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Hausweihe

-es Gießener Marinevereins.

Der Marineverein e. V. veranstal­tete am Samstagabend in dem neuerbauten Bootshaus am Wißmarer Weg eine Skagerrak- gedenkseier. Hiermit verbunden war die Ein­weihung des Bootshauses und am Sonntag die Feier des 38. Stiftungsfestes. Das neue Heim des Vereins, das aus einer früheren Eishalle seinem jetzigen -Zweck entsprechend umgebaut wurde, zeigt, was architektonische Kunst und Opersinn zustande zu bringen vermögen. Bereits die Veranstaltung am Samstagabend war auster­ordentlich stark besucht. Sieben zahlreichen Mit­gliedern des Vereins waren Vertreter des Fried­berger Marinevereins, der Arbeitsgemeinschaft der hies. Militärvereine, des Kavallerievereins, der Rudergesellsch-ast, des Vereins Rudersport, des Gardevereins, des V. f. B. und der Sp. Dg. 1900, sowie des Offiziervereins und des hiesigen Bataillons erschienen. Rach einer kurzen Be- grüstung durch den Vorsitzenden des festgebenden Vereins, Schornsteinfegermeister Keil, hielt Kam. Ferd. Link einen sehr interessanten Vortrag über die Skagerrakschlacht am 31. Mai 1916. Der Redner, welcher an diesem für die deutsche Marine so ruhmreichen Kampfe an Bord der Sehdlitz" teilgenommen hat, zeigte zunächst, wie unsere Marine nach der Mobilmachung längere Zeit tatenlos zusehen muhte, bis ein Wechsel in der Leitung der Marine bald die Möglichkeit brachte, die Schlagfertigkeit unserer Flotte zu beweisen. Er schilderte das Auslaufen der Flotte, den Aufmarsch, die Sichtung des Feindes und den ersten Zusammenstoh, und beschäftigte sich dann eingehend mit dem Verlauf der ge­samten Schlacht. Der Redner zeigte dabei, welche hervorragenden Leistungen unsere Marine bei diesem Kampfe vollbrachte und welche auster- ordentlichen Verluste sie dem Feinde trotz seiner grosten Liebermacht beibrachte. Die vertrefflichen Ausführungen wurden durch eine Reihe guter Lichtbilder entsprechend ergänzt, welche die Schwere des Kampfes und seine Auswirkung in bezug aus Material-- und Menschenverluste er­kennen ließen. Zum Schlust gedachte der Redner noch in ergreifenden Worten derer, die bei der Skagerrakschlacht ihr Leben lassen muhten, wäh­rend die Musik das Lied ..Ich hatt einen Kame­raden" spielte. Im Laufe des Abends über­brachte eine Reihe der vertretenen Vereine dem Marineverein Glückwünsche zu dem neuerbauten Heim, wobei auch die guten Beziehungen der einzelnen Vereine zu dem Marineverein zum Ausdruck kamen. Von dem Vertreter des Fried­berger Marinevereins wurde in längeren Aus­führungen auf die sonstigen Verdienste der deut­schen Marine während des Weltkrieges hinge­wiesen. Im übrigen trugen gute musikalische Darbietungen und gemeinsame Lieder wesent­lich zur Verschönerung des Abends bei. Am Sonntagnachmittag fand im geräumigen Garten des Bootshauses zur Feier des 38. Stiftungs­festes ein schön verlaufenes Volksfest statt. Be­reichert wurde es durch Darbietungen der Iung- mannschaft des Vereins, die sowohl im Rudern, wie auch im Staffel- und Einzelwettschwimmen recht anerkennenswerte Leistungen zeigte. Aus dem Einzelwettschwimmen ging Iungmann Lesch als Sieger hervor.

; Kreistag des Kreises Friedberg.

WSR. Friedberg, 3. Iuni. In der K.reistagssitzung wurde als wesentlichster Beratungsgegenstand der Tagesordnung der Voranschlag des Kreises Friedberg für das Rechnungsjahr 1930 einschließlich des Voranschlages des Kreiswohlfahrts- und des Iugendamtes beraten. Kreisdirektor Recht- bien führte in seiner Eröffnungsansprache aus, dah der Voranschlag für 1930 unter Beachtung besonderer Sparsamkeit aufgestellt worden sei. Die Betriebsrechnung schließt in Einnahme und Ausgabe mit 992 629 Mk. ab, das Vermögen mit 169 667 Mk., zusammen also mit 1 162 296 Mark. Gegenüber dem Vorjahre sind die Aus­gaben um 65 713 Mk. gestiegen. Eine' Erhöhung der Steuersätze konnte deshalb unterbleiben, weil die Rechnung von 1928 mit einem Rechnungsrest von 139 746 Mk. abgeschlossen hatte. Die ver- mehrten Ausgaben sind in der Hauptsache auf sozialem Gebiete erforderlich. Hierzu kommt noch, dah der Staat, der bisher 30 Proz. der Sozial­und Kleinrentnerfürsorge und von der sozialen Kriegsfürsorge getragen hat, von jetzt ab nur noch einen festen Pauschalbetrag übernimmt, der einem Anteil des Staates von nur 18 bis 20 Proz. entspricht. In der Debatte verfielen verschie­

dene Agitationsanträge des kommunistischen Ab­geordneten Oppenheimer der Ablehnung: auch wurde von der Beschaffung einer Kreis- motorsprihe zunächst Abstand genommen. Beim Kapitel Kreissteuer stellte Kreisdirektor R e ch t h i e n fest, dah die Abgaben in der gleichen Höhe wie im vergangenen Iahre erhoben

würden. Bei der Abstimmung wurde darauf der Kreisvoranschlag mit allen Stimmen gegen die Stimme des kommunistischen Abgeordneten Oppenheimer angenommen. Kleinere Tagesord­nungspunkte waren eingangs der Sitzung ohne große Debatte genehmigt worden.

Wirtschaft.

* DyckerhoffkWidmann AG., Wies­baden-Biebrich. Die GV. der Dyckerhosf & Widmann AG., Wiesbaden-Biebrich, genehmigte einstimmig die vorgeschlagene Verteilung einer erhöhten Dividende von 10 (i. V. 8) Prozent. Ein Aktionär fragte an, ob die in der Presse er­örterten Pläne einer Fusion der Baugesellschaf­ten im Verkehrswesenkonzern unter Führung von Dyckerhoff & Widmann wirklich beständen, wann mit deren Verwirklichung gerechnet werden könne und ob dann gewisse Geschäftsgebiete der Ge­sellschaft im In- und Auslande aufgegeben wür­den. Wie der AR.-Vorsihende, Kommerzienrat Dyckerhoff, dazu erklärte, seien die tatsächlich bestehenden Fusionsbestrebungen noch im Gange. Man werde wohl noch im Laufe dieses Iahres nähere Mitteilungen darüber machen können. Zur Zeit könne jedoch nur gesagt werden, dah nach der Fusion die Firma Dyckerhoff & Widmann in ihrem bisherigen Umfange weiter bestehen bleibe und ihr Geschäftsbereich speziell auch in Schlesien nicht eingeschränkt werde.

Reue Entlassungen bei den Ver­einigten Stahlwerken. Die Gelsenkirche­ner Gruben der Vereinigten Stahlwerke haben Entlassungsanzeigen für insgesamt 1050 Arbeiter erstattet, die auf den Zechen Rordstern, Pluto, Rhein-Elbe, Alma, Holland I, II, III, IV und VI, Bonifazius und Zollverein IV und V beschäftigt sind. Ferner will der Stahlverein auf der Zeche Viktoria-Matthias 100 Arbeiter zur Entlassung bringen. Auf der Zeche Friedrich der Grohe sollen 200 Mann zur Entlassung kommen.

* Mannesmannröhren ° Werke, Düs­seldorf. In der Generalversammlung, die die Di­vidende auf wieder 7 Proz. festsetzte, führte General­direktor Bierwes aus, daß die Gesellschaft mit stark vermindertem Auftragsbestand in das Jahr 1930 eingetreten ist. Dies sei die Folge eines bestän­digen Nachlassens der Aufträge gegen Ende des ver­gangenen Jahres gewesen, eine Erscheinung, die sich inzwischen nicht gebessert habe. Trotzdem sei anzu­nehmen, daß die Befriedigung des Eisenbedarfs sich auf längere Zeit nicht hinausschieben lasse. Vielleicht gebe auch die demnächst an Deutschland fallende Rate von 100 Millionen Dollar aus der Anleihe der Reparationsbank einen Anstoß zur Belebung der Wirtschaft. Was die Mannesmann-Kohlenzechen anbelange, so seien diese bis jetzt im laufenden Jahre von Betriebsstörungen verschont geblieben. Die Haldenbestände seien trotz der eingelegten Feierschichten dauernd gewachsen. Diese unbefrie­digende Absatzlage für Kohle hänge in erster Linie mit der unzureichenden Beschäftigung der Eisen­industrie zusammen. Auch mache sich der Wettbe­werb ausländischer Kohle im Jnlande sehr stark bemerkbar. Alles in allem glaube die Verwaltung, daß bei der Zweckmäßigkeit und Einheitlichkeit aller Einrichtungen der Gesellschaft auf dem Gebiete der Eisen-, Stahl- und Röhrenproduktion und bei der Güte der Eisen-, Stahl- und Röhrenproduktion und bei der Güte der Kohlenvorkommen die Mannes- mannröhren-Werke von keinem schwerindustriellen Unternehmen übertroffen würden. Das werde auch zur wahrnehmbaren Erscheinung kommen, sobald die Konjunktur sich einigermaßen bessere, was man für das zweite Semester des laufenden Jahres er­hoffe.

* Rütgerswerke AG., Berlin-Char­lottenburg. Die Gesellschaft schlägt die Ver­teilung einer Dividende von 5 Prozent (i. V. 6) vor. Der Rückgang des Gewinns erklärt sich durch die im Berichtsjahre ungünstige Konjunk­tur auf dem Teerproduktenmarkt. Der bisherige Verlauf des neuen Geschäftsjahres entspricht bei den Betrieben und Beteiligungen ungefähr dem des gleichen Zeitraumes des Vorjahres. Auf dem Teerproduktenmarkt ist eine Besserung in dem ungünstigen Verhältnis, das zwischen An­gebot und Rachfrage in den letzten Iahren ge­herrscht hat, zu verzeichnen, was eine langsame Stabilisierung der Preise erhoffen läßt. Mengen­mäßig ist der Umsatz im neuen Iahre gegenüber der Vergleichszeit des Vorjahres gestiegen.

* Polyphonwerke A G., Leipzig. Die Generalversammlung genehmigte einstimmig den Abschluß mit wieder 20 Prozent Dividende. Die

Verwaltung gab den Inhalt des Vertrages mit der Polyphon-Holding AG., Basel bekannt, wo­nach dieser Gesellschaft für die 4,4 Mill. Schweizer Franken /^-Aktien eine Dividende in gleicher Höhe, wie sie bei der Muttergesellschaft ausge- schüttet wird, von dieser garantiert wird. Die 4 Mill. Schweizer Franken 8-Aktien bleiben im Besitz der Polyphonwerke. In die Schweizer Ge­sellschaft werden sämtliche Auslandunternehmun- gen der Polyphonwerke eingebracht. Die Umsätze in den ersten Monaten 1930 hielten sich ungefähr auf Vorjahrshöhe, so dah wieder ein günstiges Ergebnis erwartet werden darf.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 4. Iuisi. Tendenz: abge­schwächt. Auch heute eröffnete die Börse unter dem Druck nicht gerade günstiger Rachrichten wieder in etwas abgeschwächter Hal­tung. Die Kulisse schritt immer noch zu Reali­sationen, so dah sich das Kursniveau er­neut senkte: doch nahmen im allgemeinen die Verluste gegenüber der gestrigen Abendbörse kein größeres Ausmah an und überschritten nur in einzelnen Fallen 2 Prozent. Zur Zurückhaltung mahnten die in der gestrigen Rachtsitzung des Reichskabinetts beschlossenen 600 Millionen Steuern, die schwächeren Auslandbörsen und die anhaltende Orderlosigkeit. Die Umsahtätigkeit be­schränkte sich auf ein Minimum, jedoch konnte sich gleich nach Festsetzung der ersten Kurse die Stimmung leicht bessern, da die Kulisse f ü r einige Spezialwerte Deckungsnei­gung bekundete. Am Chemiemarkt eröffneten I.-G.-Farben 1,25 Proz. schwächer. Am Elektro­markt waren nur Chadeaktien mit minus 1 Mk. etwas gedrückt, während AEG., Schlickert und Siemens wenig verändert lagen. Kaliaktien büßten bis 2 Proz. ein. Von Montanwerten lagen Rhei­nische Braunkohlen 2,5 Prozent gedrückt, wäh­rend Mannesmann trotz Deschäftigungsmangels der Hüttenwerke und der anwachsenden Kohlen­bestände leicht anziehen konnten. Von Schiff­fahrtsaktien zogen Hapag etwas an, Norddeut­scher Lloyd lagen gut behauptet. A.-G. für Verkehrswesen gaben auf Befürchtungen einer Dividendenreduktion erneut 1,75 Prozent nach. Danken und Bauunternehmungen lagen leicht ge­drückt. Renten ohne Geschäft. Deutsche An­leihen leicht abgeschwächt. Im Verlaufe kam wieder stärkeres Angebot am Effektenmarkt her­aus, so dah die eingetretenen Gewinne wieder verlorengingen und nochmals Verluste gegen Anfang bis .1,5 Prozent eintraten. Die Um­sahtätigkeit "blieö sehr gering. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 3 Prozent sehr leicht. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1905, gegen Pfund 20,36, London gegen Kabel 4.8583, gegen Paris 123,9250, gegen Mailand 92,74, gegen Madrid 40,15, gegen Schweiz 25,1025, gegen Holland 12,0840.

Berliner Börse.

Berlin, 4. Iuni. Im Vormittagsverkehr hatte man den weniger günstigen Momenten stär­kere Beachtung geschenkt, und man diskutierte vor allem das Sanierungsprogramm der Regierung, wobei sich das Hauptaugenmerk auf die geplanten neuen Steuern, insbesondere auf die Erhöhung der Arbeitslofenversicherungs- öeiträge, und auf das Rotopfer richtete. Auch die für Berlin zu erwartende Erhöhung der Verkehr- fteuertarifc wirkte geschäftshemmend. An der Vorbörse schien ein gewisses Deckungsbedürfnis zu bestehen, und da außerdem die Meldung eines Mittagsblattes, wonach eine Arbeitsgemeinschaft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Vorbereitung fein soll, Befriedigung auslöste, rechnete man mit einer etwas besseren Eröff­nung. Man erwartet von diesem Zusammengehen eine Milderung der Wirtschaftskrise. Zu Be­ginn des offiziellen Verkehrs überwogen dann aber doch die Abschläge, die sich aller­dings in erträglichem Ausmaße bewegten und nur vereinzelt über 2 Proz. hinausgingen. Bis zu 3,5 Prozent schwächer eröffneten Kali Aschersleben, Salzdetfurth, Licht u. Kraft, Deutsche Telephon und Kabel, Schubert & Salzer und

Svenska. Auch Aktiengesellschaft für Verkehrs­wesen, Bank für Brauindustrie und Siegen- Solingen, die zuerst minus-minus notiert wur­den, lagen schwach, wenn auch hier die Verluste nur 1 bis 2 Prozent betrugen. Bemerkenswert fest eröffneten Akkumulatoren, Demberg und Ber­ger, die bis zu 2 Prozent gewannen, während Thüringer Gas sogar 5,5 Prozent im Kurse an­zogen. Auch Feldmühle plus 0,75 Prozent fielen durch Widerstandsfähigkeit auf. Don deutschen Anleihen waren Altbesitz 0,5 Prozent schwächer. Ausländer lagen geschäftslos. Der Pfandbrief­markt war unentwickelt. Am Geldmarkt machte die Erleichterung weitere Fortschritte. Taaes- geld war mit 4,75 bis 6,75 Prozent zu haben: die übrigen Sähe blieben unverändert. Im Ver­laufe setzten sich die Kursabbröckelungen fort, ohne daß jedoch die Verluste im -allgemeinen mehr als 0,5 bis 1 Proz. betrugen. Harsch Kupfer büßten 1,5 Pro;, ein. Karstadt lagert*- stärker angeboten und verloren 2,5 Prozent. Bemberg gaben nicht nur ihren Anfangsgewinn wieder her, sondern ermäßigten sich darüber hinaus um erneut 2 Prozent, so daß dies Papier 4 Proz. unter Anfang notierte.

Frankfurter Schlachtviehrnarkt.

Frankfurt a. M., 4. Iuni. Auftrieb: 952 Stück Rinder: darunter 268 Ochsen, 54 Bullen, 438 Kühe, 192 Färsen. 1152 Kälber, 33 Schafe. Es notierten: Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 58 bis 61 Mark, ältere 53 bis 57; sonstige voll- fleischige: jüngere 47 bis 52. Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 54 bis 58; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 48 bis 53; fleischige 48 bis 52; gering genährte 43 bis 47. Kühe: fleischige 37 bis 42; gering genährte, 30 bis 36; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): voll­fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 60 bis 63; vollfleischige 55 bis 59; fleischige 50 bis 54; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 80 bis 84; mittlere Mast- und Saugkälber 73 bis 79; geringe Kälber 66 bis 72. Marktverkauf: Rinder rege, ausverkauft. Kälber ruhig, geringer Ueberstand.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 4. Iuni. Am heutigen Produktenmarkt konnte keine nennenswerte Be­lebung des Geschäftes eintreten, obwohl vom Auslande höhere Slotierungen Vorlagen, da das Angebot in Brotgetreide weiter ziemlich reichlich blieb. Rur in Roggen machte sich später in alter Ernte etwas Materialknappheit geltend, so daß hierfür ein Gewinn bis zu 2,50 Mk. erzielt werden konnte. Preissenkungen waren im allgemeinen nicht zu verzeichnen. Das Geschäft eröffnete im übrigen sehr gering. Die Preise verstehen sich für Getreide pro Tonne, für die übrigen Waren pro Doppelzentner. Es wurden notiert: Weizen (Hessen und Provinz Hessen-Rassau) Hektoliter­gewicht 78 Kilogramm 325 bis 327,50 Mk., Roggen (Hessen, Provinz Hessen-Rassau und Unterfranken) Hektolitergewicht 72 Kilogramm 171 bis 172,50, Sommergerste für Brauzwecke 200, Hafer (inländischer) 165 bis 167,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 45 bis 43, Roggenmehl 25,25 bis 26,25, Weizenkleie 6,90 bis 7, Roggen­kleie 7 bis 7,25 Mk. Tendenz: ruhig.

Aus aller Welt.

Sechs Todesopfer bei einem Brande.

Eine Frau und ihre fünf Kinder kamen in Wa­shington (11.0.21.) bei einem im Wohnhause aus- gebrochenen Brande ums Leben. Der Ehemann, ein Polizist, rettete sich durch einen Sprung aus dem Fenster.

Tagung des Internationalen Verbandes der Radiogefellfchaften.

Der Internationale Verband der Radio-Sende­gesellschaften, der in Ouchy am Genfer See tagte, nahm eine Entschließung an, die eine Ver­besserung der Aufnahmebedingun­gen in Europa fordert. Weiter wurde auf der Tagung ein ausgiebiger Austaufch von In­formationen über die Entwicklung der Technik des Radio-Dramas gesichert. Der Verband zählt gegenwärtig 337 Sendestationen als Mitglieder, die von 22,5 Millionen Aufnahmeapparaten ge­hört werden.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 llhr, 16 bis 17 Ahr. Samstag nachmittag geschloffen.

Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosfenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4,5 v. H., Lombardzinsfuß 5,5 v. H.

Frankfurt a. 3)1.

Berlin

Frankfurt a. M. |

Berlin

Frankfurt a. M. |

Berlin

Banfno

ten.

Schluß«

1-ilhr- Kurs

Schluß«! fürs 1

Anfang» Kurs

Schluß-

1-tlhr-

Schluß-

Anfang«

Schluß»

1-Uhr«

Schluß«

Anfang»

Berlin, 3. Funi

Geld

Brief

fürs

fürs

Kurs

fürs

Kurs

fürs

Kurs

fürs

Kurs

Amerikanische Noten . .

4,168

4.188

Belgische Noten. ...

58,315

58,555

Datum

i. 6

4. 6

3. 6

4 6

Dalum

3. 6

4 6

3 6

4 6

Datum

3 6

4 6

3. 6

4. 6

Däntsche Noten ....

111,70

112.14

Englische Sloten ....

20,305

20,385

6% äivunnje uteidjsameuje

Hamburg-Amerika Pater ... -

11'9,75

110

109.75

109,25

Bereinigte Stahlwerke.....

95,25

95,25

94,75

Französische Noten ...

16,42

16.48

von 1927 .........

83,13

88,25

Hamburg-Südam.Dampfschiss. 8

-

174

Otavi Minen......16'/.

53,25

52,6

Holländische Noten . . .

168,01

168,69

7% Deutsche Reichsanlcihe

Hansa Dampfschiff.....10

Kaliwerke Aschersleben ... 19

224

222

224

221,25

Italienische Noten....

21,96

22,04

von 1929 ..........

104

103,75

Norddeutscher Lloyd.....8

110

110

110

110

Kaliwerke Westeregeln ... 10

226

225.9

224

Norwegische Noten . . .

. .

111,70

112.14

Deutsche Anl..Ablös..Schuld mh

Allgemeine Deutsche Credttanst. 10

115 25

115,5

115,5

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

414

414

411

Deutsch-Oeslerretch, a 1OO Schilling

58,93

59,17

2,475

Auslos.Rechten.......

58.5

58.15

58,4

57,9

Barmer Bankverein .... 10

126

125,5

125,5

125,5

Rumaniiche ucoien . . .

2,455

Desgl. ohne AuSlos.-Rechte . . . 8% Hess. BolkSstaat von 1929

10.525

10,5

10,65

10,6

Berliner Handelsgesellschaft . 12

Commerz- und Privat-Bank . 11

150.5

150

174,5

150,5

174

150

I. G. Färben-Industrie . . . 12

Dynamit Nobel.......6

Scheldeanstalt........9

Goldschmidt........6

Rütgerswerke........6

Mctallgescllschaft.......8

185,65

184,4

185 75

88

185

Schwedische Noten . . . Schweizer Sloten ....

112,13

80,89

112,57

81,21

trückzahlb. 102%)......

Lberhessen Provinz. Anleche mii Auslos.-Rechten......

57

96,25

Darmstädter und Natlonalbank 12

Deutsche Bank und

Dlsconto-Gesellschast, ... 10

230

140,75

141,25

229,25

140,75

228,75

140,25

150,75

68,5

66,5

68,25

66,5

68,5

66,5

Spanische Noten .... Ttchechostowakische Noten. Ungarische Noten ....

50 35

12,405

72,94

51 -55 12,465

73,24

Deutsche Komm. Sammclabl.

Anleihe Serie 1......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

58,25

58

Dresdner Bank ...... 10

Retchsbank........12

141,25

141 293,75

141

120,5

1201

121,

120

Deoifcnmarft Berlin

Frankfurt

a. rn.

100,9

100,5

XIII unkündbar bis 1931 . . - 7% Franks. Hvp.-Bank Goldpse

A.E.G............8

166

165,5

166,5

185.25

152,5

163

165,5

185,25

Philipp Holzmann......1

Zementwerk Heidelberg . . 10

Ccmentwerk Karlstadt. ... 10

119

129

118,5

3. juni

4. ZiMl

94,5

Bergmann.........9

Eleklr. Lieferungsgesellschaft. 10

Ltcht und Kraft......10

Felten L Guilleaume . . . 1/* Gesellschaft für Elektrische

_

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

4Yi% Rheinische Hyp.-Bank Liqu. Goldpse.........

162

117,5

_

160

117

Wayb & Freytag......8

85

84,5

85

©eio

ZHlel

Neid

Brie,

89

_

_

--

Amst.» Rott.

Biieu.-Aires

168.32

168.6

168,31

168,65

8% Pr. Landespsandbriesanstalt,

Schultheis Patzcnhofer ... 15

317

317

1,585

1,589

1,589

1,593

Pfandbriefe R. 17......

101

in.

Unternehmungen .... 10

Hamburger ElektrizitätS-Werke 10

164

164,75

139

163,75

Brss.-Antw.

Christiania.

58,405

58,525

58.40

58.52

8% Pr. Landespsandbriesanstalt,

Lstwerle.........12

267

266,5

112.01

112,23

112.00

112,22

Komm.°Lbl. R. 20......

97

97

Rheinische Elektrizität .... 9

148,5

149

102

101,25

Kopenhagen

112,02

112.24

111.99

112,21

7% Pr. Landespsandbriesanstalt,

Schlesische Elektrizität. ... 10

165,5

Bemberg.........11

111 25

112,5

114

Stockholm .

112,44

112,56

112,32

112.54

Psandbrtese R. 10......

95,5

95,5

Schuckert & Co.......11

179,25

179.5

180

Zellstoff Waldhof .... 13'/,

161,75

161

161

Helsingfors.

10,537

10 557

10,539

10,559

A.E.G. abg. Borkriegs-Obligatio^

96,5

Siemens & Halsle.....16

TranSradio.........8

LahmeyerL Co...... 10

244

244,75

244,5

Zellstoff Aschaffenburg ... 12

Charlottenburger Wasser ... 8

Dessauer Gas........9

Daimler Motoren......O

137

137.5

103

103

Italien. . .

London - . .

Reuhork . .

Paris . »

21,925

20,338

21.965

20,378

4,1955

16,45

21,935

20.339

4,1865

16.41

21,975

20,379

4,1945

16.45

171

169,75

163,75

37,75

163

37,9

4,1875

16,41

4% Oesterretchische Goldrente . .

26,75

27

26,75

76,5

76,5

75,9

Deutsche Linoleum......

233

233,75

233

Schweiz ..

Spanien.

81,00

81,16

81,005

81.165

4,20% Oesterreichliche Silberrente

98,4

97,75

52

51

51,54

51,64

50,65

50,75

4% Oesterretchische Einheitliche

Essener Steinkohle ...... 8

139

Nat. Automobil.......O

19,13

Japan . .

Rio de Ian

2,070

2,074

2,072

2,076 0.493

Rente...........

-

Gelsenkirchener.......8

136,5

137

136,25

Orcnstein & Koppel ..... 6

83,75

83,75

9,494

0,496

0,493

4% Ungarische Goldrente ....

24,13

23,9

125,5

125,25

125

Leonhard Tietz......10

160

161,25

161,75

Wien in D-

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

Hoejch Eisen........6%

105,25

Svenöka...........

325

322

Oest. abgefi

59,05

59,17

59,055

59,175

4'/-% desgl. von 1913.....

Ilse Bergbau.......10

216,75

100,65

216,75

Prag . . .

12,416

12,436

12.419

12,439

4% Ungarische Kronenrente . . -

2.35

2,3

Klöcknerwerke........7

100,5

100,4

Frankfurter Maschinen .... 4

29

30

Belgrad .

7,390

7.404

7,395

73,15

7,409

4% Türkische Zollanleihe von 1911

5,9

5,9

Köln-Neuessen........7

103,25

103

Gritzner....... 6

36

_

35

Budapest.

73,15

73,29

73,28

4% Türkische Bagdadbahn-Anl

5,75

Mannesmann-Röhren .... 7

106,75

107

107

107,75

Heyligenstaedt.......0

-

Bulgarien

3,035

3,041

18,87

3,035

3,041

Serie ............

6

ManSfelder Bergbau.....7

72

72,13

71.5

IunghanS..........6

40,5

41,5

Lissabon .

18,81

18,83

18.87

4% desgl. Serie II.......

5,75

5,9

6

Oberschlei. Eisenbedars .... 5

Lechwerke..........8

98

Danzig. . Konstantin

81,35

81.51

81,34

81,50

6% Rumänische vereinh. Rente

10,13

Oberschles. KokSwerke.....7

108,13

108,5

Mainkrastwerke Höchst a. M.. . 8

88,6

1,785

1,789

1,784

1,789

von 1903 ..........

10,2

Phöntr Bergbau......6/i

Rheinische Braunkohlen . . 10

97

Miag...........10

118.5

117

117

Athen. .

5,42

5,43

5,42

5,43

4/1% Rumänische vereinh. Rente

17,13

229

231.5

229,5

Gebr. Roeder.......10

107

Canada .

4,182

4,190

4.185

4,193

von 1913 ..........

17,25

17,25

Rhctnstahl..... 6

118,25

118

118,25

118

Boigt & Hacffner......9

152

150

llnx.uat).

3,767

3,784

3,796

3,804

4% Rumänische vereinh. Rente .

8,2

1,15

3,15

Riebeck Montan..... 7,2

!

Süddeutsche Zucker .... 10

161,5

161,25

Cairo . .

20,865

20,905

20,865

20,905