Ausgabe 
1.8.1930
 
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Oberheffen.

Gemeinderat in Schotten.

V S ch o t l e n, 30. Juli. Aus dem Gemeinde- r-a t: Durch die ausgesteuerten Erwerbs­losen soll ein größeres Stück Weg im Stadtwald chauffiert werden. Ebenso sollen an verschiedene Plätze zirka 200 Kubikmeter Steine angefahren wer­den, die durch die Erwerbslosen geklopft werden »ollen. Die Höllwiesen, die z. T. etwas versumpft sind, sollen entwässert werden, auch eine Drainage darin wird vorgenommen. Auch hier sollen mög­lichst Erwerbslose bei der Herstellung der Gräben verwendet werden. Mit dem Turn- und Sportverein ist eine Einigung über die Be­nutzung des Sportplatzes auf dem Bock­zahl erzielt worden. Der aufgestellte Vertrag wird genehmigt. Die Stadt gibt alljährlich 200 Mark, die beiden Vereine je 100 Mark Mit diesen Mitteln wird die Herstellung und Instandhaltung des Platzes bestritten. Ein Stellenplan für die Ge­meindebeamten, wie er nach dem neuen Gemeinde­beamtengesetz vorgeschrieben ist, wird aufgestellt und genehmigt. Darnach werden lt. Beschluß des Ge­meinderats nur drei Gemeindebeamte angestellt, Stadtrechner, Stadtsekretär und städtischer Schutz­mann. Alle übrigen Bediensteten der Stadt sind nicht als Gemeindebeamte anzusehen.

Seimalkundliche Dortrüge in Leihgestern

'S- Leihgestern, 30. Juli. Am vorigen Frei­tag fand in Leihgestern im Saale der alten Schule eine Sitzung des Staatswissen­schaftlichen Seminars von Prof. Lenz von der Universität Gießen statt. Als Gäste waren geladen Bürgermeister Heß, der Beigeord­nete W a l d s ch in i d t, die Lehrerschaft, als Ver­treter der landwirtschaftlichen Genossenschaft K. Faber und Heinrich Dern, sowie der ober- hessische Dialektdichter Georg Heß.

Bürgermeister Heß begrüßte die etwa 40 Er­schienenen und dankte dem Seminar, daß es Leih­gestern als Objekt seiner Untersuchungen gewählt habe. Gegenstand der Besprechungen war eine Tlntersuchung des Dorfes Leihgestern, seiner Ge­schichte, seiner wirtschaftlichen und sozialen Gliede­rung und seines Polkstums. Bon Mitgliedern des Seminars wurden drei Borträge gehalten. Der erste behandelte die geschichtliche Ent­wicklung des Dorfes. Ausgehend von der ethymologischen Deutung des Namens Leihgestern wurde die Entwicklung des Dorfes von seiner Frühzeit bis zur Gegenwart behandelt. Das zweite Referat unterzog die wirtschaftliche und soziale Gliederung einer näheren Tlntersuchung. Die Ausführungen ergaben, daß auch in unserem Dorfe die Zahl derer, die nur vom Ertrag ihrer Scholle leben, verhältnismäßig im Schwinden begriffen ist, während anderseits in der Arbeiterschicht fast, jeder ein kleineres oder größeres Stückchen Land und ein Wohnhaus sein eigen nennt. Interessante Aufschlüsse gab die Erörterung über die politische Glie­derung unserer Einwohnerschaft: dabei zeigte sich, daß die Stimmenverhältnisse zur Gemeinde­rats- oder zur Landtags- oder Reichstagswahl jeweils große Verschiebungen erfuhren.

Im dritten Vortrag wurde dargelegt, daß ein Dorf nicht allein vom Wirtschaftlichen und Politi- schen sein Gepräge erhält, sondern daß Volks­tum, überlieferte Sitten und Ge­bräuche auch in der heutigen Zeit noch von wesentlichem Einfluß sind. Unser Dorf gehört zur Kulturgemeinschaft des Hüttenbergs: die drei typischen Merkmalen Dialekt, Tracht und Bauform lassen diese Zugehörigkeit noch heute deutlich erkennen. Die Vorträge wurden durch Vor­führung von Lichtbildern ergänzt. Anschließend trug der als Gast anwesende Heimatdichter Georg Heß sein GedichtMir aus'm Hütteberk" vor. ?. Für die geladenen Gäste aus Leihgestern ergab sich in den Vorträgen manches Wissenswerte, und es darf deshalb diese Arbeit des Seminars als ein Stück echter Volkskunde bezeichnet werden. Da sich noch viele Leihgesterner für den Inhalt dieser Vorträge interessieren dürften, wäre wohl zu empfehlen, daß gelegentlich der Volkshochschul­abende im nächsten Winter vor einem größeren Kreis unserer Leihgesterner Bürger über diese Themata gesprochen würde.

Auf der Rindsmühle schloß sich an die Vor­tragsstunden ein gemütliches Beisammensein an, das die Teilnehmer in angeregter Unterhaltung noch lange vereinte. Georg Heß gab durch den Vortrag einiger seiner Gedichte den Seminaristen den unverfälschten Dialekt des Hüttenbergs zu hören und einen tiefen Einblick in die Volksseele des Hüttenberger Bauern.

Landkreis Gietzen.

Lollar, 30. Iuli. Aus der jüngsten Ge - m e i n d e r a t s s i h u n g ist als bemerkenswert zu berichten: Die Festsetzung der endgültigen Gemeindeumlagensähefür 1 92 9 bringt eine Ermäßigung der Sähe gegenüber den vor­läufigen Sähen, so daß den Steuerpflichtigen eine Rückzahlung bzw. Gutschrift zuteil wird. Die Sähe werden wie folgt festgesetzt (die Zahlen der vorläufigen Veranschlagung sind in Klammern beigefügt): Grundsteuer: auf 100 Mark Steuer­werk für Gebäude und Bauplätze 8 (12) Pf., für land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundbesitz 16 (24) Pf.. Gewerbesteuer: auf 100 Mark Steuer­wert für gewerbliche Anlagen und Betriebskapital 36 (40) Pf., für Gewerbeertrag 150 (150) Pf., Sondergebäudesteuer: bei Gebäuden mit einein Steuerwert bis 7000 Mark 45,75 (45,75) Pf., bei einem Steuerwert über 7000 Mark 39,93 (39,93) Pf. von 1 Mark staatlicher Sonderge­bäudesteuer. Die vorläufigen Aus- schlagssähe für 1 9 3 0 bleiben die gleichen wie die vorläufigen des Rj. 1929. Die Rech» nung für 19 30 schließt ab: für den Betrieb mit 164 624 Mk., für das Vermögen mit 32 216 Mark, insgesamt 196 840 Mk. Mr die Weiß- Kinderarbeiten am Gemeindehaus in der Hauptstraße (ehem. Schule) liegen vier An- gebote vor. Der Voranschlag beziffert sich auf 1100 Mk. Den Zuschlag erhält Fr. R i n g l e b mit 711 Mk. Für Arbeiten am Gemeinde­haus in derKirchstraße ergibt sich folgen­des: Weißbinderarbeiten: Voranschlag 396 Mk Zuschlag L. He t tch e mit 288 Mk.: Schreiner­arbeiten: Voranschlag 81 Mk., Zuschlag W. Ewald 78,10 Mk.; Maurerarbeiten, veranschlagt zu 142 Mk., erhält H.Deibel mit 132,70 Mk., Dachdeckerarbeiten zum Angebotspreis von 40 Mark bei gleichem Voranschlagsbetrag L. Rie - derböfer. Die Kanalisation der Bahnhofstraße die nur auf eine Entfernung von 50 Meter durchführbar wäre, soll vorläufig nicht erfolgen.

Ö Holzheim, 30. Iuli. Am Sonntag fand hier das Preisschießen des Hassia- bezirkes Butzbach - Dad-Rauheim,

Gruppe !, statt. Zu dieser gehören außer Holz­heim noch sieben umliegende Dörfer. Geschossen wurde nur vonHassia"-Kameraden und Mit­gliedern von Kleinkaliberschützenvereinen mit deren Büchsen. Von den Einheimischen war Glasermeister Ernst Gg. Hartm. Zeih mit 51 Ringen (6 Schutz, schwere Bedingungen) der beste Schütze. Die Beteiligung war größer als bei Gruppe h und 111. Die Preisverteilung er­folgt später für den ganzen Bezirk gemeinsam.

I Aus dem südlichen Kreise Gießen, 31. Iuli. Das kühle Wetter hat die Ernte» arbeiten ungemein gefördert. Von früh bis spät können die Landwirte Getreide schneiden, das bei sengender Sonne kaum möglich gewesen wäre, da dann die Halme abbrechen. Weil fast alle Frucht lag, mußte die Arbeit ohne Maschine gemacht werden. Rur hier und da hörte man auf einzelnen Aeckern ihr Geklapper. Roggen und Gerste sind geschnitten und stehen auf Haufen, der Weizen wird wohl in dieser Woche noch erledigt werden. Der Hafer ist inzwischen auch reif geworden. Wenn nicht Regenwetter eintritt, dürfte die Ernte Anfang nächster Woche überall beendet sein. Die Befürchtungen, daß ein großer Teil des Getreides ausgewachsen sei, haben sich glücklicherweise nicht bestätigt, hier und da ist lagernder Roggen und vor dem Regen geschnit­tene Gerste etwas angekcimt. Im allgemeinen ist der Gesamtertrag aber als ein mäßiger zu bezeichnen. Bei Weizen wird vielfach an­gegeben, daß die Körnermenge 50 Prozent ge­ringer sei als 1929. Die ergiebigen Regen der vorletzten Wochen haben auf den Wiesen Wunder gewirkt. Reben der reichen Heuernte wird nun auch die Grummeternte vorzüglich sein. Das Ausmachen der Frühkartoffeln hat sich in­folge der Erntearbeiten etwas verzögert. Durch die Trockenheit im Iuni sind die ganz frühen Sorten nicht besonders gut ausgefallen. Das gilt vor allem für die SorteIuliniere". Dagegen ist der Ertrag derblauen Odenwälder", die in diesen Tagen geerntet werden, sehr gut. Der Preis für den Zentner beträgt zur Zeit 4,50 bis 5 Mark. Die Dickwurz und Spätkartoffeln stehen ausgezeichnet. Beim Gemüse wird allgemein über sog.falsche Herzen" geklagt. Das Innere der Pflanzen fault und stirbt ab. Ein Insekt als älebeltäter kommt kaum in Frage, auch nicht Kohlhernie, da Wurzelhals und die Wurzeln selbst ohne Anschwellungen sind, lieber die Ur­sache dieser Krankheit ist man noch nicht im klaren.

Kreis Friedberg.

Bad-Rauheim. 30. Iuli. Der neuge­gründete Verkehrsverein sieht eine seiner Hauptaufgaben im Heranziehen von grö­ßeren Kongressen, da diese nicht nur der Geschäftswelt zugute kommen, sondern auch als Werbefaktor für das Bad und seine Quellen von Bedeutung sind/Der Plan scheitert aber an der Saalfrage, da die Bad- und Kurverwaltung nur für ganz bestimmte Tagungen (Presse und Aerzte) die großen Säle des Kurhauses zur Verfügung stellt. Der Verkehrsverein beschloß deshalb in seiner gestrigen Sitzung, beim Fi­nanzministerium um Freigabe des Kur­hauses auch für wirtschaftliche und wissenschaftliche Kongresse vorstellig zu werden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

Q Groß-Rechtenbach. 31. Juli. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde der Haushaltsplan für 1 9 3 0 beraten und in Einnahme und Ausgabe auf 55 000 Mk. festgesetzt. Zur Bestreitung der hohen Kosten infolge der Zusammenlegung der Grundstücke, der Kanalanlage und Wasserleitung beschloß der Ge­meinderat, den Zuschlag auf die staatliche Steuer vom Grundvermögen, sowie auf die Gewerbe­kapital- und Gewerbeertragssteuer von 200 auf 400 Prozent zu erhöhen. Zur Bestreitung und Verzinsung der für den Kanalbau aufgewandten Kosten, sowie der laufenden Unterhaltung der­selben sollen mit Wirkung vom 1. Dezember v. I. ab Kanalgebühren von den Anliegern erhoben werden. Die restlichen Baukosten für die Kanal­anlage und die Umlegung der Grundstücke sollen durch die Aufnahme einer Anleihe von 10000 Mk. bei der Landesbank der Rheinprovinz gedeckt werden. Für den Gemeindewegebau wurden 1500 Mark bereitgestellt. Zwecks Einsparung von Aus­gaben beschloß der Gemeinderat, die Aemter des Flurhüters und der beiden Rachtwächter zu- sammenzulegen und das neue Amt in der Go- meinde öffentlich auszuschreiben. Die Errichtung einer Badeanstalt und einer Kleinkinderschule wurde zurückgestellt.

Kreis Biedenkopf

T Waldgirmes, 30. Iuli. Die Gemeinde­vertretung beschloß in ihrer letzten Sitzung, den abgeholzten DistriktPfingstweide" zur Fett- Viehweide anzulegen. Die Stöcke sollen ma­schinell gehoben werden. Kreis und Staat geben einen Zuschuß von 3000 Mk. Der Forstbehörl^ wird ein geeigneteres Geländeam Platz" zur Bepflanzung überlassen. DieAu" unterhalb des Dorfes wird drainiert. Es ist dafür ein Zuschuß von 5000 Mk. zugesichert.

Große Strafkammer Gießen.

* Gießen, 29. Iuli. Aus der Untersuchungs­haft vorgeführt wurde ein erst 24jähriger Melker, der troy feiner Iugend sehr häufig, insbesondere wegen Diebstahls vorbestraft ist. Wegen Rück - falldiebstahls hatte ihn das hiesige Schöfsen- gericht zu einem Iahr sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Er hatte einem anderen armen Arbeiter dessen Fahrrad gestohlen. Auch jetzt bestreitet der Angeklagte den Diebstahl und behauptet, daß das Fahrrad, mit dem er in der fraglichen Rocht gesehen wurde, einem Freunde von ihm gehöre, den er zufällig unterwegs ge­troffen habe. Dieser angebliche Freund war aber nicht zu ermitteln. Dagegen stimmte das von dem Angeklagten benutzte Fahrrad nach der Beschrei­bung von Zeugen genau mit dem gestohlenen Fahrrad überein. Das Berufungsgericht hielt den Angeklagten gleichfalls des Fahrraddieb­stahls für überführt und bestätigte unter Ver­werfung der Berufung das erstinstanzliche Urteil.

Im Oktober v. I. wurden in einer Rächt in Deckenbach und in Ruddingshausen mehrere Einbruchsdiebstähle begangen. Da die Diebe es in der Hauptsache auf Geld abgesehen hatten, suchten sie zu ihren Opfern Gastwirte und Metzger aus, bei denen sie Geld vermuteten, was sich auch in allen Fällen als richtig erwies. Reben größeren Geldbeträgen hießen sie auch sonstige Sachen mitgehen, die ihnen zum Teil zum Verräter werden sollten. Als nämlich in

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orbach.

Alle für die Redakllon bestimmten Mit­teilungen, Lösungen usw sind zu richten an die Schachredaktion des(Siebener Anzeigers"

Problem Nr. 271.

Von M. Barulin, Moskau.

Sadatschy y Etjudi 1929.

Schwarz.

3

2

8

6

5

4

7

a

a

b

b

c

d

d

e

f

ß

g

h

h

8

7

6

4

3

2

Weitz.

Weih zieht und seht in zwei Zügen matt.

Weiß: 11 Steine. Ke2; Db3; Tfl, 18; Le5, e6; 513, Bb4, g2, g3, g7.

Schwarz: 11 Steine. Ke4; Da4; Td8, h4; La7, h3;

Sd2; Ba3; b5, e3, h5.

Partie Nr. 198.

Im Meisterschaststurnier zu Bad Ems Pfingsten 1930 gespielt, 7. Runde.

Damenindisch.

Weiß: Dleutgen, Mainz.

Schwarz: Denkner, Frankfurt a.M.

1. d2-d4

2. Sgl-13

3. Sbl-d2

4. e2-e3

5. Lfld3

6. Ddl-e2

7. c2-c3

8. S13-e5

9. 12-14

10. 0-0

11. Sd2-f3

12. Lcl-d2

13. Ld3 - c2

14. b2-b3

15. Sf3xe5

16. Se5xd7

17. 14-15

18. 15xe6

19. De2-g4

20. Tal -el

21. e3-e4

22. Dg4-h3

23. e4xd5

24. Tele6

25. Tfl -el

1. Sg8-f6

2. e7-e6

3. b7

4. Lc8-b7

5. d7-d5

6. c7c5

7. Sb8-d7

8. L18-e7

9. Dd8 - c7

10. H7-h6

11. Th818

12. c5c4

13. 0-0-0

14. Sd7xe5

15. S16-d7

16. Td8xd7

17. Le716

18. 17xe6

19. Dc7-c6

20. T17-h8?

21. H6-h5

22. Kc8-b8

23. e6xd5

24. Dc6-c8

25. a7-a6

26. Lc215

27. L15xg6

28. Te6-e8

29. Te8xc8+

30. Ld2-f44-

31. Dh3-13

26. g7-g6

27. Td7-g7

28. Tg7xg6

29. Lb7xc8

30. Kb8-b7

31. Kb7-c6

32. b3xc4 32. Kc6-b7

33. D13xd5+ 33. Kb7-a7

34. Dd5-17+ 34. Lc8-'b7

35. D17xgö

und Schwarz gab auf. Eine vom Rachziehenden recht schwach gespielte Partte.

Partie Nr. 199.

3n der 4. Runde des Hauptturniers zu Bad Ems gespielt.

Englische Eröffnung.

Weiß: Drescher, Hanau.

Schwarz: Präger, Frankfurt a.M.

1.

c2c4

1.

c7-c5

2.

Sbl -c3

2.

Sg8-f6

3.

Sgl-f3

3.

d7-d5

4.

c4xd5

4.

Sf6xd5

5.

g2-g3

5.

Sd5xc3

6.

b2xc3

6.

Sb8c6

7.

LH-g2

7.

e7-e5

8.

Ddl-a4

8.

Lc8-d7

9.

Tal -bl

9

Ta8-b8

10.

0-0

10.

Lf8-d6

11.

Tfl-dl

11.

Sc6 - d4

12.

Da4 c4

12.

b7b5

13.

Dc4-d3

13

c5-c4

14.

Dd3-e3

14

Sd4xf34-

15.

De3xf3 '

15.

0-0

16.

d2-d3

16.

Dd8-.c7

17.

d3xc4

17

b5xc4

18.

TblxbS

18.

Tf8xB8

19.

Df3-d5

19.

Tb8-b!

20.

Lg2-e4

20.

Tbl-al

21.

Kgl-g2

21

Ld6-f8

22.

Dd5xd7

22.

Dc7xd7

23.

Tdlxd?

23.

Talxcl

24.

Le4 -d5

24.

g7-g6

25. Td7xf7

25.

Lf8-h6

26. Tf7xa7+

26.

Kg8-h8

27.

Ld5xc4

27.

Tclxc3

28.

Lc4-d5

28.

Lh6-d2

29.

a2-a4

29.

Tc3-a3

30.

h2-h4

30.

H7-H6

31.

e2-e3

31.

g6g5

32.

h4-h5

32.

Ld2-el

33.

Ta7-a84-

33.

Kh8-g7

34.

Ta8-g8+

34.

Kg7-h7

35.

Tg8 a8

35.

Kh7-g7

36.

Kg2-f3

36.

Ta3al

37.

Ta8a6

37.

Tal a3

38

Ta6-g6+

38.

Kg7-h7

39.

40.

Ld5-e4

Tg6-g4+

39.

40.

g5-g4-j- Kh7-h8

41.

Tg4g6

41. Ta3Xa4

42.

Tg6xh6+

42.

Kh8-g7

43.

Th6-g6-j-

43.

Kg7-n8

44.

g3-g4

44t

Ta4-a2

45.

Tg6 g8-f-!

Schwarz gab auf, eine von dem Teilsieger iml Hauptturnier stark gespielte Partie.

*

Richtige Lösungen zu den Problemen Rr. 265 und 266 sandte ein Herr S. Austerlitz, Gießen.

Lösung des Problems Nr. 268.

Don N. Kubbel.

1. Dg6-bl! (Mit der Drohung 2. Lc4-f- usw.)

1. . . ., Kd5xe6 2. Lfl c4+ usw.

1. ..Sg7xe6 2. Dbl f5+ usw.

1.....Ld7xe6 2. Dbl-b4! usw.

1. ..Sei d3 2. Dbl-b3+ usw.

Oie Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedaktionStisch.

Okkasion.

Meine Frau bietet mir in meinem Arbeits­zimmer verschiedentlich und recht intensiv ein Stück Kuchen an, das ich zum Schluß mit den Worten ablehne:Quäl mich doch nicht!" Da ruft Dorettchen aus dem Nebenzimmer:Mutti, quäl mich!"

Größenwahn.

Ein Spatz hüpfte um ein Kleinauto herum.

Was bist du denn eigentlich für ein Ding7" fragte der Spatz.

Ich bin ein Auto."

Haha!" lachte da der Spatz und schlug mit den Flügeln,und ich bin ein Verkehrsflug­zeug...!" (Lust. Bl.)

früher Morgenstunde des nächsten Tages von einer Gendarmeriestreife drei Handwerksburschen, die auf unbeleuchteten Fahrrädern fuhren, die Papiere nachgesehen wurden, fiel einem von diesen eine größere Zahl von Briefmarken zu acht Pfennig aus der Tasche, was den Gendar- meriebeamten sofort auffiel, weil die drei Wan­derburschen angegeben batten, sie seien arbeitslos und befänden sich auf der Suche nach Arbeit. Ein anderer von ihnen hatte eine Aktentasche bei sich. Einige Stunden später wurde bereits von Deckenbach gemeldet, daß dort den Dieben eine Aktentasche und eine größere, Zahl von Acht­pfennigbriefmarken außer anderem in die Hände gefallen fei. Kurze Zeit später konnte in Rud­dingshausen festgestellt werden, daß unmittelbar bis zu den Tatorten drei frische Fahrradspuren führten. Wegen Einbruchsdiebstahls wurden die drei Wandergenossen, die alle wegen Diebstahls vorbestraft sind, durch das hiesige Erweiterte Schöffengericht zu längeren Gefängnisstrafen ver­urteilt. Die gegen dieses Urteil von ihnen ver­folgte Berufung hatte keinen Erfolg. Auch das Berufungsgericht hielt den gegen die drei An­geklagten geführten Indizienbeweis für lückenlos und verurteilte unter Verwerfung ber Berufung jeden der Angeklagten zu zwei Iah- ren Gefängnis.

Daten für Samstag, 2. August.

Sonnenaufgang 4.24 Uhr; Sonnenuntergang 19.47 Uhr. Mondaufgang 14.29 Uhr: Mond­untergang 22.51 Uhr.

1815: der Dichter und Literaturhistoriker Adolf Friedrich Graf v. Schack in Schwerin geboren: 1914: Ultimatum Deutschlands an Belgien.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

D). 2TL, (5. Die OrganisationFebruar-Klub" unter Führung von Dr. Josef Windschutz wurde u. W im Februar 1929 in Köln von einer Gruppe junger Volksparteiler ins Leben gerufen und fand dann in der etwa zu gleicher Zeit in Berlin von Freiherr RocbusoonRheinbaben gegründetenFront 1929^ gewissermaßen ein Seitenstück.

Berliner Börse.

Berlin 1. Aug. (WTB. Funkspruch.) Bei der großen Geschäftsstille, die in der augenblicklichen Zeit selbst innerhalb der Börsenstunden herrscht, ist im Frühverkehr kaum noch eine Tendenz zu erkennen, auch heute haben Umsätze noch nicht stattgefunden. Es bleibt abzuwarten, ob die gestern oorgenommen^n

Depotentlastungen der Großbanken für die vor einigen Tagen gestürzte mittlere Berliner Bankfirma ihren Fortgang nehmen. Am Devisenmarkt nannte man London gegen Paris 123,80, London gegen Mailand 93, London gegen Spanien 42,95, London gegen Kabel 4,8718, London gegen Berlin 20,3790, Kabel gegen Berlin 4,1830, London gegen Buenos 40,40.

Aus aller Welt.

3m Gebirge tödlich verunglückt.

Nach einer Meldung desVorarlberger Tag­blattes" aus Au wurden gestern auf dem Weg zur Biberach-Hütie der Apotheker Theodor Bauer aus Eßlingen und Amalie Lutz aus Heidelberg durch Stein schlag getötet.

Verhaftung eines oberbadifchen Industriellen.

Der Gründer und derzeitige geschäftsführende Leiter der bekannten Eisenkonstruktions­firma Honeff-Werke AG. in Lahr-Dinglin- gen, Hermann Honeff, sowie dessen Sohn Heinz Honeff, der gleichfalls im Betriebe, wenn auch nicht verantwortlich tätig ist, sind unter dem Ver­dacht der Untreue, bzw. der Unterschlagung verhaftet worden. Von einer Stuttgarter Firma war an die Honeff-Werke für 200 000 Mark Eisen geliefert worden, von dem für 30 000 Mark ver­schwunden ist. Die Verhafteten, die zunächst einen Angestellten beschuldigten, das Eisen verscho­ben zu haben, wurden im Lause der Untersuchung so stark belastet, daß sie wegen Verdunkelungsgefahr verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis in Lahr eingeliefert wurden.

Der neue deutsche Bundes Jffet im Schießen.

Am Mittwoch, dem 5. Schiehtag des 19. Deut­schen Bundesschießens in Köln, wurde die deutsche Bundesmeisterschaft von dem Schützen Walter Di ttmann aus Hamburg mit 903 Punkten errungen. Ferner wurden im Laufe des Tages 53 goldene, 107 silberne und 83 grüne Kränze errungen.

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