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Angelegenheit gemeinsame Schritt« unternehmen.

Air die Handelskammerwahlen in Dab-Äauhetm. Schotten und Dtlbel wurden die Dorbereitungen besprochen.

Lieber die Hauptversammlung des Hessi­schen Derkehrsverbandes in Darmstadt berichtete Syndikus Dr Göbel.

Auf Grund eines Berichtes von Hotelier Ara uh. Dod-Dauheim. wird die Kammer die maßgebenden Stellen aus die lies greis en den Fol­gen der Schankverzehrsteuer für daS Hotel- und Gastftätlengewerb« und für den so bedeutungsvollen Fremdenverkehr mit aller Gin- bringlichkit Hinweisen, damit dafür Sorge ge­tragen wird, daß die schwere Notlage, in der sich daS Hotel- und Fremdengewerbe heute schon befinden, nicht weiter verschärft wird.

Gegen die geplante GrhLhung der 8 a a t- lichen Gebühren erhob die Kammer schürf - ften Ginspruch da viele Gebühren heut« schon stark überseht sind und «ine solche Maßnahme im Zeichen deS Preisabbaues keineswegs za billigen ist.

Auf die von den Industrie- uni) Handelskam­mern herau-gegebene .Amtliche Schuldnerliste für Hessen" wurde besonders o-afmerfUm gemacht.

Den derzeitigen schwierigen D'rtsch^ fr-Verhält­nissen Rechnung tragend, hat die Kammer ihre AuSschlagsatz« für 1930 durchschnittlich nahezu um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr« ermäßigt

Di« übrigen Punkt« der Tagesordnung be­trafen noch Fahrplan- und Postfragen und Aenderungen de» DanderlagersteuergeieyeS.

Das her gewöhnliche Sterbliche nicht zu sehen bekommt.

Kasten an* Panzerstahl.

Hier befindet man sich also auf dem.tiefsten Grunde der Deutschen ®anf; hohe Gänge, künstlich erleuchtet, seitlich vergittert, und hinter ihren Kä­sigen Hoffer, Kisten, Silberkasten und Kunstwerke, die der Bank zu Verwahrung übergeben sind. Die Ventilatoren surren, die Lust ist merkwürdig lern- Serien und duftend; sie ist ozonisiert und wird mit Laschin,n durch diese Räume gepreßt. Hier atmet man' künstlich, denn wir stehen jetzt einige Meter unter dem Ctraßenpflaster und einen halben im Grundwasser, e» wäre also nicht so leicht, diese Gange anzubohren. Außerdem sind sie mit Krupp­schen Panzerplatten und extra harten Klinkern ver­wahrt, wir befinden uns in einem der riesigen Etahlkaslen, die unter den Gebäuden aneinander­lagern wie die Zellen eines Bicnenjtaates. In der oberen Abteilung befinden sich die Tresore in glän­zend polierten Siahllchränken, zwischen denen man straßenentlang hindurchwandert. Alles hat hier rie- fge Ausmaße, in diesem Kasten liegen 85 000 Tre- ore beisammen, über uns erheben sich die drei 6anbfteinblö<fe der Bankgebäude, angModenslache eineinhalbmal so groß wie der Reichs» oder das Berliner Schloß Die Gänge dieser Bank-Stadt machen denn auch gegen fünf Kilometer aus, wäh- rend die Berliner Straße Unter den Linden ver­gleichsweise nur tausend Meter lang ist. Man könnte also die Linden fünfmal entlang gehen, um die Korridorstrecke der Deutschen Bank zu erledigen, ober das wäre für den Fremden ein aussichtsloses Unternehmen, denn er würde sich verirren. Rur Er­fahrene finden sich in dem Gewirr dieser Bureaus, Kossenschalter, Kassenhöfe, Beratungszimmer, Trep- gen und Gänge zurecht.

Lin Sack mit fünftausend Golddollars.

Unter den eigentlichen Gebäuden aber schweift man Immer wieder in die Unterwelten dieser Bank hinab. Hier landen wir etwa vor einem Eisen- schrank mit Gold (zuvor ober muß man durch einige Gittertüren und Panzerpförlchen). Hier liegt Gold aus allen Ländern, vor allem aber goldene Dol­lars; die Hundertstücke haben die Größe etwa eines deutschen Funsmarkstücks, die Eindollars sind so groß wi-ein Kupferpfennig. Biele Zahlbretter mit gestapel- kn Goldmünzen lagern hier nebeneinander. Gold hat immer etwas verwirrendes, ganz gleich, ob man es

in Münzen oder in Barren zu halben Kilos in die Finger bekommt; auch galoanoplastisch erzeugie Barren nimmt man nicht ungern, sic sehen viel bub- scher aus, glänzen mattschillernd wie goldene Schlan- aenhaut und tragen am önbe eine De|e, damit man sie sich unter den Weihnachtsbaum hängen kann. Ein Leinensöckchen mit fünftausend Golddollar In­halt kann von einem normalen Mann noch bequem gestemmt werden.

Maschinen zählen und packen Silber.

Im Rebenraum klingelt und klappert es. Dort liegen auf einem blcchbeschlagenen Tisch Hausen von Silber-, Nickel- und Kupfermünzen sortiert. Der soll sie zahlen? Ein Handgriff (rfiiittct sie einer Ma­schine in den Rachen, hier fallen sie, durch einen gläsernen Schacht kontrollierbar, hinab und einem sehr beweglichen Hebel sozusagen in die Hand, der sie mit kleinen fixen Griffen nebeneinander auf­baut; und wenn ihre Zahl erreicht ist, packt eine Klammer die Geldstange mit wirklich ehernem Arm und überliefert sie zwei Rollen, die die Münzen nun in Papier einrollen. Oben und unter bleibt die Papierhülle offen, denn es soll oorgekommen sein, daß man statt der Münzen Cisenstäbe in Papier packte. Fallen die Münzen nicht heraus? Sie tonn­ten es nicht, bei aller Flüchtigkeit des Geldes, denn sie liegen so stramm und sestgeschnürt in ihrer Packung, daß man sie nur in Umlauf fetzen kann, wenn man die ganze Rolle zerfchlägt. Und da wir eben von Maschinen sprechen:

Licht für 15 000 Einwohner.

Wir gehen durch einige Gänge: teils sind sie mit dicken Teppichen belegt, bann führen sie an Edel­holzwänden entlang, hinter denen die Direktoren sitzen, oder sie sind mit Linoleum oder Parkett aus- geschlagen, dann sind es die Korridore für uns, das Publikum. In gleicher Weise aber sind sie alle vorbildlich für strebsame Hausfrauen: nirgends ist ein Stäubchen wahrzunehmen, das Linoleum glänzt immer wie eben geputzt Man sollte sich erkundigen, wie auf diesen Fünfkilotnetergängen (in den Zim­mern und Sälen gleichfalls) eine solche Reinlichkeit ohne eine Riesenarmee von Scheuerfrauen möglich ist, aber wir wollten von den Maschinen reden: auch im Maschinenraum, wo zwei Dieselmotore die Licht- und Kraftanlage für die Blocks antreiben.

glänzen die marmornen Schalttafeln, die mit weißen Kacheln belegten Wände und sämtliche Metallteile wie aanx neu. Hierm t konnte eine mittlere Stabt von fünf zehntausend Einwohnern aelpeift werden die 120 Akku zellen liefern notfalls ström für zwei Tage

Vierzehn Kilometer Rohrpost.

Sie gehört natürlich auch zu den Maschinen, schon als größte deutsche Anlage dieser Art Sie bat 45 Stationen, zwischen denen die längste Entfernung 45C Meter befragt Die Sendungen liegen bekannt­lich in Zylindern, die durch diese Rohre mit einer Geschwindigkeit von acht bis zehn Meter in der Sekunde gesaugt oder gepreßt werden. Diese Luft wird filtriert, indem sie durch ein Dutzend Bind­fadenfilter gejagt wird, die ständig vibrieren und summen. Täglich lausen sechzehn- bi* achtzehntaulend Sendungen durch diese Rohren. Mit ähnlichen Zah- len bient bie Fernsprechzentrale mit Selbstanschluß, mit der ein mittleres Postamt zufrieden wäre; sie empfängt jährlich über 1,5 Millionen Anrufe aus der Stadt und oermittePe im letzten Jahre 137 718 Ferngespräche. Hiermit fei es von Technischem genug

Das Archiv der sechzigtauscnd Firmen.

In langen Straßen von Regalen liegt bas Ma- lerial, bas über sechzigtausend Firmen wirtlchaftliche Tatsachenmaterial enthält. Hierzu kommt eine Spe- zialbibliothek von vierzigtausend Banden, sechs­tausend Zeitungsbänden und ein Archiv, das nach Schlagworten geordnet ist. Verlange also3ta- lienische Sozialversicherung", so erhältst du in einer halben Minute den hierüber gesammelten Stoss. Auch die Angestellten haben ihre eigene Bibliothek wr Unterhaltung und zur Bildung: fünfzehntausend Bände.

Die Stobt unter den Dächern.

Dicht unter den Dächern der Bank zieht sich bie Stabt ber Angestellten hin; sie gehört dem Sport, ber im Sommer auf bem Mariendorfer Platz ber Deutschen Bank betrieben wirb; bober ist ber Ruder- faal verschloßen, der Tennissaal steht leer und im Fcchtsaal stehen die Rapiere ungebraucht an den Wänden. Unterm Dach liegt auch bas ausgebehnte photographische Atelier mit seinen mächtigen Ka­meras, bie schwebend aufgehängt sind. Hier werden fragliche Scheine und Dokumente vergrößert, um Fälschungen zu entdecken; aber auch wichtige Akten werden nicht mehr abgeschrieben, sondern photo­graphiert: so erhält man das getreue Original mit allen Korrekturen und Verbesserungen noch einmal. Endlich gibt es eine Hauszeiiung, die die wichtigslen Nachrichten der Tagespreise zusammenstellt; hier wird sie photographisch vervielfältigt.

Und bie Papierkasten ...

In gewissen Abteilungen bes Hauses werben allabendlich die Papierkasten auf versehentlich ver­senkte Dokumente nachgeprüft. Dann kommt aller Inhalt in große verschließbare Eilenkalten im Hofe, wird dort ein halbes Jahr gesammelt, bann gepreßt unb in Maschinen bis zur Unkenntlichkeit zerrieben, so erhält man vierteljährlich vier bis fünf Zentner Abfallpapier. Ist Ihnen bas Bankgeschäft jetzt klar geworden? Wahrscheinlich nicht, denn diese Dinge sind nur seine Maschinen und technischen Mittel. Aber sie sind erstaunlich und bemerkenswert genug.

Lpielplari der Frankfurter Theatrr.

Opernhaus Sonntag. 7. Sept., von 19.30 bis nach 22 Ufcr DaS Land de» Lächeln». Montag, 5. Sept., von 19 30 bis 22.15 Uhr: ArnLNa ober Gin MaSkenbaU. Dienstag, 9 Sept^ von 19.30 bis 22.30 Ubr Der Detleistubent Mittwoch, 10. Sept. von 20 biS nach 21.30 älhr Salome. Donnerstag. 11. Sepr^ von 19.30 diS gegen 22.30 älhr Zar und Zimmermann. Freitag, 12. Sept. von 18.30 bi» nach 23 Uhr Lohengrin. SamStag. 13. Sept. von 19.30 bi» 22.30 Ühr: Der DrUcistubent Sonntag, 14. Sept., von 18 bi» gegen 22 30 Ahr Tristan und Isolde. Mon­tag. 15. Sept., von 19 30 bi» 22 30 Uhr: Der Bettelstudent.

Schauspielhaus Sonntag, 7. Sept., von 20 bi» 22 15 Ugt: Miedcraulnahme beantragt. Montag. 8. Sept., von 20 bi» 22.15 Ubr Wie­deraufnahme beantragt. Dienstag. 9. Sept., von 20 bi» 22 Mbr: Salvermoser» seltsame veelen- tranberung Mittwoch. 10 ®cpt . von 20 bi» 22 Hbr. Saloermoser- seltsame Seelenwande- rung. Donnerstag. 11. Sept. von 20 bi» 22 Uhr: Salvermoser» seltsame Seelenwanderung. Frei­tag. 12. S<pt. von 20 bi» gegen 22.30 Uhrt Anna Thrill ie SamStag. 13 Sept von 20 bi» gegen 22 30 Ubr: Sdarleh» Xante. Sonn­tag. 14. Sept. von 20 bi» gegen 22.30 llbr: Tharlcy» Xante Montag. 15. Sept., von 20 bi» gegen 21.30 Ufor: Xartüff.

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