Ausgabe 
6.11.1930
 
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jonnerstag, v. November (930

Nr. 260 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheyeu

Wirtschaft.

Jieue Zinssätze der Seehandlung.

In dem gestern an die Danken und Dantier- kundschaft verfaßten üblichen 2Aonats.nndschrer- ben teilt die Preußische Staa 18bank (Seehandlung) ihre neuen, vom 5. d. Dl. ab geltenden 3in8fä(je mit. Der Sa) für täglich fällige Einlagen ist mit 3,25 Pcozmt unverändert geblieben- für den Fall, daß die tägltzchen Gelder über Ultimo bei der otaatSjanf steten bleiben, werden vorn 5. d. M. ab 5 Pro-, (bisher 4,75 Pro­zent) vergütet. Für Einlagen auj einen Monat fest toerden 5 (4,75) Prozent, auf zwei oder drei Monate fest 5,5 (5) Prozent geza-ll. Aus Eon- deckonto3 (Darlehen im Monatsverlauf) wer­den 5 (4,75) Prozent Sollzinsen, für Anlagen dar­aus 3,75 (3,75) Prozent Habenzinsen berechnet. Sämtliche Sätze gelten nur im Verkehr mit Danken und Bankiers.

Mariinimarkt in Nidda.

A Nidda, 5. Noo. Auf dem heute hier ab­gehaltenen M a r t i n i m a r 11 standen 300 Ferkel und Springer zum Verkauf. Die meisten Verläufer waren Schweinehändler. Die Ferkelzüchter aus der Wetterau waren verhältnismäßig wenia mit Fer­keln eigner Züchtung ungefähren. Kauflustige waren zahlreich gekommen. Der Handel ging zuerst lang­sam, wurde aber besser, als die Händler ihre Preise etwas senkten. Alle Tiere wurden abgesetzt. Durch­schnittlich wurde für ein Ferkel bezahlt: 5 Wochen alt 16 Mark, 6 Wochen alt 18 Mark, 8 Wochen alt 22 Mark, 10 Wochen alt 28 bis 30 Mark. Einleger (Springer) wurden durchschnittlich für 46 Mark verkauft.

* Der Wintersaaten st and im Deut­schen Reich Anfang November. Anhal­tende Niederschläge im ersten und letzten Oktober- drittcl haben die Feldarbeiten in allen Teilen des Reiches nicht unwesentlich erschwert. Soweit die Saa­ten frühzeitig in die Erde gebracht werden konnten, sind sie im allgemeinen gut aufgelaufen und zeigen einen befriedigenden Stand. Für die bereits auf­gelaufenen Saaten ergibt sich im Reichsdurchschnitt unter Zugrundelegung der Zah'.ennoten 2 = gut, 3 = mittel, 4 = gering folgende Begutachtung: Win­terweizen 2,6 (im Vorjahr 2,7), Winterspelz 2,7 (2,8), Winterroggen 2,7 (2,6), Wintergerste 2,6 (2,6).

Bank-Insolvenz in Herborn. Das Bankhaus Kleinhenn & Co., Herborn, hat gestern die Zahlungen eingestellt. Ein Status liegt noch nicht vor.

* Wintershall AG., Kassel. Die Gesell­schaft, die wegen schlechten Absatzes auf dem Schacht der Gewerkschaft Alexandershall in Berka 300 Ar­beitern und Angestellten kündigte, legt ab 3. No­vember auf dem Schacht der Gewerkschaft Winters­hall in Heringen je Woche drei Feierschichten ein.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 6. Aov. Tendenz: schwä­cher. Unter dem Einfluß der schwächeren gestri- gen Aeuhorker Cffettenkurse, die im Zusammen­hang standen mit den amerikanischen Wahlergeb­nissen, eröffnete auch die heutige Börse in schwächerer Haltung. Das Geschäft kam in Ermangelung von Aufträgen und Anregungen zeitweise säst vollkommen znm Stillstand. Man erwartete mit Spannung die Auslassungen in der heutigen Aussichtsratssihung der I.-G- Farben. Mit einem Bonus rechnet man nicht mehr, und dies war vor allem ausschlaggebend für die schwache Tendenzgestaltung. Gegenüber der gestrige,! Abendbörse traten auf Abgaben der Ku­lisse Abschläge bis zu 2 Prozent ein. Etwas stärker gedrückt eröffneten am Eleltromarkt Elektrische Lieferungen mit minus 3 Prozent, Sie­mens minus 2,5 Prozent und Gessürel minus 2,25 Prozent. AEG. lagen 1,5 Prozent schwächer. Am Chemiemarkt büßten Farben 2 Prozent ein. Deut­sche Linoleum lagen 2 Prozent, AG. für Verkehrs­wesen 1 Prozent, Danken bis 1,5 Prozent. Aku 2 Prozent, Zellstoff Waldhof 1,75 Prozent und Rheinstahl 1,25 Prozent niedriger. Etwas Inter­esse bestand dagegen weiter für Zement Heidel­berg, die um Bruchteile eines Prozentes gewannen. Am Rentenmarll war die Umsatztätigkeit eben­falls nur bescheiden. Altbesih leicht gedrückt. Don Ausländem waren Mexikaner behauptet. Im Verlaufe neigte die Tendenz weiter zur Schwäche.

Das inzwischen bekanntgewordene Farben- Kommunique befriedigte nicht, da erst Anfang des nächsten Jahres in dec Dilanz-Sit- zung der Farben-Industrie über die Hohe der Dividende entschieden werden soll. Die Auslassun­gen über den Geschäftsgang lauteten jedoch nicht ungünstig. Das Geschäft war im allgemeinen noch kleiner geworden. Die Kulisse gab erneut Ma­terial heraus. Gegen Anfang ergaben sich noch­mals Abschläge bis zu 2Prozent. Auch der Pfandbriefmarkt hatte kaum Geschäft. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 Prozent un­verändert. Am Devisenmarkt war der französische Frank lebhafter gehandelt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1960, London gegen Kabel 4,8572, gegen Pfund 20,3813, gegen Paris 123,67, gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 43,10, gegen Schweiz 25,0313, gegen Holland 12,0675.

Berliner Börse.

Derlin, 6.Rov. Hätte nicht die Hoffnung aus günstige Auslassungen in der heutigen Auf­sichtsratssitzung der I. -G. - Farben der Tendenz der Dorse einen gewissen Halt ge­geben, so wäre wahrscheinlich die Stimmung recht schwach geworden. Schon vormitta's hatte man aus das schwache Aeuyork und auf Grund der neuen Schwierigkeiten im sranzöfischen Tankge­werbe (als solche die Oustric-Krise) .schwächere Kurse genannt, doch übertrafen die ersten Dotie­rungen mit ihren 1- bis 4prozentigen Ab­schwächungen diese Erwartungen, lei der ge­ringen Auinahmelust und dem fehlenden Kauf- intereffe der Tanken waren bei den schweren Wer­ten schon bei kleinem Angebot Verluste bis 4 Pro­zent festzustellen. So verloren Sa zdetfucth 3,75. Farben 3, RWG. und Echuckert je 3, Ostwerke 3,5, Schultheis 4,5 Prozent usw. Im Zusammenhang mit den Kapitalerhohungsplänen und derKoholyt- Transaktion konnten Feldmühle 1,5 Prozent ge­winnen. Thüringer Gas büßten 1,75 Prozent ein, Cisenbahnverkehrsrni.tel und Julius Te.ger ge­wannen je 1 Prozent. Schantung Handelsgesell­schaft AG. setzten ihre Auswärts Bewegung um 2 Prozent fort. Deutsche Anleihen waren ziem­lich behauptet. Don Ausländem waren Dosnier und Anatolier höher, Mexikaner neigten weiter zur Schwäche. Der Pfandbriesmarkt war still, aber ziemlich gut behauptet. Mittel eutsche Boden- Liquidationspsandbriese standen schon mit Plus- Plus-Zeichen an der Tafel: der Kurs wurde auf etwa 93 nach 90,5 am 3. d. M. taxiert. Am Geld­markt war eine geringe Erleichterung festzustellen. Lagesgeld war mit 5,25 bis 7,75, teil­weise noch mit 5,5 Proz. erhältlich. Die übrigen Sätze blieben unverändert. Aach kleinen Ansätzen zu einer Erhöhung gingen die Ku.se später weiter zurück. Das inzwischen bekanntgewo^oene F a r - ben-Communique befriedig e nicht, obwohl nichts Ungünstiges über den Geschäftsverlauf ge­sagt wird und auch die Finanzlage der Gesellschaft mit ihren zur Zeit 120 Millionen betragenden flüssigen Mitteln a s befriedigend angesehen wer­den muß. Eine Enttäuschung für die Börse war nämlich, daß in dem Kommunique zu der Höhe der Dividende noch keine Stellung genommen wird und daß auch von dem gestern noch gehörten Bo­nus nichts bekannt wurde. Der Farbenkurs gab bis auf 139,75 Prozent nach: bei den übrigen Pa­pieren betrugen die Rückgänge gegen den Anfangskurs bis zu 1 Proz. etwa. Die Umsätze hielten sich wieder in allerengstem Rah­men. Chadcaktien verloren im Verlache 2 Mk.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 6. Rov. Auftrieb: Rinder 71, Kälber 722, Schafe 357, Schweine 713 Stück. Es notierten pro 100 Pfund Lebendgewicht. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 76 bis 79, mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 75, geringe Kälber 62 bis 69. Schafe. Mastlämmer und jün­gere Masthämmel (Weidemast) 45 bis 48, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut ge­nährte Schafe 40 bis 44, fleischiges Schafvieh 34 bis 39 Mark. Marktverkauf: Kälber ruhig, geräumt: Schafe rege, aus verkauft: Schweine mittelmäßig, geringer Ueberftanb.

Berliner Prodnktenmarkt.

Berlin, 5. Rov. Am Produktenmarkte machte die Aufwärtsbewegung heute weitere Fortschritte. Angesichts des wieder günstigeren Wetters bleibt das Inlandangebot von Brotgetreide insbesondere

von Weizen zur prompten Verladung knapp, bei ziemlich guter Rachfrage wurden etwa 2 bis 3 Mark erhöhte Preise bewilligt. Die vorliegenden Auslandmeldungen lauteten zwar schwächer, blie­ben jedoch ohne Eindruck. Roggen wurde von der Befestigung mitgezogen und konnte seinen Preis­stand im Promptgeschäft um etwa 2 Wk. des ern. Am LieferungZmarkte fetzte Weizen unter Deckun­gen 3 Mark, Roggen 1 bis 2 Mark fester ein, nach Feststellung der ersten Rotierungen waren iedoch bereits 1 Mark niedrigere Briefpreise zu hören. Das Mehlgeschäft hat sich nicht beleben können, Abschlüße erfolgen in Weizen- und Roggenmehl zu unveränderten Preisen nur für den notwen­digen Bedarf. Das Hasergeschäst bleibt schleppend, bei ausreichendem Angebot waren die Preise für prompte Ware etwa gehalten. Am Lieferungs­markte zeigte sich anfangs Deckungsbegehr. Gerste weiter ruhig.

Große Strafkammer Gießen.

Gießen, 4. Rov. Ein auswärts wohnender Installateur, der zur Zell eine längere Frei­heitsstrafe verbüßt, war vor kurzem durch das hiesige Schöffengericht wegen zahireicher Betrü­gereien und schweren Urkundenfälschungen zu insgesamt 5 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Durch Dorzeigen von ihm fälschlich an­gefertigter Kreditfähigtcitsbescheinigungen, die er mit einem gefälschten Begiaubigungsvermerk unter Deidruckung eines falschen Stempels versah, bzw. durch Vorlage gefälschter Dürgschasts- und Zes­sionsurkunden, oder in anderen Fällen durch die falsche Vorspiegelung, er fei Inhaber einer Spezialfaörik für Elektrotechnik, oder Besitzer einer großen Hühnerfarm, gelang es ihm in vielen Fällen, Geschäftsleute zu täuschen. Diese wurden zum Teil recht empfindlich geschädigt, da dcr Angeklagte weder gewillt noch fähig war, etwas zu bezahlen. Cs tarn ihm nur daraus an, möglichst schnell die erhaltenen Waren, die er selbst gar nicht gebrauchen konnte, wieder abzu­sehen, -um in den Besitz von Geld zu gelangen. Da dcr Angeklagte jetzt in der Berufungs- Verhandlung plötzlich behauptete, wegen der an- gctlagten Fälle inzwischen durch ein auswärtiges Gericht rechtskräftig abgeurteilt worden zu sein, mußte die Verhandlung zwecks Rachprüfung die­ser Angaben ausgesetzt werden.

Em wiederholt wegen Diebstahls vorbestrafter Straßenhändler war durch das Bezirksschöffen­gericht wegen Rückfalldiebstahls zu 2 Jahren 6 Monaten Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre ver­urteilt worden, wogegen er Berufung verfolgte. Zu dem heutigen Berufungstermin weigerte er sich unter dem Vorschützen, krank zu sein, sich vorführen zu lassen. Rachdem durch den Ge­richtsarzt festgestellt war, daß der Angeklagte nicht Iran!, sondern verhandlungsfähig war, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Berufung des Angellagten wegen unentschuldig­ten Ausbleibens im Termin kostenfällig ver­worfen.

Schöffengericht Gießen.

* Gießen, 5. Rov. Ein auswärtiger Fabrik­arbeiter wurde wegen Blutschande im Sinne des Paragraphen 173 StGB, zu der gesetzlich ge­ringsten Strafe von einem IahrZuchthaus verurteilt. Mlldernd wurde die Unbestraftheit, sein Geständnis und die gezeigte große Reue be­rücksichtigt. Deshalb wurde auch die ganze Unter­suchungshaft auf die erkannte Strafe angerechnet.

Ein junger Reisender hat sich durch mehrere gefälschte Bestellscheine Waren verschafft. Das Gericht nahm dem Antrag des Staatsanwalts gemäß, Urkundenfälschung in einheitlichem Be­gehen mit Betrug an und verurteilte den Ange­klagten zu einem Monat G e fängnis. Auch hier wurde das Geständnis und das jugendliche Alter mildernd berücksichtigt. Auf die Minimal- strafe konnte jedoch nicht erkannt werden, da der Angeklagte wegen Eigentumsdelikts bereits vorbestraft war.

Ein wegen Rückfallsdiebstahls bereits mehrfach vorbestrafter kaufmännischer Angestellter hatte sich toieberum wegen des gleichen Verbrechens zu verantworten. Während er früher geleugnet hatte, legte er heute ein Geständnis ab, weshalb von der Vernehmung der geladenen Zeugen ab­gesehen werden konnte. Strafe: sechs Monate Gefängnis unb volle Anrechnung der Unter» suchungsyaft. Der Verurteilte nahm die Strafe sofort an.

Kunst und Wissenschaft.

Sinclair Lcwis

literarischer 'Jiobciprciöträgcr.

DTD. Stockholm, 5. Rov. Der amerikanische Autor Sinclair Lewis wurde heute von der schwedischen Akademie zum Träger des lite­rarischen Robelpreises für 1930 be­stimmt.

Sinclair Lewis wurde am 9. Februar 1885 in Sank Centre, Minnesota, geboren. Sein Groß­vater, Vater und Onkel waren Acrzte: auch sein Bruder studierte Medizin, und so lag es für ihn sehr nahe, das Problem des Arztes schriftstelle­risch zu behandeln, wie er es in mehreren seiner Romane getan hat. Lewis begann als Journalist. Mährend zehn Jahren war er als Zeitungs­reporter in Connecticut, Iowa und Kalifornien tätig.

Sein erstes BuchOur Mr. Wrenn (1914) ent­hält noch viel Biographisches. Dann folgtenThe Trail of the Hawk (1915),The Job (1917), The Innocents" (1917),Free Air" (1919). Seine großen literarischen Erfolge waren die beiden RomaneMain Street (1920) undBabbitt (1922), denen neuerdings ein weiterer Arztroman Dr. Arrowsmith" gefolgt ist.

Sinclair Lewis ist der Schilderer des amerika­nischen Alltags, umentimenlal, voll trockenen Hu­mors und nüchternster Sachlichkeit. In der mini- tiöscn Beobachtung von Cin^lheiten inBab­bitt schildert er das Zubettgehen seines Helden auf Dutzenden von Seiten, inDr. Arrowsmith" beschreibt er eine mikroskopische Untersuchung mit der Ausführlichkeit eines Lehrbuches erinnert er an Zola.

Sinclair Lewis ist der erste Amerikaner, der den Literalurpreis erhalten hat. Insgesamt sind in den 28 Jahren, seitdem die Robelstiftung in Kraft trat, etwa 20 Millionen Mark verteilt toorben. Die meisten Preise hat Deutschland er­halten. Es folgen Frankreich und England. Die feierliche Uebcneicbung der vier diesjährigen Preise (Literatur, Medizin, Physik und Chemie) durch den schwedischen König erfolgt am 10. De­zember, dem Todestag des Dynamiterfindcrs Al­fred Rodel in Stockholm. Jeder Preis beträgt zur Zeit etwa 200 000 Mark. Die Entscheidung über den diesjährigen Chemie- und Physik-Preis ist noch nicht gefallen.

Der Entdecker des Beri-Beri-Crregets f.

Berlin, 6. Rov. (TU. Funlspruch.) Professor Dr. E y k m a n, der Entdecker des Erregers der berüchtigten Deci-Beri-Krankheit, ist, nach einer Meldung Berliner Blätter aus Amsterdam, am Mittwoch im Aller von 72 Jahren gestorben. Professor Cykman erhielt im vorigen Jahre den Robelpreis für Medizin.

Auszeichnung Riddy Impekovens.

Die berühmte Tmizerin Riddy Impekoven, die in Solo (Holländisch-Indien) ihre javanische Tanztournee beendete, wurde von dem dortigen obersten Fürsten Suhnan zu einem Fest geladen, bei dem die berühmtesten javanischen Tänzer und Tänzerinnen ihre kultischen Täiue vorführten. Selbst für indische Begriffe war dieses Fest ein Ereignis von seltener Pracht und Zeremonie. Riddy Impekoven war die einzige europäische Frau, die daran teilnahm.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 8 November. Freitag abend 4.25 llhr: Samstag vor­mittag 8; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 5.40. Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 4.30 llhr.

Letzte Nachrichten.

Mißirauenöanträge gegen Severins abgelehnt.

Berlin. 6. Rov. (WTB. Drahtmeldung.) 3m Preußischen Landtag wurden heute die deutschnationalen und kommunistischen M i h - trauensanträge gegen den Innenminister Severing mit 229 gegen 169 Stimmen abge- i lchnl.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o H.. Lombardzinsfuß 6 v. H.

Jranffurt a. 2)1

Berlin

Gchniß»! furd 1

t»Uhr» fl n

Schluß-1 tuns |

Anfang» Kurs

Datum

1"

6 11

d 11

6 11

6% Deuticke RcichLauleihe von 1927 .... .....

87

87,1

_

'<% Deutsche ReichSanIeihe von 1029 .......

98,75

98,6

_

Scutfdic Anl.-Ablöi.-Sckllkd mi!

Lluslol. Rechten - -

54,3

54,2

54,3

54,3

Desgl. ohne Anölol.-Rechle . .

6,65

6,7

6,7

6% Helt. Solfiflaal von 1929 (&ablb. 102%) ......

89

89,1

Oberheilen Provinz - Anleihe mit

Kuetol-.Mivrfiien.....

50,5

_

Seutldie Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1 ....

51,5

51,4

_

8% Rrnnl|. Pnn.-Banl Soldpfe XIII unkündbar 6h 1931 .

98,25

_

_

_

7% Rrantf. Hyp.-Bank Soldvfe unkündbar bi» 1932 ...

93,25

_

4y,% Rheiniiche Hnv.-Bauk Stau. Soldpfe.........

85,4

S% Pr. Landesplandbrtesauüalt, Pfandbriefe R. > S

100

_

100

6% Pr Sanbeerian:brtefanftaU, Äomm.-£bl. N. 20.....

7% Pr Landcc-n'anvbriesanktalt, Piandbrieie R 21 .....

97

97

97

97

A.E.G. abg. Bor-riegd-Obligatio- neu. rüchciblbar 1932 ....

94,5

1% Oesterreichilcke Goldrrn» ...

_

26,65

26,5

4,20% Leilerreichiiche Gilbenente

2,9

4% Oestcrreichiiche Einheitliche Rente

1,7

_

1,8

1% Ungarische Qolbrente ....

23,5

23,5

_

4% Ungarilche Staatereute v. 1910

4K% 6e£flLDon 1913

19,6

4% Ungarilche Kronenrente

1,75

1,25

,75

1,75

4% Türiiiche ZoUanleihe von 1911

1,25

4% Türiiiche Bagdadbabn-A.nl Serie 1

4,2

_

1,4

_

1% desgl. Serie ll ....

1,2

5% Rumänische vereinh. Rente von 1903

8,8

8,6

Rumänische vereinh. Rente von 1913 ... ....

14,13

14,1

14,25

4% Rumänische vereinh. Rente .

6,85

6,85

6,95

Frankfurt a. Ui.

Serkin

iSchluß< Hirt

t »Uhr- Kur»

Schluß» | kurs j

Anfang» Kurs

Dalum

6 11

5 ll.

6. 11

Vamdurg-Ämertka Pakei . .

75

-

75

73,4

Pamburg-Südam. Dampfschiff

. d

160

Hanta Dampfschiff - - - -

10

123

Norddeuticker Lloyd ....

. 8

75,25

73,9

Allgemeine DeutscheCreditanst. 10

97,75

97,13

Barmer Bankverein . . .

10

102

101,75

102.13

101,75

Berliner Handelsgesellschaft .

12

132

132

130,75

Commerz und Privat-Bank.

11

H5

114,25

115

114.25

Darmstädter und Nationalbank

12

148,5

148,5

147,25

Deutsche Bank und

Disconto-Gejellichast, . . .

10

112

H2,5

111

Dresdner Bank......

10

U2,5

111

112,5

111

Reichsbank......- .

12

_

230.13

230

.1.Ü.S.........

. 6

H6,5

115

117,25

115,25

Bergmann........

. 9

135.25

vieler Lieferungbgesellschaft.

10

112,75

117

Licht und Kraft......

10

124.75

125

123,75

Fellen & Guilleaume

7>i

96

97

Gefel-Ychati für Elektrische

Unternehmungen ....

10

123

120,75

124

122,25

Hamburger ElekrrUitätS-Werke

10

-

115

113,25

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

Schlctitche Elektrizitäl. . . .

10

118

2ebuden & Co. . . . .

11

135

132

Siemens & Halske .....

16

180

177,5

181,25

178.5

Traneradw . ......

. t

x'obm-ncr & Co.......

10

145

145

Buderus.........

. 5

55

54,5

54

Deutsche Erdöl ......

. 6

68.13

67,4

. 8

Geilenkirchener ......

. 8

»6,5

87

86.5

Harpener . ......

. 0

87

-

87

86,25

Hocick Eilen. ......

eyz

75

73,9

Iiie Bergbau .......

10

Z22

221

Slödiirrwrrfe ......

70,5

71,25

Köln-Neuelien ...

. 7

78

77,5

Dkonnesmann-Röbren .

/

-

'3,25

72,25

Maneselder Bergbau .

. 7

39

Lberlchlel Eijenbcvark . . .

. b

-

40,5

75

Cberfdilci. Kokswerke . . .

. 7

'0,25

75,25

Dbönir Bergbau ...

6V,

67,25

68

67

Rhciniicke Braunkohlen . .

1U

176,5

176,65

175

Rheinslatzi ......

. 6

79,5

80,65

30,25

V

Frankfurt a. 271.

Serkin

(Schluß»! kurS |

l«Uhr» Run

Schluß»!

,ur^ |

Ansa. g» Kurs

Datum

5 11 !

6 11

5 11

6 11

Bereinigte Stahlwerke

'16'/.

-1

68,75

68,5

Ltavl Minen . .

. .

-1

33,13

32,75

Kaliwerke Aschersleben

. 10

192

191,75

Kaliwerke Westeregeln

. 10

193,5

-

194

Kaliwerke Salzdetfurth

. 15

265

265,5

261,75

0. (9. Narben-Inoustrte

- -

. 12

143,4

141,5

144,25

141,25

Dvnamil Nobel . . .

e

. . 6

-

Echeideanstalt....

Q

. . 9

Goldickmidt ....

e e

. . 5

43

43

43

Rötgerswerie ....

e e

. . 6

50,25

50,25

49,75

Metallgeiellichaft. . .

. . 8

87,5

87,5

Philipp Holzmann . . Zementwerk Heidelberg

» » 7

77,5

_

78,25

_

.

. 10

88

88,5

-

Cementwerk Karlstadt.

e .

. 10

-

__

Wanst & Frevtag

. . 8

53,75

54,5

Sckuitbets Batzenhofen

. 15

_

178,5

174

Lstwerke......

142,5

139

Aku.......

. 18

'1,25

69,25

71,75

69,75

Bemberg......

* e

. 14

72

72,13

70

Zellftofs Waldbof . .

13'/.

109,5

1-1,25

109,25

Zellstoff Aickafsenburg

Charlottenburger Waffe

e

. 12

-

80,75

.

. . 8

83,75

83,5

Teiiauer ®cS

. . 9

H2

109,6

Daimler Mowren . .

. . 0

25

25

24,75

Teutiche Linoleum .

e

e

>28,5

126,5

129,25

126,5

Maickinenbau A.-G. .

e e

. . 0

35,75

Rat. Automobil . .

. . 0

Lrenftetn & Koppel

. . 6

49

48,5

Leonhard Tieg . . .

e e

. 10

116

117

116,5

Evenrka

. . .

284

285

283

frankfurter Malchtuen

-

. . 4

16,5

17

(Ariener .....

. . 6

_

28,5

Heoligenkiaedt . . .

. . 0

Iungdans . . . .

. . 6

_

26,5

Leckwerke......

. . 8

4,5

_

Malnkraftwerke Höchst a. M.. .8

73

Miag - .

. IC

70,25

Gebt. Roeder - . . .

. 10

93

Botgl & Haeffner . .

e

. . 9

14t,75

150

Huddemiche Zucker .

. 10

133

132,5

-

Bantnofen.

Äerlin, 5. Jkovember

Geld

»ries

Slmerikani'che Roten.....

4,19

4,21

vclgifcke Noten .......

58,25

58,49

Tauiiche Noten .......

111,90

112,34

Eng-iicke Noten . .......

20,347

20,427

»zränzöliicke Noten .......

16,436

16,496

Hollanvifcke Noten .......

168.56

169,24

Itolienifche Noten........

21,88

21,96

Rorwegilche Noten.......

Hl,88

112,32

Leutlck-Leslerreich, 6 100 Schilling

59,00

59,21

Siuuiänildic Noten.......

2,475

2,495

Sckwediiche Noren.......

112,28

H2,72

Schweizer Noten ........

81,27

81,59

Spanifche Noten...... .

47.06

47.24

T'checkollomakiiche Noten.....

12,401

12,461

Ungarilche Noten ....

73,22

73,52

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZU.

5 November

6 Novembet

ttmin» Gelb

"o ierung - vrrr

umii ®i

Gelb

Xoummg »rit

tämft.-Wott.

168,79

169,13

168,73

169,07

Bu n Aires

1,437

1,441

1,442

1,446

Brss. Antw-

38,455

58.575

58,435

58,555

Christiania-

112,15

112,37

112,13

112,35

Kop.'ndag.'U

112,15

112,37

112,10

112,32

Stockholm -

112,47

112,69

112,49

112,62

Heliingfors. (Italien. . .

10,553

21,945

10,573

21,985

10,551

21.94

10,571

21,98

London. . .

20,365

20,405

20,362

20,402

Neunork . .

1,1945

4,2025

4,1920

4,2000

Doris....

16,457

16,497

16,462

16,502

Schweiz ..

81,37

81,53

81.325

81,485

Sva reu .

47,30

47,40

47.20

47,30

Sanem . . . Kto de Ion

2,082

2,086

2.080

2,084

'.428

0,430

0,429

0,431

Dien in

CtfL abgelt

39,085

59,205

59,04

59,16

Prag .

12,436

12,456

12,432

12,452

Bel irad - .

7,42.

7,443

7,429

7,443

Dudav.-it. . Bul arten

73,385

/3,525

73,365

73,505

3,040

3,046

3,040

3,046

t/'siabon

18.80

18,84

18,80

18.84

Tanvg .

dl ,45

81,61

81,44

81.60

Konst ntm.

i ,784

1,789

1,784

1,789

Atben.

5,435

5,445

5,435

5,445

Conada

4,198

4,206

4,197

4,205

Urn uay.

3,347

3,343

3,337

3,343

Cairo ».

20,89

20,93

20,885

20,925