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AlneAesie

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lean Welael, (Heben, Sonnenatrafae 6, Telephon Nr. SSM

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Preis: Za 70 Pfg fM

stelle au Altenschlirf, Dekanat Lauterbach (den sämtlichen Riedesel, Freiherren zu Eisenbach, steht das Präscntationsrecht zu): die zweite evange­lische Psarrstelle zu Reichelsheim i. O., Dekanat Erbach (dem Grasen au Erbach-Erbach steht daS Präsentationsrecht zu).

" Preisgekrönte Drieftaubenzüch- ter. Man berichtet unS: Am Sonntag, 26. 3uli, dat der letzte diesjährige Drieftauäntwettflug für Altti« re von Dudap « st aus statt- gesunden. Die Entfernung beträgt über 800 Kilo­meter Luftlinie. Obwohl di« Tauben in ihren Flugleistnngen durch ungünstige Witterungsver- hältnisse stark beeinflußt wurden, fehlen heute nur wenige der an dem Flug beteiligten Gießener

amtmann Methtnger beim Finanzamt Darm­stadt-Land alS Vorsteher an daS Finanzamt in Homberg (Oberhessen) versetzt.

Der Hessische Evangelische Bund hält seine 43. Landesversammlung vom 30. August bis l. September in Schlitz ab. Die Tagung wird unter dem Thema: .Der Evangelische Bund ein Bekenner zu evangelischem Glauben, pro­testantischer Tat und evangelischer Gemeinde" sieben.

* Freie evangelische Psarrstellen. Zur Wiederbesetzung werden ausgeschrieben: die evangelische Pfarrstelle zu Dolgeöhcim, Dekanat Oppenheim: die evangelische Pfarrstelle zu Lehr» bach, Dekanat Alsfeld: die evangelische Pfarr-

Vekonntllch gehört der Heidenturm am Alten Schloß zu den älteren Bauwerken der Stadt (1325), und daS Interesse der Gießener für chn ist immer groß gewesen. Leider war aber der baulich« Zustand nicht so. daß man den Turm ohne Bedenken hätte betreten können: daher bildete er in den letzten Jahrzehnten nur sur wildernde Kotzen und horstende Eulen eine willkommene Stätte der Betätigung, für uns Menschen war er gesperrt, höchstens daß die Fenster an der Stadtseitc den Katapulten und Schießwafsen benachbarter Llnfugstiftcr ein ge­eignetes Ziel boten. Trotzdem ließ die MuseumS- leitung die Absicht nicht fallen. daS ehrwürdig« Bauwerk wieder der Besichtigung zugänglich zu machen: und alS uns die Rotwendigkcit. daS Dach deS TurmS neu decken zu lassen, vor einigen Jahren die Möglichkeit darbot. ihn auf seine Sicherheit hin zu untersuchen, da zeigte es sich, daß die Schäden gar nicht so schlimm waren, und daß der Heidenturm wieder in Ge­brauch genommen werden konnte. Die ein­zelnen Raume wurden gesäubert, geweiht und mit Beleuchtung auSgestattet. die auf der Außen­seite emporsührende Holztreppe ausgebessert und mit Geländer versehen, und bet Bauschutt, der in großen Massen im Turm lagerte, abgefahren. In ben letzten Wochen haben wir nun die Turm- zimmer wohnlich eingerichtet, und nun kann vom nächsten Sonntag ab der Hei­denturm vondenBesuchern des Ober- hessischen MuseumS wieder betreten werden, allerdings mit der Einschränkung, daß dicS wegen des Fehlens von Heizung nur im Sommer möglich ist. Eine andere Hoffnung hegen wir außerdem noch, nämlich die. daß gewisse Besucher die üble Sitte unterlassen, ihren werten Ramen mit allen möglichen Zusätzen an die Wände zu schmieren. Wir verzichten sehr gern auf derartige Dinge: dazu kommt aber auch die Gefahr, daß einmal ein solcher Schmierfink zur Wiederherstellung der beschmutzten Wand heran- geholt werden könnte.

Der Heidenturm hat zwei Verließe: daS eine, unterirdisch, ist der Keller des Baues: eS kann nur durch einen schmalen, niedrigen Gang vom Burghof auS erreicht werden, sein Boden liegt etwa 2 Meter unter der Erdoberfläche.

Der Heidenlärm am Mn Schloß in Gießen

Don Museumsdirektor profeflor Helmke

Störche steht. Die Aufnahmen erfolgten von dem Kirchturm neben der Kirche aus.

DaS einzigartige Raturfchaufpiel. das schon seit vorigen Freitag zu bemerken war. halte all­abendlich eine ständig anwachsende Menge von Reugierlgen herbeigelockt. Auch gestern abend wieder versammelten sich zahlreiche Interessenten bi der Räh« der Kirche, viele bestiegen sogar den Kirchturm bis zur obersten Spitze, um die Störche ganz aus der Ääh« beobachten zu können. Offen­bar sind aber die Tiere durch die Menschen­ansammlungen beunruhigt worden, denn gestern abend waren von den in den letzten Tagen regelmäßig beobach.eten 24 Störchen nur vier erschienen, die anscheinend zu dem Storchneft auf dem Kirchdoche gehörten. Die übrigen Langbeine wurden noch gestern nachmittag in den großen Wiefeng runden bei Rieder-Dessingen in famiiien- weifer Versammlung bemerkt, sie blieben aber gestern abend in Lich auS. da ihnen jedenfalls Die allzu starke menschliche Reugier beängstigend und lästig geworden war. Man geht wohl nicht fehl in der Annahme, daß die Hauptbeunruhigung der Tiere aus die verhältnismäßig starke Menschenansammlung an der Spitze deS Kirchturms zurückzuführen ist, da von dort auS bis zu dem Kirchendach nur wenige Meter Entfernung find Die Menschenansamm­lung in den Straßen dürfte die Tiere wohl nicht so sehr geschreckt haben. Wenn unsere Rachbar­stadt Lich sich das einzigartige und sehenswerte Raturschoulpiel dieser Slorchcnparade rwch für einige Tage bis zum Abzug der Tiere erhalten Wils, dürfte eS ratsam sein, auS der gestern zum erstenmal in Erscheinung getretenen Zurückhal­tung der Tiere und ihrer wahrscheinlichen Ur­sache ungesäumt die entsprechenden Folgerungen zu ziehen.

'Sornotiien.

Tageskolender f ü r Freitag. Kirchen- konzert zum Besten der Hinterbliebenen der in Schlesien verunglückten Bergleute. 20 Uhr, in der Johonneskirche Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ..Wenn du einmal dein Herz verschenkst ..." und Frau oder Geliebte?"

DieGießenerDerfassungSfeier- Festrede deS hessischen Innenministers Leuschner bei der DerfassungSfeier am kom­menden Montagnachmittag in der Gießener Dolkshalle wird auf den Südwestdeutschen Rund- funkfender in Frankfurt a. M. übertragen. Wegen dieser Einschaltung deS Rundfunks in die Gie­ßener Feier muß die Veranstaltung pünktlich um 15 Uhr beginnen.

* Der Po ft dien st am Verfassungs- t o g e. Dom Postamt Gießen wird uns mitgeteilt: Da der Berfassungstag (II. August) in Hessen als gesetzlicher Feiertag gilt, wird der Dienst bei den Postämtern in Gießen wie folgt geregelt: Die Schalter werden wie an Sonntagen geöffnet. Außer der einmaligen Briefzustellung, die um 8.45 Uhr beginnt, wird eine Paket-, Geld- und Landzustellung ausgeführt. Die Briefkasten werden wie an Werk­tagen geleert Die Kraftposten von und nach Gießen verkehren wie an Sonntagen.

Finanzamts-Personalien. Der Vorsteher deS Finanzamt- in Homberg (Ober- h«ssen) RegierunqSrat Bieger wird als Vor­steher an daS Finanzamt in Hungen und Steuer-

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Dem Eingang gegenüber befindet sich ein verschüt­teter Durchbruch durch die Mauer nach dem Bo­tanischen Garten zu. In der Decke deS Rau­me- ist eine Ocffnung angebracht (heute ver­filtert), durch die den Gefangenen Speise und Trank herabgelassen wurde. In diesem Verließ saßen u. a. die Zigeuner gefangen, denen im Anfang vorigen Jahrhundert- wegen großer Missetaten der Prozeß gemacht wurde, und nach denen der Turm seinen Ramen bekommen hat. Sin zweite- Verlieh für bessere (!) Leute befindet sich ebener Erd«: hinein führt ein schma­ler, gewundener Gang zwischen dem KellerhalS und der Trepp«, ebenfalls vom Burghof aus. In diese- Gefängnis gelangt durch einen schma­len Mauerschlitz etwa- Tatze-licht, außerdem hat e- eine aufgemauerte Steinbank al- Lager, ja e- fehlt nicht einmal an einem steinernen 2lbort. Leider hat der Roum beim Umbau de- EchlosseS durch zwei durchgeführte Eisenrohre etwa- von seiner Ursprünglichkeit «ingebüht: immerhin bekommt man hier einen kleinen Ein­druck von der Schauerlichkeit und der Grausam­keit der Haft früherer Zeiten.

Die etwas steile Holztreppe führt unS zu einem zimmerartigen Raum, wo sich in der Mitte deS steingepflasterten Fußbodens die Oeffnung befindet, durch die den Gefangenen Im Keller- vcrließ Rahrung herabgelassen wurde. Hier sind jetzt die Gerät«, Formen und Muster einer Kattundruckerei untcrgebracht; ein Blick nach der Fensternische zeigt unS die gewaltige Dicke deS Mauerwerbs. Eine Treppe weiter hinauf, und wir stehen in der Rüstkammer: ein bei weitem freundlicherer Raum, der die wertvolle Sammlung des Museums an Waffen und Rüstungen, und waS sonst mit dem Waffen­handwerk früherer Zeiten zusammenhängt, ent­hält. Dann klimmen wir auf einer schmalen Wendeltreppe zum obersten Raum empor, in dem eine Bauernstube mit Doppelbett, Tisch, Schrank. Truhe und allem, was dazu gehört, Platz gefunden hat: dieses Zimmer ist daS be­haglichste und hellste und hat trotz der von den Wänden ausströmenden Kälte etwa« Gemüt­liche-.

So wird auch der alte Heidenturm dem Mu­seum neue Freunde werben.

Dauben. Den ersten Brei« erhielt der Züchte, Konrad R« u sch Wie «der Weg 3. den »weiten bu» Tterzuchtinstiiut euerer Hardthof, während Dtn brüten der Züchter Gastwirt und Metzger- metstcr H c n f e L Walltorstr. 27, erringen konnte. Erfreulicherweise standen für die Sieger tauben wertvolle Ehrenpreise zur Verfügung, die von Interessenten des Sports gegeben mären.

* D H 23 -9 ugendam Rhein. Man schreibt uns: In der jetzt überall beginnenden Grenzland- arbeit für das Rheinland will auch die deutsche Kauf- mannsjugend nicht fehlen. Den Auftakt zu der ideellen Wcsthllfe bildet der Tag der Kaufmanns- fugend in Bingen vom 9. bis 10. August, den der Deutschnationale Handlungsgehilfen-Aerband durch- fuhrt. 9m Anschluß an diese große Tagung, zu der über 1000 Iungkaufleute erscheinen, werden Lehr- und Dandersahrten und Zeltlager der Kaufmann»- fugend ein anschauliches Bild von den rheinischen Grenzlanden und ihrer Bevölkerung vermitteln, aber auch den Bewohnern des Rheinlande» zeigen, daß die Kaufmannsjugend ihrer gedenkt. Acht Lehr- und Wanderfahrten in die Eifel, nach Eupen Malmedy, in das Saargebiet, durch die Pfalz und die an- grenzenden rheinischen Gebietsteile erfassen fast 400 Iungkaufleute, außerdem drei Zeltlager bet Ann- weiler. In der Eifel und auf dem Turnierplatz de» Schlosse» Rheinstein nochmals 300 Iungkaufleute.

Kreis Büvtngcn.

* R i dd a, 7. Aug. Am nächsten Sonntag findet das erste Kriegerfest de« Hassiabe- Airf« Ridda nach dem Weltkrieg« in Ridda statt. E« handelt sich mehr um ein kameradschaft­liche- Zusammensein alter Soldaten, al« um ein allgemeine« Volk-fest. DaS Kriegerfest findet des­halb auch nur an einem Tage statt. Die Vor­bereitungen sind in vollem Gang«. E« werden etwa 30 auswärtige Vereine erwartet. Rach- mittagS um 1 Uhr wird sich ein Festzug durch die Stadt bewegen, der mehrere Gruppen Sol­daten de- alten Heere- zeigen wird. Der Festakt mit anschließendem Volksfest findet auf der be­kannten Rtddaer Festwiese statt.

Berliner Börse.

B - rlin , 8. Aug. (WTB. Funkspruch.) Eine len- denz war im heutigen Frühoerkehr noch nicht zu er- kennen. Rad) dem schwächeren Schluß der gestrigen Reuyorker Börse verhielt fid) die Spekulation wieder abwartend.

kirchliche Nachrichten

IsraeNtische Religionsgemeinde. Gottesdienst ht der Synagoge (Südanlage) SamStag. den 9. August. Vorabend: 7.30 Uhr: morgen- 8.30; abend- 8.05 und 8.45 Uhr.

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Bekanntmachung.

Durch die Berordnung des Herrn Reichs­präsidenten vom 26. Juli 1930 sind die Bet- tröge zur Arbeitslosenversicherung ab 1. August 1930 wie folgt geändert:

für 1 Tag 2 Tage

Stufe 1 5 Pf. 9 Pf. usw.

2 9 , 18

3 14 27

4 18 36

5 23 45

6 27 , .54

7 32 , 63

8 36 72

»9 41 81

10 45 90

Für unständig Beschäftigte: männliche weibliche bis 16. Lebensjahr 9 Pf. 7 Pf. täglich

_ - 2L 17 12

über 21 Lebensjahre 21 15 ,

Nicht mehr krankenoersicherungspflichtige Angestellte, die jedoch noch der Arbeits- losenoerficherungspfücht unterstehen, sowie fteiwillig versicherte Angestellte haben mo­natlich 13,50 RM. zu zahlen. 5545D

Gießen, den 7. August 1930.

Allgem. 0rt»krankeukasse Gießen (SfaM). gez.: Ottilie.

illlgem. Ortskrankenkasse Gießen (Land), gez.: Herber.

Landkrankenkaffe Gießen, gez.: Hörr.

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Spielvereinigung ^900 e. V.

Unser

30. Stiftungsfest findet am Samstag, 9. August, S'/r llhr abends, in den Räumen der Lteblgshöhe unter Mitwirkung der Regiments-Kapelle Inf.-Regts. 15, unter persönlicher Leitung von Herrn Obermustkmeister Löb er statt.

Sonntag, den 1 v. August, nachm. -L30Ut)r Aufmarsch sämtlicher aktiven Miiglledev MD 5 LlhnZubilaumsspiel D. f. £. Neu-Isenburg ((Südd.Ob.-Liga) -1900 (£iga(

Kaufmännischer Verein

GießenD

Sonntag, den 10. August, nachmittags 3V2 Uhr, im Verein shaus-Garten

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