Ausgabe 
3.7.1930
 
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mitnehmenSwert schien, aus dem Auto entfern- terr. II. a. wurde der 41eberfallenen eine Hand- tasche mit 3000 Mark Inhalt geraubt. Die drei gingen dann daran, die Dame zu ent­kleiden, nahmen ihr sämtliche Kleidungsstücke ab und liehen sie splitternackt im Auto sitzen. Sie fuhren nach vollbrachter Tat mit voller Ge­schwindigkeit in Dichtung Berlin davon. Der Aeberfall wurde entdeckt, als einige Zeit später «in junges Mädchen auf dem Rad die Stelle passierte. Die Berliner und die Potsdamer Po­lizei wurden verständigt und sämtliche Wagen, die die Avus passierten, einer genauen Kontrolle unterzogen. Es ist jedoch noch nicht gelungen, irgendeine Spur von den Tätern zu finden.

Der Fall Meußdörfer-Kulmbach vor dem Bayreuther Schwurgericht.

Der geheimnisvolle Tod der Gattin des Kom­merzienrats Meuhdörser aus Kulmbach wird am 7. und 8. Iuli das Bayreuther Schwurgericht be­schäftigen. Der Bauarbeiter Schuberth und der Arbeiter Popp aus Kulmbach stehen un­ter der Anklage des Raubmordes. Beide An­geklagten verbüßen zur Zeit in der Gefangenen­anstalt St. Deorgen-Dayreuth längere Frei­heitsstrafen wegen Eigentumsvergehen. Schu­berth und Popp werden beschuldigt, die Ehe­frau des Kulmbacher Kommerzienrates Meuh- dörfer, den man bekanntlich zuerst auf Grund ganz erheblicher^Berdachtsmomente s e l b st für den Mörder seiner Frau hielt und deshalb längere Zeit in Untersuchungshaft nahm, in der Rächt zum 4. Rovember 1929 im Schlafzimmer ihrer Billa zum vorher vereinbarten Zwecke der Beraubung, die dann aller­dings erfolglos blieb, überfallen, geknebelt, gefesselt, gewürgt und dadurch ihren kurz danach eingetretenen Tod verursacht zu haben.

Ohrfeigen im schweizerischen Nationalrat.

Im Schweizerischen Rationalrat kam es bei der Behandlung des Berichtes des Bundesrates über die zehnte Völkerbund-Versammlung zu einem Skandal, wie man ihn in dieser Versammlung nicht gewohnt ist. Der katholisch-konservative Tessiner Abgeordnete D o l f u s wurde von einem Kommunisten Lügner genannt, worauf Dolfus ihm eine schallende Ohrfeige versetzte. Zwischen beideiz Abgeordneten entspann sich darauf ein Handgemenge, so datz die Sitzung unterorochen werden muhte. In der Pause trafen sich die beiden Gegner wieder und der Kommunist gab Dolfus die Ohrfeige wieder zurück. Ein anderer Katholisch-Konservativer und ein Dauernvertreter packten darauf den Kommu­nisten und warfen ihn aus dem Saal hinaus.

Oie Reform der Krankenversicherung.

Berlin, 1. Iuli. tBdZ.) Im Reichstag wird die zweite Beratung des Haushalts des Reichs­arbeitsministeriums fortgesetzt. Verbunden damit wird die gestern schon besprochene Rovelle zur Krankenversicherung.

Abg. Büll (Dem.) verlangt die schleunige Vorlegung des Arbeitsschutzgesehes. Dabei müh­ten auch die völlig veralteten Ladenschluhbestim- mungen der Gewerbeordnung einer Revision un­terzogen werden.

Abg. M ö n k e (Ehr. R. B. P.) erklärt, die Re­form der Krankenversicherung sei dringend not­wendig. Ietzt würden die Kassen in unerhörter Weise ausgenuht. Für die Bauern sei die Steige­rung der Soziallasten unerträglich geworden. Für die Kleinrentner müsse besser gesorgt werden.

Abg. Dr. Pfeffer (D. Vp.) führt aus, die in den letzten zehn Iahren getriebene Sozialpolitik trage ein gutes Stück Schuld an den Zuständen, die heute in der Wirtschaft herrschen. Die vor- geschlagene Reform der Krankenversicherung zeige einen gangbaren Weg, aber man müsse den Innungskrankenkassen und den Er- s a h k a s s e n freie Entwicklungsmöglichkeit lassen. Dos neuere Arbeitsrecht mache die Betriebe un­beweglich und hindere sie an der Uebertoinbung der Krise. Das Washingtoner Arbeitszeit­abkommen lehnen wir ab. Wir mühten an die Stelle des starren Arbeitsrechts wieder mehr wirtschaftliche Freiheit setzen.

Aelch-arbeitsminister Dr. Stegerwald erklärt: Die Aufwendungen der Krankenkassen für Aerzte und Apotheker seien übertrieben hoch. Sie betragen im Iahre 600 Millionen Mark, wahrend nur 225 bis 250 Millionen erforder­lich wären, wenn man jedem Kassenarzt das sehr hohe Gehalt von 15 000 Mark geben wollte. Eine Verbeamtung der Aerzte ist heute nicht mehr möglich. Für die Rotlage der Kleinrentner habe ich volles Verständnis, bei der jetzigen Finanzlage können wir aber nicht zu einem Kleinrentnerversorgungsgesetz in der nächsten Zeit kommen.

Abg. Frau Dr. Lüders (Dem.) tritt für Ausdehnung der Wöchnerinnenfürsorge und für Gewährung von Stillgeld ein. Der Arbeits­beschaffung fei leider zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Die dafür ausgegebenen Mittel seien besser angelegt als die für Unterstützungen. Die Bezüge der Arbeitslosen dürften nicht mehr abgebaut werden, aber den in der Versicherung vorhandenen Mißständen müsse ein Ende ge­macht werden. Ein guter Weg dazu sei die Ein­führung von Gefahrenklassen. Am Arbeiterschutz halten wir fest, aber er muß ver­einfacht werden. Einer Reform der Krankenver­sicherung stimmen wir zu, aber wir warnen auf diesem Gebiet vor einer salschen Sparsamkeit, die zu einer Schädigung der Volksgesundheit führen könnte.

Damit ist die Aussprache beendet.

Die Entschließung auf Einführung eines Ar» beitsdienstjahres wird gegen die Stim­men der Rechten und der Wirtschaftspartei ab« gelehnt. Der sozialdemokratische Antrag auf Erhöhung der Mittel für Kinderspei­sungen wird gegen die Stimmen der Sozial­demokraten, Kommunisten und RationalsoziaUsten abgelehnt.

Der Haushalt des Reichsarbeitsministeriums wird in der Ausschußfassung bewilligt.

Aus der Provinzialhauptfiadt.

Gießen, den 3. Iuli 1930.

Nationalsozialistische Versammlung.

Die Rationalsozialistische Arbeiterpartei und der Rationalsozialistische Studentenbund veran­stalteten gestern abend in der Turnhalle am Os- waldsgarten eine öffentliche Versammlung. Als Referent war Kümper, Mannheim, gewonnen. Der Redner schilderte zunächst die Entwicklung Deutschlands vom Agrar- xum Industriestaat und d ie hieraus sich ergebenden Kämpfe in der Arbeiterbewegung. Er zeigte bann in längeren Ausführungen, wie Deutschland sich wirtschaftlich günstig entwickelte. Ferner kam der Redner auf die Einkreisungspolitik zu sprechen und erklärte in diesem Zusammenhang, daß die deutsche Diplomatie versagt habe. Weiter gab der Refe­rent eine Schilderung des Krieges und seiner Auswirkungen, um sich in diesem Zusammenhang mit der Revolution und der später einsetzenden Inflation zu beschäftigen. Er zeigte dann weiter die katastrophalen Auswirkungen des Versailler Diktats sowie des Dawesplans, um dann auch auf die Wirkungen des Voung°Plans einzugehen. Irn übrigen unterzog der Redner die Tätigkeit der deutschen Regierungsmänner einer eingehen­den Kritik.

Die Versammlung selbst ist, wie wir auf An­frage von der Polizei erfahren, ruhig verlaufen, bis ein mit uniformierten Rationalsozialisten besetztes Auto von Friedberg eintraf, die eben­falls an der Versammlung teilnehmen wollten. Inzwischen hatte sich eine erhebliche Menge von Kommunisten vor dem Versammlungslokal am Oswaldsgarten eingefunden, die zu der Ver­sammlung in der Turnhalle keinen Zutritt hatten und sich sogleich auf das von Friedberg kommende Auto stürzten. Infolgedessen muhte, die Polini eingreifen und die Rordanlage bis zur Turnhalle räumen, damit die Friedberger Rationalsozia­listen ungehindert zu der Versammlung in den Saal gelangen konnten. Die Versammlung selbst verlief dann bis zum Schluß ruhig. Die Kommu­nisten veranstalteten gleichzeitig auf dem Os­waldsgarten ihrerseits eine Versammlung unter freiem Himmel und anschließend einen Demon­strationszug durch die Stadt, wobei es jedoch zu keinerlei Störungen tarn. Rach Schluß der nationalsozialistischen Versammlung mußte der Seltersweg zum größeren Teil geräumt werden, da sich dort eine große Menschenmenge an ge­sammelt hatte: die Rationalsozialisten gelangten unter polizeilicher Bedeckung zu ihrem auf dem Seltersweg gelegenen Stammlokal. Bis gegen 0.30 41hr war fast überall in der Stadt wieder Ruhe eingetreten. Eine Person wurde zwangs­gestellt.

Daten für Freitag, 4. Juli.

Sonnenaufgang 3.50 ilfjr, Sonnenuntergang 20.19 41hr. Mondaufgang 14.01 41hr.

1715: der Dichter Christian Fürchtegott Gellert in Hainichen geboren; 1776: 41nabhängigkeits- erflärung Rordamerikas: 1807: der italienische Rationalheld Giuseppe Garibaldi in Rizza ge­boren: 1888: der Dichter Theodor Storm in Hademarschen gestorben; 1910: der Astro­nom Giovanni Schiaparelli in Mailand ge­storben: 1920: der Bildhauer, Maler und Radierer Max Klinger in Großjena gestorben.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 150 bis 170, Matte 30 bis 35, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 10 bis 15, Rotkraut 25 bis 30, Römischkohk 8 bis 10, grüne Bohnen 30 bis 35, Erbsen 15 bis 20, Tomaten 35 bis 70, Zwiebeln 10 bis 15, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 35 bis 40, alte Kartoffeln 4,5 bis 5, neue Kar­toffeln 10 bis 12, Dörrobst 30 bis 35, Kirschen 20 bis 30, Heidelbeeren 30 bis 35, Stachel- und Io- hannisbeeren 20 bis 25, Erdbeeren 60 bis 80, Him­beeren u. Aprikosen 50 bis 55, Pfirsiche 55 bis 60, Rüsse 60 bis 70, Honig 40 bis 50, junge Hähne 120 bis 130, Suppenhühner 100 bis 120 Pf. das Pfund: Käse (10 Stück) 60 bis 140 Pf.: Tauben 70 bis 80, Eier 10 bis 11, Blumenkohl 30 bis 70, Salat 8 bis 10, Salatgurken 20 bis 50, Ein­machgurken 10 bis 12, Ober-Kohlrabi 8 bis 10, Rettich 10 bis 15 Pf. das Stück; gelbe Rüben 8 bis 10, Radieschen 10 bis 15 Pf. das Bund; Kar­toffeln 3,80 bis 4 Mark der Zentner.

Bornotizen.

T a g e s k a l en d er für Donners­tag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Das Er­lebnis einer Rocht."

Stadttheater Gießen. Man schreibt uns: Morgen, Freitag, 4. Iuli, findet nochmals eine Ausführung von Angermayers Grenzland­tragödieFlieg, roter Adler von Tirol" statt. Da viele Mitglieder des D. D. A und der Gie­ßener Militärvereine zu den beiden bisherigen Vorstellungen keine Karten erhalten konnten, hat die Intendanz sich entschlossen, dieses Stück noch­mals zur Aufführung zu bringen, um allen Interessenten die Möglichkeit des Besuches dieser Vorstellung zu gewähren. Auch allen anderen Theaterbesuchern steht der Besuch dieser Vor­stellung zu denselben günstigen Bedingungen offen Am Dienstag, 8. Iuli, findet in Gießen die Aufführung des KriminallustspielsDer Herr mit dem Fragezeichen" statt. Regie hot Peter Fassott; die Hauptrolle spielt Hanns Tannert.

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, die Sozialdemokratische Partei und die Deutsche De­mokratische Partei veranstalten am Freitag, 4. Iuli, 20.15 4Ihr, im Cafe Leib eine öffent­liche Versammlung. Auf der Tagesord­nung steht das Thema:Stahlhelm und Haken­kreuz sind Deutschlands 41ntergang. Referent ist Dr. Mierendorff (Darmstadt). (Siehe heu- ttge Anzeige.)

* Rotlandung eines Flugzeuges. Das in Gießen stationierte Flugzeug war gestern bald nach 17 41hr zu einem Rundflug auf- geftiegen. Rach kurzer Fahrt merkte der Pilot, daß der Motor aussetzte, und versuchte, auf einer Wiese in der Lichtenau bet Wieseck zu landen. Plötzlich bemerkte er die Hochspannung, und so blieb ihm leine andere Wahl, als auf einen

Weizenacker niederzugehen. Das Flugzeug hatte sich überschlagen und lag auf der oberen Seite. Der Pilot und sein Begleiter kamen mit dem Schrecken davon, während der Apparat am Pro­peller, den Tragflächen und am Rumpf be­schädigt wurde.

* Eine Huldigungss ahrt zum be­freiten Rhein unter dem Protektorat des Reichspräsidenten von Hindenburg und des Hessischen Staatspräsidenten Dr. h. c. Ade­lung veranstaltet der Mainzer Automobilelub (A. D. A. C.) am 5. bis 7. Iuli. Aus dem Pro­gramm ist vorgesehen u. a. am Samstag, 5. Iuli, ein illuminierter Korso durch die Stadt, am Sonntag, 6. Iuli, Grundsteinlegung des 6 trete- mann-Ehrenmals, Blumenkorso du vH die Stadt, anschließend Huldigung am Rheinufer, ferner eine Festvorstellung:Künstlerabend" im Mainzer Stadttheater: am Montag, 7. Iuli, Besichti­gung der Opelwerke in Rüsselsheim und eine Rheindampserfahrt. .

Sonderzug. Anläßlich des Gauturn­festes in Kirchhain wird in der Rächt von Sonn­tag zu Montag, 6. auf 7. d. M., im Anschluß an den um 0.05 Ähr in Gießen eintreffenden Per-

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Iustizpersonalie. Arn 21. Iuni wurde der Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg Georg Hausmann zum Amtsgerichtsdirektor bei dem Amtsgericht in Bad-Rauheim mit Wirkung vom 1. Iuli 1930 ernannt.

* Aus dem Gießener Standesamt s- r e g i st e r. Cs verstarben in der Zeit vom 16. bis 30. Iuni: 16. Auguste Schäfer, Weißzeug- beschließerin i. R., 72 Iahre, Hofmannstraße 6. Günther Mangold, Student, 21 Iahre, Dleich- straße 13. 17. Gertrud Frech, 2 Stunden, Kleine Mühlgasse 4. 22. Elise Seipp, geb. Größer, 22 Iahre, Reustadt 32. 23. Hans Iürgen K a r - ber, 16 Stunden, Bahnhofstraße 52. 24. Ottilie Rauman n, geb. Winkenberg, Witwe, 78 Iahre, Reuen Däue 25. 25. Karl Ludwig Döring, 4 Tage, Schloßgafse 12. 26. Elisabeth K r ö ck, geb. Rinn Witwe, 49 Iahre, Weserstratze 19. 27. Georg Iohannes Krauskopf, Rentner, 79 Iahre, Kaplansgasse 14. 29. Luise Loos, geb. Marx, Witwe, 72 Iahre, Wehsteinstr. 38. 30. Iohanna Büttner, geb. Pfaff, Witwe, 77 Iahre, Hammstr. 35. Luise Häuser, geb. Rühl, 76 Iahre, Ludwigstr. 36.

** D ie Volkshochschule veranstaltete in Gemeinschaft mit der Reichszentrale für Hei- rnatdienst am Dienstagabend im Singsaal der Oberrealschule einen Vortragsabend. Dr. F. Rissen (Frankfurt a. M.) sprach über Wichtige Fragen des Genossenschaftswesens", Der Redner erläuterte zunächst Wesen, Ent­stehung und Entwicklung der Genossenschafts­bewegung, um dann eine Reihe aktueller Fragen auf dem Gebiete des Genossenschaftswesens zu besprechen. In diesem Zusammenhang streifte der Redner die Entwicklung der Konsumvereins­bewegung, zeigte das Verhältnis des privaten Handels zu den Konsumvereinen, und befaßte sich mit den von ersteren geschaffenen Selbst­hilfeeinrichtungen. Er kam bann auf das Ge­nossenschaftswesen in der Landwirtschaft zu spre­chen, schilderte hierbei das landwirtschaftliche Ge­nossenschaftswesen in Dänemark, das er den deutschen Landwirten zur Rachahmung empfahL Der Redne4 betonte die volkswirtschaftliche Be­deutung des Genossenschaftswesens und die Mög­lichkeit, uns bezüglich der landwirtschaftlichen Produkte vom Ausland völlig unabhängig zu machen. Der Redner ging dann noch auf das städtische Genossenschaftswesen (Rohstoffvertei­lung, Absahgenossenschaften, Kreditgenossenschaf­ten für Handwerker und Kaufleute ein, um sich zum Schluß 7uxh mit den sozialen Baubetrieben (Bauhütte) zu beschäftigen, deren Finanzierung durch die Gewerkschaften, sowie durch öffentliche Körperschaften erfolge. An den Vortrag schloß sich eine anregende Aussprache an.

** Eine öffentliche Kundgebung der Eisenbahn bediensteten, Beamten und Arbeiter findet, wie uns vom Einheits­verband der Eisenbahner Deutschlands, Orts­gruppe Gießen, mitgeteilt wird, am Freitag, 4. Iuli, in der Festhalle Frankfurt a. M. statt, die sich mit Personaleinschränkung und Betriebs­stillegung bei der Reichsbahn befassen wird.

' Lohn steuerabzug bei gelegent­licher Aushilfe. Ein Steuerpflichtiger hatte an geschäftsreichen Rachmittagen Aushilfskräfte herangezogen, ohne den Steuerabzug vom Ar­beitslohn vorzunehmen. Das Fincmzamt for­derte den Betrag nach. Wie wir den von Steuer- shndikus Hermann Will herausgegebenen Aktuellen Steuerfragen"' entnehmen, gab der Reichsfinanzhof der Rechtsbeschwerde statt. Die Ansicht, datz auch bei nur vorübergehender Aus­hilfe das gewährte Entgelt dem Steuerabzug unterliege, gehe zu weit. Arbeitslohn sei nicht schlechthin jede Vergütung für eine einem anderen

geleistete Tätigkeit, Arbeit ist vielmehr nur eine mehr berufsmäßige Tätigkeit. Es ist nicht aus­geschlossen. daß jemanb auch bann einen dem Steuerabzug unterliegenden Arbeitslohn bezieht, wenn er nur einmal vorübergehend in Unter­ordnung eine Arbeitsleistung gegen Entgelt übernimmt, vorausgesetzt ist aber, daß die 41cber- nahme solcher Arbeiten dann für ihn einen zur Bestreitung des Lebensunterhalts gewählten Be­ruf bildet und datz er nicht bloß wegen der einen Arbeit, sondern überhaupt zur Ausübung seines Deruses eine Steuerkarte benötigt. Fehlt es daran, so liegt selbständige Berufstätigkeit oder sonstiger Leistungsgewinn vor

Preußen.

Kreis Wetzlar.

ch Krofdorf, 30. Iuni. Das Mission-- fest derEynodeWetzlar fand am gestrigen Sonntag hier statt und war für unser Dorf ein besonderes Ereignis. Bereits am Samstagabend versammelten sich zahlreiche Gemeindeglieder in der Jahrhunderte alten Bleiberger Kirche zu einer schlichten, aber eindrucksvollen musikalischen Feierstunde. Frau Pfarrer C o e r p e r, Koblenz (Gesang), Pfarrer Wiebel (Violine), Pfarrer Coe r per, Stuck, med. Wiebel (Cello) und Lehrer Praß brachten Darbietungen, die mit Aufmerksamkeit von den Zuhörern entgegen­genommen wurden. Auch der Posaunenchor Ah- oach-Kinzenbach-Dorlar-Dutenhofen trug durch den Vortrag einiger Stücke zum Gelingen der Feier bei. Eine feine 41eberraschung bot der Akademische Gesangverein von Gie­ßen, der zufällig auf Burg Gleiberg weilte, indem er unter Leitung von 41niversitätsmusik- direktor Dr. Temesvary ein Chorlied zum Vortrag brachte, das von den Anwesenden dank­bar ausgenommen wurde und starken Eindruck hinterließ. Am Sonntagmorgen fand in der Krof- dorser Kirche, die bis auf den letzten Platz be­seht war, ein Festgottesdienst statt. Die Predigt hielt Pfarrer C o e r p e r. Koblenz, unter Zu­grundelegung des Taufbefehls Iesu an die Iünger. Diesmal verschönte der Posaunenchor und der Gemischte Chor aus Rodhcim die Feier. Der Rachmittag brachte eine Versammlung in der neuen großen Turnhalle, die die herbeigeström- ten einheimischen und auswärtigen Gäste kaum fassen konnte. Rach der Begrüßung durch Orts­pfarrer Wiebel sprach in tiefschürfenden Aus­führungen Pfarrer C o e r p e r überDie reli­giöse und soziale Tat der deutschen Mission in Afrika", über die er in 12jähriger harter Aus- landarbeit genügend Erfahrungen zu sammeln Gelegenheit hatte. Anschlietzend gab Pfarrer und Missionar Dann.ert, Reiskirchen, interessante Ausschlüsse überMissionarische Pionierarbeit in Riederländisch-Indien".

Die Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Der Luftdruck ist über Deutschland seit gestern wieder angefHegen, so daß der hohe Druck die Vorherrschaft behält und die atlantische Störung, die sich ja auch abgeflacht hat, weniger zur Gel­tung kommt. Bei den eben herrschenden geringen Luftdruck- und Temperaturgegensähen dauert das schöne Wetter zunächst noch fort. Infolge der starken Erhitzung des Festlandes und der vor­übergehenden Zufuhr ozeanischer Luft ist die Möglichkeit gegeben, daß lokale Wärmegewitter auftreten.

Wettervoraussage für Freitag. Roch Fortdauer des heißen Wetters, lokale Ge­witterneigung.

Lufttemperaturen am 2. Iuli mittags 28,8 Grad Celsius, abends 20,4 Grad; am 3. Iuli morgens 22,3 Grad. Maximum 29,8 Grad, Minimum 15,0 Drad. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 2. Iuli abends 30,1 Grad: am 3. Iuli morgens 21,6 Grad.

Reisewetterdienst.

Westerland a. Sylt. 19 Grad, gestern: heißer Tag, Südostwind, heute: heiter, gestern: meist heiter.

Baden-Baden. 20 Grad, rasche Erwär­mung, Südostwind, heiter bis halb bedeckt, gestern: teils heiter, teils wolkig.

Garmisch-Partenkirchen. Heute: 15 Grad gestern: heißer Tag, Südwestwind, heiter bis halb bedeckt, gestern: Wetter wärmer ge­worden.