Die Z.-G.-Iarbenindustrie im Zahre 1929
Der Geschäftsbericht. - Oer Umsatz des Vorjahres wieder erreicht.
kleine Abgaben vorgenommen, so dah gegenüber der gestrigen Abendbörse bei eher etwas schwächerer Tendenz zumeist kleinere Abschläge^ ein- traten. Die Börse war auf dem etwas gedrückten Aiveau recht widerstandsfähig. Rur für Schiff- sahrtswerte bestand bei leicht gebesserten Kursen einiges Interesse. Stärker unter Kursdruck standen Bemberg, die 3.5 Prozent einbüßten. Farbenaktien 1 Proz. schwächer. Der Elektromarkt war fast umsatzlos. Aur in AEG. kam eine Erst-
dieser die Verwertung des gesamten Patent» bcsitzes auf dem Gebiete der Hydneimng übertragen. Die Verwertung der Verfahren in Deutschland hat sich die I.-G. allein Vorbehalten. Die Verwaltung rechnet damit, durch die so in die Wege geleitete Verwertung der Hydrier- verfahren wesentliche Einnahmen zu erzielen.
Sprechstunden der Redaktion.
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Frankfurter Borze.
Frankfurt a. M., 8. Mai. Tendenz: ge- schästslos. — Veranlaßt durch die wieder schwächeren gestrigen Aeuyorker Börsenkurse eröffnete die heutige Börse in lustloser Haltung. Infolge des Ausbleibens fast jeglicher Aufträge kam die Urnsahtätigkeit an den Aktienmärkten fast ganz ins Stocken. Auch die Kulisse zeigte keine Aeigung, Deckungen vorzunehmen. Von dieser Seite wurden eher vereinzelt
Die I. G. Farbenindustrie 2L ®. legt nunmehr ihren Bericht über das G e s ch ä f t s • jahr 1929 vor. Danach fei die rückläufige Bewegung in der Weltwirtschaft auch auf bud Unternehmen nicht ohne Einfluß geblieben. 3pre Auswirkung sei auf den einzelnen Arbeitsgebieten verschieden gewesen, sie habe sich aber allgemeiner im letzten Viertel deS Iahre« 1929 und im ersten Viertel des neuen Iahre« verstärkt. Seitdem seien jedoch Anzeichen einer langsamen Besserung zu bemerken. Trotz aller ungünstigen Momente wurde der Umsatz des Vorjahres wieder erreicht. Im einzelnen wird u. a. berichtet: Die Ergebnisse des
Forbengeschäfls
sind dank der durchgeführten AotionalisierungS- maßnahmen ebenso günstig wie im Vorjahre gewesen. trotz vielfach heftiger Konkurrenzkämpfe. Es wurde eine erhebliche Anzahl neuer Farbstoffe und Färbereihilfsprodukte in den Handel gebracht. Im neuen Iahr wird mit einem Aufleben des Verbrauchs gerechnet, da die Mode sich dunkleren Auancen zuzuwenden scheint.
Serumprodukle
und veterinär - medizinische Präparate sanden vermehrten Absatz. Der in Verbindung mit dem Aktienerwerb zwischen den Behringwerken und der I.-G. geschlossene Pachtvertrag sichert die Fortführung der Marburger Anlagen. Auf dem Gebiete der pharmazeutischen Feinchemikalien brachte das abgelaufene Iahr den Abschluß von internationalen Verständigungen. Der Absatz der Marken nimmt weiter zu. Auch die Pflanzenschutzprodukte fanden guten Absatz. Infolge der ungünstigen Konjunktur der Textilindustrie ist die Lage auf dem
Kunstseidegebiet
nach wie vor sehr unbefriedigend. Auch im Auslande gehen die Preise mehr und mehr zurück, so daß das Exportgeschäft nur mit Preis» opfern erhalten werden kann. Die deutschen und die internationalen Derständigungsbemühungen blieben bisher erfolglos. Dagegen sind die au eine Zollerhöhung gerichteten Bestrebungen noch im Gange. — Die Produktion an
t Düngesticksloff
ist gegenüber dem Vorjahre eingeschränkt worden. um die Lagervorräte nicht so sehr anwachsen zu lassen. Bei der ungünstigen Lage der Landwirtschaft wird mit einer Steigerung des Ver- brauches im laufenden Düngejahr gegenüber dem im Düngejahr 1928 29 bisher erzielten Hochstabsah nicht gerechnet. Im Gesamtergebnis Wei- sen die im Inland verkauften Mengen eine mäßige Steigerung auf, während der ausländische Absatz etwas zurückging. Der Absatz im laufenden Iahr ist als befriedigend zu bezeichnen. Auch der Absatz in Stickstoff für technische Zwecke war befriedigend. Die Inbetriebnahme der neuen erweiterten und umgebauten Anlagen der Rorsk Hydro in Norwegen hat sich ohne Zwischenfälle vollzogen. Die bisher erzielten Ergebnisse sind günstig. Mit der Imperial Chemical Industries Ltd. London wurde ein Abkommen bezüglich engeren Zusammenarbeitens auf dem Stickstoffgcbiet getroffen. Das am 30. Iuni ablaufende deutsche Stickstosfshndikat ist bekanntlich erneuert worden. — Auf dem Gebiete der
Hydrierung
ist mit der Standard Oil Company os New Icrsey zunächst eine Vereinbarung über die Anwendung des I.-G.-Verfahrens zur Verarbeitung von Rohöl in den 11. ©. 21. getroffen worden. Sie erfolgte vor allem auch im Hinblick auf das Interesse an der Verarbeitung der schweren Rohöle. die jetzt in zunehmendem Maße verwendet werden müssen. Im Iahre 1929 wurde mit der Standard Oil Company eine Holdinggesellschaft, die Standard I.-G. Company, gegründet und
notiz zustande, bei etwas ntedrlger^n Kurse. Auch der Montanmarkt hatte kaum Geschäft. Auch heute machte der Rentenmartt wieder eine Ausnahme. Das Geschäft war in Schutzgebieten sehr lebhaft. Hier wurde vorübergehend eine Re- kordnotiz von annähernd 5 Proz. erreicht. Die übrigen deutschen Renten lagen dagegen etwas im Hintergründe, konnten jedoch ebenfalls etwas im Kurse gewinnen. Für Pfandbriefe hat das Interesse etwas nachgelassen. Im Verlaufe war die Kursgestaltung im allgemeinen nicht ganz einheitlich. Die Mehrzahl der Werte konnte sich geringfügig im Kurse bessern. Schiffahrtsaktien lagen leicht nachgebend. Stärker in Erscheinung traten von Bauunternehmungen Dyckerhoff & Widmann, die auf die Dividendenerhöhung um 2 Proz. bis zu 2.5 Proz. anzogen. Weiter sehr lebhaft gehandelt wurden Schutzgebiete, die einen Kur« von 5,85 Proz. erreichten, aber unter Gewinnmitnahmen später aus 5,40 Proz. na^9a°cn; Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3,5 Prozent leichter Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1900. gegen Psund20.3N20 London gegen Kabel 4.8595. gegen Paris 123.88 gegen Mailand 92.67. gegen Madrid 39.70, gegen Schweiz 25.0825, gegen Holland 21.0750.
Berliner Börse.
* Der Großhandelsindex im April. Im Monatsdurchschnitt April stellte sich die Drohhandelsindexzifser des Statistischen Reichs- amtes auf 126.7; sie hat sich gegenüber dem Vormonat (126.4) um 0.2 Proz. erhöht. Die Inderzisfern der Hauptgruppen lauten für Agrarstofse 112.1 (plus 1.9 Proz.), für industrielle Rohstoffe und Halbwaren 124.8 (minus 0.6 Proz.) und für industrielle Fertigwaren 151.9 (minus 0.7 Prozent).
• Saaten st and im Deutschen Reich Anfang Mai. Durch dos vorherrschend milde Wetter in Verbindung mit reichlichen Rieder» schlügen ist das Pslanzenwachstum im April allgemein gefördert worden. Der Stand der Wintersaaten wird durchweg befriedigend beurteilt. Für Sommergetreide ist die Aussaat allenthalben durchgeführt. Die jungen Saaten laufen im allgemeinen gut und schnell auf. Die Bestellung der Hackfrüchte ist in vollem Gange. Auf den Wiesen und Weiden sowie den sonstigen Futterschlägen hat das Wachstum kräftig eingesetzt. Unter Zugrundelegung der Zahlennoten 2 — gut, 3 = mittel, 4 --- gering ergibt sich im Reichsdurchschnitt folgende Begutachtung: Winterroggen 2,4 (Vormonat 2,5), Winterweizen 2,3 (2.5), Winterspelz 2,4 (2,5), Wintergerste 2,5 (2,7), Klee 2,6, Luzerne 2,4, Bewässerungswiesen 2,3, andere Wiesen 2,5.
* Dyckerhoff & Widmann AG., Wiesbaden-Biebrich. Dividendenvorschlag 10 o. H. (im Vorjahr 8 v. H.). ,
• Verein für chemische Industrie AG., Frankfurt a. M. Die Gesellschaft erzielte 1929 einen erhöhten Bruttogewinn von 1,780 (1,658) Mill. Mk. Anderseits gingen Unkosten etwas auf 708 205 (743 495) Mk. zurück, während Steuern auf 434 894 (318 157) Mk. anstiegen. Zinsen erforderten 7388 (—), Abschreibungen 165 393 (167 462) Mk. Aus dem einschl. 91 001 (97 091) Mk. Vortrag sich ergebenden Reingewinn von 554 786 (552 811) Mk. sollen wieder 7 Proz. Dividende auf 6,5 Mill. Mk. Stammaktien und 8 Proz. aus die 7500 Mk. Vorzugsaktien verteilt werden. 92 976 Mk. werden vorgetragen.
Wirtschaft.
Reichsanstatt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung
Die Reichsan st alt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung hat ihren Bericht für das Iahr 1929 veröffentlicht, der nach einer einleitenden Darstellung der Arbeitsmarktverhältnisse in der Be- richtSzeit einen Ueberblick über die Arbeit«, gebiete der Reichsanstalt, insbesondere also die Arbeitsvermittlung, die Berufsberatung die Arbeitslosenversicherung und die wertschaffende Arbeitslosenfürsorge gibt und schließlich organisatorische und Personalfragen sowie die Entwicklung der Finanzen behandelt.
Rach dem Bericht ist die ungünstige G c- ft al tu ng des Arbeitsmarktes durch einen Iohresdurchschnitt von 1,9 Millionen Arbeitsuchenden und von 1 275 000 Hauptunter- stützungsempsängern gekennzeichnet. Rach der Kronkenkassenstatistik der Reichsanstalt hat die Zahl der Arbeitnehmer seit 1925 um rund 2,8 Millionen (1929 um rund 170 000) zugenommen, während nach der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung nur eine Zunahme um rund 1 Million (1929 um rund 95 000) zu erwarten gewesen wäre. Ungeachtet der erschwerten konjunkturellen und strukturellen Vorbedingungen gelang es, die Zahl der erzielten V e r m i t t l u n g e n von 6 206 000 im Vorjahre auf 6 258 000 zu st e i - gern. Der Ausbau der landwirtschaftlichen Vermittlung ermöglichte einen weiteren Schritt auf dem Wege der Herabsetzung deS Ausländerkontintzents und trug zur Erleichterung des industriellen Arbeitsmark- te« bei. Die Angestelltenvermittlung wurde verstärkt. Die Berufungsberatung hat steigende Inanspruchnahme und gute Erfolge in der Lehr- stellenvermittlung aufzuweisen.
Die wertschasfende Arbeitslosensürsorge litt im Berichtsjahr unter den Schwierigkeiten der finanziellen Lage. Immerhin konnte sie insgesamt rund 14 772 000 abgeleistete Tagewerke in der Zeit vom 1. Oktober 1928 bis 30. September 1929 verbuchen. Sozialpolitisch gesehen bleibt die wertschofsende Arbeitslosenfürsorge außerdem ein unentbehrliches Mittel zur Prüfung des Arbeitswillens und damit auch zur Ersparung ungerechtfertigter Unterstützungen.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers.
Berlin, 8 Mai. Der wieder überraschend schwache Schluß der gestrigen Reuyorker Börse führte schon im heutigen Dormittagsverkehr zu einer stärkeren Zurückhaltung der Spekulation an den Effektenmärkten. Es lagen zwar von einigen Gesellschaften höhere Divi- dendevorschläge vor. auf die Allgemeintendenz hatten diese aber keinen Einfluß. Seitens de« Publikums bestand wieder geringe Reigung zu Reuengogement«, und nur das Rheinland sott hier und da mit kleinen Kaufaufträgen an den Markt gekommen sein, die aber kursmäßlg kaum zum Ausdruck kamen. Die Börse selbst wagte ebenfalls nicht? zu unternehmen, zumal die Wirt- schaftssituation bei der anhaltenden MetalldcuNe, dem Rückgang der Getreidekurse usw. nicht gerade anregen konnte. So bröckelten bei f a st v ö II i - ger Geschäftslosigkeit die ersten Notierungen überwiegend 1 bis 1,5 v. H ab. Hohenlohe Fahlberg List, Bemberg und Ostwerke gingen um je 2 v. H. zurück; Schultheis notierten 3,25 v. H. niedriger usw. Dagegen fanden Schwach- stromwerte weiter Beachtung. Deutsche Kabel plus 1,25 n. Sy, Hackethal plus 4,5 v. H. Auch Sachsenwerke lagen 2 v. H. fester. Größere Umsätze (wenn auch das Geschäft ruhiger geworden ist) hatte wiederum nur der Anleihemarkt. Reichsbahnvorzugsaktien zogen nach lebhaftem Beginn bei guten Umsätzen bis auf 90 v. H. an. Schutzgebiete waren auf etwa 4 v. H. gebessert. Ritbesitz zogen auf 60,40 v. H. an, ReichSschuld» buchforderungen waren wieder gefragt usw. Der Geldmqrkt konnte sich weiter erleichtern. '^ageS- geld 3,5 D. Sy; die übrigen Sähe waren unverändert. Der Verlauf war nicht ganz einheitlich, aber überwiegend freundlicher. Größere Rachfrage bestand für Schiffahrtsaktien, wobei man schon von einem festen Termin für die Freigabeausschüttungen sprach. Rheinstahl fanden auf die bereits gestern erwähnten Dividendeerwartungen (Dividendescheine sollen bereits mit 7.5 v. H gehandelt worden fein) weiter Beachtung. Schwachstromwerte tendierten fest. <^ür Schutzgebiete nannte man einen Kurs von 4,75 bis 5 v. Sy Der Kunstseidemarkt lag schwächer Für Chadeaktien, die durch die spanischen Unruhen vorbörslich schwächer taxiert worden waren, kam eine Rotierung zunächst nicht zustande. Später wurden sie mit 348 (4 Mark niedriger) festgesetzt.
Frankfurter Schlachtvieh«" 7t.
Frankfurt a. M.. 8. Mai. Auftrieb: Rinder 138 Stück; Kälber 960, Schafe 94, Schweine 459 Stück. Es wurden notiert: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 82—85, mittlere Mast- und Saugkälber 76—81, geringe Kälber 70—75. Schweine nicht notiert. Marktverkauf: Bei allen Gattungen lebhaft, ausverkauft.
gegen 154 596 Ende 1928. Die Verminderung der Belegschaft hänge im wesentlichen mit dem Abschluß des Ausbauprogramms und mit weiteren Rativnalisierunasmaßnahmen zusammen. — Die nahestehenden Unternehmungen haben befriedigend gearbeitet. Ueber die
Auslandgrundungen
wird berichtet, dah das Iahr 1929 für die I.-G.- Ehemie Basel als ein Uebergangsjahr zu betrachten sei, da die durchgeführte Kapitalserhöhung nur teilweise zur Auswirkung kam. Die günstige finanzielle Lage werde es aber bereits im neuen Iahre ermöglichen, die Dividende aus eigenen Erträgnissen zu bestreiten. — Die American I. G. Chemical Corp., Reuyork erzielte für ihr am 31. März 1930 abgelaufenes erstes Geschäftsjahr (11 Monate) einen Ueber- schuß von 3.56 Mill. Dollar. Der nach Abzug der Zinsen für die von der I.-G. garantierten Teil- fchuldverfchreibungen verbleibende Reingewinn von 2.09 Mill. Dollar wurde vorgetragen.
Da die Gewinn- und Verlustrechnung in veränderter Form aufgestellt worden ist, ist ein Vergleich gegen die Vorjahrsziffern nicht möglich. Von dem Roherträgnis von 256,48 (257,1 4) Millionen M k. werden die Ge- neralunkosten diesmal im voraus abgezogen (i. V. mit 51,90 Mill. Mk. ausgewiesen). Dagegen sind erstmals Steuern aufgeführt mit 66,80 Mill. Mk. Teilschuldverfchreibungszinsen erforderten 14,98 (15,00), Abschreibungen 70,10 (71,78) Will. Mk. Sinschl. 5,46 (4,43) Vortrag verbleibt ein
Reingewinn von 110,06 (122,88) 2Uill. Mark, woraus wieder 12 Prozent Dividende auf die Stammaktien verteilt werden sollen. Rach Ueberweisung von 6 (5) Mill. Mk. an den Wohlfahrtsfonds und 3,20 Mill. Mk. Tantieme ausschüttung verbleiben 5,94 MiIl. Mk. i um Vortrag. Eine Ueberweisung an die Reserven, die t V. auf 200 Mill. Mk. aufgerun- det wurden, erfolgt nicht. Wie bereits initgeteUt, toerben aus den in der Bilanz mit 21,06 Mill. Mark ausgewiesenen amerikanischen F r e i g a b e g e l d e r n 2 Prozent Son- derausschüttung an die Akttonäre vorge- nommen. An der Dividendenverteilung nehmen wie i. V. 799 347 800 Mk. Stammaktten teil.
Die Entwicklung der Geschäfte im laufenden Iahre könne im ganzen betrachtet als befriedigend bezeichnet werden. Die flüssigen Mittel hätten feit Iahresbeginn eine wesentliche Erhöhung erfahren. (G.-V. 4. Iuni.)
Auf dem Gebiete der
Hydrierung von kohle und leer hat die I.-G. ihre Arbeiten fortgesetzt. Die hier gewonnenen immer neuen Erfahrungen lassen einstweilen ein allmähliches Vorgehen in Großbetrieben angezeigt erscheinen. Angesichts der zur Zeit in der Welt herrschenden Ueber- produktion an Rohölen sicht die Gesellschaft keine Veranlassung, Oie Produktton zu forcieren. — In den
Gruben der Gefellschast
wurden 1929 20,29 (im Vorjahre 22.04) Millionen Tonnen Braunkohle und 1,15 (0,98) Millionen Tonnen Steinkohle gefördert, die Kokserzeugung stellte sich auf 508 709 ( 467 693) Tonnen.
Unter Einschluß der Gruben und der anderen kontrollierten Werke waren
bei der I.-G. Ende 1929 insgesamt 131 752 Arbeiter und Angestellte beschäftigt
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
— Reichsbankdiskont 5 v. Sy, Lombardzinsfuß 6 v. Sy
Die hinter den Papieren ang-'führten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an.
Bantnoten.
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Berlin, 7- Ääl
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Deutsche Ansi-Abiä^ Schuld mti «uMol.-Stdittn .....
De«gl. ohne Aurios.-Rechte . . . 8% Hess. Bolllstaat von 1929 fniÄfihfb 102%).....
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Oberhessen Provinz - Anleihe mit Aueiol.-Rechten ...
Deutsche komm. SammdabL
Anleihe Serie 1 ...
8% Franks Hyp.-Bank Soldpfe.
XIII unkündbar bii 1934 . .
7% Franks. Hyp.-Bank Soldpse unkündbar 613 1932
Rheinisch» Hyp.-Bank Liou. Soldpse.
8% Br. Landesvlandbriesanstal Blandbrtese R. 17
8% Br Landespsandbriesanstalt Äomm^CbLS. 18
1% Br. Landeipsandbrlesanstalt Psandbriese S. 10
A.E.S. abg. Vorkrieg».Obligationen. tüthablbar 1932
4% QefterreulMche Soldrente .
4,20% Lesterrelchlsche Silbernen
4% Oesterreichliche Einheitliche Rente
4% Ungarische Soldrente . . .
4% Ungarische Staatsrente v. 19
4H% deSgl. von 1913
4% Ungarische Sronenrente
4% Dürkiscke Zollanlelbe von 19
4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie I
4% de4gl. Serie 0.....
5% Rumänische vereinb. Rente von 1903
4H% Rumänische vereinh. Rente von 1918 .........
4% Rumänisch« vereinb. Rente
Lberschlef. s^otSroene . . . • •
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58.515
Christi aiua.
111,99
112,21
111,98
112.20
stov«nbagen
111,98
112,20
111,98
112,20
Stockholm .
112,31
112,53
112,31
112,53
HelnngtorS.
10,542
10,562
10,539
10,559
Alalien. . .
21,945
21,985
21,95
21.99
London. . .
20.341
20,381
20,341
20,381
Nenn ort . .
4.1865
4,1945
4,186
4.194
Bari«....
16.42
16,46
16,415
16,450
Schwei, ..
81,085
81.245
81,085
81,245
Spanien . .
51,35
51,45
51,30
51.40
Japan . . . Mio de Jan.
2,067
2,071
2,067
2,071
0,4985
0,5050
0,498
9,500
Wien in D-« £eft abgeft.
59,03
59,15
59,03
59,15
&::
12,407
7,405
12,427
7,419
12,405
7,403
12,425
7,414
Dadapeft . . Bulgarien.
73,165
3,036
73,305
3,042
73,16
3,036
73,30
3,042
Ltffabon . .
18,78
18,82
18,78
18,82
Danzig. . . flonftantöt
81,33
81,49
81,78
81,82
1,785
1,789
1,784
1,788
Athen. .
5,435
5,445
5,435
5,445
Canada .
4,173
4,181
4,173
4,181
Urnmal).
3,846
3,854
3,856
3,864
Tatro ..
20,86
20,90
20,86
! 20,90


