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wurde nicht nur das Schicksal der Reichsdeutschen und Deutschösterreicher besiegelt, sondern es trat auch für die Auslanddeutschen ein Wendepunkt in der Entwicklung ein, soweit nicht schon Krieg und Revolution die gleichmäßige Entwicklung unterbrochen hatte.

In Rord und Süd, in West und Ost fetzte em systematischer Kampf ein gegen alles, was deutsch war und hieß. In der Tschechoslowalei, in Polen, in Italien, in Jugoslawien, in Litauen undDäne- mcrk setzte eine Bekämpfung des Deutschtums ein, die oft Formen annahm, die europäischer Kultur- Nationen nicht würdig waren.

Rot schließt zusammen, ilnb wenn totr das leider nicht für das deutsche Mutterland sagen können, so gilt das doch in großen Ausmaßen für das Auslanddeutschtum. Uebera'I wo Deutsche wohnten, sei es an den Reichsgrenzen (Sudeten­länder, Memelland) oder inmitten fremder Boller (Siebenbürgen, Banat) oder sei es in Streusrede- lunqen und Städten (Altpolen, Baltikum Sud­ruhland) erwachte der Kampfeswille für das Deutschtum. Dom Kaukasus bis an die G'.der, vom Strand der Düna bis nach Südtirol steht die feste Front des Grenz- und Auslanddeutschtums, nicht durch Verträge und Kampsp'äne m.t inander verbunden, sondern geeint in dem unerschütte^ lichen Willen, deutsch zu erhalten, was deutsch war und ist.

Dieser Kampfeswille muhte in besonders star­kem Maße die ouslanddeutsche akademische Ju­gend ergreifen, die doch in den meisten Fällen dazu bestimmt ist, das politische und geistige Führertum ihrer auslanddeutschen Heimat zu vertreten. Schon vor dem Kriege studierten viele Auslanddeutsche an Deutschlands hohen Schulen. Meistens wurden sie von den Reichsdeutschen als Ausländer betrachtet. Aber gerade diese Men­schen waren es, die das geistige Band zwischen ihrer Heimat und dem deutschen Mutterlande bildeten und dazu beitrugen, daß das Ausland­deutschtum der deutschen Kultur erhalten blieb.

Besonders stark setzte der Zuzug zu den deut­schen Hochschulen in der Rachkriegszcit ein, und heute studieren nahezu 2000 Auslanddeutsche in Deutschland. Richt allen ouslanddeutsäien Akade­mikern ist es vergönnt, ihre akademische Bildung in Deutschland zu empfangen. Dafür müssen diese 2000 im erhöhten Mähe für den Kampf um die deutsche Kultur ausgebildet werden. D. D. A., Schutzbund, Aemter der Studentmschaft und viele andere Institute und Organisationen (Deutsches Auslandinstitut in Stuttgart, das Institut für Rationalitätenprobleme von Dr. M. H. Borm in Berlin-Steglitz u. a.) sorgen für das geistige Rüstzeug des jungen Auslanddeutschen. Doch von besonderer Wichtigkeit ist die Selbstschulung, wie sie in den Bereinigungen auslanddeut'cher Stu­dierender gepflegt wird. Ihrem Ziele suchen die Vereinigungen n'il?erzukommen durch systema­tische Einführung ihrer Mitglieder in die Kunde vom Grenz- und Auslanddeutschtum, nicht nur ihrer engeren Heimat, durch öffentliche Veranstal­tungen (Schulungstagungen, Vorträge, Studien­fahrten usw.) um den Gedanken des Ausland­deutschtums im Reiche heimisch zu machen. Mit diesen öffentlichen Veranstaltungen ist Wohl die wichtigste Aufgabe der Vereinigungen neben der Selbstschulung genannt. Der Reichsdeutsche, vor allem die akademische Jugend, soll durch Aus­landdeutsche, die die Verhältnisse ihrer Heimat genau kennen, In die gegenwärtige Lage jenseits der Reichsgrenzen eingcführt w rden. Außerdem pflegen die Vereinigungen s-lbstverständ ich auch die Geselligkeit in engerem Kreise und suchen durch Fühlungnahme mit reichsdeutschen Stu­denten und Professoren persönliche Beziehungen zu knüpfen.

Daneben ist in den Vereinigungen in der heu- tigeil Zeit der Rot auch die Aufgabe zugefallen, ihren Mitgliedern auch in dieser Hinsicht zur Seite zu stehen. Viele Auslanddeutsche, die in Deutschland studieren, befinden sich in großer wirtschaftlicher Rotlage, und da war es einer der Hauptverdienste der Vereinigungen ausland- deutscher Studierender und ihres Zentralver­bandes, dah sie erreichten, daß sowohl in bezug auf Stipendien, als auch in sonstiger Hinsicht (Vergünstigungen der Wirtschaftslör er. Kolleg- aelderlaß) die auslanddeutschen Studenten den Reichsdeutschen gleichgestellt wurden.

Wenn man die Arbeit sowohl der einzelnen Vereinigungen als auch des Zentralverbandes verfolgt, so sieht man, daß auf den vorgeschrie­benen Bahnen rüstig vorwärts grschr'tten wird.

Die Vereinigungen auslanddeutscher Studie­render an Deutschlands hohen Schulen tragen in starkem Maße dazu bei, enge Bande zwischen austanddeutfcher Heimat und deutschem Mutter­lande zu knüpfen.

Wirtschaft.

Zur Börsenlage.

Die deutschen Wertpapierbörsen haben nach einer vorübergehenden leichten Belebung des Geschäftes das Jahr 1929 so ziemlich mit den niedrigsten Kursen abgeschlossen. Die De­pression ist, wie in einem Bericht der Berliner Handelsgesellschaft ausgeführt wird, um so schwe­rer fühlbar gewesen, als es sich hier nicht um eine plötzlich auftretende Krisis, sondern um ein sich durch viele Monate hinziehendes Absinken der Kurse gehandelt hat. Es ist zu verstehen, dah eine solche Entwicklung nach und nach zu einem Grad der Entmutigung führen mußte, der nicht nur für den Geld- und Kapitalmarkt, son­dern auch für die gesamte deutsche Wirtschaft unerfreuliche Folgen auslöste. Zunächst ist fest­zustellen, daß der Aktienindex während des Jahres 1929 erheblich stärker gesunken ist, als der Index der festverzinslichen Werte. Rimmt man den Kursstand der beiden Kategorien vom 31. Dezember 1928 gleich 100, so sind die festver­zinslichen Werte auf 95 zurückgegangen, während die Aktien in der gleichen Zeit eine Verschlechte­rung auf etwa 11 aufzuweisen hatten. Was den Anleiheindex anbetrifft, so kann man hier von einer natürlichen Anpassung an die Verhältnisse des Geldmarktes sprechen. Die im Laufe des Jahres zutage getretene Verknappung des Geldmarktes mußte sich unmittelbar auf den Kursstand der festverzinslichen Werte auswirken. Mag man den Kursstand der festverzinslichen Werte demnach geldmarkttechnisch erklärlich fin­den, so bleibt doch die Tatsache bestehen, daß das Ertragnis dieser Werte, an internationalen Maß­stäben gemessen, zur Zeit außerordentlich hoch ist. Bei den deutschen Aktien liegt die Rendite nicht ganz so hoch wie bei den Renten­werten. Sie errechnet sich für Ende Rovember 1929 für die an der Berliner Börse geführten Aktien bei einem Rominalkapital von annähernd 11 Milliarden Mk. und einem Kurswert von nicht ganz 14 Milliarden Mk. auf etwas über 6,5 v. H. Immerhin ist dieses Erträgnis, mit internationalen Zahlen verglichen, auch recht hoch, zumal bekanntlich ein Teil der kleineren Industrie­unternehmungen auf die Ausschüttung einer Di­vidende überhaupt verzichten muhte. Bei den größeren Gesellschaften hat demnach die Rentabilität zweifellos noch oberhalb des er­rechneten Durchschnittes von über 6,5 v. H. ge­legen. Ein Erträgnis von 1 bis 8 v. H. bedeutet auf den Kurswert gerechnet bei erstklassigen Ak­tien keine Ausnahme mehr. Um den niedrigen Kursstand wieder zu heben, muh, abgesehen von einer Besserung der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, neben einer ausreichenden Kapitalneubil­dung vor allem eine Wiederherstellung des Ve r trauens der deutschen Kapi­talisten zu den deutschen Effekten an- gestrebt werden. Kapitalneubildung und Ver­trauen hängen ganz wesentlich von der Hohe der steuerlichen Belastung, wie auch von der Art der Handhabung der Steuergesetzgebung ab. Wenn die augenblicklich tagende Haager Konferenz zu einer Klärung der Rep a r a t i on sf r a g e führt, so dürften auch die allgemeinen Voraus­setzungen für eine freundlichere Entwick­lung der Dorfenlage geschaffen werden. Letzten Endes wird aber auch die Gestaltung der ausländischen Kapitalmärkte und ihre Ein­stellung gegenüber Deutschland von großer Be­deutung fein. Eine Entspannung der in­ternationalen Geldverhältnisse ist zur Zeit unverkennbar, und es kann die Hoffnung auf eine baldige Wiederaufnahme der Emissions­tätigkeit an den führenden Plätzen ausgesprochen werden.

Schweinemarkt in Gießen.

Zum heutigen Schweinemarkt in Gießen waren infolge des schlechten Wetters nur 84 Ferkel aufgetrieben. Der Handel, anfangs etwas ruhig, lebte später wieder auf, so daß fein Ueberftanö verblieb. Cs kosteten Ferkel, bis 6 Wochen alt, 30 bis 35 Mk., 6 bis 8 Wochen alt 35 bis 40 Mark, 8 bis 13 Wochen alt 42 bis 48 Mk. Erst­klassige Ware war gesucht und erbrachte Preise über Rotiz.

* Die amtliche Großhandelsindex- ziffer im Monatsdurchschnitt De­zember 1 9 2 9. Die für den Monatsdurch­schnitt Dezember berechnete Großhandelsindex- ziffer des Statistischen Reichsamts ist von 135,5 im Vormonat auf 134,3 oder um 0,9 Prozent ge­

sunken. Die Indexziffern für die Hauptgruppen stellten sich für Agrarstofse auf 126,2 (Rovember 128,4), für Kolonialwaren auf 115,0 (120,1), für industrielle Rohstoffe und Halbwaren auf 129,3 (129,9) und für industrielle Fertigwaren auf 153,2 (153,5).

* Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 100) stellt sich für die Woche vom 30. Dezember 1929 bis 4. Januar 1930 auf 115,5 gegenüber 113,8 in der Vorwoche.

' Deutsche Gold- und Silberscheide- an st alt, borm. Roehler, Frankfurt a. M. Die G.-V. genehmigte den bereits mit- geteilten Abschluß mit 10 (9) Prozent Dividende auf die Stammaktien. Die Dividende habe man, wie die Verwaltung mitteilte, bisher stets aus dem laufenden Gewinn bestritten. Der Geschäfts­gang im laufenden Jahr sei bisher befriedigend gewesen. Angaben über die weitere Entwicklung seien nicht möglich, doch neige man einer opti­mistischen Beurteilung der Zukunftsaussichten zu.

* Zahlungsschwierigkeiten einer Frankfurter Schuhfabrik. LautFrank­furter Zeitung" hat die Patos Schuhfabrik A.-G. in Frankfurt a. M. Antrag auf gerichtliches Ver­gleichsverfahren gestellt. Die Passiven betragen etwa 1 Million Mark, die Aktiven etwa 870 000 Mark. Für die Fabrik sei ein Interessent vor­handen, so daß, wenn sich diese Verhandlungen realisieren, für die Gläubiger vielleicht 70 bis 75 Prozent zu erwarten seien.

* Zuckerfabrik Rheingau , A. - G., Worms. Die am 6. d. M. unter dem Vorsitz des Direktors Dr.-Ing. ehrenhalber Dr. See- liger abgehaltene o. G.-V. genehmigte die Bi­lanz für das Geschäftsjahr 1928/29 und die Ver­teilung einer Dividende von 9 Prozent auf das Aktienkapital.

* Süddeutsche Zucker-A.-G. Mann­heim. In der gestern unter dem Vorsitz des Geheimrats Dr. Zapf abgeheltenen o. G.-V. wurde die Bilanz für das Geschäftsjahr 1928 29 ge­nehmigt und insbesondere die Verteilung einer Dividende von 12 v. H. auf die Stamm- und 7 v. H. auf die Vorzugsaktien beschlossen.

frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 8. Ian. Tendenz: freund­lich. Auch heute war die Stimmung an der Börse' unvermind er t freundlich, das Geschäft bewegte sich aber in kleinem Rahmen da, obwohl die Lage im Haag immer noch gün­stig beurteilt wird, jetzt die Verhandlungen in ein kritischeres Stadium zu treten scheinen und somit eine gewisse Zurückhaltung auslösen. Auf­träge waren wieder nur in ganz geringem Um­fange festzustellen. Sonstige Anregungen waren ebenfalls kaum vorhanden: nur die günstigen Geldmarktverhältnisse fanden weiter Beachtung. Am Montanmarkt war die Umsahtätigkeit weiter etwas lebhafter. Das Ausland schritt hier ver­einzelt zu einigen Deckungen. Führend waren hier Klöckner, die 2,5 Prozent höher eröffneten. Mannesmann, Rheinstahl, Gelsenkirchen und Phönix lagen bis zu 1,5 Prozent fester. Am Elektromarkt waren AEG. vernachlässigt und leicht nachgebend, dagegen konnten Licht & Kraft und Lahmeyer hervor treten und bis zu 1 Proz. gewinnen. (Siemens leicht gedrückt. Stärker her- vortreten konnten noch von internationalen Wer­ten Svenska mit plus 6 Mark auf angeblich englische Arbitragekäufe. Von Kunstseidewerten waren Aku wieder etwas gesucht und 2 Prozent gebessert. Chemiewerte waren nur wenig ver­ändert. Eine Ausnahme machten Frankfurter Ma­schinen. Metallgesellschaft. Zement Heidelberg und Wayß & Freitag, die bis zu 1.5 Prozent ein­büßten. Auch Dankwerte lagen durchweg etwas schwächer. Renten still. Ablösung ohne Option etwas gebessert. Im Verlaufe wurde das Ge­schäft still: nur Montanaktien und Deutsche Erd­öl waren etwas gesucht und bis 1 Prozent ge­gen Anfang fester. Am Geldmarkt war Tages­geld mit 5.5 Prozent etwas ermäßigt. Am De­visenmarkt lag das Pfund etwas schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1893, gegen Pfund 20 39, London gegen Kabel 4 8703, gegen Paris 123 90, gegen Mailand 9312, gegen Madrid 37,95. gegen Schweiz 25,1260, gegen Holland 12,0850.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 8. Dez. Am heutigen Produktenmarkt war die Tendenz flau, da die schwächeren Auslandnotierungen verstimmten. Gedrückt lagen alle Getreidesorten, nur am Fut-

. termittelmarkt zeigte sich Roggenkleie behauptet. Etwas Rachfrage bestand für Weizenmehl, bei unveränderten Preisen. Es wurden notiert: Wei­zen 26,50 bis 26,75; Roggen 18.50 bis 18,75; Sommergerste für Drauzwecke 20 bis 20,25; Hafer, inländischer 17,75 bis 18; Mais (gelb) 15,75; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 39,75 bis 40,25; Roggenmehl 26,75 bis 27,75; Weizen­kleie 9,15; Roggenkleie 9,50. Tendenz: flau.

Frankfurter Pferdemarkt.

Frankfurt a. M., 7. Jan. Der hiesige Pferdemarkt war nicht nur seitens der Landwirtschaft äußerst zahlreich besucht, sondern auch viele Aufkäufer größerer Firmen aus dem Rheinland, Holland usw. waren zugegen. Der Auftrieb an Pferden bestand aus rund 500 Tieren. Gehandelt wurden volljährige schwere Arbeitspferde, Tiere norddeutschen Schlages und leichtere Laufpferde. Der Umsatz war zufrieden­stellend. Merkliche Preisschwankungen traten nicht ein, mit Ausnahme von Schlachtpferden, welche in bester Qualität einen Preis bis zu 33,50 Mk.. in zweiter Qualität etwa 28,50 Mk. je 50 Kilo Schlachtgewicht erzielten.

Bücheriisch.

Pipers Kunstkalender 1930 ist vor kurzem erschienen (751); er gibt nicht nur ein Kalendarium für das neue Jahr und er gibt auch mehr als einen illustrierten Derlagskatalog des rühmlich bekannten Kunstverlages R. Piper & Co. in München. Der Hinweis etwa auf die bekannten Piperdrucke oder auf bedeutende kunst­historische Publikationen des Verlags (Dvorak, Meier-Graefe, Worringer- geschieht in einer Form, die den Kalender zu einer schätzenswerten Materialsammlung macht; die guten Reproduk­tionen nach Weäen alter und neuester Kunst (von Lochner und Schongauer bis zu van Gogh und Corinth) werden jeden Kenner und Kunst­freund erfreuen. Ulebrigens ist der Verlag Piper auch literarisch sehr interessiert, wie aus den bekannten Publikationen etwa von Morgenstern, Dostojewsky, Duddho, sowie auch neuerdings von einigen jungen deutschen Autoren hervorgeht.

Wenn dieZeitwende" (Verlag C. H. Beck, München) einen Aufsatz des ehemaligen so'ialdemolratischen Ob:rpri.s denten und jetzigen Führers der Al.sozialisten August Winnig _5>ie Standwerdung des Proletariats" an die Spitz« des soeben beginnenden 6. Jahrgangs stellt, so bekundet sie damit den Wilken, sich ernstlich um die Lösung der Röte unseres Volles zu mühen. Roch ist das Proletariat in Deutschland nicht Stand" im eigentlichen Sinne, denn es ist noch in unfruchtbarer Opposition zu den bürgerlichen Werten befangen, ohne wirklich neue eigene Cffierte dem Leben der Ration eingegliedert zu haben. Aber der Aufsatz schlicht mit den Worten: Wir glauben, Gott will den neuen Stand, und ringen mit. Der von Winnig angeschlagene Ton klingt in den folgenden Beiträgen weiter. Hel- muth Schreiner, selbst seit Jahren in der Für­sorgeerziehung tätig, äußert sich zur Schicksals­frage der Pädagogik, wie sie etwa die Bücher P. M. Lampels und ihr Echo in der Öffentlich­keit aufbrechen ließen. Aus seinen Einführungen spricht das Ethos des leidenschaftlichen Er­ziehers; die Lösung, die er sucht, liegt in der Richtung einer starken und freien Gläubigkeit. Es folgt ein Aussatz, dessen Thema mit dem des Leitaullatzes zusammenllingt, denn er führt ur.8 tief ein in Werden und Wesen der sozialen Frage und des modernen Kapitalismus:Die Wurzeln des amerikanischen Radikalismus und der amerikanischen PH lanthrop'.e" vonIcha n?s Schattenmann. Diese Untersuchung ist nicht nur aktuell, sondern auch wissenschaftlich bed.utend: sie beruht auf sorgsamen Quellenstudien in den Vereinigten Staaten.

Letzte Nachrichten.

Schießerei mit tödlichem Au^ng.

O f f e n b a d), 8. Ian. (ZU. Drahtbericht.) Gestern abend hat der Werkmeister Julius Schäfer den Kaufmann Senjon S totfchewsky, der In Offen- bach ein kleines Rafierapparategeschäft betrieb, er­schossen. Schäfer, der von Slotfchewsky Geld zu bekommen Halle, verlangte dieses gestern abend, hierauf kam es zu einer Auseinandersetzung. Slotfchewsky soll in deren verlauf einen Totschläger ergriffen haben, worauf Schäfer aus einer Selbst- ladepiskole Schüste abgab, von denen einer tödlich war. Slotfchewsky erhielt einen Herzschuß und war auf der Stelle tot.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die hohe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 o h., Lombardzinsfuß 8 v. h.

Frankfurt a 9.0

Berlin

rdruB- «kure

-Ut> Kur

Schlub Rur<

Aniang, fiuto

Datum

7 1

8- 1

7 .

8 1

6eo Stu lche et. id)eanieu#t ron 1P27 .......

87,4

_

87,5

_

7% Deutsche Reichkanleihe

von 1929 .........

96,75

96.75

Dl. Üni.-2i6lö|.-Gd)ulo mtt Au-

50

50.1

50.1

Tesol. r[)tu AuSlos Rechte 8% He«. BolMaat von 1929

2,65

7,7

7.65

7,75

trückzahlb. 102%) ....

Cberbelfcn Provinz - Anleihe mit

87

Hluolos.-Nechten . ...

46

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1......

8% Franks. Hnp.-Bank Goldpse

47

-

47,25

-

XIII unkündbar bis 1034 .

6,5

7% grants. Hvp.-Bank Goldpse

unkündbar bla 1932 .....

*¥1% Rhcinilche Hyp.-Bank

82

tilqu. Goldvie........

8% Pr. LandcSpsandbrtcfanftalt

81

-

Psandbrielc R. 17.....

8% Pr. LanvcapfanvbrlcsanstaU

97

97

Koinm.-Lbl. R 16.....

95

*

94,5

_

7% Pr. Landesvlandbricsanltolt,

Psandbricsc R. 10

O.C.O. abg. vor triezt-Obligation

8,5

88,5

rückzahlbar 1932 . . .

86,5

-

4% OeNerrrichtlche dolbrte

24,25

_

_

4,20% Oeilcrr. SUbetti- 4% veslerreichilche Einheitliche

2,6

2,7

Rente..........

4% Ungarische ®olbtie.. . .

1.9

_

21.9

21,8

_

4% Ungarische S>aat«r. o 1910

19,5

19,65

19,75

4h% uegL von 1913 . . .

21,13

4% Unqatlldie fltoncnrte.. .

1,95

1.95

_

4% türt. Lollaolclhe v. 1911 .

4% Türkische Bagoadbahn-An

7.25

7,5

7,4

7.6

Serie I.....

7,4

7,4

7,6

4% Mol. S»rie II

6% Rumänische vereinh. Rente

7,4

7,4

7,6

von 10U3 . . . .

*Vi% in nnflnHdir vereinh. Rente

8,85

8,95

von 1913 .......

14,25

14,3

4% Rumänische vereinh. u.eme .

7,15

7,2

-

^Tonffurt a w

Berit.

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Schluß 1 An lang- Rur: flur

Damm

7 1

8 1

7 1

8 1

Hamburg-Amerika Paket <

Hamb. Südam Dampssch. . t- Hama Dtrm t sl hiss.....K

Norddeutscher Lloyd.....

Allg DeulicheEredilanL . . 1'

Barmer Bankverein .... 1«

Berliner Hanveisgelellsch. . . 1.

Eommerz- und Privat-Bank .

Darmst. u. Rakionalbanl . 1

Deunche Bank......1

Dieconto-iSeleUschast, Aut. . 1>

Dresdner Bank......1

ReichSbam.......i

A.S.S......

Bergmann . .

Elcltr. LieserungSgelelllchast 1>

Licht und Krast n

stellen 4 Builleaume. ... TY,

Gei. s Bellt. Untern.. ... io

Hamb viel r »Werke .... 1

Rhein Elel:r........;

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Siemen« 4 Hauke.....16

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Lahmeyer 4 So. .... . 10

Buderus ........ 5

Deutiche Erddl.......e

Cliener Steinkohle ...... t-

Gelienkirchener ....... 8

Harpener......... 0

Hoeich Eilen........6Yt

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KlScknerwerke ....... fiöin-9kufllen .... 7

Mannesmann -Rühren ... 7 i)ian#icioci Bergbau......

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Phünir Bergbau......6H

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Wbctnflohi ....... 6

Rleveck Montan......7,4

96,25

95,25

117,25 118,75 176,25

148.5

226.5

143,75 143,75 144.25

280

157,5

148 114 150

276

160

65

133

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222,5

94

95,4

103,25 250

109,5

118.75

148

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143 25

280

157

149

175,5

160,75

65

95.5

134

6.4

97

104,25

111

9b.25

176 144 5 95.25 117,75 118.75 175.75

148

226 143.5 143.5 144,25 280,5

157,13

160

150 114 25 150,5

129

146,5 174,75

275

161.5

64,25 r4,5

135

133 143

111

222,25

64.5

109 95.65 106.9 72-25

93.5

103

249

109,5

96,6

175,5

96

117,5

118.75

176

225 143,75 143.25

279,5

156,5

206

149,75 128.5

137

175

275

65.75

95,4

134.5

133

144

112-5

222

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Frankfurt a M

Berlin

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Datum

7 1

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8- 1

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105,25

_

105,25

55

105.5

54,75

Rai werke AicherSIeden . . . i

188

188

Ra werke iSelleregeln ... 10

197.5

197

ftai aici e Satrdenurlv . 15

316

317,5

317,5

st ® starben-Industtie... 12

172,65

172,75

172,5

172.25

Dynamit Nobel.......6

81

80.5

Ccheideam'tali........ 'J

150,5

Goldichmidt ........ 5

64,5

64,4

Rlugerswetke ........ 6

70

69.65

69.75

MetaUgetelllchaft......8

115,5

115

116

116

PHUlpo Hoi,mann .... 7

83.5

84,5

fernen werk Heidelberg ... 10

113,5

113

Cementwerk ikarlktadt ... 10

itoaoB 4 str. 6 ag .... 8

75,5

74

75

Schultbet» Parenyoser ... 15

274-5

264

Ostwerke ........12

212,25

202,5

Ber. Gian,Ikoss..... 18

Bemberg.........14

136

136

142

Heliftofi Waldhos .... 13%

184,5

185

184

183 25

Helllicht Alchass.nbura ... .2

Charlottenburger Pichler ... 8

134,5

-

94

94

Deitauer Gas .....8

149

148.5

Daimler Motoren . ..... O

35,5

35,65

35,25

Deutsche Linoleum.....

236

236.5

236,5

235

Maschinenbau Ll.-G. ..... O

45

45,25

/I ri». r Hl 0 c .....0

uuow. Veeiu .....IC

*

Nar Automobil . . ..... f

17.9

Oreaktein S Roppd.....6

69

68.5

i'-onh' lieh ...... 10

157

SvenSko

317

326

317

326

stranki MmchrneN ...... 4

42,5

42

43

_

Grihner .......6

52

54

Heyltgenftacdt .......u

stungyan». . . ......6

öechwerke. 8

Mainlraiiwerle HSchN a. DL 8

3,25

46,5

47,13

103,5

Miag. 10

Gebe. Roeder..... . 10

129,5

104

128,5

127,5

Lotg: ck Haesfner......!)

222,25

222

_

SLdv- üuckcr ....... 10

162

Vanknoten.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Berlin, 7. stanuar

Geld

Vries "

Amerikanilche Noten . . .

4,169

4,189

Belghche Noten ......

58,25

58,49

Dänische Noten ........

111,85

112,29

Englische Noten . .......

20,37

20,45

stranzolische Noten..... .

16,44

16,50

Holländische Noten .......

168,60

169,28

Italienische Noten........

21,84

21,92

Norwegische Noten ......

111,78

112,22

Deunch-Oelterreich, i 100 Schilling

58,73

58,97

Rumänische Noten ......

2,465

2,485

Schwedische Noten ......

112,28

112,72

Schwerer Noten . ......

81,18

81,50

Spanische Noten .....

54.14

54,36

Tlchechotlowakische Noten.....

12,33

12,39

Ungarische Noten .....

73.0

73,35

7- Januar

8 Januar

Ämtltcho Notierung

timtlldie

Notierung

wetr

-orte)

Gelt

Brt 1

Wmit.-'Jtou

168,82

169,16

168,65

168,99

Buen-'AireS

1 696

1,700

1,686

1.690

Brsi.-Ankw

58,415

58,535

58,35

58.47

(shnstiania

112,01

112,23

111.89

112,11

flopenbaacn

112,07

112,29

111,96

112.18

Stockholm

112,39

112,61

112,28

112,50

HellmgrorS-

10,513

10,535

10.507

10,527

(ktalien. . .

London. . .

21.90

21,94

21,98

21,93

20,397

20.437

20-38

20 42

Neuyork . .

Paris....

1,1855

4.1935

4,184

4.192

16,46

16,50

16.445

16,488

Schwei» ..

81,21

81,37

81.12

81.28

Svailien -

54,20

54,30

53,20

53.30

Sacnn . . .

2,055

2,059

2,055

2,059

'Mio de fttm Wien in D--

,441

0,443

0.441

0,443

Ceft. aboeft

58,395

59,015

58,86

58,98

Prag .

12.381

12,401

12.38

12.40

Belirad

7,418

7,432

7,405

7,419

Pudav.'il - Buk arien

73,27

73 41

73,225

73,265

3,027

3,033

3.027

3,033

l'tffabon

13,83

18,87

18.81

18.85

Danzig. . . Ronft .nttn.

81,57

1,978

81,73

1,982

31,49

1.988

81.65

1,992

Athen. . .

5.435

5,445

5.435

5,445

Tanada

4,140

4,148

4,140

4.148

Hm aaO

3.876

3,384

3.876

3,884

Lmro . . -

20,92

20,96

20,90

20,84