Kr. 256 Viertes Blatt
(Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Samstag, 1. November 1930
Wirffchast.
Buderussche Eisenwerke Wehlar.
Von der Direktion der B u d e r u s j ch e n Eisenwerke Wetzlar wird uns mitgeteilt: Der gestrigen Aussichtsratssitzung der Gesellschaft lag der Abschluß für das erste Halbjahr 19 30 vor. Infolge Darniederliegens des Baumarktes find die Umsätze rückläufig. Trotzdem kann, soweit sich das Geschäftsjahr 1930 jetzt bereits übersehen läßt, mit einem bei den heutigen Wirtschaftsoerhältnissen nicht unbefriedigenden Ergebnis gerechnet werden.
Arbeiterentlaffungen bei Himmelsbach.
Nidda, 31. Oft. 3n den beiden letzten Wochen wurden von der Himmelsbachfchen Holzindustrie etwa 40 Arbeiter entlassen. Weitere Entlassungen sollen bevorstehen. Die Zweigstelle Nidda, mit einer Beleg- schäft von etwa 300 Arbeitern der größte der 3. Himmelsbochschen Teilbetriebe, war während des ganzen Jahres gut beschäftigt. Die jetzt vor- genommenen Entlassungen sind einmal auf den nach beendigter Bauzeit saisonmäßig eintretenden Auftragsmangel, zum andern auf Rationalisier rungsmaßnahmen zurückzuführen. Auch die Reichsbahn soll ihr Kontingent an Schwellen verringert haben. Da sich die Arbeiterschaft des Werkes in der Hauptsache aus den Dörfern Les Riddatales (Cichelsdorf. Rainrod, Anter- und Ober-Schmitten) zusammensetzt, muß nun auch hier mit verstärkter Arbeitslosigkeit gerechnet werden.
♦
1 Senkung der Kleinverkaufspreise für Hausbrandbriketts in Mitteldeutschland. 3m Rahmen des Programms der Reichsregierung hat auch Las Mitteldeutsche Braunkohlensyndikat Preissenkungen vor» genommen. 3n Verbindung mit den Kohlenhänd- lervcrbänden hat das Syndikat dafür Sorge getragen, daß die Senkung der Kleinverkaufs- prcise nicht auf die von der Produktion gewährten Preisnachlässe beschränkt bleibt. Durch diese Maßnahme ist erreicht worden, daß im gesamten Absatzgebiet des mitteldeutschen Braun- kohlenshndikates die Kleinverkaufspreise für Briketts um mindestens 5 Pfennig je Zentner gesenkt werden.
* H e s s e n - N a s s a u i s ch e G a s A G., F r a n k- s u r t a. M. Die der Thüringer Gasgesellschaft und der Stadt Frankfurt a. M. nahestehende Gesellschaft beabsichtigt eine Erweiterung ihrer Interessen durch Erwerb der Aktienmajorität der Limburger Gasbeleuchtungsgesellschaft in Limburg (AK. 210 000 RM.) aus Privatbesitz. Dieser Kauf bedarf noch der Genehmigung des Aufsichtsrats der Hesfen-Nassaui- schen Gas AG.
* Rheinisch-Westfälisches Elektrizi- t ä t s ro e r f A G., Essen. In der Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen, der GV. am 28. November aus dem nach 24,62 (21,62) Millionen Mark Abschreibungen sich ergebenden Reingewinn von 25,98 (20,33) Millionen Mark wieder 10 v. f>. Dividende auf das volle Aktienkapital von 243 Millionen Mark zu verteilen. Der Stromabsatz erreichte 1929'30 eine Höhe von 2782 (t. 93. 2067) Millionen kWh, stieg also um rund 34 v. H.
Urankfurtcr Börse.
Frankfurt o. M., 1. Rov. Tendenz:gedrückt. — Die Wochenschlußbörse zeigte in ihrer Kursgestaltung eine weiter absteigende Kurve. Die Kulisse war infolge der ungünstigen Lage stark reserviert und schritt zum Teil zu weiteren Abgaben. Günstige Momente waren nicht vorhanden. Verstimmend ivirkten die zumeist schwächeren Auslandbörsen und die unzulänglichen Erklärungen von Siemens und AEG. Das Geschäft bewegte sich in denkbar engsten Grenzen. Material wurde wohl an den Markt gegeben, doch nahm dies keinen größeren Umfang an, genügte aber, um erneute A b - schwächungen von 1 bis 2 v. H. gegenüber der gestrigen Abendbörse herbeizuführen. Es war jedoch eine gewisse Wider st andssähigkeit im Grundton der Börse zu erkennem die sich auch in der Kursgestaltung einzelner Werte auswirken konnte. Die möglichen Dividendereduzierungen einiger Unternehmen konnten nicht mehr so erschreckend wirken, da sie bei der herrschenden Wirtschaftslage als unvermeidlich hingenommen werden müssen. Nur in Süddeutsche Zucker kam Material in größe
rem Umfange heraus, und die 1-v. H.-Dividende- reduktion wirkte sich hier sehr ungünstig aus. Sie verloren 4 v. H. Am Elektromarkt waren Siemens und Gessürel mit je minus 1,5 v. H. etwas gedrückt, während Schlickert, Licht & Kraft und AEG. gut behauptet waren. Arn Chemiemarkt bestand für Metallgesellschaft etwas Interesse, bei einem Gewinn von 1 d. H. Farben lagen knapp gehalten. Der Man- tanmarkt hatte ebenfalls nur geringe Umsatztätig feit. Mannesmann besserten sich etwas. Rheinstahl lagen dagegen etwas niedriger. Am variablen Markt machte sich Nachsragc nach Iunghans mit plus 1,75 v. H. geltend. Kunstseideaktien blieben behauptet. Schiffaartswerte waren nur wenig verändert Am Bankenmarkt machte sich etwas verstärkte Abgabeneigung geltend. Die Verluste gingen erneut bis zu 1,5 v. H Rur Barmer Bank lagen leicht erhöht. Renten still. Schutzgebiete waren weiter angeboten und erneut abbröckelnd. Der Pfandbriefmarkt rotes bei kleinsten Umsätzen kaum Veränderungen auf. Im Verlaufe konnte sich die Stimmung etwas bessern, und die Kulisse schritt zu einigen Deckungen. Es stellten sich Kursbesserungen um bis zu 1 vH. ein. Siemens blieben gedrückt. Metallgesellschaft traten stärker in Erscheinung und gewannen noch 1 v. H. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 6 vH. weiter versteift. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen' DoUar 4,1966, gegen Pfund 20,38, London gegen Kabel 4,8583, gegen Paris 123,69, gegen Mailand 92,81, gegen Madrid 43,80, gegen Schweiz 25,0340, gegen Holland 12,0628.
Berliner Börse.
Berlin, l.Nov. Auch zum heutigen Wochenschluß waren Orders von außenstehender Seite nicht eingetroffen, so daß zur Eröffnung schon kleines Angebot genügte, um m e h r p r o z e n t i ge A b - sch l ä g e herbeizuführen. Die vorliegenden Momente waren im großen und ganzen eher ungünstiger Natur. So verstimmten der schwache Schluß bet Neuyorker Börse, die anhaltenden Erörterungen der Dividendeaussichten bei den Elektropapieren, für die allerdings die unveränderte RWE.-Dividende als freundliches Symptom bewertet wird, ferner die weiter ungünstige Lage am Röhrenmarkt und die 1-v. H.-Dividendereduktion bei Klöckner. Schon vorbörslich wollte man am Kalimarkt einen Baisseangriff beobachten, der dazu führte, daß die Salzdetfurth-Aktie zirka 6 vH. unter gestern Schluß gesprochen wurde. In diesem Zusammenhang wurde die Zeitungsmeldung über Entlassungen im Wintershallkonzern, die durch die Ueberfüllung der Lager und den augenblicklichen Rückgang des Kaliabsatzes nötig geworden sind, viel besprochen. Die ersten Kurse lagen dann nicht ganz so schwach, wie vorbörslich taxiert: durchweg gingen die Abschwächungen bis 2,5 v. H. Gedrückt waren Westeregeln und Bergmann: anderseits fielen Berger durch einen 4-v. H.-Gewinn und Deutsche Kabel, Stöhr, Elektrische Lieferungen mit je 1-v. H -Befestigungen auf. Elektrische Werke Schlesien eröffneten auch heute zunächst mit Minus Minus-Zeichen und wurden später mit 62 v. H. festgesetzt, roas einem Rückgang von 12,5 v. H. gegen die vorgestrige Notiz entspricht. Deutsche Anleihen knapp gehalten. Ausländer fast völlig geschäftslos. Bosnier 0,25 v. H. schwächer. Für Pfandbriefe ließ sich infolge der Drberlofigfeit eine Tendenz nicht fcststellen, wahrscheinlich werden sich im allgemeinen feine größeren Kursverluste ergeben. Reichsschuldbuchforderungen leicht anziehend. Der Geldmarkt war noch nicht erleichtert. Tagesgeld und Monatsgeld stellte sich auf 6 bis 8 v. H., Warenwechsel auf zirka 5,5 vH. Im Verlaufe machte sich kleines Deckungsbedürfnis geltend, das bei der Enge des Marktes zu Kursavancen um 1 bis 1,5 v H. führte. Später konnten sich die Besserungen nicht immer behaupten. Das Niveau bröckelte bis auf ben Anfangsstanb ab. Chabeaktien verloren 3 Mark. Elektrische Werke Schlesien waren weiterhin an- geboten. Durch feste Haltung fielen Karstabt auf, bie auf anhaltende Käufe von guter Seite um 2,25 v H. anzogen, nachbem bie Notiz bieses Papiers schon seit einigen Tagen eine beachtliche Wiber- stanbsfähigkeit zeigte.
Wochenbericht
vom Frankfurter Effektenmarkt.
Zu Beginn der neuen Woche war die Stimmung beruhigter und eher etwas freundlicher, da sich die Gegenstandslosigkeit der Gerüchte über Dankinsoldenzcn in Ame
rika erwiesen hatte. Da ober Aufträge kaum eingetroffen waren und der Markt ohne Anregungen lag, konnte das Geschäft nur schwer in Gang kommen. Die Folge davon war, daß, auch unter dem Druck einiger ungünstiger Nachrichten und herauskommenden Materials, zumeist Kursabschwächungen cintratcn. Die Kulisse verhielt sich, stark reserviert. Als nachteilige Momente wurden der ungünstige Beschäftigungsgrad im Reiche, die schwächeren Auslandbörsen und die verminderten Reichseinnahmen im September angesehen. Da das Material aber fast nie drückende Formen annahm, blieben die Kursverluste meist ziemlich bescheiden und tragbar. Sonderbewegungen waren nicht zu verzeichnen. Nachdem jedoch die glatte Aeberwindung der Liquidation gesichert war — Prämienware kam kaum an den Markt — wurde die Stimmung wieder freundlicher. Es trafen auch Orders, sogar von Aus- landseite, ein. Das Geschäft nahm im Zusammenhang mit Deckungen der Spekulation in Spezialwerten lebhaftere Formen an. Es ergaben sich teilweise beträchtliche Kursbesserungen. Auch zeigten die Auslandbörsen ein zuversichtlicheres Bild. Bald trat jedoch ein erneuter Tendenzumschlag ein. Ausgehend vom Linoleum markt griff eine starke Der - ftimmung um sich. Deutsche Linoleum waren stark angeboten und wurden erheblich im Kurse gedrückt. Anlaß hierzu boten Gerüchte, die von einer Dividendenreduzierung wissen wollten. Die Berwaltung gab ein Dementi heraus, aber eine Beruhigung trat nicht ein, da in dieser Veröffentlichung gerade der Kernpunkt umgangen wurde. Lediglich wurde von einer günstigen Be
schäftigung gesprochen. Man hielt also an der ersten Meinung fest, und das Angebot wurde noch größer, so daß sich im Laufe der Woche ein Gesamtverlust von nahezu 26 Proz. einstellte. Zwischendurch wurde ein Kommuniquö angekündigt, wodurch sich an der Börse eine Beruhigung einzustellen schien, aber nur scheinbar. Denn auch in dieser Veröfsentlichung war die Verwaltung sehr zurückhaltend und schwieg sich in bezug auf die Dividende vollkommen aus. Die Börse konnte sich jedoch, nachdem sich der Sturm gelegt batte, wieder etwas bessern Einige günstige Nachrichten waren selbstv:rüändlich mit- bestiinmend. Dor allem wurde der Abbruch des Streiks der Berliner Metallarbeiter begrüßt. Man hofft, daß bald eine Einigung erzielt werden wird. Auch lagen aus dem Auslande höhere Kursmeldungen vor. Das Geschäft war wieder zufrieden st el le nder. Anregend wirkte noch großes Kaufürteresse für Kunstseidewerte, die angeblich von holländischer Seite stark gesucht gewesen sein sollen. Man sprach von einem besseren Geschäftsgang bei diesen Unternehmungen. Gegen Wochenschluß wurde die Börse unter Beeinflussung von erneuten Abgaben in Dt. Linoleum und Zellstoff Waldhof, bei denen auch eine Dividendenreduktion vorgenommen werden soll, erneut schwächer. Die Kursgewinne gingen größtenteils wieder verloren. Nur Reichsbank (plus 4), Aku (plus 7) und Bemberg (plus 6 Proz.) lagen noch fester. Waldhof hatten 6 Proz. verloren. Sonst lagen die Kurse unter Berücksichtigung des Reports gut behauptet. Schisfahrtswerte etwas schwächer. Anleihen und Pfandbriefe hatten kaum Geschäft, waren aber auch behauptet. Tagesgeld 4 Proz. Am De-
Neues für den Büchertisch.
— Arthur Kahane: Theater. Aus dem Tagebuch des Theatermannes. Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser-Verlag G. m. b. H., Berlin-Charlottenburg 2. (393.) — Der Verfasser ist der Dramaturg des Deutschen Theaters in Verlin. der Freund und literarische Berater Max Reinhardts: Arthur Kahane. Aus seinen Tagebuchaufzeichnungen ist ein Buch entstanden, das an Lebendigkeit der Darstellung, an stofflicher Vielseitigkeit, an persönlich Erlebtem von keinem anderen Buche gleichen Charakters übertroffen wird. Neben den modern gesehenen Problemen des Dramaturgischen bilden die Menschen des Theaters den Mittelpunkt. Hier erzählt, enthüllt, kritisiert einer der berufensten Praktiker aus seiner jahrzehntelangen Theaterzeil. Wie ausgedehnt der Verfasser den Begriff Theater faßt, erkennt man bereits aus dem Inhaltsverzeichnis. Kapitel wie: Das Menschliche auf der Bühne: Vom dramatischen Handwerk: Politik im Theater; Wer geht, und warum geht man zum Theater; Das Vorsprechen; Die Rolle; Woran erkennt man ein Talent; Liebe am Theater — um nur einiges aus der Fülle des Behandelten herauszugreifen — fesseln und überzeugen in ihrer meisterhaft-impulsiv geschriebenen und ungeschminkten Darstellung. Der geringe Preis von 2,90 Mk. (272 Seiten in Halbleder gebunden) ist ein besonderer Vorzug dieses Buches.
— Beruh ard Fehr: Die englische Literatur der Gegenwart und die Kulturfragen unserer Zeit. (Hefte zur Englandkunde, horausgege'en von Herbert Schäffler, o. ö. Professor an der Universität Köln. Heft 3) 84 Seiten 8°. Kart. 2,50. Verlag Bernhard Tauchnih, Leipzig 1930 (425). — Diese Schrift des bekannten Züricher Anglisten gibt in vorbildlicher Kürze, klarer Gliederung und Ue- bersichllichkeit einen Querschnitt durch die mannigfaltigen Strömungen der zeitgenössischen Literatur in England. Der Verfasser erkennt die wesentlichen Grundlagen, die wichtigen Problemstellungen, die entscheidenden Generationsunterschiede, stellt sie dar und grenzt sie gegeneinander ab. Er läßt aus dem Gesamtbilde die Individualitäten herauswach'en und analysiert die Einzelerscheinungen, ohne dabei auf eine Rest- losigkeit bedacht zu fein, die den Rahmen der Broschüre sprengen würde. Das Charakteristische wird herausgestellt; dabei ergeben sich zwanglos die inneren Beziehungen auch zur deutschen Literatur unserer Zeit. Besonders aufschlußreich erscheinen uns in diesem Sinne etwa die Ausführungen über Joyce, Sheriff und Wallace. Das
Ganze: eine gut informierende, zu eignen Entdeckungen anregende Einführung.
— Die Handelshochschule, Lehrbuch der Wirtschaftswissenschaften, herausgegeben von Univ.-Prof. Dr. F. Schmidt. — Industrieverlag Spaeth & Linde, Berlin W 10, Wien I. Während die Fachschule, die Fortbildungsschule und die für sie bestimmte Literatur den jungen Kaufleuten die ersten Grundlagen der Wirtschaftswissenschaft vermitteln, haben die Handelshochschulen die Aufgabe, durch streng wissenschaftliche Ausbildung reiferer Menschen Handel und Gewerbe hochqualifizierte Kräfte und Wirtschaftsführer zur Verfügung zu stellen. Das gleiche Ziel stellt sich das große Sammelwerk „Die Handelshochschule", das wie im Namen so auch im Aufbau und der Darbietung des Wissensstoffes sich bewußt an Lehrplan und Lehrmethoden der genannten akademischen Lehranstalten anlehnt. Wie im Lehrplan der Handelshochschule ist auch der Stofs des vorliegenden Werkes in die großen Hauptgruppen Betriebswirtschaftslehre, Volks- wirtschastslehre, Rechtswissenschaft und Crgän- zungssächer, umfassend Genossenschaftswesen, Nachrichten- und Güterverkehr. Wirtschaftsgeographie und Wirtschaftsgeschichte, Bücher- und Bilanzrevision, Steuerwesen, Reklame- und Versicherungswesen, geteilt. Erste Fachwissenschaftler an deutschen Hochschulen geben für ihre Arbeitsgebiete eine eingehende Darstellung des Stoffes, wie er dem Inhalt der grundlegenden Vorlesungen der Handelshochschule entspricht. Besonderen Wert hat das Werk durch seine zahlreichen Beispiele und Uebungen, die das Verständnis erleichtern und den Studierenden zur eigenen Mitarbeit zwingen. Sehr eingehend sind auch die kalkulatorischen Probleme behand.lt und in der Abteilung Buchführung die verschiedenen Buchführungsmethoden unter besonderer Berücksichtigung der modernen maschinellen Buchungsweisen. Wenn man die einzelnen Abteilungen durchsieht, kann man wohl sagen, daß hier dem Studierenden bestes Material in möglichst konzentrierter Form in die Hand gegeben ist, um sich in seinem Beruf über das Durchschnittsniveau hinaufzuarbeiten und zugleich der Wirtschaft ein fachkundiger Mitarbeiter zu fein. Die einzelnen Abteilungen bilden ein in sich geschlossenes Ganze. Das abwechselnde Erscheinen von Teilen der vier Ab- teilungen bringt stets neue Anregung. Das Werk erscheint in 14tägigen Lieferungen zu je 1,50 Mk. Im ganzen werden es rund 80 Lieferungen in einem Gesamtumfang von etwa 5000 Seiten.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v. H., Lombardzinsfuß 6 o. H.
Frankfurt a. 2):
Berlin
Schluß-, tu re |
t-Uhr. Kurs
Schluß- hird
Anfana» Kurs
Datum
31 10
1 11
31 10-
1.11
6% Deuklche Reichsanleihe von 1927 .........
87
_
87,25
7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ........
98
_
98,1
Deutsche Ant.-AblSs.-SchuId mit Auolos.Rechten .....
54,13
_
54,25
54,3
DeSgl. ohne AuSlos.-Rcchte . .
6,45
—
6,475
6,4
8% Hell. Bolksslaat von 1929 (rüdtablb. 102%)......
88,5
89
_
dberhessen Provinz - Anleihe mit Auslos.-Rechten.....
50,5
_
_
_
Deutsche Komm. Cammelabi.
Anleihe Serie 1 ....
51
_
51,5
_
6% Rrantl. Hnv.-Bank Goldpse XIII unkündbar bie 1934 . . .
98,25
_
_
7% firanff. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar bis 1932 .....
93,25
_
_
_
<%% Rheinische Hyp.-Bank £iqu. Goldpse........
85,1
_
8% Pr. Landespiandbttesanftalt, Blandbriese R. > 9 . -
100
_
100
8% Pr LanderpsanrbttesanstaU, Komm.-Lbl. N. 20......
'% Br. Landespiandbriesanstalt, Psandbriese R. 21......
97
_
97
97
97
—
i E.G. abg. BonnegS-Obligatio- nen, rürfiablbar 1932
94
—
-
<% cenerretchllche Goiorente . . <20% Oesterrcichische Silberrente <% Oekterreichilche Einheitliche
26,5 3
—
26,8
2,95
—
Rente . . .
1,75
_
1,85
_
•*% Ungarische Goldrente ....
23,7
——
23,8
_
<% Ungarische Staatsrente v. 1910
—
19
—
4^r% besgl. von 1913
19,5
—
—
4% Ungarische Kronenrente . . • 4% Türkische Zotlanleihe von 1911
1,85
—
1,85
—
4,4
—
_
4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie 1.....
4% desgl. Serie II.......
4,25
-—
—
6% Rumänische vereint). Rente von 1903
8,25
8,5
_
•tt% Rumänische veretnh. Rente von 1913 ..........
14,13
14,13
1% Rumänische vereinh. Rotte .
6,85
—
6,85
—
Frankfurt a. M
Lettin
tu re ।
1-Uyr- fi re
Schlußkurs
Äniang- Kurs
Datum
31 16
1 11
31 10
1 11
Hamburg.Amerika Paket . .
. <
77
—
76.9
75,5
Hamburg-Südam. Tampsschiss
. 8
—
_
—
Hansa Tampsschiss ....
10
—
—
Norddeutscher Lloyd ....
. 8
76,75
76
76,9
75,25
Allgemeine Deutsche Credltanst. 10
98,5
78.13
Barmer Bankverein . . .
10
103,25
103,5
103
103,5
Berliner Handelsgesellschast .
12
130
—
130,25
130
Commerz, und Privat-Bank .
11
115.75
110,5
115,5
114,5
Darmstädter und Nationalbank
12
149,5
—
150,25
149
Deutsche Bank und
Disconto.Gesellschaft, . . .
10
111,5
110
111,5
110,5
Dresdner Bank......
10
112
111,25
112
111
Reichsban!........
12
—
—
228
227
AEG...........
. 6
117
117
116,75
115.75
Bergmann........
. 9
—
—
—
134
Eleklr. LieserungSgelellschafk.
10
—
——
112,5
113,6
Licht und Kraft......
10
123
123
123,25
122,75
gelten ä Guilleaume . . .
’S
96
—
96
—
GelelÜchaft sür Elektrische
Unlernebmungen ....
10
—
122
123,25
122,13
Hamburger ElektrizitütS-Wette
10
——
—
115
_
Rheinische Elektrizität . . .
. 9
—
—
—
Schlciiiche Elektrizität. . . .
10
—
—
117
115,5
ediudett & Co.......
11
132,25
132.75
134,5
132.25
Siemens & Halske .....
16
177
175.5
177
174.25
Tranoravio . .......
. d
—
—
Labmeyer & Co.......
1(
146,5
—
146,5
—
Buderur...... • •
. 6
54
—
54
—
Deutsche Erdöl ......
. 6
—
67
66
Eilener Steinkohle .....
. 8
—
-
—
—
Gelsenkirchener ......
. 8
89,5
89
—
. 0
89
—
88,25
—
Hocsch Eisen..... • .
6%
—
——
78,25
Itie Bergbau.......
10
220,5
—
—
Klöchiermcrke . ......
. 7
69
——
69,25
69.25
Köln-Rcuessen.......
. 7
—
——
81
—
Mannesmann-Röbren ...
. 7
72
72,5
73,25
73
Man-sclüer Bergbau ....
e <
39
—
39
Lberichles. Eisenbedars ...
. d
——
—
—
—
. 7
—
76.75
75,75
Phönix Bergbau......
cy,
66,75
—
67,5
67,13
Rheinische Braunkohlen . .
10
—
—
174,5
172,75
Rheinstahl . .......
. 6
—
78,25
79.5
78,4
Riehes Mont« ......
V
—
—
—
Datum
Frankfurt a. 071.
Lettin
(Schluß« kurs
31 10
t-ilhr- Kur'
1 11
Schluß- für.
31 10
Anfang- Kurs
1 11
Bereinigte Stahlwette . . .
Ltavi Minen......16'/,
Kaliwette Aschersleben . . . lu
Kaliwerke Westeregeln ... 10
Kaliwette Salzdetfurth ... 15
$. ®. Farben-Invufttte ... 12
Dynamit Nobel.......6
Scheideanstalt........ 9
Goldschmidt ........ 6
Rütgerswette ...<••••. 6
Metallgesellschafk. ...... t
Philipp Holzmann......7
Zementwett Heidelberg . . 10
Cementwett Karlstadt. .' . . 10
Wavß & Freytag......8
SSulthetr Patzenhoser ... 15
Cftroerfe.........12
Aku...........18
Bemberg.........14
Zellstoff Waldboi .... IS'/,
Zellsloss Aschaffenburg ... 12
Charlottenburger Wasser ... 8
Dessauer Gar..... 9
Daimler Motoren . ..... 0
Deutsche Linoleum ......
Not. Automobil ....... 0
£ renitent & koppel . .... 6
Svenska .......
Frankfurter Maichmeo .... 4
G eigner....... 6
Heyligenstaedl ....... 0
Iungdans.........6
Lechwette........ . 8
Mainkraftwette Höchst a. M.. . 8
Miag...........10
Gebr. Roeder...... io
Leigt & Haesfner ...... 9
Süddeutsche Zucker . . . . io
68,75
192
193.5
262
140,5
135
43,25
49,13
85.5
79,5
89
52
66,5
69
08.5
81
126,5
118
281
17,5
29,5
25,25
87
71
93
150
139
S 1 1 1 1 1 tS 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 £ 1 1 - 1 T2 ^IIIIS 1 1 1 1 1
68,75
33,4
195
265
140.5
65
43.25 49,5 85,9
52
176,75
141
68,65
69.25
10t)
81.9
83.5
111,75
24
127
35,25
49,13
118
282,5
18
29,5
25,65
72,5
149,75
135,5
68,25
33,25
190
192 260,75
139,25
43 48,75
86
80
175
66,5
67 107,4 80,75 83,25 109,5
24 125,5
34,5
48,5 117,5 280,5
—
25,75
—
Banknoten.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 7N.
Serlin, 31. Oktober
weid
»riet "
Amen'ani'che Noten.....
4,186
4,206
Belgische Noten .......
58,27
58,51
Dänische Noten .......
111.88
112,32
Englische Noten .......
20,354
20,434
iZranzousche Noten.......
16,43
16,49
Holländische Noten.......
168,52
169,20
Italienische Noten........
21,90
21,98
Norwegische Noten.......
111.88
112,32
Deutsch-Oesterreich, 1 1OO Schilling
58,95
59,19
Rumänische Noten .......
2.47
2,49
Schw-'dnche Noten.......
112,23
112,67
Schweizer Noten ........
81,19
81,51
Spanische Noten ........
46.41
46,59
T'chechoilowokische Noten.....
12,395
12,455
Ungarische Roten .....
73,20
73,50
31 Oktober
1 November
Amtlich, Gelb
ho teruiiy i'rir
ÄmtUch. Geld
)'o ierunM »nt
Amst.-Nott.
168,83
169,17
168.83
169,17
Buen -AireS
1,437
1,441
1,448
1,452
Brff.Ankw
58,43
58,55
58,435
58,555
tihrittiania.
112,13
112,35
112,14
112,36
Kopenhagen
112,14
112,36
1'2,16
112,38
Stockholm .
112,49
112,71
112,49
112,71
Hei'tngiors.
10,548
10,568
10,548
10,568
Italien. .
21,95
21,99
21,945
21,985
London. . .
20.368
20,408
20,368
20,408
■'('ennort . .
4,1925
4,2005
4.193
4,201
Poris....
16,448
16.488
16,45
16,49
Schweiz ..
81,36
81,52
81,355
81,515
Spanien.
46.65
46.75
46.40
46,50
Japan . . .
2,082
2,086
2.082
2,086
Rio de Jan
0,419
0,428
0,426
0,428
Wien in T--
Ceft- abfleft
59,085
59,205
59,09
59,21
Prag . . . .
12,434
12,454
12,434
12,454
Beilrad . .
7,431
7,445
7,431
7.445
Budapest. .
73,37
73.51
73,37
73,51
Bui arien
3,037
3,043
3,037
3.043
Lissabon
18,81
18,85
18,81
17,85
Danzig. . .
81,48
81.64
81,48
81.64
Konst ntin.
1,784
1,789
1.784
1.789
Athen. .
5,43
5,44
5,435
5,445
Canada . .
4,197
4.205
4,197
4,205
Nrn uatj.
3,257
3,263
3,257
3,263
tiatro ..
20,885
20,925
20,885
20,925


