4 . Petsr Schäfer. Werkmeister, Gießen, Hillebrand« straße 14.
5 . Philipp Pfaff, Borschlosser, Gießen, Ludwig, straße 27.
6 . Georg Arnold II., Landwirt, Leihgestern.
7 Heinrich Wißmann, Schlosser, Lollar. Lumdastraße 9.
8 Philipp Keßler VIII., Landwirt, Grohen-Linden.
9 Wilhelm Zecher, Wagcnmeister, Klein-Linden.
10. Heinrich Stein, Maurer, Wieseck, Neuenweg, hllfvgcschworene für das Schwurgericht.
1. Professor Borgmann, Gießen, Nordanlage 41.
2 Johannes Philipp II., Watzenborn-Steinberg.
3. Richard Arnold, Krankenkassenangestellter, Gießen, Am Kugelberg.
4. Anton Beetz, Messerschmied, Gießen, Schulstraße.
5. Johann Horst, Gießen, Weserstraße 19.
6 Anton Wickert, Hausmeister, Gießen, Liebig- straße 20.
7. Friedrich Jung, Kaufmann, Gießen, Walltorstr.
8, Theodor Rühl, Angestellter, Gießen, 21m Kugelberg.
9. Ernst Rau, Kaufmann, Gießen, Walltorstraße 37.
10 Fritz Flimm, Gießen, Marburger Straße 10.
11. Jakob .Günderoth, Geschäftsführer in Gießen, Schanzenstraße.
12. Heinrich Haas III., Schmied, Annerod.
13. Karl Schmidt III., Landwirt, Lang-Göns.
14. Karl Kreiling IV., Schreiner, Wieseck, Gießener Straße.
15 Wilhelm Hahn II., Landwirt, Annerod.
16. Otto Kreiling L, Kronkenkassenangestellter in Heuchelheim.
17 Jakob Wallbott III., Landwirt, Garbenteich.
18. Heinrich Kehr IV Schreiner, Treis a. d. Lda.
19. Ludwig Graulich II., Landwirt, Bersrod.
20. Heinrich Becker IX., Bürgermeister, Altsn-Buseck.
Aus der provinziathauptstadt.
Gießen, dsn 3. Dezamber 1930.
Einmaliges Gastspiel des Gießener Stadttheaters in Lich.
Wem schreibt unS: Den Bewohnern vieler Orte ist infolge vcrkehrstcchnischer Schwierigkeiten ein regelmäßiger Theaterbesuch nicht möglich. Hm trotzdem in ständiger Verbindung zu bleiben und Dadurch den Konnex mit der nächstgelegenen bodenständigen Bühne zu sichern, hat die Intendanz sich entschlossen, in Lich ein einmaliges Gastspiel zu Veranstaltern Vicht um den Kreis der Gastspielorte zu vergrößern, sondern weil es zu den ideellen Aufgaben des Gießener Stadttbea- ters als der einzigen Bühne Oberhessens gehört, aus werbe technischen Gründen Gastspiele zu veranstalten. Zur Aufführung gelangt ein Lustspiel von Frank und Hirschfeld: „Geschäft mit Amerika". Es ist die neueste Schöpfung dieser beiden Autoren. Das Lustspiel dürfte für Lich mit gu den ereignisreichsten Abenden des Winters zählen.
Obst- und Gartenbauverein Gießen.
,.ModernePflanzenzüchtung" lautete das Thema eines Vortrages, den Universitäts- Professor Dr. S e s s o u s am Sonntagnachmittag vor zahlreichen Mitgliedern des Obst- uno Gartcnbauvereins Gießen im Hörsaal des Landwirtschaftlichen Instituts hielt. Von dem Gedanken ausgehend, daß Landwirtschaft und Gartenbau gemeinsam die Pflicht haben, die wachsende Bevölkerung vom Ertrage des deutschen Grund und Bodens zu ernähreir. sucht man durch geeignete Zuchtmaßnahmen eine Steigerung und Veredlung der Feld- und Gartenernten zu erreichen. Der Weg des Züchters, der nach modernen Methoden arbeitet, ist zwar mühsam und bleibt auch gegenwärtig von Enttäuschungen und Fehlschlägen nicht frei, aber er ist sicherer als am Anfang, wo man sich lediglich auf Auslese beschränken muhte. Obschon die Auslese überraschende Erfolge brachte und teilweise zur Verdoppelung des Ertrages geführt hat, gelangt man bei ihr doch zu einer von der Vatur gezogenen Grenze, über die es nicht hinaus geht. Erst durch Kreuzung geeigneter Elternpflanzen ist man in die Lage versetzt, erwünschte Eigenschaften zu steigern und vollkommen Neues zu schaffen, das bei Beachtung der wissenschaftlichen Voraussetzungen in seinen: Ergebnis vor- ausberechnet werden kann. Diese Methoden, mit deren Anwendung wir erst am Anfang stehen, eröffnen erfreuliche Aussichten für den Anbau von Feldsrüchten, Obst, Gemüse, Blumen und Waldbäumen. An zahlreichen Tabellen, Lichtbildern und dem sonstigen Anschauungsmaterial eines wissenschaftlichen Instituts zeigte der Vortragende seiner gespannt lauschenden Zuhörer
schaft in klarer, leichtverständlicher Weise die für Pflanzen, Tiere und Menschen gleicherweise geltenden Gesetze der Vererbung und chre Auswirkung auf die Rachkommenschaft durch Hebet- tragung von sichtbaren und unsichtbarer: Anlagen. die sich einesteils wie ein Segen, anderseits aber auch als Fluch auswirken. Daß der Züchter sie als nachteilig erkennen und vermeiden muh. darin liegt das Geschick, welches neben erkennendem Blick und Glück zum Ziele des Verfahrens führt. Von Einzelheiten und den vielen angeführten Beispielen sei nur die Mitteilung von der gelungenen Zucht bitterstoff- freier Lupinen erwähnt. Von Interesse dürfte auch sein, daß die deutschen Zuchtanstalten Weizensorten liefern, die an sog. Kleber, d. h. Back- fähigkeit, den ausländischen Weizensorten gleichkommen, sie sogar übertreffen, so daß die Einfuhr von Auslandweizen nur durch den Wassergehalt sachlich begründet ist, der in Ländern mit wärmerem Klima und höherer Trockenheit der Luft viel geringer als bei unserem Getreide sein muh. Zum Schluß machte der Vortragende noch Mitteilung über die allerneuesten Ergebnisse der Bestrahlung leimender Samen mit gewissen Strahlen, die eine tiefgehende und erbliche Veränderung der so erzielten Pflanzen hervorruft. R.
** Evangelische Pfarrpersonalien. Durch die Kirchenregierung wurde dein Pfarrer Wilhelm Reusch zu Rieder-Ohmen die evangelische Pfarrstelle zu Leihgestern, Dekanat Gießen, und dem Pfarrer Hermann Dotzert zu Engelrod die zweite evangelische Pfarrstelle zu Lauterbach, Dekanat Lauterbach, übertragen.
•* Elternabend in der Oberrealschule. Der veredelnde und erzieherische Einfluß, den die Musik bekanntermaßen gerade auf die Iugend auszuüben pflegt, ließ auch dem diesjährigen Elternabeich der Oberrealschule mil- freudiger Anteilnahme entgegensehen. Zur Einleitung sprach Studienrat Dr. Hillenhrand herzliche Worte der Begrüßung. Er wies u. a. darauf hin. daß das Orchester auf eine fünfjährige Tätigkeit zurückblicken kann. Die jungen Leute wurden mit ihrer Auffassungsgabe entsprechenden klassischen Kompositionen bekannt gemacht. Gegenseisiges Vertrauen zwischen Lehrern, Schüler:: und Eltern ist gepflegt worden, und die Freude an edler Ablenkung und würdiger Hnterhaltung wird auch für die fernere Zukunft des jungen Menschen ihre wohltätige Wirkung ausüben. Auf die Ansprache folgten Violin-Soti mit Klavier und Orchesterbegleitung, die die Zuhörer mit dankbarem Beifall aufnahmen. Den Abschluß des ersten Teils, der italienische Musik zu Gehör brachte, bildeten die Gavotte von Martini und das Menuett von Doecherini. t.tn- genehn: empfunden wurde das klare und sichere Spiel, die scharfe Rhythmik und dynamische Abstufung deS Vortrags. Im zweiten Teil wurde ein Lustspiel, „Der Pastetenbäcker", nach Lope de Vega zur Aufführung gebracht. Heinz Nike! unb Karl Löw zeichneten sich durch köstlichen Humor und Frische der Darstellung aus. Warmer Dank für den gebotenen Abend gebührt dem Direktor der Oberrealschule, Prof. Dr. Roller, und nicht zuletzt dem verdienten Leiter des Orchesters, Studienrat Dr. Hillenbrand.
" Konzert des Bauerschen Gesangvereins in der Rervenklinik. Auf Einladung der Direktion, die damit einem Wunsche der Patienten entsprach, fang am Sonntagvormittag der Bauersche Gesangverein im Hörsaal der Rervenklinik eine Anzahl Lieder unter der Leitung des Chormeisters Görlach. Die Darbietungen wurden von den Patienten mit großer Freude aufgenommen. Geheimrat Prof. Dr. Sommer dankte dem Verein für die den Zuhörern bereitete genußreiche Stunde.
** D H E. G i e ß e n. Seine zwölfte und letzte Ber- einswanderung in diesem Jahre unternahm am Sonntag der VHC. Gießen in der Stärke von 45 Teilnehmern. Auf der Landstraße, die infolge bet letzten Regengüsse nicht immer einwandfrei war, ging es über Heuchelheim, Atzbach, Dorlar, wo man das breite Lahntal mit vielen Spuren der jüngsten Ueberschwemmung erreichte, zur Mittagsraft nach Waldgirmes. Hinter dem Ort eröffneten sich reizvolle Blicke auf das benachbarte Wetzlar mit feinen: mächtigen Dom, den vielen Fabriklchornfteinen und die es umrahmenden Höhen wie Garbenheimer Warte, Bismarckturm, Stoppelberg und Ruine Kalsmunt. lieber Naunheim, Nieder-Girmes und Hermannftein ging es das Dilltal aufwärts zum Endziele Aßlar, wo man sich bei Klavier-, Gesangs- und Dialektvor« trägen bis zur Heimfahrt vortrefflich unterhielt.
Wirtschaft.
Handel und Gewerbe im November.
Rach der auf Grund von Berichten preußischer Industrie- und Handelskammern und des Deutschen Handwerks- und Gewerbelammertags im preußischen Ministerium für Han', el und Gewerbe zusammengestellten Hebers.cht ist die Wirtschaftslage zur Zeit fast in allen Zweigen s ch l e ch t. In der Weltwirtschaft versteifte sich die Lage noch weiter, besonders in Amerika. Auch in Frankreich treten Anzeichen sinkender Konjunktur in stär.erem Maße hervor, in Mitteleuropa setzte sich der Koniunkturabschwung fort. Die zielbewuhte Finanzpolitik Deutschlands wird überall mit Aufmerksamkeit verfolgt, und auch seinePreissenlungspolitik findetRachahmuna. An der Börse herrsche ungewöhnlich: Zurückhaltung. Der Eingang des internationalen Heber- brückungskredites hat dem Geldmärkte keine merkbare Erleichterung bringen können.
*
«Der Aktienindex. Der vom Statistischen Reichsamt errechnete Aktienindex (1924/26 ----- 100) stellt sich für die Woche vom 24. bis 29. Rovember auf 88,9 gegenüber 91,8 in der Vorwoche, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie auf 82,6 (83,9), Gruppe verarbeitende Industrie auf 78,4 (81,0) und Gruppe Handel und Verkehr 112,9 (115,0). Für den Durchschnitt des Monats Rovember 1930 ist d:r Index mit 92,3 gegenüber 95,8 im Durchschnitt Oktober 1930 ermittelt, und zwar in der Gruppe Bergbau und Schwerindustrie 87,4 (92,2), Gruppe verarbeitende Industrie 81,4 (84,4) und Gruppe Handel und Verkehr 115,5 (118,7).
* Tatifk ündigungen imLahn-, Dill- Sieggebiet. Der Arbeitgeberverband der Siegerländer Gruben und Hütten kündigte den beteiligten Metallarbeiterverbänden den zur Zeit gültigen Lohntarif zum 31. Dezember 1930. Von der Kündigungsmaßnahme wird die gesamte Metallindustrie betroffen. Ebenfalls gekündigt wurde,: die Lohntarife für Eisensteinbergbau und Braunkohle Jür das Erzgebiet Dill-Lahn, sowie das Tarifgebiet Westerwald-Oberhessen den beteiligten Bergarbeiterverbänden von dem Berg- und Hüttenmännischen Verein zu 'Wetzlar zum 31. Ianuar 1931.
Schweinemarkt in Gedern.
f Gedern, 2. Dez. Zu dem heutigen Schweinemarkt waren 394 Tiere auf getrieben. 6 Wochen alte Ferkel kosteten 30 bis 32 Mk., für 6 bis 8 Wochen alte Tiere wurden 35 bis 40 Mk. und für Springer je nach Qualität 42 bis 50 Mk. bezahlt. Der Handel war sehr flott, der Markt war bereits um 11 Hhr geräumt.
Frankfurter Börse.
Frank furt a. M., 3. Dez. Tendenz: zurückhaltend. — Die Börse stand im Zeichen des bevorstehenden Zusammentritts des Reichstages: obwohl man kaum besondere Schwierigkeiten erwartet, sieht man doch mit einer gewissen Besorgnis der heutigen Sitzung entgegen, da man eventuell heftige Szenen befürchtet. Die Spekulation verhielt sich stark reserviert, da auch von außen her keine Aufträge eingetroffen sein sollen. Die meift etwas festeren Auslandbörsen liehen die Tendenz recht widerstandsfähig werden. Im Vormittagsverkrhr war man eher schwächer gestimmt, doch konnte sich zu Beginn des offizielle:: Marktes eine leichte Erholung durchsetzen, da von der eventuellen Ausdehnung des englische:: Bergarbeiterstreikes eine Anregung ausging. Die ersten Rollerungen lagen jedoch nicht gary einheitlich, waren aber meist etwas höher, bzw. gut behauptet. Der Montanmarkt zog aus der vorher erwähnten Mitteilung Ratzen. Rheinstahl eröffneten 2,5 Prozent und Mannesmann 1,25 Prozent höher. Im übrigen war das Geschäft auch an den anderen Märkten sehr ruhig. Elektrowerte zogen meist bis zu 1,5 Prozent an, nur Gesfürel gaben 1 Prozent nach. Am Chemiemarkt lagen I.-G.-Farben behauptet. Scheideanstalt leicht erhöht. Niedriger eröffneten nur Aku, Zellstoff Waldhof usw., doch betrugen die Rückgänge nur Bruchteile eines Prozentes. Bankaktien und Schiffahrtsaktien waren gehalte::. Die Rebenmärkte lagen fast geschäftslos. Am Anleihemarkt setzten deutsche Anleihen etwas höher ein. Von Ausländem waren Hngam höher. Im Verlaufe stagnierte das Geschäft fast vollkommen, die Kurse lagen jedoch unverändert. Reichsbankanteile, waren stärker gesucht und tarnen mit plus 6,75 Prozent zur
Erstrwtiz. Pfandbriefe ruhig, über gut behauptet, teilweise auch etwas fester. Am Geldmarkt erfuhr der Sah für Tagesgeld mit 5 Prozent eine Erleichterung. Am Devisenmarkt lagen Devisen gegen Reichsmark weiter schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1930, gegen Pfund 20,3625, gegen Paris 123,58, London gegen Kabel 4,8560, gegen Mailand 92,65, gegen Madrid 43,50 schwächer, gegen Schweiz 25,07, gegen Holland 12,0650.
Berliner Börse.
Berlin, 3. Dez. Rachdem vormittags im Zusammenhang mit dem Wiederzusammentritt des Reichstages und auf Grund der innerpolitischen Hngeklärtheit seitens der Spekulation stärk st eZurückhaltung geübt wurde, eröffnete die heutige Börse zwar in nicht ganz einheitlicher, aber nur zum Teil in schwächerer Haltung. Festere Auslandsbörsen boten allerdings der Tendenz eine gewisse Stütze, anderseits wirkten sich jedoch kleinere Verkäufe an einigen Märkten kurs- mäßig aus. So eröffneten u. a. Aku, Schultheis, RWE., Harpener, Aschersleben und Gesfürel bis zu 2 Prozent niedriger: Thörls Oel verloren drei Prozent, Chemische Heyden nach anfänglicher Mi- nus-Minus-Rollz 3,25 Prozent, da die 'Divi- dendeeausfichten, die vom Ausgang des amerikanischen Prozesses abhängen, noch ungeklärt seien. Anderseits konnten Schubert & Salzer 2,25 Prozent und Harpener bis 1 Prozent gewinnen: Svenska lagen 3,50 Mk. höher. Im allgemeinen war die Hmsahtätigkeit sehr gering, und erst im Verlaufe wurde sie etwas größer. Es war nämlich Grund zu Deckungen vorhanden, als sich herausstellte, daß die gestrigen Abschwächungen bei der Kundschaft keine größere Qrbgabenei- gung ausgelöst haben. Gleich nach den ersten Kursen wurde es allgemein freundlicher, und auch die innerpolitische Situation wurde im Hinblick auf eine Deichstagsmehrheit für die Rvt- vervrdnung günstiger beurteilt. Die Festigkeit besonders der Reichsbankanteile, da man mit ziemlicher Sicherheit mit der Ausschreibung des bekannten Bezugsrechtes für die nächste Woche rechnet, übertrug sich teilweise auch auf die übrigen Märkte. Spezialwerte gewannen bis zu 2,5 Prozent. Deutsche Anleihen Klagen ruhig. Ausländer zumeist behauptet, öprozentige Mexikaner verloren weiter. Pfandbriefe still. Reichsschuldbuchforde- tungen gäbe:: bis etwa 0,5 Prozent nach. Die Geldsähe waren kaum verändert. Tagesgeld 6 bis 8 Prozent, Monatsgeld 6,5 bis 8 Prozent, Wa- renwechfel zirka 5,5 Prozent. Rachdem dann spater bei höheren Kursen zu Gewinnmitnahmen geschritten wurde, setzte sich gegen 12.45 Hhr eine neue Aufwärtsbewegung durch, woraus es wieder ausgesprochen fest wurde. Reichsbankanteile gingen 7 Prozent über Anfang um, und Salzdetfurth lagen zirka 5 Prozent höher. Für Chadeaktien kam verspätet eine Rotiz zustande, die sich mit 293,50 2,50 ,Mk. unter gestrigen Schluß stellte.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 3. Dez. Am Produktenmarkt war die Stimmung fest, da die Rotver- ordnung über das Brotgesetz anregte. Rogge:: stand dabei im Vordergrund des Interesses und lag bis 5 Mk. höher. Auch der übrige Markt erfuhr hiervon ausgehend einen Ansporn, doch war das Geschäft :m allgemeinen gering. Die Händler beschränkten sich auf Bedarfskäufe. Das Angebot war nicht erheblich. Lebhafter war die Rachfrage nach Futtermitteln, und Haler konnte erheblich anziehen. Auch Weizen- und Roggenkleie konnten sich weiter kräftig erholen. Am Mehlmarkt wirkte sich der schon erwähnte Hmstand ebenfalls günstig aus. Besonders Roggenmehl war gefragt und 1 Mk. höher. Es wurden notiert (die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je 100 Kilogramm): Weizen (74 Kilogramm Hekto- litcrgewicht) 265, Roggen 175, Sommergerste für Brauzwecke 208 bis 215, Hafer, inlänb. 155 bis 160, Weizenmehl, südd. Spezial 0 40,75 bis 42, Roggenmehl 27 bis 28, Weizenkleie 9,25 bis 9,50, Roggenlleie 8,75 Mk. Tendenz fest: Weizen ruhig.
Sricffaflen der Redaktion.
(Rcchtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der .
Schriftleitung.)
21. w. Wenden Sie sich an einen Arzt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchlosfenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v H-, Lombardzinsfuß 6 v. H.
Sronffuri a. DI.
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Kurs
Datum
2 12.
3 12-
2 12
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Datum
2 12
3 12
2. 12. *
3. 12
6% Deutsche Reich« auleihe
Hamburn-Ämerlio Patei . . .
70
70
70.13
69,75
von 1927 .........
86,5
—-
86,65
—
Hambura-Südam.Dampslchiii. 8
—
158.5
158,25
7% Deutsche Reichöaulelhe
Hanta Tampsschili.....10
——
—
126,75
von 1929 ........
98
——
98,5
——
Norddeuilcher Liovv.....8
71,75
71,75
71.5
71.6
Deutsche eütL-fflblöL-Ednilb mit
Allgemeine Deutscl^Credilanst. 10
99
98,75
Auelos.-Rechten ...
52
52
52,1
5179
Barmer Bankverein .... 10
Berliner Hatrdel-gelelllchaft . 12
101,25
101,25
101,25
101,25
De4gl. ofjne AuSlos.-Rechte . . .
5,9
6
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—
126,5
126
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Commerz, und Privat-Bank. 11
112
111,75
112
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(rtichobib. 102%:......
88,25
—
88,9
—
Tarmstädier und Nationaloanl 12
152,5
153
153
152,5
vberheilcn Provinz > Anleihe mi!
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50
—
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Dtseonlo-Gelellichcht, ... 10
111
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Dresdner Bank..... 10
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111
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Anleihe Serie 1 ....
6% ffranfl. bnv.-Bank Goldpse
49,9
—
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—
ReichSbani........12
226
—
226,5
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XI» unkündbar bi? 1931 . . .
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—
—
—
•a.6.0............t
105,25
106,25
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—
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126
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—
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—
—
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Felten & Guilleaume . . . iyt
92,5
—
92.5
—
8% Pr. Londesvimidbriesanstalt.
Geiellichcht für Eleklrijche
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100
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_
Unternehmungen .... 10
114
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8% Pr LanbeHxtanvbriesanNaU, 6omm^£bL8l. 20......
7% Pr. ganbeey• an Dbriefanfialt,
Hamburger ElektrYitäiS-Werke 10
—-
105
104,5
97
——
97
Stdemilche Elektrizität . . . . V
—
Echlciiiche Elektrizität. ... 10
—
—
110,5
109,5
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A.E.G. abg. Sonnegä-Obllgatio-
97
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_
Schuckeri S Co.......ij
122,25
122.5
122
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Sternen« & Halske ..... 16
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164,25
neu. rüchablbar 1932 .....
94
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Transraoio
123,25
Vabmetjer & (£o.. ..... li
127
127
—
4% Oesterretchische (Solerente . . 4,20% Oesierreichitche SUberrente 4% Ceftcneidjilttr Sinheilliche
26,25
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—
Buderus.....••...&
Deukiche Erdöl ..••••• C
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51,75
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Rente
4% Ungarische Soldrente . . .
4% Ungar«che Staat» rente v. 1910
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17,6
Geilenkirchener ....... 8
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—
86,75
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18,75
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—
—
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Frankfurt a. M
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Belgische Violen.....
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Datum
2. 12
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2 12
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Dänische Noten .....
111.78
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16,50
168,99
Bereinigte Stahlwerke.....
Claol Minen......10'/,
’65,25
—
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35
164,5
35
Yranzvjiick^ Noten . . .
Holländische Noten . . . .
16,44
168,31
Kaliwerke AlcherSIeben . . . 10
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—
152,5
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Italienische Nuten.....
Norwegische Noten . . .
ZI, ns
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Kaliwerke Westeregeln ... 10
153
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112,19
Kaliwerke Salzdetfurth ... 15
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235
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Deutsch-Oesterreich, • 1OO Schilling
Rumänische Noten.......
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2,477
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2,497
Echwedi'cku' Noten . . . .
...
112,25
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133,5
133,5
133,5
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Schweizer Noten.....
81,17
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Dvnamii Nobel ....... 6
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—
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Spanische Noten.....
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47,01
47,19
Scheideanstalt........ 9
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T'chechoilowakische Sojen.
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12,39
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Goldschmidt ........ 6
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111,99
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63,5
Kopenhagen
112,94
112,26
112,04
112,26
Bemberg.........14
65,5
——
66,5
66,5
Stockholm .
112,42
112,64
112,40
112,62
ßeliftoff Waldlw, .... 13'/.
—-
103,25
103,75
103
Helnngfors-
10,54
10.56
10,541
10,561
Zellstoff Aschaffenburg ... 12
73,5
—-
74,13
—
Italien. . .
21,945
21,985
21,955
21,995
Charlottenburger Wajser ... 8
—
——
62
82
London. . .
Vicubot! . .
20,338
20,378
20,337
20.377
Dessauer Gas . . ..... 9
—
—
110,5
110,13
4,1895
4,1975
4,1890
4.1970
Daimler Motoren ...... O
25
—
25,5
106,5
25
Doris. . . .
16,454
16,493
16,457
16,497
Deutsche Linoleum .••••■
106
—
106
Schweiz . .
81,18
81,34
81,145
81,305
Maschinenbau A.-G. . • • • ■ O
—
32,5
32,5
Svanien .
47,10
47,20
46,80
46.90
Nat. Automobil ...... O
——
——
—
—
Japan .. .
2,076
2,080
2,079
2,081
Orenftein & Koppel ..... 6
—
—
45
—
'^to be sfcin
0,415
0,417
0,414
0,416
Leonhard Tietz ..•••• 10
—
—
115,5
277,5
114,75
Wien in D.
Svenüko ..........
—
—
281
Ctft. abgest
58,97
59,09
58,95
59,07
Prag . . .
12,425
12,445
12,425
12,445
frankfurter Maschine« .... 4
11
[ -
10,5
-
Belirad .
7,411
7,425
7,407
7.421
Gritzner...... • • . f
25
25,5
Bubap.-st. Bnlwriea
73,25
73,39
73,22
73,36
—-
—
—
—
3,037
3,043
3,036
3.042
Iunghanch ........6
30,5
—r-
31
30
Lissabon
18,81
18,85
18,81
18,85
Lechwerke..........8
78,5
—
—
——
Danzig. .
Konst.nttn.
81.35
81.51
81,35
81,51
Mainkrostwerke Höchst a.M.. - 8
63,5
*—
—
—
1,784
1,789
1,784
1,789
«tag ......10
—
—
62,25
——
Athen. .
5.425
5,435
5,427
5.437
Gebe Roeder.......10
93
——
—-
—
Tanada
4,189
4.197
4.188
4.196
Botgt & Haeskner ...... 9
Eüddeutiche Zucke, .... 10
150
—
150
—
Um uav.
3,257
3,263
3,257
3.263
135
—-
134
—
Tatro - •
20,86
20,90
20,86
20,91
Ä
F 1867 in K inE mittel chre Mbiscw Wal-und > berg, wurd^ Lern rn -o um bei den Unterrichts zu Herter-ch heiratete « L M statte chrer arzt meöerl ' Zu den stu den ihr die - tiefstes,g st die ihr inner 2lrne Dabork hart Zauptm Hauptmanns ihrem DeiuE Qi entstand Radierungen erschüttert, bi Da steht die ger und Tod in zerreiße: Da fitzen w Hohlen Da> Menschen in Webstuhl, g durch das F Serie Kii e geht« in der kmM Öen Dedrücki peinigt an i vor der Auhk Kurze Zeit dien“, in dem zugleich die umschlingt, - Gebet in den Taiu um die um Den Tod allen Schreckei schäft geht ihn Witz. Der Toi rührer, als Jäter und 1 spielender Ki mit dem ged stürmend den
M dies zei ster Schalkin, - in künstl soziale Sedan im Dor deshalb das dein. Falsch geklagten zuc lvih zeigt m geklagten. C zweifelten, l drückten: nii 6ie zeigt r bringt das ( und Starken Herzen nahe — sondern Menschen tv eine härtere drängt, Mr müssen, well smverschuldet chnen gibt es kie lächelnd i Arbeiterin mi Unö stark uns
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