Ausgabe 
1.7.1930
 
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eine große Kundgebung statt, an der die Führer der evangelischen Kirche. Vertreter der Behörden, der Schulen usw. teilnahmen. Zehntausende hatten sich zu dieser Kundgebung eingefunden, die den großen Platz und seine Zugänge füllten. Die alten Häuser am Markt waren mit Fahnen ge­schmückt und boten mit ihren illuminierten Fen­stern und Erkern einen prachtvollen Anblick. Festgeläute von den Kirchen St. Lorenz und St. Sebald, ein Posaunenchor und Ehorgesang leiteten die Feier ein. Der Prä­ses, D. Wolff, Aachen, hielt eine kurze An­sprache an die Menge, die in dem Bekenntnis

zur deutschen evangelischen Kirche gipfelte. Fer­ner entbot der Redner den deutschen Brüdern und Schwestern im Rheinland und der Pfalz den Gruh des Kirchentages und gab der Freude dar­über Ausdruck, daß in den nächsten Tagen die Fesseln ter, Besetzung im Rheinland und in ter Pfalz endgültig fallen werten. Zum Schluß setzte die Musik mit dem alten Kirchenlied .Run danket alle Dottl" ein, das von den Tausenden mitgesungen wurde. Die Vereine formierten sich dann zu einem Fackelzug, ter sich durch die Straßen der Stadt bewegte.

zueinander gebracht werden. Es ist durchaus berech­tigt. daß die Beamten als Ausgleich für di« Sicher- heit ihrer Stellung ein N o t o p f e r für die 2k- beimehmcr leisten, die ungünstiger gestellt sind. Die Deomtenoerbände würden klug handeln, wenn sie ihren Widerstand dagegen ausgeben. Ein« grund­legende Aenderung des ganzen Systems der Ar- beitslosenoersicherung wird sich in der jetzigen Krisenzeit tqum durchführen lassen. Die Unterneh­mer betrachten vielfach die Arbeitslosenversicherung als eine Versicherung gegen Konjunkturschwankungen und zur Erleichterung der verschiedensten Rationa­lisierungsmaßnahmen. Unter diesen Umständen haben die Unternehmer kein Recht zur Beschwerde über die Beitragserhöhungen. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob nicht in Heilen guter Konjunktur von den Unternehmern eine Rücklage erhoben werden sollte für die Wiederkehr neuer Krisen für die Versicherung, wie wir sie deute haben.

Um 181/, ilpr stellt Präsident Löte das Ein­verständnis des Hauses damit fest, daß die Be­ratung auf morgen vertagt wird. Während sich die Abgeordneten von den Sitzen crteben und auch die Mitglieder des Reichskabinetts er­scheinen (Kommunisten und Rationalsozialisten sind nicht im Saale), erklärt

Präsident Lobe:

Wie die Augen teS ganzen deutschen Volkes, so sind auch unsere Gedanken am heutigen Tage auf das Rheinland gerichtet, über dessen grüne Qtergc und alte Burgen, aus dessen Tür­men und Zinnen in dieser Rächt zum ersten Male die Fahne ter deutschen Republik emporsteigt, nachdem das letzte Hoheitszeichen fremder Gewalt verschwunden ist. Mit dem Gefühl ter Freude, daß das Ziel er­reicht ist, an dem einst so viel gezweifelt und das zeitweise auch ernstlich gefährdet schien, ver­bindet sich für jeden von uns, wo auch seine Heimat sei, ter Dank für die Treue, die daS Volk am Rhein in trübsten Zeiten dem deutschen Vaterlande gehalten hat.

Wir senden unseren Gruß und Glückwunsch an den Rhein für alle, die sich ter wieterge- wonnenen Freiheit freuen. Roch sind nicht alle Wunden geheilt, die dieser Krieg gerissen hat. Ich brauche nur an das Saarland zu er­innern und es bleibt bestehen unser aller Vor­satz, Deutschland die Freiheit und Gleich­berechtigung auf allen Gebieten zu erringen. Wir sind bereit zur Freundschaft mit ollen früheren Gegnern, wir sind bereit, in die große friedliche Familie ter Völker Europas cinzutreten, ater in ihr kann es keine ent­rechteten und keine minderberech­tigten Staaten geben. Wir wollen es tun als ein gleichberechtigtes Glied unter den Staaten unseres Erdteiles. Welche Ausgaben aber auch immer noch vor uns liegen, wir gehen mit Zuversicht an ihre Lösung: Anfeuern und be­flügeln soll uns dabei ter Erfolg dieses Tages und die Freude, die heute am Rhein aufleuchtet, anfeuern soll uns das Be­wußtsein. die deutsche Erde am Rhein ist wieder frei!

Wettervoraussage.

An der Südseite tes über Schweden und Dänemark liegenden Hochdruckgebietes herrscht in fast ganz Deutschland nordöstliche Luftzu­fuhr, so daß auch das meist heitere und trockene Wetter erhalten blieb. Jedoch ist mit dem sich durch die Zufuhr kontinentaler Luft nodj fort* fetzenden Temperaturanstieg Luftdruckfall verbun­den. wodurch das über Irland liegende Tief­druckgebiet immer mehr nach dem Festlande hin­gezogen wird. Bei dem weiteren Vordringen der Störung werden die Winde mit ter Zeit mehr nach Westen hin umdrehen und ozeanische Luft nach dem Festlante bringen. Beim Zusammentreffen ter kühleren ozeanischen

Die Reform der Sozialversicherungen.

Siegerwolds sozialpolitisches Reformprogl-amm.

Berlin, 30. Juni. 3n der Montagssitzung des Reichstags wurde die zweite Beratung des Haushaltes des Reichsarbeitsministeriums fortgesetzt in Verbindung mit ter Vorlage tes internationalen Liebereinkommens über den Heuervertrag ter Schisfsleute.

Reichsarbeiisminister Or Steqerwalv: Wir brauchen eine organische Verein­fachung und Verbilligung der Ver­waltung der Sozialversicherung. Die heutige Sozialversicherung ist etwas ganz anderes gewor­den^ als das, was vor 40 Jahren geschaffen wurde. Die Rationalisierung findet in der So­zialversicherung ihre Grenze da, wo ihre Durch­führung den sozialpolitischen Zweck ter einzelnen Dersicherungszweige gefährden würde. Ich habe schon früher den Standpunkt vertreten, daß durch die Sozialversicherung nicht die Familienbante ?errissen werten sollen und nicht die persön- iche, berufsgenossenschaftliche und gewerkschaft­liche Verantwortung aufgehoben werden darf. Die Sozialversicherung ist nicht Selbstzweck, son­dern sie dient der Förderung der Volksgesund­heit und der Sicherung gegen die mit dem Ar- beitsshstem verbundenen Gefahren.

Die Sanierung der Arbeitslosen­versicherung kann nicht dauernd durch Bei­tragserhöhung vorgenommen werden. Schon jetzt muß der Arbeiter 1 5 Prozent seines Lohnes für Versicherungsbeiträge abgeben. Der einzig mögliche Weg ist der, daß wir alle Zweige der Sozialversicherung daraufhin über­prüfen, wo Ersparnisse gemacht wer­den können. Aus dieser Erwägung heraus bin ich zu der Vorlage der Reform der Kran­kenversicherung gekommen.

Ein Prozent ter Ausgaben ter Krankenver­sicherung kann ohne Schädigung tes Versiehe* rungszweckes eingespart werden. Kein Volk ter Welt gibt so viel für Arzt und Arznei aus als das deutsche. Das liegt daran, daß die Hälfte tes deutschen Volkes aus eigener Tasche für Arzt und Arznei nichts bezahlt, sondern daß diese Ausgaben von der Versicherung getragen werden. Das ist eine lieber» spihung des Solidaritätsgedan­kens. Es hat mit sozialer Reaktion nichts zu tun, wenn man einen Teil der Arzt- und Arznei­kosten von dem Versicherten tragen läßt. x

Der Minister beschäftigt sich dann mit der For­derung tes Wohnungswesens. Die Mit­tel aus ter Haushinssteuer müßten mehr als bisher den kinderreichen Familien und den Reu­verheirateten zugute kommen. Besonders müsse ter Dau solcher Kleinwohnungen gefördert wer­ten, die 21, 33, höchstens 40 Mark Monatsmiete kosten. Eine Gefahr für das ländliche Siedlungs­wesen kann nicht anerkannt werten. Wir hoffen, künftig jedes Jahr in Verbindung mit einer

SiedlungSbank 50 bis 75 Millionen dafür ver­wenden zu können. Wir wollen auch den ländlichen Wohnungsbau nach Kräften fördern, um den Zuzug zur Stadt aufzuhalten und sogar ^u einer Rücksiedlung von den Großstädten aufs Land zu kommen. (Beifall.)

Oie Stellung der Parteien:

Abg. Hülser lEhr. Rat.): Gegen einzelne Bestimmungen ter Vorlage zur Sanierung der Arbeitslosenversicherung haben wir Bedenken. Einer Ueberprüfung ter gesamten Sozialversiche­rung mit dem Ziel einer Derwaltungsverein- fachung sttmmen wir zu. wenn dabei der soziale Gesichtspunkt zu seinem Recht kommt. Die Deckungsvorschläge des Ministers Dietrich be­deuten eine wesentliche Verbesserung ter ersten Pläne. Wir schämen uns der Volksgenossen, die ihr eigenes Kapital von dem Schicksal des Vaterlandes trennen, wenn das Vaterland in Rot ist. Die Regierung sollte mit allen Kräften gegen diesen moralischen Landesverrat vorgehen.

Abg. Litke (Soz.) führt aus. die Rovelle zur Krankenversicherung sei für die Sozialdemo­kraten unannehmbar. Sie nehme den Ver­sicherten Rechte, die sie sich durch ihre Beitrags- leistung erworben hätten.

Abg. Dr. Steiniger (Dnt.) begrüntet eine Entschließung, in ter die Reichs re gierung er­sucht wird, durch geeignete Maßnahmen auf den Gebieten ter Wohnungsversorgung und ter sozialen Fürsorge den weiteren Zuzug Wohnungs- und Arbeitsloser nach den Großstädten zu hemmen, solange die Wohnungsnot in den Großstädten dauert. Der Redner ersucht weiter um die baldige Vor­legung eines Gesetzes zur Einführung Ar­beitsdienstjahres.

Abg. Dr. Brauns (Ztr.): Die Kritik am Kran- kenkassenwesen richtete sich namentlich gegen das Simulantentum und die Ausnutzung der Kasse durch asoziale Elemente. Eine Abstellung der bestehenden Mißstände ist ein dringendes Gebot der Stunde. Wir bearüßen die Initiative der Reichsregierung auf diesem Gebiet und werten sie unterstützen, soweit das mit den Interessen der Kranken verein­bar ist. Die großen Leistungen ter amtlichen Ar­beitsvermittlung werden noch nicht genügend gewürdigt. Die produktive Erwerbslosenfürsorge muß weiter gefördert werten. Wir begrüßen das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Regierung und wünschen vor allem eine Verbesserung un­serer höchst mangelhaften Straßen. Ein Teil ter Erträge der Kraftfahrzeugsteuer könnte dafür verwandt werden. Die Hauszinssteuermittel sollten nur in solchen Fallen bewilligt werden, wo die Baupreise und die Baustoffpreise gesenkt wer­den. Bei der Arbeitslosenversicherung müssen Sei- träge und Leistung in ein gewisses Verhältnis

mit der heißen kvnttnentalen Lust werben sich Gewitterstörungen auslösen, die vereinzell auch Regen mit sich bringen.

Aussichten für Mittwoch: Allmäh­lich aufkommende Bewölkung mit Gewitterstö­rungen oder Gewitterregen.

Aussichten für Donnerstag: Teils heiter, teils wolkig, vorübergehende Gewitter­störung mit leichter Abkühlung.

Lufttemperaturen am 30. Juni: mittags 26,1 Grad Celsius, abends 20,8 Grad , am 1. Juli: morgen» 19,9 Grad Celsius. Maximum 28,6 Grad, Minimum 12,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 30. Juni: abends 27,1 Grad: am 1. Juli: morgen» 20,2 Grad. Sonnenscheindauer 15 Stunden.

Reisewetterdienst.

Garmisch-Partenkirchen. 19 Grad, gestern heißer Tag, Südostwind, heiter bis halb bedeckt, gestern meist heiter.

Berchtesgaden. 18 Grad, gestern heißer Tag, Windstille, heiter bis halb bedeckt, gestern meist heiter.

Westerland auf Sylt. 18 Grad, gestern heißer Tag, Südostwind, heiter bis halb bedeckt, gestern meist heiter.

B o r f u ip. 18 Grad, gestern heißer Tag, Süd­ostwind, heiter bi- halb bedeckt, gestern meist heiter.

Oie Wetterlage.

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Verantwortlich für Lokales: 3.93.: Dr. Thyriot.

Sprechstunden der rttcdattion.

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Freiwillige Versteigerung.

Am Dienstag, dem 8. 3uli 1930, nach­mittags 3% Uhr, werden auf dem Amts­zimmer des Hessischen Ortsgerichts in Gie­ßen Bergstraße 20, Zimmer Nr. 16, die nachstehenden im Grundbuche von Gießen a) den Johannes Schmidt Eheleuten in Gießen zugeschriel enen Grundstücke, näm- lich: 4747D

Flur 9, Nr. 41 = 1009 qm Grabgarten, Flur 9, Nr. 43 = 665 qm Hofreite, Frank-

futter Straße 167,

Flur 9, Nr. 44 = 58 qm Grabgarten, da- selbst,

die sich zum Betriebe einer Gärtnerei, Landwirtschaft oder eines Autogeschästes eignen, sowie

Flur 9, Nr. 113 = 2746 qm Acker, am

Schlangenzahl auf dem Aulweg,

Flur 9, Nr. 126 = 2556 qm Acker, am Schlangenzahl beim Zollstock,

Flur 9, Nr. 159 = 3504 qm Acker in den Wingerten,

Flur 9, Nr. 159 = 1542 qm Wiese in den Wingerten

versteigert.

Hieran anschließend b) die dem Peter Schmidt In Gießen zugeschriebenen Grund­stücke

Flur 9, Nr. 40 = 2061 qm Acker, am

Schlangenzahl, auf die Chaussee,

Flur 9, Nr. 42 = 241 qm Grabgarten, daselbst.

Die Bedingungen können an Werktagen, vormittags von 9 bis 12 Uhr, bei uns ein­gesehen werden.

Gießen, den 27. Juni 1930.

Hessisches Ortsgericht.

Leo, Vorsteher.

Mittwoch, den 2. Juli 1930, nachmittag» 2 Uhr, versteigere ich dahier, Neuenweg 28, imLöwen", zwangsweise gegen Bar­zahlung: 4764D

1 Schreibtische, Büfetts, Kredenzen, Ver­

tikos, Sofas, Kleiderschränke, Pianinos, einen Vervielfältigungsapparat, einen Trumeauspiegel, ein- und ein Kaffee­service, zwei elektrische Ständerlampen, einen elektrischen Heißwasserapparat, 416 Bände wissenschaftliche Bücher, 137 Bände Romane und Klassiker, 40 Paar Holzleisten, zwei Küchenanrichten, einen Bilderschrank, acht Stühle, ein Schreib­pult, eine Küchenuhr, einen Kassen- schrank, mehrere Bücherschränke, ein Fernglas, einen Photoapparat, zwei Ladentheken, drei Ladenregale, eine größere Partie Schuhmacherartikel, zwei Zimmerteppiche^ zwei Personenkraft, wagen, zwei Motorräder, ein Abfall­becken, einen Klubsessel, einen Jnstru- mentenschrank, eine Bohrmaschine, einen Operationsstuhl, drei Nähmaschinen.

Auf Grund tes § 1234 BGB.: zwei Herrenüberzieher, eine Herrenweste (Seide), einen Anzug.

2 . An Ort und Stelle (Bekanntgabe in obigem Lokal):

ein Pianino, einen Wäscheschrank, eine Waschkommode, einen Eisschrank, eine Kaffeemaschine, eine Wäschemaschine, ein Büfett, Kredenz, einen Ausziehtisch, eine Chaiselongue, sechs Stühle, zwölf Dtzd. Alpaka-Löffel, -Mester und -Gabeln.

3 Bestimmt:

zehn Bände Sperlings Handelsbücher. Moll, stellv. Gerichtsvollzieher in Gießen

Wiesecker Weg 16 Telephon Nr. 33L3

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister, Abteilung A, wurde eingetragen: 4742D

Am 23. Mai 1930 bei der Firma Schunk & Ebe In Heuchelheim: Dem Kaufmann Friedrich Karl Krauß in Gießen ist derart Gesamtprokura erteilt, daß er in Gemein- schuft mit einem der seither schon bestellten Gesamtprokuristen zur Vertretung der Firma befugt ist.

Am 5.Juni 1930 bei der Firma HL Schneider in Gießen: Die Firma ist er- loschen.

Am 11. Juni 1930 bei der Firma Otto Bingel & Co. in Gießen: Die Firma ist erloschen.

Am 19. Juni 1930 bei der Firma Otto Schaaf in Gießen: Die Firma ist erloschen.

Am 23. Juni 1930 bei der Firma Wil­helm Grün In Gießen: Die Prokura des Heinrich Krämer ist erloschen.

Am 25. Juni 1930 bei der Firma A. heh Söhne in Gießen: Der Ehefrau Frieda Heß geb. Hohenberg ist Prokura erteilt.

Am 26. Juni 1930 bei der Firma Her­mann kah IV. in Gießen: Die Firma ist erloschen.

Gießen, den 27. Juni 1930.

__________Hessisches Amtsgericht.__________

Kirschenversteigerung.

Donnerstag, den 3. Juli 1930, nachmit­tags 4 Uhr. sollen zirka 75 sehr gut be- hangene Bäume Kirschen (Einmachkirschen) meistbietend versteigert werden. Anfang an der Straße Bettenhausen-Muschenheim.

Bettenhausen, den 30. Juni 1930.

Hessische Bürgermeisterei Bettenhausen.

Leid ner. 4763D

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 26. Juni 1930 bei der Firma Deutsche Bank und Dlsconto-Gesellschaft, Zweigstelle Gießen in Gießen folgendes eingetragen: Durch Beschluß des hierzu ermächtigten Auftichtsrats vom 9. April 1930 ist der Gesellschaftsvertrag in § 19, Absatz 1 (Berufung der Generalversamm­lung) abgeöndert. 4743D

Gießen, den 27. Juni 1930.

__________Hessisches Amtsgericht.___________

Bekanntmachung.

In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 25. Juni 1930 bei der Firma Arnold Mueller. Gesellschaft mit be­schränkter Haftung in Gießen, folgendes eingetragen: Der Geschäftsführer Kammer- zienrat Gustav Arnold Mueller ist ver­storben.

Gießen, den 26. Juni 1930.

__________Hessisches Amtsgericht.___________

Arbeitsvergebung.

Für die Gemeinten Klein-Lichen Lar­denbach sollen Quellschürfungs- und Fas­sungsarbeiten vergeben werden. 47460

Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischem Kutturdauamt Gießen offen, wohin die Angebote verschlossen, mit ent­sprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Eröftnungstermin am Dienstag, dem 15. Juli 1930, vormittags 10 Uhr. einzu- reichen sind. Zuschlagsfrist zwei Wochen. Freie Auswahl bleibt vorbehalten.

Gießen, den 27. Juni 1930.

Hessisches Kulturbauamt.

2.D.: Mang old, Regierungsbaurat.

Arbeitsvergebung.

Für die Feldbereinigung Flensungen lallen auf der Bürgermeisterei zu Flen- sungen nachstehende Chaussierungsarbeiten, Pflasterarbeiten und Fuhrleistungen in einzelnen Losen vergeben werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hessischer Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis zum Er­öffnungstermin am Freitag, dem 11. Juli 1930, vormittags 10)4 Uhr, einzureichen find. Zuschlagsftift zwei Wochen. Freie Auswahl bleibt vorbehalten. 4745D

Gießen, den 25. Juni 1930.

Hessisches Kulturbauamt.

I. V.: Mangold, Regierungsbaurat.

Wafferleilungsarbeiten.

Für die Gemeinde wieseck sollen die Ar­beiten und Lieferungen für einen Anbau an den bestehenden Hochbehälter mit 200 cbm Nutzinhalt in Beton Decke in Eisenbeton, vergeben werden. Pläne und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Vordrucke nebst Skizze können für 1,50 RM. von hier bezogen werden. Er­öffnung der Angebote auf unserem Amt Samstag, dem 12. Juli 1930, vormittag» 10)4 Uhr. Freie Auswahl vorbehalten. Zu- schlagsfrist drei Wochen. 4744D

Gießen, den 28. Juni 1930.

Hessisches Kulturbauamt.

I.D.: Mangold, Regierungsbaurat. 6O8Chäft5-DniCk8aChon Rechnungen

Briefblätter Briefumschläge , Postkarten

bei Bruhl, Schulstraße? Geschäfts karten