Ausgabe 
8.7.1930
 
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Schwerer Kommmiisienkrawoll in Zensheim.

Blutiger Kamps mit Polizei und Publikum. - Abriegelung vor Frankfurt. Zahlreiche Verhaftungen.

Darmff abf, 7. 3uli. (ffiSJl.) 3m Anjchluh an dea Roten Tag in IDorms sanden an der Bergstrafte schwere kommunistische Ausschreitungen statt. Der schwerste Zufammensloft ereignete sich in Bens­heim zwischen 7 und S Uhr abends. Dort fand ein Rcgimentssest der ehemaligen 117er statt. Als die Kommunisten in der Rahe des Bahnhofs in einer Wirtschaft, die mit Teilnehmern an der Regiments- feier überfüllt war. halt machten, wurden sie von der Polizei zur weiterfahrt aufgefordert, damit keine Zusammcnslöfte entstehen konnten, kurz hinter Bens­heim machten sie halt und kehrten in Stärke von fünf Lastautos mit zirka 150 Mann mit Latten. Ziegelsteinen und Pflastersteinen in die Stadt z u r ü <k. wo es zu einem regelrechten Kampf mit Polizei und Aestteilnehmern kam. Die Polizei war gezwungen, von der Schuftwaffe Gebrauch zu machen. Ls gelang ihr mit Hilfe der Unterstützung aus dem Publikum, die Kommunisten zurückzuschlagen, die unter Zurücklassung verschie­dener verletzter Bensheim verliehen.

Die sofort von Darmstadt aus eingeleitete A b - riegelungsaktion war von Erfolg gekrönt. Es gelang, die sämtlichen Lastautos der Kommu­nisten zu stellen, obwohl die Kommunisten im Be- wuhtsein ihrer Schuld auf verschiedenen Umwegen nach Frankfurt zu kommen suchten. So wurden hinter L b e r st a d t zwei Lastautos gestellt, bei Griesheim sechs Autos und in der Rähe von Groh- Gerau elf Lastwagen, von diesen wurden acht nach Mainz gebracht, denn auch die Mainzer Polizei war zur Kontrollierung und Absperrung der Straften herangezogen worden. Ebenso waren von Frankfurt und Hanau alle Zugangsslraften an der hessisch-preuftifchen Grenze nach Frankfurt abgeriegelt worden, so baft hier bet Rest ber Automobile festgehalten werben konnte.

Man beschlagnahmte bei ben Teilnehmern an ben i Ausschreitungen auch einige Schuhwaffen, u. a.

ein Gewehr anb einen Revolver, sowie verschiedene feststehende Messer, von den Sistierten wurden ins­gesamt 13 in hast übergesührt, sämtliche wegen der Bensheimer Ausschreitungen. Die Zahl der verletzten beträgt neun, darunter sind drei leichtverletzte polizeibeamle und sechs Kommunisten, von denen zwei schwer verletzt sind. Die Verletzun­gen sind hieb-, Stich- und Schuftwunden. Unter den Sistierten in Darmstadt befindet fich auch der kommunistische Landtagsabgeordnete von ber Schmitt.

Auch in Bremen schwere Ausschreitungen.

Bremen, 7. Juli. (WTB.) hier kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Polizei. Die Kommunisten hatten schon seit Tagen durch Flugblätter und Mundpropaganda zu Kundgebungen gegen einen Stahlhelmwerbemarsch aufgeforbert. Auch an die Polizeibeamten waren Flugblätter gerichtet, nicht gegen die Arbeiterschaft zu kämpfen. Der Stahlhelmzug wurde von kommu­nistischen Mitläufern mit Steinen beworfen. Als die Ruhestörer auch gegen die Polizei mit Stei­nen, Flaschen, faulen Eiern und Stinkbomben vor- aingen, griffen die Beamten energisch durch. Eine Abteilung berittener Polizei, ber die Ruhestörer in die Zügel fielen, mußte mit ber blanken Waffe oorgehen. Die Abfahrt der einzelnen Stahl­helmzüge mußte durch umfangreiche Polizeiabtei­lungen gesichert werden. Auf einen Zug, der in die Unterwesergegend fuhr, wurde von Kommuni­sten g e f ch'o s s e n. Ein Stahlhelmmann erlitt Schußverletzungen. Insgesamt wurden 25 Personen festgenommen und ins Gefängnis eingeliefert. Unter ihnen der kommunistische Bezirksleiter Taube, der Mitglied der Bremer Bürgerschaft ist. Taube wurde trotz seiner Immunität verhaftet, da er a u f frischer Tat ertappt worden ist.

Aus her provinzialbauptstadr.

Gießen, den 8. 3ult 1930.

Oie Briestasche

3d) hatte meine Brieftasche irgendwo liegen- lassen. Der Verlust wäre zwar ärgerlich, aber zu ertragen gewesen, denn sie ist alt, und ihr Inhalt war nicht bedeutend, wie das in sol­chen Zeiten auch nicht anders zu erwarten ist.

Ich habe die "Brieftasche wiederbekommen, weil sie einem ehrlichen Finder in die Hände gefallen war, der aus dem 3nhalt meine Wohnung er­mitteln konnte.

Damit wäre eine einfache Angelegenheit im Grunde erledigt, und es wäre kein Wort wei­ter darüber zu verlieren, denn daß ich mir Vor­würfe machte wegen meiner Unachtsamkeit, geht ja nur mich etwas an. Aber die Sache war doch noch nicht erledigt, denn nun tauchte vor mir ein Problem auf, das mir Tag und Rächt nachging und mich nicht wieder loslies.

Der Finder hat doch den Inhalt meiner Brieftasche durchgesehen. Er hat keine wichtigen Geheimnisse entdeckt, gewiß nicht, einige Quit­tungen, einen Persönlichkeitsausweis, ein paar Driesmarken, eine Ansichtskarte von einer Hr- laubsbekanntschast, einige "Rechnungen, eine Er­innerung an fällige Bezahlung, ilnb doch war es mir unangenehm, daß hier ein fremder Mensch in meine eigenen Angelegenheiten Einblick bekam. Cs hätte sein können, daß die Tasche Briefe barg, deren 3nhalt ich streng geheimhalten wollte, es wäre möglich gewesen, daß der Fin­der durch den 3nhalt der Brieftasche erfahren hätte, was ich unter keinen älrnständen preis­geben möchte.

Wie aber nun gar, wenn ich durch Zufall in eine Angelegenheit verwickelt worden wäre, die etwa den Organen der Behörde Anlaß ge­geben hätte, jeden Zettel, jede Kleinigkeit mit mißtrauischen Blicken zu prüsen. Sagen wir, es wäre eine Tat geschehen, deren Täler harte Bestrafung zu gewärtigen hätte, und ich wäre durch eigenartige Verkettung von Umständen in den Verdacht gekommen, der Täter zu sein. Es ist möglich, daß ein phantasiebegabter Kri­minalist in den Dingen meiner Brieftasche aller­lei verdächtige Spuren zu finden glaubt, ihnen nachgeht und so mancherlei ans Tageslicht zerrt, das ich als meine ganz persönliche Angelegen­heit betrachtet habe. Es mag alles harmlos und unbedeutend fein, und doch wäre es mir in höchstem Maße unangenehm, die Dinge vor fremden Augen bloßgelegt zu wissen.

Wenn das aber schon mit einer harmlosen Dricstasche so ist, wie ist es dann bei den Din­gen, die man sorgfältig im Schrank verschließt und hütet vor den Augen der Rächststehenden, geschweige gar vor den Augen der Fremden?

Lind nun gar zu denken, daß man eines Ta­ges plötzlich abgerufen werden kann für immer, daß fremde Hände in den Dingen wühlen, die man sorgfältig verwahrt hat. Es ist so vieles ungeordnet und unerledigt, es ist so manches Konto offen, und nur ich und der Rächstbetei- ligte weih davon. Dann aber weiß plötzlich ein Dritter und Vierter davon, dann liegt alles offen, preisgegeben der Mißdeutung, der Miß­gunst und dem Bestreben, Geringes auszubau­schen. "Ratürlich kann es einem im Grunde gleichgültig fein; man spürt ja nichts mehr da­von, man hat weder Vorteil noch Schaden. Hnb doch und doch. Wer aber kann von sich in jedem Augenblick sagen, daß alles so geordnet ist, wie er es wünschen muh. wer hat keine un­beglichenen Rechnungen, keine Dankesschuld, die noch abzutragen, kein Unrecht begangen, das wieder gutzumachen, kein ungutes Wort ge­sprochen, das einen freundlichen Nachsatz for­dert? S.

Taten für Mittwoch, 9. Juli.

Sonnenaufgang 3.53 Uhr, Sonnenuntergang 20.16 Uhr. Mondausgang 20.05 Uhr, Monduntergang 1.55 Uhr.

1440: der holländische Maler Jan van Eyck in Brüssel gestorben; 1677: der Dichter Johann Scheffler (Angelus Silesius) in Breslau gestorben; 1807: Friede zu Tilsit; 1826: Schillers Gattin Charlotte geb. v. Lengefeld in Bonn gestorben.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 150 bis 170; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 10 bis 15; Weißkraut 10 bis 15; Rotkraut 15 bis 20; Römischkohl 8 bis 10; grüne Dohnen 20 bis 25; gelbe Dohnen 30 bis 35; Erbsen 15 bis 20; Tomaten 30 bis 60; Zwiebeln 10 bis 15; Rha­barber 10 bis 15; Pilze 30 bis 35; alte Kar­toffeln 4,5 bis 5; neue Kartoffeln 10 bis 12; Dörrobst 30 bis 35; Kirschen 20 bis 30; Heidel­beeren 30 bis 35; Stachelbeeren 20 bis 25; 3 a- hannisbeeren 15 bis 20; Erdbeeren 50 bis 80; Honig 40 bis 50; junge Hähne 120 bis 130; Suppenhühner 100 bis 120; Rüsse 60 bis 70; Himbeeren 45 bis 50; Aprikosen 50 bis 55; Pfirsiche 55 bis 60; das Stück: Eier 11 bis 12; "Blumenkohl 30 bis 70; Salat 8 bis 10; Salat­gurken 20 bis 40; Einmachgurken 3 bis 6; Ober- Kohlrabi 8 bis 10; Rettich 10 bis 15; Tauben 70 bis 80; das Bund: Radieschen 10 bis 15; gelbe Rüben 8 bis 10; rote Rüben 8 bis 10Pf.; der Zentner: Kartoffeln 3,80 bis 4 Mark.

Bornotizcn.

Tageskalenderfür Dienstag. Stadt- theater:Der Herr mit dem Fragezeichen", 20 bis 22 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Zigeuner- rache" (mit Dolores del Rio) undTembi".

Stadttheater Gießen. Die heutige südwestdeutsche Erstausführung der Kriminal­komödieDer Herr mit dem Fragezeichen" von Möller und Lorenz beginnt um 20 älhr. Die Handlung dürfte alle Theaterbesucher, die von sich aus das Geheimnis um das Fragezeichen lösen wollen, auf einen falschen Weg führen. Spielleitung: Peter Fas sott; der mysteriöse Herr: Hanns Tannert. Es wirken ferner mit die Damen: Doering, Heß, Koch; die Herren: Dommisch, Hais, Hub, Linkmann, Wesener, Zin­gel; Dekorationen: Karl Löffler.

Der Nationalsozialistische Dcu 1- sche Studentenbund veranstaltet am Mitt­woch. 9 d. M., 20.30 Hör, in der Turnhalle am Oswaldsgaricn, eine öffentliche Versammlung, in der der bekannte Rationalsozialist Werner, Frankfurt, über das ThemaFaschismus und Rationalsozialismus" sprechen wird. 'Der Redner ist einer der besten Kenner des Faschismus, da er ihn aus eigener Anschauung kennt und den Marsch auf Rom 1922 persönlich mitgemacht hat. (Räheres in der heutigen Anzeige.)

** Person alie. Der Vorsteher des Finanz­amts Hungen, Regierungsrat Dr. Müller, wurde als Vorsteher an das Finanzamt in Alsfeld versetzt.

Dom Hoherodskopf. Bei ausneh­mend schönem Wetter fand dieser Tage hier das alljährlich wiederkehrende Hoherodskop fest des Vogelsberger Höhenklubs statt. Die Vor­bereitungen hatte der Zweigverein Grebenhain übernommen und mustergültig durchgesührt. Dr. Druchhäuser, Tllrichstein, hielt' die Fest­rede, die in einemFrischauf" auf Heimat und Vaterland ausllang. Der Besuch durch Mitglie­der aus den einzelnen Zweigvereinen lieh sehr zu wünschen übrig, da in verschiedenen Orten Feste und Feiern stattfanden, an denen die

D. H. C.er sich beteiligten.

** Ausflug des Eisenbahneroereins. Am Sonntag fuhr der Eisenbahneroerein Gießen und

Umgegend mit zwei Sonderzügen an den Rhein. Durch das Lahntal brachte die Eisenbahn die Aus­flügler nach Koblenz, das eingehend besichtigt wurde. Der Nachmittag war kleineren Wanderungen in die herrliche Umgebung von Koblenz gewidmet; so wur­den der Arenberg, Schloß Stolzenfels, Rittersturz und andere schöne Plätze aufgesucht. Auch war es den Teilnehmern der Fahrt vergönnt, das Luftschiff Gras Zeppelin" einmal am Tage zu sehen. Abends gegen 22 Uhr trafen die Sonderzüge mit den Aus- flüglern in Gießen wieder ein. Die Eindrücke der Reise werden den Teilnehmern unvergeßlich fein.

* Dom G D A. Wie man uns mitteilt, hat die Vereinigung der hessischen Rotariatsangestell- ten auf einer Tagung in Mainz einstimmig be­schlossen. den Verband aufzulösen und dem Ge- werkfchaftsbund der Angestellten (GDA.) bei­zutreten.

Biemer.Reifen. Billige Sommerreisen veranstaltet in dieser Saison die Siemer & Co. Ber- kehrsgesellschast m. b. S). in München; u. a. eine Donaufahrt nach Wien, eine Feriensahrt an den Gardasee, Reisen nach Südtirol, Italien und an die Nordsee; zur Befreiung des besetzten Gebietes ist eine Sonderfahrt an den Rhein geplant; außerdem find Reisen nach Frankreich zum Besuch von Kriegs­gräbern und Schlachtfeldern vorgesehen. Interessen­ten seien auf die heutige Anzeige hingewiesen.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

# Daubringen, 7.Juli. An einer scharfen, etwas unübersichtlichen Kurve innerhalb unseres Dorfes stießen gestern zwei auswärtige Motor­radfahrer mit ihren Krafträdern zusammen. Beide erlitten erhebliche Verletzungen an Bei­nen, Armen und Händen. Die Krankenschwester der hiesigen Krankenpflegestation leistete den Verunglück- ten die erste Hilfe. Die Motorräder wurden be- fWu sderRabenau,7. Juli. In der jüngsten Zeit sind die FerkelPreise im Sinken be­griffen. Während vor einigen Wochen 7 brs 8 Wochen alte 3ungtiere noch 50 bis 52 Mark Mieten, sind diese jetzt schon für 40 bis 42 Mk. zu haben. 6- bis 7wöchige Ferkel werden gegen­wärtig mit 35 bis 38 Mk. gehandelt. Dieser merkliche Preisrückgang für die 3ungtiere liegt wohl in dem Preissturz für Fettschweine be­gründet. Die Händler und Metzger m unserer Gegend bieten nur noch 54 bis 56 Pfennig für das Pfund Lebendgewicht. Schweine bis zu 300 Pfund und 'darüber sind kaum begehrt. Wie in anderen benachbarten Gegenden, so hat die günstige Witterung der letzten Wochen unseren Dienenzüchtern wieder seit einigen 3ahren ein­mal eine annehmbare Honig ernte gebracht, und zwar geschah es durch diejenigen Drenen- völker, die nicht viele Schwärme abgestohen haben. Durchschnittlich erbrachten normale Völker 20Pfd. Honig, abgeschwärmte dagegen keinerlei Ertrag.

# Hungen, 6. 3ulL Wassermeister Wilhelm Sauerwern von hier konnte gestern auf sein 25jähriges Dienstjubiläum zurückblicken. Während seiner Dienstzeit hat er seinen Posten zur voll­sten Zufriedenheit der Gemeindevertretung und der Einwohnerschaft ausgeführt.

LJ Rodheim, 7. 3uli. Der unter Leitung von Lehrer Dietrich stehende hiesige Gesang­vereinSängerkranz" begeht am 19., 20. und 21.3uli das Fest der Fahnenweihe. Eine große Anzahl von Gastvereinen aus der Um­gegend hat sich angemeldet. Die umfangreichen Vorbereitungen und die Tatsache, daß in unserem Ort schon seit 33 3ahren keine größere Festlich- keit war, lassen darauf schließen, daß uns ein wirklich großes und schönes Sängersest bevorsteht. Die Straße HungenRodheim wird gegenwärtig mit Splitt und zugesehtem Teer ausgebessert. Die Crneuerungsarbeiten, die von jedermann begrüßt werden, waren dringend not­wendig; die vielen Schlaglöcher bildeten geradezu eine Gefahr für den raschen Fährverkehr. 3n Anbetracht dessen, daß die Straße Hungen RodheimRidda einen außerordentlich starken Verkehr (besonders Kraftwagenverkehr) aufzu- weisen hat, wäre es zweckmäßig getoefen, anstatt der Ausbesserung eine richtiggehende Erneuerung durchzuführen. Der Verkehr wird durch die gegenwärtigen Arbeiten nicht behindert. Dieser Tage wurde eine der ältesten Einwohnerinnen unseres Ortes, Friede­rike Hofmann, im Alter von 80 3ahren z u Grabe getragen. Die Verstorbene, die bis kurz vor ihrem Tode geistig und körperlich noch sehr rüstig war, war eine wegen ihres gütigen, aufrichtigen und doch bescheidenen Wesens in unserem Orte beliebte und geachtete Persönlichkeit.

Langsdorf, 7.3uIL Gestern fand hier eine seltene 3 ub e l f e i e f im Hause des Herrn Jakob Dender, Fleischbeschauer i. R., statt. Der Jubilar hat über 40 Jahre als Fleifchbeschauer in Langsdorf gewirkt. Aus diesem Anlaß hatte es sich der Landesverband und Kreisverein der hessischen Fleischbechauer nicht nehmen lassen, dem 3ubilar eine Ehrung zu bereiten. Der Kreisverein Gießen erschien in stattlicher Zahl im Hause Denders. Vom Kreisveterinäramt Gießen war Ober-Veterinärrat Dr. M o n n a r d erschienen. Der Kreisvereinsvorsitzende R ö m e r, Wieseck, eröffnete die Feier und erteilte Ober- Veterinärrat Dr. Monnard das Wort, welcher das Wirken des 3ubilars im Dienste der Fleisch­beschau schilderte. Alsdann überreichte der Vor­sitzende Römer im Hamen des Landesver­bandes dem 3ubilar als Geschenk ein Dild mit Widmung des Reichspräsidenten. Ferner wurde als Geschenk des Kreisvereins Gießen ein Ruhe­sessel überreicht. Der 3ubilar dankte sichtlich gerührt; mit einer kleinen Rachfeier im Hause Denders fand die Ehrung ihren Abschluß.

r. Lang-Göns, c. 3ult Das trockene Wetter der letzten Wochen hat wieder betoiefen, daß unsere 1911 erbaute Wasserleitung nicht genügt, um das stark sich ausdehnende Dorf mit Wasser zu versorgen. Schon seit geraumer Zeit mußte das Pumpwerk der Zusatzwasser­leitung, die im letzten Winter fertiggestellt wurde, in Tätigkeit treten. An manchen Tagen wird über fünf Stunden Wasser in die Hauptleitung gepumpt. 3m Verhältnis erhält unser Dorf aus der neuen Leitung etwa zwei Fünftel des ge­samten Wassers. Rach den üblen Erfahrungen der letzten 3ahre wird dies nun von der gesamten

Einwohnerschaft dankbar anerkannt, ganz abge­sehen davon, daß das Wasser aus der Zusatz­leitung weniger kalkhaltig ist und besser schmeckt als aus der Hauptleitung.

Arcis Fricdbcrg.

M. Dutzbach , 7. Juli. Dieser Tage un­ternahm die Volksschule eine Rheinfahrt, an der noch mehrere benachbarte Schulen der Kreise Friedberg und Dießen teilnahmen, eben­so etwa 200 Erwachsene. Die Fahrt führte von Mainz nach Et. Goar und zurück. Sie wurde unterbrochen in Rüdesheim zwecks Besichti­gung des Denkmals und auf dem Rückweg in Dingen. Ein Teil der hiesigen Feuerwehrkapelle konzertierte auf dem Schiff. Gegen 21 Ahr kam der Sonderzug wieder in "Butzbach an.

^Fauerbach, 7. Juli. Der letzte Altvcteran aus dem Kriege 1870,71, Matthäus Brod II., wurde au Grabe getragen. Er hatte das ansehn­liche Alter von 82 Jahren erreicht und war noch bis in die jüngste Zeit geistig und körperlich verhältnismäßig sehr rüstig. Der hiesige Krieger­verein gab ihm das letzte Geleite und erwieS ihm durch Kranzniederlegung usw. die letzte Ehre. Am gleichen Tage wurde der älteste Einwohner unseres Dorfes, Konrad Die­ter, beerdigt, im biblischen Aller von 89 Jah­ren. Er war als Cisenwarenhändler weit und breit bekannt und genoß größte Achtung. Die hier abgehaltene Versteigerung der Spätkirschen an den Provinzialstraßenhalte nur geringe Preise aufzuweisen.

Kreis Büdingen.

?" Ridda, 6. Juli. Das Slorchnest auf dem Lehmannschen Hause am Marktplatz Hal jetzt Zuwachs erhallen: fünf junge Störche erfüllen die Umgebung mit ihrem luftigen Geklapper. DaS Storchenidyll erregt die Aufmerksamkeit aller Vorübergehenden. Das alle Storchenpaar unter­nimmt weile Flüge in das aufwärts gelegene Riddalal, um die hungrigen Schnäbel stopfen zu können. Das Slorchnest ist bereits viele Jahre im Sommer bewohnt.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Infolge eines kräftigen Vorstoßes kühler Luft <m der Rückseite der finnischen Störung sind in ganz Deutschland die Temperaturen gesunken, und vielfach ist stärkere Bewölkung aufgekommen. Jedoch wird durch den weiteren Kaltluftzuftrom das ausgedehnte Azorenhoch immer mehr nach dem Festlande angesaugt und seinen Einfluß gellend machen können. Die Bewölkung wird dann allmählich zurückgehen, und die Tempera­turen werden unter der Einwirkung der Sonnen­strahlung wieder ansteigen.

Wettervoraussage für Mittwoch: Teils heiler, teils wolkig, meist trocken, wieder etwas wärmer.

W i 1 le r u n g s au s s ich t e n für Don­nerstag: Mehr aushei.erndes und sommer­liches Weller in Aussicht.

Lufttemperaturen am 7. Juli: mittags 22,7 Grad Celsius, abends 15,5 Grad; am 8. Juli: morgens 13,9 Grad. Maximum 24,4 Grad, Minimum 10,9 Grad. Erdlemperaluren in 10 cm Tiefe am 7. Juli: abends 28,1 Grad; am 8. Juli: morgens 19,8 Grad. Son­nenscheindauer 10% Stunden.

Reisewekterdienst.

Garmisch-Partenkirchen. 15 Grad, kühle Rächt, Rordwelttoind, heule morgen: halb bis ganz bedeckt, gestern: teils heiter, teils wolkig.

Westerland a. Shit. 15 Grad, gestern der Jahreszeit angemessene Temperatur, Rord- westwind, heule morgen: halb bis ganz bedeckt, gestern: teils heiter, teils wollig.

Baden-Baden. 15 Grad, gestern heißer Tag, Westwind, heute: heiler bis halb bedeckt, gestern: teils heiter, teils wollig.

Verantwortlich für Lokales: 3. 23.: Dr. Thyriot.

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