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Schulaufbau und Berechtigungswesen

Oie Wetterlage.

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mänischen Pah überbrachte. In politischen Krei- sen soll die Ankunft größtes Aufsehen erregt haben. Während Prinzessin Helene es weiter- hin ablehnt, sich mit Majestät ansprechen -u lassen, fordert dies Frau Lupescu von ihrer Um­gebung, um damit zu zeigen, daß sie s i ch a l s rechtmäßige Gattin Carols und ihren Sohn als den Thronfolger betrachtet.

Berlin. 4. Juli. (ERB.) 3n der letzten Zeil sind verschiedene Meldungen, die hauptsächlich aus französischer Quelle stammten, durch die Blätter ge­gangen, daß die Saaroerhandlungen vor dem Abbruch ständen. Die Meldungen treffen, wie wir von unterrichteter Seite hören, nicht ganz das Richtige. Einen Hauptbestandteil der Verhandlungen haben die Kohlenverhandlungen ein­genommen und innerhalb dieser die Verhandlungen über die Rückgabe der Gruben. Diese Ver­handlungen sind gegenwärtig in einem kriti­schen Stadium, und man muh damit rechnen, dah sie eine Unterbrechung erfahren. Von einem Abbruch kann aber nicht gesprochen werden, denn die Unterkommissionen tagen gegenwärtig noch. Die deutschen Unterhändler werden von dem von An­fang an geäußerten Standpunkt nicht abgehen, dah die Gruben wieder in preußischen bzw. bayerischen Besitz zurückkehren mühten. Da es sich bei den Saaroerhandlungen um eine rein deutsch-französische Angelegenheit handelt, braucht die Vollversammlung des Völkerbundes im Falle einer Unterbrechung nicht besaht zu werden. In den französischen Blättern ist verschiedentlich eine Dor­oerlegung der Abstimmung vorgeschlagen worden. Der Ausgangspunkt der Saarverhandlun- gen war wohl die Abslimmungsnoteübergabe; aber

Schul- und Arbeitsverwaltungen, Kommunal­verbände und Wirtschaftsvertretungen hatten sich auf Einladung des Reichsministeriums des Innern unter dem Vorsitz von Reichsminister Dr. Wirth zu einer Aussprache über die Miß­stände zusammengefunden, die durch die LI e b e r- füllung der höheren Schulen und Hochschulen und die Lieberspannung und LInzweckmähigkeit der Vorbildungs­anforderungen entstanden sind.

Frau Ministerialrat Dr. Bäumer behandelte die von dem Reichsministerium des Innern Dor­gelegten Richtlinien. Der gegenwärtige Zudrang zur höheren Schule und Hochschule bedeutet für einen sehr großen Teil der Schülerschaft eine falsche Verwertung ihrer Kräfte, eine Verschwendung von öffentlichem und privatem Erziehungskapital, den Zufluß halbgebildeter und in ihrer Schul- laufbahn gescheiterter Kräfte in die Wirtschaft und die S ch a f f u n g eines g e i st i g e n Pro­letariats. Die Mittel, die von den Llnter- richtsverwaltungen der Länder angewendet wer­den können, Verschärfung der Auslese, vor allem aber Ausbau des Volksschul- und Fachschulwesens und F e st i g u n g der Mittelschule, werden jedoch die Vor­urteile der Bevölkerung zugunsten der höheren Schule nur dann überwinden, wenn die Devolke-

Oer Zusammenschluß Ostafrikas.

Was wird mit dem Völkerbundsmandat Tanganjika?

London, 3 .Juli. (WTB.) Der Staatssekre­tär für die Kolonien Lord Paßfield brachte im Oberhause einen Antrag ein, zur Prüfung der Frage des engeren Zus arnrnen- schlusses der drei ostafrikanischenGe- biete Kenya, LIganda und Tangan­jika einen gemeinsamen Ausschuß beider Häuser einzusetzen. Lord Paßfield erläuterte dann die Vorschläge der Regierung über die Zu­sammenfassung Ostafrikas. Er beschäftigte sich ins­besondere mit dem Mandatsgebiet Tangan­jika (dem früheren Deutsch-Ostafrika) und er­klärte, dah nach den Mandatsbestimmungen dieses Gebiet eine Einheit darstelle und nicht mit anderen Territorien verschmolzen werden dürfe. Indes lasse der Artikl 10 der Mandatsbestimmungen ausdrücklich eine Ver­einigung der Verwaltung und eine Verbindung der wirtschaftlichen Einrichtungen zu. Die Regierung habe mit peinlicher Sorgfalt darauf geachtet dah ihre Vorschläge sowohl mit dem Geist als auch dem Buchstaben der Mandatsbestimmungen in Ein- .klang stehen.

Der Fraktionsvorsitzende Dr. Scholz erklärte in seinem Referat dann weiter, in der Frage der Arbeitslosenversicherung sei es bedauerlich, dah im sozialpolitischen Ausschuß auch hier schon wieder, und zwar ausgerechnet von der Zentrumspartei, Abstriche an den Reformmahnahmen erfolgt seien, wodurch von vornherein das Gesamtwerk der Sanierung in seinem Erfolge wesentlich verschlech­tert werde. Die Deutsche Volkspartei müsse in erster Linie die Zusicherung erlangen, daß die unbeschränkte Zuschußpflichtd es Reiches beseitigt werde. Solange diese be­ttele, sei der Haushalt des Reiches Überhaupt nicht in -Orbnung zu bringen.

Zufammenfasfend stellte Dr. Schot; fest, daß es hauptsächlich gelte, die Reichshilfe und die Eln- kommensteucrerhöhung zu bekä fen. Als Ersatz schlage die Deutsche Volkspartei eine weitere Ausgabensenkung und die Einführung der Kopfsteuer vor. wenn es möglich war, in einer Frist von wenigen Tagen die Einsparungs- Möglichkeit um beinahe 100 Millionen zu er­höhen, so werde es auch möglich sein, noch wei- tere 50 Millionen zu sparen, um die Einkom­mensteuererhöhung überflüssig zu machen. Die Reichshilfe könne durch die Einführung des Kopfbeitrags unter entsprechender Kürzung der Ueberweisungen an die Länder und Gemeinden erscht werden. Die Deutsche Volkspartei sei durchaus zu Verständigung bereit, wenn ihr entsprechend entgegengekommen werde.

Dr. Scholz besprach dann noch kurz die R e i ch s- reform, zu deren Inangriffnahme der Augen­blick günstig sei. und die Frage der Sogenannt en Parteierneuerung. ®r habe die StarfSten Anstrengungen gemacht, um eine Sammlung der­jenigen Parteien herbeizuführen, die gewmt feien. Sich auf staatsbürgerlichen Boden zu Stellen und gemeinfam poSitiv am Staate rnitzuarbeiten. Es fei Schließlich die Schuld der Demokratischen Partei und der DolkskonServativen Vereinigung gewefen, wenn eine Einigung nicht zustandege- kommen Set .Wir dürfen nicht unterlassen. So erklärte Dr. Scholz,biefe Versuche zu erneuern. Der nationale und liberale Gedanke Werde auch in der Zukunft seine Kraft bewahren, so schloß der Redner, darüber hinaus aber brauchen wir eine bürgerliche Partei, die weder gesinnungs­los hinter der sozialistischen Auffafsung her­laufe, noch in unfruchtbarer CRegation verharre,

eine Partei, die versuche, das deutsche Volk über die Schwere des Tages und die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse des Augenblicks hiN- überzubringen.

Der 3entralDorftanb nahm bann nach umfang- reicher Aussprache eine Entschließung zur politischen Lage an, in der es u. a. heißt:

Der Zentralvorstand der Deutschen Volkspartei dankt der Reichstagsfraktion für die Klarheit und Eindringlichkeit, mit der sie die in der Finanzpolitik einzuschlagenden Wege aufgezeigt hat: Abkehr von einer Politik, die finanzielle Schwierigkeiten vorwiegend durch weitere Er­höhung der Steuerlast beseitigen will und dadurch die Lage nur noch weiter ver­schlimmert. Demgegenüber fordern wir mit der Reichstagsfraktion w i r 1 s ch a f t s b e l e- bung durch Senkung der produk- t i o n s k o st e n . damit P r e i s f e n k u n g und

1 größtmögliche A u sg a b enfe n ku n g In allen Etats von Reich. Ländern und Ge­meinden. Zu einer wirklichen Gesundung bedarf es ganzer Arbeit. Der ZeutralvorStand fordert die Reichstagsfraktion auf. bei der Beratung der Vorlagen mit allem Rachdruck auf eine Umgestaltung hinzuwirken, die den auf- geStellten Zielen Rechnung trägt Es wird weiter die Reichsregierung ersucht nunmehr nach Ab­schluß der Arbeiten der Länderkonferenz mit größter Beschleunigung die Gesetzent­würfe für die Reichsresorm vorzu- legen. Es wird der Auffaffung Ausdruck gegeben, daß eine Gesundung auch unserer finanziellen Verhältnisse ohneelne auf Einfachheit abgeftelltetteuregelungber Beziehun­gen zwifchen Reich, Ländern und Gemeinden nicht möglich fei.

Aus aller Wett.

Eine Massenkundgebung der Eisenbahner in Frankfurt

Der Einheitsverbaub der Eisenbahner Deutsch­lands im Direktionsbezirk Frankfurt veranstaltete am Freitag eine Protestkundgebung gegen bte Abbaumaßnahmen de r Reichsbahn­gesellschaft. Stadtoerordnetenoorsteher Hos- acfer (Kassel) schilderte die Zustände im Bahn­betrieb, wie sie seit 1924, als die Vergesellschaftung der Reichsbahn durchgeführt wurde, eingetreten sind. Die Rationalisierung, so sagte der Redner u.a., wird nur im Bahnbetrieb, in dcr Werkstatt, auf dem Bahnhof durchgeführt, nicht aber in der Verwaltung-, auch komme sie nur der Reichsbahn, nicht aber den Arbeitern zugute. Der Redner verlangte Abbau der hohen Ge­hälter und Pensionen, Abbau und Ver­einfachung der Verwaltung sowie als Gegengewicht für die Rationalisierung Kürzung der Arbeitszeit zugunsten der arbeitslosen Kollegen. In einer Entschließung werden die bereits von dem Referenten vorgetragenen For­derungen des Einheitsverbandes der Eisenbahner wiederholt. In der Aussprache kam es zu lärmenden Kundgebungen, als der kommunistische Reichstags­abgeordnete Bertz Angriffe gegen den Verband richtete und Landtagsabgeordneter Rechtsanwalt Rhode (Frankfurt) als Vertreter der Mittelstands­partei teilweise mit Beifall feststellte, daß nicht die Wirtschaftspartei am heutigen Zustand schuld sei, sondern daß die Sozialdemokraten wesentlich zu der derzeitigen Lage beigetragen haben. Rhod« unter* stützte schließlich die Forderungen auf Abbau der hohen Gehälter und übte am Verhalten der Reichs- bahn Kritik. Zum Schluß formierte sich die Ver­sammlung, die in geschlossenem Zuge zum Der- sammlungslokal marschiert war, wieder zu einem Demonstrationszug, der sich vor dem Ge­bäude der Reichsbahndirektion auflöste.

Städtetag und Studienstipendien.

Die vor einiger Zeit zustande gekommene Zusammenarbeit zwischen den deutschen Städten einerseits und dem deutschen Stu­dentenwerk andererseits, die den Zweck ha­ben soll, die Vereinheitlichung des sich in den letzten Jahren wieder zunehmend zer­splitterten Linier st ützungswesens zu be­schleunigen. hat nach unseren Informationen in­zwischen weiterhin gute Erfolge gezeitigt. Auf Grund eines Rundschreibens des Deutschen Städtetages an seine Mitglieder hat die Städte- leistung nicht un!>eträchttich zugenom men. Soweit sich bis «etzt übersehen läßt, betragen die zur Derfügunz stehenden Mittel für S tu- dienst ipendicn rund 100000 Mk. Als Richtmaß hat der Deutsche Städtetag bei dem Llnterstützungswerk zwei Mark Pro Tau­fend der Einwohnerzahl ausgegeben.

wenn von der Gegenseite die Volksabstimmung verlangt werden sollte, dann würden wir uns da­gegen nicht wehren, zumal wir darauf ver­trauen können, dah die Abstimmung durchaus zu unseren Gunsten ausfiele.

Oie Zurückziehung des Saar- bahnschuhes.

P a r i s , 4. Juli. (WTB.) Die Agentur Havas verbreitet folgende halbamtliche Erklärung: Die Regierungskommission des Saarge­bietes wird am 10. Juli zusammentreten, um festzustellen. ob sie dafür zuständig ist. die Zu­rücknahme des Bahnschutzkorps des Saargebietes zu beschließen, das dazu bestimmt ist, die Verbindungen mit den Be- sahungstruppen zu schützen, oder ob dieser Beschluß vom Völkerbund abhängt. In Ber­liner politischen Kreisen kann diese Meldung zwar nicht bestätigt werden, man glaubt aber, dah sie richtig ist. denn auch die Franzosen sind immer der Meinung gewesen, dah die Bahn­schuhtruppen nur den Zweck hätten, die r ü ck - wärtigenVerbindungen zu sichern. Die­ser Zweck fällt jetzt weg. und ein Grund für das weitere Verbleiben der Bahnschutztrup- pen ist nicht vorhanden. Es handelt sich bei den Truppen um etwa 600 Mann, von denen 500 Franzosen und 100 Belgier sind.

Vrandkatastrophe in einem slowakischen Dorf.

In der kleinen Gemeinde Gerlachov bei Hartfeld brach ein Brand aus, der 40 Anwesen mit allen Nebengebäuden, also saft das ganz« Dorf, ei näs cher te. Da die Einwohner auf den Fel­dern arbeiteten, konnten die Rettungsarveiten nicht sogleich ausgenommen werden. Bei den Löscharbei­ten sind drei Personen tödlich verun­glückt, neun Personen erlitten Schwere Brand­wunden. Fast das gesamte Vieh ift in den Ställen verbrannt.

Explosion In einer chemischen Fabrik.

Bei einem Brande in einer chemischen Fabrik in Castleford (Yorkshire) entstand eine Explofion, der zehn Arbeiter zum Opfer fielen. Die Explosion, die die umliegenden Häuser be­schädigte und die Fensterscheiben in der ganzen Stadt zertrümmerte, ereignete sich gegen Mitter­nacht. Die Detonation wurde in einem ilmtrei« von zwölf Meilen gehört. Die Fabrik und die anliegenden Gebäude wurden bis auf die Grund­mauern zerstört.

Ein Auto stürzt in den Abyriuxd.

In L e r i d a (Spanien) ift ein mit sieben Per­sonen besetztes Auto eine mehrere Meter tiefe Schlucht hinuntergestürzt. Fünf Personen wurden getötet.

Eine Dame Leiterin der MailänderScala.

Zum Rachfolger des verstorbenen Direktors derScala" in Mailand ift Fräulein Colombo ernannt worden. Damit wird in Italien zum ersten Male einer Dame die Leitung eines großen Theaters anvertraut.

Schrecklicher Tod eines Kindes.

Ein entsetzliches Llnglück hat Sich in Fritzlar ereignet. Ein Lastkraftwagen tarn auf der Fahrt zum Bahnhof auf der abfallenden Straße ins Rollen. Da die Dremfen versagten, lenkte der Führer das Auto vor der Ederbrücke an den Randstein, um den Wagen zum Halten zu bringen. Hierbei löfte fich ein Rad und traf einen zufällig vorbeikommenden zehnjähri­gen Knaben, der von dem Auto dann noch gegen das Brückengeländer gequetfcht wurde, wobei der Tod auf der Stelle eintrat.

kurz vor der Rettung getötet.

Im Laufe des Mittwochs wurden auf der ZecheWiesche" in Mülheim-Heißen zwei Berg­leute durch Gebirgsstoh aus dem Hangenden verfchüttet. Die Sofort in Angriff genom­menen Rettungsarbeiten führten im Laufe der Rächt dazu, dah fich die Rettungsmannschaft mit den Verschütteten durch Klopfzeichen verständigen konnte. Als man bereits die Hand des einen der Verschütteten freigelegt hatte, erfolgte ein neuer Gebirgsstoh, der die beiden noch tiefer verschüttete. Die beiden Bergleute konnten erst im Laufe des Tages als Leichen geborgen werden.

Inzwischen sind aber auch zwischen den Städten upd dem deutschen Studentenwerk eine Reihe weiterer Vereinbarungen getroffen worden, auf Grund deren die Auslese der Begabten intensiviert werden soll. So ist u. a. vereinbart worden, dah das deutsche Studentenwerk sich in regionalen Besprechungen mit den in Betracht kommenden Städten über die bestehenden Lln- terstühungsmöglichkeiten der Städte informiert.

Amerikanische Jugend fleht Deutschland.

In Hamburg traf in Kiefen Tagen eine Gruppe von amerikanischen Studenten und Studentinnen ein, die für einen mehr­wöchigen Aufenthalt in Deutschland von der Vereinigung Carl Schurz" eingeladen worden sind, und denen dabei Gelegenheit zum Studium der deutschen Verhältnisse gegeben wer- den soll. Die Studierenden, die Dom Institute of International Education in Reuyork ausge­wählt wurden, werden eineReise durch das ganze Reich unternehmen und Einblick in wichtige Einrichtungen erhalten. DieVereini­gung Carl Schurz" setzt bannt eine bereits Dor mehreren Jahren begonnene und mit Erfolg durchgeführte Tätigkeit fort. Sie wird in diesem Jahre noch ergänzt durch die Einladung Don reiferen amerikanischen Schülern (Abiturienten), die während ihrer Sommerferien durch Vermitt­lung derVereinigung Carl Schurz" Aufnahme in deutschen Familien finden.

Ein gutes Beispiel.

Der Stadtrat Don Karlsruhe hat beschlossen, zur Ehrung des um die Befreiung des besetzten deutschen Gebiets hochverdienten Staatsmannes Gustao Stresemann die Umbenennung des Festplatzes in Stresemann-Plah vorzu­nehmen. Ferner sollen verschiedene n e ütz S t r a - hen die Rainen der Städte Speyer, Kehl, Mainz, Koblenz und Trier erhalten zum dankbaren Gedenken an die Treue und den Opfer- Willen der Bevölkerung der befreiten Lande.

Sommettleibung im Reichstag.

Das Präsidium des Reichstages hat mit Rücksicht auf die neue Hitz-Welle an- geordnet, dah die Weisung des Vizepräsidenten von Kardorff, Herren in Sommerkleidung nicht auf die Tribünen des Reichstages zu lassen, da das der Würde des Hauses nicht entspreche, wieder aufgehoben wird.

550 Stunden in der Luft.

Die Gebrüder Hunter find Freitag abend mit ihrem FlugzeugCity of Chicago" um 23.20 Llhr MEZ. in Skyharbour, dem Flughafen Chicagos, gelandet, nachdem sie 553 Stunden und 40 Minuten in der Luft geblieben waren.

Großfeuer In einem rumänischen Dorfe.

In dem Dorfe Dorsa Maramuresch brach i n dem Hause eines Arztes ein Brand aus, der sich infolge des überaus heftigen Windes mit rasender Schnelligkeit ausbrei­tete. 250 Häuser sind bereits zerstört worden, vier Kirchen und vier Synagogen liegen in Trüm­mern. Ferner sind große Getteidevorräte ver­brannt. LIeber3000 Personen sind ohne Obdach. Man befürchtet, daß zahlreiche Per­sonen den Tod in den Flammen gefunden haben.

$rou Lupescu in Bukarest.

Berlin, 4.Juli. (TL1.) Frau Lupescu, die Pariser Lebensgefährtin König Ca­rols ist aus Wien kommend, in Sinaia eingetroffen. Auf königlichen Befehl wurden ihr Zimmer bereitgestellt. König Carol will am

Samstag nach Sinaia reisen. Auch in Bukarest soll wie dieRachtausgabe" meldet, für Frau Lupescu eine Zimmerflucht eingerichtet werden. Verschiedene Erklärungen lassen darauf hlndeu- ten, dah Frau Lupescu nicht gewillt ist ihre Beziehungen zu Carol ß u l ö fen. Es wird vermutet, daß der König mit dieser Reise einen Druck auf seine Gattin ausuben will. Frau Lupescu reifte in Begleitung des Generals Ricolano, der ihr einen ordnungsgemäßen ru-

rung davon überzeugt ist, dah auch auf diesen Dildungswegen sich angemessene, ja sogar bessere Berufsaussichten eröffnen. Das Reichsministerium des Innern hat den Unter- richtsverwaltungen eine Vereinbarung vorgelegt, nach der die Gleichwertigkeit einer auf 10 Jahre erweiterten Volksschule, einer preußi­schen Mittelschule, einer auf der Volksschule auf­bauenden Fachschule mitderObersekunda- reife der höheren Schule von den Llnter- richtsvcrwaltungen anerkannt wird. Diese Ver­einbarung wird allerdings nur bann praktisch Erfolg haben, wenn auchdieWirtschaftbei der Einstellung biefer jungen Kräfte von ber Gleichwertigkeit biefer Bildungsgänge ausgeht und das unberechtigte Monopol ber höheren Schule ihrerseits aufhebt.

Reichsminister a. D. Dr. Hamm vom Reichs­verband der deutschen Industrie erklärte sich vom Standpunkt ber Wirtschaft aus mit den auf- gestellten Richtlinien einverstanden. In der Wirtschaft verbreite sich in steigendem Maße die Erkenntnis, daß eine gute abgeschlossene Volksschulbildung brauchbarer und wert­voller sei als die abgebrochene Bildung der höheren Schule. Lieberhaupt sehe sich die Schatzung der in sich abgeschlossenen Bildungsgänge von allgemein bildenden und Fachschulen mehr und mehr durch.

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Wischer Stand der Saarverhandlungen

Um das Schicksal -er Saargruben. - Ernste Schwierigkeiten in

-en Verhan-lungen.

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Meeresniveau umaerechnetzo Luftdruck

Wettervoraussage.

Infolge der anhaltenden starken Erwärmung und des damit verbundenen Luftdruckfalles hat fich in Rorddeutschland eine Schwache Strömung herausgebildet, an deren Rückseite bereits stär­kere Bewölkung herrscht und teilweife auch Schon Riederschläge gefallen sind. Hamburg meldete 2 Millimeter, Rordhom 11 Millimeter Rieder­schlag. Von Westen rückt wieder hoher Druck vor. Da eine Windströmung von dem hohen nach dem tiefen Druck hin aufkommt, so werden nun­mehr bei meist westlichen Winden maritime Luft- maSfen nach dem Kontinent gelangen. Somit wird fich vorübergehend Stärkere Bewölkung zei­gen und Gewitterstörungen werden sich auslösen, jedoch wird mit der Verlagerung des hohen Druckes nach dem Festlande wieder ruhigeres Wetter einsetzen.

Wettervoraussage für Sonntag: Aufkommende Bewölkung mit Gewitterstörungen.

Witterungsaussichten für Mon­tag: Rach vorübergehender Gewitterstörung wie­der ruhigeres Wetter.

Lufttemperaturen am 4. Juli: mittags 28,7 Grad Celsius, abends 21,3 Grad; am 5. Juli: morgens 21 Grad. Maximum 31,6 Grad, Minimum 16,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 an Tief« am 4. Juli: abends 32,6 Grad: am 5. Juli: morgens 23 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 13^ Stunden.

Reifewetterdlenst.

Swinemünde. 19 Grad, gestern: vorherr­schend kühl, Rordwind, halb bis ganz bedeckt, heute: teils heiter, teils wolkig.

Garmisch-Partenkirchen. 20 Drad, gestern: heißer Tag, Südwestwinde, heute: heiter bis halb bedeckt, geftern: meist heiter.

Westerland a. Sylt. 18 Grad, gestern: warmer Tag, Ostwind, halb bis ganz bedecktj gestern: teils heiter, teils wolkig.

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