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chor" dahier am Himmelfahrtstage eine Früh­wanderung durch die Stadt und trug dabei eine Anzahl stimmungsvoller Chöre an den verschie­densten Punkte der Stadt vor. die bei der Be­völkerung nachhaltigsten Eindruck hinterlassen haben. Die letzten, noch unter den Lebenden wei­lenden Dereinsgründer. Dr. med. Schaad und Wilhelm Zimmer, wurden an diesem Maien- morgen durch ein Ständchen geehrt.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

g Wetzlar, 26. Mai. Die Lokalabteilung Wetzlar des Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinhreuhen hielt im Schühengarten" ihre diesjährige Frühjahrs­hauptversammlung ab. Die Rechnung für das Geschäftsjahr 1929 schloß ab in Einnahme mit 2667,82 Mk., in Ausgabe mit 2653,43 Mk., also mit einem Bestand von 14,39 Mark. Der Bestand aus den Vorjahren belauft sich auf 3458,55 Mk. Das Gesamtvermögen des Vereins beträgt 4959,21 Mk. Die Rechnung wurde von der Hauptversammlung genehmigt und dem Kassierer Entlastung erteilt. Rach dem Geschäfts­bericht hat sich die Mitgliederzahl trotz der schwie­rigen wirtschaftlichen Verhältnisse auf der bis­herigen Höhe gehalten; sie beträgt zur Zeit 453. In mehreren größeren Orten des Kreises wurden Winterhauptversammlungen abgehcölten, die sich eines zahlreichen Besuches erfreuten. Hervorzu­heben ist ferner die Tätigkeit der Abteilung auf

dem Gebiete der MiMeistungSprüfungen und des Luberkulosetilgungsverfahrens bei dem Rind­vieh. Der Haushaltsplan für 1930 wurde in Ein­nahme und Ausgabe auf 2850 Mk. festgestellt. Auf Vorschlag des Vorstandes wurde der bis­herige Lokalabteilungsdirektor, Landrat a.D. Ge­heimrat Dr. Sartorius (Wiesbaden), einstim­mig zum Ehrendirektor ernannt. Die vom Vorstand ausgsarbeitete neue Dereinssat- z u n g wurde einstimmig angenommen. Bei der Vorstandswahl wurden gewählt: Landwirt Georg Allmenröder (Wetzlar) als Direktor. Landwirtschaftsrat Dr.äl l r i ch (Wetzlar) als stell­vertretender Direktor. Kreisoberrentmeister Leh­nen (Wetzlar) als Geschäftsführer und Kreisspar­kassenrendant Potrafke (Wetzlar) als Kassie­rer. Als Vertreter der Kreisverwaltung, sowie der Herdbuchgesellschaft für das Vogelsberger Rind wurde Landrat Miß (Wetzlar) in den Vorstand gewählt. Ein Vortrag des Landwirt­schaftsrates Dr.Ulrich (Wetzlar) über das ThemaBetriebswirtschaftliche Fragen der Reu­zeit" wurde mit großem Beifall ausgenommen.

O Hochelheim, 31. Mai. Der Spengler­meister Robert Drücke! aus Lang-Göns stürzte bei Arbeiten an einem Reubau in der hiesigen Gemeinde infolge eines Fehltrittes ab und zog sich hierbei erhebliche Verletzun­gen am Kopf und Rücken zu. Rach erster Hilfeleistung durch Dr. med. Erler in Hornsheim mußte der Verletzte nach Hause gebracht werden, wo er sich in ärztlicher Behandlung befindet.

Wirtschaft.

Wochenbericht vom Frankfurter Gchlachtviehmarkt. Der Frankfurter Schlachtviehmarkt verzeichnete in der vorigen Woche allgemein ziemlich ruhiges Geschäft. Größere Preisveränderungen traten kaum ein. Die Rachfrage von feiten der Metzger hat etwas nachgelassen. Lediglich der Export nahm nach wie vor stärkere Käufe vor. Auf dem Dindermarkt war im Hinblick auf die be­vorstehenden Pfingstfeiertage der Auftrieb sehr stark. Gute Qualität war reichlich vorhanden und wurde noch am besten abgesetzt, während ge­ringere Qualität ziemlich vernachlässigt war. Bei wenig veränderten, aber doch eher etwas niedrigeren Preisen, wurde nahezu ausverkauft. Etwa 50 Prozent des Auftriebes ging wieder nach auswärts. Auf dem Schweinemarkt war die Beschickung erheblich geringer. Trotzdem konnte sich das Geschäft nicht beleben, und nach mittelmäßigem Handel und nachgebenden Preisen wurde der Markt geräumt. Fettschweine waren weiterhin schwer verkäuflich. Kälber wurden bei mäßigem Geschäft und etwas anziehenden Preisen ausverkauft. Schafe wurden nicht no­tiert. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1967 Rin- dern, darunter befanden sich 500 Ochsen, 150 Dullen, 585 Kühen und 486 Färsen, ferner aus 1803 Kälbern, 131 Schafen und 6075 Schweinen.

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al, 58 bis 60, a2 53 bis 57, bl 47 bis 52. Bullen a) 53 bis 56, b) 48 bis 52. Lühe a) 48 bis 51, b) 43 bis 47. c) 37 bis 42, d) 30 bis 36. Färsen a) 57 bis 60, b) 54 bis 56. e) 48 bis 53. Kälber b) 82 bis 87, c) 75 bis 81. d) 66 bis 74. Schafe nicht notiert. Schweine b) 63 bis 66, c) 66 bis 68, d) 66 bis 68, e) 64 bis 66. Im Vergleich mit den Preisen der vergangenen Woche gaben Dullen und Färsen je 1 Mark und Schweine 3 Mark nach, während Kälber 2 Mark anziehen konnten. Ochsen und Kühe behauptet.

Großhandelsindex. Die auf den Stich­tag des 28. Mai berechnete Großhandelsindex­ziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 125,2 gegenüber der Vorwoche (125,7) um 0,4 Proz. zurückgegangen. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe um 1,1 Prozent auf 109,4 (110,6) gesunken. Die Indexziffern für indu­strielle Rohstoffe und Halbwaren sowie für indu­strielle Fertigwaren weisen mit 124,0 und 151,4 keine Veränderung auf.

* Lebenshaltungsindex im M a i. Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten (Ernäbrung. Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleioung und sonstiger Bedarf) beläuft sich nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monat Mai auf 146,7 gegenüber 147,4 im Bormonat; sie ist somit um

0,5 v. H. zurückgegangen. Der Rückgang ist im wesentlichen durch eine weitere Senkung der Er- nährungsausaaben bedingt. Bei diesen haben hauvt- ächlich die Preise für Milch und Milcherzeugnisse, owie für Schweinefleisch nachgegeben; die Preise ür Brot und Mehl haben sich dagegen teilweise er­höht. Die Ausgaben für Bekleidung sind weiter leicht zurückgegangen. In der Gruppe Heizung und Beleuchtung wirkte sich die saisonmäßige Preis­herabsetzung für Hausbrandkohle aus. Die In­dexziffern für die einzelnen Gruppen betragen (1913/14 = 100): Ernährung 141,7, Wohnung 127,7, Heizung und Beleuchtung 149,9, Bekleidung 167,2, sonstiger Bedarf einschließlich Perkehr 193,5.

* Wiederaufnahme der Dividenden­zahlung bei 31611. In der Aufsichtsratssitzung der Vereinigte Fahrzeugwerke A.-G., Neckarsulm, wurde beschlossen, der auf den 24. Juni einzuberu­fenden G.-V. die Verteilung einer Dividende von 4 v. H. vorzuschlagen. (Im Vorjahre wurde der Reingewinn von 122 750 Mark vorgetragen.)

* Die Daimler-Benz A. - G., Stutt­gart erzielte 1929 einen Umsatz von 130 Mill. Mk. Der noch 5,81 (5,85) Mill. Mk. Abschreibungen sich ergebende Reingewinn von 1073 501 (875 226) Mk. soll vorgetragen werden. Die Rückgänge im Last­wagengeschäft konnten durch eine entsprechende Zu­nahme des Personenwagengeschäftes ausgeglichen werden. Die Bilanz zeigt ein gegen dos Vorjahr gebessertes Bild.

* Die Dasalt AG., Linz a. Rh. erzielte einen Reingewinn von 26 639 (25 437) Mk., der vorgetragen werden soll. Außerdem sollen die nvm. 4 Mill. Mk. Treuhandaktien im Desitze der Gesellschaft, die zur Umwandlung der Wcmdel- anleihe nicht bezogen worden sind, eingezogen und der freiwerdende Detrag von 2 Mill. Mk. zu außerordentlichen Abschreibungen verwandt werden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 2.Iuni. Tendenz: schwä­cher. Auch zu Beginn der neuen Woche fehlte der Börse jegliche Anregung, so daß das Ge­schäft wieder einen schleppenden Verlauf nahm. Die Kulisse schritt weiter in mäßigem Ausmaß zu Glattstellungen. Bei der herrschenden Unter­nehmungslust ergaben sich bei schwächerer Ten­denz gegen den Samstagschluß Abschwächun­gen bis zu 4 Prozent. Die kritische Finanzlage des Reiches und die weiter anhaltende Order- losigkeit mahnte stärker zur Zurückhaltung. Be­sonders der Elektromarkt hatte unter der ver­schlechterten Situation zu leiden. Siemens bei ge­ringem Geschäft angeboten und zu Beginn 5 Prozent abgeschwächt. Gesfürel minus 4 Proz. AEG. lagen 2,75 Proz. niedriger. Am Chemie­markt war die älmsatztätigkeit ebenfalls sehr bescheiden. Farben lagen 3,5 Prvz., Scheibeanstalt 2 Proz. abgeschwächt. Don lokalen Werten büß­ten Metall^sellschaft 2 Proz. ein. Am Montan­

markt kam ein Geschäft kaum zustande. Gelsen­kirchen gaben 2 Proz. nach. Auch Schiffahrts­werte hatten Verluste bis zu 2 Proz. A.-G. für Verkehrswesen eröffneten sogar 2 Proz. abae- schwächt. Rach Berücksichtigung des Dividende­abschlages bei Zellstoff Waldhof war der Kurs dieses Papieres gehalten. Am Bankenmarkt er­öffneten Commerzbank leicht befestigt, während die übrigen Werte dieses Marktes ebenfalls leicht abgeschwächt waren. Renten verkehrten in stiller Haltung, bei wenig veränderten Kursen. Im Verlaufe stagnierte das Geschäft fast voll­kommen. Die Tendenz war ausgesprochen schwach. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 5 Proz. un­verändert. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1917; gegen Pfund 20,364; London gegen Kabel 4,8590; gegen Paris 123,94; gegen Mailand 92,75; gegen Mcü)rid 39,90; gegen Schweiz 25,1125; gegen Holland 12,0813.

Berliner Börse.

Berlin, 2. Mcri. Vormittags und an der Dorbörse war eine ausgesprochene Tendenz nicht zu erkennen. Man rechnete jedoch eher mit einem Abbröckeln des Kursniveaus, wie dies bei drückendem Ordermangel einzutreten pflegt. Die wenigen vorliegenden Momente waren auch nicht geeignet, die Unternehmungslust zu heben. Die Reuyorker Börse war an den letzten beiden Tagen der vergangenen Woche geschlossen, so daß eine eventuelle Anregung von dort in Fort­fall kam. Die geringe Senkung des Lebens- mittelindex für den Monat Mai um 0,5 Prozent, die mit der saisonmäßigen Verbilligung einiger Lebensmittel im Zusammenhang steht, konnte gegenüber der Wiedereinlegung weiterer F e i e r s ch i'ch t e n im sächsischen Braunkohlen­bergbau keine Bedeutung gewinnen. Die Mel­dung eines Mittagblattes, wonach der Streit um das Rotopfer jetzt eigentlich beginne, sand viel Beachtung. Die Veränderungen hielten sich zu Beginn des offiziellen Verkehrs im allgemei­nen in engen Grenzen und betrugen selten mehr als 1,5 Prozent. Darüber hinaus verloren A. - G. für Verkehrswesen, Elektrische Lie­ferungen, Gesfürel, Berger, Berg­mann usw. bis zu 2,5 Prozent. Auch Deut- sche Waffen und Rüt gerswerke fielen durch schwächere Haltung auf, wenn auch Die Verluste nicht über den üblichen Rahmen hinaus- gtngen. Chadeaktien verloren 3,75 Mark. Fest lagen Calmon Asbest, die der Be­wegung der übrigen Werte nicht folgten. Zell­stoff Waldhof wurden heute exklusive Divi­dende notiert und lagen bei Berücksichtigung des Abschlages zirka 1 Prozent schwächer. Von Deutschen Anleihen büßten Altbesitz 0,5 Prozent ein. Am Auslandrentenmarkt fielen Mexikaner durch Festigkeit aus. - Pfandbriefe still. Der Geldmarkt war unverändert. Im Verlaufe hielt die Geschäftsstagnation an. Die Kurse bröckelten weiter leicht ab. Zellstoff Waldhof gaben um weitere 1,5 Prozent nach. M ansfeld litten etwas unter Abgabedruck, wofür die Stillegung des Kupferwerkes als Grund angeführt wurde. Die Tendenz war aus­gesprochen lustlos.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a.M., 2.3uni. Am Produkten­markt war das Geschäft in der neuen Woche sehr ruhig. Rur in Weizen machte sich im Ver­laufe lebhaftere Rachfrage bemerkbar, da das Angebot in alter Ware sehr klein war; neue Qualitäten waren dagegen reichlicher angeboten. Etwas höhere Forderungen konnten.gut eingeholt werden. Die Provinz hielt sich stark zurück, und es ergab sich ein Preisabschlag bis zu 7,50 Mk. In Doggen war das Geschäft sehr schleppend; das Angebot genügte vollkommen der Rachfrage, der Preis war jedoch gehalten. Stärker ange­boten war Sommergerste bei stockendem Geschäft und bis zu 5 Mk. niedriger. Weizenmehl konnte im Einklang mit dem höheren Weizenpreis etwas anziehen. Roggenmehl gab dagegen leicht nach. Futtermittel hatten nur geringes Geschäft. Roggenkleie war im Preis gedrückt. Die Preise verstehen sich für Getreide je Tonne, für die übrigen Waren je Doppelzentner. Es wurden notiert: Weizen (Hessen, und Provinz Hessen- Rassau) Hektolitergewicht 78 Kilogramm 322,50 bis 325 Mk., Roggen (Hessen, Provinz Hessen- Rassau und Unterfranfen) Hektolitergewicht 72 Kilogramm 171 bis 172,50, Sommergerste für Brauzwecke 200, Hafer (inländischer) 165 bis 165,50, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 45 bis 46, Roggenmehl 25,25 bis 26,25, Weizenkleie 6,90 bis 7, Roggenkleie 7 bis 7,25, Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 26 bis 35, Linsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 38 bis 80,

Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 8, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreht) 4,75, (gebün­delt) 5,25, Treber (getrocknet) 9,50 bis 10,25. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt A M., 2. 3uni. Auftrieb: 6396 Schweine. Es Wurden notiert: Schweine: voll- fleischige Schweine von zirka 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 6264, desgl. von zirka 200 biS 240 Pfo. Lebendgewicht 6466, desgl. von zirka! 160 bis 200 Pfd. Lebendgewicht 6466, fleischige Schweine von zirka 120 bis 160 Psd. Lebend­gewicht 63 bis 65. Marktverkauf: Schweine mit­telmäßig, lieberstand. Fettschweine schwer ver­käuflich. DeS israelitischen Feiertags wegen fand heute nur Schweinemarkt statt; der Hauptmarkt wird am Mittwoch, 4.3uni, abgehalten.

Frankfurter Eierrnarkt.

Frankfurt a.M., 31.Mai. Tendenz: ruhig, Absatz: schwach. Preise in Pfennig per Stück. Es wurden notiert: Italiener 8,5 bis 8,75, Bulgaren 7 bis 7,25, 3ugoslawen 7 bis 7,25, Rumänen 6,9 bis 7,2, Russen 7,25 bis 7,5, Holländer 8 bis 10,25, Dänen 8 bis 10,25, Belgier 8,25 bis 8,5, Schlesier 8,25 bis 8,5, Bayern 7,75 bis 8,25, Norddeutsche 8 bis 8,5.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 23. Mai. Straßenkreuzungen sind im Fahrzeugverkehr stets gefährlich und können fast regelmäßig als unübersichtlich im Sinne der Verkehrs Ordnungen angesehen werden. Bei dem Verkehrsunfall, der heute zunächst zur Verhand­lung stand, handelte es sich um die Kreuzung BleichstraßeLudwigstraße. Der Angeklagte fuhr mit seinem Auto durch die erstere in Richtung Südanlage. Ecke der Ludwigstraße fuhr et einen von dem Ludwigsplatz herkommenden Motor­radfahrer, der dadurch zu Fall kam und Verlet­zungen davontrug, mit großer Wucht an. Auch öas Rad wurde erheblich beschädigt. Die Be­weisaufnahme ergab, daß der Autofahrer zwar das Dorfahrtsrecht nicht verletzt hat, aber offen­sichtlich zu rasch in die Kreuzung gefahren ist. Seine Geschwindigkeit betrug mindestens 25 Kilo­meter. Er hätte so langsam fahren müssen, daß er sein Fahrzeug auf die kürzeste Entfernung zum Stehen bringen formte. Dies wäre ihm, wenn er es wirklich versucht hätte, nicht gelungen. Der Unfall, den der Motorradfahrer erlitten hat, stand fraglos in ursächlichem Zusammenhang mit der Verkehrsordnungsübertretung. Der Ange­klagte war deshalb wegen fahrlässiger Körper­verletzung zu bestrafen und erhielt eine Geld­strafe von40Mark.

3n einem andern Fall, der unter ganz ähn­lichen Umständen die gleiche ilebertretung be­traf, war ein Motorradfahrer der Angeklagte. Die Unfallstelle befand sich in der Kreuzung WilhelmstraßeLudwigstraße. Der Motorrad­fahrer fuhr von der Frankfurter Straße aus in die erstere und stieß in Id er genannten Kreuzung mit einem von der oberen Ludwigstraße herkom­menden Auto zusammen. Er verletzte sich erheb­lich, und das Rad ging in Trümmer. Die Schuld an dem Unfall trug der Verletzte selbst. Er hätte seine Geschwindigkeit so einrichten müs­sen, daß er im Stande war, das Auto zuerst die Kreuzung passieren zu lassen. Zudem stand dem Auto das Vorfahrtsrecht zu; auch kam es von rechts. Der Angeklagte wurde nur zu einer Geldstrafe von 10 Mark verurteilt. Erhebliche Milderungsgründe er hatte sich selbst erheb­lich verletzt und sein Rad war in Trümmer ge­gangen standen ihm zur Seite.

Em Metzger erhielt wegen fortgesetzten Ver­gehens gegen die Arbeitszeitverordnung eine Geldstrafe von 15 0 Mark und wegen Ver­stoßes gegen die Gewerbeordnung (Störung der Sonntagsruhe) eine solche von 50 Mark. Er hatte zwei Lehrlinge und einen Gesellen weit über die zulässige Zeit hinaus beschäftigt. Die Sonntagsruhe hat er dadurch gestört, daß er seine Lehrlinge, die als Werkstättenarbeiter An­spruch auf solche hatten, in der Wurstküche Sonntags arbeiten ließ.

Kirchliche Nachrichten,

katholische Gemeinden.

Mittwoch, den 4. Juni.

Hungen. 6.15 Uhr: Messe.

Donnerstag, den 5. Juni.

Gießen. 17.30 Uhr: Beichte.

Freitag, den 6. Juni.

Gießen. 6 Uhr: Segensamt.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejchlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 4,5 v. H., Lombardzinsfuß 5,5 v. H.

Frankfurt a. 2J1.

Serlin

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß«! t-llhr» kurs | Kurs

Schluß­kurs

Anfang- Kurs

Schluß- kur-

l«tlhr« Kurs

Schluß- kurs

Anfang- Kurs

Datum

31 5

2. 6

31 5

2. 6

Datum

31. 5-

2. 6

31 5

2. 6

6% Deuuche öteidjeaiueUje von 1927 .........

7% Deutsche Reich-anleihe Don 1929 ..........

37,9

104

59,4

10,9

96

58,9

100

95

88,7

101

96,5

95

96,5

26,75

23,65

20.8

2,3

5,9

8,2

|| | || 1 1 1 1 1 1 II 1 1 1 1 58 1 1 1

88,25

104,25

59,25

11

96,5

58,75

101

97

95,5

27,13

24

21

22

2.3

5,9

6,05

6

10,13

17.4

8,25

SS 1 a» 1 1 £ 1 12 1 II I 1 1 1 1 «ä 1 1

Hamvurg-Amertka Palei . . .

Hamburg-Südam.Dampfschtfs. 8

Hansa Dampfschiff.....10

Norddeutscher Lloyd.....8

Wlgemeine Deutsche Creditanst. 10

Barmer Bankverein .... 10

Berliner Handelsgesellschaft . 12

Commerz- und Privat-Bank. 11

Darmstädter und Nationalbank 12

Deutsche Bank und

DiSconto-Geselljchast, ... 10

Dresdner Bant......10

flWrMFimtf ....... 12

113

126 5

178

152,5

233

141,25

141

295,5

168

165,5 120

167

151

184,25

249

171

77

100,25

136,75

127

101,5

109,75

73

99,5

234

119,75

112

111,75

126,5

152,75

141

141,5

167

165

247

137

112.13

176 153,5 112.9 114,5 126.5

177

152,5 232,5

141,25

142 5 295,75

167,75

156.25

165 119.5

167,5

151

166

183

248

170

78,25 99,75

138

127

101,25 105,25 109,13

73,25

71

109,25

99,9

119,75

112

175

112.4

115,5

126 25 177,25

152,75

232

141,25

141,5 295

167,75

154,5

164

165,5

139,5

167,9

182,5

247,5

168,9

76,75

99,75

137,6

126,25

217,5

100,75

104,5

109

72,75

109,13

99

118,13

Deutsche Anl.-M>lÜs^SchuId mti OTirämf .......

Desgl. ohne Äurlos.-Rechte . . 8% Hell. BolkSstaat von 1929 (rürftahlb 102%)......

Oberhellen Provinz - Anleihe mi>

Deutsche Komm. Sammelabl.

8% Franks. Hyp^-Bank Goldpfe XIII untitndbar bte 1934 . . .

7% Franks. Hyp^-Bank Goldpfe unkündbar bis 1932 ....

A.E.G............8

Bergmann.........0

Elektr. LieserungSgesellschaft. 10

Licht und Krast..... 10

Felten & Guilleaume . . . 7yt

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 10

Hamburger ElekunzitätS-Werke 10

Rheinische Elektrizität .... 9

Schlesische Elektrizität. ... 10

Schlickert L Co.......11

Siemens & Halske..... 16

TranSradto ......... 8

Lahmeyer 8 Co...... . 10

Buderus..........6

Deutsche Erdöl.......6

Essener Steinkohle ...... 8

4y.% Rheinische Hpp.-Bank

Liqu. Goldpse.........

8% Pr. LandeSpsandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 17......

8% Pr. LandeSpsandbriefanstalt, Komm^Obl. R. 20......

7% Pr. Landespsandbriesansialt, Pfandbriese R. 10......

A.E.G. abg. Borkriegs-Obllgatio. neu, rückzahlbar 1932 .....

4% Oesterretchtsche Goldrente . . 4,20% Oesterreichische Silberrente

4% Oesterreichische Einheitliche

<% Ungarische Goldrente . . .

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

Gelsenkirchener ....... 8

Horpener...... . . - 0

Hoesch Eisen........

Flle Bergbau.......10

Klücknerwerke ........ 7

Köln-Neuesten........7

Manne-mann-Röhreu .... 7

Mansselder Bergbau.....7

Oberschlei. Eisenvedarf .... 5

Oberschles. Kok-Werte.....7

Phönix Bergbau......6%

Rheinische Braunkohlen . . 10

Ryetnstahl...... 6

Riebeck Montan......7,2

4% Ungarische Kronenrente . . - 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anl

, o/ S-rri* II.......

5% RumLülche veretnh. Rente

4%% Rumänische veretnh. Rente

4% Rumänische veretnh. Rente

Frankfurt a. M. |

Berlin

Schluß- kur-

1-Uhr- Kur-

Schluß­kur-

Anfang- Kur-

Datum

31 5

2. 6

31- 5

2- 6

Beretmgle Stahlwerke .

Otavt Minen.....

16 */.

98

97,25

97

54.5

54

53,9

Kaliwerke Aschersleben .

. 10

231

231

231

Kaliwerke Westeregeln .

. 10

233

233

231

Kaltwerte Salzdetfurth .

. 16

420

420

419

I. G. Farben-Jndustrie .

. 12

188,5

187

188,25

187,25

Dynamit Nobel . . . .

. . 6

-

Scheideanstalt.....

. . 0

153,5

153

Goldschmidt.....

. . 6

70

69,75

RütgerSwerke.....

. . 6

69

68.75

67,25

Metällgesellschast. . . .

. . 8

123

122

123,5

122

Philipp tzolzmann . . . Zementwerk Heidelberg

. . 7

104.5

104,25

102 25

. 10

123

Cementwerk Karlstadt. .

. 10

130

Wahß L Freytag . . .

. . 8

87,75

86,75

87,75

Schultheis Patzenhofer .

. 16

323,5

323

Ostwerte.......

. 12

271,25

270,5

Aku.........

. 18

102

102,5

103

Bembcrg.......

. 11

113

113

111

Zellstoff Waldhos . . .

e

18'/.

176,5

162

174,65

162,5

Zellstoff Aschaffenburg . Charlottenburger Wasser

. 12

136,65

ä

138

e

. . 8

102.9

103

Dessauer GaS.....

. . V

165,75

Daimler Motoren . . .

. . 0

39,5

-

38,75

38,9

Deutsche Linoleum . .

240,5

238

238,4

. . 0

-

52,25

52

Nat. Automobll . . . .

. . 0

19,75

Orenstetn & Koppel . .

e

. . 6

84.5

84,75

Leonhard Tietz . . . .

. 10

161

-

161

160,75

SvenSka.......

327

325,5

Frankfurter Maschinen .

-

. . 4

30.65

30,5

Gcttzner.......

. . 6

36,25

35

Heyliaenstaedt . . .

. . (

Funghan«.......

. . 6

42,5

*-

41,5

Lechwerte.......

. . 8

98,5

-

Matnkrastwerte Höchst a. M.. . 8

88,65

Mag.........

. 1(

119

117,5

117,5

Gebr. Roeder.....

. 1(

107

BoiatL Haesfne, . .

Süddeutsche Zucker . .

. . V . 10

150

162

150

150

162

180

1 -

Banknoten.

Berlin, ZI. Mai

Geld

Brstf

Amerikantiche Noten......

Belgische Noten .......

Dänische Noten ........

Englische Noten ...... Französische Noten.......

Holländische Noten ....... Italienische Noten........

Norwegische Noten.......

Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten.......

Schwedische Noten.......

Schweizer Noten........

Spanische Noten........

Tschechoslowakische Noten..... Ungarische Noten........

Devisenmarkt Berlin

4,169

58,28

11.73

20,305

16,40

68,01

21,98

111,68

58,98

2,455

112,00

80,94

50 85

12,415

73,02

rranffur

4-189 58,52

112.17

20,385

16.46

168,69

22,06 112,12

59.22 2,475

112,44

81,26

51.05 12,475

73,32

a. zn.

31. Uloi

2. Juni

Amtliche Notierung

Geld | 3rlcl

Amtliche Notierung

Geld | Briei

Amst.. Rott. Buen.-Aires Brss.-Antw- Chnsttania. .Kopenhagen Stockholm . HelsingforS. Italien. . . London. . . Neuhork . . Paris.... Schweiz .. Spanten. Japan . . . Rio de Jan. Wien in D-- Oest. abgest. Prag Belgrad . . Budapest - - Bulgarien . Lissabon . . Danzig. . . Konstantin. Athen. .

Canada . . Uruguay. . Cairo . .

168 43 1,585 58,41

111.98

111,98

112,28

10.535 21.93 20.34

4,186

16,41

80,995

51,00 2,068

0,4955

59,06 12,42 7,393

73,15

3.035 18,80

81,32

1,785 5,42

4,183 3,796

20,865

168,68 1,589

58,53

112,20 112,20

112,50

10 555

21.97

20,38 4,194

16,45

81,155

51,10 2,072

0,4975

59,18 12,44 7-407

73,29 3,041

18,84

81,48 1.789

5.43

4,191

3,804

20,905

168,34 1.587

58,41

111.99

111.99

112.31

10,538

21,93

20.34

4,1865

16,41

80,98

50,97 2,071

0,4945

59,065 12.415

7,393 73,15

3,035 18,80

81,36 1,784

5,42 4.183 7.776

20,865

168,68 1,591

58,53 112.21

112.21

112.53

10,558

21,97

20,38

4,1945

16,45

81,14

51,07

2,075 0.4965

59,185

12,435

7.407

73,28

3,041

18,84

81,52

1,789

5,43

4,191

7,784

20,905