Nr. 259 Erster Blatt
(80. Jahrgang
Mittwoch, 5. November (950
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Dr Friedr Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in (Biehen
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Starke Kürzungen im Reichshaushalt.
T)o X gestartet.
Allenrhein, 5. Jloo. (1BXB. Eigner Drahk-
Oie Gestaltung des Voranschlags für 1931. — Starke Abstriche an den Etats aller Reichsrefforis. - Auch die Lleberweifungen an die Länder werden beträchtlich gesenkt.
bericht.) Do X (ff heule vormittag um 11.31 Uhr gcslariel und nahm Kurs auf Friedrichshofen. Ueber der Stadl zog das Flugschisf eine Schleife und fetzte dann seinen Flug in R i ch -
Berlin, 3. Rov. (DDZ.) Der Reichshaus- haltsplan für 1931 wird morgen dem Reichs- rat zugeleitet. Er schließt im ordentlichen Haushalt mit rund 10,4 Milliarden Mk. in Einnahmen und Ausgaben ab, wozu noch der außer- ordentliche Haushalt in Höhe von 237 773 000 Mark tritt. Die Anleiheermächtigung zur Bestreitung außerordentlicher Ausgaben aus früheren Rechnungsjahren beträgt 648 Mill., wozu für 1931 weitere 71 Millionen treten. Ferner wird der Finanzminister ermächtigt, zur teilweisen Deckung des Fehlbetrages aus dem Rechnungsjahr 1930 im Wege des Kredits die Summe von 375 Mill. Mk. bis zur Abdeckung des Fehlbetrages zu beschaffen. Weitere 150 Mill. Mk. sollen im Wege des Kredits solange und soweit beschafft werden, als die durch die Veräußerung der Vorzugsaktien der Reichsbahn flüssig zu machenden Deckungsmittel noch nicht oder nicht in vollem Umfange zur Verfügung stehen. 3m Haushaltsgesetz ist auch vorgesehen, daß, wie bekannt, im Hinblick auf die Einschränkung des Personalaufwandes in der öffentlichen Verwaltung der Länder und Gemeinden die Heber- Weisungen an dieLänder um lOOQUil- Honen 3H f. gekürzt werden. Die für den 1. April geplante sechsprozentige Kürzung der Deamtengehälter ist im Entwurf des Haushaltsplans bereits berücksichtigt, so daß in allen Haushaltsplänen die Ansätze für den Personalauswand verringert worden find.
ZReicfrtfpräfibent Reichstag und Reichskanzlei.
Der Reichspräsident hat bekanntlich ebenso wie die Reichsminister auf 20 Prozent seines Gehalts verzichtet. Sein Gehalt erscheint daher im Haushalt nur mit 48 000 Mk., wozu 120 000 Mk. Aufwandsgelder treten. 3m Haushalt des Reichstags ist infolge der Vermehrung der Abgeordnetenzahl die Entschädigung an die Eisenbahn für die freie Fahrt der Abgeordneten um 222 000 Mk. auf rund 1,5 Millionen erhöht worden. Dagegen haben dieAufwands- entschädigungen trotz des Zuwachses an Abgeordneten eine Verringerung um rund 300 000 Mark infolge der Diätenkürzung erfahren. Die Herausgabe der Veröffentlichungen des Hntersuchunasausschufses erfordert nochmals 65 000 Mk. 3m Haushalt des Reichskanzlers ist die Vertretung des Reiches in München bereits für 1931 weggefallen.
Auswärtiges Amt.
3m Haushalt des Auswärtigen Amts betragen die fortdauernden Ausgaben rund 56 Mill, gegenüber 60 Mill, im 3ahre 1930. So werden u. o. herabgeseh t die Mittel für die Förderung des "Nachrichtenwesens, für die Pflege kultureller und wistenschaftlicher D zichun- gen zum Aus!ande, zur Förderung des deutschen Schulwesens im Auslande, für die Deutsche Völkerbundsliga und andere Posten.
Reichsinnenminister.
Auch im Haushalt des Reichsinnenmini- fteriums haben sich fast alle Ansätze eine Kürzung gefallen lassen müssen, so die Mittel für die Förderung wissenschaftlicher und künstlerischer Zwecke, für die Deutsche Rotgemeinschaft, für die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, zur Förderung des Tum- und Sportwesens, zur Förderung der Votks- und 3ugendwohlfahrt, für die Bekämpfung des A.koholismus, für die Technische Rothilfe u. a. Reu eingestellt sind für Beihilfen für das Rote Kreuz 250 003 Mark zur Erfüllung der ihm auf Grund der Genfer Konvention obliegenden Ausgaben. Die ständigen Verwaltungsausgaben sind um 130003 Mark gesenkt worden. Auch bei den einmaligen Ausgaben sind Senkungen erfolgt, so bei den studentischen Wirtschaftsbeihilfen. Reu angeforbert werden 100 000 Mk. für die Vorbereitung der Wahl des Reichspräsidenten, die im 3cchre 1932 erfolgen muß.
Wirtschasts- und Arbeitsministerien.
Der Haushalt des Reichswirt schafts- Ministeriums weist gleichfalls eine Ersparnis von rund 4 Mill. Mark aus. Besonders stark sind die Einsparungen beim Statistischen Reichsamt. Bei den einmaligen Ausgaben sind infolge der Sparmaßnahmen d ie Mittel für die Förderung des Eisenerzbergbaues an Sieg, Lahn und Dill fortgefallen. Auch die Amähe zur Förderung wissenschaftlicher Bestrebungen von allgemein wirtschaftlicher Wichtigkeit, der Zuschuß für das Deutsche Handwerlsinstitut und der Beitrag zum 3nstitut für Konjunkturforschung sind gestrichen worden.
3m Haushalt des R e ich s a r be i t s rn inist e r i u rn s erfordern die Reichszuschüsse zu den Renten d e r 3 n v a l i d e n v e r s i ch e r u n g mit rund 235 Millionen infolge der Zunahme der Renten gegenüber dem Vorjahre ein Mehr von 16 Millionen Marl. Dagegen wird der Beitrag für Steigerungsbeträge der 3nva- lidenversicherung um 7 Millionen herabgesetzt, da die Zahl der in Frage kommenden Renten allmählich geringer wird. Der Reichstzuschuß zur Familrenwochenhilfe soll un 3ahre
1931 ganz f o r t f a 11 e n. 3m Kapitel Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung sind die Mittel für die Krisenfürsorge mit Rücksicht auf die Entwicklung des ArbeitsMarktes um 100 auf 400 Millionen erhöht worden. Die Mittel für den Rot stock der Reichsanstalt, sowie der Reichszuschuß und die Darlehen an die Reichsanstalt sind in Wegfall gekommen, da der Ausgleich der Einnahmen und Ausgaben auf Grund der neuen Finanzvorlage der Reichsregierung neu geregelt werden soll. Der sog Wohnungsfürsorgefonds ist von 6,5 auf 3 Millioneu Markherabgeseht worden. Mm rund sieben Millionen touroen auch b ie Ausgaben für b i e landwirtschaftlicheSiedlung gesenkt. Für die Kleinrentnerfürsorge sind wie im Vorjahre 35 Millionen Mark vorgesehen. Kürtzungen haben auch erfahren bie Mittel Aur Förderung der privaten Wohlfahrtspflege, für bie Blindenfürsorge und andere soziale Ausgaben. Für Zwecke der Kinder- speisurrg (bisher 1 Million Mark) sind keine Mittel vorgesehen.
Reichswehr.
3m Haushalt des Reichswehrmlnifte- riums ist eine Ausgabensenkung um insgesamt 7 Millionen vorgesehen, und zwar 4,5 Millionen für das Heer, 2,5 Millionen für bie Marine. Der 1930 begonnene Abbau ber Heeresleitung wirb fortgesetzt. Insgesamt sollen 397 Beamte, Offiziere, Angestellte, Unteroffiziere und Mannschaften eingespart werben, davon 47 allerdings erst 1932 ober später. Die Ersparnis für 1930 unb 1931 aus diesem Abbau beträgt nicht ganz 1 Million. Bei der Marine werden Einnahmen von etwa 3 Millionen aus dem Verkauf von nicht mehr dien st fähigen Schiffen erwartet. Der Minderbedarf an fortdauernden Ausgaben beträgt rund 6,8 Millionen gegenüber dem Etat von 1930. Besonders wichtige Einsparungen sind: rund 5% Millionen durch Einschränkung der Instand- setzungskosten der Schiffe und Senkung der Magazinbestände. Dagegen haben sich die Kosten für Schiffsübungsmunitton auf 1,4 Millionen erhöht. Für Schiffsbauten und Armierungen werden neben den 34,77 Millionen weitere Raten für die bereits genehmigten Neubauten und noch ein erster Teilbetrag für das Panzerschiff „Ersatz Lothringen" von 10,83 Millionen, für den Bau von fünf Bewachungsfahrzeugen von 2,9 Millionen und den Bau von sieben Uebunasfahrzeugen von 1,5 Millionen angefordert. Insgesamt sind für Schiffsbauten und Armierungen gegenüber 1930 rund 9,2 Millionen mehr eingesetzt. Eingesparl werden bei den Arbeiten zur Verbesserung der Werft Wilhelmshaven, des Arsenals Kiel und des Fahrwassers der Jade insgesamt rund 1,8 Millionen, 'bei den Kosten für die Verbesserung ber Derteidi- gungsmittel unb der Waffenausbildung rund 3,2 Millionen, bei den Kosten der Unterbringung und Fürsorge 0,3 Millionen. Dagegen erhöhten sich bie Ausgaben von Luftschutzübungen um 1 Million. Insgesamt sinb bie einmaligen Ausgaben gegenüber 1930 um 2,8 Millionen höher angesetzt.
ZuNizwesen.
Beim R e i ch s j u st i z m i n i st e r i u m und Reichsgeri cht sind die Ausgaben um 218 000 RM. gesenkt worden. Beim Reichspatentamt mußte dagegen infolge des gesteigerten Geschäftsganges eine Erhöhung um 924 000 RM. eintreten, so daß die Gesamtausgaben für den Haushalt des Reichsjustizministeriums um 700 000 RM. höher liegen als 1930.
Landwirtschaft.
3m Haushalt des Reichsernährungsministeriums sind bie Beihilfen zur Förderung ber bäuerlichen Wirtschaftsberatung um 500 000 Mk. auf 1,9 Mill. Mk. erhöht worden. Endgültig weggefallen sind 16 Mill. Mk. für die Beteiligung des Reichs an der Dodenkultur°AG.. 10 Millionen zur verbilligten Abgabe von gekennzeichnetem Roggen für FütterungsAwecke und eine Million zur Förderung des Absatzes für Kartoffelerzeugnisse.
Verkehr.
Zm Haushalt des Reichsverkehrsmini- steriums fällt der R e i ch s w a s s er s chu tz vom 1. April an fort, da ihn zu diesem Zeitpunkt die Länder übernehmen. Für die Luftfahrt sind rund 39 Mill, vorgesehen, wovon etwa 19 Millionen zur Förderung des öffentlichen Luftverkehrs durch die Lufthansa bestimmt sind. 3n diesem Betrage sind auch 1,1 Mill, für Versuchs- sahrten des Zeppelin-Luftschiffes enthalten. Die Mittel zur Förderung des Kraftfahrwesens sind von 650 030 auf 600 000 Mk. herabgesetzt.
VersorgungS- und Ruhegehälter.
Einer der größten Haushalte ist der für Ber- jorgungs: und Ruhegehälter mit einer Gesamtausgabe von 1,65 Milliarden RM Gegenüber dem Vorjahre sind Kürzungen von insgesamt 104 Millionen erfolgt, von denen allein 96 Millionen auf die Einsparungen für Angehörige der ehemaligen Wehrmacht entfallen. 1,55 Millionen sind bei ber neuen Wehrmacht eingespart, 6,3 Millionen bei der Zivil- oerforgung gespart worden. Dem stehen einige Mehr
ansätze in Höhe von 8 Millionen gegenüber, so daß im ganzen der Haushalt eine Kürzung von 96 Millionen erfahren hat.
Im Haushalt des Reichsfinanzministeriums sind für Um- und Neubauten für Finanz- und Zollbehörden rund 2,5 Millionen vorgesehen. Etwa die Hälfte davon entfällt auf die Fortsetzung begonnener Bauten Der Haushalt der allgemeinen Finanzverwattung liegt noch nicht vor, da seine Aufstellung eng verbunden ist mit der Erledigung der von der Reichsregierung oorgelegten Gesetze.
Kriegslasten.
Der Kriegslastenhaushalt fordert für die Unterstützung der Krankenempfänger an der Saargrenze 5 Millionen an, gegenüber 7,5 im Vorjahre. Auch die Mittel für die O st h i l f e werden in diesem Haushalt angefordert, und zwar sind insgesamt etwa 90 Millionen Mark vorgesehen.
Als rückständige Besatzungs- und Räu - mungstoften sind 7,4 Millionen in den Haushalt eingesetzt, gegenüber noch 48 Millionen im Vorjahre. Andererseits werden durch die Räumung des besetzten Gebiets bei den Besatzungszulagen und anderen Maßnahmen 1,4 Millionen gespart.
t u n g o n ff a n i fort. Die Flugroute wird fein: Konstanz — Bafel, voraussichtlich Karlsruhe rheinabwärts. Der Flug nach Amsterdam wird ohne Unterbrechung durchgeführl. 3n Atten- rhein waren nur wenige Zuschauer, dagegen zahlreiche Pressevertreter und (jilmleute versammelt, um dem bedeutungsvollen Augenblick, an dem das Ftugfchiff den Bodensee verlassen wird, beizuwohnen. Der leitende Ingenieur Eitel wird auf dem ganzen Flug des Do X durch die beiden amerikanifchen Spezialisten für Lurtih-Lonqueror-Nlotore, die Ingenieure B r e ro t o n und Gody , unterstützt werden. Diese beiden Ingenieure haben die zwölf Lurtitz-Nlotoren herübergebracht, ihren Einbau überwacht und die THotoren auf den Probeflügen eingehend kontrolliert. Der Erbauer, Dr. Claudius Dornier, der zur Zelt in Berlin weilt, wird nach dem Start von Berlin nach Amsterdam reifen, um den Flug des Do X von Amsterdam nach Le Havre mitzumachen, wahrend fein Bruder IHaurice Dornier den Flug erst von Lissabon aus mitmacht. Passagiere nehmen an dem lleberführungsslug nach Amsterdam nicht teil.
Dietrich und Stegerwald begründen die Jinanzvorlagen.
Berlin, 4.Nov. (VDZ. Funkspruch.) In der öffentlichen Sitzung des Reichsrats erklärte in Fortsetzung seiner Ausführungen zum Sanierungspro- gramm der Reichsregierung
Reichsfinanzminister Dietrich
Bei der Neuregelung der Wohnungswirtschaft handelt es sich in erster Linie um die Angleichung der Bauwirtschaft an das tatsächliche Bedürfnis und die Zahlungsfähigkeit der Wohnungssuchenden, zweitens um die Freimachung von Kapital für die Wirtschaft, drittens um die Pflege der Siedlung auf dem Lande und endlich dem Abbau der Wohnungszwang s w i r t f ch a f t. In den Jahren 1928 und 1929 find je 8 Milliarden in öffentlichen und industriellen Wohnungen verdaut worden. Einen solchen Kapitaloerbrauch in der Dauwirtschast kann ein kapitalarmes Land wie Deutschland nicht aushalten. Ein besonderer Vorteil der vorgesehenen Maßnahmen ist es, daß durch die Umstellung eine Senkung der Realsteuern erfolgen wird.
Es muh unter allen Umständen eine Entlastung der Wirtschaft erfolgen. Es ist populär und sehr bequem zu sagen, man decke die Staatsausgaben durch Belastung der vorhandenen Objekte. Ls ist aber Demagogie, zu glauben, daß eine solche Politik zu dem Ziel ber Belebung der wirtschaft unb ber Verringerung ber Arbeitslosigkeit führen könne.
Beim endgültigen Finanzausgleich geht der Plan dahin, die Steuerquellen möglichst aufzuteilen. Eine zu weitgehende Abdrängung der Länder von der Einkommensteuer soll nicht erfolgen. Einer schleunigen Klärung bedarf die Regelung des Finanzausgleichs für 1930 und 1931. Der Minister bespricht dann die Kassen läge. Die schwebenden Schulden betrugen am 1. April 1670 Millionen. Wäre der Wirtschaftszusammenbruch nicht erfolgt, dann wäre in der Zwischenzeit mehr als die Hälfte davon getilgt worden. Durch die Kreuger-Anleihe ist ein
Teil der schwebenden Schuld in eine dauernde umgewandelt worden. Der sogenannte Schacht-Kredit mit 350 Millionen ist getilgt. Ferner ist die Bankschuld um 100 Millionen verringert. Aber die Defizite des Jahres erforderten neue Kreditaufnahmen. Menschlicher Voraussicht nach werden unsere schwebenden Schulden am Ende des Etatsjahres ungefähr wieder die gleichen fein wie zu Beginn. Es mag bedauerlich fein, daß die gewaltigen Anstrengungen dieses Jahres nur dieses negative Ergebnis hatten. Immerhin ist es beruhigend, wenn in einem solchen Katastrophenjahr, in dem der Etat um rund 2 Milliarden gekürzt wurde, das Reich nicht wieder in die Abhängigkeit von kurzfristigen Krediten geraten ist. Es gibt außeddeutsche Länder, bei denen die Kreditwirtschaft einen ganz anderen Umfang angenommen hat. Die deutsche Finanz- und Wirtschaftslage ist schwierig, gibt aber keine 93 er» anlaffung, den Katastrophenpoliti- fern nachzulaufen. Vor allem ist die Wiederher st ellung des Vertrauens nötig. Dem Problem der Kapitalflucht kann man mit den jetzigen Maßnahmen nicht beikommen. Durch Wiederherstellung des Vertrauens in die Stabilität der deutschen Verhältnisse wird auch die Kapitalflucht von selbst aufhören.
Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald: Die Oeffentlichkeit beschäftigt sich mit der Ver - selbständigung der Arbeitslosenversicherung. Wir rechnen damit, daß im nächsten 3ahre 900 000 Menschen unter Krisenfürsorge fallen und daß die Wohlfahrtsunter- stühung am 2. April 1931 etwa 7 bis 800 000 Erwerbslosen zugute kommen wird. Ferner rechnen wir mit P/4 Millionen Hauptunterstühungs- empsängern. Wenn die Sanierungspolitik überhaupt einen Sinn haben soll, dann muh im nächsten Jahre mit einer Verminderung der Arbeitslosigkeit gerechnet werden. Wird der Beitragssatz von 61/2 Proz. beibehalten, dann müßten wir im nächsten 3ahre mit den Mitteln sicher ausreichen.
Reichskanzler Dr. Brüning spricht. Neben dem Kanzler links Ministerpräsident Braun und die Reichsminister Stegerwald und Dietrich. Neben dem Kanzler rechts Reichstagsprrisident Löbs unb Staatssekretär Pünber, «
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