Ausgabe 
6.6.1930
 
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Konstanze.

Vornan von Karl Hein; Voigt.

Urheber-Rechtsschutz SBerlag Oskar Meister. Werdau

30. Fortsetzung. Nachdruck verboten.

Einmal trafen sie sich auf dem balbbunflcn Flur. Erst als sie ihn beinahe angestoßen hatte, gewahrte sie ihn.

.Ich sah Sie lange nicht, Herr Helbing."

.Sie werden mich nicht vermißt haben, Frau Constanze." Gr sagte eS leise, aber die wenigen Worte Hangen bitter und anfagcnb.

»Ich nehme an. Sie sind ganz mit Arbeit be­schäftigt gewesen?"

,3n der Tat, ja! Ich bereite eine Ausstellung meiner Werfe vor. 5He letzte in Deutschland. Ich fahre im nächsten Monat nach Amerika." Er hustete krankhaft und pfeifend. .Ich werde drüben sterben. eS geht mir nicht gut. Wieder bt8 Husten.

.WaS reden Sie da für Torheiten, Herr Hel­bing."

.Die Adrzte verheimlichen mir meinen Instand. Ich weih es besser." Plötzlich brach es wie ein wilder Schrei der Genugtuung aus seinem Munde: .Ich kann sterben. Ich habe die Welt gesehen. Ich habe daS Leben erkannt. Mehr noch, ich habe Sie gesehen, Frau Konstanze."

Sie erschrak heftig. Trotz der leisen Theatra- lik, deren seine Worte nicht entbehrten, hatten sie tieserschüttemd geklungen.

.Ich hätte das nicht sagen sollen, verzeihen Sie. Derartige Worte dürfen zwischen uns nicht mehr geredet werden", sagte er plötzlich leise, aber hart. Konstanze, deren Augen sich an die Dunkelheit hier gewöhnt hatten, erkannte nun das blasse, kranke Gesicht HelbingS. Noch tiefer lagen seine Augen, noch zarter und Weiher waren die Hände geworden. Sie schienen in ihrer wächser­nen Bleiche förmlich zu leuchten.

Konstanze zögerte, in ihr Zimmer zu gehen, und auch Kurt Helbing schien zu zaudern, seine Tur au öffnen. Es war, als mühten beide noch etwas faaen. Sie fanden nicht daS rechte, aber schließ­lich fragte Kurt Helbing:

.Wie geht es Peter?"

.ES geht ihm jetzt gut. Sie sind sein Freund, ich darf es Ihnen fagen. Auch das andere daS ich nun tarne, die große Schwache, Sie wissen..

.Glauben Sie, er hat sie abgelegt? In der raschen Frage schwang Erstaunen und Zweifel.

,34> hoffe."

»Wenn Ihnen dieses Werk gelingt, Frau Kon­stanze, und wenn Sie an seiner Seite--** Er

sagte noch etwas, doch die Worte verloren sich

in einem unverständlichen Murmeln. Dann drückte er die Äitnfe seiner Tür nieder. .Ich Sönne ihm dieses Glück dieses unermehliche stück."

Es war an einem Mittwoch, als Konstanze etwaS später als gewöhnlich, Peters Melier be­trat. Sie erkannte auf den ersten Blick, daß sein neues Werk .Erinnerung" bedeutende Fort­schritte gemacht hatte. Sie freute sich aufrichtig und sah ihn glücklich an. Es fiel ihr auf, daß Peter feierliche Mienen hatte und sie sagte ihm daS ohne Umschweife.

ör kam zu ihr und umfaßte ihre im Schah ruhenden gefalteten Hände mit den seinen.

.Du hast recht. Mir ist feierlich xumute, Kon­stanze I Ich bitte dich, werde mein vor Gott und den Menschen."

Dieser heißen Ditte folgte ein Kuh auf ihre Stirn. Sie schlug die Augen voll zu ihm auf. ES tat ihr weh. dah sie den Kopf schütteln muhte und sie erkannte eine große, bittere Ent­täuschung in seinem Gesicht.

.Du weißt, dah Lothar mich niemals freigeben würde."

»Ist es das?" Seine Züge erhellten sich. Die Frage hatte fast wie ein Jubel geklungen. .Ich war in Berlin."

.Du warst - in Berlin?"

Er nickte: .Am Dienstag. Unserer Ehe steht nichts mehr im Wege, Konstanze. Ich habe Lothar beobachtet."

.Du hast ..." Ein Erschrecken malte sich auf ihrem Gesicht.

.Wir können die Scheidung gegen Lothar ein­reichen."

.Dein." Sie schrie es förmlich, aber sie wuhte gar nicht, dah eS so laut klang.

.Dein Gatte lebt mit einer anderen Frau zu­sammen."

.Das ist nicht wahr!"

.Konstanze!"

.Derzeihe mir... Du wirst verstehen, dah ich..." Er unterbrach sich: »Sie ist Filmschau­spielerin ... Ich habe in Erfahrung gebracht, dah..."

.Sei stille!" Das war Befehl und er gehorchte.

Warum bebst du, Konstanze? Weshalb ist eS dir unsahbar, daß dein Mann sich einer ande­ren Frau zugewendet, wenn die eigene ihn verlieh?

Konstanze! Konstanze!

Was kümmert dich, ob Lothar Emmerstorff, ein dir völlig fremder Mann, seine Gunst einer an­deren schenkt? Weshalb frohlockst du nicht, dah dir die Pforten geöffnet sind? WeShalb stürzt du diesem Manne hier vor dir nicht in die Arme? 3st denn Lothar Emmerstorff nicht nur ein bloheS Wort ein QTame ohne Bedeutung, ein bloßer Begriff für dich? Natürlich ist er das pnd doch! Es ist immerhin seltsam, wenn man

seinen angetrauten Wann mit fronten Frauen in Verbindung bringt, nicht wahr? .Das Leben ist eine Farce", kicherte eine Stimme in Kon­stanze, und sie war nahe daran, dieser Stimme reckt zu geben. Doch dann sagte eine andere Stimme: .0 nein, das Lehen ist durchaus keine Farce." Alles im Dasein ist zweckvoll und über­aus weise bestimmt. Nichts ist unnütz. Alles hat einen bestimmten Sinn. Dann sagte eine dritte Stimme: .Der Weg ist frei, Konstanze!" und diese Stimme gehörte Peter Ahlstädt.

Konstanze hob den Kopf. Sie schien zu erwachen und dem Sein wieder anzugehören.

.Der Weg ist frei, Konstanze!"

Sie sah PeterS stahlgraue Augen. Ein Lächeln lag um seine Lippen. Da war schon wieder ein Klein-Giesow. Die wonnige Zeit der jungen Liebe.

»Ich sehe, du bist nicht froh. Konstanze."

.Es ist zuviel auf einmal, Peter. Noch nicht!

Später vielleicht."

.Willst du mir keine Erklärung geben?"

.Die bin ich dir schuldig. Du weißt, noch ist der Kampf nicht auSgelämpft..."

.Du glaubst, ich sei noch immer schwach? Du traust mir noch immer zu, dah ich..."

»Später vielleicht. Peter. Warum auch nicht später?" Das letzte klang matt und leise. Dann verlieh sie ein wenig unsicher das Atelier.

Peter erkannte immer deutlicher, daß Konstanze in fein Leben gehörte. Diese Frau hatte ihn auf den Weg gebracht, der hinaussührte auS den Wirrnissen einer zerstörenden Leidenschaft. In Dankbarkeit würde er ihrer harren, bis sie sah, dah er ihrer würdig war und er hoffte, gestärkt durch ihre häufige Anwesenheit, daß die Stunde, da sie ihm für immer gehören wollte, bald da fein würde.

Einmal traf Peter Kurt Helbing zufällig auf der Straße. Der Bildhauer trat auS einem Por­zellanladen und war gerade im Begriff, in fein harrendes Auto zu steigen, als Peter ihn anrief.

. Fährst du nach Haufe, Kurt?"

3a. Auf einem kleinen Umtoeg. 3ch habe noch einiges zu erledigen. Mitte nächster Woche geht mein Schiff. Da gibt es noch allerhand zu be­sorgen."

Darf ich jetzt mitfahren? 3ch möchte Kon­stanze besuchen."

Sie fliegen ein und Kurt Helbing steuerte als begeisterter Sportsmann und Automobilist seinen Wagen selbst.

Später saßen Konstanze, Peter und Kurt Hel­bing in dem eleganten Heim des Bildhauers. Ein würziger Tee dampfte in kostbaren, hauch­dünnen Schalen.

Dann öffnete Helbing einen Ebenholzschrank und holte eine Keramik heraus. Es war ein

brüllender Hirsch. Ein Werk von großer Schönheit.

..Dies ist mein letzte- Werk. Sozusagen mein Vchwanengesang." Er strich zärtlich, beinahe liebe­voll über den Rücken deS Hirsches und stellte die Figur wieder in den Schrank. Er schritt zum Flügel und deckte ihn auf. ..Eine Bitte, Frau Konstanze." Er deutete einladend auf die Tasten. ..Geben Sie dem armen Pilgrim ein Komitat auf seine Reise nach Amerika auf feine Reise in den Tod."

Diese Worte klangen so flehend und so traurig zugleich, daß sie Konstanze wie mit Messern schnitten. Sie setzte sich an daS Instrument. Sie präludierte auS der Phantasie. Schließlich begann sie zu fingen und ihre Stimme schwebte wie ein ganz großer dunkelbrauner Schmetterling au# Samt in dem eleganten Zimmer, legte sich auf die kostbaren Teppiche und sand an den seiden­tapezierten Wänden einen dumpfen, schweren Widerhall.

Ich weih nicht. WaS mir hier gefällt. In dieser engen, kleinen Welt, Mit holdem Zauberbann mich hält! Vergeß ich doch, vergeß ich gern. Wie seltsam mich das Schicksal leitet. Mnb ach. ich fühle, nah und fern. Ist mir noch manches zubereitet, Oh, wäre doch daS rechte Maß getroffen! WaS bleibt mir nun. als eingehüllt, Von holder Lebenskraft erfüllt, In stiller Gegenwart die Zukunft zu (erhoffen!

Langsam klang das Lied in Akkorden auS.

Peter schien auS einem tiefen Ginnen zu er­wachen und Helbing standen die Tränen in den Augen.

Ich danke Ihnen." Er drückte ihre Hände und umfing sie mit einem Blick, der Peter da- Blut in den Kops trieb.

Cs war spät, als Peter aufbrach. An diesem Abend wollte er den Weg von der Pension Bürger zu feiner Wohnung zu Fuß zurucklegen.

Cr mußte einige belebte, lichtdurchflutete Ge­schäftsstraßen durchqueren. Der kühle Wind, der an diesem Spätsommerabend wehte, tat ihm wohl. Die Räume des Bildhauers waren geheizt ge­wesen, da den Kranken immer fröstelte. Außer­dem steckte Peter noch der Parfümduft in der Nase, der Helbings ganzes Zimmer durchwoben hatte.

Da horte cr plötzlich laut seinen Namen rufen. Er blickte auf. ES stand ein Herr vor ihm, llein, aber von sehnigem Körperbau und gut gekleidet.

Peter fand sich nicht sogleich zurecht.

Peter Llhlstädt?" fragte der Kleine und strahlte vor Lachen. Gr klopfte ihm auf den Rücken und nun erkannte Peter das fröhliche Lachen seine- Schulkameraden Otto Avus lFortletzung folgt.)

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Bin ein ganz anderer Mensch! Bin immer in guter Stimmung!

Schwacher Stuhlgang, Korpulenz, vollblütig!

Herr K H. le Ulm a. D. schreibt unter dem 24. Ja­nuar 1930 wörtlich wie folgt:

Ich nehme Neo-Kruschen-Salz jetzt schon Uber 5 Jahre, weil Ich an ganz schwachem Stuhlgang litt, vollblütig bin, zur Korpulenz neige und dabei immer eine bedruckte Stimmung und ein dumpfes Angst­gefühl hatte. Ich kann Ihnen nur meinen Dank und meine Anerkennung aussprechen . . . und gefällt mir da* Neo-KniBcben-Salz ausgezeichnet. Seil ich es nehme, bin Ich ein ganz anderer Mensch. Ich habe meine regelmäßige Verdauung, bin immer in guter Stimmung und habe das dumpfe Angstgefühl mit Ge- drückteein und oft kleinen Schwlndelzust&ndon ver­loren. Ich habe Neo-Kruechen-Salz schon oft und auch mit Erfolg empfohlen .... gez. Unterschrift.

(Originalschreiben liegt vor und kann elngeeehen werden.)

Kruschen regt das innere System des Menschen zu kräftiger Arbeit an. Lästige schlackige Ansammlun­gen werden aus den Därmen binnen kurzer Zeit durch Kruschen hinausbefördert. Dabei ist die Wir­kung von Kruschen eine völlig reizlose und beruhi­gende. ja man möchte sagen wohltuende. Wer Kruschen ständig gebraucht, wird sich bei entspre­chender allgemeiner Lebenshaltung, d. h bei ver­nünftiger Lebensweise, frisch, wehl, rüstig und elastisch fühlen. Beginnen auch Sie noch heute mit tauschen

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