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1. Hat die Regierung tatsächlich in Fried­berg ein Gelände gepachtet, das als Exerzier- " aber für diesen

am Main, ein Vorkämpfer für die deut­sche Turn fache. Don 1930 bis 1933 stand er als Vorsitzender der Sächsisch-Thüringischen Vor­turner-Vereinigung vor. 1905 wählte ihn die Frank­furter Turnerschaft zum Gauvertreter. 3n dieser Eigenschaft hat Georg Dender mit größter Tat­kraft das 11. Deutsche Turnfest in Frankfurt a. M. 1908 vorbereitet und durchgesührt. Das Wandern, das Singen, überhaupt die Pflege des turne­rischen Geisteslebens lag dem hervorragenden Führer vor allem am Herzen. Er wurde im Mittelrheinkreis Kreiswart für das Geistesturnen und für die turnerische Jugendpflege. Die Turner­jugend-Bewegung in Deutschland hat in Prof. Dender einen ihrer bekanntesten Dorkämpfer. 3m 3ahre 1912 schon erhielt der 3ubilar die höchste Auszeichnung der Deutschen Turnerschaft, die Ehrenurkunde.

An seinem Geburtstage gedenken Tausende, vor allem die 3ugend im DHC. und in der DT., dankbar des verdienten Führer- und DolkS- mannes.

Eine Landtags-Anfrage über polrzei-Exerzierplähe.

Der nationalsozialistische Abgeordnete Professor Dr. Werner, Butzbach, hat im Hessischen Land­tag folgende Gröhe Anfrage eingebracht:

kirchliche Tiachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Samstag, den 8. November.

Kapelle des Alten Friedhofs. 18.15 Uhr: Abend­andacht; Einführung des Studentenpfarrers Lic. Brunner durch Prälat D. Dr. Diehl.

Aus der provinzialdouptstadi

Gießen, den 7. Aovember 1930.

Prof. Georg Bender.

Am 9. Aovember vollendet Professor Georg Dender in Frankfurt a M., in den Kreisen der wandernden und turnenden 3ugend kurzTater Dender" genannt, sein 7 0. Lebensjahr.

Georg Bender ist ein Sohn Oberhessens, und er ist seiner Heimat immer treu geblieben als ein begeisterter Künder ihrer herben Schönheiten. Am 9. Aovember 1860 in Hungen geboren und auf dem Gymnasium in Büdingen vorbereitet, stu­dierte Dender in Gießen, Erlangen und Göt­tingen Mathematik und Physik und legte in Ber­lin die Turnlehrerprüfung ab. Reben seinen Hauptstudien z'gen ihn allezeit auch die beschrei­benden Aaturwissenschaften in ihren Dann; be­sonders die Geologie und die Botanik der Heimat boten ihm immer wieder Anregung zur Beschäf­tigung, und in Vorträgen und auf Wanderfahrten gab er sein Wis'en in volkstümlicher Darstellung gern an seine Freunde und Gesinnungsgenossen weiter.

Einem großen Teil unserer Leser ist Georg Bender vor allem durch seine Tätigkeit im V H C. bekannt geworden. Seit 1934 als Oberlehrer am Wöhler^Rea'gymnasium in Frankfurt a. M. tätig, gründete er dort den Zweigverein Frankfurt des V H C., dessen Vorsitzender er heute noch ist. Sein besonderes Werk ist die Iugendherberge Vater - Bender Heim" aus der Her- chenhainer Höhe. Als Obmann des Iung- VHC. nahm sich Georg Bender besonders der 3ugendbcwegung an, deren Bedeutung er früh erkannt hatte. Die Wandersache war dem Jubilar allezeit gleichbedeutend mit der Heimatsache, und es ist zum guten Teil mit sein Verdienst, wenn heute der VHC. zu den deutschen Wander- und Gebirgsvereinen gehört, die das Wandern nicht nur als Sport betreiben, sondern es als eins der vornehmlichsten Mittel zur Weckung und Pflege der Heimatliebe handhaben. Oberhessen mit> der Vogelsberg verdanken Professor Dender aber auch nicht geringe wirtschaftliche Erfolge; ist er es doch mit gewesen, der durch eifrige Werbung das Heimatgebirge dem Touristenverlehr »wschlie- ßen half, vor allem die Aufmerksamkeit der Wanderkreise der Großstadt Frankfurt a. !Ä auf den Vogelsberg hinlenkte.

Seine angeborene Volkstümlichkeit und sein

Proteststreik der Dresdner Gastwirte.

Als Protest gegen die am 1. November in Dres­den eingesuhrte Gemeindegetränke st euer hatte der Verband des Gaststättengewerbes von Dresden und Umgebung zu einer einmütigen Schließung sämtlicher Dresdener Gast- st ä t t e n aufgefordert. Infolgedessen halten fast alle Dresdener Gastwirtschaften und Cafös, Wein- und Koststuben sowie die Erfrischungsräume der Warenhäuser ihre Betriebe geschlossen. Hinter dem eintägigen Proteststreik stehen außer dem Verband des Gaststättengewerbes auch die Arbeitneh­merorganisationen. Lediglich die Bahn­hofswirtschaften sind im Interesse des Reiseverkehrs geöffnet. In einer Protestoersammlung wurde eine Entschließung angenommen, in der es u a. heißt: Die Gastwirte sind fest entschlossen, alle Maßnah- men zu ergreifen, um dem beschlossenen Steuer­protest noch wirksamere Formen zu geben. Als erste Maßnahme wird beschlossen, sämtli­chen Ange st eilten am Freitag zu kündi - gen und noch Ablauf der Kündigungsfrist alle Angestellten zu entlassen, um die Betriebe bis zur Aufhebung der Getränkeste'uer zu schließen. Die Arbeitgeber verpflichten sich, bei Wiedereröff­nung das gesamte Personpl restlos wixder ein­zustellen.

Generalversammlung der viehhandelsorgauisation.

Am 27. und 28. Aovember d. 3. findet in Derlin die Generalversammlung (Bundestag) des Dun- des der Viehhändler Deutschlands e. V. statt, der auf sein 30jähriges Destehen zurückblickt. Er umfaßt heute 180 Vereine mit etwa 17 000 Viehhändlern. Die diesjährige Dundestagung gewinnt insofern besonderes 3nteresse, als Aeichsminister a. D. Dr. Reinhold, M. d. R., ein Referat überWirtschastssorgen und -nöte des freien Handels" halten wird. Der Referent der Reichsforschungsstelle für landwirtschaftliches Marktwesen, v. d. W a r t h, wird über das Er­gebnis der Schweinezählungen und die sich für den Viehhandel hieraus ergebenden Folgen be­richten. Weiter wird der Syndikus des Pommer» schen Viehhändler-Vereins. Rechtsanwalt von K o e n e n, Stolp, einen Vortrag überVieh- Handel und Genossenschaften" halten. Ministerial­rat Dr. Hübschmann vom Reichsfinanzmini­sterium hat umsahsteuerliche Ausführungen in Aussicht gestellt.

schilderung gehalten werden. Der Vortragende, Herr W. D l a u. wird an Hand zahlreicher far­biger Aaturaufnahmen die Sch.rnhciten des sagen­umwobenen Kettengebirges im Osten unseres Va­terlandes schildern. Zunächst wird in Breslau und Hirschberg Einkehr gehalten, dann in Agnetendorf und Hain, Schreiberhau und Krummhübel. Eine Wanderung schließt sich an, vorüber an den herr­lichen Tauden wie Elbsallbaude, Prinz Heinrich- Daude und weiter an den vielen giganti ch.rn Fcls- bildern vorüber bis zum höchsten Berg des Rie­sengebirges. der 1605 Meter hohen Schneekoppe. Man beachte die heutige Anzeige.

,Maha', aut den Inseln der 1000 Wunder" betitelt sich der Kulturfilm, der in der Frühvorstellung am nächsten Sonntag im Lichtspiel­haus Bahnhofstraße zur Vorführung gelangt. Der Film stellt die Ausbeute eines holländischen For­schers während einer Reise durch Batavia und Bali dar und bringt eine Reihe von Bildern eigenartig­sten Gepräges. Näheres im Anzeigenteil.

Einen heiterenEttlinger-Abend veranstaltet am nächsten Dienstag die hiesige Ortsgruppe des Gewerkschaftsbundes der An­gestellten. Sie hat dafür den Schriftstekler Karl Ettling er, der auch unseren Lesern nicht \f.» bekannt ist, verpflichtet. Karl Etllinger hat sich nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Vortragskünstler einen Aamen gemacht. Die Ver­anstaltung sindet in der Aeuen Aula der ilnt- versität statt. (Siehe heutige Anzeige.)

Metallbildhauer H. Küchel veran­staltet am 8. und 9. Aovember im Hotel Prinz Earl eine Herbstausstellung seiner Arbeiten. Wir verweisen auf die Anzeige in unserer gestrigen Ausgabe.

* Abendandachten in der Kapelle aufdem Alten F r i e d h o f. In der Kapelle auf dem Alten Friedhof sollen in diesem Winter eine Reihe von Abendandachten stattfinden, die besonders für die Studenten bestimmt sind, die aber auch für evangelische Gemeindeglieder der Stadt offen- stehen. Die erste Abendandacht wird am Samstag, 8 November, um 18.15 Uhr gehalten werden. Der evangelische Studentenpfarrer ipird bei dieser Ge­legenheit durch den Prälaten D. Dr. D i e h l in sein Amt eingeführt.

Sektion Rahnstetten" wieder im Stadttheater. Die 3ntendanz des Stadt- theoters teilt uns mit, daß auf Grund der zahl­reichen Aachfragen, ob eine Wiederholung von Curt CorrinthsSektion Rahnstetten" stattfinde, dieses politische Zeitstück einmalig am 30. Ao­vember nachmittags ausgeführt wird.

Sprechstunden für Lungenkranke. Die Sprechstunden der Fürsorgestelle für Lungen­kranke in der Medizinischen Poliklinik finden für die Besucher aus den La idgemeinden des Kreises Gießen jeden Montagnachmittagvon 16 bis 17 Uhr statt. Lungenkranke und Krank- he'.tsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer Aeberweisung ihres Arztes an die Lungenfürsorgestelle. Unbemittelte werden unent­geltlich beraten.

** Die Ermäßigung der Beitrags­sätze zur Ortskrankenkasse Gießen- Stad t wird in einer Bekanntmachung im heu­tigen Anzeigenteil veröffentlicht.

** Viehzählung am 1. Dezember. Die nächste Viehzählung im Reich findet auf Anordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirt­schaft im Einvernehmen mit dem Statistischen Reichsamt und den statistischen Landesämtern am 1. Dezember 1930 statt.

Die Auswahl der Holzfäller. Die Fraktion des Hessischen Landbundes hat im Hessischen Landtag folgenden Antrag eingebracht: Wir beantragen, die Regierung zu ersuchen, sofort beim Landesarbeitsamt Frankfurt a. M. vorstellig zu werden, damit die Holzhauer für die Fällung des Holzes in Gemeinde- und Staats­waldungen nicht von den Arbeitsämtern oder dexen Nebenstellen vermittelt werden, wie das die Arbeitsämter beabsichtigen, sondern ihre Auswahl den Gemeindebehörden und Ober­förstereien überlassen bleibt."

** Jugendherbergstag in Gießen. Der Gau Main-Rhein-Lahn-Fulda im Reichsverband für deutsche Jugendherbergen hält am Sonntag, 9. No- ocmber, in unserer Stadt seine diesjährige Verwal­tungsausschußsitzung ab. Von besonderem Interesse wird ein Bericht des ersten Vorsitzenden I a s p e r t über den diesjährigen Reichs-Jugendherbergstag sein. Robert Braun (Frankfurt a. M.) wird über Wasserwandern und Jugendherbergen". Studien­assessor Heß (Gießen) überBündische Jugend und Groß-Jugendherbergen" sprechen.

** Eine Tagung des Hessischen Lan­desverbandes für evangelische Kin­derpflege findet am 9. und 10. Aovember in Gießen statt. Am Sonntag leitet ein Festgottes- dienst die Tagung ein, dann findet im Gemeinde­saal der Iohanneskirche ein Gemeindeabend statt. Am Montag um 9,30 älbr vereinigt die Haupt­versammlung die Teilnehmer. Oberkirchenrat D. Wagner (Gießen) wird vor Eintritt in die Tagesordnung die Andacht halten, Pastor von Wicht (Derlin) hält dann einen Vortrag über Erziehungsziele her Gegenwart".

für diesen Platz 3000 Mar! beträgt?

4. 3st es schließlich richtig, daß der betreffende Pachtvertrag bis 1 9 4 3 läuft, so daß der Staat noch 42 000 Mk. zu zghlen hätte?

5. Wie hoch ist die Summe der Gesamt- p a ch t, gerechnet von Anfang bis Ende des Ver­trages?

6. Welche Gesamtsumme hat der hessische Staat seit Destehen der Schutzpolizei an Pacht für reichseigene Gebäude (Kasernen) in Friedberg aufgewendet?

7. Wit welcher Begründung hat sich der hessische Staat den Luxus zweier nahe beiein­ander liegender Standorte (Friedberg und Duhbach) gestattet, obgleich in letzterer Stadt ausreichende landeseigene Kasernen zur Ver­fügung stehen und standen?"

Vo,-nötigen.

T.a geskalender für Freitag. Stadt- theater:Aeidhardt v. Gneisenau". 19.30 bis 22.30 Uhr Anterhaltungsstunde für jeder­mann: Lieder und Rezitationen, 16 Uhr, Sing­saal des Realgymnasiums. Wissenschaftlicher Experimentalvortrag des Psychologie-Praktikers Wedikato, 20.30 Uhr, im Cafe Leib. Lichtspiel­haus, Dahnhofstraße:Unter den Dächern von Paris". Astoria-Lichtspiele:Robert und Bertram" (mit Harry Liedtke).

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute 19.30 älhr erstmalige Wiederholung des Schauspiels:Aeidhardt von Gneisenau" unter der Spielleitung von Walter Bäuerle Die Desehung ist dieselbe wie bei der Erstaufsührung. Die Erstausführung hat sich durch zwei Pausen, die aus technischen Gründen einge­legt werden mußten, ziemlich in die Länge gezo­gen Durch weitere technische Vervollkommnung wird bei der heutigen Aufführung nur eine Pause von 15 Minuten eingelegt zu werden brauchen. Ende der Aufführung programmähig. Am Montag, 10. Aovember, findet im Mittwoch- Abonnement das Gastspiel Konrad Drehers mit seinem Ensemble statt. Zur Aufführung gelangt das Dolksstück:Der wundertätige Antonius". Die Gießener werden dies Gastspiel sreudig begrüßen und mit Dreher samt seinen Künstlern ein paar Stunden ungetrübten Genusses verbringen.

- Konzert derAeapolita". Man schreibt uns: Das am Sonntag, 9. Aovember, 16.30 Uhr, in der üniversi ätsaula stattfindende Man- dolinen-Orchester-Konzerl des Ma dolinen- und GitarrenvereinsAeapolita" unter der Leitung des Herrn Hans Sonntag gewinnt dadurch eine besondere Rote, daß zu diesem Konzert die Gi­tarre-Solistin Frl. Luise Walker aus Wien ge­wonnen wurde. (Siehe heutige Anzeige.)

Fam i lienabend der Lukasge- m e i n d e. Kommenden Sonntag wird die Lukas- gemeinde in ihrem Gemeindesaal wieder einen Familienabend veranstalten. Kirchenvorsteher, Reichsbahnamtmann Dörr, wird einen Vortrag halten über das Thema:Das Reisen in der guten alten Zeit". Frau Herta Meyer gedenkt mit Mitgliedern ihrer Gesangschule Lieder von Gluck, Mozart, Hugo Wolf und Schubert zu Gehör zu bringen. Man beachte die heutige Anzeige.

Der Kaufmännische Verein und Ortsgewerbeverein veranstaltet am Mon­tag, 10. Aovember, in der Aula einen Lichtbilder- Vortragsadend, der in das schrne Riesengebirge führen wird. Der Vortrag wird so schreibt man uns in Gestalt einer lebendigen Reise­

Deutsche Volkspartei. Man berichtet unS: Am Montag fand die erste Winterversamm­lung des Frauenausschusses der DDP. statt. Herr Oberreallehrer Appel berichtete eingehend über die Sitzung des Landesausschusses der DDP. am 12. Oktober in Darmstadt. 3m Mittelpunkt der Tagung stand die Rede des Reichstagsabgeord­neten D i n g e l d e y. Anknüpfend an den Be­richt über den Landesausschuß sprach Frau Ab­geordnete Birnbaum über die Tagung der Eüdwestdeutschen Arbeitsgemeinschaft der DDP. am 19. Oktober in Bensheim, auf der Abgeord­neter D i n g e l d e y nach klarer Darlegung der letzten Vorgänge im Reichstag für die Unter­stützung der Regierung Brüning cingctreten war bei scharfer Ablehnung aller sozialistischen Ver­suche, das Finanzprogramm zu verwässern. Aach- dem die Rednerin noch die wichtigsten polittschen Geschehnisse der letzten Zeit berührt hatte, be­tonte sie zum Schluß, daß das deutsche Volk um so mehr auf die auch im Ausland für nötig erachtete Revision des Versailler Diktats und des Voungplans hoffen dürfe, je einiger und geschloffener es feine berechttgten Forderun­gen vertrete I An die interessanten Ausführungen der beiden Redner schloß sich eine sehr angeregte Aussprache an, die von dem lebhaften Inter­esse der Zuhörer zeugte.

Nationalsozialistische Versamm­lung. In einer sehr gut besuchten öffentlichen Versammlung, die von der Aattonalsozialisttschen Deutschen Arbeiterpartei auf Mittwochabend in den Saal des Cas6 Leib einberufen war, sprach Oberstleutnant a. D. A h l e m a n n In gut zwei­stündiger Rede über die politischen Ziele deo Aaiionalsozialislen im heutigen Staat und für die deutsche Neugestaltung. Der Redner übte unter Heranziehung zahlreicher unliebsamer Erscheinun­gen im Verlaufe deS letzten Jahrzehntes ein­gehende Kritik an dem gegenwärtigen polittschen System. Er betonte dabei u. a die Aationalsozia- listen bekämpften nicht die Republik; toenn_ da- deutsche Volksleben sich gesund entwickeln könne, möge die Republik ruhig bestehen bleiben. Der Kampf der Aationalsozialisten gelte den 3er» setzungS- und Korruptionserscheinungen, die sich unter dem gegenwärtigen System auf vielen Ge­bieten des offenllichen Lebens beincrE.ar machten. In diesem Zusammenhänge beschästtgte sich der Redner scharf kritisierend mit der Besetzung von Deamtenstellen lediglich nach parteipolitischen Ge» sich.spunkten, mit den Fällen Barmat, Kuttsker, Eklarek. Böß usw., mit der vielfach zutage treten­den Vergeudung öfsenllicher Gelder durch völlig unnötigen, oder weit übertriebenen Aufwand, und er kam dabei zu dem Schluß, daß für alle diese Dinge das heutige politische System in vollem Aus­maß mit der Verantwortung belastet werden müsse. Dann polemisierte der Re. ner in längeren Aus üb­rungen geg n daS Bank- und B rjen.apital, wo ei er den bekannten nationalsozialistischen Stand­punkt mit großer Entschiedenheck entwickelte, ferner besprach er die finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen des Dawes- und des Voungplanes, legte den Standpunkt seiner Partei gegenüber der deutschen Außenpolitik und der Gesamtpolittk deS Kabinetts Brüning dar und hob dabei hervor, daß du ch daS Erscheinen der 107 nationalsozialistischen Abgeordneten im Reichstage außenpolitisch die gesamte Lage völlig verändert worden sei. Weiter beschäftigte sich der Redner kurz mit dem Leipziger Reichswehr­prozeß, wobei er den verurtellten Offizieren wärmste Sympathie darbrachte und spätere Wie­derverwendung im Heere nach Erlangung der Macht durch oieAattonalsoziattsten zusagte. Sodann toanate er sich einer kurzen Betrachtung des Geisteskampfes im Leben der Völker zu, wobei er entschiedenste Willensbildung und stärksten Fana­tismus bei der Vertretung der nationalsoziallsti- schen Meinung forderte und diejenigen als Männer der deutschen Freiheit feierte, die sich in der Gefolgschaft Adolf Hitlers befinden. Zum Schlüsse sprach er noch kurz über die national­sozialistische Auffassung vom Staate und stellte dabei, mit einer Huldigung für Adolf Hitler, den Gedanken des Füyrertums scharf in den Vordergrund. Dem Redner wurde starker Beifall gezollt. Die Versammlung verlief ohne jede Störung.

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. Streben, sich in der Volksgemeinschaft tätig auS- toeit wirken, ließen ihn von früh an in der Führung ^eutschenTurnerschaft hrvortretei. Von früher Och an Turner er turnte schon als Schüler Sangen, war er überall, wohin ihn sein tn Siegen, Gera und Frankfurt

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