Ausgabe 
8.2.1930
 
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Wirtschaft.

Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.

Die bereits zum Schluß der vergangenen Woche eingetretene weitere Abschwächung nahm auch zu Beginn der neuen Woche ihren Fortgang. "Namentlich der vom Roggenmarkt ausgehende Druck brcvüte weitere Unsicherheit und hemmte die Unternehmungslust stark. Auch die uneinheit­liche Preisgestaltung an den Üeberseemärktcn bot teure Anregung, verstimmte noch eher. Der Konsum war weiter sehr zurückhaltend, so daß bei der fehlenden Kauflust die Preise erneut nachgaben.

Weizen setzte zunächst auf höhere Liver­pooler Meldungen höher ein. ohne daß jedoch bedeutende Umsätze zustande kamen. 3m Verlause gingen die anfänglichen Gewinne und noch mehr wieoer verloren. Witbestimmend war auch der schlechte Absatz am Wehlmarkte. Auslandweizen ohne Interesse. Roggen verzeichnete in dieser Woche wieder vermehrtes Angebot, da auch andere Provinzen (Bayern und Thüringen) mit Ware an den Markt kamen, mit der Hoffnung, hier einen höheren Preis zu erzielen, als an den anderen Plätzen. Die wenigen Umsätze, die zustande kamen, wurden lediglich wieder von Stützungsfirmcn getätigt. Trotz Ermäßigung der Mehl preise seitens der Meblhändler war auch hier das Geschäft gleich Rull- Selbst einige größere niederrheinische Mühlen, die bisher immer noch Reflektanten waren, waren kaum im Markt. Ziemlich schwach liegt neuerdings auch Gerste. Da die Brauereien voll eingedeckt sind und nur in kleinen Mengen beste Qualitäten kaufen, kommt viel Ware an den Markt, die nur als Futtergerste (in kleinen Mengen auch als Industriegerste) Verwendung findet, hier aber auf die Konkurrenz der Importware stößt und nur zu nachgebenden Preisen abgeseht wer­den konnte. Hafer und Mais lagen weiter schwach, was mit der allgemeinen Lage und mit dem ^Imstande, daß wir infolge der aus­ländischen Konkurrenz keinen Hafer und Mais exportieren können, in Zusammenhang zu bringen ist. Kleie lag ebenfalls nach wie vor matt. Während Roggenkleie bisher im Einklang mit der Stützung am Roggenmarkt relativ weniger gedrückt war, setzte jedoch in dieser Woche auch hier ein größerer Rückschlag ein. Don sonstigen Futtermitteln, wie Oelkuchen, Sojaschrot und ReiSmehl, ist sogar ein Untcrfdjreiten der Dor- kriegSpreise festzustellen. Hülsenfrüchte und Rauhfuttermittel ebenfalls weiter schwä­cher. Kartoffeln behauptet.

Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche gaben Weizen, Gerste. Hafer, Mais. Wei­zen- und Roggenmehl und Roggenkleie je 0,50 Mark, Roggen um 0,60 Mark, und Weizenkleie 0.25 Mark nach. Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 26,25 bis 26,40; Roggen 18 bis 17,90; Gerste 19; Hafer 16,25 bis 16,50; Mais 15,75 bis 16; Erbsen 29 bis 42; südd. Heu 10. getrocknete Treber 12,50, südd. Weizenmehl 39,50 bis 40,25; niederrheinisches Weizenmehl 39,50 bis 40,25; Roggenmehl 26 bis 27; Weizen» fiele 8.15; Roggenkleie 8.50; Linsen 50 bis 90; Weizen st roh 5,30 bis 5,50; Roggenstroh 5,30 bis 5,-50.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

In der Berichtswoche war die Börse von wechselseitigen Schwankungen stark beeinflußt, so daß das Geschäft eine erhebliche Eindämmung erlahrcu mußte. Die Tendenzgestaltung sah wohl nicht hoffnungslos aus, da an die weiter fortschreitende internationale Geldmarktverslüssi- gung hinsichtlich der zukünftigen Geschästsgestal- tung der Börse recht große Hoffnungen geknüpft wurden. Ratürlich förderten die Diskontsenkung in Frankreich und Polen diesen Optimismus. Aber auch die festere Reuyorker Börse, sowie einige günstiger lautende Konjunkturberichte ließen reiche Rahrung für eine zuversichtlichere Stimmung auskommen. Man war aber bald stark enttäuscht, da der mangelnde Auftrags­eingang den Wut bei der Kulisse ganz er­heblich einschränkte. Das Geschäft konnte daher nur selten etwas lebhaftere Formen annehmen Spezialwerte traten unter Führung von Reichs­bankanteilen etwas mehr in Erscheinung, zeit­weise war in diesem Papiere die Llmsahtätigkeit ziemlich erheblich, da auch das Ausland doch immer noch für einige deutsche Papiere etwas

Interesse bekundete. Die übrigen Markte wur­den hiervon ausgehend verschiedentlich mitge- zogen, so daß trotz der Zurückhaltung und Lust­losigkeit in dieser Woche Kursverluste vermieden werden konnten Die Spekulation war. wie in der ganzen Woche zu bemerken war, auf sich selbst angewiesen. Verschiedentlich wurde beobachtet, daß baS Publikum mit Derka isslimiten an den Markt kam. Das herauSkommende Material fand ziemlich leicht Unterkunft, selbstverständlich waren aber immer wieder Abschwächungen die Folge.

Gegen Ende der Woche blieb die Stimmung unsicher, die Kurse gaben von ihren zwischendurch erzielten Gewinnen den größten Teil wieder her. Dor allem waren Reichsbankanteile an- geboten, da man sich über die Statutenänderung nicht ganz einig war; auch war man mit dem Gratisbezugsrecht nicht zufrieden. Wan glaubt, daß der hohe Kurs der Reichsbankanteile jetzt keine Gewinnchance mehr bietet, und die inter­essierten Kreise schritten zu Gewinnmitnahmen, so daß ein "Verlust von etwa 12 v. H. eintrat. Das Finanzprogramm Modenhauers trug zur "Verschlechterung der Lage nicht unwesentlich bei, da hiernach mit einer Steuersenkung kaum zu rechnen ist. Das Geschäft war sehr klein, und da die Spekulation zu Abgaben schritt, traten erneute Kursrückgänge ein. Besonders Bernberg waren stärker angeboten. Aber auch Siemens lagen unter Druck. Als wider Erwarten eine Diskontsenkung der Dank von England um ein halb Prozent gemeldet wurde, nahm die Tendenz später im Grundton wieder ein etwas freunb- licheres Ans ehen an. Einige Rückleckungen hatten eine geringfügige Besserung des Kursniveaus zur Folge. Im Vergleich mit den Kursen der vergangenen Woche zogen Danken von 2 bis 4 p. H. an. Barmer Bank. Bahr. Hyp.-Dank und Berliner Handelsgesellschaft konnten etwas mehr Interesse auf sich lenken. Schiffahrtswerte waren bis zu 2,5 v. H. höher. Am Kunstseidemarkt waren Aku angeboten und 6 v. H. schwächer. Rachfrage bestand dagegen für Bemderg. die etwa 20 v. H. höher lagen, aber aus eine Meldung hin, wo­nach bei diesem Betrieb eine Arbeitseinschrän­kung geplant ist, mußte dieses Papier wieder 5 v. H. ihres Gewinnes hergeben. Kaliwerte ver­loren bis zu 3 v. H., nachdem in der vergangenen Woche hier eine kräftige Erholung eingetreten war. Es drehte sich aber in der Hauptsache um Gewinnmitnahmen, da nachteilige Momente für diese Aktie nicht in Frage kommen. Rheinstahl und Rheinische Braunkohlen lagen je 5 v. H. abgeschwächt. Don Elekiroaktien konnten Schuckert und Siemens einen Gewinn von je 3 v. H. ver­buchen. Svenska plus 5 Mark. Zellstoff Waldhof besserten sich um 7 v. H., angeblich soll der Kreuger-Konzern einen größeren Posten Aktien gekauft haben. Am Anleihemarkt waren deutsche Anleihen kräftig anziehend. Türken waren ver­nachlässigt. Devisen waren wenig verändert. Am Geldmarkt war der Sah für Tagesgeld im Zu­sammenhang mit dem Ultimo mit 7 v. H. etwas höher, jedoch bei reichlichem Angebot.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Die Geschäftstätigkeit am Frankfurter Schlacht­viehmarkt hielt sich in der letzten Woche weiter in engen Grenzen, trotzdem der Austrieb noch geringer als in den Dorwochen war. Die Export- beteilignng war in dieser Woche nicht so stark, doch konnte man allgemein eine größere Kauf­lust der Frankfurter Metzger beobachten. Die Preise konnten sich überwiegend etwas bessern, nur bei Schweinen trat ein Derlust von etwa 3 Mark ein, was man damit begründete, daß die Futtermittelpreise ebenfalls sehr stark er­mäßigt feien. Wenn auch die Konkurrenz durch die Einfuhr von polnischen und litauischen Schwei­nen noch nicht so groß ist, so verstimmt diese Einfuhr doch allgemein. Dies waren die beiden Hauptmotive für das schleppende Geschäft und den Rückgang der Preise am Schweinemarkt. Der Rinder markt hatte weiter etwas ge­ringeren Austrieb, genügte jedoch der Rachfrage vollauf. Rach ruhigem Handel und etwas an­ziehenden Preisen wurde der Markt geräumt. Kälber und Schafe haben nach wie vor ziemlich ruhiges Geschäft, bei leicht gebesserten Preisen wurde ausverkaust. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1383 Rindern, darunter befanden sich 292 Ochsen. 70 Bullen. 503 Kühe und 327 Färsen, ferner aus 1323 Kälbern. 310 Schafen und 5377 Schweinen. Verglichen mit dem Aus­trieb der vergangenen Woche standen 37 Rinder,

217 Kälber, 199 Schafe und 5 Schweine weniger zum Derkaus.

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in "Mark: Ochsen, al) 57 bis 59, a2) 53 bis 56, bl) 48 bis 52. Bullen: a) 54 bis 56, b) 46 bis 53. Kühe: a) 45 bi» 47, b) 40 bis 44. c) 34 bis 39. d) 28 biS 33. Färsen: a) 56 biS 59. b) 52 bis 55. c) 48 bis 51. Kälber: b) 70 dis 74. c) 64 bis 69. d) 55 bis 63. Schafe: a) 50 bis 52. b) 42 bis 48. Schweine: a) 76 bis 78, b) 76 bis 79, c) 78 bis 80, d) 77 bis 80. c) 75 bis 78. Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche zogen Ochsen und Kälber bis 2 Mark, Bullen, Kühe und Färsen bis 1 Mark an, während Schweine bi« 3 Mark nachgeben mußten. Schafe blieben gut behauptet.

Sie Entscheidung des ReichSaus- sichtSamts in der Favag-Angele- g e n b c i t Das Reichsaufsichtsamt hat tn der Angelegenheit der Frankfurter Allgemeinen Der- sicherungs AG. folgende Entscheidung getroffen: Das Zahlungsverbot wird bis auf weiteres ausrechterhalten." Die Entscheidung hat die Be­deutung. daß der Senat sich vorbehält, jederzeit, insbesondere auch noch vor der Gläubigerver­sammlung, die Mitte März stattfinden soll, die Frage zu prüfen, ob das Zahlungsperbot noch weiter aufrechtzuerhalten, oder der Konkurs zu beantragen ist. Das Zahlungsverbot kann nur zeitlich erfolgen und nur solange gerechtfertigt werden, als das ReichsaussichtSamt bzw. der Senat die äleberzeugung besitzt, daß eine außer­gerichtliche gütliche Einigung der Beteiligten zu- standekommt.

Zinsermäßigung der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt. Die Deut­sche Rentenbanl-Kreditanstack tLandwirtschaft.ich« Zentralbank) hat aus Anlaß der Herabsetzung des Reichsbankdiskontsahes den Zinssatz für die von ihr ausgegebenen kurzfristigen Perfonalkre- dite mit Wirkung vorn 5. Februar 1930 ab gleich­falls um 1 'e Prozent herabgesetzt.

Zur Zahlungseinstellung der Go - Id Schuhfabrik A.--G., Frankfurt a. W. Wie die "Verwaltung mitteilt, find in den letzten Tagen vor der Zahlungseinstellung Verhandlun­gen mit ernsthaften Reflektanten bezüglich einer Interefsierung an dem Unternehmen gepflogen worden, die aber wegen der Kürze der zur Ver­fügung stehenden Zeit nicht zu Ende geführt wer­den konnten. Stele Verhandlungen gehen nunmehr weiter. Wenn der Gesellschaft Zett zur ruhigen Abwicklung gelassen wird, oder das Objekt im ganzen verkauft werden kann, so kann mit einer Quote gerechnet werden, die wesentlich über der in einer Zeitungsnotiz genannten von 20 Prozent liegen dürfte.

* Frankfurter Gewerbekafse e. G. m. k>. H., Frankfurt a. W. Im Jahre 1929 konnte die Bank ihren Umsatz von 259,3 auf 269.5 Mil­lionen Mark steigern. Aus Zinsen wurden 793 630 (671 531) Mark und aus Provisionen 304 628 (273 876) Mark vereinnahmt. Anderseits erforderten Zinsausgaben 550 429 (454 926) Mark. Unkosten 333 421 (304 773) Mark und Mschrei- bung des Kursverlustes auf eigene Effekten 33 215 (im Dorjahre 4615 Mari Kursgewinn). Aus 202 363 (198 803) Mark Reingewinn werden wie­der 10 v. H. Dividende auf 1,50 (1,37) Mill. Mk. Gefchäftsguthaben verteilt.

" 12-Millionen-Anleihe für das Baden-Werk. Wie WTB.-Handelsdienst hort, hat daü Badenwerk durch "Vermittlung der Schweizerischen Kreditanstalt in Zürich eine "An­leihe von 12 Millionen Schweizer Franken zu 6 Prozent verzinslich ausgenommen. Bier Mil­lionen seien bereits plaziert, die restlichen acht Millionen würden demnächst in der Schweiz aus- gegeben werden.

Frankfurter Börse,

Frankfurt a. M., 8. Febr. Tendenz: geschästs- los. Zum Wochenschluß mar die Börse eher niedri­ger und zu den ersten Kursen waren Umsätze kaum zu verzeichnen. Die günstige Gestaltung des Geldmarktes durch die Diskontsenkungen in den letzten Tagen blieb ganz ohne Einfluß. Aufträge waren auch heute wieder kaum eingetrosfen, so daß die Spekulation sich sehr reserviert verhielt und ver­schiedentlich zu Abgaben schritt. Es traten Abschläge in kleinerem Umfange ein. Die schwachen Ausland- börsen wurden allgemein gefchästshemmend empfun­den. Zu den ersten amtlichen Notierungen kamen nur wenig amtliche Notierungen zu­stande. Am Elektromarkt eröffneten Siemens mit minus 3 v. .f). etwas stärker gedrückt. AEG. verloren 1 v.H. Einiges Interesse machte sich dagegen für Licht & Kraft bemerkbar, die 1,13 v. H. fester er­öffneten. Bon Chemiewerten waren Farben stark

vernachlässigt, und ein Erstkurs mit minus 2 v. kam erst spät zustande. Rütgerswerke büßten 1,75 d. H. ein. Auch Montanwerte neigten zur Schwäche, doch gingen die Rückschläge nicht über 1 v. Sj. hinaus. Gut behauptet lagen am Bauuntcrnehmungsmarkt Zement Heidelberg und Wayß & Freykag. Bank­werte verloren bis zu 1 v. H. Reichsbank wurden etwa 2 o. H. schwächer taxiert. Don Renten waren Alt- und Neubesitz etwas niedriger. Von Ausland­renten fetzten österreichische und ungarische Renten ihre Aufwänsbewegung fort, dagegen lagen Türken weiter schwächer. Nach den ersten Kursen hielt die Verstimmung an; die Kurse gaben erneut um 1 bis 1,5 v. H. nach. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 v. j). weiter leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4.1854, gegen Pfund 20,3613, London gegen Kabel 4,8650, gegen Paris 124,05, gegen Mailand 92,94, gegen Madrid 37,55, gegen Schweiz 23,25, gegen Holland 12,12.

'berliner Börse.

Berlin, 8. Febr. Während sich sonst im allste, meinen die Kursfestsetzung bei allzu großem Geschäft zu verzögern pflegt, litt sie heute unter einer er­schreckend geringen llmsatztätigkeit. Es fehlte der heutigen Samstagbörse jede Anregung, und die Kursentwicklung war, da auch die Spekula­tion sich kaum am Geschäft beteiligte, auf den meisten Märkten eine ziemlich willkürliche Reichsbankanteile gewannen 3,25 v. H, wobei angeblich das Ausland etwas Interesse zeigte. Auch nahm die Spekulation anscheinend Staufoperationen vor gegen andere Werte, auf Grund der höhergesprochenen Golddis­kont Reichsbank.Anteile (per Erscheinen 107 v. H. Geld). Sonst lasten nur noch Felten auf den Schwe­denauftrag etwas fester. Auch Polyphon zogen um 2,5 v. H. und die Kaliwerke bis 1,75 v. H. an. Recht schwach lagen dagegen wieder Siemens mit minus 4,25 v. f). und Bernberg mit minus 4 v. $). Auch die Spritwerte verloren auf die drohende Biersteiler- crhöhung 2,5 v. H. Farben wurden mit einem Verlust von 2 v. H. uemlich lebhaft umgesetzt. Aus die herab- gestimmten Freigabeerwartungen erschienen Kanada- Zertifikate wieder mit Minus-minus-Zeichen und er- . öffneten mit 29 v. H., d. h. 3,5 o. H. unter gestern.

Deutsche Anleihen neigten heute zur Schwache. Von Ausländern gaben Türken eher weiter nach, während österreichische und ungarische Renten 1 bis 1,5 v. f). gewannen. Der Pfandbriefmarkt war noch wenig entwickelt, aber auch hier schien das Kausinteresse etwas nachzulassen, und die Kurse wurden eher etwas schwächer taxiert. Der Geldmarkt war weiter erleichtert. Tagesgeld 2,25 bis 7,25 v. H., vereinzelt 5 v. H.; Monatsgeld stellte sich auf 7 v. f). bis 8 v. H, und darunter, Warenwechsel hatten einen Satz von zirka 6 v. S). Nach den ersten Kursen drückte die Drberlofigtcit weiter auf die Stimmung, und auf den meisten Märkten ergaben sich erneut 1-v. H. Ver­luste. Salzdetfurth und Polyphon gingen um 2 v- S). zurück, dagegen konnten sich Bernberg um 1 o. H. erholen.

Aus aller Wett.

Präsident Hoovers deutsche Abstammung.

Die Abstammung des derzeitigen Präsidenten der "Vereinigten Staaten, Herbert Hoover, wird auf einen um die Mitte deS 18. Jahrhunderts aus ßllerftaöt (Pfalz) nach Amerika auSgewanderten Andreas Huber zu- rückgeführt. Auf Wunsch von Eolonel Emserson, eines Freundes des Präsidenten, hat der als Psalzsorscher bekannte Professor Dr. Häberle im Interesse des Deutschtums in den Vereinigten Staaten, das großen Wert auf die Feststellung legt, daß Hoover der 1. Präsident deut­scher Abstammung ist, in Ellerstadt Nachfor­schungen angestellt. In der früheren, jetzt umge­bauten Protestant. Kirche ist der am 29. Ian. 1723 geborene Andreas Huber am 7. Februar 1723 durch den damaligen lutherischen Pfarrer Johann Georg Kall getauft worden. Dieser Tage ist nun Professor Dr. Häberle aus dem Weißen Haus ein eiger händiges Schreiben des Präsidenten Hoo­ver zugegangen, in dem er für die für seine Fa­miliengeschichte wertvollen Mitteilungen feinen Dank ausspricht.

Gefängnis für einen fahrlässigen Autofahrer.

Das Schöffengericht Berlin.Mitte verurteilte den 24jährigen Kraftwagenführer Pohl wegen fahr lässiger Tötung und Körperver lctzung zu 14 Fahren Gefängnis. Pohl hat am Treptower Park mit seinem Automobil einen Mann totgefahren, an der nächsten Stra­ßenecke einen Radfahrer z u Boden ge« schleudert und schwer verletzt und mar bann, ohne sich um die Opfer zu kümmern, mit unoer minderten Geschwindigkeit weitergefahren.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 6 v. H., Lombardzinssuy 7 v. H.

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58,26

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Däniiche Roten ........

111.63

112,12

Englische Noten .......

20,31

20.39

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16.41

16.47

tzollänvische Noten .......

167.43

168,16

Italienische Noten........

21.93

22.01

Norwegische Noten.......

111.53

111.97

Deutiw»Oesterreich, 4 IOO Tchilliug

53.73

58.97

Numäniiche Noten .....

2.47

2.49

SdtnteDiitbe Roter-.......

111.93

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Schweiler Note» . ......

80.79

81.11

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54.54

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12.32

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58.27

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111,83

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Stockholm

112.18

112.40

112.13

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10.514

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10.512

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Italien. . .

London. . .

21.88

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20.382

20.341

20.381

OituDorf . .

4.181

4,189

4,1315

4.1895

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16.385

16,405

16,385

16,425

Schwel; . .

80.72

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54,75

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Japan . .

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2.060

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38.875

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12.371

12,391

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12.39

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Budapest.

73.10

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3,027

3,033

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18.78

18.82

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81.33

1.913

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5.405

5.415

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