sondere Erwähnung verdienen die hervorragenden Leistungen des Turnvereins Lang- Göns, der sich m fast allen Stufen an die Spitze setzte und damit den Beweis erbrachte, daß bei beharrlichem Fleiß auch den Landvereinen in der D. T. schöne Erfolge winken.
2lls Vertreter der Gauleitung wohnte 2. Gau- vertretcr Schneider (Butzbach) der Veranstaltung bei. Bevor Bezirksturnwart Lang die Siegerverkündigung vornahm, sprach der Bezirksvertreter, Studicnrat Thierolf (Friedberg), von den hohen Zielen und Aufgaben der D. T., insbesondere von dem großen erzieherischen Wert des Geräteturnens.
Dü Wetkkampfergebnisse, soweit sie den Leserkreis des „Gieß. Anz." besonders interessieren, sind aus nachstehendem Auszug aus der S i e g e r l i st e zu ersehen:
Göns, Gerhard Bender, Tv. Grüningen, 97 29. Kurt Kipp, Tv. Lang-Göns, 95 Punkte.
Turngau Labn-OünSberg.
Der Gau veranstaltete am Sonntag seinen diesjährigen Gauwaldlauf. Dieser wurde im Gelände am Lollarer Kopf ausgetragen für Klasse A (aktive Turner) Lausstrecke etwa 5 Kilometer, Klasse B (Zuaendoberstufe) Laufstrecke etwa 3,5 Kilometer, Klasse C (Iugendunterstufe) Laufstrecke etwa 2 Kilometer, und zwar für alle Klassen als Einzel- und Mannschaftslauf. Die Beteiligung war sehr gut. In Klasse A starteten 28, in Klasse B und C je 24 Turner. Die Turner hatten sich im Dereinslokal des Turnv. Lollar, dem diese Veranstaltung vom Gau übertragen worden war, gesammelt und marschierten dann geschlossen zum Sportplatz, der den Start sowohl als auch das Ziel des Laufes bildete. Das Ge
lände war für diesen Lauf sehr geeignet. Die Abwicklung ging unter Leitung des Gausport- wartes Winter (Launsbach) flott vonstatten. Sieger wurden
Klasse A:
1. K Wünsch (Hausen), in 18,15 Minuten! 2. Ludw Schomber (Reiskirchen), 18,26 Min.; 3. Ludw. Bepler (Kinzenbach): 4. Alb. Kachel (Waldgirmes): 5. Franz Sommer (Lollar).
Klasse B:
1. Hch. Beilborn (Bellnhausen), in 9,15 Min.: 2. Hugo Winter (Launsbach), 9,18: 3. Karl Rühl (Staufenberg): 4. Wilh. Hofmann (Alten- Buseck); 5. Hans Krämer (Ruttershausen).
Klasse C:
1. Karl Bonderheidt (Hausen), in 5,46 Min.: 2. Hch. Bachmann (Burkhardsfelden): 3. Karl Klein (Lollar): 4. Hans Pfaff (Kesselbach): 5. Ernst Seipp (Reiskirchen).
21 a n n s ch a f t s l a u f. Klasse A: Tv. Hausen: Klasse B. Tv. Staufenberg: Klasse C: Turnverein Kesselbach.
Dem Gauwaldlaus ging am Morgen in Wieseck eine Gauvorturner st unde voraus, die von allen Gauvereinen gut besucht war. Insgesamt waren etwa 90 Turner und 25 Turnerinnen angetreten. Durchgeturnt wurden unter Leitung des Verbandsturnwartes Diefenbach (Kelsterbach), sowie des Gauturnwartes Keller (Krofdorf) die Frei- und Geräteübungen für das in diesem Iahr in Steinbach stattfindende 2er- bandsfest des Südwestdeutschen Turnverbandes. Die Vorturnerstunde fand ihren Abschluß mit einem allgemeinen Kürturnen unter Mitwirkung der Derbandsriege.
Jugendopfertag des
Gau Marburg - Gau Gießen- Wetzlar 3:3
Es war ein glücklicher Gedanke, den Jugend- o p f e r t a g und den Frühjahrswaldlauf zusammenzulegen. Beide Deranstaltungen haben dadurch nur gewonnen und dürften ihren Zweck, die Erzielung möglichst hoher Spieleinnahmen, die an die Kasse des Westdeutschen Spielverbandes abgeführt werden und zur Finanzierung von Ausbitdungskursen bestimmt sind, sowie werbend zu wirken, voll erreicht haben. Die Durchführung war dem V. f. D. übertragen worden, der diese Aufgabe glänzend erledigte. Es hatten sich etwas mehr als 600 Zuschauer eingefunden, die den Verlauf der Kämpfe mit Interesse verfolgten.
Das Fußballspiel der Gaumannschaften von Marburg und Giehen-Wetzlar endete nach wechselvollem Verlauf mit einem unentschiedenen Resultat. Während Gießen-Wetzlar in der ursprünglichen Aufstellung antrat, hatte der Gau Marburg seine Besetzung geändert. Daß bei beiden Gegnern das Zusammenarbeiten der einzelnen Mannschaftsteile nicht recht klappte und den Aktionen die Einheitlichkeit und der Zusammenhang bis zu einem gewissen Grade fehlte, ist bei dem erklärlichen Mangel an gegenseitigem Verstehen der Spie.er, die zum erstenmal nebeneinanderstanden, nur verständlich. Dieser Mangel wurde aber ausgeglichen durch die zum Teil sehr guten Einzcllcistungen, das flotte Tempo und die fortgesetzt wechselnden Kampfbilder, so daß das Spiel im allgemeinen in seiner Art doch befriedigt haben dürfte. Der Verlauf: Schon nach fünf Minuten Spielzeit kann Gießen-Wetzlar ' nach forschem Angriff in Führung gehen. Marburg verschärft das ohnehin schon sehr floate Hempo und drängt auf den Ausgleich, den zu erzielen ihm kurz darauf gelingt. Wenig später tkmnen die Einheimischen aber wieder erneut die
Die gesiedelte Schlange.
Vornan von Edgar Wallace
14 Fortsetzung Wadihrud verboten
„Also, das ist in Ordnung. Ich will es Ihnen nun auch erzählen. Wenn Sie mich aber anzeigen, dann sind Sie ein schmutziger Hund. Gerade vor Thatcham liegt ein kleines Haus, und ich und Harry, der Vagabund, dachten, wir könnten da ein wenig einbrcchen und ein paar warme Kleider für uns herausholen. Es war nämlich eine furchtbar kalte Rächt, und das Haus schien leer zu fein. William — das ist der Mann, der nachher getötet wurde — wollte nichts damit zu tun haben. So ließen wir ihn denn auf der Straße, damit er Schmiere stehen sollte. Ich und Harry drückten ein Fenster ein und kamen in die Vorratskammer. Es war aber doch jemand im Haus. Wir hatten gerade ein paar Mäntel erwischt, als wir hörten, wie ein Mann aus dem oberen Geschoß rief. Da sind wir schnell weg — haben die Mäntel in den (Sorten geworfen und sind fortgelaufen. William war nicht mehr dort, wo wir ihn zurückgelassen hatten, er war weitergewandert, und wir holten ihn erst eine Viertelmeile von dem Hous entfernt wieder ein. Es war so eine enge Landstraße mit scharfen Windungen. Gerade standen wir in der Mitte und machten ihm Vorwürfe, was er für ein Ausreißer wäre und überlegten, ob wir nach Newbury gehen oder uns sonst irgendwo bis zum Morgen in die Büsche schlagen sollten, als plötzlich ein Auto mit rasender Geschwindigkeit um die Ecke sauste. Es hatte keine Lichter. Ich kann mich nur noch daraus besinnen, daß ich mit dem Gesicht in eine Hecke flog, und dann weih ich nichts mehr, bis ich im Hospital aufwachte. William wurde totgefahren. Rur Harry, der Vagabund, kam mit dem Leben davon. Der Kerl im Auto war der Eigentümer des Hauses, in das wir eingebrochen hatten. Er wollte nach Thatcham, um die Polizei zu benachrichtigen." Nach einer Pause fügte er noch hinzu: „Vermutlich hat Mr Crewe Sie auf meine Spur gebracht."
Peter schwieg, denn es gibt Augenblicke, in denen es weise ist, zu schweigen.
..Ich mußte ihn nämlich anlügen," fuhr Hugg 'ort, „ich konnte ihm doch nicht sagen, daß William getötet wurde, weil wir einen Einbruch verübt hatten!"
_ „Woher wußten Sie denn etwas von Mr. Crewe?" fragte Peter aufs Geratewohl.
„William hat im Schlaf gesprochen und immer von Leicester Crewe geredet, er hatte einen höllischen Haß auf ihn. Ich mußte eine Geschichte erfinden, daß Lane eine Botschaft von gefieberten Schlangen an Crewe durch mich sandte —
W.S.V.in Gießen.
Führung übernehmen. Hatten sie bisher etwas mehr vom Spiel, so find es jetzt die Gäste, die um ein geringes besser sind. Ihre Angriffe werden schnell und wuchtig vorgetragen und ergeben innerhalb zehn Minuten zwei weitere Tore, so daß nun Marburg mit 3:2 im Vorteil ist. An diesem Resultat wird bis zur Pause nichts mehr geändert. Nach dem Wechsel gibt Gießen wieder den Ton an. Ein zugesprochener Elfmeter wird verschossen, aber kaum eine Minute später schon vermag es wieder gleichzuziehen. Bei wechselseitigen Angriffen und Versuchen, das Resultat zu verbessern, verläuft der Rest der zweiten Halbzeit. Es bleibt bis zum Schluß beim 3: ^Ergebnis. Beiden Mannschaften gebührt für ihr ruhiges und faires Spiel ein Oefamtlob. Schiedsrichter Bufch, Butzbach, leitete zufriedenstellend.
Gpielvereinigung 1900 Gießen.
o. Der sonst übliche FuhbaUbetrieb ruhte am Sonntag anläßlich des Iugendheim-Opfertages innerhalb des gesamten Westdeutschen Spielverbandes vollkommen. 1900 stellte Spieler zu den verbandsseitig angeordneten Opferspielen der Gau- und Stadtmannschaften, und zwar in Gießen gegen Marburg, in Butzbach und in Lich. Während das Spiel in Gießen 3:3 unentschieden endete, unterlag die verstärkte Ligareserve der Dlauweißen in Butzbach einer Kombination Butzbach-Niederweisel 5:2. Die Gießener traten nur mit zehn Spielern an und hatten obendrein das Pech, nach kaum zehn Minuten Spieldauer ihren guten Halblinken Stürmer infolge einer Verletzung zu verlieren, was eine ilm- stellung der Mannschaft bewirkte. Damit waren alle Sicg .saus'ichten geschwunden. Die Platzmannschaft g.'wann verdient, wenn es ihr auch durch die geschwächte Gießener Vertretung, die sich selbst mit 9 Spielern recht ansprechend hielt und bei etwas besserer Treffsicherheit des Angriffes leicht dem Spiel eine Wendung hätte geben können, nicht allzu leicht gemacht wurde. Beim
er hat im Schlaf viel von gefiederten Schlangen gesprochen."
„Gefiederte Schlangen?" fragte Peter schnell. „Was hat er darüber gesagt?"
„Nichts, er hat sie nur immer erwähnt. Außerdem nannte er noch einen Namen — ich kann mich nicht daraus besinnen — es war ein komischer und merkwürdiger Name — und dann sprach er auch noch von einem Schlüssel."
Er machte eine Pause, scheinbar versuchte er, sich an die Geschichte zu erinnern.
„Hat er noch mehr gesagt?" fragte Peter gespannt.
Hugg nickte langsam.
,.Ia — von einem großen Haus hat er auch noch gesprochen. Ich habe aber vergessen, wie er es nannte — ja, doch, nun besinne ich mich — das Haus der gefieberten Schlange — fo hieß es."
Peter Dewin war ein zu guter Journalist, um ein Notizbuch herauszuziehen, denn der Anblick eines solchen Heftes läßt den Redestrom der andern schneller austrocknen als die Stimme des Gewissens. Er hatte einen kleinen Notizblock und einen Bleistift in der Tasche seines Mantels und kritzelte, ohne daß Hugg es sehen konnte, einige Stichworte darauf.
„Wissen Sie etwas über William — über sein Vorleben?"
„Sein - was?" fragte der verwunderte Hugg.
„Was tat er früher?"
„Er war Falschmünzer", war die Antwort. „Er druckte eben falsche Banknoten."
„Wie hieß er noch außer William?"
„Lane - William Cane!“
William Lane! ... Der Name kam ihm bekannt vor, er erinnerte sich plötzlich an die Blätter in Joe Farmers Schreibpult.
Allmählich setzten sich die Dinge für ihn zusammen. William Lane war der Mann, der verurteilt worden war, weil er falsche Banknoten ausgegeben hatte. Die Aussage Farmers hatte ihn in die entsetzliche Trostlosigkeit von Dartmoor gebracht.
„Haben Sie das alles auch Crewe erzählt?" Der 2lann nickte.
„Sagten Sie ihm, daß sie zwei oder drei zusammen waren?"
„Ich sprach nur von zweien. Ich wollte nicht," fügte er freimütig hinzu, „daß dieser Crewe denken sollte, es könnte noch ein anderer kommen um ihn anzuzapfen. Denn Harry, der Vagabund, wußte ebensoviel über Lane wie ich. In Wirklichkeit wußte er verdammt viel mehr. Lane war krank, und Harry war Krankenwärter im Gefängnishospital. Wir wurden alle drei am selben Tage entlassen, und Harry sagte mir, daß wir uns immer an Lane halten und ihn nicht aus dem Auge lassen sollten. Dann würden wir eine Menge Gelb aus ihm machen. Lane versuchte einmal, uns zu entschlüpfen, aber
Stanbe von 3:0 für Butzbach erzielte 1900 burch.. Derwanbeln eines Elfmeterballes ben ersten Gegentreffer. 2lit 3:1 würben bie Seiten gewechselt. Nachbem ber Gastgeber zwei weitere Tore vorgelegt hatte, tarnen bie Gießener Gäste zum zweiten Erfolg, so bah bas Endresultat auf 5:2 lautete.
Fußball in Lich.
Am Sonntag ging auf bem Sportplatz in Lich bas angesehte Spiel Gießen G-Mannschaft gegen eine Elf aus Steinberger, Steinbacher, Garben- teicher und Licher Spielern vor sich. Sinter ber ausgezeichneten Leitung bes Schiri Spurk befleißigten sich bie Spieler eines fairen und schönen Kombinationsspieles. Leiber war bie „Stabtmannschast" mit nur 9 Mann erschienen und in anerkennenswerter Weife stellten sich ben Gießenern zwei Spieler bes V. f. R. 1920 Lich zur Verfügung. Das Spiel war von Anfang bis Schluß reich an sesfelnben Momenten, wäh- renb bes ganzen Kampfes war eine leichte lieber- legenheit ber „C. 21.“ festzustellen, bie sich auch im Schlußergebnis, bas 4:2 für bie „2.21.“ lautete, zeigt.
Fußball in Großen-Buseck.
Auswahlmannschaft ber Vereine Lollar, Daub- ringen, Großen-Buseck — fomb. Ligamannfchasl
23. f. v. Gießen 3:4.
Das Spiel wurde am Sonntag auf dem Busecker Sportplatz durchgeführt. Die Auswahlmannschaft zeigte sehr gute Leistungen und konnte das Spiel völlig gleichwertig gestalten. Die Ligamannschaft spielte erwartet gut. Bei Halbzeit stand das Spiel 1:0 für die Auswahlmannschaft. Durch einen Elfmeter konnte die Ligamannschaft dann ein Tor mehr erzielen und den Sieg knapp daoontragen.
Frühjahrswald-aufdeMGB.
Gruppe Gießen—Wetzlar—Weilburg.
Wie zu erwarten und auch vorausgesagt, war bie Beteiligung eine verhältnismäßig recht gute. Es waren insgesamt 74 Läufer am Start, unb zwar von ben Vereinen: Spielvereinigung 1900, V. f. D. 08, V. f. L. Wetzlar, Sportverein Wetzlar, Fuhballverein Weilburg, V. f. R. Lich, V. f. B Aßlar, Sportverein Garbenteich unb V. f. R. Butzbach. Die Leistungen ftanbeh durchweg auf beachtlicher Höhe unb üerbienen teilweise bas Prädikat „sehr gut“. Gelaufen wurde in vier Klassen, und zwar: Senioren 10 Kilometer, Anfänger und Läufer der Klasse 3 5 Kilometer, Jugendklasse A, 16 unb 17 Jahre alt, 5 Kilometer, unb Jugendklasse B, jünger als 16 Jahre, 3 Kilometer. Nachstehenb bie Siegerlifte:
Senioren: 1. Peters, Sp. Vgg. 1900, 38,5 Min.: 2. Paul, Sp. Vgg. 1900: 3. Koch, Sp. Vgg. 1900; 4. Müller, V. f. B. 08: 5. Lüttjohann, Sp. Vgg. 1900; 6. Henns, V. s. B. 08. In biefer Konkurrenz, für bie im ganzen nur sechs Läufer gemelbet hatten, dominierte bie Spielvereinigung 1900. Der erste Sieger, Peters, war burch feinen raumgreifenben Schritt seinen Klubkameraben Paul unb Koch überlegen unb lief unangefochten vor biefen frisch burchs Ziel. Sein Lauf war eine vorzügliche Leistung. Tie Spielvereinigung brachte bamit auch den ersten Mannschaftssieg an sich.
Ans. unb Läufer ber Klasse 3: 1. He- beding, Sp.V. Wetzlar, 19 Min.; 2. Büttner, V. f.B. 08; 3. Heise, V.f.B.08; 4. Knigge, Sp.° Vgg. 1900. — Mannschaftssieger: 1. V. f.B. 08; 2. Sp. Vgg. 1900; 3. V. f. CB. 08, 2 .Mannschaft. In dieser Klasse war die Konkurrenz wesentlich zahlreicher; es starteten 22 21ann. Heberling, Wetzlar, lief ein gutes Rennen unb beenbete es in glänzender Verfassung. Die beiden ihm folgenden V. f. B.er, Büttner und Heise, errangen mit ihrem zweiten unb dritten Sieg für ihren Verein auch noch ben ersten Mannschaftssieg.
3 u g e n b 11. A: 1. Bärwinkel, V. s. L.» Wetzlar; 2. Poutani, F.B. Weilburg; 3. Ebbee,
Harry war zu schnell für ihn. Er wollte Mr. Crewe bas nicht sagen, weil er bann wohl nichts gegeben hätte. Als ich aus dem Hospital in Newbury herauskam, wollten sie mich wieder wegen Diebstahls zwicken, aber der Richter ließ mich wegen meiner Verletzungen laufen. Ich erhielt eine Kopie des Totenscheines, unb fo erfuhr ich zum erstenmal, baß Lane tot war."
„Was war er denn für ein Mann — ich meine seiner Gesinnung nach?" fragte Peter.
„Er war ein wenig sonderbar, ich wußte niemals genau, was seine Meinung war. Als er nach Dartmoor kam, soll er ein hübscher, ruhiger Kerl gewesen sein. Er sprach zu niemand unb las viel - meistens Detektivgeschichten. Dann würbe er allmählich nieberträchtig unb böse. Einmal gab ihm ein anberer währenb eines Zankes einen Puff — ba hätte Lane ihm beinahe ben Schübel mit einem Stein ein- geschlagen, wenn wir ihn nicht zurückgehalten hätten. Es war gut, daß ber Wärter nichts bavon gemerkt hat, sonst hätte William seine Strafe weggehabt! Wie alt er war? So alt wie ich selbst, vielleicht ein wenig älter. Es ist verrückt, zu benken, baß ich ihn ein Auto fahren sah - ich muh sehr betrunken gewesen sein", geftanb er. „Er ist sicher tot. Die Polizei von Newbury hat all seine Papiere unb ben Bericht."
Peter fragte ihn weiter aus, aber er erfuhr nichts Wissenswertes mehr. Bevor er Rowton House verließ, sagte er bem Mann noch, baß er ihn abenbs in seiner Wohnung - aussuchen sollte. '
Er hatte jetzt Fäben in ber Hanb, die zu dem Geheimnis sühren mußten. Das Haus ber gefieberten Schlange! War es phantastische Ein- bilbung, ober sollte es jene schreckliche Strafkolonie in bem freublofen Dartmoor fein?
Ie mehr er über bie gefieberte Schlange unb über bie toarnenben Karten nachdachte, um fo mehr lehnte sich feine Vernunft gegen eine romantische Unmöglichkeit auf, wie sie von sensationellen Schriftstellern erfunden werben. William Lane hatte allerbings viele Detektivgeschichten gelesen, unb es war leicht möglich, bah sie ihn stark beeinflußt hatten. Iebenfalls gehörte er nicht zu ben gewöhnlichen Verbrechen.
10.
In ber Nähe des Zeitungsviertels liegt ein • hübscher, kleiner Klub, Hessen Räume früher zu einem Warenhause gehörten. Dort verkehren alle Journalisten. In biefer frühen Morgenstunbe war bie Bibliothek leer, unb Peter holte sich einen Armsessel zum Kamin, nahm bie kleine Leberbörse heraus unb prüfte ihren Inhalt.
Der Schlüssel gab ihm zu denken. Früher muhte dort eine gut leserliche Inschrift gestanden 1
. f L., Wetzlar; 4. Mootz, Sp. Vgg. 1900f Wörenkämper, Sp. Vgg. 1900; 6. Balser, Sp.* ig. 1900 — Mannschaftssieger: 1. Sp.* tg.1900; 2. V. f. L. Wetzlar; 3. V. f. R. Lich; V f. B. Aßlar. Hier kam V. f. L. Wetzlar durch i prächtigen Laus Bärwinkels zum ersten Sieg
Einzel- unb die Gießener Spielvereinigung :ch die als vierter, fünfter unb sechster ein- fenben Mootz, Wörenkämper unb Balser zum cn Mannschaftssieg.
üugenbtl. B: 1. W. Schäfer, V. f. B. 08: W. Gräf, Sp. Vgg. 1900: 3. Lubwig, V. f. L. hlar; 4. K. Simon, V. f. B. 08; 5. W. Pau*
V. f.B. 08. — Mannschaftssieger: V. f.B. 08; 2. V. f. L. Wetzlar; 3. Sp. Vgg. ); 4. Sp. V. Garbenteich; 5. V. f. R. Butzbach: B. f. R. Lich. In biefer Klaffe war mit 26 fern die stärkste Beteiligung zu verzeichnen.
Schlußkampf des ersten und zweiten Sie* 3 war geradezu dramatisch: mit bewunderns* ter Energie verteidigte Schäfer, V. f. B., fei*
Vorsprung vor Gräf, Sp. Vgg. 1900, und iuptete diesen bis ins Ziel. Durch den als ten einlaufenben Simon ging auch der erste ( im Mannschaftslauf an V. f. B. Gießen, esonders erwähnt zu werden verdient die Be* hung ber Vereine aus Lich, Gyrbenteich, ■ir unb Butzbach, bie sonst nur ausschließlich '<6 all treiben unb trotz überlegener—Kon kur- r ihre Vertreter an ben Start schickten.
ährend bie letzten Läufer ber zuletzt geftar- t Klasse noch einliefen, war das Fußball* fl ber Gaumannschaften bereits im Gange.
in ber Pause besselben konnten ben Sie* g im Auftrage bes Sachbearbeiters für Leicht* atik burch Herrn Nagel, ben Obmann ber Liathletik bes V. f. B., bie Siegesbiplome weicht werben.
: Durchführung war bem V. f. B. Gießen üragen, ber bewiesen hat, daß sie in beste He gelegt worden war. Gründliche Vorberei- h und Organisation in bezug auf Wegemar* fhg, Streckenkontrolle usw. ergaben einen gln Verlauf.
Ä.f.B. Leichtathletik.
f.B. nahm am Frühjahrswaldlauf mit 17 Lim teil unb konnte eine ganze Reihe sehr gt Erfolge erringen. Im 10-Kilometer- L s ber Senioren, an bem nur 6 Läufer teihmen, konnten sich Müller unb Henns gc bie starke Konkurrenz ber Spielvereini- guleute nicht burchsehen unb enbeten auf bem vier bzw. auf bem sechsten Platz. Bei Müller munan allerbings berücksichtigen, baß er in* folhienstlicher Beanspruchung unausgeruht an bentart gehen mußte unb baher im Nachteil wahenns lief einen guten Stil, war aber zu wer burchtrainiert.
I bem Lauf für Anfänger und Kl >e III über 5 Kilometer zeigten sich Dütt- n e mb Heise, trotjbem sie erst zwei Tage vorhin Stuttgart am Waldlauf der Reichs- wehher dieselbe Strecke teilgenommen hatten, in glenber Verfassung unb belegten ben zweiten • brüten Platz, damit auch ben ersten Manmftssieg erringenb. Von ben 22 Teilnehmern >llte V. f. B. 7, bie noch einen brüten
In-r Jugendklasse A hatte V. f. B. nur en Vertreter, der bie Strecke wohl burch- lief, aber nicht placieren konnte. — Die ftärkstBesetzung hatte bie Jugendklasse B mit 26 Lern aufzuweisen. Auch hier starteten sieben f. B.er, von denen W. Schäfer nach prächtn Lauf ben ersten Sieg im Einzellauf errangjeine Leistung ist bei ber starken Konkurrentin fo höher zu bewerten, als er sich kurz v bem Ziel noch eine Muskelverzerrung zugezv hatte unb nur unter Aufwanb der letzten aft burchs Ziel gehen konnte. K. S i - in o n i-gte ben vierten Platz, lief aber einen guten l unb war noch sehr frisch. Wenn er mit sen Enbspurt etwas eher begonnen hätte, wäre stein besserer Platz sicher gewesen. Hinter
haben, an konnte noch Reste ber ausgekrahten Buch st ai erkennen. Es war bas Werk einer ungeübl Hand, denn bie Feilstriche waren auch auem Schaft zu sehen. Die Schrift mußte aber sst vor langer Zeit zerstört worben fein, benn biangefeilten Stellen waren vollstänbig crblinbe Wahrscheinlich geschah es zu derselben 4, als bas gelbe Stück Papier be* schriebenurbe.
Er ftite seine Pfeife unb untersuchte die Buchstab sorgfältig.
F.T. B T. L. Z. S. Y.
H.V. D.V. N. B. U.A.
Er brau? nicht lange zu studieren. Aus Ge- heimschrn verstand er sich sehr gut und hatte bie Lösu bes kleinen Rätsels halb gefunberu Als er > Buchstaben von oben nach unten las, bcme> er, baß sie in alphabetischer Reihenfolge gegeben waren, nur fehlte stets ber zwischenli nbe Buchstabe. Er ging zu einem Schreibtiß nahm ein Stück Papier aus bem Fach unbüilte bie fehlenben Buchstaben aus.
F.T. B.T. L. Z. S. Y.
G. U. C. U. M.A.T. Z. .
H.V. D.V. N. B. U.A.
„Gucumah Welche Bebeutung hatte das Wort Gucumatz'i
Der Klr hatte eine kleine, aber ausgezeichnet ausgewäh! Bibliothek. Peter suchte in ben Bücherregm unb fanb schnell bas Wörterbuch, das er fue. Er trug es zu einem Tisch unb schlug nackPlohlich hielt er freubig überrascht inne.
„Gucuih. Dieser Name würbe von beit alten 2hken unb besonbers von den Leuten von Que (Guatemala) bem Schöpfer bes löcltallßjegeben (siehe Popol-Buh). Gucu- matz ist i bem alten Mexiko als Quetzalcocül bekannt, r würbe stets als eine gefieberte Schlange argestellt, wie er sonst uuch noch genannt rb. Gucumatz wirb noch heute in gewissen egenben Zentralamerikas verehrt, unb ber liprung biefer Legende läßt sich mög* licherweiß aus das Erscheinen eines weihen Mannes it einem langen Bart zurückführen. Das mussich in grauer Vorzeit in Mexiko zugetrage haben."
Peter lehe sich in feinen Stuhl zurück und fuhr mit fnen Händen durch bas verwirrte Haar. Wier stieß er hier auf bie gefieberte Schlange! ab doch konnte Joe Farmer nichts von ihrer -istenz gewußt haben. Peter fanb noch keinenZusammenhang zwischen biesem so eifersüchtig hüteten Wort unb den Warnungen ber gefiebeen Schlange. Das Geheimsystem, einen Buchten zwischen zwei anderen aus- zulassen, wrye mit Vorliebe von gewissen Verbrechern anftoenbet.
(Fortsetzung folgt.)


