bei der Reichsbank war die I Situation aber noch immer ungeklärt, und man I glaubt Erwartungen in dieser Hinsicht zurückstellen I zu müssen. In der Tat brachte auch der heute zur I Veröffentlichung gekommene Ausweis für die erste I Maiwoche nur eine relativ geringe Entlastung um zirka 240 Millionen. Der offizielle Beginn hatte aber bann eine ziemliche freundliche I Stimmung aufzuweisen, ohne daß das Geschäft I bedeutenden Umfang angenommen hätte. In erster Linie konnten sich Kupferwerte erholen, was als Hauptgrund für die Beruhigung angegeben wurde. Aber auch für Kaliwerte bestand stärkeres Interesse, I und die Kurserholungen an diesem Markte betru« I gen 5,75 bis 7,5 v. H. Das dritte Gebiet der heuti- I gen Börse waren Schiffahrtsaktien, für die das an­gebliche Auslandintereffe anhiell. Bayrische Hypo- thekenbank und Braubank gewannen 2,75 v. Sy Es soll überhaupt für die Hypothekenbanken auf Grund I des guten Pfandbriefumsatzes der letzten Tage, be­sonders seitens des Frankfurter Platzes, größere

I Nachfrage bestehen. Sonst fielen noch Byk-Gulden I mit einer 2>Lprozentigen und Sachsenwerte mit Meiner l,75prozentigen Steigerung auf. Für Vogel I Telegraph und Deutsche Kabel ergaben sich Kurs­rückgänge dis 3,75 d. Sy Auch Stöhr litten unter

I dem Dividendevorschlag von nur 5 v. H. und lagen mit 96 o. Sy matt und 4,5 ü. Sy unter gestrigem Schluß. Bei Karstadt drückten sich die gestern be­kanntgewordenen Abschlußziffern in einem 2pro« genügen Verlust aus. Eisenbahnverkehr eröffneten 3,5 o. H. niedriger. Auch am Rentenmarkt war das Geschäft heute weiter ruhiger. Deutsche Anleihen bröckelten etwas ab. Auch Schutzgebiete konnten I ihren hohen Kursstand nicht behaupten. Ausländer : waren uneinheitlich. Oesterreichische Goldrente be­merkenswert fest. Der Geldmarkt war unuerän-

I dert leicht. Tagesgeld 3 bis 5 v. Sy, Monatsgeld - 5,5 bis 6,5 o. Sy, Warenwechsel zirka 4,5 v. H. Im Verlaufe konnte sich das Geschäft besonders in eint« 1 I gen Spezialwerten (Kali und Schiffahrtsaktien) et- > 1 was beleben. Angeblich haben einige bedeutende

Kirche und (Schule.

Lutherische Tagung in Gießen.

Das Anlaß deS Jubiläums der Confessio Augustana veranstalteten die lutherischen Kon­ferenzen von Oberhessen, Hessen-Darmstadt, War­burg und Dassau eine gemeinsame Tagung, die am 29. v. M. im Saal der Johanniskirche begann. Der Saal war bis zum letzten Platz gefüllt. Dach dem gemeinsam gesungenen Lied Christ ist erstanden" eröffnete Superintendent Landau, Marburg, die Tagung mit Schrist- lesung. Gebet und einleitenden Worten, in denen er auf die innere Verbundenheit der Lutheraner der hessischen Länder hinwics. die ihren ®runb Hobe im gemeinsamen Bekenntnis zur Confessio Augustana. Darum sei es eine selbstverständliche Pflicht, daß die lutherischen Konferenzen das Jubiläumsjahr der Au g s b u r g i s ch e n Konfession gemeinsam begingen, besonders im Hinblick auf die kommenden Derhandlungen über eine Einigung derhesfischen evan­gelischen Landeskirchen.

Im Mittelpunkt der ersten Versammlung stand der Vortrag des Erlanger Universitätsprofessors D. Bachmann überDie Augsburgische Konfession und unsere kirchliche Lage". Er begann mit einem Vergleich der kirchlichen Lagen von 1530 und 1930, um Vor­teile und Verluste sorgfältig gegeneinander ab­zuwägen und dann eine dreifache Forderung dieses Vergleiches auszusprechen: 1. Dank für das, was geworden, 2. Buhe für das^ was ver­schuldet, und 3. zwischen Dank und Buhe müsse ein starker Antrieb erfolgen, die Gegenwarts­aufgaben zu erkennen. Zwei Wegweiser gibt uns die Augustana, denen wir zu folgen haben: Reinheit der evangelischen Lehre und Freiheit aller äußeren Ordnung! Alles aber muß durchdringen die Grundgcwihheit von Rechtfertigung und Heiligung deS Sünders durch die Gnade Gottes.

Reicher Beifall lohnte die tiefgründigen Aus­führungen. Anschließend fand noch eine geschlossene Mitgliederversammlung statt.

Den Abschluß des ersten Tages bildete ein Gottesdienst in der Johanneskirche, in dem der Kirchengesangverein Gießen, sowie der Po­saunenchor Klein-Linden mitwirkten. Der Redner des Tages, Professor D. Bachmann, Erlangen, hielt die Predigt über Psalm 119,46 und sprach von der großen Verantwortung und Pflicht der Evangelischen, ungescheut Zeugnis abzulegen von Gottes Taten. Hatte dieser erste Tag hin­geführt zu der kirchlichen Gegenwartslage im Lichte der Augustana, so sollte der zweite dem Augsburgischen Bekenntnis und der theo­logischen Lage gewidmet fein. Diesen zweiten Tag eröffnete eine Morgenandacht von Pfarrer D. Fritsch, Ruppertsburg, der dann das Re­feratDie Augustana und d i e theo­logische Lage der Gegenwart" folgte, das der Professor für fystemaftsche Theologie an der Universität Leipzig, Prof. D. Sommer- lat h hielt. Er zeichnete nach einem kurzen historischen Rückblick zunächst ein Gesamtbild der Gegenwartstheologie und ihre Stellung zur Kul­tur und führte von dem Augsburgischen Bekennt­nis aus zu den großen Aufgaben der Theologie der Kultur gegenüber. Scharf wurde die Dot- wendigkeit desFesthaltenmüssens" an dem 2£b- solutheitsanspruch des Christentums betont. Der Vortrag klang aus in einem sreudigen und rück­haltlosem Bekenntnis zur Augustana:Genera­tionen werden kommen und vergehen, aber die schlichten und unbekümmerten WahrheitenSo ist es!" der Augustana werden bleiben." Reicher Beifall lohnte dieses gründliche und verständliche Referat, und eine angeregte Diskussion diente zur Vertiefung des Gehörten.

Mit dem Gesang des LiedesAch bleib' mit deiner Gnade" schloß die Tagung, die neben manchem Wertvollen auch das Eine brachte: einen Schritt hin zu den Einigungsbestrebungen der hessischen Landeskirchen.

* ZentralefürGasverwertunge. V., Berlin. In der in Berlin stattgehabten 19. Jahresversammlung der Zentrale für Gasverwer­tung, der Spitzenorganisation deutscher Gasindu- | strie, stellte der Vorsitzende Dr.-Jng. b. c. B o d e n | in einer längeren Degleitrede den Geschäfts­bericht der Organisationen für 1929 zur Erörte­rung. Aus dem darin enthaltenen Rückblick auf das abgelaufene Jahr geht hervor, daß das deutsch« Gasfach wie in früheren, so auch im ver­gangenen Jahre trotz seiner im allgemeinen sehr schwierigen Wirtschaftslage verhältnismäßig gün­stig gewirtschaftet hat. Cs verzeichnet eine Stei­gerung des Gasumsahes um etwa 6 Prozent und eine durchschnittlich nicht ungünstige Beschäftigung der Industrie. In den verschiedensten deutschen Gebieten vollzog sich eine außerordentlich leb­hafte Deuanschluh > und Konzentra­tion s b ew e g u n g in der Gasversor­gung. An neuen Femversorgungsunternehmun- gen entstanden die Teltower Kreiswerke G. m. b. H., die Femgas-Diederschlesien 21.-®., die Gasfernversorgung Oberbaden G. m. b. H., d.e Gasfernversorgung Saale in Halle, die Gasver­sorgung Mansfelder Land, die 21.-®. Groß- Hagen, die Gas- und Stromversorgung Mittel­sachsen 21.-®., die Großgaserei Mitteldeutschland 21.-®. und die Gasversorgung Lehrte ®. m. b. H. Die Ruhrgas-Aktiengesellschaft hat gemeinsam mit Thyssen, Hamborn, einen Qkrtrag mit der Stadt Köln abgeschlossen und gemeinsam mit bet Westfälischen Ferngas-A.-G. ihr Rohrnetz bis Siegen ausgebaut. Die Leitung nach Hannover ist noch im Dau. Die Vereinigte Gaswerke West­falen G. m b. H. hat zahlreiche Orte östlich und nordöstlich vom Ruhrgebiet angeschlossen. Die Stadtgaser'zeugung betrug im Be­richtsjahr 3,83 Milliarden Kubik­meter. Angesichts dieses befriedigenden Ver­laufs der Dinge int schwierigen Wirtschaftsjahr 1929 und angesichts der jüngsten technischen Fort­schritte auf dem Gebiete von Gasverteilung und

Oie Arbeitsmarktlaqe in der zweiten Aprilhälste.

Dem Bericht der Re»chsanstalt für Arbeitsver­mittlung und Arbeitslosenversicherung über bie Arbeitsmarktlage in der Zeit vom 16. bis 30. April zufolge ist die Frühjahrsentlastung des Arbeitsmarktes in diesem Zeitraum n och lang­sam e r geworden. Die 2lbnahme der Arbetts- losigkeit erreichte bei weitem nicht mehr das Ausmaß der ersten 2lprilhälfte. Insgesamt belief sich am 30. April die Zahl der Hauptiznter- stützungsempfänger in der Arbeitslosenversiche­rung auf 1 760 863, in der Krisenunterstützung auf 320 236 Am 15. April betrugen die entsprechen­den Zahlen 1 859 266 und 302 462: am 31. März 2 053 380 und 293 722. Am 30. April v. I. betrug die Zahl der Hauptunterstühungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung 1 126 078 und in der Krisenunterstützung 198 780.

lieber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen-Dassau berichtet das Landesarbeitsamt Frankfurt am Main:

Die Arbeitsmarktlage hat sich in der zwei­ten Aprilhälfte sehr mäßig und fast nur in den Außenberufen (Landwirtschaft, Stein­industrie, Baugewerbe, Derkehrsgewerbe und Lohnarbeit wechselnder Art), sowie im Gastwirts­gewerbe gebessert, während fast alle ande­ren Berufszweige, insbesondere die Metallindu­strie, die Lederindustrie, das Hol»-, Dahrungs- mittel- und Belleidungsgewerbe, sowie die 2In- aestelltenberuse Zugänge an Arbeitsuchenden auf- weisen. Auch bezirklich zeigt der Arbeitsmarkt kein einheitliches Bild. So nahm die Arbeits­losigkeit in 14 Bezirken zwischen 0,9 und 17 Pro­zent ab, während sie in den Arbeitsamtsbezirken Frankfurt (535 Zugänge), Hanau (plus 469), Offenbach (plus 459) und Worms (plus 73) in­folge von Entlassungen in der Metall» und 2c» verindustrie und im Bekleidungsgewerbe wieder etwas anstieg. Im ganzen ist m der zweiten Aprilhälfte die Zahl der Arbeitsuchenden von 191 210 auf 188 127, also um 3083 oder 1,6 Pro­zent zurückgegangen Bei den Hauptunter- stühungsempfängem in der Arbeitslosenversiche­rung beträgt die Abnahme 5906 oder 5,2 Prozent. Die Zahl der Hauptunterstühungsempfänger in der Krisenfürsorge ist um 929 oder 5,1 Prozent gestiegen. Cs wurden am 30. April insgesamt 106 690 Hauptunterstühungsempfänger in der Ar­beitslosenversicherung und 19 268 in der Krisen- unterstühung, in beiden Unterstühungszweigen zu­sammen 125 958 Unterstützte gezählt, das sind 49 157 mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres (insgesamt 76 801). Don der Gesamtzahl der Hauptunterstützungsemvfänger in der Arbeits­losenversicherung entfielen auf die Städte mit über 10 000 Einwohnern am 30. April 35,7 Pro­zent gegen 30,4 Prozent Ende Februar. Die Be­lastung der Stadtbezirke ist also relativ stärker ge­worden, trotz der Abnahme überhaupt. An den Krisenunterstühten sind die gleichen Städte mit 61,3 Prozent beteiligt gegen 63,1 Prozent Ende Februar.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosfenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H Lombardzinsfuß 6 v. H.

Frankfurt

<L 201.

Berlin

Frankfurt a. TI.

Berlin

Frankfurt a. TI.

TBertin

Banfno

len.

Schluß-! furt |

1-Ubr- Äurü

Schluß-, eure

Anfang« Rur<

Schluß-l htrd I

i-ilhr- Kurs

Schluß« kur«

Anfang« Kur«

SchluS« tur< |

fhin-

vchiuy« iur» I

anjang« Hur»

Amerikanische Moten . .

Belgische Noten.....

4,167

58,25

11,71

4.187

58,49

112,15

Votum

Datum

8 51

9 o.

9. 5.

Datum

' 1

9 D.

8 5. |

9 5

1

8 h-

9. j.

8 5-

9. 5.

8- 5

Englische Noten ......

20.302

16,41

168,06

21,92

20,381

16,47

168,74

22.00

6% Deutsche Sietchranleide von 1927

7% Seuddie Reichkanleihe von 1929

teutidje ülnl^Sbi»l.-Schulb mit

87,25

87,25

_

Hamburg-Ämerika Paket . . 7

Hamburg-Südam. Dampfschiff 8

11475

113,5

113.9

Äermntgte Stahlwerke ....

CtoDi Minen ... 16*/,

Kaliwerke AfcherSlebea ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Saljbetfurtb ... 15

97

50

225

230

395

232

236,75

404

97

49.25

226

230,5

395,5

96,75

51,5

231.75

237

403

,»an;omcue yroren . .

Holländische Noten . .

103,5

103,7

Hansa Dampfschiff . . . 10

Norddeutscher Lloyd.....8

Allgemeine TeutscheSrediianL. 10

112.75

115

114.4

161

113.5

115,5

161 113,75 115.75 126.4

Norwegische Noten......

Drutlch-Ocsterr,4100 Kronen Nnmänische Noten......

111,73

58 92

2,455

112,17

59,16

2,475

SuSlos.-Rechten

60,3

60,05

60

Barmer Bankverein 10

126.5

126,5

126,4

181,25

181,25 |

180.75

112,03

112,47

Lesgl. ohne Auslos^Rechte . 6% Hess. BolkSstoat von 1929

12,05

12

11,9

Berliner Handelegelellfchaft 12

175

175.25

174

152

227,75

g. ®. Farben'Induftrte ... 12

Dnnamit Röbel ..... k

181 1

s^chmeirer Noten ....

80,92

81.24

Commerz und Privar-Bank 11

151

152

151

86,65 .

Spanische Noten .... Tschechoslowakische Noten

51,25

51,45

(rüdjoblb. 102%)

95

94,75

Darmstädter und Rationalbank 12

227,75

228

Scheideanslalt. ....... 9

12,39

12,45

Cbetbeifrn Provinz - Anleihe mit

Deutsche Bank und

142,25

142,4

142,6

Goldfchmidl ...... ..5

69

68,25

68

llnaarHdie Noten

72.98

73.28

LuSIvI.-Rechteo

55,6

TiScontmSeselllchast, ... 10

Rütgerswerke ........ 6

70!

70,5

Ü 71

70,6

Deutlche komm. Sammelabl.

Auleihr Serie 1

6% Franks. Hvv.-Sank Soldpfe. XJ1I unkündbar bis 1934

7% Fran« Hop.-Bank Soldpfe unkündbar die 1932

58,1

100

94

58.3

Dresdner Bank......10

Reichs bank ...... 19

.......8

143.5

298

143

298

143,5

298,5

143.5

297,5

Metällgelelllchasl. ...... 8

113 1

113,5

111,13

112,5

Deoifcnmarfl Berlin

- 3

ranffurt a. Zfl.

168

168,75

168,25

168-5

Philipp Holzmann......7

100

135,13

93,25

100,4

8. Mai

9. Mai

_

Bergmann.........8

Vekrr. LieserungsgeieMchast 10

156

185.5

155.25

185,13

154

Zementwerk Heidelberg . . 10

Eementwerk ftatiftabt. ... 10 eao6 & Ureptag ..... 8

135

142,25

93,9

92,75

Amtliche Notierung

Geld »rief

Amtliche Notierung

Geld »ries

4%% Rheiniiche Hvv.-Bank Stau, Soldpfe.

Licht und Kraft 10

164.75

164,5

fflmft.« Nori.

168.51

168 85

168,46

168.80

86

gelten & Guilleaume . 7y,

123

122,5

124

300

300

Burn.-Aireß

1,624

1,628

1,618

1.622

6% Pr. Landesvtandbrielanüalt,

SefeUjchast für Elektrische

165,5

165,5

165.75

165.75

CchultbeiS PaHenhofer ... 15

-

Brsj. Antw-

58,395

58.515

58.395

58.515

Pfandbriefe R. 17

101

101

Unternehmungen 10

Cftroerfe ........12

255,5

255.75

(shristiania.

111,93

112.20

111,98

112,20

6% Pr Landesvlandbriefanllalt,

Hamburger ElekttizitätS-Werke 10

137,5

138

Slku ........1k

106,5

108,5

107

108.75

Novenliagen

111,98

112,20

112,00

112,22

Komm^Lbl. R. 16

96,5

96,5

Rhewifche Elektrizität . . S

161

Bemdecg.........14

126,25

127,25

126,9

127.75

Stockholm -

112,31

112,53

112,31

112,53

7% Pr Landeepfandbriesankialt.

Srblelische Elektrizität. ... 10

162

ZeUktoff Waldboi .... 12'/,

181,75

181

181

182

HelnngforS.

10,539

10,559

10,54

10,56

Pfandbriefe R. 10

94,5

94,5

-

190,25

191

190,25

191

Zellttoff Alchaffenburg ... 12

147,25

Italien. . .

21.95

21.99

21.945

21.985

LEG abg. BorkriegS-Obligario-

Siemen» & Haleke . . 16

241

241

241,5

241

Charlottenburger Waller ... 8

104,5

London. . .

20.341

20,381

20.34

20,38

nen. rückzahlbar 1932

94,5

-

Dransradio ........ 8

129,25

Deffauer «as ..... 9

Ib4,13

164,6

Neunork . .

4,186

4,194

4,187

4.195

Lahmever & de...... . w

169

170

Taimirr Motoren .....0

39

38,9

Poris....

16.415

16,450

16,42

16,46

4% 0e«erretchNchr Soidren«

4,20% Oesierreichilcke Lllberrrnre

26

25,8 4,4

26,5

Vuveru« .......J

Deutlche ErdSl ..« ®

70,5

70,5

101,5

101

Deutsche Linoleum .

Malchin en bau 2L»@. . £

242

_

241,5

51,5

18,5

240

52,5

Schweiz . . Spanien - fYnnnn . .

31.085

51.30

2,067

81,245

51,40

2,071

81,08

51,10

2,068

81 24

51,20

2,072

4% Letterreichilche Einheitliche Rente

4% Ungar«dit Goldrenre

2,4

24.3

_

2,45

24.4

2,4

24.4

Ettener Steinkohl« Geilenkirchener........

139,5

124.5

138,5

124,5

138,5

Crtmftrin 8 ftoopd ..... ®

Leonbard Die» ..... 10

_

1 1 1

81.75

150

346

81,75 150 I 345

Trio de Ian. Wien in D-« Ceft- abgeft

1.498

59,03

0,500

59,15

0.4985

59.055

0,5005

59.175

4% Ungarijche Staarerrnte v. 1910

21

21.25

Hoefch Gile> ......

106,5

217

100,5

Prag . .

Belirad .

Dadapesi - .

12,405

12.425

12.408

12,428

<H% Mgl. von ISIS 4% ilngaritoe kronenrente

2,45

2,5

22,4

2,5

Me Bergbau ......

Klöckn erwecke ..

100,25

100,25

^ranyurrer Malchtne» . <

®rinnet . ..... 6

Heoiiaenftaebt .......<

IungbanS ...... *

Lechwerke.........

Mamkrofttverke Höchst <L 5JL . . >

37

33,5

37.95

I

7,403

73,16

7,414

73,30

7,403

73,16

7.417

73.30

4% türfiidif Zollanleide von 1911

6,5

-

6,8

Köln-Rcueslen ..... '

104,5

Bulgarien -

3,036

3,042

3,036

3,042

4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie l

6,6

6,6

Mannesmann-Röbreu 7

Mansfelder Bergbau.....'

104,75

74

75

104,4

73,25

103,6

75,9

44,5

106.5

44,25

Lissabon . Tancig.

18,78

31,78

18,82

81.82

18,78

81,32

18.82

81.48

4% desgl Serie N

5% RumSniiche veretnh Ren»

6,6

6,65

6,6

CberftNel. Eitenbedars . . . - °

CberWel KokSwerke .-«-,/

110,65

110

131,5

103,5

195

161

131

132

Äonft ntm.

Ltben. . .

1,784

5,435

1,788

5,445

1,785

5,434

1,789

5,445

von 1903

l%% Rumäoüche veretnh Ren» von 1918

1% RnmsiiHtbf wietab. Sait

9.8

16,9

8,025

9,8

16,9

8

1 1 1

Phönir Bergbau - . . .* Rheinische Braunkohl« *c «hetnstahl ........

...............V

99,75 226,5

119

99,9

227,75

119

228.5

119

Mag .....

®ebr. Roeder. V

Boiflt 8 Haellner......1

küddeutsche Zucker 10

195 160,75

Tauada Unt not). Latro . .

4,173

3,856

20,86

4,181

3,864

20,90

4,173

3,856

20,86

4,181

3.864

20,90