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8.7.1930
 
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Dienstag, 8. Juli (930

180. Jahrgang

Nr. 157 Erstes Blatt

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Dnirf unö Verlag: VrLhl'fche Univerfitüts-vuch- und Steinbruderet K Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7.

Annahme van Anzeigen für die Tagesnummer oi» zum Nachmittag vorher.

Preis für | mm höhe für Anzeigen von 27 mtn Breite örtlich 8, auswärt« 10 Reichspfennig: für Re» klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzoorfchrift 20 , mehr.

Chefredakteure

Dr. Friedr. Wilh. Lange. DerantwoNlich für Polittk Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Max FiU«, sämtlich in (Biehen.

Erschetnt täglich,außer Sonntags und Feiertag» Beilagen.

Die Jlluflrrerte vtetzener Familien blätter Heimat im Bild

Die Scholle

Monats-Bezugsoreir: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger- lohn, auch bei Richter» scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt.

Zernfprechanschlüfit anterSammelnummer2251 Anschrift für Drahtnach­richten e Anzeiger Eiesten. poftscheittonto: Sranffurtam Main 11686.

Finnlands Kampf gegen den Kommunismus.

Ein französischer Schritt in Berlin

-lnmatz'ndc Vorstellungen des franzüsiichcn Botschafters bei CurtiuS.

Berlin, 7.3uli. (CAD.) Wte wir erfahren, hat Botschafter de M ärgerte im Auswär­tigen Amt beim Minister Dr. C u r t i u s vor­gesprochen, um den Standpunkt der französischen Regierung zu den Verfolgungen von im Ver­dacht des Separatismus stehenden Personen im ehemals besetzten Gebiet zum Ausdruck zu brin­gen. Der Außenminister hat selbstverständlich die Gewalttaten verurteilt, dabei aber darauf hingewiesen, daß sich der Umfang der Ausschrei­tungen psychologisch aus dem erneuten Ausbruch der Leidenschaften über das hochverräterische Treiben der Separatisten erklärt. Der Minister hat dann des weiteren dargelegt, welche Maßnahmen die Reichsregierung von sich aus und auf ihre Ver­anlassung die Landesbehörden zur Durchführung der Amnestievereinbarungen ergriffen haben.

Gegenüber Mitteilungen von Pertinax imEcho de Paris", nach denen der Botschafter de Mar- gerie Vorstellungen gegen die Reise des Reichspräsidenten zu den De- freiungsseiern im Rheinland erhoben oder Bedenken geäußert h<rbe, erfahren wir von amtlicher Seite, daß der Botschafter lediglich im Interesse der Weiterpslege guter deutsch- französischer Beziehungen gebeten hat, im Pro­gramm dieser Feiern alles zu vermeiden, was diese Beziehungen stören oder beein­trächtigen könne.

Unterbrechung der Saar­verhandlungen.

Erst im Oktober Wiederaufnahme wahrscheinlich

pari», 7. Juli. (DIB. Amtlich.) 3m verlaufe der Besprechungen zwischen den Führern der deut­schen und der französischen Delegation für die Saar­verhandlungen, Staatssekre är z. D. o o n S i m f o n, und Minister pernot ist festgestellt worden, daß über gewisse Fragen, die von beiden Regierungen als wesentlich angesehen werden, nach wie vor sehr ernste Meinungsverschiedenheiten be­stehen. Mit Rücksicht hierauf ist im beiderseitigen Einvernehmen in Aussicht genommen worden, die Verhandlungen demnächst zu suspendieren. Beide Regierungen werden die pause benutzen, um die Lage, wie sie sich nach den Arbeiten der beiden ersten Unterkommissionen (Gruben- und Zollkom- Mission) darstellt, zu prüfen und um zu klären, ob aus Grund dieser Prüfung eine erfolgversprechende Wiederaufnahme der Verhandlungen, die für Oktober in Aussicht genommen ist, möglich sein wird.

Der Hauptgrund für die Unterbrechung ist, wie die Telegraphen-Union aus Paris erfährt, darin zu erblicken, daß Frankreich an einer Betei­ligung an den Saargruben festhielt, während diese Forderung auf deutscher Seite als wirtschaftlich unbegründet und national untrag­bar abgelehnt wurde. Die französischen Wünsche bezogen sich nicht auf einen direkten Desitzanteil an den Kohlengruben, sondern auf eine Beteiligung französischen Ka­pitals aneinerGrubenausbeutungs- g e s e l l s ch a f t auf lange Sicht. Dieser Umweg wäre aber praktisch einem Besihrecht gleichgekommen und konnte daher von Deutschland nicht angenommen werden, da die Franzosen in diesem Falle etwa ein Drittel der Saargruben in ihre Hände be­kommen hätten.

Deutscherseits war man hingegen unter Um­ständen sogar bereit gewesen, den Franzosen soviel Kohlen zu liefern, w i e sie wollten und französisches Kapital an deut­schen Grubenunternehmungen außerhalb des Saargebietes zu beteiligen. Der deutsche Stand­punkt wurde dadurch unterstützt, daß d i e Saarbevölkerung jegliche Beteili­gung französischen Kapitals an den Saargruben grundsätzlich ablehnt. Die deutschen Unterhändler boten ferner den Franzosen von vornherein einen durchaus angemessenen Preis für die Kohlen­gruben, der von den Franzosen anscheinend als ernsthafte Derhandlungsgrundlage anerkannt wurde. Cs handelt sich also keineswegs darum, daß deutscherseits etwa zu wenig angeboten wor­den fei, man ist im Gegenteil Frankreich offen­bar weiter entgegengekommen, als dieses viel­leicht zweckmäßig war. Die Schuld an der Unterbrechung" der Verhandlungen liegt also jedenfalls nur auf französischer Seite. 3n politi­schen Kreisen hat man den Eindruck, daß es sich bei der französischen Stellungnahme nicht um wirtschaftliche Erwägungen, sondern um eine po­litische Prestigefrage handelt. Eine Fortsetzung der 'Verhandlungen im Oktober scheint nur unter der Voraussetzung annehmbar, daß die französische Regierung ihre Haltung grund­legend ändert.

Oer Kreuzzug gegen den Antichrist.

Von unserem v-Berichterstatter.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Helsingfors, Juli 1930.

Die Männer von Lappo haben das Schicksal Finn­lands in ihre Hand genommen! Lappo, oder Lap- pua, ist ein kleines Städtchen in der nordwestlichen finniscyen Provinz Osterbotten, weltabgewandt und bisher wenig beachtet. Dort lebt ein schwerblütiger Menschenschlag, finnische und schwedische Bauern, die nicht leicht aus ihrer Ruhe zu bringen sind, die aber, einmal aufgerüttelt, bereit sind, alles, ein- schließlich ihr Leben, einer Idee zu opfern. Die meisten der Lappoleute gehören pietistischen Vereinigungen an. Ihr Gottesglaube und ihre Vaterlandsliebe haben sie dazu bewogen, dem Ko m- m u n i s m u s den Krieg zu erklären und einen Kreuzzug gegen d i e Scharen des A nti° d) r i st", wie sie die Bolschewisten nennen, zu eröff­nen. Sie sind von dem Glauben beseelt, daß der Dolschewisinus Teufelswerk ist, und daß jedes Mittel engeroanbt werden muß, um ihn aus den Grenzen Finnlands zu bannen.

Die sehr liberale Verfassung Finnlands dagegen gewährt den Kommunisten, ebenso wie allen ande­ren politischen Parteien Rede-, Presse- und Ver­sammlungsfreiheit Aber wie überall in der Welt, haben die Kommunisten auch in Finnland ihre politischen Freiheiten mißbraucht, haben gegen die bestehende Staats- und Gesell schaftsordnung gehetzt und gewühlt, haben den Gottesglauben verspottet und haben schließlich ihre zersetzende Propaganda auch auf Osterbotten ausgedehnt. Wahrend eines politischen Prozesses gegen kommunistische Rädelsführer in Wasa drangen die Lappoleute in den Gerichtssaal ein, entführten den kammunistischen Verteidiger in einem Auto und ließen ihn erst wieder frei, nachdem er versprochen lütte, nie wieder in die Provinz zurückzukehren. Der Führer der Lappoleute, der Landwirt K o s o 1 a , legte das Gelübde ab, daß er keinen Schritt zurück «eichen werde, ehe nicht der Bolschewismus in Finn­land restlos vernichtet sein werde

Diese Parole zündete im ganzen Lande, und die sogenannte Lappobewegung wuchs la­winenartig an. Obwohl die Regierung und die Parteien keinen Zweisel darüber hegten, daß <ine Staatsumwälzung geplant war, Hatten sie doch weder die Macht noch den Willen, der Bewegung energisch entgegenzutreten. Die zroße konservative Sammlungspartei, mit den Imnländischen Freiheitshelden, dem Senator «övinhusvud, und dem Reichstagspräsiden- *cn Wirkunen an der Spitze, schloß sich ihr ledingungslos an. Wenn die Fortschrittspartei nmd die Schweden auch anfänglich gewisse Be­denken äußerten, so sind doch auch sie im Grunde mit den Forderungen der Lappoleute einver­standen.

Am 7.3uli traten etwa 20 000 Anhänger der Lappobewegung in Ertrazügen und in Flug­zeugen einen Marsch auf Helfingfors an, am Parlament und Regierung zur Annahme drakonischer Gesetzesbestimmungen gegen den Bolschewismus zu zwingen. 3ede kommunistische Propaganda soll mit Zuchthaus bestraft und jedem Kommunisten das Derweilen auf sinnländischem Doden verboten werden. In­zwischen greifen die Anhänger der Lappobewe- aung, wo immer sie sie finden, kommunistische Abgeordnete und Freunde Rloskaus auf und jagen sie mit Fußtritten, als unwürdige Mit­glieder der menschlichen Gesellschaft, über die lowjetrussische Grenze. Leider sind dabei böse Sxzesse nicht vermieden worden, mehrere Kom­munisten wurden schwer mißhandelt, sogar getötet vordem.

Roch ehe sie ihren Marsch eröffneten, haben die Leute aus Lappo den Sieg davongetragen. Die Regierung Kallio ist zurückgetreten und hat einem Ministerium Svinhufvud Platz gemacht, !>as ganz den Wünschen und Zielen der anti» lommunistischen Bewegung entspricht. Schon im Bürgerkriege mit den Bolschewisten war Svinhuf- )ut) einer der entschlossensten Gegner der Roten, sr stellte Freischaren auf, die mit Unterstützung ter deutschen Desatzungstruppen denWeißen" Sieg brachten. Svinhufvud war es, der zur Zeit der russischen Reaktion, als nach ter Revolution von 1905 die Petersburger Duma and Regierung die Sonderrechte Finnlands zu t-eraubten trachteten und als der später von dem finnischen Patrioten Schumann ermordete ®ene- lalgouverneur Bobrikow selbstherrlich in Helsing- lors regierte, furchtlos als Vorsitzender Les finnländischen Reichstages (Sejm) dien Russisizierungsversuchen entgegentrat Zur Ctrafe wurde er bei Ausbruch des Weltkrieges dsFeind Rußlands" verhaftet und nach Si­birien verschickt Svinhufvud war es auch, der, nachdem die Bolschewisten in Petersburg triumphiert hatten, die Selbständigkeit L i n n l a n d s proklamierte und nach Peters­burg ging, um den versammelten Volkskommissa­ren diese Entschließung zu notifizieren. Lenin wollte ihn zuerst nicht empfangen, aber da die ISolschewisten in ihren Anfängen noch sehr schwach waren, so entschloß er sich doch dazu, Svinhufvud.

den der Iustizkommissar Steinberg zuerst ver­haften wollte, die Urkunde der Anerkennung der Unabhängigkeit auszuhändigen. Was die Bol­schewisten übrigens nicht daran hinderte, gleich daraus das Land au überfallen, um auch in Hel- singfors d ie Räterepublik einzuführen.

Die Kommunisten versuchten anfangs, der Lappobewegung die Stirn zu bieten. Bei den letz­ten Wahlen hatten sie rund 130 000 Stimmen er­halten und waren reichlich von Moskau mit Geld und auch mit Waffen versehen worden, aber sie haben vorläufig ihre Ohnmacht eingesehen und ziehen es vor, massenweise zu flüchten und scch zu verstecken. Aber wenn die Lappobewe­gung sich auch nur gegen die Kommunisten in Finnland richtet und nur der Moskauer Pro­paganda in diesem Lande einen Riegel vorschie­ben will, so ist sie doch auch gleichzeitig gegen

die Komintern gerichtet und eine Drohung mit der Faust gegen den großen Rachbar im Süden. Bis Petersburg, am Ladoga und in Ka­relien steht die finnländische Grenze offen, wenn sie auch durch Militär und Schuh­korps verteidigt wird. Die Möglichkeit ist nicht gänzlich ausgeschlossen, daß Moskau schon aus Prestigegründen den bedrängten kommunistischen Genossen in Finnland zu Hilfe kommt. Aber die Finnländer sind entschlossen, sich nicht schrecken zu lassen, sie kümmern sich wenig um inter­nationale Verwicklungen, sie sind Romantiker in der heutigen Politik. Von der Geschicklichkeit der Regierung aber wird es abhängen, ob die antikommunistische Bewegung liegt, ohne daß sie zum Bürgerkriege und zu Verwicklungen mit Sowjetrußland führt.

Großartiger Verlauf der Lappo- Kundgebung in Helsingfors.

Helsingfors, 7.3uli. (Tel.-Un.) Die Hauptstadt Finnlands stand am Montag ganz im Zeichen des großen Lappoaufmarsches. Alle Bürgerhäuser hatten geflaggt. Auch die Regie­rungsgebäude zeigten Flaggenschmuck. Am Vor­mittag sprach der Lapposührer, Großbauer H e r 11 u a , beim Ministerpräsidenten ©Din- husvu d vor und gab die Erklärung ab, daß sich die Lappoleute mit der letzten Kundgebung der Regierung über die Bekämpfung des Kom­munismus zufrieden gäben und die Er­folge der Regierungsarbeit ruhig a b to a r t en wollten. Diese Erklärung ist als Friedenser­klärung der Lappoleute der Regierung gegen­über zu werten, nachdem die Lappoleute ihre Forderungen auf Unterdrückung des Kommunis­mus durchgesetzt haben.

Die Versammlung hn Stadion machte den Ein­druck einer großen Heerschau. Der gei­stige Führer der Lappobewegung, Probst Ka­res, legte die Ziele der Bewegung dar. Ohne alle Kompromisse fordere die Lappobewegung die völlige Vernichtung des Kom­munismus, der die heiligsten Gefühle, Gott und Vaterland, mit Füßen trete. Die Lappo­leute wünschten nicht, daß im Reichstag Leute säßen, die das Heiligste immer wieder lästerten. Sie würden nicht wanken und nicht weichen, bis der Kommunismus in seinen letzten Auswirkun­gen in Finnland vernichtet sei. 3n. ähnlicher Weise äußerte sich Pastor Danielsen, der Führer der schwedischen Lappoleute. Anschlie­ßend brachte der Großbauer K o s o l a ein be­geistert ausgenommenes Hoch auf Musso­lini aus. 3m Anschluß daran erfolgte der Marsch zum Senatsplah Ohne Musik und ohne Fahnen bewegte sich die Kolonne zur Stadt. An den finnischen und deutschen Heldengräbern wur­den Kränze niedergelegt. Die Kranz- inschriften am deutschen Heldengrab lauten:Der kann niemals Recht im Lande erhalten, der es sich nicht selbst schafft. 3n dankbarer Erinnerung an die für das Vaterland gefallenen Helden." Rach dem Aufmarsch der Lappoleute traf d i e

Regierung vollzählig auf dem Senatsplatz ein. Kurz darauf auch General Manner- heim, der Freiheitsführer von 1918, sowie der Staatspräsident.

Rach einem Gottesdienst nahm auch hier wieder K o s o l a das Wort, wobei er an den Freiheits­kampf Finnlands mit Hilfe deutscher Truppen erinnerte und erneut betonte, daß die Lappo­bewegung nicht eher ruhen werde, bis der Kom­munismus ausdem Lande verschwun­den sei. Rach ihm sprach der Staatspräsident R e l a n b e r, er erkannte den hohen Patriotis­mus der Lappoleute an und bat, die Vergangen­heit zu vergessen und für die Zukunft und bad gemeinsame Vaterland zu arbeiten. Manner- 5 e i m erklärte, sowohl aus finnisch wie auf schwedisch, die Lappobewegung strebe weder nach einer Aenderung der Verfas­sung, noch nach der Diktatur. 3n dem Kamps gegen den Kommunismus müsse das ganze Volk einig sein. Der Abmarsch der Demon­stranten vollzog sich völlig geordnet und unter ungeheurem 3ubel. Die ganze Kundgebung hat insbesondere wegen der hervorragenden Disziplin und ihres stark religiösen Charakters und der Beachtung der Sprachenparität starken Eindruck auf die Bevölkerung gemacht. 3rgendwelche ern­steren Zwischenfälle sind vorläufig nicht bekannt­geworden. Als die Kommunisten versuchten, eine Kundgebung gegen die Lappoleute zu veranstalten, ergriffen Lappoleute den Rädelsführer und zwan­gen ihn, mit entblößtem Haupte den Zug der Lappoleute an sich vorbeimarschieren zu lassen. Aus Ovaniemi, dem nördlichsten Ort Finnlands, wird berichtet, daß dort in der Rächt zum Mon­tag mehrere Warenlänger, Läden und Schuppen von Unbekannten in Brand gesteckt worden sind, nachdem sie teilweise mit Petroleum und Benzin übergossen worden waren. Am Montag gegen Abend wird hier die Auffassung bestätigt, daß es sich um einen kommunistischen Racheakt handelt. Es wurden einige Verhaf­tungen vorgenommen.

Oben: Lappo-Anhänger, die ihre beliebte Kampfmethode anwenden: Das Hosenausziehen des Gegners. Im Kreis: Re lan der, der finnische Staatspräsident. Unten: Erregte Szene vor dem finnischen Parlament während der Entführung zweier kommunistischer Abgeordneten durch Lappo-Anhänger Rechts: Kosola, der Führer der Lappo-Bewegung. des Aufstandes der finnischen Bauern gegen die Kommunisten.