Mittwoch, 2. April MO
180. Jahrgang
Nr. 78 Erstes Matt
Wie werden die Deuischnaiivnaien stimmen?
Der agrarische Flügel gegen die Unterstützung eines MßtrauensantraqS.
Der Bürgerkrieg in China
Plünderungen und Gewalltätigkeiten roter Truppen
en der Streitkräfte Ven!
<7
Berlin, 1. April. (OB.) Die deutschnationale Reichslagssraklion war heule vormillag zusammen- getreten. Da von den beiden Linksparteien und auch von den Nationalsozialisten strikte Opposition ange- kündigt wird, liegt es bei ihnen, ob die Regierung ein Mißtrauensvotum erhält oder nicht. Die Anhänger Schieles, die in der Fraktion verblieben sind, arbeiten, so berichtet der „Börfen- Courler“, dem Stur, der Regierung entgegen und
nehmen.
was unser Volk zum gemeinsamen Denken und handeln, zur Zusammengehörigkeit, zwingt, wird im Mittelpunkt unseres wirkens stehen. Der Blick muh auf die gemeinsame Not und die gemeinsam zu beschließende Abhilfe und nicht
auch am Oberlauf des Iangtfe außerordentlich tätig, und ihre Zahl wächst ständig in den Außenbezirken von Hankau und Schanghai
2ßie die „Times" über die Lage in China berichtet, sind der Vorstoß der Armee Fenggyuh-
~ " |, die Hauptstadt von Hv-
zu einem neuen Aufflackern des Bürgerkrieges führen, was schreckliche wirtschaftliche Folgen haben und die Hoffnung auf endliches Eintreten von Ruhe und Ordnung schwer enttäuschen würden
Annahme van Anzelae« für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.
Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Neichspsennig, für Reklameanzeigen von 70 mra Breite 35 Relchspfennis, Platzvorschrift 20° „ mehr.
Ehefredakteur:
Dr Fnedr Wilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh. Lange, für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teck Ernst Diumschein und für den Anzeigenteck Max Fister, sämtlich tu Gießen.
aus das Trennende gerichtet sein. Alle infolge der langjährigen Verhandlungen über den Boungplan noch nicht erledigten sinanzlellen und wirtschaftlichen Maßnahmen mästen sofort durchgeführt werden. Sanierung der Ilnanz- und Kastenlage, Unterstühung der Länder und Gemeinden in ihrer schwierigen finanziellen Lage ist das Dringendste. Ohne eine schnelle Ordnung der Kassen- und Finanzlage sehlt die Gewähr der dringend notwendigen Entlastung der wirtschaft und der Milderung der Arbeitslosigkeit.
Durch Uebernahme des von dem jetzigen Reichsfinanzminister aufgestellten E n t w u r f s einesRetchshaushaltsgesehesfür das
schotternde Berichte eingetroffen, in denen die
--- • *" ‘ uen tf chou
haben zu verstehen gegeben, daß sie gegen ein wurden. Ls
Mißtrauensvotum stimmen wurde folgende Lösung vorgeschlagen.- Die Deutsch- oaHonalen sollten tinen Antrag einbdngen, der da- hin geht, daß der Reichstag die Erklärung der Regierung zur Kenntnis nimmt und über alle anderen Anträge hinweg zur Ta-
Rechnungsjahr 1930 tonnen die Arbeiten des Reichsrates in den festgesetzten Fristen durch- geführt werden. Die Reichsregierung übernimmt das zu diesem Haushaltsplan gehörende Deckungsprogramm. Diese Deckungsvorla» gen sind in der Form des letzten BermittlungS- vorschlages der bisherigen Regierungsparteien mit der finanziellen Sicherung der Arbeitslosenversicherung (Ruf bei den Kommunisten: Abbau!), der gesetzlichen Festlegung der Steuersenkung und der Ausgabenersparnis ein einheit- liches Ganzes. Reue Steuerlasten zur Sattie- rung der Kassenlage sind nur tragbar, wenn sie im Rahmen eines auf weite Sicht gestellten, Schritt für Schritt durchzuführenden Gesamtpro» grammS stehen. Eingehende Sparvorfchläge auf
Das Kabinett Brüning vor dem Reichstag.
Ein Programm sachlicher Arbeit. — Oer Reichskanzler droht mit dem Auslösungsdekret. — Am Donnerstag die entscheidende Abstimmung.
Lricheini täglich,autz« Sonntags und Feiertags
Beilegen;
Dte Illustriert« Gießener Familien blätter
Heimat im Bild Die Scholle
IRonati-Bt,ugsprels: 2.20 Reichsmark und 30 Relchspfennig für Träger- lohn, auch bei Richter» scheinen einzelnerRummern infolge höherer Gewalt.
Zernsprechanschlüste anterSammelnummer225I. Anschrift für Drahtnach. richten Anzeiger Gieße».
peßscheckkonto: granffert am Main 11686.
fiangä gegen Kaifeng
nan, und das Einrücke. - ..
schans in Rordschantung ohne Kampf geglückt, die Regierungstruppen sind entweder zu den Truppen des Rordens übergegangen oder haben sich ohne Kampf zurückgezogen. Die Führer des Rordens erklären, sie allein verkörperten den wahren Geist der nationalistischen Partei und zögerten infolgedessen als gute Patrioten, den ersten Schlag zu tun. Ranking seinerseits treibt das gleiche Spiel und wartet darauf, angegriffen zu werden. Zivile Mitglieder in der Ranking- regierung sind der Herrschaft der militärischen ©lique müde und wünschen, sich Tschiangkei- scheks zu entledigen. Andererseits herrscht auch bei den Führern des Rordens keine wahrv Interessengemeinschaft. Die von ihnen geleitete Bewegung eröffnet keine günstigen Aussichten. Sie wird entweder im Sande verlaufen oder
die roten Truppen dauerte drei Tage. Die Einwohner wurden terrorisiert. Mitglieder der Stadtbehörden sollen in siedendes O e l geworfen und andere angesehene Bürger ebenfalls in rohester Weise e r in or det worden sein, darunter der Leit.'r der höheren Schule und das chinesische Oberhaupt der Inlandmission. Biele Ladeninhaber und eine Reche anderer Bürger sind gefoltert und sechs Ausländer, unter ihnen einige Missionare, gefangengenommen worden. Drei von ihnen ist es gelungen zu entkommen. Die Lage in der Provinz Kiangsi wird täglich schlimmer. Das Räuberunwesen nimmt überhand. Zehntausend Mann roter Truppen verwüsten Kiangsi, Kwantung und Sofien bereits seit zwei Fahren. Sie verüben entsetzliche Gewalttaten, ziehen plündernd durchs Land und Haven Regierungsgebäude, Missionsanstalten und sonstiges fremdes Eigentum zerstört. Die ausländerfeindliche Bewegung ist seit 1927 niemals so schlimm gewesen wie gegenwärtig. Die Banditen sind
8. April einberufen und mit seinem Rücktritt gedroht habe, salls etwa die Mehrheit der Fraktion sich gegen seine Politik aussprechen sollte, heute vormittag tritt die Biindesoertretung. heute nachmittag der Bundesvorstand des Reichslandbundes zusammen. Auch von den Beratungen dieser Instanzen wird ein großer Einfluß aus die Haltung der Deutschnationalen erwartet. — Das „B. T." weih zu melden, daß die pommersche Can- desorganisalion der Deutschnationalen gegen die Politik hugenbergs Stellung genommen hat.
Bedingungen der Demokraten
Berlin, 1. April. (ERB.) In einer Be- trachtung über die Erklärung der Reichsregierung schreibt der Demokratische 3citung8bienft u.a.; Die demokratische Reichstagssraktion wird die neue Regierung nur nach ihren Taten beurteilen. Die demokratische Reichstagsfraktion steht der Regierung mit erheblichen Bedenken gegenüber. Die Demokraten fühlen aber hie Verantwortung, wenn irgendmoglich, aus staatspolilischen und wirtschaftspolitischen Gründen eine Krisis mit unabsehbarem Ende zu vermeiden. Wenn die Demokraten diese Regierung jetzt arbeiten taffen, so ist das allerdings an ganz bestimmte Voraussetzungen gebunden, u. a. an die Voraussetzung, daß kein Mißbrauch mit dem Artikel 48 getrieben wird. Wenn überhaupt, so darf dieser Artikel nur streng im Sinne der Verfassung angewendet werden, nämlich nur zur Beseitigung unmittelbarer Rotstände. Sodann zählt der Demokratische Zeitungsdienst eine Anzahl Forderungen an die Reich Regierung auf. So z. B. ttnror repuklila sicher Kurs in Thüringen, Fortführung der bisherigen Außenpolitik, insbesondere auch der Außenhandelspolitik, schleunigste Verabschiedung des deutsch- polnischen Hande ls Vertrages, in der Wirtschafts- und Steuerpolitik wirksame Ausgabensenkung, Vorbereitung des Niederganges zur Großen Koalition, oder wenn möglich, zur größten Koalition, nämlich zum Einschluß aller Elemente, die staatspolitisch am republikanischen Ausbau Mitarbeiten wollen.
GietzeimAuzeiger
General-Anzeiger für Oberhesfen
vrvck und Verlag: vrühl'sche Untverfilälr-Vuch- und Steinörndcrel H. Lange in Gießen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftraße 7.
Das Damoklesschwert.
Don unserer Berliner Redaktion.
Die Regierungskrise hat tatsächlich dazu geführt, wieder etwas Interesse sür die Vorgänge im Reichstag wachzurufen. Während man in den letzten Monaten daran gewohnt war, die „großen Tage" nur durch ein starkes Schuhmannsaufgebot um den Reichstag herum markiert zu sehen, bedeutet die Antrittsvorstellung deSKabinettsDrünin.g wirklich so etwas wie eine Sensation, die zur Ueberfüllung aller Tribünen geführt hat. Auch die Diplomatenloge ist stark beseht, allerdings die Botschafter selbst lassen sich durch ihre Räte vertreten. Auffallend und für das starke Interesse des Reichspräsidenten kennzeichnend ist, daß der Staatssekretär des Reichspräsidenten, Dr.Meißner, auf der Ministerbank den Verhandlungen beiwohnt, ein Vorgang, der in den Annalen des Reichstags noch nicht verzeichnet wurde. Auch das Haus selbst ist ausgezeichnet besucht, kein Wunder, da inzwischen wohl allen klar geworden ist, daß der große Redekampf, der jetzt ein» sehen soll, über d ie Existenz des Reichstags entscheidet.
Herr Dr. Brüning ist, obwohl er doch nun schon seit Monaten die Leitung der Zentrumsfraktion in Händen hat, noch ein unbekannter Mann. Er hat selten gesprochen, und wenn er sprach, war es schwer, einen menschlichen Eindruck von ihm zck gewinnen. Deshalb muß et jetzt, wo er zum ersten Male als Kanzler ans Rednerpult tritt, die Spießruten der Kritik durchlaufen. Aber es ist nicht leicht, aus ihm klug zu werden. Er ist von einer großen Verschlossenheit, zurückhaltend, dem äußeren Eindruck nach mehr Gedankenmensch als Willens» mensch, fast ein Gelehrtenkopf. Indessen es fehlt ihm doch auch nicht an der nötigen De- ftimmtyeit, und der ganze Aufbau der Regierungserklärung dient lediglich dem Zweck, volle Klarheit über den Gang der nächsten Tage zu schaffen. Man hat aus deutschnationalen Kreisen mancherlei darüber gemunkelt, daß es in den Kabinettssihungen, die der Vorbereitung Öen Regierungserklärung galten, nicht möglich gewesen sei, zwischen den Ministern eine völlige Einigung zu erzielen. Wer die Regierungserklärung anhört, könnte das bestätigt finden, weil der Kanzler in der Tat sehr viel mit Allgemein- begriffen operiert. Indessen, das ist wahrscheinlich Absicht. Der neue Kurs sollte am ersten Tage nicht allzu viel mit Einzelheiten belastet werden. Es kam Herrn Dr. Brüning wohl nur darauf an, die entscheidenden Fragen herauszustellen. Deshalb hat in den verschiedenen Entwürfen der Rotstift sehr stark gearbeitet und die Regierungserklärung auf eine wohltuende Kürze zusammengestrichen.
Rur die politischen Grundlinien sind bestehen geblieben, damit jeder weiß, woran er ist und was die wichtigsten Ziele der nächsten 3ulunft sind. Finanzreform, Agrarreform und Ostprvgramm, das sind die drei Punkte, auf die si das Kabinett festlegt und so sestlegt, daß hier ein Rückzug nicht mehr möglich ist. Zweimal winkt Herr Dr. Brüning mit dem Zaunpfahl. Er spricht von dem „letzten Versuch". die lebensnotwendigen Aufgaben des Reiches mit diesem Reichstag durchzuführen, er spricht davon, daß die Reichsregierung sich stark genug fühlt, um mit den Mitteln, die von der Weimarer Verfassung zur Verfügung gestellt sind, allen gefahrvollen Bedrohungen entgegenzuwirken, und er erklärt schließlich, daß die Reichsregierung gewillt und in der Lage ist, alle verfassungsmäßigen Mittel einzusetzen. Gewillt und in der Lage, das heißt, falls der Reichstag Schwierigkeiten machen sollte, wird die Regierung dem Reichspräsidenten die A u f l ö s u n g des Reichstags Vorschlägen, und sie hat von Herrn von Hindenburg die Zusage, daß er diesem Anträge entsprechen wird.
Das entscheidende Wort ist damit gesprochen, das Damoklesschwert der Auflösung hängt über dem Reichstag. Die Parteien werden innerhalb der nächsten achtundvierzig Stunden sich schlüssig zu werden haben, ob sie es darauf ankommen lassen wollen, daß die Regierung ihre Drohung wahrmacht. Den Ausschlag geben die Flügelparteien, Sozialdemokraten und Deut sch- nationale haben das Schicksal nicht der Regierung, wohl aber des Reichstags in der Hand. Es würde aber dem Sinn dieser ganzen Politik widersprechen, wenn die Regierung sich in die Abhängigkeit der wohlwollenden Reutralität der Sozialdemokratie begäbe. Die Sozialdemokratie fühlt das auch. Sie hat bereits die Parole der Opposition ausgegeben, wobei es nur fraglich fein kann, inwieweit sie es mit dieser Drohung ernst meint und ob sie nicht doch im letzten Augenblick einige Stimmen abkommandiert, um die Annahme ihres Mißtrauensvotums zu verhindern: oder gar mit einem motivierten Mißtrauens- antrag hervortritt, der die Zustimmung der übrigen Oppositionsparteien ni^.t finden kann.
Aehnlich ist die Lage auch bei den Deuts ch - nationalen, nur daß sie hier wieder fompli*- ziert wird durch den allen Gegensatz Hugenberg Westarp. der jetzt in neuer Form auflebt. Poli
tisch möchte Herr Hugenberg die Auslösung, um alle unsicheren Elemente aus seiner Fraktion zu ent- fernen. Sachlich aber verlangt Graf Westarp, daß der Regierung Gelegenheit gegeben werde, zu zeigen, was sie leisten kann und vor allem auch das Agrarprogramm durchzusetzen. Wer innerhalb der deutschnationalen Fraktion in diesem Ringen Sieger bleiben wird, das ist zur Stunde | noch schwer zu sagen. Die Reichsregierung selbst ist von einem großen Optimismus. Sie rechnet mit Sicherheit darauf, daß alle Mißtrauensanträge, wie sie auch aussehen mögen, abgelehnt werden, so daß bann noch Ende dieser Woche die sachliche Arbeit beginnen könnte. Aber Herr Dr. Brüning ist auch klug genug, um sich gleichzeitig für den andern Fall einzurichten und alle Vorberatungen zu treffen, um seine Drohung der Auslösung wahrmachen zu können in dem Augenblick, wo die Ent- cheidung der Mehrheit gegen ihn sollen sollte.
Sitzungsbericht.
Berlin, 1. April. (VDZ.) Die Tribünen des Reichstags sind überfüllt, der Saal ist voll besetzt, als die Mitglieder des neuen Kabinetts mit dem Reichskanzler Dr. Brüning an der Svihe ihre Plätze am Regierungstisch einnehmen. Gut besucht ist auch die Diplomatenloge. Präsident Lobe eröffnet die Sitzung mit der offiziellen Mitteilung von der Manöatsnie- derlegung der Abgeordneten Dr. Wunderlich (DDP.) und Schiele (Dn.). Der Präsident verliest dann die Mitteilung des Reichspräsidenten von der Ernennung des neuen Kabinetts. Bon den Kommunisten wird gerufen: „Das Kabinett des Ausbeuterblocks!" Auf der Tagesordnung steht als einziger Punkt: Entgegennahme einer Erklärung der Reichsregierung. Der Präsident erteilt dem Reichskanzler Dr. Brüning das Wort. Die Kommunisten rufen: „Der Kanzler Klöckners, der Hungerkanzler!"
Reichskanzler Or. Brüning: Igesordnung schrelle l. Damit wären bann
3* habe die Ehre Ihnen die neue Reichs» alle Mißtrauensanträge erledigt. Zur Begründung regierung vorzustellen' in der Zusammensetzung, des Antrages foU in der Debatte ausdruck ich er- wie sie Ihnen soeben der Herr Präsident des klärt werden, daß er kein vertrauens. Reichstages bekanntgegeben hat. Dabei ergreife volum irgendwelcher Art für das Kabinett be- ich die Gelegenheit, um dem scheidenden I beutet, sondern daß man der Regierung nur d 1 e Herrn Reichskanzler für seine hingebende, Möglichkeit geben wolle, zu arbeiten, von ernster Sachlichkeit getragene Arbeit im allem aus agrarpolitischem Gebiet, und daß man Dienst- des DaterlnndeS öic ausrtcht'g- Hoch- (e|n(, Bedenken habe. Minister Schiele diese huupl- n^u^Deichlkablnet^^st''"e7Uspr^chen^l^^dem mit -ufgabe der deutschen p°lM, m Augriss nehm-n vom Herrn Reichspräsidenten erteilten Austrag zu lassen. Gelingt es den Anhängern Schieles mch, an keine Koalition gebunden. Doch I die deuischnalionale Fraktion zu dieser Losung zu konnten selbstverständlich die politischen Kräfte bewegen, so soll der Antrag, über alle Anträge hin- dieses hohen Hauses bei seiner Gestaltung nicht roeg jut Tagesordnung zu schreiten, vondenRc- unbeachtet bleiben. Das Kabinett ist gebildet gjerungsparteien eingebracht und mit dem Zweck, öie nach allgemeiner , Deutschnationalen unter st üht Auffassung für das Reich lebens not- .
Vsi^n“’9 ln 8Cf Auch einet Mitteilung »et „VAZ." |oU »ersucht jtift ju i d i e n. _ .. werden die befristete Erfüllung bestimmter
Es wird der letzte Versuch> sem, d.e Losung m.t ^/.d'erungen von der Regierung zu erlangen,
biefem Reichstag durchzufuh . zin der Regierungserklärung werde eine unge-
Einen Aufschub der lebensnotwendigen Arbeiten nb(, Präzision und die Fassung des außcnpotl- kann niemand verantworten. Die Stunde fordert bemängelt. Nach der Gesamtheit des
Ä?« Ä ÜS Betuig-Ptugtum^ .»ltte mun Cem heute nicht ausführliche Erklärungen über die men, daß die Deutschnationalen diesem Kabinett beabsichtigten Maßnahmen im einzelnen. Die mindestens zunächst das Arbeiten ermog- neue Regierung wird Deutschlands Lebensinter- {i dj e n. Das Blatt bringt eine Verlautbarung „von essen in organischer Weiterentwicklung der bis- anderer Seite", daß der Parteiführer. Geheimrat herigen Außenpolitik aktiv vertreten. Rationales fiugenberg. die Parteioertretung für den Selbstbewuhtsein, Vertrauen in die innere Kraft 1 des Volkes, lind die Grundlagen, ebenso wie die Erkenntnis, daß der Wiederaufstieg Deutschlands nur in friedlichem Zusammenwirken mit allen Volkern erreichbar ist.
Alsbaldige Rückgliederung des Saar- g e b i e t e s zur Vollendung des besonnenen Be- freiunaswerkes ist das Ziel der von der Reichs- , _r
regierung tatkräftig zu fördernden Verhandlun- Peking I. April (Reuter.) Aus dem au- gen Innenpolitisch gibt unsere Lage angesichts ßersten Westen der Provinz Kiangsi sind erbe?" sozialen und wirtschaftlichen Rotstände und f~“ ..........
der mit ihnen verbundenen radikalen Stro » I PI u n b e r u n g d er ... .
mungen Anlaß zu besonderer Wachsamkeit, eingehend geschildert wird. Zwei britische und Diesen Strömungen läßt sich nicht nur mit dem ein amerikanischer Missionar wurden von den
Einsatz staatlicher Mittel begegnen, sie müssen Plünderern verschleppt. Die Plünderung durch in erster Linie durch wirtschaftliche Aus- ' hT<>’ ®me
bauarbeit behoben werden. Die Reichsregierung fühlt sich stark genug, mit den Mitteln, welche das Grundgesetz unserer staatlichen Ordnung, die Weimarer Verfassung, der Deutschen Republik zur Verfügung stellt, allen gefahrvollen Bedrohungen entgegenzuwirken. (Beifall.) Wil tiefem Ernst nimmt die Reichsregierung öie Mahnung zur nationalen Einigung auf, die ber Herr R e i ch s v r ä s i d e n t in feiner Kundgebung vorn 13. März an das deutsche Vclk gerichtet hat. (Beifall.) Erbitterte Kampfe um außenpolitische Fragen haben das deutsche Volk zerrissen. Rach der Entscheidung dieser Kämpfe wollen wir das Werk der Versöhnung in Angriff


