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Oer Sternhimmel im Dezember

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Neues für Öen Büchertisch

Landkreis Gietzcn.

(^Jupiter

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\)1.Viertel (t) Vollmond d letztes Viertel

GROSZE BUCH-Au

STABEN

Kleine Buch- §laben

alten Bildern das Wehrgehäng des gewaltigen Recken abgebildet wurde. Das nächst dem Orion prächtigste Wintersternbild der -Zwillinge fällt dadurch auf, dah in ihm der Iupiter steht, das bei weitem hellste Himmelslicht des Abend­

himmels, dessen Glanz nicht nur den seiner Rach» barsterne Kastor und Pollux überstrahlt, son­dern auch den des tief unter ihm stehenden Si­rius, des hellsten Fixsterns des ganzen Stern­himmels. Sein Blitzen und Funkeln, hervorgeru- fen durch Vorgänge in der Lust, nicht etwa durch Vorgänge auf dem Stern, unterscheidet ihn deut­lich vom ruhigen stetigen Glanz des Iupiter.

ist uns jetzt die Möglichkeit geboten, zu dem Zug 7.32 nach Giehen mit dem Postauto nach Reiskirchen zu gelangen, was eine nicht zu unter- schätzende Bequemlichkeit bedeutet.

Kreis Büdingen.

Der Mars, unser rötlicher Rachbarplanet, nähert sich in den ersten beiden Monatsdritteln der Sichel des Löwen, von der er sich im letzten Drittel nach rechts, also rückläufig, wieder ent­fernt.

3n mächtigem Glanze erstrahlt die Venus als Morgenstern. Ihre Sichtbarkeit nimmt mit fabel­hafter Schnelligkeit von etwa 40 Minuten bis auf gut 3 Stunden zu. Da die Mutter Sonne am 22. Dezember um 14 Uhr 40 Minuten den tiefsten Punkt des Tierkreises erreicht, so ist es verständ­lich, dah jeder Wandelstern, an welcher Stelle des Tierkreises er sich auch befindet, günstiger steht als sie. Bei nur einigermaßen beträcht­lichem Abstand muh dann die Sichtbarkeitsdauer ansehnlich sein. Küstermann.

hergestellt wurde, vorgenommen.

gd_ Grohen-Duseck, 7. Dez. 3m Auf­trage der Volkshochschule Oberhessen svrach hier Privatdozent Dr Rissen aus Frankfurt a. W. überWichtige Fragen des Genossenschaftswesens". Der Redner sprach in

Der die 24 Stundenzahlen von Mittet* nacht bis Mitternacht eines Tages ent­haltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind fest­stehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil gewissermaßen dem Zei­ger der Himmelsuhr in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monatsmitte sicht­baren Sterne. Unsere Karte zeigt also den Zustand um Mitternacht der Mo­natsmiete. Will man tu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Be­obachtung! stunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hin­eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo­natsmitte ist der gerade Pfeil V» Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monats­mitte */s Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun­gen ein, wenn er die angedeutete Licht- gestalt zeigt.

Umgegend als j mann sehr beliebt ]:[ Wening

Oberheffen.

Bürgermeisterwahl in Lllrichstein.

Orlo^ Rig®'

Sonnenaufgang von 7.50 bis 8.15 Uhr. Sonnenuntergang fast unverändert um 15.50 Uhr. Lichtge st alten des Mon­des: Vollmond am 6. Dezember um 2 Uhr, letz­tes Viertel am 12. Dezember um 21 Uhr, erstes Viertel am 28. Dezember um 5 Uhr.

mfm. 3mmcr höher steigt der Orion empor, um etwas nach Mitternacht seinen höchsten Stand zu

STERNBILDER:

Die Berliner Sfabfmiffion mit ihren weit über hundert Berufsarbeitern, ist wohl das größte Werk christlicher Liebestätigkeit in Berlin. Das ganze Jahr ist sic von Hilfesuchenden überlaufen, und viele hat sic vor dem äußersten verzweifelten Schritt bewahren und ihr Leben wieder in geordnete Bahnen lenken können. Davon erzählt der der heutigen Ausgabe desGießener Anzeigers" beigelegte Aufruf. Er will die Liebe hilfsbereiter Leser wachrusen, zu Weih- nachten denen den Tisch zu decken, an die sonst nie* manb mehr denkt. 8259Q.

Dr.A. Oetker

Trotz einer großen Anzahl von Konkurrenten konnte sich die Nährmittelfabrik Dr.A. Oetker, Bielefeld, eine führendeStellungaufdem Markterringen.Dr.A.Oetker erklärt den Weg des kaufmännischen Aufstiegs wi<j folgt:

Nach wie vor halte ich die Zeitungspropaganda für den besten und billigsten Weg!«

erreichen. Infolgedessen werden auch die ihm liegenden ganz südlichen Teile des Stern­himmels sichtbar. Dem nicht aUzulange sicht­baren Sternbild des Hasen z. B. kann man schon einmal einen Blick gönnen, zumal es ja durch seine Lage unter dem Orion ganz besonders leicht auffindbar ist. Die Hauptaufmerksamkeit wird freilich der Orion, dieses Schmuckstück des Win­terhimmels, für sich selbst beanspruchen. Deut­lich erkennen wir unter den drei gleich hellen, den Gürtel bUdenden, auch Iakobsstab genann­ten Sternen den Orionnebel dort, wo auf den

ein. Der Gönsbach, der nahe unserer Ge- I

meinde in den Wiesen entspringt, wird bei seinem I etwa einstündigem Vortrag hauptsächlich über das Eintritt in das Dorf in einen Kanal von I landwirtschaftliche Genossenschaftswesen und die 850 Meter Länge geleitet. 3m Laufe der 3ahre I Konsumgenossenschaften und ihre Stellung zum hat sich nun in den Rohren von 65 Zentimeter I Einzelhandel. Die Leitung der Volkshochschule Durchmesser eine etwa 30 Zentimeter hohe Sand- I hat als nächsten Redner Dr. Lorenz aus und Schlammschicht angesammelt. Die Reinigung I Lauterbach vorgesehen, der am kommenden Don- war seither nicht möglich, da es an einem passen- nerstag überLandwirtschaftliches Genossen- den Gerät fehlte. Die damals gelieferte Draht- I schasiswcsen und seine Bedeutung für die Volks­walze erwies sich als unpraktisch. 3n den letzten Wirtschaft Dänemarks" sprechen wird. _ Tagen wurde dieReinigung mit einem eigens ' ° ° 'Ix

dazu konstruierten eisernen Schlitten, der von Schlossermeister Otto Boller erfunden und

T B e r s r o d, 6. Dez. Seit gestern erhalten wir täglich unsere Post direkt durch ein Auto zweimal von Gießen. Was das bedeutet, kann man ermessen, wenn man hört, daß wir seither unsere Pakete selbst nach Reis­kirchen bringen und von dort abholen mußten. Crsordcrte ein empfangener Brief eine drin­gende Antwort, so blieb uns auch nichts anderes übrig, als diese selbst dorthin zu bringen. Auch

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Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Schulwunsch aus dem Ostoierkel.

Den berechtigten Wünschen der Anwohner des Südoiertels vom 4. Dezember zur Erwiderung, daß wir Bewohner des O st o i e r t e l s wohl eine schöne Schule im Rohbau in den Eichgärten stehen hoben, deren Fertigstellung durch die augenblickliche scylechts Finanzlage wohl in absehbarer Zeit nicht möglich sein wird. Da wir aber doch ein großes Interesse daran haben, daß unsere Kinder, besonders die Kleinen, welche Ostern zur Schule kommen, nicht mehr den weiten Weg nach den Schulen der Nord» und Westanlage machen müssen, bitten wir die Stadt» Verwaltung, für recht baldige Fertigstellung dieser Schule Sorge zu tragen. Sie würde sich den Dank der Eltern erwerben denn nicht jede Mutter bat immer Zeit, ihren Abcschützen in die Stadtschulen zu bringen ober nachher abzuholen, besonders wenn noch kleinere Geschwister vorhanden sind.

Eine Mutter.

Sofort abholen! Bei wohttäligkeifssammlungeNI beachten!

Wohl keiner unserer Mitbürger wird den so ernsten und überzeugenden Aufruf der Regierung ohne Bewegung gelesen Haden, und auf allen Seiten werden sich Herz und Hand bereitfinden, die gewal­tige Not zu lindern. Nur einen Haken hat die Sache. Wenn die karitativen Verbände bei uns anpochen und wir ihnen bereitwillig Hilfe zusagen, dann heißt cs von den gewünschten und zurechtgelegten Sachen? Wird abgeholt!" Im Vertrauen auf diese Zusage schnürt man fein Bündel und wartet, einen Tag, mehrere Tage, wie viele Tage. Und dann nimmt man das Bündel und legfs beiseite. Alle, die es angeht, mögen dafür Sorge tragen, daß die für wohltätige Zwecke erbetenen Sachen sofort geholt werden. Man- nütze das Eisen, solange es heiß ist. Kr.

Bitte eines alleinsfehenben Erwerbslosen an bie Stadtverwaltung.

Wie verlautet soll die Auszahlung der Winter­beihilfe für die Erwerbslosen in derselben Weise er­folgen wie in den vergangenen Jahren. Es sollen also alle Ledigen die gleiche Summe erhalten, ohne Unterschied zwischen Alleinstehenden und solchen, die im Elternhause oder in sonstiger häuslicher Gemein­schaft leben. In anderen Städten erhalten allein­stehende Ledige die gleiche Summe wie Verheiratete ohne Kinder. Weiß man in Gießen nicht, daß es auch alleinstehende ledige Arbeitslose gibt, oder ist man sich der traurigen wirtschaftlichen Lage derselben nicht bewußt? Es dürfte wohl nicht schwerfallen, bei der ohnehin großen Not der Arbeitslosen die besondere Notlage der Alleinstehenden anzuerkennen und dieser Tatsache bei der Gruppierung der Winter- I bcihilfe Rechnung zu tragen.

Gin allein st ehender Erwerbsloser.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

r. Klein-Linden. 7. Dez. Der hiesige Radfabrerverein 1 904 feierte im Saale des Gasthauses zurDeutschen Eiche" sein dies- > jähriges Winterfest. Der erste Vorsitzende, Lvko- _ mvtivführer Iohannes Gärtner, dankte für ' das Interesse, das den Veranstaltungen des Vereins entgegengebracht wird. Der von Mit­glied Hans Gärtner eingeübte Schülerreigen erntete viel Beifall. Ebenso dankbare Aufnahme fanden die von dem Vereinsfahrwart Gottfried Deibel eingeübten Reigen der Damen, Her­ren und Senioren des Vereins. Ein Volksstuck in

Amtsgericht Gießen.

Zwei Verhandlungen der letzten Sitzungen dürf­ten Kraftfahrerkreise interessieren. In dem einen Falle karambolierte in einem Rachbarorte beim I ^leberholen ein Autofahrer mit einem in sehr langsamem Tempo vor ihm fahrenden Motor­radler derart, daß dieser zu Fall kam und sich verletzte. Wegen fahrlässiger Körperverletzung er­hielt er eine Geldstrafe von 50 Mark. Seine Verteidigung ging dahin, er fei im vor-- schriftsmähig weiten Abstand an dem Motor­radler vorübergefahren: ganz abgesehen davon, daß dieser seine Fahrtrichtung während des pleberhotens nach links zu geändert haben könne, habe er einem plötzlich in der Fahrstraße auf» tauchenden, ihm entgegenfahrenden anderen Wege­benutzer ausweichen und auf diese Weise den Abstand derart verringern müssen, daß ein Zu­sammenstoß unvermeidlich gewesen fei, er könne deshalb für den Unfall nicht verantwortlich ge­macht werden. Das Gericht war der Ansicht, daß der Angellagte damit hätte rechnen müssen, dah Radfahrer und Motorfahrer, wenn sie lang­sam fahren, ihre Fahrbahn kaum genau einzu­hallen vermögen, dann aber, dah, zumal bei einer im Fragefall vorhandenen Straßenkrümmung, ihm irgendwelche Hindernisse plötzlich entgegentreten konnten, wie das Auftauchen eines drillen Wege­benutzers in der geschilderten Weise. Der An­geklagte hätte unter solchen Umständen zunächst überhaupt nicht überholen dürfen.

In dem zweiten Falle war u. a. die Frage zu entscheiden, ob ein Autofahrer, dem das Vor­fahrtrecht zusteht, an einem den Ueberblick be­hindern, en Strahenkreuzungspunkt eine hohe Fahr­geschwindigkeit im Vertrauen darauf, daß ein anderer etwa aus einer Rebenstrahe kommender Wegbenutzer sein Vorfahrtsrecht beachten werde, im vollen Umfang beibehalten dürfe. Das Ge­richt hat die in der Rechtsprechung bestrittene Frage verneint und dem Vorfahrtberechtigten in derartigen Fällen ein Vorrecht versagt, aller­dings bei der Entscheidung ein ausschlaggebendes Gewicht auf dessen Geschwindigkeit gelegt. Im Fragefalle betrug nach der eigenen Angabe des Autofahrers, der in Ausnutzung feines Vorfahrt- rechts einen anderen Wegebenuher angefahren hatte, die Geschwindigkeit 30 Kilometer. Ein Augenzeuge, der als sachverständig gelten konnte, hat sie aber auf etwa 50 Kilometer geschätzt. Der Angellagte erhielt wegen Uebertretung der einschlägigen Vorschriften eine ansehnliche Geld­strafe.

zu stehen. Einige Burschen unseres Orte# war eh neugierig und sahen von der Straße durch bie Fensterscheiben eines Hauses, in dem sich eine an­dere Gesellschaft befand. Ein junger Mann des Hauses sah das und warf dem einen Außen­stehenden ein Stück Holz auf den Kopf, daß er auf der Stelle zusammenörach. Dadurch erlitt der junge Mann eine Gehirnerschüt­terung und ist auf einer Seite gelähmt. Dr. Otto brachte ihn ins Gederner Krankenhaus!.

Kreis Schotten.

$ Köddingen, 7.Dez. Die Zahl bet Al n* terstützungsempfänger im Bereich der hiesigen Rebenstelle des Arbeitsamts Gießen, die 25 Dörfer des nördlichen Vogelsbergs umfaßt, beträgt zur Zeit etwa 120 und liegt damit eint starkes Drittel tiefer, als in der gleichen Zeit im Vorjahr. Dieser erhebliche Rückgang ist sehr erfreulich. Dank der unermüdlichen Vermittlungs­tätigkeit des Leiters der Rebenstelle bei den Forst» ämtem und einigen Gemeinden konnten ännähernd 100 Leute im Lause der letzten Wochen als Holz­macher eingestellt werden.

Bulle" (die Grenze Stier/Lüpper läuft dicht bei I Giehen vorbei), Maikäfer (in Oberheffen meist I Klewwer und Klette), Euter der Kuh (im süd­westlichen Oberheffen Mämm, im nordöstlichen Ditz) unb Eichelhäher (wo das eigenartige I Markvlf gegen Häher steht). Zu interessanten volkskundlichen Belegen führen besonders die zahl­reichen mit Mai zusammengesetzten Wörter, die I diese Lieferung enthält, wie Maibaum, Mai- I kalb, Maikäfer, Maimann, Mairegen u. a. Immer wieder fei jedem, der sich für Volkstum und Mundart intereffiert, besonders allen Schulen die Anschaffung des Werks dringend empfohlen. Die Kosten sind sehr gering (im Iahr höchstens zwei Lieferungen-zum Preis von je 2,50 Mk.). Prof. Dr. F. M a u r e r.

Dr. Martin Ionas, Die Rovelle zum schiedsrichterlichen Verfahren ufto. Verlag von I. E. L. Mohr, Tübingen, 1930. Preis 3 Mk., für Käufer des Steinschen Komm. 2,40 Mk. (384). Es handelt sich hier um ein Ergänzungsheft zum Steinschen Kommentar zur Zivilprozeßordnung, das die Erläuterungen, zu dem diesjährigen Gesetz zur Aenderuna einiger Vorschriften der Zivilprozeßordnung über das schiedsrichterliche Verfahren und einige andere Rachträge bringt. Der Eteinsche Kommentar hat an dieser Stelle schon mehrfach die ihm gebüh­rende Anerkennung erfahren. Es bedarf daher für das Ergänzungsheft nur eines Hinweises.

Ludwig Mathar: Herr Johannes. Der Roman eines Priesters. Volksausgabe. 446 Sei­ten 8°. Preis 2,85 Mark. Verlag Josef Kösel & Friedrich Pustet, München. (611.)

50 Autoren über Hanns Hörbiger, den Begründer der Welteislehre zu seinem 70. Ge­burtstag. Sonderheft der ZeitschriftSchlüssel zum Weltgeschehen". 128 Seiten 8°. 2,50 Mark. R. Voigt- länders Verlag, Leipzig C 1. (614.)

Herrscher im Reiche der Technik. Acht Lebens- und Charakterbilder für junge Menschen dargestellt von Hermann von Müller. Mit 22 Abbildungen auf 17 Tafeln (VIII und 120 Seiten). Ganzleinen 5 Mk. Verlag von D.G. Teubner, Leipzig-Berlin 1931. (622)

Bilbilis, d i e versunkeneStadt. Ein Roman vom Weltuntergang. Von P. Pierre Lhande. 235 Seiten. 8°. Brosch. 4,40 Mk. Geb. 5.60 Mk. Verlagsanstalt Benziger & Co. AG. Cinsiedeln, Waldshut, Köln, Straßburg. (566)

Ludwig Diehl: Ahasver. Rassen- und Lebensroman eines Dichters. 9. bis 11. Auf­lage. Verlag Adolf Bonz & Comp., Stuttgart. Geh. 4,50 Mk., Ganzleinen 6,50 Mk. (568.)

A. B. Reiter, Neueste Scherzgedichte von Rudolf Dietz. Drittes Heft. Verlag des Verfassers in Wiesbaden, Schützenhofstrahe 14, II. Preis 80 Pf. (548.)

Unter-Schmitten, 7. Dez. Hier verstarb im Alter von fast 82 Jahren einer der letzten Mit­kämpfer von 1870/71, der Maurermeister Johannes Konrad R a u. Der Verstorbene stammte aus dem benachbarten Eichelsdorf und war der Begründer eines gutgehenden Baugeschäfts, das von zwei Söh­nen in Eichelsachsen und Eichelsdors weitergeführt wirdDer alle Rau" war in allen Dörfern der fleißiger, wohlerfahrener Geschäfts- bt unb hochgeachtet.

........g s. 7. Dez. Hier kam einem jun­gen Mann sein unbedachtsamer AIcbercifer teuer

§ Ulrichstein 8. Dezember. Nachdem die Bür- germei st erwähl vom 23. Februar in unserer Stadt wegen Verstöße gegen die Wahloorschriften vom Kreisausschuß Schotten für ungültig erklärt worden war, fand gestern wiederum Bürgermeister­wahl statt. Die Wahlbeteiligung war sehr rege. Es erhielten Stimmen: Bürgermeister Karl Appel 158, Beigeordneter Karl Geiß 156, Landwirt Will). Iohs. Friedrich Stein 85, Bäckermeister Wilhelm Rühl 40, Maurermeister Friedrich Appel 25. Ungültig waren 10 Stimmen. Nach diesem Er­gebnis ist Stichwahl zwischen Bürgermeister Appel und dem Beigeordneten Geiß erforderlich.

Reue Knaurbücher: Der Verlag Th. Knaur Rachf., Berlin W 50, bringt zum Preis von 2,85 Mk. pro Band in der bekannten guten Aus­stattung an der Spitze der Reuerscheinungen sämt­liche Werke TheodorStorms, deren Erwerb bisher für die große Mehrheit der deutschen Buchliebhaber zu kostspielig gewesen ist. Der Robelpreisträger Thomas Mann hat diese Ge­samtausgabe des großen norddeutschen Erzählers und Lyrikers eingeleitet. Sie ist berufen, nun denganzen Storm" zum Gemeingut aller Kreise werden zu lassen. Der hier schon besprochene R a p o leon-Roman von Mereschk owskii, dem Autor desLeonardo da Vinci", ein Buch von hinreißendem Schwung, ist nun ebenfalls in der billigen Ausgabe erschienen. Wer Zane Grey ist, bedarf heute keiner Erläuterung mehr. Seine Romane find nicht hinter dem Schreibtisch ersonnen, sind nicht die Frucht bloßer Gehirn- __e ________________ _ arbeit, sondern Bekenntnisse einer großen, dem

vier "Akten' fand vor treff liche Wiedergabe durch! Besten zugewandten Seele. »Männer der die Mitwirkenden. Tanz und Verlosung von Grenze" undDer letzte der Prarie- Preisen, die der Verein beschafft hatte, beschlossen jäger" sind Bücher von großer Ratumähe und den Abend. Kraft der Menschenschilderung. (607610)

OO Klein-Linden, 7. Dez. In unserer Ge- Worte des a m akrishna Heraus» meinbe besteht schon viele Jahre lang eine gute gegeben von E von Pelet. Mit Geleitwort von V o l k s b i b l i o t h e k, die einst von dem ver- Romain-Rolland. Semen 6 Mk. ^vtapfel-Derlag, ftoebenen Rektor A. Boßler gegründet wurde. Die Leipzig (612). Ramakrishna wurde 1836 in. einer Bücherei die Werke belehrenden und unterhaltenden armen Brahmanenfarnllie geboren und lebte bis Inhalts aller Art enthält, wurde in letzter Zeit durch xum Iahte 1886 in Bengalen, der großen Provinz Neuanschaffungen unb Schenkungen auf über 500 des östlichen Indien, die in unabsehbarer -tteiye, Bande erhöht. Auch die Werke neuerer Meister finden von Buddha bis Tagore, Seher, Heilige und Dich- entsprechenbe Berücksichtigung. ter Indiens hervorbrachte. Er gehört zu den gro-

OSaftenborn-öteinberg, 6. Dez. Am ßen orientalischen Lehrern, in ^jen ßeben fein Donnerstagabend wurde im Hof Oberstein - Raum für Schreiben und Riederschrift war. berg ein Einbrecher ertappt. Beim Ab- Freunde und Schuler schrieben seine Worte auf. leuchten der Räume fand man ihn in einer Kam- Sie haben die Frische und Gegenwärtigkeit dev mer versteckt. Als man den Eindringling gtei* unmittelbaren Aeußetung sowohl in den derben fen wollte, rettete er sich durch einen Sprung und schalkhaften Worten als auch in den echi durch das Fenster ins Freie. Da er anscheinend orientalischen Gleichnissen und den scharfsinnigen mit dem Weg gut vertraut war, rannte er in spekulativen Darlegungen. ^uS feinen Lehren, wilder Flucht nach Steinberg zu und wurde bis Aussprüchen und Gleichnissen spricht Indien, etwa zur Hälfte des Weges unter lautem Rufen H e s s e n - R a s s a u i s ch e s -üDltg- verfolgt. Wan konnte seiner jedoch nicht habhaft Wörterbuch ... aus den für ein Hefsen» toeröen. Der Mann wird wie folgt beschrieben: Rassauisches Wörterbuch mit 5)ilfe aller Volks- Größe etwa 1,67 Meter, schwarzer Mantel und kreise und besonders der Lehrerschaft .. von Mühe, junger flinker Mensch. Sachdienliche An- I Ferdinand Wrede angelegten und verwalteten gabel erbittet die Bürgermeisterei Watzenborn. | Sammlungen ausgewählt und bearbeitet von

r. Lang-Gons, 7. Dez. Die V i e h z ä h-! Luise Berthold. Band II, 4. Lieferung (Luppcher lung, die dieser Tage hier vorgenommen wurde, bis Marienkäfer) Marburg, Elwert. 1930. 2 50 ergab 159 Pferde, 908 Stück Rindvieh, 203 Schafe, Mark. (514.) Dom Hesfen-Rassauischen Dolks- 1278 Schweine, 104 Ziegen und 4776 Hühner. Wörterbuch, das bekanntlich auch unsere Provinz Die Holzschlagarbeiten in den hiesigen Oberhessen mit erfaßt, liegt nun die vierte Liese- Gemeind ewäldern haben jetzt begonnen. In sieben I rung vor. Sie zeigt die Vorzüge der früheren, Rotten arbeiten 48 Mann. Dadurch wurde man- also besonders anschauliche Darstellung der geo- chen Ausgesteuerten, Erwerbslosen und kleineren I graphischen Verbreitung der behandelten Wör- 2anb töteten Gelegenheit gegeben, sich einigen I ter und reiche volkskundliche Bemerkungen. Rebenverdienst zu erwerben. Bei der Samm- I Ganzseitige Karten werden diesmal für die fol» lung für die Kriegsgräberfürsorge ging ! genden Begriffe geliefert:Kastrierter junger in unserer Gemeinde die Summe von 126,50 Mk.

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