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11 Fortsetzung
ilnauA
:u6 liest ftd) mit einem Seufzer
gesteckt.
(Fortsetzung folgt.)
Da zerfloß ihre Gestalt wie Nebel, die Wände des trostlosen Räume- rückten in endlos« Her
der Ghaufseur. Wie von weither klang
Stimm« de» Manne- an Rainald» Oh:
Gr vermochte nur den Kopf zu schütteln. Der andere fuhr fein beschleunigte- Tempo weiter.
Reginald GontiuS fühlte sich wie zerschlagen. Ss war alles wie vorher: der leise zitternde Wagen, der Führer vor ihm, er selbst im Rücksitz de- Wagen-,
Vorsorge
zu rechter Zeit
nen und... ,
.Sagten Sie etwa-, Herr 6onitu6r fragte — toeit&cr klang die
— da- tut gut!“
Sie bestellten einen starken Kaffee und ließen sich eine Kleinigkeit zu elfen geben.
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Der Gedanke an Barbara schmerzte ihn beinahe körperlich.
Mas war mit ihr geschehen? Weshalb diese fürchlerliche Vision? Gr wollte sich darüber lustig machen wollte daS Bild verscheuchen, wollte eS als einen albernen Traum verlachen. Aber er kam nicht loS davon.
.Wir werden gleich 'da fein“, bedeutete ihck der Ghaufseur.
Reginald atmete auf.
.Wenn nur diese Fahrt einmal au Snde ging!“
Gr muhte an die nächtliche Fahrt denken. Die er mit Barbara zusammen gemacht hatte, nachdem er auf solch seltsam« Art und Weise mit ihr zusammengetroffen war. Unb er gelobte sich, nach ihr zu suchen, bi- er sie fände
Der Wagen hielt mit einem leichten Ruck. Reginald hörte Stimmen und sah hinaus.
.Jawohl. daS ist R". faate ein Mann, der gerade auS dem kleinen DorfwirtShauS kam, zu dem Ghaufseur.
Sie warxn scheinbar angelangt. Auch GontiuS schaute nun zum Wagenfenster hinaus.
„CCBo ist di« Landjägerei?" fragte er.
„21m Gnde deS Orte-", kam der Bescheid.
Sie fuhren hin.
Alle» war in tiefste Dunkelheit «hüllt.
„Der Landjäger wird wohl tm oberen Gasthof fitzen bei feinem Rachtfchoppen", liest sich eine grämliche Weiberstlmrn« von oben vernehmen. _Wo brennt - denn, dah Ihr mir die Tür ein- haut?“
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Roman von Anna Fink.
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ging steifbeinig zur Tür b Reginald GonttuS liest ft< auf einen der Holzstühle nieder.
„Kommen Sie", sagte er zu dem Ghaufseur.
„nehmen Sie etwa- heisten Kaffee oder Tee
„Ja". Tagte Reginald gottergeben. „da hilft da- dann nicht-, da müssen wir un- eben den Mann selber heranholcn."
.Ich fürchte. Herr", meinte der Chauffeur nachdenklich. .da- wird in diesem gottverlassenen Rest wohl feine Schwierigkeit haben, die richtigen Leute zum Suchen zu bekommen."
„Ersuchen wir unter Glück", sagte GontiuS. und sie stiegen wieder ein. Sie fanden auch bald den Gasthof und traten in bie Gaststube.
Da «8 schon spät war. sasten nur wenige Gäste in dem großen Raum. Ganz hinten in der Öde thronte der Landjäger, au seinen Süßen, den Kopf auf die beiden Doroerpfoten gedrückt, lag ein riesiger deutscher Schäferhund, der eher einem richtigen Wolf als einem Hunde ähnlich fah. Sin wahres Prachtstück feiner Gattung. Alle Anwesenden hoben die Köpfe, al- die beiden Fremden eintraten.
Diese gingen sofort auf den Landjäger zu. der sich etwas schwerfällig vom Sitz erhob.
.Ich vermute, die Herren kommen de» abgestürzten Wagen- halber", sagte er und stellte sich dann vor. indem er stramm stand: „Landjäger Richter!"
GontiuS und der Ghaufseur nannten gleichfalls ihre Ramen. und ersterer tagte zu dem biederen Alten: „Herr Landjäger, ich bin von meinem Bekannten beauftragt, die Angelegenheit in die Hand au nehmen. Hier meine Dollmacht." Sr Acigtc Ihm ein Papier, das in dem Sinne von Bernhard Much unterzeichnet war. dah er. da er selber krank. Herrn Reginald GontiuS beauftrage usw.
Der Alte la- da- Papier dreimal andächtig durch und gab es Reginald bann zurück.
„Führen Sie uns hin", drängte Reginald.
„3a. lieber Gott, jetzt in der Rächt?" fragte der Landjäger so entsetzt, dast Reginald sich eine- Lächelns nicht erwehren konnte.
„Ia, natürlich!" gab er zur Antwort.
,Lieber Herr", meinte der andere, „der Wagen ist in ein kleines Tal hineingestürzt. wo kein Weg hinabführt. Oben am Berge ist die Landstraste. Don dort können Sie morgen bei Tag besser umschauen."
„Run, hören Sie mal", sagte GontiuS zu dem Landjäger, der offenbar wenig Lust zeigte, sich von seinem Schlummerschvppen weg in die Rächt holen zu lassen, „es handelt sich doch viel weniger um den Wagen — den können wir drei doch nicht hinauffchleppen — als um die Insassin."
„Ah so!" Der Alte machte große erstaunte.
Augen. „Sine Frau bat drin gesessen? Ia. Ist sie denn ganz allein gefahren?"
„So ist cS leider", nickte Reginald, „sie ist nämlich die Gattin von diefem Herrn Much, der mich beauftragt hat. weil er krank liegt."
,3a. was hat die denn so in der Rachl allein berumzufahrcn? Gin Frauenzimmer gehört doch in» HauS und nicht einsam in der Rächt mit dem Auto auf die Landstraße", entsetzte sich der Biedere.
Um die drei hatte sich ein KreiS von Zu- f(bauern und -Hörem gebildet, die mit offenen Mäulern bestanden. Sowa» war hier gewist noch nie passiert.
Reginald überhörte die derbe, sonst gutgemeinte Bemerkung geflissentlich und fragte Dagegen: ..Haben Sie schon die Umgebung nach der verunglückten Frau abgesucht?"
„Freilich, freilich. Dir wuhten ja nicht, wer unb wieviel Leute in dem Wagen gefesfen hatten. Aber wir konnten niemanden finden", war bie eifrige Antwort.
„Haben Sie im Wagen irgendein Kleidungsstück von der Dame gefunden?" fragte Reginald.
Der Gefragte dachte nach.
„Mir ist nichts ausgefallen."
„Lafsen Sie unS sofort nach der Unglücksstelle fahren!" rief Reginald. .Ich kenne den Wagen ganz genau. Rehmen Sie Laterne ober Fackeln mit und noch zwei ober drei junge Burschen. Und vor allem — Ihren Hund. Wir lassen den Hund dann Judben!"
Ich! war auch Leben In den alten Knacker gekommen.
„Sie sind einmal ein umsichtiger Herr". Tagte er voll Bewunderung unb fuhr bann fort: „Franz, lauf geschwind zu meinem Kollegen. Gr soll gleich kommen. GS ist ganz waS Wichtig«-."
Der halbwüchsige Dengel setzte sich in Bewegung und war im Umsehen verschwunden.
„Setzen Sie sich, meine Herren", sagte der Landjäger, „mein Kollege wird sofort kommen. Gr ist noch ein junger Kerl. Ich werde. mich derweil um ein paar Fackeln bekümmern." Gr
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fein, al- der Kollege deS allen Landjäger- sich einiand.
„Gr war fchon tm Bett", erklärte der Bursch«, der ihn geholt hatte, .er ist halt noch jung verheiratet!" fügte er i'erschmitzt hinzu.
Die Anwesenden lachten behäbig und verständnisinnig. während der junge Mann auf Gonttu» zuging und sich al# Georg Grundmann vorstellte tfr war ein hübscher, forscher Mensch mit einem offenen Gericht. und Reginald fühlt« sofort Swnpathie für ihn
Gr schüttelte ihm die Hand und sagte: Gs tut mir leib, dast ich Sie so stören lafsen muhte, aber die Sache eilt."
„Weist fchon. der hat'- mir bereit- gefast." Drundmann wie- auf den jungen Kerl, der ihn geholt hatte. Draußen vor der Gasttür« wurde Hundegebell hörbar Die Tür ging auf, und der alte Richter erschien.
„Ra, da bist du ja", nickt« er Grundmann xu. „So kann » lo-gehen Gin paar Fackeln habe ich auch aufg<trieben. Also, Abmarsch."
GontiuS und der Ghaufseur erhoben sich sofort, beglichen die Zeche unb schloffen fich den bei* den an.
„Zeigen Sie unS den Weg. Wir fahren fo dicht wie möglich an die IlngluckSstelle heran!" rief Reginald.
„Ia, du meine Güte, da werden wir mit dem schweren Wagen nicht allzuweit kommen", fagte der Alte etwas geringschätzig?
„Da- beste ist", mischte sich Grundmann ein. „wir fahren bi8 an die Stelle, wo der Wagen von der Ghaussee berunlergeftürAt ist. Don dort können wir herabklettern, und da kommen tote Immer noch leichter an den Wagen heran als von unten heraus, wo da- flclne Tal sehr felsig ist und sehr zugewachsen.
Man gab ihm recht, und die lleine Grupps ging zu in Wagen. GonttuS und die beiden Landjäger mit dem Hund nahmen innerhalb des Wagens Platz, auch zwei junge Burschen. Mo helfen wollten, stiegen ein. Gin dritter setzte sich neben den Ghaufseur, und die Fahrt ging los.
Grst muftte man In vielen Windungen einen Berg hinauffahren. Oben angelangt, ging bann die Ghaussee in ziemlich steilen Kurven wieder abwärts! Unb schon an dec zweiten Kurv« bedeuteten bie Landjäger dem Ghaufseur. zu halten — sie seien hier an Ort unb Stelle.
Alle fliegen au», unb bl« Fackeln wurden an-


