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• * Don der Kraftpoft Gieße n—L a u n »• bad) — Wißmar. Dom Postamt wird uns mit- geteilt: Den viel lach vorgcbrachlen Wünschen der Bewohner der Orte Launsboch und Wißmar entsprechend, werden mit Wirkung vom 7. September ab die Fahrzeiten der Kraftpost Gießen—Wißmar an Sonntagen wie folgt festgesetzt: ab Wißmar 12.00 Uhr, ab Launsbnch 12 12 Uhr, an Gießen 12.25 Uhr. Rückfahrt: ab Gießen Bhf. 17.36, an Launsbach 18.00, an Wißmar 18.10. Nach Ankunft in Wißmar setzt der Postkrastwagen um 18.12 die Fahrt bis nach Krosdorf fort, wo er um 18.20 Uhr anfommt.
• • Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei kleinen Eintrittspreisen geöffnet
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Augen rieben 34) habe alS Jüngling auch den Flegel geschwungen. SS war keine leichte Arbeit für junge, ungeübte Arme, besonder- auch dann, wenn die Knechte mit kritischen Aügcn die .ßtubierten“ bespötteltenI Da mußte man alle Kraft zusammennehmrn, aber auch die Gedanken, denn träumen konnte man nicht beim Dreschen Da hieß eS. Takt gehalten, besonders, wenn eS vier oder gar fünt Drescher waren!
Sprichwörtlich ist ja der Appetit der Drescher. Kein Wundern denn schon srühmorgenS um drei Uhr ging eS beim trüben Schein eine« Oellämp- chen» an die Arbeit. Dar man4>e heitere Jugendstunde habe ich beim Klang deS Dresch- slegclS verlebt. Wie schön ließ eS sich da im Stroh Verstecken spielen! Wie oft wurden Hefter mit jungen Mäusen au-gehoben! Waren die Drescher bei der Mahlzeit, und e- waren er» fllebige Mahlzeiten, dann konnten wir ungestört n der Scheunentenne Purzelbäume schlagen. Belm Ausrollen de- Strohe- auf da- hohe Gerüst waren wir natürlich auch. —
Heute hat die Dreschmaschine die Herrschaft auf der ganzen Linie. ES ist wohl die erste Maschine, die sich bei den Landwirten heimisch gemacht bat; denn der Dorteil de- Dreschen- mit der Maschine ist so in die Augen springend, daß einer schon sehr am Alten hängen müßte, wenn et auch heule noch seine Frucht mit der Hand au-dreschen wollte.
Und wandert man jetzt durch die DSrset, so hört man überall das eintönige Summen den Dreschmaschine Schön Ist die Arbeit bei ihr allerding- nicht. Wohl sehnt der Landmann den Tag heran, an dem er seine Dorräte dem Dreschwagcn übergeben kann, aber noch froher ist er wenn diese Tage vorüber sind. Die Maschine frönt ja gewissermaßen die ömte- arbelt, indem sie da- goldene Getreide fein säuberlich in die ausgehängten Säcke schultet, und je mehr eS gibt, desto mehr lacht da- Herz de- Dauern. Aber eS ist doch ein harter Tag
Der Klang deS Dreschflegel- hat uni in Jugend geweckt Klipp, kapp! ging cD am stützen Morgen, wenn wir noch schlaslrunken die
tum deutlich und klar, wird bamt aber undeutlich Dr Horn, der >eyt versucht, da - Schicksal Fränkel- zu rekonstruieren, schlägt oor, daß Schweden eine neue Expedition zur Weißen Insel entsendet, die weiter ,u4>en soll. Da- Logbuch enthält, toie Dr Horn sagt, nichtüber die Frage, ob zwei oder drei Männer über da- EiS marschierten Die Mannschaft der .Dratvaag" fand die beiden Leichen einen halben Meter tief im Elfe ES wäre möglich, daß die Leiche Fränkel- noch tiefer lieat. Man hält e- aber für wahrscheinlicher, daß Fränkel sich von Andree und 6trinbberg getrennt hat, um an- andere Ufer zu gelangen. Da alle Gewehre der Srpedition auf der Weihen Insel gesunden worden sind und ein Mensch ohne Gewehr sich in jenen Degen- den in einer hoffnung-losen Lage befunden hätte, muh Fränkel- Tragödie jedenfalls vor dem Tode Andree- und StrindbergS angesetzt werden
für alle, für Frauen und Männer; denn eS sind gar viele Hände nötig, um die Arbeit bet der Drcschmaich.ne fortlaufend zu bewältigen. Schon früh am Tage w'.rd begonnen. Dann geht et ununterbrochen bis zur Mittagspause Ss gibt nur einen kurzen Halt, wenn andere Siebe und Walzen beim Fruchtwechsel eingesetzt werden müssen Scheint dann die Sonne noch mit solcher Krast und Eindringlichkeit wie in der letztet, Zeit, so nnlchl sich in den unendlich vielen Staub, der überall in der Scheuer, im Hof, Im Garten, auftoirwlt, viel viel Schweiß Wie sehen die Gesichter der Heiser au-! Denn eine Familie kann in den seltensten Fällen die Arbeit bewältigen. Da muß die ganze Derwandtschalt, auch der Aachbar, mlthelsen.
Frisch und mutig greifen alle an, wenn in der Morgenfrühe die Maschine Ihren Plifs ertönen läßt. Abgehetzt, verstaubt, mit entzündeten Augen vom Schmutz sagen alle am Abend: Endlich!
Aber ist der Tag noch so schwer, der Abschluß gleicht wieder alle- au-, und em Aachtesfen am Dreschtag ist nicht zu verachten. Da biegen sich die Tische. Da- ist recht so. Frisch gewaschen, mit gutem Appetit versehen, erscheinen die ArveitSieute Die Hausfrau legt ihre Ehre drein, daß alle- in Hülle und Fülle da ist. Am Tage vorher wurden Kuchen gebacken, wie zu einer Beinen Hochzeit, und frische Wurst unb ‘Braten sehlen auch nicht. Für da- Getränke, da- den staubigen Hal- glatten soll, hat der Hau-herr gesorgt. So ist eS kein Wunder, trenn beim Drcschernachtesien bald alle Mühe vergessen ist und regste Unterhaltung In Fluh kommt. Gar manche Schnurre wird erzählt, manche alte Geschichte aufgewärmt Und nicht selten kommt e- vor, daß ein alte- DolkSlied durch die stille Dacht ertönt. Da- Ist da- Schonste, daß ein Lied den Takt der Dreschflegel auS den früheren Zeiten abgelöft hat. W.
Flaggt zum Zeuenvehf'Zubiläum!
Unsere Mitbürger seien noch einmal gebeten, au« Anlaß deS 7 5. Jubiläums der beiden Gießener Freiwilligen Feuerwehren am heutigen SamStag und am morgigen Sonntag die Häuser mit Flaggen zu schmücken, um dadurch sichtbar den gebührenden Dank der Bürgerschaft an die Wehren für deren uneigennützige- Wirken im Dienste der Gesamtheit zum Ausdruck zu bringen.
Daten für Sonntag, 7 September
1533: Königin Elisabeth von England geboren; — 1654: der schwedische Staatsmann Graf Oxenstjerna gestorben.
Aus der Prvvinzialdauptstadi.
. Dießen, den 6. September 1930.
Oie Dreschmaschine brummt.
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stellten bei den bisherigen Wahlen die Ti i cht. Wähler dar. Durch ihren unangebrachten Verzicht aus das Stimmrecht legten sie den Grund zu den bisherigen Schwierigkeiten im Reichstag. Dieser Fehler bars bei der kommen« den Reichstagswahl nicht wieder gemacht werden. OaS deutsche Volk und jeder einzelne würde schwer darunter zu leiden haben. Mehr denn je bedeutet jetzt der Besitz des Wahl« rechts die Verpflichtung zur Stimmab« gäbe. Deshalb heißt es besonders für jeden bisherigen Tkichtwähler: Auch ich
— Der Feuerwehr-Fest zug am morgigen Sonntag Aus potczeilichc Anordnung wird sich der Festzug der Feuerwehren morgen nicht durch btc Alicenstraßc ^udwigstraße, Doerhrstraßc betreten, sondern vorn SelrerSweg direkt nach der SüdSnlage führen.
ee Serlofuna eines Fr« i|lutzs im Stadttheater Um zum Schluß der diesjährigen Sommerfpielzett den Tdeaterveiuchern eine besondere Uederrafchung zu bieten, wird im Stadt- theater wahrend der großen Pause in der Vorstellung am nächsten Dienstag ein Freiflugschein verlost werden Der Flugschein gilt für die Strecke Gießen—Frankfurt a M
• • Dl e Er -bahn. Durch die Ansage einet neuen Straße entlang den Eichgärten In Fortsetzung der Roonstraße Ist die Detlegung bei AestaurattvnSraumeS des Gießener Ei-verein-
notwendig geworden. Die Halle ist abgebrochen. Sie wird bi- zur Verlegung der Si-bahn an der Stelle der bereits abgebrochenen Zaßhalle der Zurbuchschen Lackfabrik aufgebaut. Am nördlichen Ende der Ei-bahn wird zur Zeit an der Errichtung einer sog. Spritzbahn gearbeitet Das Material für die etwa 70 Zentimeter höher gelegte Spritzbahn wird an der Wiese nahe der Wicseck au-gehoben. Die entstandene Vertiefung soll zu einem Planschbecken für die kleinen Wassersportler hergerichtet und damit Sornmer- und Winterbetrieb auf dem Gelände der Eisbahn ermöglicht werden. Die Spritzbahn wird eine Betonschicht erhalten. Im Winter wird diele Bahn leicht überflutet, so daß eine dünne Eisschicht entsteht, auf der der Ei-sport ausgeübt werden kann, bevor die erforderlich« stärkere Eisschicht den Sport auf der Wiese ermöglicht.
(Weitete Lokalnachrichten Im 3. Blatt.)
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Voraussage.
Don dem iNorbmcertief hat sich an der Südseite eine leilftörung abgc|paltcn, welche über dem Kanal und Holland sich weiter bewegt. Beveil» wäh- renb der verflossenen Nacht und im Laufe des heutigen Morgens beherrscht sie die Wetterlage. Unter Temperaturanstieg und (Eintrübung traten in unserem Bezirk stellenweise Gewitterstörungen und überall Regen auf. Wenn auch durch die Teilstörung keine wesentliche Beeinftusiung mehr eintritt, so dürfte durch die Hauptftörung eine weitere Staffel feucht warmer Südwestluft zu uns gelangen. Sie wird außer Bewölkung noch zum Auftreten einzelner Niederschläge führen. Hinsichtlich der Temperaturen tritt keine merkliche Aenderung ein. Der Temperaturausgleich zwischen Tag und Nacht bleibt bestehen.
AussichtenfürSonntag: Bewölkt unb gelegentlich auch aufbelternb, einzelne Niederschläge, Temperaturen wenig verändert.
Aussicht en fürMontag: Einfetzende leichte Abkühlung, dabei wechselnd bewölkt mit Aufheiterung.
• • • j® schlechter die Strassen und je stärker die Steigungen sind, desto zuverlässiger muss der Betriebsstoff sein. Sie wünschep, pünktlich zu sein, und müssen deshalb ohne Störungen fahren. Mit „ESSO” im Tank überwinden Sie alle Fiinder« nisse, mit „Esso” erreichen Sie rechtzeitig das Zieh
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