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einrichtung: Fa. Gvdr. Röder. Darmstadt: Fa. Pro­metheus, Frankfurt a. M. Wäfchereianlage: Fa. Senking-Werke A.-G., Hildesheim b. Hannover. Plättereieinrichtung: Fa. Gocdecker, München. Plattenarbeiten: Fa. M. Abermann, Gießen: Fa. Jean Dern & Cie., Gießen; Fa. Sack & Jughardt, Gießen. Marmorarbeiten: Fa. Dyckerhoff & Mu- mann, Wetzlar Linoleum und Salubratapeten- licferung: Fa. F. Nennstiel. Gießen: Fa. H. Hoch- stütter. Gießen: Fa. O. Täubert, Gießen. Tape­ziererarbeiten: Fa. Theodor Erb, Gießen; Fa. A. Nees. Gießen: Fa. W. Böhling, Gießen: Fa I. Klinkerfuß. Gießen. Elektr. Kühlanlagen: Fa Julius Römfeld. Mainz. Elektr. Kühlschränke: Fa. Bamberger. Bervi & Co.. Frankfurt a. M. Sputumapparate: Fa. So ..app m. b. H., Stuttgart. Geschirrspülapparate: Fa. F. Lacher. Bensheim. Desinfektionsanlage: Fa. Michels. Andernach

a. Rh.- Zimmereinrichtungen: Fa. Trier. Darm­stadt; Fa. W. Krämer, Langsdorf; Fa. Ringshausen. Nidda; Fa. K. Hahn, Gießen. Gartenanlagen: Obergärtner Belz, Gießen: Hch. Steinhauer, Klein- Linden. Wegeanlagen (Straßen und Pflasterun­gen uslv.): K. Mohr und H. Lauspach, Annerod. Spiegellieferung: Fa. Glaskontor G.m. b. H., Gie­ßen. Stalfitroandbekleidung: Fa. Paul Berthram, Halle a. d. S. Beschlagteile usw.: Fa. E. Pistor Nachf., Gießen. Steinholzfußböden: Fa. Stein- holz- und Fußbodenwerke. Wetzlar. Innere Ein­richtungen usw.: Fa. B. Kühne, Gießen; Fa. Ehr. Arnold, Gießen: Fa. Röhr, Gießen; Fa. Bär, Gie­ßen; Fa. Nowack Nachf., Gießen; Fa. Gebr. Schmidt, Gießen; Fa. Fritz Nennstiel. Gießen; Fa. Kohler- mann, Gießen: Fa. Gebr. Seelbach, Gießen; Fa. Betten-Buchdahl, Frankfurt a. M. und noch verschie­dene Firmen.

Wirtschaft.

Wochenbericht vom frankfurter Effektenmarkt.

Zu Beginn der neuen Woche war die Stim­mung an der Börse sehr pessimistisch: denn der nicht erwartete und plötzliche Rücktritt der Reichs­regierung lieh stärkere Befürchtungen hinsicht­lich der zukünftigen Wirtschaftsgestaltung durch das neue Ereignis in Erscheinung treten. Die Börse selbst wurde davon aber wenig berührt und lieh sich nicht, erschüttern. Die Grundtendenz war unvermindert freundlich, doch war, hervor­gerufen durch die neugeschaffene Lage, eine ge- wisse Zurückhaltung nicht zu verkennen, so doh das Geschäft doch eine erhebliche Einbuße hin­nehmen mußte. Aber auch diese Zurückhaltung hielt nicht lange an, da man sich nach den ewigen Reibereien des alten Kabinetts von dem Zu­standekommen einer neuen Regierung viel ver­sprach. Der Zahltag wurde reibungslos über­wunden, und die Kulisse zeigte Mut, zu neuen Deckungskäufen zu schreiten, da von dieser Seite auf eine baldige Wiedererleichterung der Geld- marktverhältnisse große Hoffnungen gesetzt wur­den. Die fast immer feste Reuhorker Börse trug zur Besserung der Situation bei.

Zwischendurch machte sich wieder eine gewisse Lustlosigkeit bemerkbar, was aber in der Haupt­sache auf den sehr gering gewordenen Order­eingang zurückzuführen war. Die neuerlich ge­planten Detriebseinschränkungen bei der Aku machten einen sehr ungünstigen Eindruck, zumal in diesem Papier Abgaben in größerem Um- fange vorgenommen wurden. Aber auch von holländischer Seite kam Material an den Markt, und es ergab sich für Aku ein erheblicher Kurs­einbruch, der vor allem auf Demberg nicht ohne Einfluß blieb und auch die übrigen Märkte, wenn auch nicht in dem Llmfange, mitzog. Man sprach jetzt davon, daß nicht mehr nur 6 Prozent, sondern nur noch 4 Prozent Dividende zur Aus­schüttung bei Aku kommen sollen.

Der Kreis der Spezialwerte vergrößerte sich ganz erheblich. Selbstverständlich war die Um» sahtätigteit in diesen Werten zeitweise sehr leb­haft.^ 3n den Wirtschaftsnachrichten sind zwar die üblichen Klagen immer noch enthalten, doch wird auch von dieser Seite eine bessere Zukunft vorausgesagt. Am Kunstseidemarkt machte sich auch eine Beruhigung bemerkbar, denn das An­gebot hat erheblich nachgelassen. Teilweise trat auch hier eine Erhöhung der Kurse ein.

Zum Wochenschluß machte sich, beginnend an .der Abendbörse, wieder eine gewisse Unsicher­heit in Anbetracht der innerpolitischen Lage be­merkbar. Doch wurde die Tendenz wieder fest, so daß zeitweise ein recht lebhaftes Geschäft zu verzeichnen war. Die Kurse gingen sprunghaft in die Höhe, doch trat wieder ein kleiner Rück­schlag ein, da der Auftragseingang nachgelassen hatte. Die Kulisse verhielt sich abwartend, die Grundstimmung war aber unverkennbar freund­lich.

An der Spitze aller Werte standen in dieser Woche in erster Linie Conti-Gummi, die aus den guten Geschäftsgang und die vorgenommene Dwldendenerhöhung um 2 Prozent starkes In­teresse auf sich lenkten und insgesamt 24 Pro- Kknt gewannen. Aber auch für Elektrvwerte machte sich lebhaftere Rachsrage geltend. AEG. lagen 7 Prozent, Licht & Kraft 3 Prozent, Schuckert 7 Prozent und Siemens 12 Prozent fester. I.° G.-Farben gewannen 10 Prozent; dabei muß berück ichtigt werden, daß schon einmal eine Rotiz von 181 Prozent gegen einen Dergleichskurs von 178,5 Prozent erreicht wurde. Mehr in den

Vordergrund treten konnten noch Dank für Drau- industrie mit plus 10 Prozent, Chadeaktien mit plus 22 Mark. Deutsche Linoleum mit plus 11 Prozent. Salzdetfurth mit plus 10 Prozent, Westeregeln mit plus 7 Prozent und Oberbedarf mit plus 5 Prozent. Auch dem Baumarkt wandte sich Interesse zu. Vor ollem Wayh & Frehtag waren auf einen erneuten Reparationsauftrag gesucht und 7 Prozent fester, Holzmann plus 5 Prozent. Im übrigen waren die Aktienmärkte bis zu 4 Prozent im Kurse gebessert. Am Renten­markt waren deutsche Anleihen anziehend, doch war das Geschäft nicht mehr so lebhaft. Aus­länder freundlich. Tagesgeld war mit 5 Prozent wieder leichter: hiervon ausgehend schöpfte die Kulisse erneut Mut und gab sich einer zuver­sichtlicheren Stimmung hin. Die Tendenz blieb freundlich. Die Ermäßigung des Berliner Pri­vatdiskontsatzes auf 4^/g Prozent stimulierte, doch konnte das Geschäft noch nicht so lebhafte Formen annehmen, wie man es in letzter Zeit verschiedentlich gewohnt war, da trotz der Ab­lehnung der Mißtrauensanträge im Reichstage ein gewisser Druck zurückblieb. Man will erst das Eintreffen neuer Aufträge abwarten. Aber trotz­dem wird die Lage und Zukunft optimistischer beurteilt. Am Devisenmarkt waren nennenswerte Veränderungen nicht zu verbuchen.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Der Frankfurter Produktenmarkt eröffnete auch diesen Berichtsabschnitt in fester Haltung. In Rachwirkung der inzwischen eingetretenen Zoll- erhöhungen waren die Forderungen für In- landgetreide durchweg beträchtlich erhöht und das Angebot zurückhaltend. Etwas mehr Inter­esse machte sich für Futterartikel bemerkbar. Aber auch sonst waren die Gewinne recht beträchtlich. Der Wochenschluh war weiterhin sehr fest, und bei lebhafteren Umsätzen ergaben sich weiter recht ansehnliche Gewinne. Interesse bestand für Rog­gen, Hafer, Mais und Gerste.

Weizen stand unter dem Einfluß der Bei­behaltung des Vermahlungszwanges. Für In- landweizen zeigte sich von Mühlenseite weitere Kauflust. Auslandweizen weiterhin ohne Inter­esse. Am Roggenmarkt war die Umsah- tätigkeit etwas größer, da die auf die neue Re­gierung bezüglich ihrer Roggcnmaßnahmen ge­setzten Hoffnungen aus dem Inlande weitere Kauf, und Deckungsaufträge veranlaßten, an­derseits aber der Mangel an Promptofserten die Abgeber etwas zurückhält. Aus der Provinz lagen vereinzelt Aufträge der Mühlen für so­fortige Lieferung vor. Der Weizenmehl­konventionspreis blieb in dieser Woche, nach den mehrmaligen Erhöhungen am Ende der ver­gangenen Woche, unverändert. Das Geschäft war jedoch recht minimal. Roggenmehl etwas mehr gefragt und leicht befestigt. Starke Preis­steigerungen verzeichnete Mais, wobei jedoch der Geschäftsumfang wegen der Unklarheiten hin­sichtlich der kommenden Reuregelung starke Un­sicherheit zeigte. G e r st e ebenfalls leicht be­festigt. Braugerste gute Qualitäten waren ver­mehrt gefragt. Die Hoffnung, daß die neue Regierung weitere Erhöhungen der Einfuhrscheine durchsetzen wird, trug stark zur Befestigung von Hafer bei. Futtermittel im Preise fest bei uneinheitlichem Geschäft. Hülsenfrüchte ruhig, Rauhfuttermittel leicht erhöht, Kartoffeln bei klei­nem Geschäft ruhig.

Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche lagen Weizen und Roggen 1,25 Mark,

Gerste und Hafer 1,50 Mar< Mais und Rog- gcnmehl 1,75 .Mark, Weizenmehl 2 Mark und Weizen- und Roggenkleie je 0,50 Mark fester. Weizen per Tonne 280-285. Roggen per Tonne 185, Gerste per Tonne 180190, Hafer per Tonne 172,50175, Mais plus 17,5018,50; Weizenmehl südd. 40,75-41,50, Weizenmehl Nie­derrhein. 40,5041,25, Roggenmehl 26,50 bis 27,50, Weizenkleie 8,508,75, Roggenkleie 9,25 bis 9,50. Erbsen 22-33, Linsen 3580, Heu 8,50-8,75, Weizen- und Roggenstroh drahtge- preßt und gebündelt je 5,00, Treber getrock­net 11,5012,00; Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend per Zentner 2,60 Mk.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Die Lage am Frankfurter Schlachtviehmarkt war in dieser Woche kaum verändert. Das Geschäft war nach wie vor sehr klein, und nur der Export schritt weiter zu vermehrten Käufen. Die Frankfurter Metzger deckten dagegen nur den notwendigsten Bedarf. Rur am Kälbermarkt machte sich etwas mehr Rachfrage und auch eine leichte Preissteigerung bemerkbar, was aus die höheren Preise an anderen Märkten, aber auch auf^ die bevorstehenden Osterfeiertage zurück­zuführen war. Im großen und ganzen werden keine nennenswerten Preissteigerungen erwartet. Während am Hauptmarkt die Stimmung außer­ordentlich ruhig war, konnte sich am Reben­markt etwas mehr Kauflust durchsetzen, was na­mentlich für Schweine und Kälber der Fall war; doch werden erstere am Rebenmarkt nicht notiert. (Preistaxe etwa 67 bis 71 Mk. per Zentner.) Auf dem Rindermarkt war der Auftrieb etwa der gleiche wie in der Vorwoche. Obwohl gute Qualität reichlich vorhanden war, setzte der Handel nur zögernd ein und verlief während des ganzen Marktes ruhig. Der Markt wurde nahezu geräumt. Von dem Auftrieb wurden etwa 47 Prozent wieder ausgeführt, und zwar hauptsächlich nach Hessen (besonders nach der Provinz Starkenburg), Rheinhessen und Hessen- Rassau. Schweine anfangs lebhafter, später jedoch wieder ruhig. Bei leicht anziehenden Prei­sen konnte ausverkauft werden. Kälber lebhaft, ausverkauft. Rorddeutsche Kälber über Rotiz. Schafe trotz des geringen Auftriebes im Preise etwas nachgebend. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1427 Rindern, darunter befanden sich 340 Ochsen, 77 Bullen, 504 Kühe und 360 Färsen, ferner aus 1559 Kälbern, 284 Schafen und 5520 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der ver­gangenen Woche waren 188 Schweine, 47 Kälber und 10 Rinder mehr angetrieben, während 66 Schafe weniger zum Verkauf standen.

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 55 bis 58, a 2) 50 bis 54, b 1 46 bis 49; Bullen: a) 53 bis 56, b) 48 bis 52; Kühe: a) 46 bis 49, b) 42 bis 45, c) 35 bis 41,

d) 28 bis 34; Färsen: a) 55 bis 59, b) 52 bis 55,

c) 43 bis 51. Kälber: b) 78 bis 81, c) 73 bis 77,

d) 64 bis 72. Schafe: a 1) 50 bis 52, b) 42 bis 49.

Schweine: a) 66 bis 69, b) 67 bis 70, c) 67 bis 70, d) 67 bis 70, e) 66 bis 69. Im Vergleich mit den Preisen der letzten Woche zogen Dullen, Kühe und Kälber je 1 Mk. und Schweine bis 2 Mk. an. Schafe büßten gegen den Rebenmarkt vom 20. März 2 Mk. ein. Ochsen und Färsen gut behauptet.

* Der französische Außenhandel mit Deutschland. Die Außenhandelsstatistik Frank­reichs weist für die ersten beiden Monate des Jah­res 1930 den Wert der Einfuhr deutscher Waren nach Frankreich mit 1282 909 000 Franks aus, gegenüber 884 884000 Franks im entsprechenden Zeitraum des Borjahres. Die französische Ausfuhr nach Deutschland belief sich in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres auf 742 820 000 Franks gegen 752 509 000 Franks in der entspre­chenden Zeit des Vorjahres.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 5. April. Tendenz: freund­lich. In Reaktion der stärkeren Aufwärtsbewe- flung* ber letzten Tage machte sich zum Schluß der Woche vereinzelte Realisationsneigung bemerkbar. Die Kulisse war infolge des geringeren Orderein­gangs zurückhaltender geworden und schritt an ein­zelnen Märkten zu Gewinnsicherungen. Zu Beginn des offiziellen Marktes kam jedoch wieder eine stär­kere Freundlichkeit zum Durchbruch; die Spekulation schritt, ohne daß aber Aufträge hinzugekommen wären, in Anbetracht der günstigen Beurteilung der Verhältnisse zu Rückdeckungen. Nachteilige Momente waren mit Ausnahme der schwankenden gestrigen

Neuyorker Börse nicht vorhanden. Eine Sonder» anregung bot die günstige Gestaltung der Geldmarktoerhältnisse. Gegenüber der etwas schwächeren gestrigen Abendbörse traten über- wiegend Erhöhungen bis zu 2 v. H. ein. Für vereinzelte Spezialwerte bekundete das Aus­land wieder etwas mehr Interesse. Das Geschäft war aber nicht so lebhaft wie an den Vortagen. Das Hauptinteresse konzentriert sich auch heute wieder auf den Ä u n st s e i d e n m a r k t, und A k u waren 3 v. H. gebessert und konnten nach Festsetzung der ersten Kurse nochmals 3 v.H. anziehen, so daß ein Gesamtgewinn von 6 v. H. zu verbuchen war. Hol­ländische Käufe und Kombinationen hinsichtlich einer engeren Zusammenarbeit in dieser Branche dürften einen Ansporn gegeben haben. Mehr heroortreten konnten noch Elektrowerte, AEG gewannen 2,5 o.H., Schuckert 2,25 v.H. und Siemens 3,5 v. H., während Licht & Kraft nur 1 o. H. fester eröffneten. G e s f ü r e ( waren leicht gedrückt, Montanwerte stiller. Ilse Bergbau waren nach Berücksichtigung des DividendLabzugs 2 u. H. schwächer. Buderus gewannen aber 1 v.H. Ober­bedarf traten mit plus 2 v. H. etwas mehr in Erscheinung. Von Kaliaktien verloren Wester- egeln 2 v.H. Banken lagen uneinheitlich, doch waren die Veränderungen nach beiden Seiten be­scheiden. Schiffahrtswerte waren trotz der Regelung in der Freigabangelegenheit nicht sonder­lich beachtet. Renten still. Deutsche An­leihen freundlich und etwas anziehend. Im Ver­laufe wurde das Geschäft zeitweise lebhafter, doch wurde es wieder stiller, nachdem die Aufträge er­ledigt waren. Die Kursgestaltung unterlag Schwan­kungen. Gegenüber dem Anfang ergaben sich teil­weise kleine Gewinne, wahrend vereinzelte Werte um Bruchteile eines Prozents gedrückt waren. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 o.H. erneut leichter. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,189250, gegen Pfund 20,376, London gegen Kabel 4,8630, gegen Paris 124,29, gegen Mai­land 92,80, gegen Madrid 39,20, gegen Holland 12,1190.

Berliner Börse.

Berlin, 5. April. Obwohl auch heute wegen des frühen Samstaasbeginns vormittags und an der Vorbörse keine Umsätze getätigt wurden und keine Orders Vorlagen, konnte mtm eine sehr wider- standsfähige Grundstimmung beobachten. Man glaubt, daß die Regierung ihr Finanzpro- gram m roirb durchdringen können unb biskutiert lebhaft bie Rebe Dr. Silverbergs auf der Tagung des Langnam-Vereins. Zu Beginn des offi­ziellen Verkehrs war dje Stimmung durchweg freundlich, wenn sich dies auch infolge des verspäteten Ordereingangs auf die Kursentwicklung nicht voll auswirken konnte. Auch die Tatsache, daß die sehr vorsichtige Spekulation teils Realisationen vornahm, änderte an der zuversichtlichen Grundstimmung ' nichts. Elektrowerte ' lagen auf Publikums­und kleinere Auslandkäufe freundlich und gut be­hauptet. Schiffahrtswerte erfreuten sich an­haltender Nachfrage. Man sprach wieder von ber Freigabeangelegenheit. Spritwerte eröffneten uneinheitlich. O st w e r k e plus 2,25 v. H., Schult­heiß minus 1,75 o. H., zogen aber gleich nach den ersten Kursen stärker an, so baß letztere ben niebrigen Stanb roieber aufholen konnten. Etwas schwächer tenbierten Kaliwerte mit Verlusten von 1,5 bis 8 v. H., auf die schlechteren Absatzziffern für März. Auch Warenhauswerte gaben etwa 2 v. H. nach, wobei die neue Warenhaussteuer als Grund genannt wurde. Banken schwächten sich in Reali­sation auf die letzten Steigerungen teilweise etwas ab, während Montanwerte sich etwa behaupte­ten. Mit Sonderbewegungen sind zu erwähnen: Mitteldeutsche Stahl in Reaktion auf bie gestrige 5-v. H.-Besserung heute minus 2,5 v. H.: M i x & Genest auf den Rückkaufsvorschlag des Bankenkonsortiums (140) mit 2,5 auf 139,5 o. H. er­höht und Hugo Schneider mit Plus-Plus- Zeichen auf den wieder 10-v. H.-Dioidendevorschlag. Man taxierte letztere 115 nach 107,5 v. H. Deut- sche Anleihen freundlich. Von Ausländern Oe st erreichet-, Ungarn und An atolier schwächer. Oesterreichische Staatsrente von 1914 minus 1,60 v. H. Der Pfandbrief- markt war unentwickelt. Der Geldmarkt war weiter erleichtert. Tages gelb 4,25 bis 6,25 o. H., sonst waren die Sätze unoeränbert. Nach ben ersten Kursen traten an fast allen Märkten Erhöhungen bis zu 2 o. H. ein. Kunstseibenwerte lebhaft und bis zu etwa 3 v. H. höher. Elektrowerte auf bie Einführung von AEG. in Amsterbam unb auf stärkere Gewinne ber General-Motors« Aktien in Neuyork fest. Später würbe es vor­übergehend etwas ruhiger, dann wieder lebhaft unb fest.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.

:?ranffuri a.

Berlin

Frankfurt a. M.

Berlin

urs ,

1-Uhr. Kur-

Schluß- turd

Anfang- ffur«

(Sch.- Inrtf

1-Uhr- R re

Schluß-

Slniang»

Datum

4 4

5 4

4 4

5.

Dalum

4 4

5 4

4 4

5 4

6% Deuriche Sieichsanleihe von 1927

7% Deutsche iKetdicanlel6e von 1929

Deutsche Änt.-Ablö».-Schuld mit

SlusIoi.'Rechten

Deegl. ohne Äusloi.-Rechte

8% Heli. Bolksstaai von 1929 (rüdtahlb. l'»2%)

Lberbegen Provinz An leche mit

vamburg.iilmerüa Paket . . 7

115

115

113,5

114,13

87

87,1

Hamburg-Südom. Dampfschiff 8

Hama Tamvllchisl . 10

166

157

157,5

98,75

54,75

10,35

10,5

99,5

54,75

10,4

55

10,5

Norddeutscher Lloyd ... 8

Allgemeine DeutscheEreditanst. 10

Barmer Bankverein 10

Berliner Handelsgeselllchafl 12

Commerz, und Privat-Bank 11

108,75

118

136

178,5

163

108,75

162,5

107,5

118,25

135,9

178

163

108

135

176,25

163

93

92,4

Darmstädter und Nationalbanl 12

Deutsche Bank und

243,25

241,75

242,75

242

Aueioi..Rechten

Teutlcke fiomm Sammelabl

Anleihe Serie i

8% .Irrenff Hnv. Bant Goldpfe

50,75

53,65

-

53,25

1 1

DiSconto-GeseUIchast,. . 10

Dresdner Bank......10

Reich-bank 12

152,5

155,25

295,5

155,5

151,9

155,4

294,5

151,25

155,4

293,75

XIII unlünvbar tx< 1931

<% Frankl Hyp.-Banl Aoldvte unhinobar bla 1932

4*/z% Rhetnllche Hno -Bant tilau cholbvse.

3"/^ Pt VanDeSDtanDbrtcfcmftalt,

97,5

89^5

85,15

1 1 1

-

-

Ä.E.G...........8

Bergmann ........9

Elektr. LieserungSgelelllchast 10

Licht und (haft 10

gelten & Guilleaume 7Vi

Gesellschaft für Elektrische

173,5

179

133

175,75

180

173,75

207

173,4

179

132,5

174

206,5

173,75

179.25

131,9

Pfandbriefe R. 17

8% Pr Lande-wsanvbrlelanstalt, Komm.-Lbl. R. 16

7% Pr Lanvespfandbrtefanslall, Pfandbriefe N. 10

A.E.G abg. Vorkriegs-Vbllgatio. nen. rückzahlbar 1932

97

94,5

89

92,5

97

94,5

89

Unternehmungen .10

Hamburger EiektrizitätEerke 10

Rheinische Elektrizität ... 9

Schlesische Elektrizität. ... 10

Schuckert L Co. ..... 1t

Siemens & Halöke.....16

Transrabio ......... 8

186

Ü

195,25

185,25

1«

198

267

186,5

138,5

150,5

174,75

195,75

263,5

184,5

139,75 .151

175,75

198

265,25

Labmener & Go...... . lo

172,25

172,75

173,25

V'/ Oesterreichtmie Golvrente 1,20% Oesterreichilche Silberrente

28,75 4.25

28,751

4,5

Buderus ...... d

62,25

83,25

83

83,4

1% Qelterreichilche Einheitliche

Deutsche Erdöl . ...... 6

-

107

106,4

146,13

Rente

2,6 25,75 22,13

,65

7,5

1,5

7.5

2,7

25,8

22,4

23,5

2,65

7.75

M >.75

10,2

Essener Steinkohle ...... 8

146.25

Ungadtdif Rolbrente 1% Ungarische Smatorente o.'jgw i! oecgl. von 1913 4" Ungarhdie kronenrente 1% TürNiche floltanielbr von 1911 170 lürtiidv Bagvabbobn-Anl

Serie 1

\% veegi Serte II

j% Rumänische oereinh »Rente von 1903

V.% Rumänische verein!) Rente von 1913 . .

r;, Rumänische vereinb. Rente .

25,3

25,5

2,6

7,75

Gelsenkirchener ...... 8

tzaroenet ...... . 0

Hoesch Eisen ...... 6'/2

Ilse Bergbau ...... 10

ftlodnerroerte ...... 7

KSIn-Neuesien . . .... 7

Mannesmann.Nähre« .... 7

'44.5

132

'09,5

113

231

113,25

144,5

133

117,25

241

109,5

114,4

112,75

144,6

132

117

231,5

109,5

114

113

1 I I

7,75 7,75

Mansfelder Bergbau .... 7

Lberschlef Eilende darf .... 6

Lberschles AokSwerke .... 7

Phönix Bergbau . . . 6/2

Rheinische Braunkohle« . . 10

109

106,75

242

109 77

108

75

109,4

107

241,25

108

76

109,6

107

241

16,7

8,6

16,5

8,5

Rheinstahl ........ 6

Riebeck MonUw ...... 7,2

122,25

122,25

122.13

106

121,4

Frankfurt a. m.

Berlin

Banknoten.

Schluß» lurä

1-Uhr- Kur»

Schluß- lur#

Anfa. g» Kurs

Äerlin, 4. April

Gelb

Bries

Auierttantiche Noten ..... Belgische Noten ....... Dänische Noten . ....... Englische Noten........ französische '.'loten ...... Holländische Noten...... (italienische Noten ...... Norwegische Noten..... ,

Deutsch-Oesterr, ä ioo Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweiler Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten

Vevifenm-rt Berlin

4,173

58,23

111,83

20,332

16.395

167 68

22 06

111,76

58,83

2,47

112,20

81.04

53.51

12,36 7". 85

- Frankfurt

4,193 58.47

112.27 20,412 16.455 168,36

22,14 112,20

59,07

2,49 112,64

81,36 53,73 12,42 73.15

<l2R.

Dalum

4 4

5 4

4 4-

5 4

Bereinigte Stahlwerke

Otavl "Minen 16'/,

Kaliwerke Aschersleben ... U

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

I. G. garben°JndusMe... 12

Scheideanstalt........ 9

Rütgerswerke . ....... 6

Metallgelellschafk.......8

Philipp Holzmann ...... 7

Zementwerk Heidelberg . . 10 Eemeniwerk Karlstadt. ... 10 Wayb & Rrentag .....8

Schultheis Pavenholer ... 15

Ostwecke ........12

Aku ..........18

Bemberg....... . 14

Zellstoff Waldhof .... 13'/, Zellstoff Aschaffenburg . . . 12 Charlottenburger Wasser ... 8 Dessauer Gas ...... 9 Daimler Motoren ..... 0 Deutsche Linoleum ......

Maschinenbau A.-G. . . . 0 Rat. Automobil . ..... 0 Crenfteln & Koppel ..... 6 Leonhard Tietz ..... 10 Svenska ......

.frrantturtet Maichme» .... 4

Gritznet 6

Henligenka»dt ..... 0

Iunghans 6

Lechmerle 8

Mainkraftwerke Höchst a.M. 8

Mtag 10

Gebr. Roeder .. lo Boigt L Haeffner ...... 9 Süddeutsche Zucker .... 10

101,5

222,5 226,5

378

179,J

156 74

81

112

109

132,5 143

93,75

108

154 213,75 158,5

43 257,_5

36 49,75

33.75

108

106

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160

355

132,25

4. April

5. April

Amtlich. Dotierung

Geld | Srirs

Amtliche Dotierung

Geld Ariel

Äm't.-Rott. Bu n.-Aires Brss.-ÄNtw. Christiania. Kopenhagen Stockholm . ßelftngforS. Italien. . . London. .. Neupork .. Paris. . . . Schweiz .. ©Daniel! - Japan . . . Hlo de Jan. Wien in D-- CtR. abgesk Prag . . . Belirad - . Budav.'st. . Bus arten Lissabon . Danzig. . . Konst ntin. Athen. . . Canada Uru uay. . Cairo ..

168,00 1,637

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