Ausgabe 
2.12.1930
 
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ihrer Zeit! Man gab ihr ein Mundstück, weil Aus*

So lieb sie als Erinnerung sein mögen ... Foto

sehen mehr galt als reines Tabakaroma. Doch

heute sind jene Modetorheiten überwunden. Fo­

tografie und Mode diktieren Natürlichkeit. Und

{ der Geschmack die Cigarette ohne Mundstück.

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grafien von 1900 sind Dokumente der Unnatür­lichkeit! Der Fotograf diktierte Pose und die

Mode eine entsprechend absurde Kleidung. Da­mals bekam selbst die Cigarette den Stempel

Oworxcnios O»eiter. ® nalD eedem ® wolkig, e oedecKt eReoe». «Sehne« o (kaupeln «Hebel KGewn-rr.f^windslillc -O-> sehr leichte' Oi« ttasnoe» Südsüdwest h stormscht' lordwcsl Oie Piene fliegen mu dem wmdt- Die bei den Stationen stenenoen Zah­len geben die Temperatur an. Die Limen Verbinden Orte mit gleiche* wut neertsniveau umgerechnette Luftdruck

auch nordostwärts vorzuschieben. Dabei dürfte der Hochdruckcinfluß sich abschwachen und die Anzeichen zum Witterungsumschlag in Erscheinung treten.

Aussichten f ü r M i t t w o chiAeblig wolkig mit Aus klaren, vorerst noch trocken mit Rachtsrost- gefahr.

Aussichten für Donnerstag: Allmäh­lich wieder wärmer und Witterungsumschlag wahrscheinlich.

Lufttemperaturen am 1. Dezember: mittags 9,1 Grad Celsius, abends 3,7 Grad; am 2. Dezember: morgens 1,7 Grad. Maximum 9,2 Grad, Minimum 0,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Dezember: abends 5,8 Grad; am 2. Dezember: morgens 3,4 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 2i Stunden.

Die Wetterlage.

nicht tm entferntesten Rechnung ge­tragen wurde. Hoffentlich wird der Staat im nächsten Jahre seiner Verpflichtung gegenüber dem Kreise Gießen auf dem Gebiete derHau- darlehcn weit umfassender gerecht, als bisher.

Militärische Trauerfeier in Gießen.

Am Freitag verstarb in Weilburg, wo er im Ruhestand lebte, der General der Infanterie Erzellenz Albrecht, ein ehemaliger 88er, der zuletzt im Kriege Kommandierender General des 18. Armeekorps und später des 20. Armeekorps war. Die sterbliche Hülle des Entschlafenen wurde gestern zur Einäscherung nach Gießen übergeführt und hier zunächst nach der Zeughauskaserne ge­bracht, von wo aus mit großer militärischer Trauerparade die Ueberführung nach dem Reuen Friedhof statlfand. Das ganze I.Batl. deS Infan­terie-Regiments 15 unter dem Kommando des von Kassel hier eingetroffenen Regimentskomman­deurs Oberst von SchickfusundReudorff nahm an der Trauerparade teil. Gegen 14.30 Uhr rückten die Kompanien und die Maschinengewehr­kompanie von der Senckenbergstrahe aus in den Hof der Zeughauskaserne ein, wo sie in breiter Front Aufstellung nahmen. Der Sarg war in der mit frischem Grün ausgeschlagenen Exerzierhalle aufgebahrt worden, und hier fand nach dem Einmarsch der Truppen eine kurze Gedenkfeier statt, an der u. a. neben den Ang^örigen des Verblichenen auch Vertreter des Ofsizierkorps der alten Armee, sowie eine Anzahl alter Soldaten teilnahmen. Während die Truppen nach dem Ab­schluß der Gedenkfeier präsentierten und die Mili­tärkapelle den Ehoral »Jesus meine Zuversicht" spielte, wurde der Sarg, der mit der Reichskriegs­flagge, dem Helm und dem Degen des Verstor­benen bedeckt war, von Soldaten unseres Batail­lons, geleitet von einer militärischen Ehrenwache, aus der Exerzierhalle herausgetragen und auf einen Maschinengewehrwagen gehoben. Dann setzte sich das Bataillon als militärische Trauerparade an die Spitze deS Zuges und überführte den Ver­blichenen unter Trauermusik nach dem Reuen Friedhof. Hier fand noch eine kurze Feier statt, bei der einige Ansprachen und Kranzniederlegun- i gen erfolgten, am Schlüsse feuerte die 1. Kompanie des Bataillons als letzte militärische Ehrung die Ehrensalve ab. Heute vormittag fand die Ein­äscherung der Leiche statt.

Gicßcncr wochcnmarktpreise.

ES kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter Pfund 1,30; Butter 1,50 bis 1,60;

(A. v. D.f, Gießen: Die Sperrung der Straßenstreck« ButzbachHochweisel und der Straße 3 l benstadt KaiHen ist ab 1. Dezember, die Straßcnstrecke Büdingen Gelnhausen wird ab 4. Dezember aufgehoben.

Oeffentliche Dücherballe. Im Ro- ven.be r wurden 1633 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1111, Zeit­schriften 91, Iugendschriften 54, Gedichte und Dramen 20, Länder- und Völkerkunde 112, Kul­turgeschichte 6, Geschichte und Biographien 125, Kunstgeschichte 24, Naturwissenschaft und Techno­logie 46, Haus- und Landwirtschaft 5, Gesund­heitslehre 5, Religion und Philosophie 8, Staats- wissenschast 20, Sprachwissenschaft 3, Fremd­sprachliches 3 Bände. Rach auswärts kam ein Band.

** Jubiläum im Konsumverein. Am 1. Dezember waren es 25 Jahre, so schreibt man uns, daß die zweite Berteilungsstelle des Konsumvereins Gießen und Umgebung im Asterweg 2 eröffnet wurde Im Laufe der Jahre erwiesen sich verschie­dentlich Erweiterungen als notwendig, im vergange­nen Jahre wurden außerdem Umbauten größeren Stils durchgeführt, so daß die DerteilungssteUe im Norden der Stadt als die am besten ausgcbaule zu betrachten ist.

DerOrtsausschuh derReichSver- sicherungsanstalt für Angestellte hielt, wie man unS berichtet, in Bad'Rauhetm seine zweite diesjährige Sitzung ab. Voraus ging eine Besichtigung desDeutschen KurheimS". Der Direktor der Heilanstalt L i s s o gab einen anschau­lichen Bericht über die Erfolge deS Heimes. An- schließend begann die Tagung, an der 48 Ver­trauens- und Ersatzmänner der Arbeitgeber und Angestellten teilnahmen. Der Obmann des Aus­schusses:, W. Horn. Gießen, eröffnete die Bera­tungen. Zuvor gedachte man des verstorbenen Präsidenten der Veriicherungsanstalt Dr. v. Ols- hausen. Rach einigen Aussührungen deS Ober­inspektors Busse setzte eine lebhafte Aussprache ein. Behandelt wurden u. a. Beitragsfragen, wo­bei gewünscht wurde, daß zur Vermeidung von Streitigkeiten sich der Oberinspektor der RfA. mit den Arbeitgeberverlä rden ins Ben hn ei setzt. Ein anschauliches Bild wurde an Hand von ilebcr- sichten und Zahlen über die Erfolge von Heil­verfahren zur Wiedererlangung der Berusssähig- keit gegeben, ferner wurde in diesem Zusammen­hänge von den Anwesenden der Wunsch geäußert, bei der Reichs Versicherungsanstalt zu veranlassen, daß mehr eigene Sanatorien geschaffen würden.

weitere Cofalnadindjlcn im 2 Blatt

Aus der Provinzialhauptstadt. i Gießen, den 2. Dezember 1930.

Die Trichinenschau in Hessen.

Durch Gesetz vom 1. August 1930 betr die Tri- I chinenschau ist für Hessen die obligat ort- I sche Trichinenschau eingeführt worden, mit I Ausnahme desjenigen Fleisches von Tieren, das I ausschließlich im eigenen Haushalt des Besitzers I zur Verwendung kommen soll. Rach Artikel 6 deS I Gesetzes tritt es an dem von dem Minister des Innern zu bezeichnenden Zeitpunkt in K.aft. Rach der nunmehr vom Minister des Innern erlassenen Trichinenschauordnung vom 30. Rovember 1930 I tritt das Gesetz am 15. Dezember 1930 in Kraft. In der zur Ausführung des Gesetzes erlassenen Trichine.ischauo dnung wird bestimmt, I daß der amtlichen Untersuchung auf Trichinen unterliegen außer den Schweinen auch Wild- I schwcine, Hunde, Katzen, Bären, Füche. Dachse und fleischfreisende Tiere die Träger von Trichi­nen sein können, so weit deren Fleisch zum Genuß für Menschen verwendet werden soll. Die Anmel­dung der Trichinenschau bei erlegten Wild chwei- nen und anderen dec Trichinenschau unterliegen­den jagdbaren Tieren hat grundsätzlich bei dem für den Abfchußort zuständigen Trichinenbeschauer zu erfolgen. Bei Treren, dre der Schlachtvieh- und Fleischbeschau unterliegen, und bei denen der Fleischbeschauer als zunändiger Trichinenbeschauer auch die Trichinenschau ausübt, gilt die Anrnel- | düng zur Schlachtvieh- und Fleischbeschau zugleich 1 als Anmeldung zur Trichinenschau. Als Trichi- nenschauec dürfen außer approbierten Tierärzten nur Personen bestellt werden, die einen gültigen Defähigungsausweis nach Maßgabe der Prü­fungsvorschriften für Trichinenschauer besitzen. Entdeckt ber Trichinenschauer, der nicht appro­bierter Tierarzt ist, in den Fleischprvben Trichi­nen oder Gebilde, deren Ratur ihm zweifelhaft oder unbekannt ist, so hat er das Fleisch vorläufig zu beschlagnahmen und die Ortspolizeibehörde so­fort zu benachrichtigen. Die weitere Untersuchung bleibt dem für den Bezirk bestellten tierärztlichen Beschauer Vorbehalten. Don jedem Trichinenfund ist dem zuständig beamteten Tierarzt unverzüglich Mitteilung zu machen.

Die Bestimmungen der Trichinenschauordnung treten ebenfalls am 15. Dezember 1930 in Kraft. An Gebühren für die Ausübung der Trichinen­schau werden erhoben: für das Fleisch eines gan­zen oder halben Tieres 90 Pf., für einzelne Fleischstücke 50 Pf.

Die Zuteilung staatlicher Baudarlehen.

Vom Kreisamt Gießen wird uns mil- geteilt:

Die Öffentlichkeit wird sich noch an den Protest des Kreistags erinnern, der in diesem Früh­jahr gegen die zu geringe Berücksichti­gung des Kreises Gießen bei der Zu­teilung staatlicher Daudarlehen Ver­wahrung einlegte. Dem Kreise Gießen waren nur 160 000 Mk. zugesichert worden. Reuerdings ist noch ein weiterer Betrag von 30 000 Marl aus restlichen Reservemitteln zur Ver­fügung gestellt worden, mithin erhielt der Kreis Gießen insgesamt 19 0 0 00 Mark. Bei der großen Zahl dringlicher Fälle ist über diese restliche Zuteilung naturgemäß bereits verfügt, so daß alle unbefriedigten Hoffnungen auf das nächste Jahr verwiesen werden müssen in der Erwartung, daß die öffenlliche Förderung deS Wohnungsbaues nicht durch Sparmaßnahmen lahmgelegt wird. _

Anmerkung der Redaktion. So be- grühenswert es ist, daß der Staat dem Kreise Giehen auf seine dringlichen Vorstellungen hin iwch einen weiteren Betrag von 30 000 Mark für Daudarlehenszwecke zur Verfügung gestellt hat, muß doch gesagt werden, daß auch mit dieser Rachzahlung den wohlbegründeten An­spruch e n d e s Kreises, wie sie in den Vor­stellungen der Kreisbehörde angeführt wurden.

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CIGARETTENl " *

... selbstverständlich ohne Mundstück

Matte 30 big 35; Wirsing 8 biS 10; Weißkraut 5 bis 6; Rotkraut 8 bis 10; gelbe Rüben 8 bi« 10; rote Rüden 8 bis 10; Spinat 15 bis 20; Unter-Kohlradi 5 bis 6; Grünkohl 10 bis 15; Rosenkohl 25 biS 30; Feldsalat 80 bi«__1.00;

Tomaten 50 bis 70; Zwiebeln 8 bis lv; Meer­rettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 30 bis 50; Kürbis 8 bis 10; Kartoffeln 3/i bi« 4; Aepfel 25 bi« 40; Dirnen 20 bis 30; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 biS 1,00; Suppenhühner 90 bis 1,00; Gänse 80 bi« 1.00; Rüsse 50 bis 60; Käs« (10 Stück) 60 biS 1.40; Eier 17 bis 18; Tauben 50 bis 70; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 10 bis 15; Endivien 10 bis 15; Ober-Kohlrabi 8 bis 10; Lauch 5 bis 10; Ret­tich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 50; Kartoffeln Zentner 2,20 biS 2,50; Weißkraut 3,00.

Vornottzen.

TageskalenderfürDienstag. Stabt, theater:Erde", 20 bis 22 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die vom Rummelplatz". Astona- Lichtspiele:Sensation im Diamanten.Club" und Prärie-Hyänen". , .

Aus dem S t a b t t h e a t e r b u r e a u wirb uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, einmaliges Gastspiel ber Erl-Bühne mit Schönherrs KomöbicErbe". Die Spielleitung hat Ebuarb Köck. Am Freitag findet außer Abonnement ein einmaliges Gastspiel des Frankfurter Opernhauses statt. Zur Aufführung ge­langt bie OperetteDer Tenor ber Herzogin" von Ebuarb Künneke.

Der Krankenkassenverband für die Stadt und den Kreis Gießen ver­anstaltet am Mittwoch, dem 3. Dezember in der Turnhalle am Oswaldsgarten eine Theater­aufführung. die der Volksbelehruna im Inter­esse der Volksgesundheit dienen soll. Der Stoff des Bühnenstückes.Blaue IungenS", das zur Aufführung gelangt, ist unmittelbar aus dem Leben gegriffen und vermittelt Einblick« in bve Gefahren der Tuberkulose, bringt zugleich aber in der Form der dramatischen Dichtung die Möglichkeit der Verhütung der Ansteckung zum Ausdruck und läßt den Zuhörer wissen, daß die Krankheit heilbar ist. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Probe-Waschveranftaltungen mit dem WaschkompressorWaschteusel" finden am Mitt- woch, Donnerstag und Freitag im Cafs Ebel statt. Näheres in der heutigen Anzeige.

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"AufgehobeneStraßensperren. Mit- geteilt vom Oberhessischen Automobil-Club E. D.