Run-funkprogramm.
Sonntag, 9. Februar.
7 bis 8.15 Ahr: Don Hamburg: Hafentonzert. 9 bis 10: Morgenfeier, veranstaltet von der Gv. Landeskirche Frankfurt. 10.30: Buh und Film. 11.00: Gottfried Kölwel, Vorlesung aus eigenen Werken. 11.30: Erziehung und Bildung: „Hygiene im Kindergarten" - Vortrag von Regie- rungsrat Medizinalrat Dr. Hi'tmann, Wiesbaden. 12.00: Mandolinenkonzrrt. Ausluhrence: Wiesbadener Mandolinenorchester „Taunus- freunde 1921". 14.00: Stunde der Jugend. Kas- perl-Stunde „Lustige Kasperlstreiche". Für Kinder vom 4. Jahre ab. 15.00: Stunde des Landes. 16.00: Vortrag von Walter Hasenclever. 16.30: Violinkonzert Sam Dushkin. 18.00: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Dolk.bil- düng: „Goethe und die Erziehung". Vortrag von Lehrer August Möller. Frankfurt a. M. 18.30: „Tie Musik der Reugriechen" - Vortrag mit Schallplattenbeifpielen von Dr. Wilhelm Hei- nih. 19.30: Von Stuttgart: Dlasmusik. 20.30: Von Stuttgart: „Quer durch das lustige Wien". 21.30: Von Stuttgart: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 23.15: Tanzmusik.
Montag, 10. Februar.
12.30 Uhr. Schallplattenkonzert: Unterhaltungskonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der 3u- gend. 1. „Das Erdbeben von San-Franzisko im Jahre 1926". 2. „Durch das Todestal Ka'.ifor- niens", für Kinder vom 12. Jahre ab. 16.00: Hausfrauen-Rachmittag 17.00; Von Vad Homburg Konzert des Kurorchesters. 18.05: Zeitfragen: „Welcher Kritiker ist objektiv?" — Zum Münchener Kritiker-Prozef) - Vortr?.g von Dr. Ludwig Marcuse. 18.35: „Chicago". Vortrog von, Dr. Arthur Holitscher, Berlin. 19.05: Eng ischer Unterricht. 19.30: „Auf den Spuren des Tanzes", Vortrag mit Schallplattenbeifpielen von Dr. Wilhelm Heinih. 20.15: Richard Dehmel. zum Gedächtnis (gest. 8. Februar 1920). 20.45: Liederabend, Runa Torgen. 21.30: Preisprogramm: 1. Preis des Rundfunk-Preisausschreibens. Motto: Volk, Freiheit und Friede. 22.45: Nachrichten.
Dienstag, 11. Februar.
13.30 bis 14.30: Schallplattenkonzert: Rheinischer Humor. 14.15: Empfang des Heilsarmeegenerals Higgins auf dem Hauptbahnhof Frankfurt a. M. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend: Aus dem deutschen Liederkranze. 16.00: Konzert der Staatskapelle der Heilsarmee, Berlin. 17.15: Von Freiburg: Lieder von Richard Trunk. 18.05: Von Kassel: „Die gegenwärtige Krise der Selbstverwaltung." Vortrag von Regierungspräsident Dr. Friedensburg. 18.35: Von Stuttgart: „Das Südtiroler Frauenstift Sonnenburg", Vortrag von Probst Dr. Jos. Weingartner, Innsbruck. 19.00: „Lobrede auf den Snobismus", Vortrag von Anton Kuh. 19.40: Zeitberichte. „Die Aegyptendebatte im englischen Parlament." 20.25: Von Stuttgart: „Michail". E n Hörspiel von H. Micheler und R. Dollinger. Musik von R. Tants. 22.50: Von Mannheim: Kompositionsstunde Kurt Spanich. 23.35: Tanzmusik.
Mittwoch, 12. Februar.
11.15 bis 11.45 Ahr Schulfunk. Deutsche: Ober- bayrische Mundarten. 13.15: Werbekonzert (Schall
platten): Bunte PlattenI .15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend: „Der Prager Fenstersturz, die Zerstörung Magdeburgs und andere Geschichten aus dem 30jährigen Kriege"; (für Kinder vom 10. Jahre ab). 16.00: Konzert II aus dem Dolks- bildungsheim, Frankfurt a. M. 18.05: Stunde der Bühne: „Das Problem der Theatergemeinschaften unter Berücksichtigung des rhein-mainischen Wirtschaftsgebietes." Vortrog von Stadtrat Dr. Michel. 18.35: Don Stuttgart: Esperanto-Anter- richt. 19.05: Don Karlsruhe: „Menschenhand und Kulturwerden", Dortbag von Jng. Friedr. Herig. 19.30: Chorkonzert des Cäcilienvereins, vereinigt mit dem Rühlschen Gesangverein C. D. 21.00: Don Stuttgart: „Karneval". Eine Faschingsrevue von Ilse Kamniher und Ernst Stockinger.
Donnerstag, 13. Februar.
12.30: Schallplattenkonzert. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend: „Frau Rat Goethe fährt zu Hofe". 16: Don Stuttgart: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.05: „Frankreich: Die Parteien — der Abgeordnete und der Wähler", Dortrag von Professor Gottfried Salomon. 18.35: „Das menschliche Gehirn — ein Empfänger, Transformator und Sender der Weltenenergie", Dortrag von Dr. Emil August Dlogau, Berlin. 19.05: Französischer Anterricht. 19.30: Anter- Haltungskonzert. 20.30: Rora oder ein Puppenheim, Schauspiel von Henrik Ibsen. 22.25 bis 24: Tanzmusik.
Freitag, 14. Februar.
12.30: Schallplattenkonzert: Eduard Grieg. 15.15 bis 15.45: Stunde der Jugend: „Derufs- laufbahnen und Berufsaussichten für Schüler höherer Lehranstalten", Vortrag von Berufsberater Dr. Clauß vom Arbeitsamt Frankfurt a. M. (für Kinder vom 12. Jahre ab). 16: Von Stuttgart: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18: Fünfzehn Minuten Umschau in Wissenschaft und Technik- 18.15: Eine Viertelstunde Deutsche Reichspost: „Zahlung durch Post- scheck und Postüberweisung", Vortrag von Postinspektor Heller. 18.35: Don Stuttgart: „Die Bewegungen der Sterne im Raum', Vortrag von Prof. Beutel. 19.05: Von Karlsruhe: Volks- wirtschaftliche Reihe: „Die Bedeutung der Maschinenindustrie in der deutschen Wirtschaft", Vortrag von Prof. Dr. E. Wehrle. 19.30: Literarischer Abend: „Gedichtete Porträts". 20.15: Orchesterkonzert. 22.40 bis 24: Tanzmusik.
Samstag, 15. Februar.
11.15 bis 11.45: Schulfunk-Musik: Musikinstrumente: Flöte und Geige, vorgetragen von Studienrätin Cilla Geis- 12.45: Schallplattenkonzert: „Du alter S tef ans türm"!..." 15 bis 15.45: Stunde der Jugend: „Ein rheinischer Weberjunge erzählt". 16 bis 17.45: Von Stuttgart: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 17.55: Von der Deutschen Welle Berlin: „Zehn Jahre Detriebsrätegeseh", Vortrag von Clemens Hörtel 18.20: Briefkasten. 18.35: Don Stuttgart.- „Kuriosa der Zensur", Dortrag von Dr. Berendt. 19.05: Spanischer Anterricht. 19.30: Don Stuttgart: „25 Jahre literarisches Cabaret". 21: Don Stuttgart: „Querschnitt durch die europäische Musik seit Mozart". 22.45 bis 0.15: Von Stuttgart: Funkbrettl.
0 Ober-Hörgern, 6. Febr. Dieser Tage i veranstaltete teS Landwirtschaftsamt Lich hier in der Gastwirtschaft von Düringer einen Vor- tragsabend. Rach Begrüßung durch Bürger- meister Müller sprach Dr. Zöller in etwa ^/.stündigem Dortrage über das Thema „Schweinezucht und Schweinemast". Anschließend an den Dortrag fand eine Aussprache statt, in deren Derlauf der Dortragende auch eine Anzahl Fragen beantwortete.
* Obbornhofen, 6. Febr. Im Saale der Wirtschaft „Zum Adler" hielt der frühere Luft» schiffer, jetzige Landwirt Hahn aus Beltershain einen sehr interessanten Lichtbilder- vortrag über seine Erlebnisse auf den Fahrten mit verschiedenen deutschen Kriegsluftschifsen während des Weltkrieges. Besonders eindrucksvoll war sein Bericht üter die Fahrt mit dem Zeppelin „l-. 5 9", der bekanntlich von der bulgarischen Küste nach Deutsch-Ostafrika zur Hilfeleistung für die Truppen des Generals von Lettow-Dorbeck fliegen sollte, auf halbem Wege ater durch Funkspruch zurückgerufen wurde und dann im Ausgangshafen an der bulga^schen Küste glücklich wieder landete, später jedoch auf einer Fahrt gegen Italien in der Meeresstraße von Otranto verunglückte und der ganzen Besatzung den Tod brachte. Herr Hahn hat die Fahrt in Richtung Ostafrika mitgemacht und wußte davon sehr anschaulich zu berichten. Die Zuhörer nahmen die interessante Schilderung mit lebhaftem Beifall auf.
Kreis Büdingen.
# Echzell, 6. Febr. Der gestern hier ab- gehaltene Schweinemarkt hatte einen Auftrieb von 192 Stück zu verzeichnen. Da sich eine große Zahl Kaufliebhaber aus den benachbarten und weiter entfernten Wetteraudörsern eingefunden hatten, gingen die Preise sprunghaft in die Höhe. Die Arsache ist in den äußerst niedrigen Kartoffelpreisen (Zentner nur zwei Mark) und dem unter Vorkriegshöhe liegenden Gerstenpreis (Malter 17 Mark) zu suchen. Für sechs Wochen alte Jungtiere wurden 33 bis 42 Mk. bezahlt, sieben Wochen alte kosteten durchschnittlich 45 Mk., ältere kamen je nach Qualität bis 60 Mk. Groß war auch die Rachfrage nach älteren Springern und Cinlegschweinen, wofür ie nach Alter und Stärke 80 bis 92 Mk. bezahlt wurden.
♦ Don der mittleren Nidda, 6. Febr. In hiesiger Gegend sind die Preise für Schlachtschweine von 82 Pfennig Lebendgewicht aus 75 Pfennig zurückgegangen. Dementsprechend haben einige Metzger auch den Preis für Schweinefleisch entsprechend herabgesetzt, für Kochfleisch auf 1.10 Mk., für Braten- und Kotelettstücke auf 1.20 Mk.
Kreis Schotten.
* Laubach, 7. Febr. Dermutlich durch den vergangenen fast tropischen Sommer veranlaßt, blüht hier in einem Privathaus eine Fächer- Palme. Es scheint die südeuropäische Zwergpalme zu sein. Sie hat bis zum Herbst im Freien gestanden und von Oktober an im fast dämmerigen Hausflur mit Zentralheizung. Sie dürfte mindestens 40 Jahre alt sein, ohne bisher je geblüht zu haben.
T Steinberg. 4. Febr. Der Gesangverein „Harmonie", der im kommenden Sommer sein 25. Jubiläum verbunden mit Fahnenweihe begehen will, hielt am Samstagabend in der Gastw.rtschast Bechtold seine diesjährige Generalver sammlung. Der Dor- sitzende, Sägew.rl-b s her L a n g l i h. le'tete die Versammlung, die überaus stark besucht war. Nach der Verlesung des Jahresberichtes durch den Schritsührer Otto L a n g l i tz erstattete der Rechnet Otto Carl den Kassenbericht, ter mit einem Bankguthaben von 500 Mk. abschloh. Die Neuwahl des Dorstantes ergab die Wiederwahl sämtlicher Dorstandsmitg ieter. Neu wurde in den Dorstand als w.iteres Vorstandsmitglied gewählt Schmiedemeister Karl P r e u s ch. Als Fahnenträger für die bei dem bevorstehenden Buntesfest im Juli zu weihende Fahne wurde Hermann L a n g l i h, als Fahner.b g'eiter Karl Weidner und Georg Bernhard bestimmt. Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles hielt ein geselliges Zusammensein die Sänger beim Gesänge schöner Lieder unter ter Leitung des Dirigenten Lehrer Judersleben (Glashütten) noch einige Zeit beisammen.
Kreis Alsseld.
ck. W e t t s a a s e n, 6. Febr. Zu ter hiesigen Bürgermei st erwähl war nur e i n Wahlvorschlag, lautend aus den Namen des seitherigen Bürgermeisters Hock, eingereicht worden. Eine Wahlhaedluna war unter diesen Amständen nicht ersorderlich. Bürgermeister Hock ist somit durch das Vertrauen der Gemeinde weiterhin mit dem Bürgermeisteramt betraut worden. Diese Aebereinstimmung im Dorfe ist ein Zeichen für das gute Verhältnis zwischen dem Ortsober- Haupt und der Dorleinwobnerschaft.
4 Rieder-Gemünden, 6.Febr. Der hiesige Sportverein veranstaltete in ter Wirtschaft von Schäfer einen außerordentlich gut be
suchten Theaterabend. Der Gesangverein, ter sich in anerkennenswerter Weise mit einigen schön vorgetragenen Chören zur Bereicherung des Abends zur Verfügung gestellt hatte, eröffnete die Veranstaltung mit einem Chorgesang. Rach den Begrüßungsworten des Vereinsvorsitzenten und nach einem Doppelquartett-Vortrag unter Leitung von Lehrer Loh folgte das erste Theaterstück, ein Drama in vier Akten, das von den Darstellern sehr wirkungsvoll gegeben wurde. Einem weiteren Gesangvortrag folgte dann ein Lustspiel, das ebenfalls eine vortreffliche Wiedergabe fand. Reicher Beifall bekundete den Mitwirkenten die Zufriedenheit der Besucher. Um die Durchführung ter Theaterauf- führungen haben sich Lehrer Loh und L. Otte r b e i n verdient gemacht. Eine Verlosung und Tanz bildeten den Abschluß des 2lbends.
* Eudorf, 5. Febr. Im Anschluß an einen Vortrag des Landwirtschaftsrates Dr. K l a u e r (Alsfeld) entwickelte Bürgermeister Stamm die Idee der Anstellung eines Milchkontrollbeamten von Gemeinde wegen. Vom Redner des Abends wurde dieser Gedanke lebhaft befürwortet. Rur auf diesem Wege sei ein Dorankommen in der Viehzucht möglich. Die leidige Rassenfrage habe demgegenüber in den Hintergrund zu treten.
<5 Dannenrod, 6. Febr. Der hiesige Kriegerverein hielt dieser Tage unter der Leitung seines Vorsitzenden Georg Sehrt die ordentliche Generalversammlung ab. Die Jahresrechnung des Vereinsrechners Hermann Hack gab zu Beanstandungen keinen Anlaß, so
daß dem Rechner Entlastung erteilt werten konnte. Rach einer Aussprache über das 25. Der- einsjubiläum und nach Erledigung einiger kleinerer Angelegenheiten wurden die geschäftlichen Verhandlungen geschlossen.
(tiiefccncr Wochcnmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 140-160, Matte 30-35 Pf. das Pfd.; Eier 13—14 Pf. das Stück; Käse 10 Stück 60 bis 140 Pf., Wirsing 15-20, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 10-15, Gelbe Rüben 10—12, Rote Rüben 10—12, Spinat 30—35, Anter-Kohlrabi 8—10, Grünkohl 15 -20, Rosenkohl 30—35, Feldsalat 100—120, Tomaten 70—80, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 50—70, Schwarzwurzeln 40 bis 60, Kartoffeln 4,5 -5, Aepfel 10—15, Birnen 10—15, Dörrobst 30- -35, Honig 40—50, Rüsse 50—80 Pf. das Pfund; Tauben 70—80 Pf. das Stück; Junge Hähne 120—130, Suppenhühner 100-120 Pf. das Pfd.; Blumenkohl 50-80, Sa- lat 25—30 Pf. das Stück; Endivien 80—100 Pf. das Pfd., Lauch 5-15, Rettich 10-20, Sellerie 10—40 Pf. das Stück, Kartoffeln 3.80—4.00, Wirsing 10—12, Weißkraut 6—7, Rotkraut 7—8, Aepfel 10-12, Birnen 8-10 Mk. per Ztr.
Laten für Sonntag, 9. Februar.
1789: Franz Taver Gabelsberger, Begründer der deutschen Stenographie, in München geboren (gestorben 1849), - 1834: der Dichter Felix Dahn in Hamburg geboren (gestorben 1912).
Studentenschaft
und Nationalsozialismus.
Die republikanische, demokratische, sozialistische und Zentrums-S-udentengruppe (Republikanische Arbeitsgemeinschaft an der Landesuniversität) hatte für gestern abend zu einer öffentlichen Versammlung in den oberen Saal des Cafe Ernst Ludwig eingeladen. Der verhältnismäßig kleine Saal war bereits vor der festgesetzten Zeit von den Rationalsozialisten, die zum Teil aus Frankfurt gekommen sein sollen, beseht worden, so daß die später erscheinenden Besucher keinen Einl.ß mehr finden kannten. Die Versammlung wurde daher in den Saal des Gewerkschaftshauses verlegt, wohin auch die Rationalsozialisten zogen. Jnzwi.chen hatte sich der Saal des Gewerkschaftshauses entsprechend gefüllt, so daß die Polizei, um eine Aeterfüllung des Saales zu vermeiden, nur einen Teil der mittlerweile angekommenen Rationalsozialisten zur Versammlung zulassen wollte. Diese lehnten das aber ab und zogen davon.
Hierauf konnte die von cand. jur. Kinkel geleitete Versammlung ohne wesentliche Störung durchgesührt werden. Pre sechef Dr. Mieren- d o r f f sprach über „Studentenschaft und Rationalismu s". Der Redner vertrat zunächst die Auffassung, daß die derzeitige Entwicklung in politischer Hinsicht bei der Studentenschaft eine Gefclsr für die deutsche Studentenschaft sei. In länget, .i Ausführungen sehte er sich, öfters durch Zwischenrufe unterbrochen, sodann mit den Ra:i:nalsozialisten auseinander, bemäntelte in diesem Zusammenhang die Frage: „Was ist Rationalismus?", um dann auf die Eigenart der Studentenschaft einzugehen. Er schilderte die Rot der Studentenschaft, die einen schweren ®~i- stenzkampf führen müsse. Heute handele es sich bei dem Studenten nicht mehr um ein wissenschaftliches, sondern um ein Brvtstudium. Der Redner behandelte dann weiter die Frage: „Was will der Rationalismus?", um in einem geschichtlichen Ausbau über das Wesen der Demokratie von der Bedeutung des demokratischen Staates und Republik für unser Volk zu sprechen. Er vertrat dabei die Auffassung, daß der Weltkrieg vermieden worden wäre, wenn wir vorher bereits das parlamentarische System in ter Art, wie in England gehabt hätten. Auch der Zusammenbruch wäre vermieten worden, wenn wir während des Krieges bereits einen demokratischen Staat gehabt hätten. Er lehnte die Diktatur in Deutschland mit dem Bemerken ab, daß die Verhältnisse in Rußland und Italien andere seien, wie bei uns. In seinen weiteren Ausführungen verteidigte der Referent die von ter seitherigen Regierung betriebene Außenpolitik unter besonderer Anerkennung der Tätigkeit des Außenministers S t r e s e m a n n. In der anschließenden Aussprache kamen die Herren Wendnagel, Descrendar V omend, Dr. H ö ch st e r (Frankfurt a. M.) und Davidso.hn zu Wort. Mit einem Schlußwort des Referenten fand die Versammlung nach 12 Ahr ihr Ende.
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