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Samstag, 4. Moder 1930

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)

Rr. 252 viertes Blatt

Wirtschaft.

Preissenkung für Eosinroggen.

Der Preis für Eosinroggen dessen Dezug zu der Einfuhr von ausländischer Futter» gerste zu dem ermäßigten Satze von 6 Mark je Doppelzentner berechtigt, ist, wie der WTV.» Handelsdienst erfährt, von 200 Mark pro Tonne auf 170 Mark pro Tonne herabgesetzt worden.

Der Bezug zollverbilligter Gerste wird auch für di« früher bereits von der Deut­schen GetreidehanLelsgesellschast zu niedrigeren Preisen übernommenen Posten Eosinroggen er­möglicht. Die Besitzer solchen Roggens haben die Differenz von dem damaligen Kaufpreis zu dem jetzigen offiziellen Preis nachzuzahlen. Eine weitere Erleichterung für die Roggenversütte- rang wird dadurch gewährt, daß auf Antrag bei der Deutschen Getreidehandelsgesellschast von der Borschrift der Uebernahrne von Kartoffel- s l o ck e n im Umfange von 25 Prozent der Eosin- roggenmenge bis aus weiteres A b st a n d genom­men werden kann. 3n diesem Falle must jedoch eine entsprechend größere Menge Eosinroggen bezogen werden, d. h. praktisch, dast die Derfütterung von einer Tonne Eosin­roggen di« Berechtigung zum Bezüge von einer Tonne Auslandgerste zum ermäßigten Sah von 6 Mark je Doppelzentner geben^ann.

Exportforcierung be i den Opel­werken. Die Adam Opel AG. in Rüsselsheim, die bekanntlich wegen Inventuraufnahme und Umstellungsarbeiten den Betrieb für 14 Tage stillegt, will in Zukunft dem Export ihrer Wa­gen größere Aufmerksamkeit zuwenden. Die Ge­sellschaft will sich dabei der in fast allen Län­dern arbeitenden und bereits ausgebauten Ab- sahorganisation der ihr nahestehenden General Motors bedienen. Die Verwaltung hofft, aus diesem Wege doppelt so viel Wagen exportie­ren zu können, als im Inlands abgcseht wer­den. Der Export soll also in Zukunft die Grund­lage der Produktion bilden, so daß die Saison­schwankungen des deutschen Geschäftes leichter als bisher ausgeglichen werden könnten.

* Reue Dergarbeiterentlassungen. Infolge der aichaltenden Absatzschwierigkeiten sieht sich die Verwaltung der zu den Vereinigten Stahlwerken gehörigen ZecheGermania" in Dortmund-Marten gezwungen, einzelne Reviere ihrer Schachtanlagen stillzulegen. Zum 15. Oktober kommen daher 1500 Bergleute, daranter 68 An­gestellte, zur Entlassung. Rachdem erst am 30. September auf den Schachtanlagen der Zeche Rheinpreusten" 143 Bergleute entlassen wurden, hat die Verwaltung des Steinkohlenbergwerks Rheinpreuhen" infolge der weiter schlechten Wirtschaftslage auf Schacht 4 in Mörs und auf Schacht 5 in Utfort bei Mörs je 150 Bergleuten zum 15. Oktober gekündigt. Außerdem werden elf Angestellte entlassen.

* Feierschichten auf den Saargru- ben. Wie die Bergwerksdirektion der Saar- gruben mitteilt, werden in diesem Monat drei Feierschichten eingelegt, da der Absa) der Saar- kohle sich nicht gesteigert hat. So hat allein die von der Saarindustrie abgenommene Kohlenmenge sich um 2500 Tonnen im letzten Monat verringert.

* Preustis che Landespfandbrief- anstalt. Die Anstalt, die auch während der letzten Wochen die Kurse ihrer Wertpapiere un­verändert gehalten hat, legt vom 6. bis 25. Ok­tober 5 000 000 Mark siebenprozentige Goldmark- Pfandbriefe, Reihe XXI, zum Vorzugskurse von 96,5 Prozent (derzeitiger Börsenkurs 97 Prozent) zur öffentlichen Zeichnung auf. Wie aus der heutigen Anzeige ersichtlich ist, wird der erste Zinsschein am 1. April 1931 fällig, so dast der Zeichner den Vorteil der Aufhebung des Kapital­ertragssteuerabzuges geniestt. Die Gesamtkündi­gung der Reihe XXI ist bis zum 1. Oktober 1935 ausgeschlossen. Räheres in der Airzeige.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 4. Okt. Tendenz: fester. Eine etwas günstigere Beurteilung der Aussichten des Sanierungsprogramms der Reichsregierung im Zusammenhang mit dem gestrigen Beschluß der SPD.-Fraktion gab den Anlaß zu Deckungskäufen, und die Tendenz konnte sich zum Wochcnschluß etwas befestigen. Die freundlichere Stimmung wurde sichtbar in den überwiegend festeren Kur«

f e n. Die meist festere Haltung der gestrigen Neu- yorker Börse konnte jedoch keinen Einflug auf die Umsatztätigkeit ausüben. Diese blieb auf ein Mini­mum beschränkt. Es kamen zunächst nur wenig Werte zur Notierung. Die Kursbesserungen be­trugen meist bis etwa 2 v. H. Fester eröffneten auch Farben (plus 1,5 o. H.), während Metallgesellschaft behauptet blieben. Der Montanmarkt lag fast voll­kommen geschäftslos. Ebenso bestand für Bankaktien kaum Interesse, und die Kurse veränderten sich nur wenig. Am Markte der Bauunternehmungen zogen Holzmann etwas an. Leicht befestigt eröffneten noch Daimler und Conti Gummi. An den Anleihemärkten herrschte Geschäftslosigkeit. Im Verlaufe erhielt sich die freundliche Stimmung, und die neuen Kurse, die noch genannt wurden, wiesen neueleichteBes- f e r u n g e n auf. Umsätze kamen nur noch ganz ver­einzelt zustande. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 4 v H/stärker erleichtert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,2010, gegen Pfund 20,4175, gegen Paris 123,8250, London gegen Kabel 4,86, gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 47, gegen Schweiz 25,0350, gegen Holland 12,05.

Berliner Börse.

Berlin, 4. Okt. Die heutige Wochenschlußbörse zeigte zu Beginn ihres Verkehrs festere Haltung. Die politische Lage war durch die Erklärung der SPD., daß sie zur 'Mitarbeit in der Regierung bereit sei, etwas entspannt. Die Vertagung der Ent­scheidung im Metallarbeiterstreik bis zum 9. d. M. ließ die Hoffnung auf eine Verständigung offen. Die Verhandlungen über den Ueberbrückungskredit wirk­ten anregend, zumal dieser nach den neuesten Mel­dungen im Höchstfälle 6 v. H. Zinsen kosten dürfte. Das im großen und ganzen freundliche Neuyork fand Beachtung, und aus den gestrigen Erklärungen Dr. Schachts über die Hitlerbewegung wurde nur die Warnung an das Ausland herausgehoben, die schwierige Situation Deutschlands nicht noch weiter zu verkenn en. Ohne daß das Geschäft eine nennenswerte Belebung er­fuhr und ohne daß größere Orders eingetroffen waren, notierten die ersten Kurse meist noch etwas fester, als vormittags erwartet wurde. Die Gewinne betrugen durchschnittlich 1 bis 3 v. H. Nur Salzdet­furth lagen 7 v. H. höher, Svenfka plus 6 Mark. Don diesen beiden Papieren abgesehen handelte es sich zumeist in der Hauptsache um Deckungen der Börse, so daß die Umsatztätigkeit auf ein Minimum beschränkt blieb. Stärker beachtet waren nur noch Bergmann minus 2,5 v. H. und Orenstein & Koppel minus 1,25 v. H. Am Anleihemarkt fielen Altbesitz zur Notiz aus, Neubesitz lagen eine Kleinigkeit freundlicher. Ausländer wenig verändert. Am Pfandbriefmarkt war das Geschäft sehr still, die Ten­denz uneinheitlich. Reichsschuldbuchsorderungen waren etwa bis 0,5 v. H. gebessert. Der Geldmarkt war wenig verändert. Tagesgeld stellte sich auf 5 bis 7 v. H., vereinzelt auf 4,75 v. H., Monatsgeld auf 5 bis 6 o. H., Warenwechsel auf zirka 4,25 v. H. Auch nach den ersten Kursen änderte sich an der Geschäfts­losigkeit nichts. Die Kurse erfuhren jedoch meist weitere kleine Besserungen, die aber nur selten über 1 v. H. hinausgingen. Etwas leb­hafter war das Geschäft am Schiffahrts- und Kali­markt.

Wochenbericht

vom Frankfurter Effektenmarkt.

Die allgemeine Beruhigung der Stimmung machte in der vergangenen Woche Fortschritte, eine weitere Erholung der Kurse konnte sich je­doch zunächst nicht durchsetzen. Zwar bereitete die Ultimoliquidation, im Gegensatz zu den meist gehegten Desürchtungen, keine beson­ders großen Schwierigkeiten, da die börsentechnische Situation infolge des Bestehens eines großen Decouverts günstig war und Exe­kutionen nur vereinzelt vorgenommen worden sein dürften. Die anhaltend schwache Tendenz an der Neuyorker Börse, die schließlich zu einer vollkommenen Baisse führte, stand aber einer Aufwärtsbewegung der Kurse an den deutschen Börsen hemmend im Wege. Ungünstige Aus­wirkungen auf den Efsektenrnarkt hatte auch der neue Kurseinbruch am Metallmarkt. Daneben ging von dem Zusammenbruch der Hamburger Assekuranz-Union und den Schwierigkeiten einer Berliner Genossenschaftsbank Verstimmung aus. Die Entwicklung einer ^was größeren Unter­nehmungslust wurde jedoch vor allem durch die

zunächst bestehende Ungewißheit über das Aus­sehen des Finanzprogramms der Reichsregierung gehemmt, dessen Veröffentlichung man abwar­tete. Wenn auch das Angebot, namentlich aus dem Auslande, stark zurückging, so ergaben sich auf den meisten Märkten anfangs doch neue Kursrückgänge, die bei Kaliaktien und Rhei­nische Braunkohle wieder größeres Ausmaß an­nahmen. An den Rentenmärkten hat sich die Situation dagegen weiter erheblich gebessert. Die Rachfrage überwog, und besonders die so stark gedrückten Reichsschuldbuchforderangen konnten sich nachhaltig erholen.

Als das Sanierungsprogramm der Reichs- rcgicrang veröffentlicht war, griff eine all­gemeine Befestigung de r Tendenz Platz. Die in dem Programm gemachten Vor­schläge und Richtlinien wurden überwiegend g ü n st i g ausgenommen, und auch das freund­liche Echo, das sie im Auslande sanden, wurde mit Befriedigung registriert. Erwägungen, daß die parlamentarische Durchführung der Sanie- rungspläne auf große Schwierigkeiten stoßen werde und auch die Ausnahme des Reichs- zwischenkrediis von 400 Mill. Mk. den Geld- und Kapitalmarkt ungünstig beeinflussen könne, tra­ten in den Hintergrund. Anregend wirkte die Erholung, die sich schließlich an der Reuyorker Börse durchsetzen konnte. Die Geschäststätig- keit war allerdings nicht groß und beschränkte sich in der Hauptsache auf Deckungen der Ku­lisse. Rur vereinzelt sollen auch kleine Kauf­orders aus dem Ausland« vorgelegen haben. Die Kurse waren meist 3 bis 5 Prozent erholt, die anfänglich stärker gedrückten Werte waren über das durchschnittliche Ausmaß hinaus ge­bessert.

Am Devisenmarkt lieh die Rachfrage nach Devisen, die zu Beginn der Woche wieder stark gewesen war, beträchlljK nach, im Zusammen­hang mit der günstigen Aufnahme, die das Regierangsprogramm fand. Tie Devisenabgaben der Reichsbant gingen stark zurück. Von ver­schiedenen Auslandseiten sollen neue Geldoffer­ten gemacht worden sein. Am Geldmarkt be­gann die Entspannung nach der starken Ultimo­versteifung jedoch nur zögernd.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Arn Frankfurter Markt hielt sich die Umsatz- tätigkeit in dieser Woche in eng­sten Grenzen. Rach der sehr irregulären Marktlage der Vorwochen, die durch die Stüt­zungsaktion geschaffen worden war, machte die Besserung der Verhältnisse nur langsame Fort­schritte. Bei der gegenwärtigen Enge des Mark­tes blieb die flaue Veranlagung der Ausland­börsen naturgemäß nicht ohne Einfluß, und namentlich im Terminhandel waren die Preise sowohl für Roggen, als auch für Weizen nicht unerheblichen Preiseinbußen unterworfen. Ge­schäftshemmend wirkte auch der hohe jüdische Feiertag, da die Händler sich größere Reserve auferlegten.

Am Inlandweizenmarkt machte die Zollerhöhung für Weizen etwas Eindruck. Wei­zen konnte sich leicht befestigen, während die Erhöhung des Vermahlungszwanges für In- landweizen auf 80 Prozent, der bereits Ende der Woche amtlich bekanntgegeben wurde, eher nachteilig wirkte, da die Mühlen erklärten, daß durch eine weitere Erhöhung der Dermahlungs- quote für Inlandweizen eine Ueberspihung ge­schaffen würde, da Auslandmehl in stärkerem Maße importiert werden würde.

Am Roggenmarkt wurde durch verein­zelte Stützungskäufe wieder eine gewisse Be­unruhigung hervorgerafen, so daß die Preise sich gegen die Vorwoche nicht ganz behaupten konnten. Das Geschäft war aber auch hier äußerst klein.

Am Mehlmarkt hielt sich die Umsahtätig- feit in engsten Grenzen, verschiedentlich wurden kleine Käufe getätigt. Die Preise wurden an­fangs der Woche infolge der Weizenzollerhöhung stärker heraufgeseht, um gegen Wochenende wie­der etwas ermäßigt zu werden, da die Kauf­lust durch die starke Erhöhung naturgemäß fast gänzlich aufgehört hatte. Roggenmehl neigte in dieser Woche erstmals seit längerer Zeit wieder zur Schwäche, wobei die Umsahtätigkeit eben­falls sehr gering gewesen sein soll.

Der Hafermarkt konnte sich der allge­meinen Lage nicht anpassen und muhte einen größeren Verlust hinnehmen.

Futtermittel begegneten nach wie vor kaum irgendwelchem Interesse, doch waren die Preise gegen die Vorwoche gut behauptet.

Hülsen früchte und Rauh futter- un-, verändert ruhig.

Am K a r t o f f c I m a r 11 machte die Abwärts­bewegung der Preise weiter« Fortschritte, die damit begründet wurde, daß die Landwirtschaft zum Zwecke der Geldbeschaffung sehr viel Ware an den Markt bringe, was naturgemäß preis­drückend wirke. Der Zentner wurde mit 2,15 Mark gehandelt.

Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen: Weizen 242,50 bis 245; Roggen 162,50 bis 165: Hafer 157,50 bis 162,50; Weizenkleie 6,25; Wei­zenmehl lsüdd.) 39,75 bis 40,50; Weizenmehl (Niederrhein.) 39,50 bis 40,25; Roggenmehl 26 bis 27; Roggenkleie 6,25 bis 6,50 Mark.

Wochenbericht

vom Frankfurter Gchtachtviebmarkt.

Auch in dieser Wockxe hatte der Frankfurter Viehmarkt trotz des überwiegend stärkeren Auf­triebes relativ sehr gutes Geschäft zu verzeichnen, doch muß man dabei berücksichti­gen, daß die Preise teilweise nicht unerheblich gedrückt wurden.

Arn Rinder markt war der Auftrieb er­heblich stärker als in der Vorwoche. Bei mäßig regem Handel wurde nahezu ausverkauft. Die Preise gaben teiltbcife etwas nach, hielten sich aber im übrigen auf der Höhe der Vorwoche. Tas angetriebene Vieh war größtenteils von mittlerer Qualität, während besonders gute Ware auch Preise über Rotiz erzielen konnte. Die Exportbeteiligung betrug etwa 49 Proz. des Auftriebes. Auch auf dem Schweinemarkt war die Beschickung nicht unerheblich größer, als in der Vorwoche, was naturgemäß einen weiteren Rückgang der Schweinepreise bis zu 4 Mark zur Folge hatte. Ueber das Ergebnis einer Schweine­zwischenzählung vom 1. September wird mitgc- teilt, daß die Zahlen 3A des Bestandes um­fassen. Daraus ergibt sich gegenüber dem Vor­jahre eine Steigerung der Schweinehaltung um 18 Proz., die sich ziemlich gleichmäßig auf alle Altersklassen verteilt. Am größten ist die Zu­nahme bei den über ein Iahr alten Schweinen. Kälber wurden bei anfangs regqm, zum Schluß abflauendem Geschäft geräumt, doch war auch hier ein Preisverlust von 4 bis 6 Mark festzu­stellen. Schafe wurden nach regem Handel und etwas anziehenden Preisen ausverkauft. Der Ge­samtauftrieb bestand aus 1636 (1322) Rindern, darunter 384 Ochsen, 156 Bullen, 490 Kühen und 403 Färsen, ferner aus 1481 (1058) Kälbern, 469 (496- Schafen und 6128 (5885) Schweinen.

Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark. Ochsen al) 58 bis 61, a2) 53 bis 57, bl) 48 bis 52. Bullen a) 54 bis 57, b) 49 bis 53. Kühe: a) 48 bis 50, b) 43 bis 47, c) 38 bis 42, d) 32 bis 37. Färsen, a) 59 bis 62, b) 55 bis 58, d) 50 bis 54. Kälber: b) 78 bis 81, c) 73 bis 77. d) 66 bis 72. Schafe al) 49 bis 53, b) 43 bis 48. Schweine: a) 58 bis 60, b) 59 bis 61, c) 60 bis 62, d) 60 bis 62, e) 58 bis 60, Sauen 50 bis 54.

Daten für Sonntag, 5. Oktober.

1857: der Schriftsteller Fedor von Zobeltitz in Spiegelberg geboren; 1830: der Komponist Jaques Offenbach in Paris geftorbsü.

Taten für Montag, 6. Oktober.

1803: der Physiker H. W. Dove in Liegnitz geboren; 1905: der Geograph E. Frhr. v. Richthofen in Ber­lin gestorben.

Aus aller Well.

Umorganisation der Heilsarmee.

General Higgins, der General der Heils­armee, teilte auf einer Versammlung in East- London (Südafrika) mit, daß sich die für den Rovember angesehte Konferenz der Heilsarmee in London mit folgenden Hauptfragen befassen werde: 1. Der General der Heilsarmee soll nicht mehr von seinem Vorgänger ernannt, son­dern von einem Ausschuß der Führer gewählt werden. 2. Die Wahl erfolgt nicht für Lebenszeit, sondern dis zu einer gewissen Altersgrenze. 3. Das Vermögen der Heilsarmee soll in der ganzen Welt fortan, wie das bereits in Südafrika der Fall ist, durch die Vereinigung als Gesellschaft und nicht durch den General allein verwaltet werden.

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejchlosjenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

Frankfurt a. Ul.

Berlin

Schluß-j furd |

l-Uhr» Kurs

Schluß« kurS |

Anfang- Kurs

Datum

3 10. 1

4 10

3 10

4 10

6% Deutlche ReichSanleihe von 1927 ..........

87,25

_

88,1

_

7% Deutlche Reichsanlelhe von 1929 ..........

99

_

99,6

_

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.Rechten.......

_

_

DeSgl. ohne DuSlos.-Rechte . .

6,55

6,65

6,7

8% Heft. SolUftaat von 1929 (iCdiafjlb. 102%)......

89,25

_

Oberheften Provinz - Anleihe mit

Ausios.Rechten.......

_

$eutldK Komm. Sammciabl.

57

100,25

56,25

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. XIII unkündbar bis 1934 . . .

__

_

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bi« 1932 .....

94,5

_

_

_

4K% Rheinische Hyp.-Bank fiiqu. Goldpse.........

86,5

_

_

8% Pr. ßanbtipfonbbrie,anflalt, Pfandbriefe R. 19 .....

101

_

101

8% Pr LandespianvbriesanklaU, «omm.-Lbi.N.20......

98

_

98

7% Pr. Landecpianvbriefanfialt, Pfandbriefe R LI......

81.6.®. abg. Bonriegs-Obligatio- nen, rückzahlbar 1932 .....

4% Oesterretchifche Goldrente . .

97

94,5

27,4

I 1 1

97

27,5

1 1 1

4,20% Ocstcrreichtlche Silbenente

3,3

_

4% OeNerreichftche Einheitliche Rente...........

_

4% Ungarische Goldrente -

24,2

24,25

24,25

4% Ungarische Staatsrente b. 1910

19,1

19,5

4N°/° desgl.von 1913.....

20,7

20,3

4% Ungarische Kronenrente . .

1,95

1,95

4% Türkische Zollanleihe von 1911

4,75

4,8

4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie >...........

4,75

--

_

4% desgl. Serie II.......

4,8

-

6% Rumänische vereinh. Rente

von 1903 . . . . , .....

9,4

4K% Rumänische vereinh. Rente von 1913 . . . .,......

_

-

14,9

_

4% Rumänische vereinh. Reute

7,13

7,13

Frankfurt a. Ul.

Serlin

Schluß«! lurS |

l«ilhr« Kurs

Schluß-! kurS |

Anfang- KurS

Datum

3 10

4 10

3 10

4. 10.

Hamdurg-Amerita Batet . .

79

79,5

78.5

79

Hamburg-Südam. Dampfschiff

8

Hanta Dampfschiff.....

10

Norddeuttcher Lloyd ....

8

79,4

80,5

79,25

80

Allgemeine DeutscheEreditanft.

10

102,25

102,25

102

Barmer Bankverein ....

10

108,5

108

108

108

Berliner HanbelSgeselftchaft .

12

131,5

133

Commerz- und Privat-Bank .

11

119

119,25

119

119,25

Darmstädter und Nationalbank

12

162

-

161,5

162,25

Deutsche Bank und

Disconto-Gesellschaft, . . .

10

118

117,65

117,5

Dresdner Bank......

10

116,5

116,5

116,5

Reichsbank........

12

-

223,25

226

A.E.G...........

. d

122,65

123,25

122

123

Bergmann........

. 9

152,5

150

Elektr. LieferungsgeseUschaft.

10

-

118.5

119

Licht und Kraft......

10

126

125,25

125,75

Felten & Guilleaume . . .

iVi

98

98,75

98,4

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen ....

10

125,5

126

124,5

125

Hamburger ElektrizitätS-Werke 10

129,5

121

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

Schlesische Elektrizität. . . .

10

122

123

Sckiuckert & Go.......

11

137

139

137,25

138.5

Siemens & Halske.....

16

180

180

182.5

TranLradio........

. 8

-

124

Labmeyer LCo.......

10

146

145,75

Buderus.........

. 6

52

52

Deutsche Erdöl......

. 6

66,25

66.75

Essener Steinkohle.....

. 8

Gelsenkirchener......

. 8

100

99,75

99.9

Harpener.........

. O

87,25

Hoesch Eilen........

bVt

78,9

Ilse Bergbau.......

10

201

202

Klöcknermcrke.......

. 7

72

71,75

73.5

Köln-Ncuessen.......

. 1

80,5

80,5

ManneSmunn-Röbren . . .

. 7

73,25

73,4

73,5

ManSsclder Bergbau ....

. 7

47,5

47

Oberlchles. Eisenbedars . . .

. 5

48,5

Oberschlci. KokSwerke....

7

75

75,13

Phönix Bergbau......

ey.

69,25

69,5

70

Rheinische Braunkohlen . .

10

181

181

180

. 6

76

75,75

76,5

Riebeck Montan

7,2

rw

Frankfurt a. 271.

Berlin

Schluß-j kurS |

l-Uhr- Kurs

Schluß« > fürs |

Anfang- Kurs

Datum

3 10

4 10

3 10

4 10

Bereinigte Stahlwerke .

16'/,

71.5

71,25

71.25

Otavi Minen.....

29.25

29 5

Kaliwerke Aschersleben .

. 10

194,5

195.5

198

Kaliwerke Westeregeln .

. 10

197

197.5

200.6

Kaliwerke Salzdetfurth .

. 15

279

279

286

I. G. Farben-Industrie .

-

. 12

138,25

139,75

137,5

139,75

64.25

Scheideanftalt.....

. . 9

Goldschmidt .....

. . 6

43,5

43.5

43.25

Rütgerswerke.....

. . 6

51

50.75

51.4

Metallgelellschaft. . . .

. . 8

98,5

98,5

98

Philipp Holzmann . . .

-

75

75.6

76

Zementwerk Heidelberg

. 10

99,5

Cementwerk Karlstadt. .

. 10

Wayb & Frey tag . . .

. . 8

52.5

Schultheis Patzenhoser .

. 16

_

193.75

196.75

Lftwerke.......

. 12

154

157

Aku.........

. 18

62,5

62,25

63

Bemberg.......

. 14

73

73,5

73.6

Zellstoff Waldbos . . .

13'/.

-

120.4

122.9

Zellstoff Aschaffenburg .

. 12

86.5

Charlottenburger Wasser

. . 8

-

83,75

84.25

Dessauer GaS.....

. . 9

118,25

118

Daimler Motoren . . .

. . 0

»

26,25

26

26

Deutsche Linoleum . .

« e

158

157

158.25

Maschinenbau A.-B^ . .

. . 0

-

35

Rat. AutomobU . . . .

e

. . 0

12,13

12,13

Lrenftein & Koppel . .

. . 6

49.25

48

Leonhard Tietz ....

. 10

120,5

121

Svenska.......

294

300

Frankfurter Maschinen .

. . 4

20

20

-

Griyner.......

. . 6

28,5

29,5

Herftigenstaedt . . . .

. . 0

Iunghans.......

. . 6

29,5

30

Lechwerke.......

. . 8

93

Mainkraftwerke Höchst a. M.. .8

77.5

Miag.........

. 10

Gebr. Roeder.....

. 1(

95

_

-

Boigt & Haeffner . . .

. . 9

150

151,5

i -

Süddeutsche Zucker . «

. 10

131

-

132

-

Banknoten.

Aerlin, 3. Oktober

Geltz

Sdef

Amerikaniiche Noten......

4.202

4.222

Belgische Noten .......

58.34

58,58

Dänische Noten .......

112.05

112,49

Englische Noten........

20,377

20,457

Französische Noten.......

16.447

16.507

Holländische Noten.......

169,16

169,84

Italienische Noten........

21.95

22,03

Norwegische Noten.......

111.98

112,42

Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling

59,08

59.32

Rumänische Noten.......

2,479

2,499

Schwedische Noten.......

112,58

113.02

Schweltet Noten........

81,52

81,84

Spanische Noten........

43,26

43,44

Tlchechoftowalische Noten.....

12,415

12,475

Ungarische Noten .......

73,22

73,52

Deolfinmarfl Berlin jranffurl a M

3 Oktober

4 Oktober

Amtliche Geld

Kodierung Arie

-amtliche Geld

Notierung Arie

Amst-Äott.

169,17

169,71

169.26

169.60

Buen.-AireS

1,479

1,481

1,479

1,481

Brss.-Antw-

58.525

58,641

58,55

58.67

Christiania.

112.29

112,55

112,30

112,52

.Kopenhagen

112,31

112,53

112,35

112,57

Stockholm -

112.72

112,94

112,73

112.95

HelftngforS- Italien. . .

10.56

21,975

10,58

22,015

10,56

21.98

10,58

22,02

London. . .

20.395

20,435

20,397

20,437

Neuyork . .

4.1970

4.2050

4,197

4,205

Paris. . . .

16.465

16.505

16.465

16,505

Schweiz . .

81.46

81,62

81.465

81 625

Spanien.

43.41

43.49

43.46

43,54

Japan . . .

2,078

2.082

2,076

2,080

-»io be Ian

Wien in D-»

0,443

0.445

0.448

0.450

£eft. abflcit

59,235

59.355

59.21

59.33

Prag . . . .

12.457

12,477

12.457

12,477

Belgrad .

7.436

7.450

7.439

7.453

Dudapesi.

73.43

73,57

73.415

73,555

Bulgarien

3.042

3,048

3,042

3,048

Lissabon .

18.84

18,88

18,84

18,88

Tanzig. .

81.54

81.70

81,54

81,70

Konstantin.

1.784

1,789

1,784

1,789

Athen. .

5.44

5,45

5,435

5,445

Canaba .

4,199

4,207

4,200

4.208

Uni uat).

3,357

3,363

3,357

3.363

Cairo ..

20,905

20,925

20,91

20,95