Ausgabe 
2.4.1930
 
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Aus der provmzialbauptstadt

Gießen, den 2. April 1930.

Kind und Tierwelt.

Wer von dem Glauben erfüllt ist, auch in den niedrigsten Tieren Gottes Geschöpfe zu sehen, wer auch daS kleinste Tierchen al« ein fühlende« Wesen alles Lebenden erkennt, der wird kaum anders als ein guter Mensch sein können. Darum gehört zu den Zielen der Erziehung auch Er. weckung und Pflege der tiefen Siebe zur Aatur, besonders zur Tierwelt.

Das ist der große Vorteil einer auf dem Lande, im Dorfe verlebten Kindheit, daß das Kind 'im steten Zusammensein mit den Tieren, im fröhlichen Herumspr'.ngen mit Hund und Katze, Ziege und Lämmchen von klein auf nicht nur ein untergeordnetes Geschöpf, sondern ein gleich- berechtigtes erblickt. Und war ihm so zu Spiel- geführten der schönen Iugendtage wird, ist ihm später der treue Arbeitsgenofse.

Ss ist klar, daß es gar kein besseres Mittel geben kann, Kinder zur Liebe und zu Mitleid gegenüber den Tieren zu erziehen, als wenn wir den Buben und Mädels Gelegenheit zur Beobachtung und vor allem zur Pflege der Tiere geben. Am letzteren lernen sie dann auch gleichzeitig Pflichtgefühl, Verantwortungsgefühl gegen andere. Etwas, waS fie in ihrem späteren Leben so gut gebrauchen können und notwendig haben müssen.

Ueberhaupt würden die Plagereien von Ar­beitstiere^ durch ihre »Herren' , die man trotz aller Tierfchuhbestrebungen und dergleichen immer noch oft genug zu sehen bekommt, wohl einmal völlig verschwinden, wenn eben jene Menschen von Kind auf gelehrt würden, daß das Tier nicht etwa nur auf der Welt ist, um für den Menschen zu arbeiten, daß es auch seine rechte Hand ist, daß es nie mehr leisten kann, als seine Kräfte hergeben.

Dann wollen wir auch eine 3 nicht vergessen: daß es gar kein lieblicheres Bild geben kann, al« ein Kind, daß feine kleinen Pflegebefohlenen betreut und umsorgt. Soweit es möglich ist, sollten alle Eltern ihren Kindern durch Schenken eine« Tierchen« zum ersten Versuche in der Liebe zu allem, was mit uns lebt, Gelegenheit geben.

Automobile aus der Eisenbahn.

Clne versuchsweise Neuerung der Reichsbahn.

Um Automobilreisenden, die gelegent­lich Teil ft reden mit der Eisenbahn fahren wollen, cntgegenzukommen, wird die Deutsche Reichsbahngesellschaft vom 1. April ab auf der Strecke fjamburg und Bremen Basel versuchsweise dtevereinfachteAbfertigung von Kraftwagen zu halben Gepäck- frachtsätzen einführen. Für diesen Verkehr sind die Bahnhofe Bremerhaven, Wesermünde, Bremen, Hannover, Hamburg, Kreiensen, Göttingen, Kastel, Marburg, Bad-Nauheim, Frankfurt a. M., Darmstadt, Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Baden-Baden, Freiburg und Basel zugelassen. Die Beförderungsgebühr, die nach halben Gevackfracht- sähen und nach dem Eigengewicht der Wagen be­redend wird, ist mindestens für 200 Tarifkilometer zu zahlen. Die Aufgabe des Kraftwagens erfolgt nur in Verbindung mit der Lösung einer Fahrkarte. Die Kraftwagen werden mit günstig liegenden Eil­güterzügen befördert, deren Fahrgcschwittdig- Feit nur wenig hinter den beschleunigten Personen- zügen liegt. Beispielsweise braucht ein Eilgüter­zug für die Strecke von Basel nach Hamburg nur 3 OStunben. Damit der Wagen auch mit dem in Aussicht genommenen Zuge befördert wird, ist die rechtzeitige Auflieferung, im allgemeinen anderthalb Stunden vor Abgang des Zuges, geboten.

Anmerkung der Redaktion. Dtach ber vorstehenden Mitteilung ist die oberhessische Pro­

vinzialhauptstadt Gießen als Abfertigungsbahn. Hof bei dieser Derkehrsmaßnahme von der Reichs- bahnoerwallung nicht vorgesehen. Warum? Meint die Reichsbahnoerwaltung, die Universität»- und Provinzialhauptstadt Gießen, die auch Knotenpunkt von mehr als einem halben Dutzend Reichsbahnlinien und einer Anzahl Land­straßen ist, sei für den Verkehr und damit auch für die Reichsbahninteressen weniger bedeutsam, als die viel kleineren Städte Marburg und Bad-Nauheim? Wir wollen gelten lassen, daß Dad-Nauheim als Weltbad einen starken Automobiloerkehr hat, aber der gleiche Verkehrsumfang im Krasiwagenwesen ist unbedingt auch von Gießen zu behaupten. Die Gießener Stadtverwaltung, der !Ber« kehrsoerein. die Industrie- und Han­delskammer Gießen und nicht zuletzt auch die Leitung des Gießener Bahnhofs selbst sollten sofort gegen diese Zurücksetzung unserer Stadt bei der Reichsbahnhauptoerwaltung vorstellig wer­den und die offenbar über die hiesigen Verhältnisse unzureichend unterrichtete Reichsbahnstelle darüber auf klären, daß es auch im Interesse der Reichsbahn gelegen ist, wenn sie bei dieser an sich zweckmäßigen und aussichtsreichen Verkehrs- neuordnung einen so bedeutsamen Platz wie Gießen nicht ausschaltet.

Dar Arb Itsprogramm des Piovlnz altags

Dem Provinzialtag ber Provinz Oberhessen, ber wie am vorigen Montag schon kurz berichtet am Samstag, 12. April, in Gießen zu seiner diesjährigen orbentlichen Tagung zusammentritt, liegt folgenbe Tagesordnung zur Erledigung vor:

1. Diensteinweisung und Verpflichtung der n e u in den Provinzialtag berufenen Mitglieder.

2. Verwaltungsbericht des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen über den Stand der Provinzialverbandsangelegenhciten und Rech, nung über die Einnahmen und Ausgaben der Provinz Oberhessen im Rj. 1928.

3. Voranschlag über die Einnahmen und Ausgaben ber Provinz Oberhessen im Rj. 1930.

4. Rechenschaftsbericht bes Provinzialausschustes über die Verwaltung bes Wasserwerks Inheiden und Rechnung über die Einnahmen und Aus- gaben des Wasserwerks Inheiden im Rj. 1928.

5. Betriebsvoranschlag über die Einnahmen und Ausgaben des Wasterwerks Inheiden für Rj 1930.

6. Rechnungsabschluß über die Verwaltung des Ucberlandwerks Oberhessen für das Rj. 1928.

7. Voranschlag über die Einnahmen und Ausgaben des Ueberlandwerks Oberhessen im Rj. 1930.

R. Antrag des Provinzialausschustes betreffend Gasfernversorgung.

Daten für Donnerstag. 3. April.

Sonnenaufgang 5.33 Uhr, Sonnenuntergang 18.35 Uhr. Mondaufgang 7.05 Uhr, Monduntergang 0 Uhr.

1603: Königin Elisabeth von England gestorben (geboren 1533); 1682: ber spanische Maler Bar­toloms Estsban Murillo in Sevilla gestorben; 1838: ber Staatsmann Üson Michael Gambetta in Lahors geboren (gestorben 1882); 1862: der See­fahrer Sir James Clarke Roh in Ailesdury ge­worben; 1897: der Komponist Johannes Brahms in Wien gestorben (geboren 1833).

Vornotizcn.

TageskalenderfürMittwoch Stabt, theater:Woyzeck" undßeonce unb Lena", 19.30 Uhr. Hubertus: Vortrag überTierstimmen, Balz- unb Brustlaute", 20 Uhr, Hotel Hindenburg. Lichtspielhaus, Bahnhofstrahe:Donauwalzer".

Aus bem Stabttbeaterbureau wirb uns geschrieben: Die heutige Auffü' ungWoyzeck" undßeonce und ßena" beginnt um 19.30 Uhr. Freitag, 4. April, zum letztenmalDer letzte ßord"

Am Sonntag, 6. April, 4. Tag des Kammerspieb Zyklus"Der Tor und ber Tob' von Hugo von Hof- mannslhal. Spielleitung unb Gcbenkworle Dr. Kart Ritter.

Oeffentltcher L i ch t b l l d e r v v r - trag. Man schreibt unÄ: Die jetzige Passion-- zeit regt dazu an, die Gedanken auf die Grund­wahrheiten des Christentums, auf Tod und Auf- crstehen, zu richten. Wie diese Wahrheit in den urchristlichen Jahrhunderten gelebt und wie fie sich einen Ausdruck geschaffen hat in den Kata­komben. den urchristlichen Grabstätten, wird in einem Vortrag auf Einladung der Bewegung für religiöse Erneuerung von L i c. R o b e r t Goebel am kommenden Freitag, 4. April,

Oeffcntliche Bücherhalle. 5 m März wurden 1375 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 952, Zeit­schriften 61, Iugendschrstten 85, Gedichte und Dramen 6. Länder- und Völkerkunde 78, Kul­turgeschichte 3, Geschichte und Biographien 102, Kunstgeschichte 11, Naturwissenschaft und Techno­logie 44. Heer- und Seewesen 3, HauS» und Landwirtschaft 3, Gesundheitslehre 5. Religion

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20 .15 älhr behandelt werden. Es fo2 diese Welt durch Lichtbilder zur Anschauung gebracht wer­den. Der Vortrag findet statt: Oberrcal'chule (Eingang Bismarckstraße). Sing'aal. Das Thema lautet:Die Welt der Katakomben und der Geist des älrchristentums". (Siehe heutige An­zeige.)

Keine Umsatz steuerpflicht für Zinsen auf Vorschüsse. 3n den von Bücherrevisor und Stcuersyndikus Herrn. Will zu Gießen herausgegebenenAktuellen Steuer­sragen" (Rundschreiben Rr. 7) lesen wir: Ein Auftragnehmer halte sich vom Auftraggeber, um einen größeren Auftrag ausführen zu können, einen Vorschuß auf den künftigen Rechnungs­betrag geben lassen, den er bis zur Fälligkeit der Zahlung verzinsen mußte. Der Auftraggeber kürzte bei Erledigung der Arbeit das Entgelt um die aufgelaufenen Zinsen für den Vorschuß. Der Auftragnehmer versteuerte zur älmsahsteuer nur das Entgelt abzüglich der Zinsen. Dies er­kannte das Finanzamt nicht an. Der Reichs­finanzhof (29. Rovember 1929 VA 691 29) hat aber dem Steuerpflichtigen Recht gegeben. Die Umsatzsteuer werde nicht berechnet von dem ver­einbarten Preis, sondern lediglich von dem tat­sächlich vereinnahmten Entgelt.

ee Gefchäftsjubiläum. Die Firma Friedrich Heyd & Sohn im Seltersweg kann heute auf ihr 60jährigcs Bestehen zurück­blicken. Das Geschäft wurde im Jahre 1870 in Butzbach durch Friedrich Heyd sen. und dessen Sohn Christoph eröffnet. 3m Jahre 1919 siedelte die Firma nach Gießen in das jetzige Geschäfts­haus im Seltersweg (das frühere GasthausZum Hirschen", Besitzer Becker, sog. Hirsch-Becker) über, das seit 1866 im Besitze der Familie des jetzigen Inhabers ist und in dem über vier Iahrzehnte lang ein gleicher Geschäftsbetrieb unter der Firma A. Kröll bestanden hat. Der gegenwärtige Ge­schäftsinhaber, Kaufmann Friedrich Iacob Heyd, ist seit 1898 Inhaber der Firma. Das Stamm­haus in Butzbach besteht seit 1920 unter der ver­änderten Firma Heinrich Wenzel norm. Friedrich Heyd & Sohn weiter.

und Philosophie 6, Etaatswissenschaft 12, Sport 1, Fremdsprachliches 3 Bande. Rach auswärts ka­men 4 Bände.

+ Der Provinzialverband bc c oberhessischen ländlichen Reit- unb Fahrvereine plant für Sonntag, 18. Mai, einen großen Stern- und Stafettenritt nach Grünberg. In diesem Iahre sind 25 Iah re verflossen, seitdem in Berlin als Zentrale der »Reichs verband für Zucht und Prüfung des deutschen Warmbluts" besteht. Dieser Verband plant für 1930, .dem Iahre des Pferdes", in ganz Deutschland Veranstaltungen, die der bcut- Icben Pferdezucht Förderung und Aufschwung ver­leihen sollen. Der Stern- und ©tafettenritt durch Oberhessen soll als Endziel Grünberg haben, während die Ausgangspunkte in den Städten Friedberg, Büdingen, Marburg und Fulda liegen. Damit möglichst viele Orte in Ober Hessen berührt und balclöft für das Pferd geworben wird, sollen zwischen den einzelnen Linien der Stafetten Querverbindungen von je vier bis fünf Mann unter Führung von ehema­ligen gedienten Reitern hergestellt werden. Etwa um die Mittagsstunde sollen die Stafetten ihr Ziel erreichen, um die gleiche Zeit sollen auch die Abteilungen der näheren Umgebung (etwa bis 20 Kilometer Entfernung) in möglichst voller Stärke in Grünberg einrücken. Die Stafetten werden Urkunden überbringen, eine Begrüßung durch die Stadt Grünberg wird auf dem Markt­platz erfolgen. Platzkonzert, Dorsührrmg von Gespannen, woran auch Richtmitglieder sich be­teiligen können, sowie eine Feier in der Turn­halle sollen den Abschluß des Tages bilden.

Neuer Höhenrekord Nehrings

Darmstadt, 1.April. (MSN.) Der bekannte Segelflieger Hermann Rehring flieg heute nachmittag mit bem Leichtflugzeug der Akademischen Jliegergruppe D. 18 zu einem Höhenflug auf. Unter Benutzung eines Sauerstoffapparate- gelang es ihm, eine höhe von 8050 Metern zu er­reichen und damit den Höhenrekord für einsitzige Leichtflugzeuge, den bisher Bäumer mit 7600 Metern gehalten hatte, erheb- lich zu verbesseren.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Qi t. 2 4 vom 1. April enthält: Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. Die Schlacht­hausanlage des Metzgers Karl Dolkmann zu Lollar. Fleischbeschau. Das Landgestüt. Backordnung der Gemeinden Climbach unb Lauter. Dienstnachrichten.

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