Nr. 286 viertes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Samstag, 6. Dezember (930
Wirtschaft.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
-Zu Beginn der Woche war die Tendenz an der Börse etwas fester. Nachdem der Ultimo ohne Reibungen überwunden werden konnte, schritt die Spekulation in etwas größerem Ausmaße zu Neuengagements, zumal auch vereinzelte Aufträge vorgelegen hatten. Das Geschäft war aber nicht gerade sehr umfangreich und beschränkte sich in erster Linie auf einige Spezialgruppen. Es ergaben sich teilweise beträchtlichere Rursbesserungen. Die Kurse waren jedoch bald wieder etwas schwächer, nachdem die Deckungen nachgelassen hatten. Verstimmend wirkten vor allem wieder schwächere Auslandbörsen. Material kam jedoch in größerem Umfange nicht heraus, so daß die Verluste von nicht allzu großer Bedeutung waren. Einige Lpezialpapiere waren auch weiterhin gefragt. Die Grundtendenz bewies ihre Widerstandskraft. Als günstig gewertet wurden die Zunahme der Spareinlagen im Reiche und die Möglichkeit, daß die neuen Gesetze auch ohne Notverordnung untergebracht werden können. Eine gewisse Zurückhaltung und Vorsicht blieb jedoch bestehen, da man die Abstimmungsergebnisse hierüber abwarten will.
Zum Wochenschluß tonnte sich das Geschäft noch nicht recht entfalten, doch war die Tendenz allgemein freundlicher, wozu vor allem die Ausführungen des Reichsfinanzministcrs im Reichstage beigetragen haben. Die Neuyorker Börse hatte wieder schwache Kurse gemeldet, was aber auf die Tendenz keinen sonderlichen Einfluß auSüben konnte. Die Kulisse verharrte immer noch in ihrer Zurückhaltung, da eine endgültige Bereinigung der innerpolitischen Lage vor Samstag nicht zu erwarten ist. Die allgemeine Lage wurde aber recht zuversichtlich beurteilt.
Bei einem Vergleich der Kurse mit den der vergangenen Woche betrugen die Besserungen von 2 bis zu 7 Proz. Führend waren von internationalen Aktien Cvrnska mit plus 7 Mk. und Harpener mit plus 7 Proz. Deutsche Linoleum waren kaum mehr angeboten. Zeitweise machte sich _ für dieses Papier stärkeres Rück- deckungsbedürsnis geltend, und es trat ein Gewinn von 7*/z Proz. ein. Mehr im Vordergrund standen noch Salzdetfurth mit plus 81 '2 Proz., Westeregeln mit plus 6* 3 Proz., Siemens und Schuckert mit je plus 51, t Proz., Mannesmann mit plus 4’/g Proz., Aschersleben mit plus 6 Proz., Felten mit plus 5 Proz., Deutsche Erdöl mit plus 5'/, Proz., Schiffahrtswerte mit plus 4 Proz., und vor allem Reichsbankanteile mit plus 14 Proz. Letztere sollen von Auslandseite stärker gesucht gewesen sein.
Am Pfandbriefmarkt war das Geschäft im allgemeinen still. Teilweise konnten sich auch hier kleine Besserungen ergeben. Am R e n - tenmarkt lagen von deutschen Anleihen Altbesitz bedrückt, während sich Neubcsih und Schutzgebiete etwas erholen konnten. Auch die Pounganleihc hatte wieder eine Aufwärts- bcw^gung zu verzeichnen. Von Aus'ändcrn bestand für Mexikaner Interesse. Am Devisenmarkt lag die Mark fest. Devisen waren eher ongeboten und schwächer.
Wochenbericht
vom frankfurter Produktenmarkt.
Am Frankfurter Getreidemarkt bewegte sich das Geschäft weiterhin in engen Grenzen, und nur für Futtermittel erhielt sich in Anbetracht dec kalten Witterung, die eine verstärkte Etallfüttc- rung bedingt, das Intcreffe.
Roggen stand in dieser Woche im Vordergründe des Interesses. Der Deimischungszwang von Roggenmehl zu Weizenmehl lieh eine etwas größere Amsahtätigkeit aufkommen, an der sich namentlich die niederrheinischen Mühlen etwas mehr beteiligten. Auch von süddeutschen Mühlen wurden einige kleine Käufe vorgenommen, so daß Zegen die Vorwoche «ine Erhöhung des Preises um 5 Mk. per Tonne eintrat. Weizen blieb Von den Ereignissen an den anderen Märkten vollkommen unbeeinflußt. Das Geschäft war äußerst schleppend. Gegen die Vorwoche gab der Preis um l’/s Mark per Tonne nach. Auslandweizen wurde nur in ganz feinen Qualitäten verschiedentlich etwas gekauft.
Etwas mehr Nachfrage stellte sich für Brau- und Industriegerste ein, da im Hinblick auf die Zollerhöhung sich die Brauereien etwas mehr eindeckten. Die Preisbefferungen betrugen 3 bis 5 Mark per Tonne. Auch Hafer wurde von der Bewegung etwas mitgezogen und konnte sich um 2,50 Mark per Tonne bessern.
Am Mehlmarkt lag Weizenmehl weiter sehr still. Trotz der Ermäßigung um 25 Pf. per Doppelzentner durch die Großmühlen konnte sich kaum Geschäft entwickeln. Die Forderungen der zweiten Hand bewegten sich um 0,50 bis 0,75 Mk. unter den Grohmühlenpreisen. Trotzdem die Preisspanne nicht unbedeutend ist, blieben die ilmfätje’ klein. Anders war es bei Roggenmehl. Hier konnte sich ziemlich lebhafter Handel entwickeln, da der bekannte Grund stärker anreg le. Die Forderungen lauteten l'/r Proz. höher.
Fest lagen auch Futtermittel, besonders Weizenkleie konnte sich erneut stärker befestigen. Rogsenkleie war nur weniger befestigt. Auch für andere Mühlenfabrikate, wie Soyafchrot, Biertreber, Malzkeime, Trockenschnihel und Qelkuchen erhielt sich die festere Stimmung. Weizenkleie gewann erneut 1,25 Mk., Roggenkleie 0,50 Mk. Rauhfuttermittel wurden kaum beeinflußt. Hül- fenfrüchte und Kartoffeln unverändert.
Am Weltmarkt ist die Lage nach wie vor recht unsicher, und nur lediglich das Aufhören der russischen Dumpingverkäufe ließ die Preise ziemlich unverändert notieren.
Die Woche schloß zu folgenden Notierungen in Mark (für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilogramm): Weizen (Hektolitergewicht 74 Kilogramm) 265, Roggen (Hektolitergewicht 70 bis 71 Kilogramm) 175, Sommergerste für Vrauzwecke 203 bis 215, Hafer (inl.) 155 bis 160, Weizenmehl, südd. 40,75 bis 42, do. niederrhein. 40,75 bis 41,75, Roggenmehl 27 bis 28, Weizenkleie 9,25 bis 9,50, Roggenkleie 8,75.
Wochenbericht vom frankfurter Schlachtviehmarkt.
Die Preisrückgänge der vergangenen Woche setzten sich nur noch zum Teil weiter fort. Das Geschäft bewegte sich wiederum in sehr engen Grenzen, da die bekannten Gründe weiter auf die Stimmung drückten. Der Auftrieb war teilweise wieder recht groß, so bei Schweinen. Der Handel war denn naturgemäß auch sehr schleppend. Die Preise lagen gegen die Vorwoche bis 2 Mark niedriger. Auf dem Rindermarkt war der Umsatz ebenfalls sehr klein, doch wurde der Marit nahezu geräumt. Größere Preisnachlässe hatten Kühe, die in den unteren Gattungen bis zu 3 Mark einbüßten. Bullen gaben 1 bis 2 Mark, Färsen und Ochsen je 1 Mark nach. Am K ä l b e r m a r k t machte sich nach den Rückschlägen der letzten Woche eine gewisse Reaktion bemerkbar. Allerdings muß man berücksichtigen, daß der Auftrieb erheblich geringer als in der Vorwoche war. Der Handel war jedoch auch hier ziemlich ruhig. Immerhin stellten sich, namentlich in den unteren Gattungen, Preisbesserungen bis zu 7 Mark ein, während beste und mittlere Tiere 1 bis 2 Mark anziehen konnten. Am S ch a f m a r k t machte sich der immer geringer werdende Auftrieb bemerkbar. Die Preise liegen hier, gegenüber den anderen Gattungen, auch in letzter Zeit immer sehr stabil, und konnten sich in dieser Woche weiter leicht bessern.
Der Gesamtauftrieb bestand aus 1543 Rindern, darunter befanden sich 251 Ochsen, 105 Bullen, 468 Kühe und 390 Färsen, ferner aus 1166 Kälbern, 376 Schafen und 6001 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Woche waren 92 Rinder und 651 Schweine mehr am Markt, dagegen standen 327 Kälber und 80 Schafe weniger zum Verkauf.
Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 53 bis 55, a2) 48 bis 52, bl) 42 bis 47. Bullen a) 50 bis 54, b) 46 bis 49. Kühe a) 40 bis 45, b) 35 bis 39, c) 30 bis 34, d) 25 bis 29. Färsen a) 53 bis 55, b) 48 bis 52,
c) 42 bis 47. Kälber b) 66 bis 71, c) 61 bis 65,
d) 55 bis 60. Schafe al) 45 bis 48. b) 38 bis 44,
c) 30 bis 37. Schweine a) 60 bis 62, b) 61 bis 63,
c) 62 bis 64, d) 61 bis 63, e) 58 bis 60.
»
• Keine generelle Kündigung der Auswertungshhpotheken der S p ar- kaffen. Der Ausschuß für das Sparkassenwesen
des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes nimmt zu den Aufwertungsschlußgesetzen vom 18. 3uli 1930, insbesondere zu der Frage der Kündigung der Aufwandshypotbeken, folgende Stellung ein: Die Sparkassen sind, um auch von sich aus zur Beruhigung der Wirtschaft beizutragen, als gemeinnützige Anstalten bereit, den Zweck des Gesetzes zu unterstützen, die Fälligkeit der Hypotheken auf einen gewissen Zeitraum zu verteilen. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband empfiehlt deshalb den Sparkassen, von einer allgemeinen Kündigung der Aufwertungshdpotheken zum l.Ianuar 1932 grundsätzlich Abstand zu nehmen. Er geht dabei von der Voraussetzung aus, daß die Fälligkeiten der restlichen Aufwertungsspareinlagen im Vcrordnungswege auf längere Zeiträume verteilt werden.
Frankfurter Vörsc.
Frankfurt a.M., 6. Dez. Tendenz: zurückhaltend. — Die Wochenschlußbörse verkehrte infolge der Zurückhaltung des Inlandes und der eher schwächeren Auslandbörsen in lustloser Hal- t u n g. In Anbetracht der bevorstehenden Abstimmungen in der heutigen Reichstagssitzung verhielt sich die Spekulation sehr reserviert, und da auch wiederum keine Austräge eingetrosfen waren und Anregungen ebenfalls nicht Vorlagen, bewegte sich das Geschäft in engen Grenzen. Die Grund- ftimmung war jedoch nicht unfreundlich und eine gewisse Widerstandsfähigkeit unverkennbar. Man beurteilt die politische Lage etwas ruhiger und rechnet mit einer knappen Regierungsmehrheit. Es wurden daher am Farbenmarkt in J.-G.-Aktien kleine Käufe vorgenommen, und dieses Papier hatte einen Gewinn von 1 v. H. zu verzeichnen. Im übrigen lagen die Kurse nicht ganz einheitlich, blieben jedoch meist gehalten. Am Clektromarkt gaben Siemens auf kleine Abgaben 1 v. S). nach. AEG. konnten sich dagegen um etwa 1 v. H. erholen. An den übrigen Märkten herrschte große Geschäfts st ille, so daß Erstnotierungen kaum zustande kamen. Gut behauptet eröffneten Süddeutsche Zucker, Karstadt, Metallgesellschaft und Bauunternehmungen. Banken lagen um Bruchteile eines Hundertteils niedriger. Bon internationalen Werten erhielt sich für Svenska weiter einiges Interesse, doch kam bei der geringen Geschäftslust zunächst fein Kurs zur amtlichen Notiz. Auch an verschiedenen anderen Märkten stockte der Verkehr fast vollkommen. Auch im Verlaufe trat keine Geschäftsbelebung ein. Die Kurse waren gegen Anfang im allgemeinen gut behauptet. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 v. H. angeboten. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1930 gegen Pfund 20,3625, London gegen Kabel 4,8565, gegen Paris 123,58, gegen Mailand 92,65, gegen Madrid 43,80, gegen Schweiz 25,0625, gegen Holland 12,0650.
'Berliner Börse.
Berlin, 6. Dez. In Erwartung der für heute nachmittag angesetzten entscheidenden 'Abstimmungen im Reichstage (Gerüchte, daß die Abstimmungen auf Dienstag verschoben wurden, sind falsch), übte die Spekulationen im heutigen Bormittagsoerkehr und auch noch an der Vorbörse stärksteZurückhal- t u n g. Neuyork konnte sich gestern zwar gegen Schluß etwas erholen, auch die übrigen Auslandbörsen meldeten heute eher festere Kurse; bei den Banken lagen aber, wenn auch in kleinerem Umfange, immer noch Berkaussauftröge des Auslandes vor, die jedoch heute höher limitiert waren. So war die heutige Eröffnung zwar stimmungsmäßig eher etwas freundlicher, zumal die Spekulation nach den gestrigen Realisationen etwas mehr Aufnahmenei- gung zeigte, die Kursentwicklung war aber nicht ein- heitlich. Die Abweichungen gegenüber den gestrigen Mittag-Schlußkursen gingen bis zu 1,5 v. H. nach beiden Seiten. Das Geschäft war sehr klein. Erwähnenswerte Momente aus der Wirtschaft fehlten, auch die gestrigen Ausschreitungen in Berlin hatten keinen Einfluß auf die Kursentwicklung, da man als das wesentlichste des heutigen Tages eine Re- gierungsmehrheit bei den Abstimmungen im Reichstag ansieht. Deutsche Anleihen lagen behauptet. Ausländer völlig geschäftslos. Auch Pfandbriefe sehr still. Reichsschuldbuchforderungen konnten sich in späteren Fälligkeiten um eine Kleinigkeit (bis zu 0,25 v. H.) bessern. Der Geldmarkt scheint sich langsam entspannen zu können. Tagesgeld senkte sich auf 5,5 bis 7,5 v. H., Monatsgeld wurde mit 6.75 bis 8 v. H. genannt, und Warenwechsel stellten sich auf etwa 5,5 v. H. Auch der Verlauf war sehr ruhig, das Kursniveau kaum verändert. Es überwogen kleine Erholungen um Bruchteile eines Hundertteils. Polyphon konnten sogar 1,5 o. H. anziehen.
Oenkmalsweihe in Darmstadt.
Darmstadt, 3. Dez. Hier weihte di« ehemalige großherzoglich-hessische T r a i n a b t e i I n n g N r. 1 8 ein Denkmal für ihre gefallenen Kameraden des Weltkrieges. Zahlreiche Angehörige der früheren Trainformationen hatten sich dazu eingesunden, die befreundeten hessischen Regimentsvercinc hatten Abordnungen entsandt, der ehemalige Großl)erzog Ernst Ludwig nahm mit der Großherzogin Eleonore ebenfalls an der Feier teil. Zah'.rei che Vertreter der Behörden waren erschienen. - Don der ehemaligen Trainkaserne bewegte sich der Zug der Teilnehmer nach dem Denkmalsplatz in der Orangerie zum Akt der Denkmalsweihe, der cingd eitet wurde durch das Niederländische Dankgebet und die Begrüßungsansprache des Rittmeisters d. R. a. D. Dr Leuchs-Mack, Frankfurt, der eindrucksvolle Worte deS Gedächtnisses an die Gefallenen sprach, linier den Klängen des Liedes „3$ hatt einen Kameraden", unter dem Donner der Böllerschüsse und bei gesenkten Fahnen und Standarten fiel die Hülle des Denkmals. Im Anschluß daran hielt Stadtpfarrer Lautenschläger die Weiherede. Nach dem evangelischen Geistlichen hielt der Ehrenvorsitzende der Train- Vereinigung die Festrede, die einen eindrucksvollen Abschluß durch den gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes erhielt. Oberbürgermeister Mueller nahm sodann das Denkmal in den Schuh der Stadt, der Großherzog legte einen Kranz nieder, den Abschluß sand die würdige Feier durch den Vorbeimarsch der Vereine am Denkmal. Dem Weiheakt ging ein BegrüßungS- abend am Vortage voraus. Am Weihetag trafen sich nach der Feier die Kameraden im Saalbau zu einer großen Wiedersehensfeier.
Spiclplan der Frankfurter Theater.
Schauspielhaus. Sonntag. 7. Dezember, von 15.30 bis gegen 18 Uhr: Eharleys Tante: von 20 bis gegen 23 Uhr: Wie werde ich reich und glücklich? Montag, 8., von 19,30 bis gegen 23 Uhr: Geschichte Gottfriede ns von Derlichingen mit der eisernen Hand. Dienstag, 9.. von 15.30 bis gegen 18 Uhr: Geschloßene Vorstellung für Erwerbslo.e: Eharleys Tante: von 20 bis gegen 22: Der Mann, den sein Gewissen trieb. Mittwoch, 10., von 20 bis gegen 23 Uhr: Wie werde ich reich und glücklich? Donnerstag, 11., von 20 bis gegen 21.30 Uhr: Tartüff. Freitag. 12., von 19 30 bis gegen 23 Uhr. Geschichte Gottfriedens von Derlichingen mit der eisernen Hand. Samstag, 13., von 16 bis nach 18Ahr: Kaladu-Kalada: von 20 bis gegen 22 Uhr: Der Mann, den fein Gewissen trieb. Sonntag, 14., von 16 bis gegen 18 Uhr: Einmaliges Tanz-Gastspiel: Thery Schultheis: von 20 bis gegen 23 Uhr: Wie werde ich reich und glücklich?
Opernhaus. Sonntag, 7. Dezember, von 15 bis 18 .Wir: Zar und Zimmermann: von 19.30 bis nach 22 älhr: Das Land des Lächelns. Montag, 8., von 19.30 bis nach 22 ülhr: Der Darbiev von Sevilla. Dienstag, 9.. von 19.30 bis gegen 22.30 Uhr: Simone Doccanegra. Mittwoch, 10., von 19.30 bis nach 22.30 chlhr. Zar und Zimmermann. Donnerstag, 11., von 19.30 bis nach 22 äähr: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny. Freitag, 12.: Geichlos'en. Samstag, 13., von 19.30 bis gegen 22.30 chlhr: Simone Boceonegra.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
F. A. Die Aiifwertungsvorschriften dienen vielfach nur der Zweckmäßigkeit, nicht der Erfüllung s i t t - l i ch begründeter Forderungen. Wir hallen Ihren Aufwertungsanspruch noch nicht für aussichtslos, wenn nicht das Gericht in etwaigem allzulangcn Schweigen den Erwerbern gegenüber einen Verzicht auf Aufwertung erblicken sollte. Ihr bisheriges Verhallen spricht für das Gegenteil. Bei Ihrem weiteren Vorgehen bedürfen Sie der Hilfe eines Aufwertungssachkundigen.
3. h. in St. 1. Rach § 226 Bürgerliches Gesetzbuch ist die Ausübung eines Rechts unzulässig, wenn sie nur den Zweck haben kann, einem anderen Schaden zuzufügen (Schikaneoerbot). Der Nachbar darf Ihnen also nicht durch Errichtung eines hohen Holzstoßes das Licht nehmen. — 2. Auf Nachbargrundstücken dürfen nicht Anlagen (z. B. eine Kalkgrube) her- gestellt werden, wenn deren Bestand oder Benutzung das andere Grundstück gefährdet (§ 907 BGB ). Ob der Fall vorlleqt, können wir nicht sagen. — 3. Bei fruchtloser Aufforderung des Nachbarn steht Ihnen ein Klagerecht zu (Amtsgericht).
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Zifferp geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o H., Lombardzinsfuß 6 o H
Frankfurt a. M.
Serlin
Schluß- hirt
1-Ubr- fluni
Schluß- tun
Ansa. y flure-
Datum
5 12
6 12
5 12
6 12
6% Deutsche ReichSanlethe non 1927 ........
86,5
86,65
-
7% Deuiiche ReichSanlethe von 1929 ........
98,5
_
98,5
Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit
Auslol.-Rcchten . -
51,6
_
51,6
51,6
Deigl. ohne AuSIof.-Rechte . .
6% Hell. Bolkdsloat von 1929 trüdiohlb. 102%) . ...
6
—
5,95
6
88,5
_
88,5
Cbrrheiicn Provinz • Anleihe mit LuSlol.-Rechten .....
50
_
_
Deutsche Komm. Sarnrnelabl.
Anleihe Serie 1 ....
49,25
_
49,8
_
6?o ssranks. Lnv.-Bank (Soldpse XIII unkündbar die 1934 . .
98,5
_
7% Krauls. L'yp .Banl Soldpfe unkünvbar bW 1932
92,25
<y,% Rdeinische vov^Bank Liou. Soldpse.........
86,5
_
_
8% Pr. Londesptandbriesanklalt, Pfandbriefe R., 0
100
100
8% Pr Lande-piandbriefanllaU, flomm.-Cbl. 81. 20. . .
97
97
7% Pr. Landeevlandbriesankialt, Pfandbriefe R.21.....
97
_
97
A S-Ä. abg. PorMegd-Lbligativ- nen. rückzahlbar 1932 ...
95
—
—
4% LcÜerretchlsche Soldrentr . .
26,5
26 4
1.20% Oesterreichische L'lberrente
_
<% celterrelchiiche Einheitliche
Rente ...
<% Ungarische Goldrente ....
22,65
_
22,65
*°'o Ungarische CtaalSrente v. 1910
<Vi% deegl. von 1913
18,75
—
17.75’
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1.6
-
1.5
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3
—
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_
4% Türkische Bagdadbahn-Anl
2,95
3
4% deegl. Serie II
—
—
3
6% Rumänische verein h. Rente von 1903
7.95
Rumänische verrinh. Rente ton 1913
12.5
_
12,65
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—
6,6
^rantfurt a. m. Berlin
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Datum
5. 12
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5 12.
6. 12
^omvurg-Amenta Paket . .
. 1
70.5
70,5
_
Oamburg-Südam. Dampfschisf
. 8
161
_
Hania Tampsschiss ....
l-i
—
—
_
Norddeutscher Lloyd ....
. 8
71,75
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71,5
71
Allgemeine DeutscheGreditamt.
10
98.5
—
99,5
99.5
Barmer Bankverein . . .
1"
101,25
100
101.25
101
Berliner Handelegeiellschost .
12
—
125
124.25
Gommer}- und Prival-Bank.
11
112,25
112
112,25
112
Darmstädter und Nokionalöanl
12
153,75
—
153.25
152,5
Deutsche Bant und
Dikconto-Sefellschasi, . . .
in
110
—
110
110
Dresdner Bank......
in
111
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110.75
110,5
Sietchedanl........
12
225,5
226,13
227
a.GS...........
105,25
106
105.4
106
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. 9
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10
—
_
Licht und Kratt......
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120,5
_
«"selten & Guilleaume . . .
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■
92
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Gesellschaft für Elektrische
Unlernehmungen ....
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10
112
112
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—
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106
«henniche Elektrizität . . .
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116
Lchlcillche Elektrizität. . . .
10
—
—
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11
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1'
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—
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—
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•16
-
-
—
-
Frankfurt o M
Serltn
Echillß», 4urS
1-Ubr- fl re
Echluß- lure
Aniang- «ure
Datum
5 12
6 12
5 12
6 12
Bereinigte Stahlwerke
65
—
64.75
64.75
Liavi Minen . .
. . 16»/,
—
33.65
33.5
Kaliwerke Aschersleben
. . . 10
150
—
150.5
152
Kaliwerke Üi'cireregeln
. . . 10
152
_
154
153
Kaliwerke Salzdetfurth
. . . 15
232,5
—
233,5
234,5
Z. G. ssarben.Indusme
. . . 12
132,65
133,5
132,65
133.6
Tvnamit Nobel . . .
. . . . 6
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62,75
63,6
Echeideanllalt....
. . . . 9
128,5
—
-
Golojchmidt ....
. . . . 6
43
—
43,25
43,5
RütgecSwerke ....
. . . . 6
47
—
46.9
47
MetallgeieUlchaii. . .
. . . . 8
83
83
83,25
Banknoten.
Berlin, 5 ’D zember
^eld
Erlei
Amen'anilche Noten.....
4.179
4.199
Belgische Noten. .......
58.32
58,56
Dänische Noten ........
111.83
112.27
Englische Noten .«••••..
20,322
20.402
Zranzosische Noten .......
16.44
16,50
Holländische Noten .......
168,26
168.94
Ztalienische Noten........
21,91
21.93
Äormegi'che Noten.......
111,73
112,17
Teuiich-OeÜerretch, 1 100 Schilling
58,78
59,02
Numanlickie Noten.......
2,477
2.497
Schwedische Noten.......
112,25
112.69
Schweiler Noten........
81,01
81.33
Spanische Noten........
46.26
46.44
D'chechoslowakijche Noten.....
12,382
12.442
Ungarische Noten .......
73.02
73,32
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a 2H.
Philipp Holz nimm......7
Zementwerk Heidelberg . . 10 Gementwerk Karlstadt. ... 10 Wovb & fiteolap......8
Gdiultbets Patzenhoser . . . 15 Cftroetlc.........12
Alu...........18
Bemberg.........14
Zellstoff Waldhof .... 13*/«
Zellstoff Aschaffenburg ... 12 Cbarlottenburger Wasser . . . 6 Dessauer fflti . . ...... 0 Daimler Motoren ...... 0 Deutsche Linoleum ......
Maschinenbau A.-G. ..... 0 Rat. Automobil ...... 0 Lrenitein & Koppel . .... 6 Leonhard Tietz ...... 10 Evenska ..........
frankfurter Siaidjinra .... 4
<8 riyner .........t
Hevligenltaedl ....... 6
Iungbans...... 6
Lechwerre..........8
Mainkraftwerke Höchss a. M.. . 8
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voig: & Haesfoer ...... v tzuddeunche Zucker • • . . r.
73,5
—
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—
—
——
47,75
48,75
—
—
—
174
175
—
—
139
138
63
—
63,4
63.25
64
—
64.25
64.13
—
—
105,5
105
—
—
74
—
—
—
82
81.5
—
—
110
111.25
24,5
—
25.13
25
108,75
—
108.25
109.4
—
—
32,25
—
—
—
—
» -
—
—
44.5
—
114
—
115
115,5
287
—
287
287
13,5
12,5
—
24
—
25,25
—
—
—
—
30
—
30
29,5
78,5
—
—
—
—1*
—
-
——
61
—
62
—
83
—
—
—
150
—
159
—
136
135
137
-
5 Okzembet
6 Dezember
Amtlich. «Seid
Jiotrniny 3n-
Amu.chr hontrung
CTrif
IPnr
Ämft.» 'Hott.
168.59
163.93
168.61
168,95
Bn'n-Atres
1,432
1.436
1,432
1.436
Brsi-Antw
58.435
58.45
58,4h5
58.585
Gbriftianta ■
112,00
112,22
112,00
112,22
Kopenhagen
112,02
112,24
112.03
112.25
Stockholm .
112.37
112.59
112.37
112.59
Hclltnllfors.
Italien. . .
10.541
10.561
10,541
10.561
21,95
21.99
21.95
21.99
London. . .
20.337
20,377
20.341
20.381
Wcunort . .
4.189
4.197
4,189
4.197
Paris....
16.46
16,50
16.457
16.497
Schwei; . .
81.145
81,305
81.145
81.305
Svani::t .
44.60
44.70
46.45
46.55
Japan . . .
2,076
2.080
2,076
2,080
'Xto de Ian
Wien in T-°
0,398
0,400
0,396
0,398
CtiL abgeit
58,955
59,075
53,955
59,075
Prag . . . .
12.425
12.445
12.425
12,445
Pelirad .
7.409
7.423
7.409
7,423
Dndavlit. .
73.23
73,37
73,23
73.37
Bulwrien .
3,036
3,042
3.036
3,042
Lissabon
18,81
18.85
13,81
18,85
Danna. . . flonft .nttn.
81,32
81,85
81.35
81 .51
1.784
1,789
1,784
1.789
Süthen. .
5.427
4.189
5.437
5,427
5,437
Ennada
4.197
4.189
4.197
111'4 USD .
3.267
3.273
3.267
3.273
Cairo ..
20,86
20,90
20,86
20,90


