Ausgabe 
4.12.1930
 
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Donnerstag, 4. Dezember 1930

Rr. 284 Drittes Blatt

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für ©berljeflen)

0er Moskauer Prozeß.

Außenpolitische Hintergründe.

Die Sowjetregierung hat es für richtig gehalten, die Aufmerkfamteit der unter schwersten Wirtschafts- nöten seufzenden russischen Volksmassen abzulenken durch ein großes forensisches Schauspiel. Anders ist der mit raifmierten Regieiünsten inszenierte Prozeß gegen die sogenannte I n d u st r i e p a r t e i kaum zu werten. Die Angeklagten sind des Landes­verrats und der Sabotage beschuldigt. Der Hauptangeklagte Professor Ramsin hat zu Beginn der Verhandlung ein umfassendes Ge­ständnis abgelegt, und zwar in offenbar wohl- vorbereiteter sechsstündiger Redei Seine reichlich phantastisch anmutenden Bekenntnisse über lange Unterhandlungen mit emigrierten russischen Indu­striellen, sowie mit französischen Generalen und Staatsmännern, darunter Poincars und Briand, gleichen mehr der Aussage eines Kronzeugen. Man kann bei nüchterner Betrachtung keinen anderen Schluß ziehen als daß hier bestellte Arbeit oorliegt. So stark ist der Eindruck innerlicher Un- wahrscheinlich.eit detaillierten Angaben.

Man weiß vom Schachty-Prozeh des Jahres 1928 her, wie sehr das im Sowietreiche geltende Gerichts­verfahren wirtfamer Rechtsgarantien ermangelt. An einem Ausgange, der den Wünschen der Moskauer Machthaber entspricht, ist nicht zu 'zweifeln. Wohl aber fühlt man sich zu triftigen Zweifeln versucht, ob das wirkliche Schicksal der Angeschuldigten den mit ziemlicher Sicherheit zu erwartenden Schreckens- urteilen entsprechen wird. Aber die Jndustriepar- teiler sollen nur bie Rolle der reumütigen Verbrecher spielen, auf daß das russische Volk gewahr werde, wie wachsam und tatkräftig die Sow­jetregierung den dem Proletarierstaate vom kapita­listischen Auslande drohenden Gefahren zu begegnen wisse. Insonderheit ist der Moskauer Prozeß e i n Mink an bie Rote Armee, über deren un­bedingte Verläßlichkeit Stalin und seine Gefolgs­leute sich immerhin sorgen, seit ihre brutale Bauern- Politik in den Kreisen der Rotarmisten bedenkliche Stimmungen hervorgerufen hat.

Es ist ein altes, seit jeher von Regierungen jeg­licher Art erprobtes Rezept, durch außenpolitische Erfolge ober Scheinerfolge bie im Inneren bes Lan- bes sich regenbe Unzufriebenheit zu beschwichtigen. Der Moskauer Prozeß soll bie Augen bes russischen Volkes auf bas Ausland lenken. Es ist wohl fein Zufall, bah gerabe jetzt ber neue Leiter der russischen Außenpolitik, Litwinow, mit dem italienischen Außenminister Grand i in Mailand gufammengetroffen ist. In der russischen wie in der italienischen Presse ist die Bedeutung dieser Aus­sprache geflissentlich unterstrichen worden. Der sich unmittelbar anschließende Besuch des türkischen Außenministers Rubschi Bey in Rom läßt auf bie Möglichkeit neuer Mächtegruppierungen schlie­ßen. Unzweifelhaft zeigt Italien, bas ja a u cf) mit ernsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu ringen hat, neuerbings sehr starke außenpolitische Aktivität, die bereits zu sichtbaren Erfolgen auf dem Balkan, insbesondere zur griechisch-türkischen Verständigung geführt hat. Jedenfalls bilden jene Zusammenkünfte in Mailand und Rom wichtige Etappen ber Be­strebungen Italiens, unter seiner Führung einen Block ber über Ost- und Südeuropa. sowie einen er­heblichen Teil Dorberasiens sieh erftrerfenben Staa­ten zustanbe zu bringen, eine Kombination, die für bie Aufrichtung italienischer Vor- Herrschaft im östlichen Mittelmeer die unerläßliche Vorausseßung wäre. Daß Sowjetruß- land solchen Dlänen nicht von vornherein abweisend gegeyübersteht, beweist Litwinows Reise, beweist aber auch bie im Moskauer Prozeß so auffallend plakati-rte scharfe Stellungnahme gegen bie ffie ft möchte. Wenn ber verschlagene Karl Rabek einen über den Moskauer Sensationsnro- zcß berichtenden Artikel überschreibt:Bewiesene Intervent'on-vorbereitungen Frankreichs gegen die Sowjetunion", so weiß man zur Genüge, worauf die im Kreml residierenden Machtpolitiker ab?Hen.

Ausfällig ist die neuerbings in Moskau beliebte Zurückhaltung gegenüber Deutsch- lanb. Offenbar möchte man dort angesichts ber ncuauffteigen>en Rerspektiven nichts im vorhinein uerberhen unh leot sich deshalb starke Zurückhaltung auf. Die bolschewistischen Divlornoten verstehen sich nicht nur auf Rrovagan^a, sondern auch sehr wohl auf Realpolitik: sie willen bie aus den Voraus- fehungen ber geographischen Lage sich erneberben totärfen unh Schwächen Dei'tschlanbs kühl gbzu- wägen. In Italien ist hie Rrelle wenigstens fanoui- nischer gestimmt unb bereits bemüht, eine Verbin­

dung zwischen dem Besuche des Grafen Bethlen in Berlin unb ben neuerlichen Vor­gängen in Mailand unb Rom zu konstruieren. Hier ist wohl ber Wunsch Vater bes (B e b a n k e n s. Jedoch sind wir Deutsche zu schärfster Auf­merksamkeit verpflichtet. Unsere Lage im Herzen Europas bedingt unablässige Wachsamkeit, aber auch Entschlußfähigkeit zur rechten Zeit. Die Fähigkeit

Betriebsstillegungen in der Gießener Zigarrenindustrie. Veranlaßt durch die neue gewaltige Tabak- bcsteuerung sah sich eine Anzahl Gießener Zigarrenfabrikanten gezwungen, ihren Beleg chasten zwecks Stillegung der Be­triebe zu Ende Dezember die Arbeit zu kündigen. D.e Te.riedseinstellungen werden in den me.sten älnrimehmungen zunächst vollstän­dig sein, mit Ausnahme weniger Leute, die zur Herstellung neuer Muster weiterbelchäsligt wer­den. Wann und in welchem Umfange die e Be­triebe wieder eröffnet werden, hängt völlig von dem Eingang neuer Bestellungen a3 und kann infolgedessen jetzt auch nicht annähernd übersehen werden.

E s ch w e g e, 3. Dez. (WTB.) Die Zigarrenfabrik Gebrüder Ungewitter AG., Wanfried- E schw e ge, wird ihren Betrieb am 31. Dezember b. 3. ft i Ile gen. Die Firma beschäf.igt eiwa 200 Arbeiter. Die Hochenheimsche Zigarrenfabrik in W a l d k a p p e l hat ihrer Belegschaft von 50 Mann gekündigt.

LtiUcgungsantrag der oberbadischen Zigarrcnfabriten.

Lahr (Baden), 3. Dez. (WTB.) Bon den meisten oberbadischen Zigarrenfa­briken ist die sofortige Stillegung ihrer Betriebe beantragt worden, und zwar, wie der Berband oberbadifchrr Zigarre.-.fabrüan'.en mit­teilt, infolge der vorgestern verössentlich'.en Nol- verordnung und der darin enthaltenen, von der Aeichsregiernng geplanten Maßnahmen einer Nochvcrzcl.ung der unversteuerten Zigarren und insbesondere der Herabs hung des Banderolen­bezuges im Dezember d. 3., wodurch eine Unter» bundung des Verkaufes im Dezember und ins­besondere des Weihr.achtsgeschästes eintrete. Von der Stillegung würden etwa 152 Betriebe mit etwa 13 500 bis 15 ODO Arbeitern betroffen.

preisbindungsfragen in der deutschen Eisenindustrie.

DDZ. Der vom Vorläufigen Reichswirtschafts- rat eingesetzte Arbeitsausschuß zur Prüfung von Preisbindungssragen in der Eisen­industrie ist nach umfasfender Beratung ein­stimmig zu einem Beschluß gelangt, in dem fest- gestellt wird, daß die gegenwärtigen hohen Eifenpreife des 3nlands gegenüber den niedrigen Preisen des Auslandes, sowie gegen­über denen des Weltmarktes für die gesamte deutsche Wirtschaft untragbar sind. Der Aus­schuß hält trotz der gegenwärtigen ernsten Gage der deutschen Eisenindustrie als eines der Milt:! zu der dringend ersorderlichen Senkung der Pro­duktionskosten und damit der Gebenshaltungs­kosten eine starke Senkung der deut­schen Eiseninlandspreise für notwendig und ersucht die Aeichsregierung, auf Beschleu­nigung dieser Preissenkung hinzu­wirken. Der Ausschuß empfiehlt der Reichsregie­rung, die eifenerzeugende 3nbuftrie zu Maßnah­men zu veranlassen, die eine Dauerlösung versprechen.

Oer Kartoffeltarif der Reichsbahn ermäßigt.

ERB. Berlin, 4. Dez. Die bereits angekün­digte Herabsetzung der Reichsbahn­fracht für den Bezug von frischen Kartof­feln in Wagenladungen beträgt nach einer amt­lichen Mitteilung 10 Prozent und tritt am 4. De­zember in Kraft.

Oer neue Zuttergerstenzoll.

B e r l i n, 3. Dez. (WTB ) Im Reichszollblatt vom 3. Dezember wird ber von der Regierung aufgrunb

zur Erkenntnis einer bestimmten Situation unb bes Zeitpunkts ber Entfcheibunysreise bars nicht getrübt werben burch stimmungsmäßige Blendungen. Eine gesunde Realpolitik darf allein die Führung ber auswärtigen Angelegenheiten eines großen Volkes bestimmen. UnsereOrientierung" bars nur deutsch sein, nichts als deutsch.

der in der Notverordnung vom 1. Dezember 1930 erteilten Ermächtigung neu fest gesetzte Zoll für Gerste zur Viehfütterung veröffent­licht. Der Zollsatz beträgt mit Wirkung vom 4. De­zember 1930 18 RM. je Doppelzentner, der vcr- billigte Zollsatz beim Bezüge von Eosinroggen bzw. Kartoffelflocken bleibt auf 6 RM. je Doppelzentner bemessen.

Dividenbenkürzung bei Stoll- m e r cf. Der GV. (30. Dezember) ber Gcbr. Stoll- werck AG., Köln, wirb aus bem oerblcibenben Rein­gewinn von 0,89 Mill. RM. bie Verteilung von 5 v. H. (i. D. 9) Divibenbe auf die Stamm, und 6 o. H. auf die Dorzugsaltien vorgcfchlagen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 4.Dez. Tendenz: still. Trotz der schwachen gestrigen Reuyorker Börse war man im heutigen Dormittagsverlehr freundlich gestimmt, da die Auslassungen Les Reichsfinanzministers in der gestrigen Reichs- tagösihung befriedigten und keinen Grund zu besonderer Besorgnis auslösten. Der amtliche Beginn zeigte dann aber wieder große Zu­rückhaltung der Spekulation, da kaum Orders vorgelegen haben und man eine end­gültige Klärung der innerpolitischcn Situation nicht vor Samstag erwarten kann. Die älmsatz- tätigkeit hielt sich daher in engen Grenzen, und Notierungen kamen zunächst kaum zustande. Die Grund stimmung blieb aber auch weiterhin eher etwas freundlicher, und gegenüber der gestrigen Abendbörse ergaben sich zumeist kleine Kursgewinne. Am Chemiemarlt eröffneten 3.-G.-Farben nur mäßig höher, nachdem bereits im vorbörslichen Verkehr ein Gewinn von 1,5 Prozent zu verzeichnen war. Am Elektromarkt ergaben sich zumeist 0,5- bis Iprozentige Desse- rungen. Der Montanmarkt lag heute wieder sehr still. Harpener konnten sich 1 Prozent erholen. Dis zu 1.5 Prozent höher lagen noch Watz') & Freytag, AKäl. und Deutsche Ginoleum. Bankaktien lagen nur wenig verändert. Für Reichsbankanteile bestand an der Vorbörse wie­der größeres 3ntereffe mit einer Besserung um 2 Prozent zirka: eine amtliche Notiz kam zu­nächst noch nicht zustande. Von deutschen An­leihen lagen Neubesih 0.25 Prozent höher, Gilt- besitz notierten unverändert. Am Markte der Auslandanleihen erhielt sich 3ntcreffe für Ana­tolier: die Kurse waren jedoch nur wenig ver­ändert 3m Verlaufe wurden in Clektroak'ien kleine Käufe vorgenommen, Schuckert und Sie­mens gewannen je 2,5 Prozent, AEG. 1,5 Pro­zent. Auch 3.-G.-Farben konnten sich leicht er­holen. Die Grundstimmung war etwas zu­versichtlicher. Am Geldmarkt machte die Er­leichterung kleine Fortschritte. Der Satz für Ta- gcsgeld wurde auf 4,5 Prozent ermäßigt. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1930, gegen Pf unb 20,36, Gondon gegen Kabel 4,8556, gegen Paris 123,5650, gegen Mailand 92,67, gegen Madrid 43,20, gegen Schweiz 25,0425, gegen Holland 12,0650.

Berliner Börse.

Berlin, 4. Dez. Trotz des matten Schlusses ber gestrigen Neuhorker Börse biieb die Stim­mung im heutigen Dormittagsverkchr ziemlich zuversichtlich, da die politische Situation nach dem ruhigen Verlauf der gestrigen Er- öffnungsfitzung des Reichstages und der Rede Dr. Dietrichs als günstig zu bezeichnen war. Beachtung fanden auch die Auslassungen Dr. Schachts, die er gestern vor der Bremer Han­delskammer über seine Eindrücke in Amerika machte, und ferner die Owen D. Voungs über die Geldlage, über das Problem der Revara- tionen und die Revision der Vertrage. Kauf- intereffe bestand nur für einige Spezialwerte vonseiten des Auslandes. 3m allgemeinen gingen

die Kursveränderungen nicht übet 1,5 Proz. hinaus. Berger profitierten von den ägyptischen Abschlüssen und lagen 2,90 Proz. fester. Schantungbahn zogen um 2 Proz. an. Auch Harpener und Akkumulatoren notierten je 2 Proz. fester. Eigentlich schwach lagen nur Chemische Heyden, bie ihre Abwärtsbewegung um 1,75 Prozent fortfctjten. Deutsche Anleihen _ lagen nur wenig verändert. Von Ausländem notierten Anatolier, die schon gestern abend in Frankfurt gefragt waren, 'Prozent höh.r, im Durchschnitt zogen diese Werte um 1 Prozent an. Der Pfandoriesmarkt war wie­der sehr ruhig. Reichsichuldbuchforderungen wa­ren 0,25 Prozent fester. Geld etwas leichter. Tagesgeld 5,75 bis 7,75 Prozent: die übrigen Sätze waren unverändert. Die anfangs nicht sehr beachteten Unruhen und die verschiedentlich ge­meldeten kommunistischen Demonstrationen drück­ten später doch auf die Stimmung, zumal sich inncrpolitisch durch die Haltung der Bayerischen Vol.spcr.ei gegenüber dem Steuervereinheit- lichungsgeseh. infolge d:r einige Schwierigkeiten im Kabinett entstanden zu fein scheinen, die Gage verschlechtert Hai. Auch der Reichstag, der heute um 12 älhr begonnen hat, und in dessen Verlauf auch die Redner der extremen Parteien zu Wort kommen werden, war naturgemäß ein älnsicher- heits'aktor. D.e Spekulation übte Zu­rückhaltung. Sperialwerte verloren bis zu 3 Prozent. Aus Gerüchte, daß der englische Derg- aröeiterstreik beschlofsen fei, wurde es aber wie­der te ha'tcr. Nach unserer 3nformation scheint dies Cerücht den Tatsachen zum mindesten vor- auszuei.en, da erst heute die Dergbaukonferenz eint rru'cn worden ist, in der vom englischen Bergarie terverband durch eine Abstimmung zu der Streitfrage Beschluß gefaßt werden soll.

Frankfurter Lch!achtviel;markt.

Frankfurt a. M., 4. Dez. Austrieb: 121 Stück Rmder, 679 Kälber, 290 Schafe, 579 Schweine. Es notierten für 100 Pfd. Lebend­gewicht: Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 66 bis 71, mittlere 61 bis 65, geringe Kälber 55 bis 60; Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel, Weidemast 45 bis 48, mittlere Mast- lämmcr, ältere Masthämmcl und gut genährte Schafe 38 bis 44, fleischiges Schafvieh 30 bis 37; Schweine nicht notiert. Marktverlauf: Schweine ruhig, Ueberftanb. Kälber ruhig. Schafe mäßig, ausverkauft.

Taten für Freitag. 5. Dezember.

1791: Wolfgang Amadeus Mozart in Wien gestor en; 1835: der Dichter Graf August von Platen in Syrakus gestorben.

Eingesandt.

(Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Berechtigte Wünsche des Südwestviertels.

Mit großer Ge' uld toarien wir Einwohner des Südwestviertels schor seit 3a)ren auf den Dau der uns schon lär.g.c verspräche en Schule, ohne bis jetzt etwas Naye e3 zu hören. Es ist für unsere kleinen minder wirklich .eine vCleinigkit, jeder Witterung ausgesetzt, täglich stundenlang auf dem Schulweg xujnbringen, be on.ers bei dem sta.ken Autoverkehr. Auch werden die Straßenbau- t e n in unserem Viertel gegenüber anderen Stadt­teilen sehr vernachlä fig\ be anders aber muß auf die ganz unhaltbaren Zustände des Wartwe- g e s aufmerksam gemacht werden, welcher in sei­nem südlichen Teil mehr einem Sumpf als einem Weg ähn.ich sieht. Wir hoffen, daß unsere Stadt­verwaltung, welch: e n Mil ionenprojekt, wie den neuen Diehhof zu bauen beabsichtigt, auch den berechtigten Wünschen ter Einwoyne. , welche nur einige hunderttausend Mark erfordern, entgegen­kommt.

Die interessierten Einwohner des Südwestviertels.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in ber Synagoge (Sübanlage). Samstag, 6. Dezember. Vor- abenb 4.30 Uhr; morgens 9; abenbs 4.35 unb 5.15 Uhr.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatseier ben 6. Dezember. Freitag abenb 4 Uhr; Samstag vor­mittag 8.30; nachmittags 4 30; Sabbatausgang 5.15. Wochengottesbienst: morgens 7; abenbs 4 Uhr.

Wirtschaft.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben bie Hohe bet zuletzt beschlossenen Divibenbe an. Reichsbankbiskonr 5 o H., Lombarbzinsfuß 6 o H

'Vranfhtri a. Ul.

Berlin

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Vanknoten.

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Hollänblich- Roten ....... Italieniich- Roten........

Rorwegi'che Roten.......

Deutich-Letterieich i 100 Schilling 8iuntanhd>. Roten.......

Schtoebtich Roten.......

Schwonei Roten . ....... Spunilche Roten........

I'dicclioiioivaliKhe Roten.....

Qnguthtbe Roten .....

Devisenmarkt Berlin

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58,18

111,80

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21,89

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2,477

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4,200

58,42 112,24

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112,59 81,45 46.91

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6% üeundje firtifieanietbe von 1927

7% Deuiiche SetdjsanleUx von 1929 /.

tcutfdir Änl.-Mlöl.-SchaN, mit

Aurlm 9i'edtten

Seeg! Zme Siuoioi.-Rechte .

8% zeit. Solbflaa' von is« tfudtablb 102%'

Ch-rbcilcn flnlffbe mH

Aiieloi.-tRrdticn teuddtc flamm. Sarnmelabi. 8%'nr^'^ Snp Bank «oldvke

XIII unlnnbbar bie 193-1 .

7% Arant! k"'v -Ban! «olbvle unfünbbar bis 1932

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6% Pk. Vanbe#P,r"ifbrtelannall. «ptanbbriefe 8i. '6

8% Pk Vanbeer an:brielamtalt, fiomm.-Cbl. 61. 80.

7% Pr Vanbeo anbbttefanflalt, *$|anobriefe R 81

ü.ö.® abg. Bor.r.cgs-Obligatio- nen. rüdiablbar 1932

4% Defterretdind)«- «oinrente 4,20% Oesterreichiiche Silberrente 4% Ceftetreldii(*e EindeiUtche

Rente

4% Ungarilche ©olbrente .

4% Ungarilche etaaisrente v. 1910 4K% beegi. von 1913

4% Unparildie Shonenrente

4% lürfilebe Zollanleibe von 1911

4% lürfiltbc Bagbabbadn-Ant

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5% Rumaniiche vereint». Rente von 1903

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Hamburger EieiirizULts-Derte 10 jibcmtidje ßteltniitdt .... 9 'diictndie liieltiutiäl. ... 10 3diudert & Co......11

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Itanoiabto ........ t- -nbrn-oer & Co.. ..... 1*

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Kaliwerke Withertleb-m ... 10 Kaliwerke Weslerege.n ... 10 Kaliwerke Salnbekiurtb ... 15

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Cchunberr Payenhoier ... 15 Cftroerfe ........12

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Belictcff Valdbok . . . 13'/, ZellCtoll Aicdakkenburg . . 12 Charlottenburger Walle» ... 8 Teilauer Mas . .... 9

Tatmler Motoren . . . . . 0 Teni-che Linoleum ...... Maickinenbau 2L'®. ..... 0 Rat Automobil . ..... 0 Crcnftetn & Roppd.....6

Leonbaro Tietz . 10 Svenska .......

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Böig: & Haessner ...... 9 Eübbeuoche Zucke» . 10

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168,58 1,434

58,415 112,02 112,04 112,40 10,541 21,955

20,337 4,1890 16,457 81,145

46,80 2,079

.414

58,95 12,425

7,407

73,22 3,036

18,81

81,35 1.784 5,427 4,188 3,257

20,86

168,92 1,438

58,535 112,24 112,26 112,62 10,561 21,995 20.377 4,1970 16,497 81,305

46,90 2,081 0,416

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1,789 5,437

4,196 3,263

20,91

168,58 1,436

58,42

112,00 112,02

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21,95 20,34

4,189

16,459 81,135

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58,95

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20,86

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16,499 81,295

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59,07 12,444

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5,437 4,197 3,283 20,80