jonnerstag, v. November (930
Nr. 260 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheyeu
Wirtschaft.
Jieue Zinssätze der Seehandlung.
In dem gestern an die Danken und Dantier- kundschaft verfaßten üblichen 2Aonats.nndschrer- ben teilt die Preußische Staa 18bank (Seehandlung) ihre neuen, vom 5. d. Dl. ab geltenden 3in8fä(je mit. Der Sa) für täglich fällige Einlagen ist mit 3,25 Pcozmt unverändert geblieben- für den Fall, daß die tägltzchen Gelder über Ultimo bei der otaatSjanf steten bleiben, werden vorn 5. d. M. ab 5 Pro-, (bisher 4,75 Prozent) vergütet. Für Einlagen auj einen Monat fest toerden 5 (4,75) Prozent, auf zwei oder drei Monate fest 5,5 (5) Prozent geza-ll. Aus Eon- deckonto „3“ (Darlehen im Monatsverlauf) werden 5 (4,75) Prozent Sollzinsen, für Anlagen daraus 3,75 (3,75) Prozent Habenzinsen berechnet. Sämtliche Sätze gelten nur im Verkehr mit Danken und Bankiers.
Mariinimarkt in Nidda.
A Nidda, 5. Noo. Auf dem heute hier abgehaltenen M a r t i n i m a r 11 standen 300 Ferkel und Springer zum Verkauf. Die meisten Verläufer waren Schweinehändler. Die Ferkelzüchter aus der Wetterau waren verhältnismäßig wenia mit Ferkeln eigner Züchtung ungefähren. Kauflustige waren zahlreich gekommen. Der Handel ging zuerst langsam, wurde aber besser, als die Händler ihre Preise etwas senkten. Alle Tiere wurden abgesetzt. Durchschnittlich wurde für ein Ferkel bezahlt: 5 Wochen alt 16 Mark, 6 Wochen alt 18 Mark, 8 Wochen alt 22 Mark, 10 Wochen alt 28 bis 30 Mark. Einleger (Springer) wurden durchschnittlich für 46 Mark verkauft.
* Der Wintersaaten st and im Deutschen Reich Anfang November. Anhaltende Niederschläge im ersten und letzten Oktober- drittcl haben die Feldarbeiten in allen Teilen des Reiches nicht unwesentlich erschwert. Soweit die Saaten frühzeitig in die Erde gebracht werden konnten, sind sie im allgemeinen gut aufgelaufen und zeigen einen befriedigenden Stand. Für die bereits aufgelaufenen Saaten ergibt sich im Reichsdurchschnitt unter Zugrundelegung der Zah'.ennoten 2 = gut, 3 = mittel, 4 = gering folgende Begutachtung: Winterweizen 2,6 (im Vorjahr 2,7), Winterspelz 2,7 (2,8), Winterroggen 2,7 (2,6), Wintergerste 2,6 (2,6).
Bank-Insolvenz in Herborn. Das Bankhaus Kleinhenn & Co., Herborn, hat gestern die Zahlungen eingestellt. Ein Status liegt noch nicht vor.
* Wintershall AG., Kassel. Die Gesellschaft, die wegen schlechten Absatzes auf dem Schacht der Gewerkschaft Alexandershall in Berka 300 Arbeitern und Angestellten kündigte, legt ab 3. November auf dem Schacht der Gewerkschaft Wintershall in Heringen je Woche drei Feierschichten ein.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 6. Aov. Tendenz: schwächer. — Unter dem Einfluß der schwächeren gestri- gen Aeuhorker Cffettenkurse, die im Zusammenhang standen mit den amerikanischen Wahlergebnissen, eröffnete auch die heutige Börse in schwächerer Haltung. Das Geschäft kam in Ermangelung von Aufträgen und Anregungen zeitweise säst vollkommen znm Stillstand. Man erwartete mit Spannung die Auslassungen in der heutigen Aussichtsratssihung der I.-G- Farben. Mit einem Bonus rechnet man nicht mehr, und dies war vor allem ausschlaggebend für die schwache Tendenzgestaltung. Gegenüber der gestrige,! Abendbörse traten auf Abgaben der Kulisse Abschläge bis zu 2 Prozent ein. Etwas stärker gedrückt eröffneten am Eleltromarkt Elektrische Lieferungen mit minus 3 Prozent, Siemens minus 2,5 Prozent und Gessürel minus 2,25 Prozent. AEG. lagen 1,5 Prozent schwächer. Am Chemiemarkt büßten Farben 2 Prozent ein. Deutsche Linoleum lagen 2 Prozent, AG. für Verkehrswesen 1 Prozent, Danken bis 1,5 Prozent. Aku 2 Prozent, Zellstoff Waldhof 1,75 Prozent und Rheinstahl 1,25 Prozent niedriger. Etwas Interesse bestand dagegen weiter für Zement Heidelberg, die um Bruchteile eines Prozentes gewannen. Am Rentenmarll war die Umsatztätigkeit ebenfalls nur bescheiden. Altbesih leicht gedrückt. Don Ausländem waren Mexikaner behauptet. Im Verlaufe neigte die Tendenz weiter zur Schwäche.
Das inzwischen bekanntgewordene Farben- Kommunique befriedigte nicht, da erst Anfang des nächsten Jahres in dec Dilanz-Sit- zung der Farben-Industrie über die Hohe der Dividende entschieden werden soll. Die Auslassungen über den Geschäftsgang lauteten jedoch nicht ungünstig. Das Geschäft war im allgemeinen noch kleiner geworden. Die Kulisse gab erneut Material heraus. Gegen Anfang ergaben sich nochmals Abschläge bis zu 2Prozent. Auch der Pfandbriefmarkt hatte kaum Geschäft. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4,5 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt war der französische Frank lebhafter gehandelt. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1960, London gegen Kabel 4,8572, gegen Pfund 20,3813, gegen Paris 123,67, gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 43,10, gegen Schweiz 25,0313, gegen Holland 12,0675.
Berliner Börse.
Derlin, 6.Rov. Hätte nicht die Hoffnung aus günstige Auslassungen in der heutigen Aufsichtsratssitzung der I. -G. - Farben der Tendenz der Dorse einen gewissen Halt gegeben, so wäre wahrscheinlich die Stimmung recht schwach geworden. Schon vormitta's hatte man aus das schwache Aeuyork und auf Grund der neuen Schwierigkeiten im sranzöfischen Tankgewerbe (als solche die Oustric-Krise) .schwächere Kurse genannt, doch übertrafen die ersten Dotierungen mit ihren 1- bis 4prozentigen Abschwächungen diese Erwartungen, lei der geringen Auinahmelust und dem fehlenden Kauf- intereffe der Tanken waren bei den schweren Werten schon bei kleinem Angebot Verluste bis 4 Prozent festzustellen. So verloren Sa zdetfucth 3,75. Farben 3, RWG. und Echuckert je 3, Ostwerke 3,5, Schultheis 4,5 Prozent usw. Im Zusammenhang mit den Kapitalerhohungsplänen und derKoholyt- Transaktion konnten Feldmühle 1,5 Prozent gewinnen. Thüringer Gas büßten 1,75 Prozent ein, Cisenbahnverkehrsrni.tel und Julius Te.ger gewannen je 1 Prozent. Schantung Handelsgesellschaft AG. setzten ihre Auswärts Bewegung um 2 Prozent fort. Deutsche Anleihen waren ziemlich behauptet. Don Ausländem waren Dosnier und Anatolier höher, Mexikaner neigten weiter zur Schwäche. Der Pfandbriesmarkt war still, aber ziemlich gut behauptet. Mittel eutsche Boden- Liquidationspsandbriese standen schon mit Plus- Plus-Zeichen an der Tafel: der Kurs wurde auf etwa 93 nach 90,5 am 3. d. M. taxiert. Am Geldmarkt war eine geringe Erleichterung festzustellen. Lagesgeld war mit 5,25 bis 7,75, teilweise noch mit 5,5 Proz. erhältlich. Die übrigen Sätze blieben unverändert. Aach kleinen Ansätzen zu einer Erhöhung gingen die Ku.se später weiter zurück. Das inzwischen bekanntgewo^oene F a r - ben-Communique befriedig e nicht, obwohl nichts Ungünstiges über den Geschäftsverlauf gesagt wird und auch die Finanzlage der Gesellschaft mit ihren zur Zeit 120 Millionen betragenden flüssigen Mitteln a s befriedigend angesehen werden muß. Eine Enttäuschung für die Börse war nämlich, daß in dem Kommunique zu der Höhe der Dividende noch keine Stellung genommen wird und daß auch von dem gestern noch gehörten Bonus nichts bekannt wurde. Der Farbenkurs gab bis auf 139,75 Prozent nach: bei den übrigen Papieren betrugen die Rückgänge gegen den Anfangskurs bis zu 1 Proz. etwa. Die Umsätze hielten sich wieder in allerengstem Rahmen. Chadcaktien verloren im Verlache 2 Mk.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 6. Rov. Auftrieb: Rinder 71, Kälber 722, Schafe 357, Schweine 713 Stück. Es notierten pro 100 Pfund Lebendgewicht. Kälber. Beste Mast- und Saugkälber 76 bis 79, mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 75, geringe Kälber 62 bis 69. Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemast) 45 bis 48, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 44, fleischiges Schafvieh 34 bis 39 Mark. Marktverkauf: Kälber ruhig, geräumt: Schafe rege, aus verkauft: Schweine mittelmäßig, geringer Ueberftanb.
Berliner Prodnktenmarkt.
Berlin, 5. Rov. Am Produktenmarkte machte die Aufwärtsbewegung heute weitere Fortschritte. Angesichts des wieder günstigeren Wetters bleibt das Inlandangebot von Brotgetreide insbesondere
von Weizen zur prompten Verladung knapp, bei ziemlich guter Rachfrage wurden etwa 2 bis 3 Mark erhöhte Preise bewilligt. Die vorliegenden Auslandmeldungen lauteten zwar schwächer, blieben jedoch ohne Eindruck. Roggen wurde von der Befestigung mitgezogen und konnte seinen Preisstand im Promptgeschäft um etwa 2 Wk. des ern. Am LieferungZmarkte fetzte Weizen unter Deckungen 3 Mark, Roggen 1 bis 2 Mark fester ein, nach Feststellung der ersten Rotierungen waren iedoch bereits 1 Mark niedrigere Briefpreise zu hören. Das Mehlgeschäft hat sich nicht beleben können, Abschlüße erfolgen in Weizen- und Roggenmehl zu unveränderten Preisen nur für den notwendigen Bedarf. Das Hasergeschäst bleibt schleppend, bei ausreichendem Angebot waren die Preise für prompte Ware etwa gehalten. Am Lieferungsmarkte zeigte sich anfangs Deckungsbegehr. Gerste weiter ruhig.
Große Strafkammer Gießen.
• Gießen, 4. Rov. Ein auswärts wohnender Installateur, der zur Zell eine längere Freiheitsstrafe verbüßt, war vor kurzem durch das hiesige Schöffengericht wegen zahireicher Betrügereien und schweren Urkundenfälschungen zu insgesamt 5 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Durch Dorzeigen von ihm fälschlich angefertigter Kreditfähigtcitsbescheinigungen, die er mit einem gefälschten Begiaubigungsvermerk unter Deidruckung eines falschen Stempels versah, bzw. durch Vorlage gefälschter Dürgschasts- und Zessionsurkunden, oder in anderen Fällen durch die falsche Vorspiegelung, er fei Inhaber einer Spezialfaörik für Elektrotechnik, oder Besitzer einer großen Hühnerfarm, gelang es ihm in vielen Fällen, Geschäftsleute zu täuschen. Diese wurden zum Teil recht empfindlich geschädigt, da dcr Angeklagte weder gewillt noch fähig war, etwas zu bezahlen. Cs tarn ihm nur daraus an, möglichst schnell die erhaltenen Waren, die er selbst gar nicht gebrauchen konnte, wieder abzusehen, -um in den Besitz von Geld zu gelangen. Da dcr Angeklagte jetzt in der Berufungs- Verhandlung plötzlich behauptete, wegen der an- gctlagten Fälle inzwischen durch ein auswärtiges Gericht rechtskräftig abgeurteilt worden zu sein, mußte die Verhandlung zwecks Rachprüfung dieser Angaben ausgesetzt werden.
Em wiederholt wegen Diebstahls vorbestrafter Straßenhändler war durch das Bezirksschöffengericht wegen Rückfalldiebstahls zu 2 Jahren 6 Monaten Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre verurteilt worden, wogegen er Berufung verfolgte. Zu dem heutigen Berufungstermin weigerte er sich unter dem Vorschützen, krank zu sein, sich vorführen zu lassen. Rachdem durch den Gerichtsarzt festgestellt war, daß der Angeklagte nicht Iran!, sondern verhandlungsfähig war, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft die Berufung des Angellagten wegen unentschuldigten Ausbleibens im Termin kostenfällig verworfen.
Schöffengericht Gießen.
* Gießen, 5. Rov. Ein auswärtiger Fabrikarbeiter wurde wegen Blutschande im Sinne des Paragraphen 173 StGB, zu der gesetzlich geringsten Strafe von einem IahrZuchthaus verurteilt. Mlldernd wurde die Unbestraftheit, sein Geständnis und die gezeigte große Reue berücksichtigt. Deshalb wurde auch die ganze Untersuchungshaft auf die erkannte Strafe angerechnet.
Ein junger Reisender hat sich durch mehrere gefälschte Bestellscheine Waren verschafft. Das Gericht nahm dem Antrag des Staatsanwalts gemäß, Urkundenfälschung in einheitlichem Begehen mit Betrug an und verurteilte den Angeklagten zu einem Monat G e fängnis. Auch hier wurde das Geständnis und das jugendliche Alter mildernd berücksichtigt. Auf die Minimal- strafe konnte jedoch nicht erkannt werden, da der Angeklagte wegen Eigentumsdelikts bereits vorbestraft war.
Ein wegen Rückfallsdiebstahls bereits mehrfach vorbestrafter kaufmännischer Angestellter hatte sich toieberum wegen des gleichen Verbrechens zu verantworten. Während er früher geleugnet hatte, legte er heute ein Geständnis ab, weshalb von der Vernehmung der geladenen Zeugen abgesehen werden konnte. Strafe: sechs Monate Gefängnis unb volle Anrechnung der Unter» suchungsyaft. Der Verurteilte nahm die Strafe sofort an.
Kunst und Wissenschaft.
Sinclair Lcwis
literarischer 'Jiobciprciöträgcr.
DTD. Stockholm, 5. Rov. Der amerikanische Autor Sinclair Lewis wurde heute von der schwedischen Akademie zum Träger des literarischen Robelpreises für 1930 bestimmt.
Sinclair Lewis wurde am 9. Februar 1885 in Sank Centre, Minnesota, geboren. Sein Großvater, Vater und Onkel waren Acrzte: auch sein Bruder studierte Medizin, und so lag es für ihn sehr nahe, das Problem des Arztes schriftstellerisch zu behandeln, wie er es in mehreren seiner Romane getan hat. Lewis begann als Journalist. Mährend zehn Jahren war er als Zeitungsreporter in Connecticut, Iowa und Kalifornien tätig.
Sein erstes Buch „Our Mr. Wrenn“ (1914) enthält noch viel Biographisches. Dann folgten „The Trail of the Hawk“ (1915), „The Job“ (1917), „The Innocents" (1917), „Free Air" (1919). Seine großen literarischen Erfolge waren die beiden Romane „Main Street“ (1920) und „Babbitt“ (1922), denen neuerdings ein weiterer Arztroman „Dr. Arrowsmith" gefolgt ist.
Sinclair Lewis ist der Schilderer des amerikanischen Alltags, umentimenlal, voll trockenen Humors und nüchternster Sachlichkeit. In der mini- tiöscn Beobachtung von Cin^lheiten — in „Babbitt“ schildert er das Zubettgehen seines Helden auf Dutzenden von Seiten, in „Dr. Arrowsmith" beschreibt er eine mikroskopische Untersuchung mit der Ausführlichkeit eines Lehrbuches — erinnert er an Zola.
Sinclair Lewis ist der erste Amerikaner, der den Literalurpreis erhalten hat. Insgesamt sind in den 28 Jahren, seitdem die Robelstiftung in Kraft trat, etwa 20 Millionen Mark verteilt toorben. Die meisten Preise hat Deutschland erhalten. Es folgen Frankreich und England. Die feierliche Uebcneicbung der vier diesjährigen Preise (Literatur, Medizin, Physik und Chemie) durch den schwedischen König erfolgt am 10. Dezember, dem Todestag des Dynamiterfindcrs Alfred Rodel in Stockholm. Jeder Preis beträgt zur Zeit etwa 200 000 Mark. Die Entscheidung über den diesjährigen Chemie- und Physik-Preis ist noch nicht gefallen.
Der Entdecker des Beri-Beri-Crregets f.
Berlin, 6. Rov. (TU. Funlspruch.) Professor Dr. E y k m a n, der Entdecker des Erregers der berüchtigten Deci-Beri-Krankheit, ist, nach einer Meldung Berliner Blätter aus Amsterdam, am Mittwoch im Aller von 72 Jahren gestorben. Professor Cykman erhielt im vorigen Jahre den Robelpreis für Medizin.
Auszeichnung Riddy Impekovens.
Die berühmte Tmizerin Riddy Impekoven, die in Solo (Holländisch-Indien) ihre javanische Tanztournee beendete, wurde von dem dortigen obersten Fürsten Suhnan zu einem Fest geladen, bei dem die berühmtesten javanischen Tänzer und Tänzerinnen ihre kultischen Täiue vorführten. Selbst für indische Begriffe war dieses Fest ein Ereignis von seltener Pracht und Zeremonie. Riddy Impekoven war die einzige europäische Frau, die daran teilnahm.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 8 November. Freitag abend 4.25 llhr: Samstag vormittag 8; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 5.40.— Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 4.30 llhr.
Letzte Nachrichten.
Mißirauenöanträge gegen Severins abgelehnt.
Berlin. 6. Rov. (WTB. Drahtmeldung.) 3m Preußischen Landtag wurden heute die deutschnationalen und kommunistischen M i h - trauensanträge gegen den Innenminister Severing mit 229 gegen 169 Stimmen abge- i lchnl.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o H.. Lombardzinsfuß 6 v. H.
Jranffurt a. 2)1
Berlin
Gchniß»! furd 1
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Schluß-1 tuns |
Anfang» Kurs
Datum
1"
6 11
d 11
6 11
6% Deuticke RcichLauleihe von 1927 .... .....
87
87,1
_
'<% Deutsche ReichSanIeihe von 1029 .......
98,75
—
98,6
_
Scutfdic Anl.-Ablöi.-Sckllkd mi!
Lluslol. Rechten - -
54,3
54,2
54,3
54,3
Desgl. ohne Anölol.-Rechle . .
6,65
—
6,7
6,7
6% Helt. Solfiflaal von 1929 (tü&ablb. 102%) ......
89
—
89,1
Oberheilen Provinz - Anleihe mit
Kuetol-.Mivrfiien.....
50,5
—
_
—
Seutldie Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1 ....
51,5
51,4
_
8% Rrnnl|. Pnn.-Banl Soldpfe XIII unkündbar 6h 1931 .
98,25
_
_
_
7% Rrantf. Hyp.-Bank Soldvfe unkündbar bi» 1932 ...
93,25
_
4y,% Rheiniiche Hnv.-Bauk Stau. Soldpfe.........
85,4
S% Pr. Landesplandbrtesauüalt, Pfandbriefe R. > S
100
_
100
6% Pr Sanbeerian:brtefanftaU, Äomm.-£bl. N. 20.....
7% Pr Landcc-n'anvbriesanktalt, Piandbrieie R 21 .....
97
97
97
97
A.E.G. abg. Bor-riegd-Obligatio- neu. rüchciblbar 1932 ....
94,5
—
—
•1% Oesterreichilcke Goldrrn» ...
_
26,65
26,5
4,20% Leilerreichiiche Gilbenente
2,9
4% Oestcrreichiiche Einheitliche Rente
1,7
_
1,8
■1% Ungarische Qolbrente ....
23,5
—
23,5
_
4% Ungarilche Staatereute v. 1910
—
—
—
4K% 6e£flLDon 1913
—
—
—
19,6
4% Ungarilche Kronenrente
1,75
1,25
—
,75
1,75
4% Türiiiche ZoUanleihe von 1911
—
1,25
4% Türiiiche Bagdadbabn-A.nl Serie 1
4,2
_
1,4
_
1% desgl. Serie ll ....
1,2
—
—
5% Rumänische vereinh. Rente von 1903
—
—
8,8
8,6
Rumänische vereinh. Rente von 1913 ... ....
14,13
14,1
14,25
4% Rumänische vereinh. Rente .
6,85
—
6,85
6,95
Frankfurt a. Ui.
Serkin
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Schluß» | kurs j
Anfang» Kurs
Dalum
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Vamdurg-Ämertka Pakei . .
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—-
75
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Pamburg-Südam. Dampfschiff
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—
160
Hanta Dampfschiff - - - -
10
—
—
123
—
Norddeuticker Lloyd ....
. 8
—
—
75,25
73,9
Allgemeine DeutscheCreditanst. 10
—
—
97,75
97,13
Barmer Bankverein . . .
10
102
101,75
102.13
101,75
Berliner Handelsgesellschaft .
12
132
—
132
130,75
Commerz und Privat-Bank.
11
H5
114,25
115
114.25
Darmstädter und Nationalbank
12
148,5
—
148,5
147,25
Deutsche Bank und
Disconto-Gejellichast, . . .
10
112
—
H2,5
111
Dresdner Bank......
10
U2,5
111
112,5
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Reichsbank......- .
12
_
—
230.13
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.1.Ü.S.........
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H6,5
115
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Bergmann........
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—
—
135.25
—
vieler Lieferungbgesellschaft.
10
112,75
117
—
Licht und Kraft......
10
124.75
—
125
123,75
Fellen & Guilleaume
7>i
96
—
97
—
Gefel-Ychati für Elektrische
Unternehmungen ....
10
123
120,75
124
122,25
Hamburger ElekrrUitätS-Werke
10
—
—-
115
113,25
Rheinische Elektrizität . . .
. 9
——
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—
Schlctitche Elektrizitäl. . . .
10
—
—
118
—
2ebuden & Co. . . . .
11
—
—
135
132
Siemens & Halske .....
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177,5
181,25
178.5
Traneradw . ......
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—
—
—
—
x'obm-ncr & Co.......
10
145
—
145
—
Buderus.........
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55
—
54,5
54
Deutsche Erdöl ......
. 6
—
—
68.13
67,4
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—
—
—
—
Geilenkirchener ......
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—
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86.5
Harpener . ......
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—
75
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Köln-Neuelien ...•••
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—
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78
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Dkonnesmann-Röbren . • •
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—
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Frankfurt a. 271.
Serkin
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Datum
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Kaliwerke Aschersleben
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Kaliwerke Westeregeln
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193,5
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—
Kaliwerke Salzdetfurth
• •
. 15
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Echeideanstalt....
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Geld
»ries
Slmerikani'che Roten.....
4,19
4,21
vclgifcke Noten .......
58,25
58,49
Tauiiche Noten .......
111,90
112,34
Eng-iicke Noten . .......
20,347
20,427
»zränzöliicke Noten .......
16,436
16,496
Hollanvifcke Noten .......
168.56
169,24
Itolienifche Noten........
21,88
21,96
Rorwegilche Noten.......
Hl,88
112,32
Leutlck-Leslerreich, 6 100 Schilling
59,00
59,21
Siuuiänildic Noten.......
2,475
2,495
Sckwediiche Noren.......
112,28
H2,72
Schweizer Noten ........
81,27
81,59
Spanifche Noten...... .
47.06
47.24
T'checkollomakiiche Noten.....
12,401
12,461
Ungarilche Noten ....
73,22
73,52
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZU.
5 November
6 Novembet
ttmin» Gelb
"o ierung - vrrr
umii ®i
Gelb
Xoummg »rit
tämft.-Wott.
168,79
169,13
168,73
169,07
Bu n Aires
1,437
1,441
1,442
1,446
Brss. Antw-
38,455
58.575
58,435
58,555
Christiania-
112,15
112,37
112,13
112,35
Kop.'ndag.'U
112,15
112,37
112,10
112,32
Stockholm -
112,47
112,69
112,49
112,62
Heliingfors. (Italien. . .
10,553
21,945
10,573
21,985
10,551
21.94
10,571
21,98
London. . .
20,365
20,405
20,362
20,402
Neunork . .
1,1945
4,2025
4,1920
4,2000
Doris....
16,457
16,497
16,462
16,502
Schweiz ..
81,37
81,53
81.325
81,485
Sva reu .
47,30
47,40
47.20
47,30
Sanem . . . •Kto de Ion
2,082
2,086
2.080
2,084
'.428
0,430
0,429
0,431
Dien in
CtfL abgelt
39,085
59,205
59,04
59,16
Prag . •
12,436
12,456
12,432
12,452
Bel irad - .
7,42.
7,443
7,429
7,443
Dudav.-it. . Bul arten
73,385
/3,525
73,365
73,505
3,040
3,046
3,040
3,046
t/'siabon
18.80
18,84
18,80
18.84
Tanvg • .
dl ,45
81,61
81,44
81.60
Konst ntm.
i ,784
1,789
1,784
1,789
Atben.
5,435
5,445
5,435
5,445
Conada
4,198
4,206
4,197
4,205
Urn uay.
3,347
3,343
3,337
3,343
Cairo ».
20,89
20,93
20,885
20,925


