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Nr. 206 Erstes Blatt

180. Jahrgang

Donnerstag, 4. September 1950

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Beilagea: Vie Illustriert, Stehen»! 3nmlltenbl4tttt tzeimal im Bild Di» Scholle Monat» Bezug,prets:

2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger» lohn, auch bei dichter- fcheinen einzelnerMummern infolge höherer Gewalt.

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Chefredakteur

Dr. Fnedr. Wild. Lang«, verantwonlich für Politik Dr Fr Wilh. Can«; für Feuilleton Dr H.lhyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil SJlaj Filter, sämtlich in Giehen

richten Anzetaer Siehe», p-klche-rtditto:

>rantfunam Main 11686. vnick und Verlag: vrühl'sche Untverstlcklrvuch. nnö Stetnörnderei R. Lange in Siezen. 5chriftlettnng und SefchSftrftelle: SchnlNraße r.

politisches Theaier

Don unserer Dorliner Redaktion.

Mit unserer Literatur ist es, gelinde gesagt, nicht gerade glänzend bestellt. Dir leben in einer Ueber^ng-zeit, die von dem Alten loswill und neue Formen lucht, die aber vorläufig weder seelisch noch geistig den Rhythmus ihrer Melodie gesunken hat. die sich aber leider auch beim Luchen nicht sonderlich grofteMühe gibt Mit der unvermeidlichen Folge eines allgemeinenDakuums. über das von der Seite der Betriebfamkeit her durch Schlagworte hinweggetäuschl werden soll. Sv entstand die Formel von der neuen Sachlich­keit, so ist auch daS Wort vom Zeit t Heater geboren, eine Verlegenheit »Prägung, bestenfalls eine Entschuldigung der Theaterdirektoren für ihren mangelnden Instinkt oder für die ideelle Leere deS Theaters Gewift, auch Schillers .Räu- der" waren Zeittheoter ebenso wie Hauptmanns .Weber" Aber die Handlung war doch wenig­sten- von der dichterischen Seite her angepackt. Schiller hat ein Zeitthema aufgegriffen, um au- dicsen Röten der Zeit heraus ein Kunstwerk zu schassen, da» Ewigkeitswert beansprucht. Auch von Hauptmann Darf mit Einschränkungen daS gleiche gesagt werden. Ihre Epigonen von heute aber geben sich gar keine Mühe mehr, irgendwelche Derwandtschast mit der Literatur zu heucheln, sie sind rein auf daS Geschäftliche eingestellt und betreiben das Handwerk der nackten Reportage mit einer entwaffnenden Raivität

Daran find wir nun allmählich so gewöhnt, dah eS schon kaum mehr auf fällt, wenn ein Ano­nymus eine Reihe von Bildern aas den Krieg»- tagen von 1914 zusammenstellt und daraus ein Theaterstück macht Mit solchen Stoffen muh der moderne Theaterkritiker schon lange rechnen. Aber c» häufen sich doch jetzt die Fälle, wo tatsächlich nicht» andere» übrig bleibt, al» dah der Theater­kritiker die Feder au- der Hand legt und dem Politiker da» Feld überlassen muh. E» ist mehr al» ein Zufall, dah am gleichen Abend in *toei Berliner Theatern dasselbe Thema unter fast dem gleichen 'Gesichtswinkel behandelt worden ist Die Tragödie de- Zusammenbruchs der deut­schen Marine. Unter dem Titel .Feuer au» den Kesseln hat Toller daraus ein .histo­rische»" Schauspiel gemacht, und eine Strafte weiter hat der Dramaturg de» Berliner Salon- bolschewi-mus Pi » cat 0 r ein Stück in die Hände bekommen, da» den bezeichnenden Hamen .De» Kaiser» Kuli' trägt, versaht von dem frühe­ren Matrosen P I i v i e r in Anlehnung an fein gleichnamige» Buch Richt etwa, daft diese- Thema der Dramatisierung widerstände im Gegenteil, der Konflikt, der hier vorliegt. könnte schon einen Dichter reizen, aber e» muhte eben ein Dichter fein, der ein feine» Einfühlungsvermögen hat. nicht ein Mann wie Toller, der nur ein Revo­lutionsstück schreiben will, obwohl er wenigsten« hin und wieder auch echte Töne der Menschlichkeit findet Auch nicht ein Epiker wie Plivier, der den Dingen viel za nahe gestanden bat, al» dah er sich zu den elnsachsten Voraussetzungen der Ob­jektivität durchringen konnte. Da» Problem der deutschen Kriegsschiffe war ein Stück Schicksal Hier saften Hunderte von Menschen Jahr um 3a&r unter räumlich begrenzten Verhältnissen aufeinander, abgeschlossen von der Auhenwelt, ständig auf dem Quivive und zerrieben sich daran, daft nicht« geschah Mit der notwendigen Folge, daft nun ihre Aufmerksamkeit übersteigert auf die eigenen Röte gelenkt wurde und hier Konflikte unbewuftt erzeugt wurden, die in anderen Ver­hältnissen überhaupt keine Konflikte gewesen wären, innerhalb der eisernen Wände deSPanzer- turm» aber Geben»beDeutung gewannen.

Wer will hier Licht und Schatten gerecht ver­teilen. Wer will den Gtav brechen über die bei­den Matrosen Köbis und Reichpietsch, die sich zu Wortführern ihrer Kameraden auftoarfen und deren Lo» um icden Preis glaubten bessern zu müssen. Wer will den Stab vrcchen über den Admiral, der eine Revolte in ihren Ansätzen glaubte ersticken au müssen und deshalb den Befehl zur Erschießung der beiden Rebellen gab Der Untersuchungsausschuss de» Reichstag» hat sich eingehend mit dem Fall beschäftigt und ist zu keinem klaren Urteil getommen. konnte auch nicht dazu kommen, weil hier zwei 3ntcreffcn- komplere aufeinander (Heften, die in der rauften Wirklichkeit wohl nur mit Gewalt zu lösen waren.

Ein tragischer Konflikt also, der schon zu er­schüttern vermag, der aber die Voraussetzung hat, dah Spieler und Gegenspieler auch in ihren Mo­tiven mit der gleichen Liebe behandelt wur­den. DaS hat Toller nicht einmal versucht, und Plivier nicht gekonnt, bei ihm begreiflich ge­nug, eben weil er Miterlebender auf der Seite der Matrosen war. So sehen wir bei ihnen bei­den eine Einseitigkeit der Darstellung, die ge­wollt ins Politische ftinctngcbi. Offi­ziere, die alle Laster gepachtet haben. Matro­sen. die, wie ja auch der Titel PlivierS schon fugt. alS Kulis geschunden werden. Und das Ergebnis ist dabei zuletzt nicht mehr Thea­ter. sondern politische Propaganda, Die Frage, woher PiScator auch diesmal wieder das Geld zu neuen Regieversuchcn bekam, beant­wortet sich fast von selbst, dah ihm als Draht­zieher vielleicht die Kommunistische Partei zur Seite stand, die (ich aus dieser Art Theaterspie- lerci eine unbegrenzte und dazu billige Agi­tation versprach. Sei » drum, wenn andere Par­teien sich Filme drehen lassen und ganze Jagd­staffeln engagieren, warum sollen die Kommu­nisten nicht schlechtes Theater für ihr gutes russisches Geld spielen lassen. Rur, man soll Da« Kind beim rechten Rainen nennen unD Dann nicht mehr von Theater, sondern von

Oie Lleberreste der Andree-Expedition.

Oie Untersuchung der Kunde in Tromsö. Krankels Gebeine noch nicht geborgen. Reue gut leserliche Tagebücher gefunden. Oie Kommission hüllt sich in Schweigen.

Stockholm, d. Sept (WTB s Die Unter­suchung ber Andröe-Funde durch die Wissen­schaftler hat laut Meldungen au» Tromsö er­geben, Daft die in dem Segeltuchboot der Andrce-Effpedition auf gefundenen Knochen nicht von einem Menschen, sondern von einem Eis­bären herrühren. Die Gebeine Fränkels find also noch nicht geborgen. Man nimmt an. daft fein Skelett sich noch auf Vito be­findet Das neue Tagebuch, das in einer der Dielen Taschen Andrees gestern noch gefunden wurde, ist gut lesbar. Bei der Untersuchung der Ueberrcfte der beiden Rordpolfahrer ist festgestellt worden, dah die organischen Teile beträchtlich zerstört sind Rlehr oder minder erhalten sind dagegen die Kl ei der Au» den in den Kleidern eingenähten Kennzeichen geht hervor, dah eS sich tatsächlich um die Ueberrefte von Andröe und Strind - berg handelt. Diele Teile der Skelette find er­halten geblieben. Andree» Kleider sind mehr oder minder zerr iss en. wahrscheinlich von B ä r e n Sein 3adett bedeckte den oberen Teil de» Körper» Unter dem Iakett wurden einige andere Bekleidung-gegenstände. Darunter eine Mütze, ge­funden Aus dem Rücken de» Körpers fand man in ein Sacktuch eingewickelt ein wollene» Hemd, in dem zwei R 0 tizbü cher lagen. Do» eine von ihnen enthält nut auf den ersten Seiten Aufzeichnungen und ist im übrigen un­beschrieben Da» andere war da» Tagebuch der Wanderung über da» 2 i »

Die» ist bi» jetzt und vielleicht überhaupt da» wichtigste Dokument über da» Lchicksal Der Expedition. Da» Tagebuch, da» zu­erst gefunden wurde, und da» Dr. Horn an sich nahm, ist nämlich nur auf den ersten ©eiten beschrieben DaS Tagebuch, da» jeyt gefunden wurde, ist von der ersten bi» zur letzten Seite beschrieben Die Auszeichnungen, die im übrigen durchaus leserlich sind, wurden mit einem Bleistift gemacht Ueber den Inhalt deS zuletzt aufgefundenen Tagebuch Anftröe» find keine Mitteilungen zu er­langen. Die Sachverständigen haben anscheinend von der Regierung Instruktionen erbeten. Viel besprochen wurde die von einer Stockholmer

Der DampferBratvoag" (rechts) mit den Leichen Vndrses und feiner Begleiter Das Bild wurde durch Flugzeug von Tromsö nach Stockholm befördert, von dort durch Bildfunk nach Berlin übertragen.

Zeitung gebrachte Rachricht. derzufolge au» Dem Tagebuch hervor gehen soll, dah Fränkel während des Marsche» über Da» 2 l« u m k a m. Hierzu erklärt Professor G i t ft b e r g . er habe zwar selbst da» Tagebuch nicht gelesen, aber die anderen Kommissionsmitglieder hätten e» angesehen und würden ihn sicher aus etwa» Derartiges aufmerksam gemacht haben. Wenn das Tagebuch in den Händen der Regierung sei, werde über seine Veröffentlichung entschieden werden. Vorher werde niemand, außer der Kommission und den hier anwesenden Verwandten der ExpeditionSteilnehmer unterrichtet werden

Professor Gltftberg erklärte, unter den Ge­beinen in dem Rotsarg habe sich auch eines ge­funden. von dem man nicht mit Bestimmt­

heit Jagen könne, ob es zu den anderen Ge­beinen gehöre. SS sei wohl möglich, dah e i n Bär e S an die Stelle geschleppt habe, wo man die anderen Gebeine gefunden habe. Heute abend traf der Ingenieur Wallstroem. ein Verwandter deS Begleiters Andrees, Fränkel hier ein. Wallstroem erAärtc, daft die beiden Schwestern ZränkelS al» Anhaltspunkt für die Identifizierung angaben, daft Fränkel einen grauen Anzug getragen habe. Au her den Kisten mit den Gebeinen wurden da» Kajak und die anderen aufgefundenen Gegenstände in da» Hospital gebracht. Da» Tagebuch und Log­buch werden sobald wie möglich nach Stockholm geschickt werden.

bolschewistischer Reportage sprechen, von einem lebendigen Tonfilm, der allerdings an den Pctemkin de» Russen Eisenstein nicht heranreicht Und man sollte e» nicht für mög­lich halten, daft die neu emporgekommene Schicht, die heute die Theater füllt, in Smoking und Abendtoilette diefem Bollchewismu». der sich doch unmittelbar gegen ihre ganze Existenz richtet, noch frenetischen Beifall zollt.

Friedensgerüchte in Ehina.

Ijd)ianfltoiid)ct verhandelt mit Mukdeu

Schanghai, 3. Sept (Agentur Indo Pocisi- que.) Die politische Loge in China wird durch den Still st and der Regierungsofsensive an der gegenwärtigen Front gekennzeichnet Muk- den scheint sich auf eine Intervention vor- zubereiten um die Nanking-Partei au veranlassen, ihre Ossensioe fortzufegen Tschiangkai- schek sott mit der Mandschurei eine dahingehende Vereinbarung getroffen haben daft es not­wendig sei, China in mehrere Provinz- gruppen ei n^u teilen nach dem Muster der ehemaligen kaiserlichen Statthalterschaften, unter besonderer Berücksichtigung der wirtschaft­lichen Interessen der verschiedenen Gebiete. Aus Grund dieses Planes würden Peiping und Tientsin zur Mandschurei kommen. Man spricht davon, dah die Annahme dieses Projekts durch die verschiedenen Parteien das Vorspiel eines baldigen Friedens fei. und man suche auch hierin die Erklärung dafür, dah drei Mandschu-Dwisionen die Grohe Mauer in Richtung Tientsin überschritten hätten

Gegen dieHeligionsvenfolgungen in Rußland.

Mürren, 3. Sept. (TU.) Der politische Ar- beitSauSIchuh des Weltbundes für inter­nationale Freundschaftsarbeit der Kirchen hat zu den Religionsverfolgungen In Ruhland folgende Entschlieftung gefah: .Der Arbeitsausschuss des Weltbundes spricht allen Denjenigen leine Mitgefühle aus die in R u ft lauft um ihres Glaubens willen lei­den und bittet die Gänftcrpcreimgungen des Weltbundes, jede Gelegenheit in Rede, Schrift und sonstiger friedlicher Beeinflussung zu be­nutzen, um die öffentliche Meinung ihrer Völker dahin zu bestimmen, den ReligionSver- splgungen in Ruhland entgegenzu­treten Diele» Vorgehen sott den Regie­rungen der verschieftenen Länder, den H a n - delSkreilen und führenden Persönlichkeiten zur besonderen Kenntnis gebrach! werden, damit sie sich an ine mahgebenden Stellen in Ruhland in geeigneter Weise wenden und so die unbe­hinderte Ausübung de» christlichen Glaubens und volle Glaubensfreiheit für alle Be­wohner Der Union Der Sowjetrepubliken ficher- stellen."

Ml «wechsel bei den österreichischen Heimwehren Sieg der gemäßigten Dichtung Starhemberg. - Annäherung an das Kabinett Schober.

Die Ssterreichifchen Heimwehren haben in der Person deS Fürsten Starhemberg einen neuen Führer erhalten. Dr Steidle und Dr P f r i e m e r. die in den letzten Monaten durch ihren scharfen Kurs auffielen und für mand,-* Unstimmigkeiten innerhalb der Heimwehrbe-

toeguug gesorgt Haven, sind bei Der Fuhrerwahl nicht wiedergewählt. Starhemberg steht jetzt allein an der Spitze ber Wehren. Er ist zwar nur mit einer Mehrheit von einer Stimme gewählt worden, also gegen eine starke Opposition Man darf aber Wohl annehmen, baß e» ihm gelingen wird, die Heimwehren wieder ihrer eigentlichen Bestimmung zuzuführen und vom politischen Tageskampf fernzu­halten. Starhemberg gefrört zu den gemäßigten Elementen. Seine Wahl wird allgemein al» e i n Erfolg des Bunde- kanzlerS Schober verbucht, der im Kampfe gegen die Sozialdemo­kratie auf die Unterstützung ber Heimwehren an­gewiesen ist. aber von diesen Bundesgenossen nur einen geringen Gebrauch machen könnte, solange Steidle den Ton angab. Die Heimwehren werden allo nunmehr wieder im Hintergrund wirken, die Absicht wird jedenfalls nicht verwirklicht wer­den, bei den bevorstehenden RatwnalratSwahlen eine eigene He i m we hr-Pa r t ei zu bil­den und auf diese Weise Die antifoziallstifche Front zu sprengen oder zu schwächen. Arbeiten Schober und Starhemberg vernünftig zusammen und sieht Die Opposition innerhalb der Heim­wehren Die Zwecklosigkeit des Sve Hie-Kurses ein.

(Starte Erregung in Argentinien.

Buenos B i r e s, 4. Sept (TU.) Der Führer bet Regierungspartei richtete an den Präsidenten Jrigogen die Aufforderung, zurückzu- treten. Der Präsident lehnte es ab und er­klärte, dah er die weitere Entwicklung abwarten wolle. Die Meldung, dah Drigotjen zum Rücktritt aufgeforberl wurde, ihn jedoch verweigerte, hat die starke Aufregung der politischen kreise erhöht. Die fiablnetlsmitglieber beraten hinter oertchios- lenen Türen weiter. Die Führer ber Radikalen Partei hielten eine Geheimsihung ab Die Oeffent- llchkeit erwartet beinahe stündlich Ankündigungen von poiitischer Tragweite. 3rlgogen soll k r a n k sein. Innenminister Gonzales soll die laufenben Ge­schäfte erledigen. Etwa 50 Kongreßmitglieder sollen In einer öffentlichen Versammlung eine Entschlie­ßung angenommen haben. In ber ble Politik bts Präsidenten Jrigogen verurteilt wirb.

barm wird die Dahl de» Fürsten Starhemberg zur Inneren Gesundung deS österreichischen Staa­te» wesentlich bei tragen können.

Oer Eindruck in Wien.

Wien. 3 Sept. (TU.) Der Rücktritt bet beiden bisherigen Führer der österreichifchen Heimwehren, Dr. Steidle unb Dr. Psriemer, hat grafte» Aufsehen erregt. Die Abenbblätter berichten spaltenlang über bie Vorgänge und ergehen sich ausführlich in Wutrnaftungen über Die künftige Taktik ber Heimwehr unter Führung de» erst 30jährigen Fürsten Starhemberg. Allerbing» ftanbeü e» sich dabei um btofte Vermutungen. Die Tatsache, baft auch bie beiden Mitglieder ber engeren Bundes- füftrung, Staatsleiter Rauter unb Ober- e g g e r . ihre Aemter zur Verfügung gestellt haben, läftt erkennen, baft bie neue Führung bei geteilten Teilen ber Bewegung auf Widerspruch Itoften wirb. Bei bem guten Verhältnis zwilchen bem Fürsten Starhemberg unb Bundeskanzler Dr. Schober rechnet man mit ber Unter­stützung ber Regierung bei ben bevor- stehenben Wahlen burch bie Heimwehren In Der Aussprache vor Der Wahl zeigte sich, daft Die Ausweisung be» WajorS Pabst weite Kreise ber Bewegung in eine Gegnerschaft »um Bundeskanzler Dr. Schober gebracht hat, Die nur schwer überbrückt werden konnte.