Ausgabe 
9.4.1930
 
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Aos der Provinrialbaupisiadt

G i e h e n, den 9. April 1930.

Ttar nicht lange fackeln!

S- gibt ein deutsche- Sprichwort: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Ich möchte eS aber erweitern und sagen: Reden ist Silber, Han­deln ist Gold: Zwei kleine Erlebnisse mögen es näher erläutern.

Ich fuhr vor kurzem in einem Personenzug nach Kasiel. Die Dagen waren alle überfüllt. Doch sand ich nod) einen Sitzplatz. Die übrigen Mitfahrenden, die wohl auch eine längere Leise vorhatten, behalfen sich, so aut eS ging, in den alten Wagen. Einzelne sahen auf Schlicßkör- ben, andere auf großen Paketen. Eine Frau, die noch einen Sitzplatz ergattert hatte, sorgte für ihre zwei kleinen Kinder, indem sie diese auf einen hölzernen Koffer mit gewölbtem Deckel setzte. Run hatte der Koffer die ärgerliche Ge­wohnheit. daß der Deckel nicht richtig schloh Bet jedem Luck deS Zuge- quietschten die Scharniere, unb einigemal purzelte ein Kind beim Anfahren von seinem gewölbten Sitz. Da­durch schnappte der Deckel ganz auf, und das andere Kind muhte auch herunter. Die Reisen­den lächelten zuerst, dann aber wurde ihnen daS ewige Quieken des Deckels und das Ausschnap- pen des Schlosses sehr lästig. Einige warfen schon mihbilligende Blicke auf die Frau, andere glaubten, ihr einen guten Rat geben zu müssen.

Da stieg kurz vor Kassel ein gut gekleideter junger Mann ein, legte seine Lasche auf das Gepäcknetz und stellte sich neben den Koffer, auf dem die Kinder sahen. Kaum fuhr der Zug an, da quietscht« auch wieder der Koffer, der Deckel sprang auf, und richtig sauste wieder ein Kind von seinem Sitz herab. Die Frau bemühte sich vergebens, den Kosser zu schließen. Es ging nicht. Der junge Mann schaute zu, sagte aber dann: .Erlauben Sie einmal!", hob den Deckel hoch, untersuchte die Scharniere, nahm sein Laschenmesser heraus und zog vor allem die Schrauben fest an. Dann lietz er sich von einem Kind, daS ein belegtes Brot ah, ein wenig Butter geben, schmierte damit die Metallteile ein und schloh den Deckel. Er pahte. Alles war in Ordnung. Wir atmeten auf. Letzt hatten wir doch endlich Ruhe. Dankbar schaute die Frau den jungen Mann an und sagte: .Ich danke Ihnen herzlich. Sie sind wohl Schlosser?" Ö nein," entgegnete dieser, .ich bin Kaufmann, Aber wenn eS irgendwo nicht stimmt, dann sacket« ich nicht lange."

Die Mitreisenden gaben nun auch wie man sagt ihren Senf dazu, sprachen ihre An­erkennung aus und rückten zusammen, damit der junge Wann noch einen Platz bekam. Es war gewiß deine Heldentat, die sich da vor unfern Augen abgespielt hatte, aber ein kleines Er­lebnis, bas uns dem Kaufmann gegenüber eine gewisse Hochachtung empfinden Uetz, weil er nicht lange Reden hielt oder gar abfällige Bemerkun­gen machte, sondern weil er sofort zugriff.

Ich traf neulich in H. einen Bekannten, den ich schon viele Iahre nicht gesehen hatte. Da ich mehrere Tage in der Stadt zu tun hatte, wurde ich zum Mittagessen für den nächsten Tag ein- geladen. Wir sahen am Tisch. Der kleine drei­jährige Willi wollte aber nicht ruhig sitzen. Die Mutter sprach ihm gut zu. Der Bater lächelte nachsichtig. Auf einmal warf der kleine Kerl den Lössel aus die Erde. Die Suppe war ihm nicht recht. Dann wieder erklärte er: Ich will überhaupt nichts essen I Die Mutter hob den Lössel auf. Der Bater zeigte ein ernstes Ge­sicht und raffte sich zu einer Ermahnung auf. CS hals nichts. Im Gegenteil. Der kleine Schlin­gel, der wohl ^chon östers selche Szenen herbei- geführt hatte, fing nun auch an zu weinen. Es war kein stilles sonstes Schluchzen, sondern ein gewaltsames, herauSgepreßtes Brüllen. Wir konnten uns kaum verständigen. AlleS Zureden half nichts. Der Bater endlich wollte ihn vom Tisch entfernen und einsperren. Die Mutter erhob Einspruch. Es war mit einem Wort eine unerträglich? Lage. Das Essen schmeckte mir nicht.

Da ging die Klingel. Herr M., ein guter Freund des Hauses, erschien, schaute sich um und sagte:Ra, was ist denn da wieder einmal los?" Als er erkannt hatte, wer der Störenfried war, nahm er den kleinen Willi vor und sagte: .Willst du jetzt ruhig sein oder nicht?" Der Kleine heulte weiter. Da nahm er ihn aus seinem Stühlchen, schüttelte ihn derb und gab ifjm einige kräftige Schläge auf seine neuen Höschen.

Das war eine große Lleberraschung für Willi.

Er schaute verblüsst nach dem ..bösen Wann", hörte aber augenblicklich auf zu weinen. 6t wurde wieder in fein Stühlchen gesetzt. Run konnte er auch seine Suppe essen. Die Tränen standen ihm noch in den Augen. Dann und wcmn schaute er ängstlich nach Herrn M. Im übrigen aber war er sehr folgsam und störte unS nicht mehr. 3a, lieber Karl, da darf man nicht lange fackeln!" sagte W. und steckte sich eine Zigarre an,wenn du erst einmal drei oder vier solcher Schlingel gehabt hast, dann denkst du auch so wie ich. Die guten Reden helfen in diesem Alter noch nicht viel. Da muh man tüchtig zu­packen!"

Herr M. war auch einer, der keine langen Reden hielt. Unb das ist gerade die grcHe Kunst. Wir dürfen nicht so viel sprechen, son­dern müssen handeln. Gar viele sogenannte Kleinigkeiten werden dadurch beseitigt, und Der- ft immun gen können gar nicht aufkommen.

Oie Aot der taufmännischenAngestellten

Die große Rotlage der KaufmannSgehilfen, insbesondere der älteren Angestellten, hat den hessischen Mini st er für Arbeit und Wirtschaft veranlaßt, sämtliche Ministerien zu bitten, durch betontere Rundschreiben auf die unterteilten Behörden einzuwirken in dem Sinne, daß bei Einstellung von Hilfs­kräften auf die wirtschaftliche und soziale Lage der Einzustellenden gebührende Rücksicht zu nehmen ist. So sollen alleinige Er­nährer von Familienmitgliedern bet gleicher Eignung solchen Personen vorgezogen werden, bei denen die genannten Voraussetzungen nicht gegeben sind. Im gleichen Sinne hat das Innenministerium die Provinzialdirek­tionen und die KreiSämter angewiesen, dafür zu sorgen, daß auch die Gemeinden, Kreise und Provinzen ten berechtigten Forderungen der alteren Angestellten Rechnung tragen. Für verlängerte Arbeitszeiten hält daS Ministerium mit Rücksicht auf die tarifvertrag­liche Regelung die behördliche Genehmigung für Hebet arbeit für unzulässig.

Daten für Tonner. tag.1V. April.

Sonnenaufgang 5.18 Uhr. Sonnenuntergang 18.47 Uhr. Mondaufgang 15.15 Uhr. Monduntergang 4.39 Uhr.

1864: der Komponist Eugen d'Albert in Glasgow geboren; 1878: Albert Borsig. in Berlin gestorben (geboren 1829); 1924: Hugo Stinnes in Berlin gestorben (geboren 1870).

Boruotizen.

TageSkalender für Mittwoch. Stadttheater:Louis Ferdinand, Prinz von Preußen", 19.30 bis 22 Ahr. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Tonfilm ..Dich hab' ich geliebt.

Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: In der heutigen VorstellungPrinz Louis Ferdinand" sind beschäftigt die Damen Doering. Heß, Jahn, Koch. Scherer und die Herren Arzdorf, Domini sch, Fasiott. Haeser, Hais. Heitzig. Hub. Kre­mer. Linkmann, Ritter. Schubert, Seitz, Tannert, Volck. Wesener, Zingel. Die Vorstellung beginnt 19.30 Uhr. Freitag, zum letztenmal. Gastspiel Auguste Prasch-Grevenberg: ,/Die heilige Flamme" von Maugham. Sonntag, den 13. April,Der Tor und der Tod". Hoftnanschal-Gedenkfeier, vier­ter Kammerspielzyklus, Morgenfeier. Gedenkworte und Spielleitung Dr. Karl Ritter.

Der Bolksbund Deutsche Kriegs» graberfürsorge, Bezirksgruppe Gießen, ver­anstaltet am kommenden Sonntag, 13. d. M.. 20.15 Uhr im großen Hörsaal der Universität einen Licht- bUberoortrag. Rektor Germann, Darmstadt, wird überKriegerfriedhöfe im Ausland" sprechen. (Nähe- res in der heutigen Anzeige.)

Lustbarkeiten in derKarwoche. Das Hessische Polizeiamt teilt mit: Auf Grund der Ver­fügung des Herrn Ministers des Innern vom 10. Marz 1924 unb 19. März 1929 haben am Palm- fonntag, 13. d. M., öffentliche Lustbarkeiten zu unter­bleiben. Theatralische und Kinooorführungen werden nur dann zugelassen, wenn die Darbietungen ernster oder belehrenden Inhalts sind und der besonderen Bedeutung und Weihe dieser Tage angepaßt sind. Am Karfreitag, 18. d. M., sind nach wie vor öffent« liche Lustbarkeiten jeder Art, auch solche mit ernstem Hintergrund, nicht erlaubt. An den übrigen Tagen der Karwoche einschließlich Ostersonntag sind theatra­lische Vorführungen und Konzerte aller Art, ein- schließlich der Begleitmusik bei Lichtspielen zulässig, wenn sie ebenfalls ernsten, belehreoden Inhalls unb I ber Bedeutung und Weche dieser Tage angepaßt

werden. Oeffentliche Tanzlustbarkellen werden für diese Tage grundsächlich nicht genehmigt. Die für die Karwoche vorgesehenen Konzertprogramme sind dem Polizeiamt zwecks Prüfuna sofort, fpäteftens bis 11. d. M., in doppelter Ausfertigung einzureichen.

O^erpaketverkebr. Die Post bittet, zur Dcrmeidung von Anhäufungen unb Ver­zögerungen die Osterpakete unb -Päckchen mög­lichst frühzeitig aufzuliefern, sie gut zu ver­packen, die Aufschrift haltbar anzubringen unb den Bestimmungsort, soweit notwendig unter nä­herer Bezeichnung seiner Lage, besonters groß und kräftig nieberzuschreiben. Auf bem Paket und Päckchen muß bic vollständige Anschrift des Abfenbers angegeben unb in daS Paket ein Doppel ber Aufschrift gelegt werten. In bem Päckchen sinb etwaige Hohlräume mit Holzwolle

Wenn Ihre Empfehlungsanzeige

in der Freitags- oder in der Samstags­nummer des Gießener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung werben soll

dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der Geschäftsstelle auf

usw. auSzufüllen. bomit bic Senbungen bei der Beförderung in Säcken und beim Stapeln nicht eingedrückt werden. Sie müssen deutlich als Driefpäckchen" oderPäckchen" bezeichnet fein.

Auskunftspflicht der P olizei- beamten. Bisher war eine Streitfrage, ob von der Polizei bei DerkehrSunfällen denBe­teiligten oder deren Vertretern die Führer ter in Frage kommenden Fahrzeuge und etwaige Zeugen namhaft gemacht werden können. Der einheitlichen Regelung wegen hat der hessische Innenminister angcotbnet, daß bic Polizeibeam­ten befugt sind, Tatsachen, die ihnen amllich be­kannt geworden sind, auch Privatpersonen, in solchen Fällen mitzuteilen, wenn für diese auS der Richtkenntnis der Tatsachen eine Gefahr für Leben, Gesundheit, Eigentum oder Ehre entstehen kann. Es wird also von den Polizeibehörden im Einzelfall nur zu prüfen fein, ob eine derartige Gefährdung vorliegt. Die Auskunft erfolgt jedoch ohne jede Derbindlichkeit für die Polizei.

* Don ber Akademischen Flieger- gruppe Gießen wird uns geschrieben: Am letz­ten Sonntag wurden an der Hohen Warte bei Aßlar (Kreis Wetzlar) sieben längere Gleitflüge ausgeführt. Stuck, mach. G. Srömmelbein (Gießen) und K. Schmidt (Aßlar) bestanden die Gleitflieger- Prüfung A. Das Gießener GleitflugzeugFachan" (10 Meter Spannweite) bewährte sich dabei wieder glänzend.

Ein Achtzigjähriger. Am 9. April begeht in Herbstein der Geh. Iustizrat Dr. Lud­wig Koch seinen 80. Geburtstag in geistiger und körperlicher Frische. Der Iubilar nahm als Leut­nant beim Leibgrenadier-Regiment Rr. 115 zu Darmstadt am Kriege 1870/71 teil, mußte in­des einer Erkrankung halber bald darnach aus der aktiven Armee ausscheiten. Rach wieter- gefundener Gesundheit wandte er sich 1875 dem juristischen Studium zu und besuchte die Uni­versitäten zu Leipzig und Gießen. Berells 1879 brachte ihn die Anstellung als Richter nach Elsaß-Lothringen. Dort versah er seinen Staats­dienst bis zum Ausgang des Weltkrieges. Durch die in Straßburg einrüdenten Franzosen ward der in der Hauptstadt des vormaligen Reichs­landes älteste Richter gezwungen, mit dem Reise- köfferchen in der Hand über die Kehler Rhein­brücke nach 40 Iahren das Land zu verlassen, daS er als seine Wahlheimat lieben gelernt hatte. Das Städtchen seiner Geburt wurde die Stätte der erzwungenen Ruhe. Seitdem lebt der Iubllar in frommer Beschaulichkeit in der Um­gebung seiner frühesten Kindheitserinnerungen. Mögen ihm noch viele gute Iahre in unver­brauchter Rüstigkeit beschieden sein.

.Sie Welt der Katakomben." Heber dieses Thema im Zusammenhang mit der Dar­

stellung deS Geistes, der in den urchristlichen Gemeinden gelebt hat, sprach Lic. Robert Goe­bel am vergangenen Freitag; dabei legte er in Form von Lichtbiltern ein eindrucksvolles Ma­terial vor, bas geeignet war, AllerwichtigsteS au8 jener Well zu vermitteln. Der Gegensatz zwi­schen ber oberirdischen Well deS römischen Cä­sarentums unb jener unscheinbaren Welt ur- christlicher Gemeinden kann für die ersten Zeiten gar nicht groß genug gedacht werden. Was unS an Malereien in ben Katakomben ober In­schriften ober Darstellungen an christlichen Sar­kophagen entgegentritt, weist in Form von Zei­chen (manche- sogar in Form von Geteim- Zeichen), auf ben unendlichen Reichtum geistigen LebenS in diesen Gemeinden hin. Die Fülle vor­christlichen MysterienlebenS fand in ben christ­lichen Gemeinten ihre Fortsetzung. Erneuerung unb Erfüllung. Das Heidentum vertrat nicht bloßglänzende Laster", sondern barg auch gei­stige Reichtümer in sich, die als Weissagungen auf das Christentum auf gefaßt wurden (z. B. Orpheus, ober der Sonnengott Helios, oder daS Märchen von Amor und Psyche). Die Ahnung von Tod unb Auferstehung, wie sie in ber ur- christlichen Seit vorhanden war (z. B. die Schick- falc deS IonaS), mündete in bic Gewißheit um bie historischen Dorgängt, die mit dem Chri­stus IesuS zusammenhingen. Richt so sehr der Gekreuzigte als vielmehr der Auferstandeno wirkte in der lebendigen Geisterfahrung dieser Gemein­ten als verjüngende Geistesmacht. Davon wußten sich die ersten Iahrhunderte getragen, vor allem in den sakramentalen Feiern, in denen sie sich mit bem vereinigen bürsten, ter nicht bloß Lehrer gewesen war, sondern sich alS geistige Speis« ter hungernden Menschheit mit seinem Wesen mitgeteilt hatte. Deswegen sind die Darstellungen des heiligen Mahles, wie sie immer wiederkehren, ganz besonders eindrucksvoll, weil jenes füs Die ersten christlichen Iahrhunderte ben Mittel­punkt des Gemeintelebens abgab.

Der Allgemeine Deutsche Frauen­verein hatte, wie man unS schreibt, für An­fang April zu einer Festsitzung eingclaten. Die Hauptvorsihende, Frau D. von Belsen, stattete ter Gießener Ortsgruppe einen Besuch ab unb berichtete vor einer sehr zahlreichen Zuhörerschaft über ihre Reiseeindrücke in Amerika, bas sie in biesem Winter alS Delegierte ber 5. Konferenz des Komitees für Frieden und Abrüstung kennen- gclernt hat. Die Rcttur dieser Reise brachte eS mit sich, daß Frau von Belsen hauptsächlich mit Menschen zusammenkam, die Fcindschast gegen Deutschland entweder nie gefühlt ober jetzt wie­der überwunden hatten. Trotz dieser Einschrän­kung ist es wohltuend, von dem starken Frie­denswillen zu hören, der einen nicht geringen Teil des amerikanischen Dolkes erfüllt, unb daß man für bic Leistungen, bie Deutschlanb in sei­ner schwierigen Lage feit 1918 aus staatlichem, wirtschaftlichem unb auf technischem Gebiete (Zeppeline usw.) vollbracht hat, warme Aner­kennung empfindet. Die Bortragente hat sich eingehenb mit den psychologischen Grünten be­faßt, durch bie Amerika seinerzeit doch noch zum Eintritt in ben Weltkrieg veranlaßt wurde, ebenso mit der Stellungnahme ter Bevölkerung zu den Friedensbedingungen, die den von Wilson pro­klamierten Idealen so gar nicht entsprachen. Frau von Belsen schilderte in interessanten Ausführun­gen daS Wesen des Amerikaners, das etwa dem des deutschen Industriellen entspricht, das aber durchsetzt ist mit einem ausgesprochen religiösen Einschlag. Stammt doch eine großer Teil ter Amerikaner von Einwanderern ab, bie aus reli­giösen Grünben Europa verlassen hatten. Diese starke Sentenz zum Religiösen ist auch heute noch in Amerika lebendig unb bebingt die Ein­stellung deS Amerikaners gegenüber bem Staate. Begriffe wieDemokratie" unb Freiheit der Meere" sind für ihn geheiligte Dinge. GS ist leider an dieser Stelle unmöglich, die vielseittgen und fesselnden Erörterungen der Rednerin aus­führlicher darzulegen. Die Zuhörerschaft dankte Frau von Belsen durch warmen Beifall. SS folgte noch ein gemütliches, geselliges Zusammen­sein, das durch schöne Lieder und Duette von Frau Schudt und Frau Günther, mit Be­gleitung von Frau Lui eh, auf daS an­genehmste belebt wurde.

Die erfahrene Mutter gibt ihrem Kinde f e

und frische Milch

GREILINGA-G. + DEUTSCHLANDS GRÖSSTE KONZERN ER EIE ZIGARETTENFABRIK

Es ist belanglos, ob eine Zigarette »neu« ist, oder »Tra­dition« hat, wesentlich ist nur die absolute Qualität, die vom Tabak, von Erfahrungen, von der technische^ Vervollkommnung der Fabrikations-Einrichtung und - vom Umsatz abhängt. Wir schufen eine schmack­hafte Zigarette und erzielen großen Umsatz. Dieser Umsatz gewährleistet ein Gleichbleiben der Qualität.

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