Aus der yrovinzialbauptstabi
Gießen, den 8. März 1930.
An der Sonnenseite.
Ich muhte dieser Lage auf einer Geschäftsreise eine halbe Stunde in einer kleinen oberhessischen Stadl auf meinen Zug warten. Da es mir in dem Wartesaal des Bahnhofs zu dumpf war. ging ich draußen in *ö er Sonne aus und ab. Gleich neben dein Bahnhof war eine breite Strahe, die nur auf der einen Seite mit neuen Siedlungshäusern bebaut war. auf der andern Seite lagen die Schienen der Eisenbahn. Hier im Schuh vor rauhen Winden, von den Hellen freundlichen Häusern zurückgeftrah.t. wirkte die Märzsonne fast wie im Juni Unwillkürlich schlüpfte man aus seinem Uebcrzieher und trug ihn auf dem Arm.
Aber es waren nicht nur die Sonnenstrah.en. die mich hterhergelockt hatten. Ein ganz farbenprächtiges. lebendiges Bild zog mich viel mehr an. Diese sonnenbeschienene, geschuhte, in tadelloser Beschaffenheit glänzende Strahe schien wie geschaffen für das Spazierenfahren von kleinen Kindern. Ich habe noch nirgends, auf keinem Spielplatz, in keinem Park, soviel Kinderwagen gesehen wie hier. Da sah man ganz weihe, blaue, grüne und bunt bemalte, alte und neue Modelle, sogar ein sogenanntes Torfbettchen. mit den bekannten Holzräöern. lief mitten darunter. Und in jedem Wagen ein kleines, rosiges Mensch- leinl Ist das kein Bild, das uns im Borfrühling erfreuen muh?
Hinter den Wagen gingen die glücklichen Mütter, teils langsam schiebend, teils sich unterhaltend mit Freundinnen und Nachbarinnen. Bon wem gesprochen wurde? Ich brauche das nicht zu sagen. Die ersten Zähnchen, das erste Stammeln von Worten, das Spielen, das Sichaufsetzen und hundert andere Dinge, die den jungen Müttern sehr wichtig sind, konnte man da hören.
Ich war öfters in diesem Städtchen gewesen, und unter den Müttern waren gar viele, die ich noch gekannt hatte, als sie vor Iahren mit langen Zöpfen durch die Straßen liefen. Ieht aber zeigten sie freudestrahlend das „erste". Ich mußte bewundern, staunen über die Aehnlich- keit mit dem Bater oder der Mutter, durfte mitlachen, wenn die Kleinen krähten oder unbeholfen nach dem über ihnen hängenden Ball griffen. Es gibt nichts schöneres als ein lachendes Kind, besonders dann, wenn die Sonne scheint.
Gefreut habe ich mich vor allem auch darüber, Laß fast sämtliche Kinder ohne Kopfbedeckung waren. Was helfen uns auch bei diesem schönen Wetter die warmen Käppchen oder gar Kapuzen? Braune, schwarze und blaue Aeuglein guckten neugierig in die fremde Welt, die sie wohl zum erstenmal im Sonnenschein sahen. Die Bäckchen waren gerötet, die Mündchen standen offen, sobald ein anderer Wagen vorüberfuhr, in dem auch so ein kleines Ding lag und mit Armen und Beinen strampelte vor Vergnügen.
„Ia, die Sonne!" dachte ich. „tut doch Wunder." Wie manches Kleine zeigte noch die Helle Zimmerfarbe. Aber gar schnell werden hier die Frühlingstage Aenderung schaffen. An die Sonnenseite des Lebens werden diese Kinder geführt, von der Sonne sollen sie bestrahlt und gekräftigt werden. Sie ist doch wie ein Gesundbrunnen.
Die Zeit verflog mir wie im Handumdrehen. Mein Zug fuhr ein. Ich konnte mich kaum trennen von dem schönen Bild des jungen Lebens, und noch aus dem Eisenbahnwagenfenster habe ich lange hinausgeschaut und den glücklichen Müttern zugewinkt, den Müttern, die ihre Kinder an der Sonnenseite spazieren fahren, um ihnen die Wärme und den Duft der ersten Frühlingstage zukommen zu lassen. B. Z.
Gietzener Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 150 bis 170, Matte 30 bis 35. Wirsing 25 bis 35, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat 35 bis 40, Unter-Kohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 35 bis 40. Feld- salat 180 bis 200, Tomaten 70 bis 80, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 40 bis 60. Kartoffeln 4,5 bis 5, Aepfel 10 bis 15, Dirnen 10 bis 15. Dörrobst 30 bis 35, Rüsse 50 bis 80, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund: Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.: Tauben 70 bis 80, Eier 10, Blumenkohl 50 bis 100, Salat 30 bis
40, Endivien 40 618 60. Lauch 5 bis 15. Rettich 10 bis 20, Sellerie 10 bis 40 Pf. das Stück, Radieschen 25 bis 30 Pf. das Bund; Kartoffeln 3,80 bis 4 Mark der Zentner.
Bornotizen.
— Tageskalender für Samstag. Stadttheater: „Wie es euch gefällt" (Schülervorstellung). 15.15 bis 18.15 Uhr. - Goethe-Bund: Lichtbild vortrag von Dr. E. Meyer (Nürnberg): Sommer in Südtirol, 20 Uhr, in der Reuen Aula. - Wassergenossenscha.t Gießen (rechts der Lahn): Generalversammlung, 20 Uhr, bei Ferd. Kreiling. Heuchelheim. — Verein Rudersport Gießen 1913 und Alad. Ruderabteilung: Monatsversammlung, 20.15 Uhr, im Bootshaus. — DHC. Lichtbildervortrag, 20 Uhr, Physikalisches Institut. — Kurzschriftverein von 1861 und Damenverein Gabelsberger: Dereinsabend im Kaufm. Vereinshaus, 20.30 Uhr. - Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Pat und Patachon als Kanniba'en" und „Luvlno Lane im Sanatorium". — Astoria- Lichtspiele: .Der Schrecken der Posträuber" und „Dolores, die Pantherkahe".
- Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: „Du wirst mich heiraten", 14 bis 16.30 Uhr, „Der fidele Dauer", 18.30 bis 21 Uhr. - Männer- und Frauenvereinigung der Mat- thäusgemeinde Gießen: Kirchenmusik, Passionsandacht, 20 Uhr, in der Stadtkirche. - Gießener Korzertverein: Das Münchener Döbereiner-Trio (Alt-Kammermusik auf Original-Instrumenten), 17 Uhr, llnitrr i ätsau'a. - Männer-Turnverein Gießen: Schwimm-Wettkämpfe, 15 Uhr, im Städtischen Volksbad. — Llchtsp echaus, Dahn- hosstraße: „Pat und Patachon als Kannibalen" und ..Lupino Lane im Sanatorium". — Astoria- Lichtspiele: „Der Schrecken der Posträuber" und „Dolores, die Pantherkahe".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute um 15.45 Uhr findet die Schüiervorstellung des Shakespeare-Lustspiels „Wie es euch gefällt" statt. — Am morgigen Sonntag, 9. März, um 18.30 Uhr kommt als letztes Operettengastspiel des Frankfurter Ensembles in einmaliger Aufführung die allseitig beliebte Operette von Victor Leon, Musik von Leo Fall, „Der fidele Bauer" zur Aufführung. — Als nächste Premiere kommt in der nächsten Woche am Freitag, 14. März, eine neue Komödie in drei Akten von Edwin Burke, für die deutsche Bühne von Karl Lerbs bearbeitet, heraus. Das in der letzten Zeit von so vielen Seiten aus beleuchtete Problem der Ehe wird in dieser Komödie einer interessanten Betrachtung unterzogen.
— Goethe-Bund. An Stelle von Hermann Stehr, der erkrankt ist. wird der Dichter Theodor Da übler am 23. März über „Goethe und die Antike" sprechen. Rähere Mitteilungen folgen.-
— Gewerkschaftsbund der Ange- {teilten (G. D. QL). Die Abschlußfeier nach dem Reichsberusswettkampf der Angestelltenjugend findet nicht, wie gestern berichtet wurde, am heutigen Samstag, sondern erst am Samstag nächster Woche statt.
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** Diehmärkte in Gießen. Am nächsten Dienstag findet in Gießen Rindvieh-(Rutzvieh-) Markt statt, dem sich am Mittwoch Schweinemarkt anschliehen wird. Am Mittwoch, 19. März, wird Pferdemarkt abgehalten. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.
” Städtische Brennholzver steigern ng. Bei der gestrigen Brennholzversteigerung aus den Waldungen der Stadt Gießen (Stadtwald) wurden im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Buchenscheit 13 20 Mk., Eichenscheit 8,20, Kiefernscheit 8,60, Duchenknüppel 9,40, Cichen- knüppel 6,60, Kiefernknüppel 7,00, Buchenstöcke 7,60, Eichenstöcke 4,20 pro Raummeter, Buchen- reisig 3. Kl. 17,00 pro 100 Wellen, Fichtenderb- stangen l.Kl. 2,00, 2. Kl. 1,60, 3. Kl. 0,80 Mk. pro Stück.
Oberhefsischer Kun st verein. Die derzeitige Ausste'lung im Turmhause am Brand- Platz, welche insbesondere Schwälmer Trachtengemälde von Carl Mons und Graphik von Karl Thylmann enthält, ist nur noch in der kommenden Woche bis einschließlich Sonntag, 16. März, geöffnet, und zwar Sonntags, Montags, Mittwochs, Freitags von 11 bis 1 ilfjr, Mittwoch auch nachmittags von 3 bis 5 älhr.
•• Die Museen sind am morgigen Sonntag zu gewöhnlichen Preisen geöffnet.
* Eine Protest Versammlung der Gastwirte und Getränkeindustrie wird in unserem heutigen Anzeigenteil auf nächsten Mittwoch nachmittag in das CafS Leib cinberufen. Näheres ist aus der Anzeige ersichtlich.
•• Gefallenen-Gedachtnisfeier. Anläßlich des Volkstrauertages wird am Sonntag, 16 März. 20 älhr, in der Iohanneslirche eine musikalische Gedächtnisfeier für die im Weltkriege Gefallenen stattfinden. Es werden dabei mitwirken: Frau Dr. Weyl (Gesang), Organist Habicht (Orgel), sowie die gesamte Kapelle des l.Batl. 15. 2ns.-Rcg:s. unter Leitung von Obermusikmeister Loder. Das Programm kostet 50 Pf. und berechtigt zum Eintritt. Der Ertrag der Veranstaltung ist für die Kriegsgräber-Fürsorge bestimmt. Man beachte die heutige Anzeige.
** Deutsche Turnerschaft und Volks- trauer tag. Der Vorstand der D. T hat den an- gcschlossenen Vereinen nahegelegt, den Volkstrauer- tog am Sonntag, 16. März, von Veranstaltungen m. glichst freizuhalten.
•* Beamtenschaft und Sparmaßnahmen. Der Hessische Beamtenbund hat auf nächsten Mittwochnachmittag alle Gesamtvorstände der Fachvereine der Beamten nach D a r m st a d t zusammengcrufen. Die organisierte Beamtenschaft — so s hreibt man uns — muß Stellung nehmen zu der Tatsache, daß weitaus die schwersten Lasten bei den hessischen Sparmaßnahmen auf die Schultern der Beamten fallen. Die Regierung, der Finanzausschuß des Hessischen Landtages und die Presse sind ebenfalls eingeladen.
** Ausstellung eines Billard-Ehrenpreises. Der vom 1. Gießener Billard-Club mit den Spielern Nicolaus, Rubin, Rudolph und Dr. S ch i r m e r im Kampfe gegen den Mainzer Billard-Club errungene echt silberne Ebsten- Wander- Pokal ist von heute ab im Schaufenster des Schuhhauses Bottina, Seltersweg, ausgestellt
** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. Man bittet uns, darauf hii^uweisen, daß ab Montag, 10. d. M., der neue Greta-Garbo - Film „Der Krieg im Dunkel" im Lichtspielhaus laufen wird. Der nach dem bekannten gleichnamigen Roman von Ludwig Wolff geschrieben, von Fred N i b l o inszenierte Film behandelt ein interessantes Thema, die Vorkriegsspionage in Oesterreich und Rußland. Der Regisseur Niblo hat übrigens auch den „Ben-Hur".Film inszeniert und im „Totentanz der Liebe" bereits mit Greta Garbo zusammengearbeitet, deren zahlreiche Verehrer eine neue Begegnung mit der schönen Diva sicherlich begrüßen werden. — Am morgigen Sonntagvormittag findet die Vorführung des Kulturfilms „Die erwachende Sphinx" statt.
** Stenographische Werbewoche. Der Deutsche Stenographenbund, die Spitzenorganisation der Einheitskurzschriftler, veranstaltet in der Zeit vom 9. bis 16. März in allen Teilen Deutschlands eine Werbewoche. Der Zweck dieser Werbung ist, die Aufmerksamkeit der breitesten Oeffentlichkeit mehr noch als bisher auf die Einheitskurzschrift, die im Jahre 1924 von den Reichsbehörden und Länderregierungen für die Schule und Verwaltung vorge- fchrieben wurde, zu lenken. Die stenograph fche Bewegung hat mit der Einführung der Einheitskurz' fchrift einen außerordentlichen Aufschwung genommen, da die frühere Systemzerfpl.tterung beseitigt ist, niemand mehr im Zweifel sein kann, welches das bessere ©nftem sei, sondern nur noch den Entschluß zu fassen yat: Ich lerne stenographieren!
** Diebstähle. Der Polizeibericht meldet: Vor einigen Tagen wurde in der Grünberger Straße „Am Professoreneck" aus einem Personenkraftwagen ein Karton mit Herrenwäsche, bei einem Metzgermeister in der Reustadt verschiedene Würste aus dem Laden, in der Bahnhofstraße aus einem Mansardenzimmer, das mittels Rachschlüssels geöffnet wurde, 38 Mark und aus dem Hofe einer Wirtschaft ein älteres Mars-Fahrrad entwendet. Personen, die sachdienliche Angaben über die Täter und das Diebesgut machen können, werden gebeten, der Kriminal-Abteilung Rachricht zu geben.
** Festnahmen. Der Polizeibericht teilt mit: Festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt wurden: Der Steinschneider Ludwig Woeste aus Ber
gisch Gladbach wegen Diebstahls, der Metzger Hermann Lehmann aus Frankfurt a. M. wegen Hehlerei, der Händler Richard Wirth aus Kessel- dorf, der Landwirt Erich Willig aus Plein wegen Betrugs und Albert Seipp wegen Einbruchsdiebstahls.
" Z e u g e g e s u ch t. In der Rächt vom 26. zum 27. Februar wurde auf der Lahnbrücke ein Laternenpfahl beschädigt. Der junge Mann, der der Tat mit zusah, wird gebeten, bei der Krlmi- na'pol'zei, Zimmer Rr. 24, vorzusprechen. ,
" (Sin hessisches Marinedenkmal. Die Vereinigung der ehemaligen Marineange- höriaen in Hessen plant die Crrichrung eines Denkmals für die gefallenen heßischen Angehörigen der Marme. Man beabsichtigt ein einem Leucht türm ähnliches Mal entweder an der Altrheinmündung bei Ginsheim, oder aber am historischen Platz des Altrheins bei Erfelden zu errichten. In der Kuppel des Turmes soll ununterbrochen ein Leuchtfeuer glühen.
Zulassung von Iustizanwärtern. Wie der hessische Iustizmimster mitteilt, können zum Vorbereitungsdienst für die obere Iustiz- sekretärprüfung, deren Ablegung als Voraussetzung für eine künftige Anstellung im gehobenen mittleren Dienst bei den Iustizbehorden vorge- schrieben ist, eine beschränkte Anzahl von Anwärtern zugelassen werden. Der Vorbereitungsdienst dauert regelmäßig drei Iahre und ist unentgeltlich abzuleisten. Auch Unterhaltungszuschüsse werden den Anwärtern nicht mehr bewilligt werden können Die Gesuche mit den vorgeschriebenen Zeugnissen usw. sind bis -um 1. April an das Justizministerium einzu^eichen.
•* Der „Hubertus", Verein weidgerechter Iäger, hielt am Mittwoch im „Hess. Hof" seine Monatsversammlung ab. Er begrüßte dankbar, daß daZ Kreisamt Gießen auf eine Eingabe des Vereins hin erneut auf das> Verbot des Abbrennens von Hecken und Feldrainen hingewiesen und die Beobachtung deS Verbotes dem Feldschuhpersonal zur besonderen Pflicht gemacht hat. CZ konnte weiter bekanntgegeben werden, daß die Bekanntmachung in einem anderen hessischen Iagdverein, wonach bei der Iagdausübung neben dem Patz der Versicherungsausweis mitgeführt werden müsse, nicht richtig ist. Sodann fuhr der 1. Vorsitzende, Herr Pascoe, in seiner Vortragsreihe über die Weidmannssprache fort und sprach über ihre Anwendung auf das Raubwild. Die neue „Preußische Verordnung zum Schutz der Pflanzen und Tiere" war der Gegenstand eines eingehenden: Referates von Studienrat Holzel. Im Anschluß daran wurde der Vorstand beauftragt, mit den anderen hessischen Iagdorganisationen in Verbindung zu treten und darauf hinzuwirken, daß auch in Hessen der Kugelschutz auf Schalenwild zur Pflicht gemacht würde, wie denn überhaupt zahlreiche Bestimmungen der preußischen Verordnung auch für eine Uebertragung nach Hessen geeignet erscheinen. Geheimrat Prof. Dr. O l t regte an, das im nächsten Iahr stattfindende 10jährige Iubiläum des Vereins zu einer Ausstellung aus allen Gebieten des Jagdwesens zu benutzen. Der Plan wird weiter verfolgt werden. Die nächsten Versammlungen werden Vorträge aus dem Gebiet der Iagdzoologie und des Iagd- rechtes bringen. ,
Berliner Dorfe.
Berlin, 8. März. (WTB. Funkspruch.) Der heutige Vormittagsverkehr lag geschäftslos und abwartend. Rachdem schon an der gestrigen Frankfurter Abendbörse leichte Erholungen eingetreten waren, scheint es, als ob, nachdem das Ausland die Lage nach dem Rücktritt Dr. Schachts ziemlich ruhig beurteilt hat, für heute mit keinen größeren Erschütterungen mehr zu rechnen ist. Allerdings wird viel davon abhängen, wie die Provinz und die Kundschaft auf die gestrige schwache Börse reagieren wird. Vorläufig taxiert man gegen gestern abend wenig veränderte Kurse. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 124,24, London gegen Mailand 92,82, London gegen Madrid 40,28, London gegen Buenos 42,25, London gegen Kabel 4,8613, London gegen Berlin 20,3775 zu 20,38 und Kabel gegen Berlin 4,1915 zu 4,1920.
Deinen dochwurz'ihn l
Z=ä richtig: nimm fdi i Milli l
CIGARETTEN
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